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Patent Searching and Data


Title:
TREATMENT DEVICE AND TREATMENT METHOD
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/081172
Kind Code:
A1
Abstract:
Disclosed are a treatment device (1) and a treatment method for a web (2) of endless material, in particular of a textile fiber material, preferably a non-woven fabric, the treatment device (1) comprising a treatment chamber (14) in which the moving web (2) is treated with a flowing gas, in particular air, an inlet (10) and and outlet (11) for the web (2), and a plurality of chamber regions (20-24) which are stationarily arranged on top and next to each other and through which the web (2) runs; in said chamber regions (20-24), the gas, in particular the air, flows against and through the web (2) from one side.

Inventors:
NIKLAUS, Michael (Schaffhauser Str. 57d, 8472 Seuzach, 8472, CH)
PLUGACHEV, Kuzma (Feldstraße 1, 9554 Trägerschen, 9554, CH)
Application Number:
EP2016/077296
Publication Date:
May 18, 2017
Filing Date:
November 10, 2016
Export Citation:
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Assignee:
AUTEFA SOLUTIONS GERMANY GMBH (Paul-Lenz-Str. 1, Friedberg, 86316, DE)
International Classes:
F26B3/06; F26B13/06; F26B21/00; F26B21/02
Foreign References:
SU1036128A11991-02-07
US4270283A1981-06-02
EP2181298A22010-05-05
SU1615504A11990-12-23
US4245397A1981-01-20
US2772486A1956-12-04
US4952145A1990-08-28
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
PATENTANWÄLTE ERNICKE & ERNICKE (Schwibbogenplatz 2b, Augsburg, 86153, DE)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

1. ) Fluidische Behandlungseinrichtung für eine Warenbahn

(2), insbesondere aus einem textilen Fasermaterial, bevorzugt ein Nonwoven-Faservlies , mit einer

Behandlungskammer (14), in der die laufende

Warenbahn (2) mit einem strömenden Gas, insbesondere Luft, behandelt wird, wobei die

Behandlungseinrichtung (1) einen Einlauf (10) und einen Auslauf (11) für die Warenbahn (2) aufweist, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die

Behandlungskammer (14) mehrere übereinander und nebeneinander stationär angeordnete Kammerbereiche (20-24) aufweist, die von der Warenbahn (2)

durchlaufen werden, wobei die Warenbahn (2) in den Kammerbereichen (20-24) jeweils einseitig mit dem Gas, insbesondere Luft, angeströmt und durchströmt wird .

2. ) Behandlungseinrichtung 2nach Anspruch 1, dadurch

g e k e n n z e i c h n e t, dass die laufende

Warenbahn (2) in der Behandlungskammer (14) in einer aufwärts und abwärts gerichteten Bewegungsbahn (16) geführt ist, wobei die Bewegungsbahn (16) als einzelne aufrechte Schleife ausgebildet ist.

(UA2 + UA21)

3. ) Behandlungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass der

Einlauf (10) und der Auslauf (11) am unteren Bereich der Behandlungseinrichtung (1) für einen Eintritt und Austritt der Warenbahn (2) mit aufrechter

Erstreckung angeordnet und ausgebildet sind. 4. ) Behandlungseinrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die

Behandlungseinrichtung (1) als Trocknungseinrichtung und die Behandlungskammer (14) als Trocknungskammer ausgebildet ist.

Behandlungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass mehrere Kammerbereiche (20-23') in einer

Kammermatrix mit mehreren, vorzugsweise zwei,

Spalten nebeneinander und mit mehreren Reihen übereinander angeordnet sind.

Behandlungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Behandlungskammer (14) an der Oberseite einen zentralen, verbindenden Kammerbereich (24) mit liegender Ausrichtung aufweist.

Behandlungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Behandlungseinrichtung (1) eine

Belüftungseinrichtung (18) zur Erzeugung einer

Gasströmung aufweist.

Behandlungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Behandlungseinrichtung (1) eine Heizeinrichtung (19) zur Beheizung des Gases aufweist.

Behandlungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Belüftungseinrichtung (18) in den

Kammerbereichen (20-24) jeweils eine Umwälzströmung (32) des Gases erzeugt. Behandlungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Umwälzströmung (32) durch die Warenbahn (2) gerichtet ist.

11.) Behandlungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Umwälzströmung (32) in den in einer Matrix angeordneten Kammerbereichen (20-23') horizontal ausgerichtet ist.

12.) Behandlungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Umwälzströmung (32) in einem oberen, liegenden

Kammerbereich (24) vertikal ausgerichtet ist.

13.) Behandlungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Belüftungseinrichtung (18) zwischen den

Kammerbereichen (20-24) eine entgegen der

Laufrichtung (17) der Warenbahn (2) gerichtete

Gegenströmung (33) des Gases erzeugt. 14.) Behandlungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Gegenströmung (33) vom Auslauf (11) zum Einlauf (10) gerichtet ist und einen über den Strömungsweg zunehmenden Feuchtegehalt aufweist.

15. ) Behandlungseinrichtung nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Kammerbereiche (20-24) von der Warenbahn (2) nacheinander durchlaufen werden.

16. ) Behandlungseinrichtung nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Kammerbereiche (20-24) durch Schotte (25,26) voneinander getrennt sind.

17. ) Behandlungseinrichtung nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass zwischen den Spalten der Kammermatrix ein aufrechtes im Wesentlichen gasdichtes Schott (25) angeordnet ist .

18. ) Behandlungseinrichtung nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass zwischen den Reihen der Kammermatrix gasdurchlässige Schotts (26) liegend angeordnet sind.

19. ) Behandlungseinrichtung nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Belüftungseinrichtung (18) mehrere Gebläse (34) die Heizeinrichtung (19) mehrere Heizmodule (39) aufweist, die jeweils einem Kammerbereich (20-24) zugeordnet sind.

20. ) Behandlungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Belüftungseinrichtung (18) in mehreren

Kammerbereichen (20-24) jeweils an der Warenbahn (2) eine Düsenanordnung (35) für die Gasströmung, insbesondere die Umwälzströmung (32), aufweist.

21. ) Behandlungseinrichtung nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Düsenanordnung (35) veränderbar ausgebildet ist. 22.) Behandlungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die aufrechten Abschnitte der Bewegungsbahn (16) die Spalten der Kammermatrix durchsetzen. 23.) Behandlungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Unterdruckzonen der Kammerbereiche (20-24) innerhalb der schleifenförmigen Bewegungsbahn (16) angeordnet sind.

24.) Behandlungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Behandlungseinrichtung (1) eine

Führungseinrichtung (15) für die Bewegungsbahn (16) aufweist . 25.) Behandlungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Führungseinrichtung (15) ein in der

Behandlungskammer (14) umlaufendes, gasdurchlässiges biegeelastisches Fördermittel (28), insbesondere Förderband, aufweist.

26. ) Behandlungseinrichtung nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Führungseinrichtung (15) Umlenkungen (29) für das Fördermittel (28), insbesondere Förderband (28) aufweist .

27. ) Behandlungseinrichtung nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass eine Umlenkung (29) eine Halteeinrichtung (29"), insbesondere eine Saugeinrichtung, für die Warenbahn (2) aufweist.

28. ) Behandlungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass das in einer geschlossenen Bahn umlaufende

Fördermittel (28) nach unten aus der

Behandlungskammer (14) herausgeführt und umgelenkt sowie angetrieben ist.

29. ) Behandlungseinrichtung nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass der Einlauf (10) und der Auslauf (11) am Boden der Behandlungskammer (14) angeordnet sind.

30. ) Behandlungseinrichtung nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Gasströmung in den unteren Kammerbereichen

(20,22) am Einlauf (10) und Auslauf (11) niedriger temperiert ist als in den darüber angeordneten

Kammerbereichen (21, 21', 23, 23', 24)

31.) Behandlungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Behandlungseinrichtung (1), insbesondere die

Belüftungseinrichtung (18), eine Zufuhr (12) für Frischgas und eine Abfuhr (13) für Abgas sowie

Gebläse (34') aufweist. 32. ) Behandlungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Zufuhr (12) und die Abfuhr (13) am unteren

Bereich, insbesondere am Boden, der

Behandlungskammer (14) in verschiedenen

Kammerbereichen (20,22) angeordnet sind und durch

Druckgefälle die Gegenströmung (33) bewirken.

Behandlungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Behandlungseinrichtung (1) ein aufgeständertes würfelförmiges Gehäuse (8) aufweist.

34.) Behandlungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Behandlungseinrichtung (1) eine

Regenerationseinrichtung (42) für das Abgas

aufweist .

35.) Behandlungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass der Behandlungseinrichtung (1) eine

Wasserstrahlverfestigungseinrichtung (6)

vorgeschaltet ist.

36.) Behandlungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Behandlungseinrichtung (1) mit der

Wasserstrahlverfestigungseinrichtung (6) über einen Kreislauf (43) für die Feuchtigkeit im Abgas

verbunden ist. 37.) Behandlungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Regenerationseinrichtung (42) im Kreislauf (43) angeordnet ist. 38.) Behandlungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass der Behandlungseinrichtung (1) eine

Weiterverarbeitung (7), insbesondere eine Schneid¬ oder Wickeleinrichtung, für die behandelte Warenbahn (2) nachgeschaltet ist.

39.) Faserbehandlungsanlage mit einem Florzeuger (4), insbesondere einer Karde, für eine als Faserflor ausgebildete laufende Warenbahn (2), ggf. einer Legeeinrichtung (5) für den Faserflor, einer

Wasserstrahlverfestigungseinrichtung (6) und einer Behandlungseinrichtung (1), insbesondere einer

Trocknungseinrichtung, dadurch

g e k e n n z e i c h n e t, dass die

Behandlungseinrichtung (1) nach mindestens einem der

Ansprüche 1 bis 38 ausgebildet ist.

40. ) Verfahren zur fluidische Behandlung einer Warenbahn

(2), insbesondere einem textilen Fasermaterial, bevorzugt einem Nonwoven-Faservlies , in einer

Behandlungskammer (14) einer Behandlungseinrichtung (1), in der die laufende Warenbahn (2) mit einem strömenden Gas, insbesondere Luft, behandelt wird, wobei die Warenbahn (2) durch einen Einlauf (10) und einen Auslauf (11) der Behandlungseinrichtung (1) ein- und austritt, dadurch

g e k e n n z e i c h n e t, dass die Warenbahn (2) mehrere übereinander und nebeneinander stationär angeordnete Kammerbereiche (20-24) der

Behandlungskammer (14) durchläuft und in den

Kammerbereichen (20-24) jeweils einseitig mit dem Gas, insbesondere Luft, angeströmt und durchströmt wird .

41. ) Verfahren nach Anspruch 40, dadurch

g e k e n n z e i c h n e t, dass die laufende

Warenbahn (2) in der Behandlungskammer (14) in einer aufwärts und abwärts gerichteten und als einzelne aufrechte Schleife ausgebildeten Bewegungsbahn (16) geführt wird. 42.) Verfahren nach Anspruch 40 oder 41, dadurch

g e k e n n z e i c h n e t, dass die Warenbahn (2) durch den jeweils am unteren Bereich der

Behandlungseinrichtung (1) befindlichen Einlauf (10) und den Auslauf (11) mit aufrechter Erstreckung eintritt und austritt.

43.) Verfahren nach Anspruch 40, 41 oder 42, dadurch

g e k e n n z e i c h n e t, dass die Warenbahn (2) in den Kammerbereichen (20-24) jeweils mit einer umgewälzten Gasströmung durchströmt und an einem bandförmigen und gasdurchlässigen Fördermittel (28) in Anlage gehalten und vom Fördermittel (28) mitgenommen wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 40 bis 43, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die

Gasströmung in den gegeneinander abgeschotteten

Kammerbereichen (20-24) eigenständig eingestellt und konditioniert wird.

Description:
BESCHREIBUNG

Behandlungseinrichtung und Behandlungsverfahren

Die Erfindung betrifft eine fluidische

Behandlungseinrichtung, insbesondere

Trocknungseinrichtung, und ein Behandlungsverfahren mit den Merkmalen im Oberbegriff des Verfahrens- und

Vorrichtungshauptanspruchs .

Aus der Praxis sind Tunneltrockner für textile Warenbahnen bekannt, in deren Behandlungskammer die von einem Einlauf zu einem Auslauf sich linear bewegende Warenbahn mit einer Gasströmung getrocknet wird. Ferner sind Trommeltrockner bekannt, bei denen die Warenbahn auf eine rotierende und beheizte Trommel aufgelegt wird.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine

verbesserte Behandlungstechnik aufzuzeigen.

Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den Merkmalen im Verfahrens- und Vorrichtungshauptanspruch.

Die beanspruchte fluidische Behandlungstechnik, d.h. die Behandlungseinrichtung und das Behandlungsverfahren, haben verschiedene Vorteile. Dies gilt insbesondere für die bevorzugte Ausführung als Trocknungseinrichtung und

Trocknungsverfahren .

Durch die Aufgliederung der Behandlungskammer in mehrere übereinander und nebeneinander sowie bevorzugt stationär angeordnete und von der Warenbahn durchlaufene

Kammerbereiche kann die Behandlungseinrichtung sehr kompakt bauen und effizient arbeiten. In den

Kammerbereichen kann die Warenbahn jeweils einseitig mit einem Gas, insbesondere Luft, angeströmt und durchströmt werden. Die Kammerbereiche sind jeweils gegeneinander abgegrenzt und werden von der Warenbahn durchsetzt bzw. durchlaufen. Innerhalb der Behandlungskammer wird die Warenbahn entlang ihrer Bewegungsbahn mittels einer

Führungseinrichtung, bevorzugt mittels eines bandartigen und gasdurchlässigen Fördermittels, geführt. Die

Gasströmung kann die Warenbahn am Fördermittel in

permanenter Anlage halten und fixieren.

Die Behandlungseinrichtung kann insbesondere ein

würfelförmiges und aufgestandertes Gehäuse haben. Der Grundflächenbedarf ist geringer als bei lang gestreckten Tunneltrocknern. Außerdem kann die Effizienz der

fluidischen Behandlung, insbesondere Trocknung der

Warenbahn mit einer Gasströmung, vorzugsweise einer

Luftströmung gesteigert werden. Günstig ist außerdem, dass für Zwecke der Wartung und Inspektion etc. die

Funktionsbereiche der Behandlungseinrichtung von außen gut zugänglich sind.

Ein selbst ständiger Erfindungsgedanke sieht vor, dass die laufende Warenbahn in der Behandlungskammer in einer aufwärts und abwärts gerichteten Bewegungsbahn geführt ist. Die Bewegungsbahn ist vorzugsweise als aufrechte Schleife ausgebildet, die einzeln oder mehrfach vorhanden sein kann. Dies ist für eine effiziente Durchströmung der Warenbahn mit dem zur Behandlung, insbesondere Trocknung, vorgesehenen Gas von Vorteil. Insbesondere ergeben sich in Verbindung mit einer Anordnung von mehreren

Kammerbereichen übereinander und nebeneinander

strömungstechnische, energetische und

behandlungstechnische Vorteile. Besonders günstig ist eine Anordnung der Kammerbereiche in einer Kammermatrix mit mehreren, vorzugsweise zwei, Spalten nebeneinander und mit mehreren Reihen übereinander. An der Oberseite dieser Kammermatrix kann ein zentraler, verbindender

Kammerbereich angeordnet sein. Diese Kammerbereichsanordnung ist insbesondere zur

Erzeugung einer Umwälzströmung durch die Warenbahn im jeweiligen Kammerbereich von Vorteil. Zudem kann eine kammerübergreifende Gegenströmung des Behandlungsgases erreicht werden, die gegen die Laufrichtung der Warenbahn gerichtet ist. Dies erlaubt eine Anpassung der

Gasklimatisierung. Insbesondere kann der Feuchtegehalt in der Gegenströmung vom Auslauf zum Einlauf zunehmen. Bei einem Trocknungsprozess kann dadurch der Feuchtegehalt der Warenbahn und der Gasströmung optimal aufeinander

abgestimmt werden.

Die Kammerbereiche sind z.B. durch Schotte voneinander getrennt. Sie werden jeweils etwa mittig von der Warenbahn durchsetzt. Durch die kammerweise getrennte Umwälzströmung können auch die strömungstechnischen und klimatischen Bedingungen im jeweiligen Kammerbereich optimal auf den dortigen Zustand der Warenbahn abgestimmt werden. Dies kann z.B. die Strömungsgeschwindigkeit und/oder die

Temperatur und/oder den Feuchtegehalt der Gasströmung betreffen .

In einem weiteren eigenständigen Erfindungsgedanken ist vorgesehen, dass der Einlauf und der Auslauf der Warenbahn am unteren Bereich der Behandlungseinrichtung angeordnet sind. Vorzugsweise befinden sie sich am Boden der

Behandlungskammer. Die Warenbahn kann hier in aufrechter, insbesondere senkrechter Erstreckung eintreten und

austreten. Diese Anordnung hat energetische Vorteile.

Wärmeverluste und ein Austreten von heißem Gas aus Einlauf und Auslauf können gemindert werden. Dies betrifft

insbesondere den Austrag von heißem Gas aus dem Auslauf mit der bewegten Warenbahn. Durch die natürliche Thermik des in der Behandlungskammer befindlichen und vorzugsweise beheizten Behandlungsgases ergibt sich eine natürliche Gasschleuse, insbesondere Luftschleuse. Zudem können die am Ein- und Auslauf befindlichen und vorzugsweise weit unten angeordneten Kammerbereiche niedriger temperiert werden als die in der Kammermatrix nach oben anschließenden weiteren Kammerbereiche. Ein weiterer Vorteil der Kammermatrix und der Anordnung mehrerer gegenseitig abgegrenzter Kammerbereiche

übereinander besteht in einer sauberen Entmischung der heißen und kühleren Gasströmungen, insbesondere

Umwälzströmungen. Der Behandlungsprozess , insbesondere Trocknungsprozess , kann besser und genauer gesteuert und ggf. bei Einsatz einer entsprechenden Sensorik geregelt werden. Durch die abgesenkte Temperatur in den unteren Kammerbereichen kann zusätzlich Energie gespart werden. Zudem kann die Warenbahn im Bereich des Auslaufs bereits abkühlen und mit niedriger Temperatur aus der

Behandlungseinrichtung austreten. Hierdurch wird weniger Energie mit der Warenbahn in die Umgebung ausgetragen.

Die Kammerbereiche sind durch Schotte voneinander

getrennt. Die Schotte können zum Teil gasdicht und zum Teil gasdurchlässig ausgebildet sein. Insbesondere kann ein aufrechtes und im Wesentlichen gasdichtes Schott zentral und zwischen den Spalten der Kammermatrix

angeordnet sein. Hierdurch können die vorzugsweise horizontalen Umwälzströmungen in den nebeneinander angeordneten Kammerbereichen voneinander getrennt werden. Zwischen den übereinander liegenden Reihen der

Kammerbereiche in der Kammermatrix können gasdurchlässige Schotts liegend angeordnet sein. Dies ermöglicht einen Gasdurchlass für die besagte Gegenströmung entgegen der

Laufrichtung und entlang der Bewegungsbahn der Warenbahn.

Vorteilhaft ist ferner eine Düsenanordnung in mehreren, vorzugsweise allen Kammerbereichen, die jeweils an der Warenbahn entlang ihrer Bewegungsbahn einseitig oder beidseitig angeordnet ist. Die Düsenanordnung ist vor allem für die Umwälzströmung von Vorteil. Eine veränderbare Ausbildung der Düsenanordnung erlaubt eine strömungstechnische Anpassung an die jeweiligen

Behandlungserfordernisse in den verschiedenen

Kammerbereichen. Die Düsenanordnung kann so gestaltet sein, dass sich darin keine Flusen und Fasern in größerem

Umfang ansammeln können. Die Warenbahn selbst kann hierbei als Filter agieren. Die Flusen werden über die Warenbahn wieder herausgefördert. Die restlichen Flusen sammeln sich am Boden der Behandlungskammer. Diese beeinflussen jedoch nicht die Leistung der Behandlungseinrichtung,

insbesondere Trocknungseinrichtung, und können während der üblichen Reinigungszyklen entfernt, insbesondere

ausgesaugt werden. Bei der Düsenanordnung können die Düsenschlitze und insbesondere deren Weite, verändert werden. Progressive Düsenschlitze ermöglichen eine optimale Einstellung der Strömungs- und Druckverhältnisse auf die einzelnen

Behandlungs-, insbesondere Trocknungsprozessschritte. Dies betrifft z.B. das intensive Anströmen und Aufheizen der Warenbahn und der darin gegebenenfalls enthaltenen

Feuchtigkeit, ein Verdampfen des Oberflächenwassers und gegebenenfalls des Kernwassers. Bei Bedarf kann auch eine Flauschigkeit und ein Volumen der Warenbahn erzeugt und eingestellt werden.

Die beanspruchte Behandlungs- insbesondere

Trocknungstechnik eignet sich besonders für feuchte

Warenbahnen aus textilen Fasermaterialien, insbesondere Nonwoven-Faservliese . Die Trocknungseinrichtung kann zum Trocknen eines Faservlieses eingesetzt werden, das aus einer vorgeschalteten Wasserstrahlverfestigungseinrichtung kommt. Hierbei können die Wärme und die Feuchtigkeit bzw. das Wasser des Abgases, insbesondere der Abluft,

regeneriert und ggf. in einem Kreislauf rückgeführt werden. Das in der feuchten Abluft der

Trocknungseinrichtung enthaltene Wasser kann von der Gasströmung abgeschieden und der

Wasserstrahlverfestigungseinrichtung zugeführt werden. Hierbei kann auch eine Regeneration, z.B. eine Reinigung und ggf. eine Temperierung, stattfinden. Hierdurch kann das Wasserverbrauch bei der Verfestigung und Trocknung des

Nonwoven-Faservlieses reduziert werden. Außerdem kann der Energieverbrauch gemindert werden.

Die Behandlungs- insbesondere Trocknungseinrichtung kann Bestandteil einer Faserbehandlungsanlage sein. Die

getrocknete Warenbahn kann nach Verlassen der

Trocknungseinrichtung einer Weiterverarbeitung, z.B. einem Schneid- oder Wickelprozess , unterworfen werden. in den Unteransprüchen sind weitere vorteilhafte

Ausgestaltungen der Erfindung angegeben.

Die Erfindung ist in den Zeichnungen beispielhaft und schematisch dargestellt. Im einzelnen zeigen:

Figur 1 und 2 : eine Behandlungseinrichtung in

verschiedenen perspektivischen Ansichten,

Figur 3 und 4: eine Front- und Seitenansicht der

Behandlungseinrichtung,

Figur 5 : einen liegenden Querschnitt durch die

Behandlungseinrichtung gemäß Schnittlinie V-V von Figur 3, einen aufrechten Längsschnitt durch die Behandlungseinrichtung gemäß Schnittlinie VI-VI von Figur 4, eine frontseitig aufgeschnittene

perspektivische Ansicht der

Behandlungseinrichtung, eine ausschnittsweise Darstellung einer Düsenanordnung und

Figur 9: eine Schemadarstellung einer

Faserbehandlungsanlage mit einer

Behandlungseinrichtung und weiteren

Anlagenkomponenten .

Die Erfindung betrifft eine Behandlungseinrichtung (1) und ein Behandlungsverfahren für eine laufende Warenbahn (2). Vorzugsweise handelt es sich um eine Trocknungseinrichtung (1) und ein Trocknungsverfahren zum Trocknen einer feuchten Warenbahn (2) . Die Erfindung betrifft ferner eine Faserbehandlungsanlage (3) mit einer solchen Behandlungseinrichtung (1) und einem entsprechenden anlagenübergreifenden Prozess.

Nachfolgend werden eine Trocknungseinrichtung (1) und ein Trocknungsverfahren beschrieben. Die Merkmale gelten entsprechend auch für eine andere Art der

Behandlungseinrichtung (1) und des Behandlungsverfahrens.

Die Warenbahn (2) kann trocken oder feucht sein. Sie kann aus beliebigen Materialien bestehen. In den gezeigten und bevorzugten Ausführungsbeispielen besteht die z.B. feuchte Warenbahn (2) aus einem textilen Fasermaterial,

insbesondere einem Nonwoven-Faservlies . Die feuchte

Warenbahn (2) wird innerhalb der Trocknungseinrichtung (1) voranbewegt und wird dabei mit einer Gasströmung,

insbesondere einer Luftströmung, getrocknet. Alternativ kann statt Luft ein anderes Gas eingesetzt werden. Die Warenbahn (2) ist bandförmig ausgebildet, wobei ihre

Breite deutlich größer als die Dicke ist.

Die Trocknungseinrichtung (1) ist in Figur 1 und 2 in Außenansicht und perspektivisch mit Blick von vorn und von hinten dargestellt. Figur 3 zeigt eine Frontansicht und Figur 4 eine geklappte Seitenansicht der

Trocknungseinrichtung (1) von Figur 1 und 2. Die

Trocknungseinrichtung (1) weist ein Gehäuse (8) mit einer innen liegenden Behandlungskammer, insbesondere

Trocknungskammer (14), mit einem Einlauf (10) sowie einem Auslauf (11) für die in Laufrichtung (17) bewegte

Warenbahn (2) auf.

Das Gehäuse (8) hat eine bevorzugt quaderförmige,

insbesondere würfelförmige, Gestalt. Die Grundfläche des Gehäuses (8) kann der Grundfläche von üblichen

Trommeltrocknern entsprechen. Die Trocknungseinrichtung

(1) kann statt eines Trommeltrockners und ggf. im Wege des Austausch in eine bestehende Anlage (3) , insbesondere Faserbehandlungsanlage, eingebaut werden. Das Gehäuse (8) ist auf Ständern mit Abstand über dem Untergrund

angeordnet. Es weist an einer oder mehreren Seitenwänden ein oder mehrere Zugänge (9), z.B. Türen oder Klappen, für die innenliegende Trocknungskammer (14) und deren

nachfolgend erläuterte Kammerbereiche (20-24) auf.

Wie insbesondere Figur 6 und 7 verdeutlichen, weist die Behandlungskammer (14) mehrere übereinander und

nebeneinander angeordnete stationäre Kammerbereiche (20-

24) auf, die von der Warenbahn (2) durchlaufen werden. Die laufende Warenbahn (2) wird dabei in der Behandlungskammer (14) in einer aufwärts und abwärts gerichteten

Bewegungsbahn (16) geführt. Die Bewegungsbahn (16) ist vorzugsweise als aufrechte Schleife ausgebildet, die zwei aufrechte, insbesondere vertikale, Bahnabschnitte und einen oberen liegenden, insbesondere horizontalen,

Bahnabschnitt aufweist. Der Einlauf (10) und der Auslauf (11) für die Warenbahn (2) sind am unteren Bereich der Behandlungseinrichtung (1), insbesondere der Trockenkammer (14) angeordnet. Vorzugsweise befinden sie sich am Boden der Trocknungskammer (14) . Die Warenbahn (2) tritt hier mit einer aufrechten, insbesondere vertikalen

Erstreckungs- und Bewegungsrichtung ein und aus. Der

Einlauf (10) und der Auslauf (11) sind z.B. als

schlitzartige Öffnungen im Kammerboden ausgebildet.

Die Warenbahn (2) wird über ein Fördermittel (30) dem Einlauf (10) zugeführt. Am Auslauf (11) wird sie von einem weiteren Fördermittel (31) übernommen und abtransportiert. Die Fördermittel (30,31) sind z.B. als umlaufende

horizontale Förderbänder ausgebildet, wobei sie alternativ eine beliebige andere Form und Ausbildung haben können. Innerhalb der Trocknungskammer (14) wird die Warenbahn (2) entlang der schleifenartigen Bewegungsbahn (16) mittels einer Führungseinrichtung (15) geführt. Die Führungseinrichtung kann in unterschiedlicher Weise ausgebildet sein. Im gezeigten Ausführungsbeispiel wird sie von einem umlaufenden biegeelastischen Fördermittel (28), z.B. einem endlosen Förderband, gebildet, welches mittels eines geeigneten Antriebs (29') in Umlaufbewegung gesetzt wird. Das Fördermittel (28) ist gasdurchlässig ausgebildet und weist z.B. eine Gitter- oder

Gewebestruktur mit Öffnungen für den Gasdurchlass auf. Das Fördermittel (28) nimmt am Einlauf (10) die Warenbahn (2) einseitig, insbesondere außenseitig auf, nimmt sie mit und transportiert sie entlang der Bewegungsbahn (16) bis zum Auslauf (11) . Die Warenbahn (2) wird dabei durch

Blasdruck einer Gasströmung im Reibschluss am Fördermittel (28) gehalten und mitgenommen. Die einseitig auftreffende Gasströmung kann die Warenbahn (2) am Fördermittel (28) in permanenter Anlage halten und fixieren, insbesondere an den aufrechten Abschnitten der schleifenartigen

Bewegungsbahn (16). Das Fördermittel (28) wird

vorzugsweise mit einer Umlaufgeschwindigkeit angetrieben, welche der Zuführ- und Abführgeschwindigkeit der Warenbahn (2) entspricht.

Die Führungseinrichtung (15) weist ferner mehrere

Umlenkungen (29), z.B. rotierende und ggf. angetriebene Umlenkwalzen, für das Fördermittel (28) und die am

Fördermittel (28) anliegende Warenbahn (2) auf. Zwei Umlenkungen (29) sind im oberen Bereich der

Trocknungskammer (14) mit Distanz nebeneinander

angeordnet. Sie definieren die Umlenkstellen der

Bewegungsbahn (16) und befinden sich vorzugsweise auf gleicher Höhe sowie vertikal über dem Einlauf (10) und dem Auslauf (11) . Eine oder mehrere der Umlenkungen (29) im oberen Bereich der Trocknungskammer (14) können eine

Halteeinrichtung (29") für die Warenbahn (2) und ggf. das Fördermittel (28) aufweisen. Die Halteeinrichtung (29") kann z.B. als Saugeinrichtung ausgebildet sein. Das Fördermittel (28) ist nach unten aus der

Trocknungskammer (14) und dem Gehäuse (8) heraus und über weitere untere Umlenkungen (29) sowie einen Antrieb (29') nebst Spannmittel geführt. Hier ist auch eine Sensorik zur

Band- und Bewegungserfassung angeordnet. Über die

Umlenkungen (29) wird das Fördermittel (28) in einer im wesentlichen rechteckigen und geschlossenen Umlaufbahn geführt .

In der Trocknungskammer (14) ist gemäß Figur 5 bis 7 zumindest ein Teil der übereinander und nebeneinander angeordneten Kammerbereiche (20-24) in einer Kammermatrix angeordnet. In der gezeigten und bevorzugten

Ausführungsform weist die Kammermatrix (2) zwei Spalten oder Säulen von nebeneinander angeordneten Kammerbereichen (20-23') und zwei oder mehr Reihen, z.B. drei Reihen, von übereinander angeordneten Kammerbereichen (20-23') auf. Die Kammermatrix ist vorzugsweise gleichmäßig ausgebildet, wobei die jeweils benachbarten Kammerbereiche (20-23') fluchtend nebeneinander und übereinander angeordnet und ausgerichtet sind. Figur 6 verdeutlicht diese

mittensymmetrische Anordnung. An der Oberseite weist die Trocknungskammer (14) einen zentralen Kammerbereich (24) auf, der sich über beide Spalten oder Säulen von

Kammerbereichen (20,21,21' und 22,23,23') erstreckt und diese in Querrichtung verbindet. Der zentrale

Kammerbereich (24) ist liegend, insbesondere horizontal, angeordnet. Wie Figur 5 verdeutlicht, erstrecken sich die Kammerbereiche (20-24) über die Tiefe der Trocknungskammer (14) .

In der gezeigten Ausführungsform sind sieben

Kammerbereiche (20-24) vorhanden. Gemäß Figur 6 sind in der linken Säule drei Kammerbereiche (20,21,21')

übereinander angeordnet. In der rechten Säule sind drei Kammerbereiche (22,23,23') in der Vertikalen übereinander angeordnet. In den besagten drei Reihen sind die

Kammerbereiche (20, 22) und (21,23) sowie (21 ',23') jeweils in der Horizontalen nebeneinander und mittensymmetrisch angeordnet. Die Kammerbereiche (20-23') haben vorzugsweise jeweils die gleiche Größe.

Die Kammerbereiche (20-24) werden von der Warenbahn (2) nacheinander durchlaufen. Die in den zwei Spalten oder Säulen übereinander angeordneten Kammerbereiche

(20,21,21') und (22,23,23') werden jeweils von einem aufrechten Bewegungsabschnitt der Bewegungsbahn (16) durchsetzt. Der liegende obere Kammerbereich (24) wird von einem horizontalen Abschnitt der Bewegungsbahn durchsetzt. Im oberen Kammerbereich (24) befinden sich auch die

Umlenkungen (29) . In der gezeigten Ausführungsform hat die schleifenförmige Bewegungsbahn (16) eine nach unten offene U-Form. Die Kammerbereiche (20-24) haben eine

quaderförmige Gestalt und sind als Hohlräume ausgebildet. Sie werden von der Warenbahn (2) bzw. deren Bewegungsbahn (16) in etwa mittig durchsetzt. Die Warenbahn (2) bzw.

Bewegungsbahn (16) unterteilt die Kammerbereiche (20-23') jeweils in einen äußeren peripheren Teilbereich und einen inneren bzw. zentralen Teilbereich. Die Kammerbereiche (20-24) werden durch Schotte oder Wände (25,26) voneinander getrennt. Die Schotte (25,26) können unterschiedlich ausgebildet sein. Zwischen den Spalten oder Säulen der Kammermatrix und den jeweils übereinander angeordneten Kammerbereichen (20-23') ist ein aufrechtes und bevorzugt zentrales Schott (25) angeordnet. Es ist im Wesentlichen gasdicht ausgebildet und trennt die

seitlichen bzw. linken und rechten Kammerbereiche (20,22), (21,23) und (21 ',23') strömungstechnisch voneinander. Zwischen den Reihen der in der Kammermatrix liegend übereinander angeordneten Kammerbereiche (20-24) sind jeweils Schotts (26) liegend angeordnet. Die Schotts oder Böden (26) können einerseits eine Durchlassöffnung für die Bewegungsbahn (16) bzw. die Warenbahn (2) aufweisen. Sie können ferner eine andere Bodenöffnung haben, die

stellenweise einen aufrechten Gasdurchtritt ermöglichen. Insbesondere kann das Behandlungsgas aufgrund der Thermik von unten nach oben strömen.

Die Behandlungseinrichtung (1) weist eine

Belüftungseinrichtung (18) zur Erzeugung einer Gasströmung in der Trocknungskammer (14) auf. Die

Behandlungseinrichtung (1) kann ferner eine

Heizeinrichtung (19) zur Beheizung des Behandlungsgases aufweisen . Die Belüftungseinrichtung (18) ist derart ausgebildet, dass sie in den Kammerbereichen (20-24) jeweils eine

Umwälz Strömung (32) des Gases erzeugt. Die Umwälzströmung (32) ist einseitig gegen und durch die Warenbahn (2) gerichtet und kann diese durchdringen. Die

Strömungsrichtung kann quer oder schräg zur Bewegungsbahn (16) gerichtet sein. Die Umwälzströmung (32) ist gemäß Figur 5 und 6 in den in der Kammermatrix angeordneten Kammerbereichen (20-23') liegend, insbesondere horizontal, ausgerichtet. Im liegenden Kammerbereich (24) ist die Umwälz Strömung (32) aufrecht, insbesondere vertikal, ausgerichtet .

Die Belüftungseinrichtung (18) ist ferner derart

ausgebildet, dass sie zwischen den Kammerbereichen (20-24) eine entgegen der Laufrichtung (17) der Warenbahn (2) gerichtete Gegenströmung (33) des Behandlungsgases

erzeugt. Die Gegenströmung (33) ist vom Auslauf (11) zum Einlauf (10) gerichtet. Sie erstreckt sich entlang der Bewegungsbahn (16) in der Trocknungskammer (14) . Die

Gegenströmung (33) weist einen über den Strömungsweg zunehmenden Feuchtegehalt auf. Am Einlauf (10) hat die eintretende Warenbahn (2) den maximalen Feuchtegehalt. Hier hat durch die Gegenströmung (33) das Behandlungsgas ebenfalls einen hohen

Sättigungsgrad an Feuchte, insbesondere Wasser. In

Laufrichtung (17) der Warenbahn (2) werden die

Gasströmungen, insbesondere Umwälzströmungen (32) und die Gegenströmung (33) sowie die Warenbahn (2) zunehmend trockener. Am Auslauf (11) haben die Warenbahn (2) und die Gasströmungen (32,33) den niedrigsten Feuchtegrad.

Die Belüftungseinrichtung (18) weist eine Zufuhr (12) für Frischgas und eine Abfuhr (13) für Abgas mit jeweils einem Gebläse (34') auf. Das Frischgas wird mit Überdruck in die Trocknungskammer (14) eingespeist und das Abgas mit

Unterdruck aus der Trocknungskammer (14) abgesaugt.

Bei einem Trocknungsprozess hat das Frischgas den

geringsten und das Abgas den höchsten Feuchtegehalt . Die Zufuhr (12) kann an beliebig geeigneter Stelle der

Trocknungskammer (14) angeordnet sein. Sie befindet sich z.B. an der Kammerunterseite und mündet an dem direkt über dem Auslauf (11) angeordneten rechten Kammerbereich (22).

Die Abfuhr (13) ist ebenfalls im unteren Bereich der

Trocknungskammer (14), vorzugsweise am Kammerboden, angeordnet. Sie mündet z.B. an dem direkt über dem Einlauf (10) angeordneten linken Kammerbereich (20). Die

Kammerbereiche (20,22) sind in der Kammermatrix die unteren Kammerbereiche.

Durch die räumliche Trennung und Distanz sowie die

Druckunterschiede der Zufuhr (12) und Abfuhr (13) wird die Gegenströmung (33) in der Trocknungskammer (14) erzeugt. Die Gegenströmung (33) fließt entlang der Bewegungsbahn (16) und durch die aufeinander folgenden Kammerbereiche (20-24) . Das zentrale Schott (25) und das gasdichte bodenseitige Schott (26) des oberen Kammerbereichs (24) sind hierfür günstig und zwingen die Gegenströmung (33) in die gewünschte Bahn.

Die Belüftungseinrichtung (18) weist mehrere Gebläse (34) auf, die jeweils einem Kammerbereich (20-23') zugeordnet sind. Beim oberen Kammerbereich (24) kann wahlweise ein Gebläse (34) vorhanden sein oder fehlen. Die Gebläse (34) sind vorzugsweise an der Rückseite des Gehäuses (18) und an der dortigen Rückwand angeordnet. Sie sind vorzugsweise als Umluftgebläse ausgebildet, welche das im jeweiligen

Kammerbereich (20-24) befindliche Behandlungsgas umwälzen und die besagte liegende bzw. horizontale Umwälzströmung (32) erzeugen. Sie saugen z.B. axial an und blasen radial aus. Die Halteeinrichtung (29"), insbesondere

Saugeinrichtung, an der oder den oberen Umlenkung (en) (29) kann mit der Saugseite der oberen Gebläse verbunden sein.

Wie Figur 5 in der geschnittenen Draufsicht verdeutlicht, reicht die Warenbahn (2) nur über einen Teil der

Kammerbereichstiefe, wobei zwischen der Rückwand des

Gehäuses (8) und dem benachbarten Rand der Warenbahn (2) bzw. der Bewegungsbahn (16) ein Überströmkanal (27) mit einer Trennwand (27') verbleibt. Die an der Trennwand (27') mündenden Gebläse (34) saugen das im zentralen

Teilbereich zwischen Schott (25) und Warenbahn (2)

befindliche Behandlungsgas nach hinten an und blasen es seitlich durch den Überströmkanal (27) in den peripheren Teilbereich. Von hier aus tritt das Behandlungsgas durch die Warenbahn (2) wieder in den zentralen Teilbereich. Die Warenbahn (2) erstreckt sich zwischen der rückseitigen Trennwand (27') und der gasdichten Frontwand des

jeweiligen Kammerbereichs (20-24). Die Kammerfrontwand kann gemäß Figur 5 von der Vorderwand des Gehäuses (8) distanziert sein. Die Heizeinrichtung (19) weist mehrere Heizmodule (39) auf, die jeweils einem Kammerbereich (20-24) zugeordnet sind. Beim oberen Kammerbereich (24) kann ein Heizmodul (39) wahlweise vorhanden sein oder fehlen. Die Heizmodule (39) können in gleicher Weise ausgebildet sein und mit beliebig geeigneten Heizmedien betrieben werden. Im gezeigten Ausführungsbeispiel verbrennen die Heizmodule (39) ein Heizgas oder ein flüssiges Heizmittel und weisen hiefür jeweils ein im jeweiligen Kammerbereich (20-24) befindliches Heizgerät (40), z.B. einen Brenner, und einen externen Anschluss (41), z.B. einen Gasanschluss , auf. Die Heizgeräte (40) befinden sich vorzugsweise vor den

jeweiligen Gebläsen (34) . Die Gebläse (34) und/oder die Heizmodule (39) sind jeweils zentral und nahe am zentralen Schott (25) angeordnet. Die hiervon jeweils gebildeten Unterdruckzonen und/oder

Heizzonen der Kammerbereiche (20-24) befinden sich

innerhalb der schleifenförmigen Bewegungsbahn (16) bzw. Warenbahn (2) . Die Überdruckzonen sind jeweils außerhalb der besagten Bewegungsbahn (16) bzw. Warenbahn (2)

angeordnet .

Die von der Warenbahn (2) in Laufrichtung (17)

durchlaufenen Kammerbereiche (20-24) können

unterschiedliche Klimabedingungen und/oder

Strömungsbedingungen der jeweiligen Gasströmung (32,33) aufweisen. Die jeweiligen Heizmodule (39) und Gebläse (34) können mittels einer nicht dargestellten Steuerung

unterschiedlich angesteuert und eingestellt werden.

Insbesondere können die Kammerbereich (20-24)

unterschiedliche Temperaturen und ggf. verschiedene

Feuchtegrade des Behandlungsgases aufweisen. Aus

thermischen Gründen steigt das heiße Behandlungsgas ohnehin in den übereinander liegenden Kammerbereichen nach oben. In den unteren Kammerbereichen (20,22) am Einlauf (10) und Auslauf (11) ist die Gasströmung niedriger temperiert als in den darüber angeordneten Kammerbereichen (21,21' , 23, 23 ' , 24) .

Gemäß Figur 6 bis 8 weist die Belüftungseinrichtung (18) in mehreren Kammerbereichen (20-24) an der Warenbahn (2) jeweils eine Düsenanordnung (35) für die Gasströmung, insbesondere die Umwälzströmung (32), auf. Die

Düsenanordnung (35) kann veränderbar ausgebildet sein. Sie besteht z.B. aus mehreren im Querschnitt im Wesentlichen dreieckigen, leistenartigen Düsenkörpern (36,37), die mit Abstand nebeneinander bzw. übereinander angeordnet sind und zwischen sich jeweils eine Düsenöffnung (38) bilden. Die Düsenanordnung (35) weist z.B. in den Kammerbereichen (20-24) jeweils eine Reihe von mehreren äußeren

Düsenkörpern (36) in Strömungsrichtung vor der Warenbahn (2) und eine Reihe von mehreren inneren Düsenkörpern (37) in Strömungsrichtung hinter der Warenbahn (2) auf. Figur 8 verdeutlicht diese Anordnung. Durch die Dreiecksform der Düsenkörper (36,37) sind die dazwischen ausgebildeten Düsenbereiche bzw. Strömungsbereiche konvergent und bündeln jeweils die ankommende Gasströmung zur schmalen, schlitzartigen Düsenöffnung (38) hin.

Die Düsenkörper (36,37) erstrecken sich gemäß Figur 6 und 7 quer zur Laufrichtung (17) der Warenbahn (2) und in Tiefenrichtung der Trockenkammer (14) . Die Düsenkörper (36,37) sind jeweils an ihren Enden in einem Gestell oder Rahmen gehalten. Diese Anordnung kann beweglich oder verstellbar sein. Hierdurch kann die Weite der

Düsenöffnungen (38) in Laufrichtung (17) sowie ggf. die Zahl der in einem Kammerbereich aufgereihten Düsenkörper (36,37) variiert werden. Die Düsenanordnung (35) erstreckt sich zumindest bereichsweise, bevorzugt umlaufend, entlang der Bewegungsbahn (16) und durch Durchlassöffnungen in den liegenden Schotts (26) der in der Kammermatrix

befindlichen Kammerbereiche (20-23') sowie durch aufrechte Schotts des oberen Kammerbereichs (24) . Die Behandlungseinrichtung (1), insbesondere

Trocknungseinrichtung, kann eine einzelne Vorrichtung sein. Sie kann alternativ mit einer mehreren vor- und/oder nachgeschalteten Einrichtungen verbunden sein.

Insbesondere kann die Trocknungseinrichtung (1) mit einer vorgeschalteten Wasserstrahlverfestigungseinrichtung (6) eine funktionale und ggf. auch bauliche Einheit bilden. Ferner kann alternativ oder zusätzlich der

Trocknungseinrichtung (1) eine Weiterverarbeitung (7), z.B. eine Schneideinrichtung, eine Wickeleinrichtung oder eine sonstige Bevorratungseinrichtung oder dgl . für die Warenbahn (2) nachgeschaltet sein. Die kombinierten Einrichtungen (1 und 6) oder (1 und 7) oder (1,6, und 7) können eigenständige Bau- und

Funktionseinheiten bilden. Diese können auch in eine übergeordnete Anlage (3), z.B. eine

Faserbehandlungsanlage, eingebunden sein.

Figur 9 zeigt eine solche Faserbehandlungsanlage (3) mit einem Florerzeuger (4), der einen einbahnigen oder

mehrbahnigen Nonwoven-Faserflor (2) erzeugt, der die

Warenbahn oder zumindest eine Vorstufe für die Warenbahn (2) bildet. Der Florerzeuger (4) kann in unterschiedlicher Weise, z.B. als Karde oder Krempel, als Airlay-Maschine oder dgl. ausgebildet sein. Dem Florerzeuger (4) ist außerdem eine Faseraufbereitung zugeordnet. Der Florerzeuger (4) gibt den bzw. die Warenbahn (2) an eine nachgeschaltete Legeeinrichtung (5) ab, die den

Faserflor zu einem mehrlagigen Vlies legt. Sie ist z.B. als Vliesleger, insbesondere als Kreuzleger, ausgebildet und führt dann das mehrlagige Vlies der

Wasserstrahlverfestigungseinrichtung (6) zu. Das mit

Wasserstrahlen verfestigte Vlies bildet die feuchte

Warenbahn (2), die anschließend der Trocknungseinrichtung (1) zugeführt wird. Die getrocknete Warenbahn (2) wird danach an eine Weiterverarbeitung (7) übergeben. Die

Legeeinrichtung (5) kann ggf. entfallen, wobei die

Warenbahn (2) bzw. der Faserflor vom Florerzeuger (4) direkt der Wasserstrahlverfestigungseinrichtung (6) zugeführt wird.

Die Trocknungseinrichtung (1) kann gemäß Figur 9 mit der vorgeschalteten Wasserstrahlverfestigungseinrichtung (6) über einen Kreislauf (43) für die Feuchtigkeit in der

Abluft verbunden sein. Das in der Abluft enthaltene Wasser kann mittels einer Regenerationseinrichtung (39) von der Trockenluft getrennt und als Nutzwasser der

Wasserstrahlverfestigungseinrichtung (6) zugeführt werden. Ferner kann die Feuchte bzw. das abgeschiedene Wasser aufbereitet, z.B. gefiltert und/oder erwärmt, werden, bevor es in die Wasserstrahlverfestigungseinrichtung (6) eingespeist wird. Abwandlungen der gezeigten und beschriebenen

Ausführungsformen sind in verschiedener Weise möglich. Insbesondere können die Merkmale der vorbeschriebenen Ausführungsformen und der genannten Varianten beliebig miteinander kombiniert, insbesondere auch vertauscht werden.

Die Bewegungsbahn (16) kann mehrere Schleifen bilden und dabei mäandrieren. Die Zahl der Spalten oder Säulen von übereinander angeordneten Kammerbereichen (20-23') kann größer als zwei oder drei sein. Die konstruktive

Gestaltung der Komponenten der Behandlungseinrichtung (1), insbesondere Trocknungseinrichtung, kann variieren. Dies kann die Führungseinrichtung (15), die

Belüftungseinrichtung (18), die Heizeinrichtung (19), die Kammeraufteilung und die Ausbildung der Schotte (25,26) betreffen . In der Behandlungseinrichtung (1) kann die Warenbahn (2) auch zu anderen Zwecken mit einer Gasströmung behandelt werden. Dies kann z.B. für eine chemische Reaktion des Bahnmaterials oder zum Zweck eines Ausdünstens oder

Austreibens von Inhaltsstoffen, z.B. Lösemittel etc., aus der Warenbahn (2) dienen. Die Gasströmung kann auch zu Kühlzwecken eingesetzt werden, wobei eine Kühleinrichtung statt der Heizeinrichtung (19) eingesetzt wird. Ferner können durch eine Konditionierungseinrichtung der

Gasströmung Zuschlagstoffe beigegeben und der Warenbahn (2) verteilt zugeführt werden. Die einzeln oder mehrfach vorhandene Trocknungskammer (14) ist generell eine

Behandlungskammer und kann in Anpassung an ein anderes Behandlungsverfahrens anders ausgestaltet sein.

BEZUGS ZEICHENLISTE

1 Behandlungseinrichtung, Trocknungseinrichtung

2 Warenbahn, Faserflor, Vlies

3 Faserbehandlungsanlage

4 Florerzeuger, Karde

5 Legeeinrichtung, Vliesleger

6 Wasserstrahlverfestigungseinrichtung, spunlace

7 Weiterverarbeitung

8 Gehäuse

9 Zugang

10 Einlauf

11 Aus lauf

12 Zufuhr, Frischgas, Frischluft

13 Abfuhr, Abgas, Abluft

14 Behandlungskammer, Trocknungskammer

15 Führungseinrichtung für Warenbahn

16 Bewegungsbahn, Schleife

17 Laufrichtung Warenbahn

18 Belüftungseinrichtung

19 Heizeinrichtung

20 Kammerbereich seitlich, links, unten

21 Kammerbereich seitlich, links, mitte

21' Kammerbereich seitlich, links, oben

22 Kammerbereich seitlich, rechts, unten

23 Kammerbereich seitlich, rechts, mitte

23' Kammerbereich seitlich, rechts, oben

24 Kammerbereich zentral

25 Schott, Kammerwand zentral

26 Schott, Kammerboden

27 Überströmkanal

27 ' Trennwand

28 Fördermittel, Förderband

29 Umlenkung

29' Antrieb

29" Halteeinrichtung, Saugeinrichtung

30 Fördermittel, Zuführband Fördermittel, Abführband

Umwälz Strömung

Austauschströmung, Gegenströmung

Gebläse, Umluftgebläse

Gebläse

Düsenanordnung

Düsenkörper außen

Düsenkörper innen

Düsenöffnung

Heizmodul

Heizgerät, Brenner

Anschluss, Gasanschluss

Regenerationseinrichtung

Kreislauf