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Patent Searching and Data


Title:
TREATMENT PLANT FOR BAKERY
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1990/006057
Kind Code:
A1
Abstract:
A plant for the treatment of bakery products has an oven (9), two rising compartments (10, 11) and a cooling tower (12), each forming a treatment area (8) for said products. The trays (4) bearing the products are taken to these treatment areas (8) by a horizontal conveyor (1) extending beneath all the treatment areas (8) and projecting on either side beyond the outermost treatment areas to form stations (36) there for loading or discharging the masses of dough. In each treatment area (8) the trays (4) are taken upwards in one stack (15) and downwards in another (16). The individual treatment areas (8) or their casings (7) adjoin closely so that the plant requires very little space.

Inventors:
K�nig, Helmut
Application Number:
PCT/AT1989/000111
Publication Date:
June 14, 1990
Filing Date:
November 27, 1989
Export Citation:
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Assignee:
K�nig, Helmut
International Classes:
A21B1/42; A21B7/00; (IPC1-7): A21B1/42; A21B7/00
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Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e
1. : Anlage zur Behandlung von Backgut mit einem zumindest einen Behandlungsraum (8) für das Backgut bildenden Backofen (9) mit einem wärmeisolierten Backraum, durch welchen zumindest eine erste Fördervorrichtung (13) das Backgut tragende, in einem Stapel (15) auf einanderliegende Auflagen (4) vertikal nach oben transportiert, v/o die Auflagen (4) im Backraum durch eine Ubergabeeinrichtung (20) der Reihe nach an zumindest eine zweite Fördervorrichtung (14) übergeben v/erden, welche die im Stapel (16) aufeiπanderliegeπden Auflagen (4) im Backraum v/ieder nach unten transportiert, v/obei jede Fördervorrichtung (13,14) eine auf den jeweiligen Stapel (15,16) einwirkende, eine schrittweise Auf bzw. Abwärtsbewegung der Auflagen (4) bewirkende Hub¬ bzw. Absenkeinrichtung hat, der Fixierorgane zugeordnet sind, die den Stapel (15,16) während eines Teiles dieser Bewegung halten, und wobei unterhalb der Stapel (15,16) ein horizontaler, in beiden Richtungen bewegbarer Förderer (1) vorgesehen ist, auf den das von den Auflagen getragene Backgut an einer außerhalb des Behandlungsraumes (8) ange¬ ordneten Station auflegbar bzw. vom Förderer (1) abnehmbar ist, und mit v/elchem Förderer (1) die Auflagen (4) durch zwei an einander entgegengesetzten Wänden des Backofens (9) angeordnete Öffnungen (33,34) in den Backofen (9) ein bzw. aus diesem ausgebracht werden können, dadurch gekennzeichnet, daß anschließend an den Backofen (9) zu¬ mindest ein weiterer, von einem gesonderten wärmeisolierten Gehäuse (7) umschlossener, vom Behandlungsraum (8) des Backofens (9) unterschied licher Behandlungsraum (8) für das Backgut vorhanden ist, z.B. zumindest ein Gärschraπk (10,11) und bzw. oder zumindest ein Kühlturm (12) und bzw. oder zumindest ein Backofen (9) , gegebenenfalls mit unterschied¬ licher Backatmosphäre, wobei alle Behandlungsräume (8) mit gleichartigen, die Auflagen (4) in Stapeln (15,16) aufwärts bzw. abwärts bewegenden Fördervorrichtuπgen (13 bzw.14) versehen sind, daß der För¬ derer (1) für alle Behandlungsräume (8) gemeinsam ist und sich unterhalb der Reihe aller Behandlungsräume (8) erstreckt, und daß eine programmierbare Steuerung (27) für den Transport der Auflagen (4) auf diesem Förderer (1) zum jeweils gewünschten Behandlungsraum (8) vorhanden ist.
2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Förderer (1) mit Verlängerungen (68) an den Enden der Kette von Behand¬ lungsräumen (8) über den jeweils ersten und letzten Behandlungsraum (8) hinaus erstreckt.
3. Anlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine Station (36) zur Aufbringung bzw. Abnahme des Backgutes und bzw. oder zur Behandlung desselben zv/ischen einzelnen der Behandlungsräume (8) und bzw. oder im Bereich der Verlängerungen (68) oberhalb des Förderers (1) angeordnet ist.
4. Anlage nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflagen (4) von Kästen gebildet sind, und daß an zumindest einer Station (36) eine Vorrichtung zum Aufsetzen bzw. Abnehmen von den Kästen zugeordneten Deckeln (5) vorhanden ist.
5. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn¬ zeichnet, daß die Gehäuse (7) der einzelnen Behandlungsräume (8), bis auf gegebenenfalls vorhandene Zwischenräume (66) für Stationen (36), einander eng benachbart sind.
Description:
Λnlaαe zur Behandlung von Backgut Die Erfindung bezieht sich auf eine Anlage zur Behandlung von Backgut mit einem zumindest einen Behandlungsraum für das Backgut bildenden Backofen mit einem wärmeisolierten Backraum, durch welchen zumindest eine erste Fördervorrichtung das Backgut tragende, in einem Stapel aufeiπaπderliegende Auflagen vertikal nach oben transportiert, wo die Auflagen im Backraum durch eine Übergabeeinrichtung der Reihe nach an zumindest eine zweite Fördervorrichtung übergeben werden, welche die im Stapel aufeinanderliegeπden Auflagen im Backraum wieder nach unten transportiert, wobei jede Fördervorrichtung eine auf den jeweiligen Stapel einwirkende, eine schrittweise Auf- bzw. Abwärtsbewegung der Auf¬ lagen bewirkende Hub- bzw. Absenkeinrichtuπg hat, der Fixierorgane zuge¬ ordnet sind, die den Stapel während eines Teiles dieser Bewegung halten, und wobei unterhalb der Stapel ein horizontaler, in beiden Richtungen bewegbarer Förderer vorgesehen ist, auf den das von den Auflagen getragene Backgut an einer außerhalb des Behandlungsraumes angeordneten Station auflegbar bzw. vom Förderer abnehmbar ist, und mit welchem Förderer die Auflagen durch zwei an einander entgegengesetzten Wänden des Backofens angeordnete Öffnungen in den Backofen ein- bzw. aus diesem ausgebracht werden können.

Backöfen für eine Anlage der oben beschriebenen Art sind bekannt (DE-PS 570527, DE-PS 549 132, AT-PS 376 106, DE-0S 3 330 683). Eine mit einem solchen Backofen versehene Anlage ist Gegenstand eines älteren Vorschlages des Anmelders und hat αen Vorteil einer gedrängten Bauweise, welche sich auf unterschiedliche Weise betreiben läßt: Bei händischem Betrieb werden die mit dem Backgut belegten Auflagen an derselben Stelle auf den Förderer aufgelegt, an welche Stelle der Förderer das fertig ausgebackene Backgut zurückbringt. Ein- und Ausbringung des Backgutes in den Backraum erfolgt hiebei durch dieselbe Öffnung des Backofens. Bei kontinuierlichem, industriellem Betrieb ist es jedoch in der Regel günstiger, die Einbringung des auszubεckeπdeπ Backgutes in den Backofen an der einen Seite desselben vorzunehmen und die Ausbringung des fertig ausgebackeπen Backgutes an ' der anderen Seite des Backofens, so daß ein durchlaufender Betrieb des Backofens entsteht. In beiden Fällen muf; jedoch das Backgut vor seiner Einbringung in oeπ Backofen bzw. nach Durchlauf des Backofens händiεch oαer maschinell verlagert werden, um die αem eiαeπtlicnen ßackprozei: vorgeschalteten bzw. πachαeschalteten Arbeitεvorαänqecurchzufünren, z.C. eine Gärung ooer Formunα der Teio-

stücke vor dem Backprozeß bzw. eine Kühlung des Backgutes nach dem Back¬ prozeß vor der Verpackung des Backgutes. Diese Verlagerung des Backgutes erfordert, wenn sie händisch durchgeführt wird, einen erheblichen Zeit- und Arbeitsaufwand. Wird die erwähnte Verlagerung des Backgutes maschi- nell durchgeführt, so ist der hiefür nötige maschinelle Aufwand beträchtlich und die zur Durchführung der nötigen Arbeitsgänge dienenden Vorrichtungen benötigen verhältnismäßig viel Platz. Eine komplett auto¬ matisch arbeitende Anlage ist daher teuer und erfordert in der Back¬ stube einen erheblichen Platzbedarf, der nicht immer und überall zur Verfügung steht.

Die Erfindung setzt sich zur Aufgabe, eine Anlage der eingangs geschilderten Art so weiterzuentwickeln, daß die Anlage vielseitig betreibbar wird, wobei dennoch der Platzbedarf äußerst gering ist. Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, daß anschließend an den Backofen zumindest ein weiterer, von einem gesonderten wärmeisolierten Gehäuse umschlossener, vom Behandlungsraum des Backofens unterschiedlicher Behandlungsraum für das Backgut vorhanden ist, z.B. zumindest ein Gärschrank und bzw. oder zumindest ein Kühlturm und bzw. oder zumindest ein Backofen, gegebenenfalls mit unterschiedlicher Backatmosphäre, wobei alle Behandlungsräume mit gleichartigen, die Auflagen in Stapeln aufwärts bzw. abwärts bewegenden Fördervorrichtungen versehen sind, daß der Förderer für alle Behandlungsräume gemeinsam ist und sich unterhalb der Reihe aller Behandlungsräume erstreckt und daß eine programmierbare Steuerung für den Transport der Auflagen auf diesem Förderer zum jeweils gewünschten Behandlungsraum vorhanden ist. Auf diese Weise wird die An¬ lage in äußerst vielseitiger Weise automatisch betreibbar. Beispiels¬ weise können die mit portionierten und geformten Teigstücken belegten Auflagen in einen Gärraum eingebracht und danach dem diesem Gärraum be¬ nachbarten Backofen auf denselben Auflagen zugeführt werden. Diesem Backofen kann ein einen Kühlraum bildender Kühlturm nachgeschaltet sein, wenn eine Auskühlung des Backgutes (z.B. durch Bestreichen mit kühler Luft) oder gegebenenfalls sogar eine Iπtensivkühlung, etwa eine Tief¬ kühlung, erforderlich ist, bevor das Backgut verpackt wird. Das Backgut verbleibt während dieser Behandluπgsvorgänge stets auf denselben Auflagen, braucht also nicht umgeladen zu werden, und diese Auflagen v/erden vom programmgesteuerten horizontalen Förderer auf kürzestem Wege jeweils zu demjenigen Behandlungsraum transportiert, an welchem der je¬ weils nächste Behaπdlunαsschritt durchαeführt werden soll. Geeiαnete

Programmsteuerungen sind bekannt, so daß die Auslegung entsprechender Steuerungen problemlos möglich ist. Vorteilhaft ist auch, daß die in den einzelnen Behandlungsräumen angeordneten, die Auflagen auf und ab trans¬ portierenden Fördervorrichtuπgen einander gleich bzw. zumindest einander ähnlich sind (beispielsweise können - ohne das Prinzip der Förder¬ vorrichtung zu verändern - die Höhen der einzelnen Behandlungsräume von¬ einander abweichen), so daß nicht nur ein einheitliches Transportsystem in jedem Behandlungsraum zur Verfügung steht, sondern auch die Anlage- kosteπ im Vergleich zu einer Anlage mit unterschiedlichen Transport- Systemen reduziert werden.

In zwei einander - in Durchlaufrichtung des Backgutes gesehen - hintereinandergeschalteten Backräumen kann im ersten Backraum ein Anbacken des Backgutes und im zweiten Backraum ein Fertigbackeπ erfol¬ gen. In zwei einander folgenden Gärräumen kann eine Vorgärung und eine Nachgärung des Backgutes durchgeführt werden.

Selbstverständlich müssen die erwähnten weiteren Behandlungsräume (Gärräume, Kühlräume, Backräume) nicht stets alle vorhanden sein, viel¬ mehr wird die Anlage stets auf die jeweils vorliegenden Bedürfnisse abzustimmen sein. Eine spätere Erweiterung bzw. Änderung ist jedoch mit geringem Aufwand möglich, da die neu einzusetzenden Anlageteile ledig¬ lich eingefügt und der horizontale, unter den Behandlungsräumen ver¬ laufende Förderer auf die neue Länge abgestimmt und die Programmierung seiner Steuerung auf die neuen Gegebenheiten abgestimmt werden müssen. In allen Fällen ergibt sich eine erhebliche Platzeinsparung dadurch, daß die einzelnen Behandlungsräume einander eng benachbart angeordnet werden können, wenn zwischen den einzelnen Behandlungsräumen keine weiteren Behandlungen des Backgutes, sei es eine Auflegung auf den Förderer oder eine Abnahme von demselben, sei es eine Formung des Backgutes zwischen Vorgärung und Nachgärung, usw. erforderlich sind. In solchen Fällen können die für diese Einwirkungen auf das Backgut nötigen Stationen problemlos zwischen einzelnen der Behandlungsräume angeordnet werden, ohne das Arbeitsprinzip der erfindungsgemäßeπ Anlage verlassen zu müssen.

Vorteilhaft ist weiters, daß der Betrieb der Anlage von beiden Sei- ten her möglich ist, also von beiden Stirneπden des horizontalen Förde¬ rers, gegebenenfalls auch von der Mitte der Anlage her. Es kann also der Beschickungsort der Anlage ebenso frei gewählt werden wie der Ort der Abnahme der fertig gebackeπen Teigstücke, ebenso wie es später möglich

ist, Beschickungsort bzw. Abπahmeort zu ändern, wenn nur die Program¬ mierung entsprechend eingerichtet wird. Dadurch läßt sich die Anlage in optimaler Weise an die in der Backstube jeweils vorhandenen Bedingungen anpassen. In der Regel wird jedoch die Beschickung der Anlage vom einen Stirneπde derselben her erfolgen, wo auch die Abnahme erfolgt, wenn nicht auf einen durchlaufenden Betrieb Wert gelegt wird, in welchem Fall dann die Abnahme am anderen Stirneπde der Anlage erfolgt. In diesen Fällen ist es gemäß einer Weiterbildung der Erfindung zweckmäßig, den Förderer über den jeweils ersten bzw. letzten Behandlungsraum der Be- haπdluπgsraumreihe hinaus mit einer Verlängerung zu versehen, um die Beschickuπgs- bzw. Abnahmestation zweckentsprechend anordnen zu können.

Aus der AT-PS 346 267 ist es bekannt, einer Reihe nebeneinander angeordneter Etageπbacköfeπ volle Beschickungsvorrichtungen mittels eines Förderbandes zuzuführen und die leeren Beschickungsvorrichtungen mittels eines weiteren Förderbandes von den Etagenbacköfen wegzubefordern. Die beiden Förderbänder liegen jeweils in Abstand vor der Reihe der Etagεnbacköfeπ, so daß solche Förderbänder nicht im Sinne der Erfindung einsetzbar sind. Außerdem bewegen sich die Förderbänder bei dieser bekannten Anlage stets in der gleichen Richtung, wogegen beim Erfiπdungsgegenstand ein eigenes Förderband in beiden Richtungen bewegt wird und sowohl den Zutraπsport als auch den Abtransport der das Backgut tragenden Auflagen besorgt.

Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung können für das Backen von Kastenbrot die Auflagen von Kästen gebildet sein, wobei an zumindest einer der beiden Stationen eine Vorrichtung zum Aufsetzen bzw. Abnehmen von den Kästen zugeordneten Deckeln vorhanden ist.

In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Erfinduπgsgegeπstandes schematisch dargestellt. Fig.l zeigt eine mit einem Backofen, zwei Gärräumeπ und einem Kühlturm versehene Anlage ii» Prinzipschema, Fig.2 zeigt das in Fig.l rechts liegende Ende der Anlage (Backofen mit Beschickungsstatioπ) im Vertikalschπitt und in größerem Maßstab. Fig.3 ist ein Horizontalschnitt nach der Linie III - III der Fig.2.

Die Anlage nach Fig.l hat einen horizontal angeordneten Förderer 1, der von endlosen Förderketten gebildet ist, die an den beiden Stirnenden des Förderers 1 über U lεnkräder 2 geführt sind. Über die Länge des Förderers 1 verteilt sind eine Mehrzahl von Stützrollen 3 im nicht dargestellten Gestell der Anlage vorgesehen, um einen Durchnang des

Förderers 1 zu vermeiden. Der Förderer 1 transportiert Auflagen 4 für das Backgut, welche in Fig.l als Kästen zur Ausbackung von Kastenbrot dargestellt sind. Diese Auflagen 4 können durch Deckel 5 abdeckbar sein, welche durch Saugvorrichtungeπ 6, z.B. Saugnäpfe, aufgesetzt bzw. abge- nommen werden können. Oberhalb des Förderers 1 sind in zweckmäßig wärme¬ isolierten, Gehäusen 7 mehrere Behandlungsräume 8 für voneinander unter¬ schiedliche Behandlungen des Backgutes angeordnet. Der in Fig.l äußerste rechte Behandlungsraum 8 ist von einem Backofen 9 gebildet, an den sich zwei Gärschränke 10,11 und ein Kühlturm 12 der Reihe nach anschließen. Für jeden Behandlungsraum 8 sind zwei Fördervorrichtungen 13,14 (Fig.2) vorgesehen, von denen die Fördervorrichtuπg 13 die in einem Stapel 15 aufeinaπderliegenden Auflagen 4 im jeweiligen Behandlungsraum 8 aufwärts transportiert, wogegen die Fördervorrichtung 14 die im Behandlungsraum 8 in einem benachbarten Stapel 16 aufeinanderliegeπden Auflagen 4 abwärts transportiert, wobei diese beiden Bewegungen zweckmäßig schrittweise erfolgen. Konstruktion und Funktion dieser Fördervorrichtungen 13,14 werden später noch näher beschrieben. In einem an das Gehäuse 7 an¬ gesetzten Kasten 17 sind Einrichtungen zur Erzeugung eines bestimmten Klimas im jeweiligen Behandlungsraum 8 vorgesehen, z.B. im Falle des Backofens 9 eine Heizung 18 und ein Gebläse 19. Ferner nimmt dieser Kasten 17 eine Übergabeeinrichtung 20 auf, welche die Auflagen 4 der Reihe nach vom oberen Ende des aufwärtsbewegten Stapels 15 an das obere Ende des abwärtsbewegten Stapels 16 übergibt. Diese Übergabeeinrichtuπg 20 kann z.B. von einem pneumatischen Zylinder 21 (Fig. ) gebildet sein, dessen Kolbenstange 22 die erwähnte Verschiebebewegung der Auflagen 4 bewirkt. Ein Endschalter 23 (Fig.2) fühlt ab, daß bei der Verschiebe¬ bewegung die Platte 4 die richtige Endlage erreicht hat und gibt die Abwärtsbewegung des Stapels 16 nur dann frei, wenn diese Endlage erreicht ist. In analoger Weise sind Fühler 24 am unteren Ende des auf- wεrtstransportierten Stapels 15 vorgesehen, welche kontrollieren, ob die mittels des Förderers 1 unter den Stapel 15 zugeführte Auflage 4 die richtige Lage hat. Steht diese Auflage 4 nach vorne oder hinten (gesehen in Bewegungsrichtung des Förderers 1) vor, so wird einer der Fühler 24 betätigt und setzt den Antrieb für die Bewegung der Auflagen 4 still. Der Antrieb für den Förderer 1 hat einen Motor 25 (Fig.2), der zusammen mit einem Regelgetriebe 26 von einer nur schematisch angedeuteten programmierbaren Steuerung 27 so gesteuert wird, daß die Auflagen vom Förderer 1 jeder beliebigen vorgewählten Stellung in Bezug auf die ver-

schiedeπen Behandlungsräume 8 zugeführt werden können. Dadurch ist es möglich, die von den Auflagen getragenen Teigportionen jedweder gewünschten Behandlung zu unterziehen.

Um die Auflagen 4 in den Behandlungsräumen 8 auf- und abzu- transportieren, ist für jeden Behandlungsraum 8 ein Motor 28 vorhanden, welcher die Fördervorrichtuπgen 13,14 betätigt. Hiezu wirkt der Motor 28 über ein Gestänge 29 mit Exzentern auf Hubstempel 30 ein, die in der Bodenplatte 31 des betreffenden Behandlungsraumes 8 in vertikaler Richtung beweglich geführt sind. Diese Hubstempel 30 uπtergreifen die vom Förderer 1 zugeführte Auflage 4, welche unterhalb des Stapels 15 liegt, im Bereiche ihrer vier Ecken und heben diese Auflage 4 in Anlage an die im Stapel 15 aufeinanderliegeπden Auflagen an. Zugleich wird der gesamte Stapel 15 um die Höhe einer Auflage 4 angehoben. Beim Zurück¬ gehen der Hubstempel 30 wird das Nachrutschen der im Stapel 15 befind- liehen Auflagen 4 durch in die Seitenwand der untersten Auflage 4 ein¬ rastenden Sperrklinken 32 (Fig.3) verhindert. Nach Zurückgehen der Hub¬ stempel 30 kann somit die nächste Auflage 4 in die Zufuhrposition unter dem Stapel 15 gebracht und durch die Hubstempel 30 nach oben gehoben werden, wobei diese Auflage 4 von unten unmittelbar an die darüber- liegende Auflage 4 zur Anlage kommt. Auf diese Weise wird bei der Be¬ schickung des Behandlungsraumes 8 in diesem ein Stapel unmittelbar aufeinanderliegender Auflagen 4 gebildet, welcher Vorgang so lange v/iederholt wird, bis die oberste Auflage 4 dieses Stapels 15 in die Höhe der Übergabeeinrichtung 20 gelangt, von welcher sie zum benachbarten Ab- teil des Behandlungsraumes 8 verschoben wird, in welchem die Auflagen 4 im Stapel 16 nach unten transportiert werden. Zur Erleichterung dieser von der Übergabeeinrichtung 20 durchgeführten Verschiebεbeweguπg können im Behandlungsraum 8 Führungsschienen für die vom rechts liegenden Ab¬ teil in das links liegende Abteil des Behandlungsraumes 8 zu überge- beπden Auflagen 4 vorhanden sein. Im links liegenden Abteil des Behand¬ lungsraumes 8 werden die Auflagen durch die Fördervorrichtung 14 schrittweise abwärts transportiert, welche Fördervorrichtung 14 in ihrer Bauweise im wesentlichen jener der Fördervorrichtung 13 gleicht. Auch für diese Bewegung sind von Sperrklinken 32 (Fig.3) gebildete Fixier- orgaπe vorhanden, welche die Höhenlage der Auflagen schrittweise sichern. Die jeweils unterste Auflage 4 im links liegenden Abteil des Behandlungsraumes 8 gelangt aus diesem Abteil wieder auf den Förderer 1 und wirc von αiesem, je nach dem gewählten Programm, eπtweαer wieder zum

rechts liegenden Abteil des Behandlungsraumes 8 transportiert, wenn ein nochmaliger Durchlauf des Behandlungsraumes 8 für die Auflagen 4 ge¬ wünscht ist, oder es wird die Auflage 4 aus dem Behandlungsraum 8 durch eine Ausbringeöffnung 33 herausgeführt. Diese. Ausbringeöffπung 33 kann, ebenso wie die Einbringeöffnung 34, durch eine Klappe 35 verschlossen sein, welche nur dann geöffnet wird, wenn eine Auflage 4 unmittelbar vor der jeweiligen Öffnung steht und durch diese ein- bzw. ausgebracht werden soll. Dadurch wird ein Austritt von Backraumatsmosphäre in die Backstube verhindert. Die aus dem Backofen 9 ausgebrachte Auflage wird durch den Förderer 1 entsprechend dem durch die Steuerung 27 bestimmten Programm zum nächsten Behandlungsraum 8 (Fig.l) gebracht, etwa zu dem Kühlturm 12, v/o das Backgut in geeigneter Weise abgekühlt v/ird.

Vor der Einbringeöffnung 34 und vor der Stirnwand des Kastens 17 befindet sich eine Station 36 für die Beladung bzw. Entladung der Auflagen 4. Zu diesem Zweck steht an dieser Stelle der Förderer 1 mit einer Verlängerung 68 entsprechend weit stirnseitig über den äußersten Behandlungsraum 8 vor. An dieser Station 36 kann eine Abkippvorrichtung 37 (Fig.2) vorgesehen sein, welche z.B. in Form einer um eine horizon- tale Achse 38 kippbaren Konsole ausgebildet sein kann, bei deren Ab- kippuπg das auf der jeweiligen Auflage 4 antransportierte, fertig behan¬ delte Backgut auf ein querlaufendes Förderband 39 rutscht. Die dabei festgehaltene Auflage 4 v/ird nach Zurückkippen der Abkippvorrichtung 37 wieder bereit für die erneute Aufnahme von Backgut, das an der Station 1 händisch oder auch automatisch, etwa mittels eines, insbesondere quer zur Längsrichtung des Förderers 1 angeordneten, Abziehbandes 42 auf die Auflagen 4 aufgebracht v/erden kann. Die Kippachse 38 der Abkipp¬ vorrichtung 37 kann von der Achse der Umlenkräder 2 des Förderers 1 ge¬ bildet sein, die Betätigung der Abkippvorrichtung 37 erfolgt über einen Exzentertrieb 40 von einem Motor 41 aus, der ebenfalls von der Steuerung 27 gesteuert werden kann.

Eine v/eitere Be- bzw. Eπtladestation 36 ist am anderen Stirnende der Kette von Behandlungsräumen 8 vorgesehen (Fig.l), v/o der Förderer 1 ebenfalls entsprechend weit über den. letzten Behandlungsraum 8 bzw. dessen Gehäuse 7 vorragt. Auf diese Weise ist es möglich, die Kette von Behandlungsräumen von beiden Stirnendeπ her nach Wahl zu beschicken bzw. zu entladen. Die beiden Stationen 36 können, aber müssen nicht, einander identisch ausgebildet sein. Weiters ist es möglich, wie Fig.l zeigt, die

am einen Stirπende angeordnete Station 36 breiter auszubilden als die am anderen Stirnende des Förderers 1 angeordnete Station, etwa um Platz zu schaffen, für eine mit den Saugvorrichtungen 6 ausgebildete Aufsetz- bzw. Abnahmevorrichtung für die Deckel 5. Die zur Auflegung des Backgutes auf den Förderer 1 dienende Station 36 und bzw. oder die zur Abnahme des fertiggebackenen Backgutes dienende Station 36 können jedoch auch in den Zwischenräumen 66 zwischen einander benachbarten Gehäusen 7 zweier Behandlungsräume 8 angeordnet v/erden. Wenn die Kästen 17, wie dies Fig.l zeigt, seitlich an das jeweilige Gehäuse 7 angesetzt sind, so entsteht ein solcher Zwischenraum 66 von selbst, andernfalls kann er zur Unterbringung der Station 36 durch Auseiπanderrückuπg zweier benachbarter Gehäuse 7 gebildet bzw. vergrößert werden. Ebenso ist es möglich, in den Zwischenräumen 66 andersgeartete Stationen, z.B. Formstationen für die Teigstücke, anzuordnen. Die entsprechenden Bewegungen des Förderers 1 sind durch ein entsprechendes Programm der Steuerung 27 leicht zu erreichen.

In analoger Weise zu der an Hand Fig.2 beschriebenen Konstruktion sind Fördervorrichtungen 13,14 für die Auf- bzw. Abbewegung der Auflagen 4 in Stapeln 15,16 auch in den anderen Behandlungsräumen 8 (Fig.l) vorgesehen, wobei die beiden Fördervorrichtuπgen 13,14 jeweils synchron, jedoch relativ zueinander zeitverschoben arbeiten, und dementsprechend auch die den beiden Stapeln 15,16 zugeordneten Sperrkliπken 32. Die Bewegung dieser Sperrklinken in die Bewegungsbahn der Auflagen 4 bzw. in die Sperrlage und die nachfolgende Zurückziehung zur Freigabe der Anhebe bzw. Absenkbewegung der Auflagen 4 erfolgt von einem nicht dar¬ gestellten Getriebemotor mittels Exzentertrieben, v/obei dieser Getriebe¬ motor mit dem Getriebemotor 28 für die Bewegung der Hubstempel 30 so synchronisiert ist, daß die Bewegung der Hubstempel 30 auf die Bewegung der Sperrkliπken 32 abgestimmt ist bzw. umgekehrt. Um zu vermeiden, daß aus dem Behandlungsraum 8 des Backofens 9 (Fig.2) Warmluft bei der Ein- bzw. Ausbringung der Auflagen 4 in die Backstube austritt, sind außer den Klappen 35 noch zusätzliche Abdich¬ tungen 43 vorgesehen, welche rundum elastisch an den Rahmen der unter¬ sten Auflagen 4 des Stapels anliegen und z.B. von federnden Metallzungen oder von Gummistreifen gebildet sind. Weitere, höher angeordnete, analog ausgebildete, Abdichtungen 44 können bei jenem Stapel 15 vorgesehen sein, dessen Auflagen 4 sich nach oben bewegen. Zwischen den beiden Ab¬ dichtungen 43,44 dieses Stapels 15 wird dadurch ein dicht abge-

schlosεener Raum 45 gebildet, in v/elchem eine Dampfzuleitung 46 über eine Öffnung 47 mündet. Der in dieser Dampfzuleitung 46 strömende Dampf v/ird mittels eines Schwadenverdampfers 48 erzeugt, welcher von einer Sprühdüse 49 mit Wasser besprüht v/ird. In dem Raum 45 v/ird das Backgut zunächst nur mit Wasserdampf beaufschlagt, so daß das Teigstück die sogenannte Ofengare im Backofen 9 vollziehen kann, jedoch strömender Luft nicht ausgesetzt ist. Erst nach dem Weitertransport über die oberen Abdichtungen 44 gelangen die Teigstücke in den eigentlichen Backraum, in v/elchem die Teigstücke erstmals mittels eines Heißluftstromes erwärmt werden, der nicht in den Raum 45 gelangen kann. Für diese Heißluftzufuhr dienen seitlich der beiden Stapel 15,16 angeordnete Luftzufuhrkanäle 50,51, von denen der Luftzufuhrkanal 51 von einer mittig zwischen den beiden Stapeln 15,16 liegenden Doppelwand 52 begrenzt ist, wogegen die Kanäle 50 außen liegen. Die Luftzufuhrkanäle 50,51 haben den beiden Stapeln 15,46 zugeordnete Luftzutrittsöffnungen 53 in Schlitzform, welche an den beiden Seiten jedes Stapels 15,16 relativ zueinander in Höhenrichtung jeweils um die Höhe einer Auflage 4 versetzt sind. Zweck¬ mäßig ist der Querschnitt jeder dieser Luftdurchtrittsöffnungen 53 verstellbar. Diese gegeneinander versetzte Anordnung der Öffnungen 53 hat zur Folge, daß die Luft zv/ischen je zv/ei einander benachbarten Auflagen 4 immer in wechselnder Richtung zv/ischen die Auflagen einge¬ blasen wird, so daß eine gleichmäßige Beaufschlagung aller Teigstücke mit Warmluft erfolgt. Durch die Einstellung der Querschnittsgröße der Öffnungen 53 kann die Luftzufuhr an das jeweils zu behandelnde Backgut angepaßt werden. Die Warmluft strömt zu den beiden äußeren Luftzufuhr- kaπälen 50 über einen entlang der Deckwaπd 54 des Backofens 9 ver¬ laufenden Luftkanal 55, welcher an die Druckseite eines Gebläses des durch einen Motor 67 angetriebenen Gebläses 19 angeschlossen ist, unter welchem die Heizung 18 liegt. Die Beschickung der beiden inneren, durch eine Mittelwand 58 voneinander getrennten Luftzufuhrkanäle 51 mit Warm¬ luft erfolgt über einen entlang der einen Seitenwand 56 (Fig.3) des Backofens 9 verlaufenden Luftkanal 57, der ebenfalls an die Druckseite des Gebläses 19 angeschlossen ist. In den beiden Luftkanälen 55,57 liegen von schwenkbaren Klappen 59 (Fig.2,3) gebildete Verteilorgane zur Grobeinstellung der Verteilung der den beiden Luftzufuhrkanälen 50,51 zugeführten Luftmeπgen. Die Feineinstellung der aus den Luftdurchtritts¬ öffnungen 53 austretenden Luftmengen erfolgt mittels der erwähnten Quer- schnittsveränderunα dieser Öffnuπqeπ.

Zur Absaugung der Luft aus den beiden Abteilen des Behandlungs¬ raumes 8, welche die beiden Stapel 15,16 aufnehmen, dient je eine Absaugöffnung 60 (Fig.2), die in der Seitenwand 56 angeordnet ist. Die beiden Öffnungen 60 sind an einen gemeinsamen Luftabzugskanal 61 ange- schlössen, der entlang der Seitenwand 56 des Backofens zur Heizung 18 bzw. zur Saugseite des Gebläses 19 führt.

Um entlang des Weges der Auflagen im Backofen 9 verschiedene Temperaturzonen realisieren zu können, sind vor einzelnen Luftdurch- trittsöffnungen 53 elektrische Zusatzheizkörper 62 angeordnet, die nach Bedarf zugeschaltet v/erden.

An den beiden Wänden 52 können Sprühdüsen 63 angeordnet sein, mit welchen die auf den Auflagen 4 liegenden Teigstücke mit einer Flüssig¬ keit, insbesondere Wasser, besprüht v/erden können, wenn dies gewünscht ist. An der der Seitenwand 56 gegenüberliegenden Seiteπv/aπd 64 des Gehäuses 7 sind Türen 65 vorgesehen (Fig.3), durch welche die die Stapel 15,16 der Auflagen 4 aufnehmenden Abteile des Behandlungsraumes 8 zu¬ gänglich sind.

Bei den anderen Behandlungsräumen 8, wie den beiden Gärschränken 10,11 und dem Kühlturm 12 (Fig.l), ist der Aufbau im Gehäuse 7 des jeweiligen Behandlungsraumes 8 ähnlich, d.h. auch dort sind zwei neben¬ einander angeordnete Fördervorrichtungen 13, 14 vorgesehen, von denen jede im Behandlungsraum 8 einen Stapel 15,16 aufeiπanderliegender Auflagen 4 nach oben bzw. nach unten bewegt. Auch Anordnung und Aufbau übergabeeiπrichtung 20 ist derselbe wie bei Fig.2. Lediglich die klimatischen Bedingungen im jeweiligen Behandlungsraum 8 v/eichen ab. So sind bei den beiden Gärschränken 10,11 an sich bekannte Einrichtungen innerhalb des Gehäuses 7 vorgesehen, mit welchen im jeweiligen Gär- schraπk das jeweils gewünschte Klima aufrechterhalten wird. Selbst- verständlich muß die Anlage nicht zwei Gärschränke enthalten, v/eπn dies für die jeweils vorliegenden Gegebenheiten nicht erforderlich ist. Zv/ei Gärschränke werden vielmehr dann vorgesehen, wenn entweder sehr lange Gärzeiten für die Teigstücke gewünscht sind und diese mit einem einzigen Gärschrank (gegebenenfalls in mehreren Umläufen) nicht erzielbar sind, oder v/eπn unterschiedliche Gärzeiten für die Teigstücke gewünscht sind, die sich ebenfalls mit einem einzigen Gärschrank nicht bewältigen lassen, oder v/enπ unterschiedliche klimatische Bedingungen für zv/ei Gär¬ vorgänge gewünscht sind, z.B. für eine Vorgärung und eine Nachgärung

(bezogen auf eine auf die Teigstücke einwirkende Formung, z.B. eine Stüpfelung der Teigstücke) . Ebenso kann gegebenenfalls auch mehr als ein einziger Kühlturm 12 vorgesehen sein, um sich an unterschiedliche Kühl- bediπgungen besser anpassen zu können. Wie Fig.l zeigt, sind die Gehäuse 7 bzw. die an sie angesetzten Kasten 17 einander eng benachbart angeordnet, um die gesamte Baulänge der Anlage möglichst kurz zu halten. Davon v/ird nur dann abgegangen, wenn zwischen einzelnen, den diversen Behandlungsräumen 8 zugeordneten, auf die Teigstücke einwirkenden Vorgängen weitere solche Vorgänge erforderlich sind, die nicht in Behandlungsräumen 8 durchgeführt v/erden, z.B. eine Formung der Teigstücke (Langrollen, Stüpfelung, Einschneidung usw.) und wenn für die hiefür erforderlichen Maschinen die zv/ischen einander benachbarten Gehäusen 7 unterhalb der Kästen 17 verbleibenden Zwischenräume 66 (Fig.l) nicht genügend Platz bieten. Eine beispielsweise Arbeitsweise einer solchen Anlage kann wie folgt sein: Die von Backplatten gebildete Auflagen 4 werden an der in Fig.l rechts liegenden Station 36 belegt und anschließend vom Förderer 1 in den Backofen 9 eingebracht, dort im Behandlungsraum 8 im Stapel 15 nach oben geführt, von der Ubergabeeinrichtung 20 sodann an den Stapel 16 übergeben und in diesem v/ieder zum Förderer 1 zurückgebracht, der die Auflagen der Reihe nach wieder übernimmt und v/ieder zurück zur in Fig.l rechts liegenden Station 36 bringt, wo die mit den fertiggebackenen Teigstücken versehenen Auflagen abgenommen oder die Teigstücke von den Auflagen mittels der Abkippvorrichtung 37 auf das Förderband 39 abgelegt werden.

Eine andere Betriebsvariante besteht darin, die Auflagen bei der in Fig.l rechts liegenden Station 36 zu belegen, sodann die Auflagen 4 mittels des Förderers 1 in den Stapel 15 einzubringen, an den Stapel 16 zu übergeben und schließlich mittels des Förderers 1 zur in Fig.l links liegenden Station 36 zu bringen, wo die Backware von den Auflagen 4 abgenommen bzw. abgekippt oder auf sonstige Weise entfernt wird. Die leeren Auflagen werden sodann vom Förderer 1 wieder zurück zur in Fig.l rechts liegenden Station 36 gebracht und dort neu belegt.

Wird vor dem Backprozeß eine Gärung der Teigstücke an der Anlage gewünscht, so werden die Auflagen 4, bevor sie dem Stapel 15 des Backofens 9 zugeführt werden, durch einen Gärschrank bzw. durch beide Gärschränke 10,11 geführt.

Es ist zweckmäßig, oie in Fig.l dargestellte Anlage so zu benutzen,

daß die in Fig.l rechts liegende Station 36 für maschinelle Beschickung der Auflagen 4 dient, v/ogegen die Beschickung an der in Fig.l links liegenden Station 36 händisch erfolgt. Beispielsweise können die Auf¬ lagen 4 von letzterer Station 36 zunächst in den Gärschrank 10 zu dessen Stapel 15 geführt werden, von wo die Auflagen nach Durchlaufen des Behandlungsraumes 8 des Gärschrankes 10 von dessen Stapel 16 v/ieder an den Förderer 1 übergeben und dann dem Backofen 9 zugeführt v/erden, dessen Durchlauf v/ie früher beschrieben erfolgt. Die Ausgabe der fertig¬ gebackenen Teigstücle erfolgt v/ieder an der in Fig.l links liegenden Station 36.

Für die Herstellung von Kastenbrot kann so vorgegangen werden, daß die Beschickung der Anlage mit den mit den Teigportionen belegten Back¬ kästen an der in Fig.l links liegenden Station 36 erfolgt. Die Back¬ kästen werden dann vom Förderer 1 zur in Fig.2 rechts liegenden Station 36 transportiert, v/o mittels der Saugvorrichtung 6 die Deckel 5 auf die Backkästeπ aufgesetzt werden. Danach werden die mit den Deckeln ver¬ schlossenen Backkästen vom Förderer 1 zu einem der Gärschränke 10,11 geführt, und zwar zu dessen aufwärtsgeheπden Stapel 15, sobald die Back¬ kästen den Gärschrank durchlaufen haben, v/erden sie vom Förderer 1 zum Backofen 9 gebracht und nach dessen Durchlauf wieder zur Station 36 zurückgebracht, v/o mittels der Saugvorrichtung 6 der Deckel 5 von jedem Backkasteπ v/ieder abgenommen wird. Die deckellosen Auflagen 4 werden sodann an der Station 36 von der Saugvorrichtung 6 zur Abkippvorrichtung 37 (Fig.2) gebracht, wo ohne Betätigung der Abkippvorrichtung die ge- backenen Kastenbrote aus den Kästen (Auflagen 4) entladen werden. Die leeren Backkästen werden vom Förderer 1 in den Kühlturm 12 geführt und durch dessen Behandlungsraum 8 hindurchgeführt. Nach Durchlaufen des Kühlturmes 12 werden die leeren Auflagen wieder zurück auf die in Fig.l links liegende Station 36 gebracht und dort neu belegt, worauf der Zyklus erneut beginnt.

Durch geeignete Wahl der Programmierung der Steuerung 27, von welcher der Transport der Auflagen 4 am Förderer 1 und durch die Behand¬ lungsräume 8 gesteuert wird, ist es möglich, sehr rasche Taktzeiten zu erreichen, so daß die Leistungsfähigkeit der Anlage im Vergleich zu bekannten Anlagen v/eεentlich gesteigert wird. Außerdem ergibt sich im Vergleich zu bekannten Anlagen eine wesentliche Reduzierung des Platz- bedarfeε und eine Reduzierung der Belastung der Backstube mit Anteilen der aus den Gehäusen 7 austretenden Atmosphären (Dampf, Heißluft usw.).

Letzterer Vorteil wird durch die eine Schleuse bildenden Abdichtungen

43,44 im Zusammenwirken mit den Klappen 35 erzielt und kann noch weiter dadurch gesteigert werden, daß gegebenenfalls die Gehäuse 7 aneinander anliegen, so daß die Ausbringeöffnung 33 des , einen Gehäuses 7 zugleich die Eiπtrittsöffnung 34 des benachbarten Gehäuses ist bzw. umgekehrt.

Es sind zahlreiche Varianten der beschriebenen Anlage möglich. Bei¬ spielsweise können in einem oder mehreren der Behandlungsräume 8 mehr als je ein auf- und abgehender Stapel 15,16 vorgesehen sein, insbe¬ sondere dann, wenn auf lange Behaπdlungszeiten Wert gelegt wird (z.B. in Gärschränkeπ) .