STRAUSS, Andreas (Am Scheidt 11, Mittenaar, 35756, DE)
| P a t e n t a n s p r ü c h e 1. Servierwagen mit einem kastenförmigen Aufbau zur Aufnahme von Anordnungen zur Aufbereitung und Ausgabe von Getränken und Verzehrwaren, insbesondere für Verkehrsmittel zur individuellen Auswahl, Herstellung und Ausgabe von Getränken am Sitzplatz von Passagieren, wobei Wasserbehälter für kaltes und warmes Wasser und Vorratsbehälter mit unterschiedlichen Extrakten integriert sind und zur wahlweisen Ausgabe von Heiß- oder Kaltgetränken und aus den jeweiligen Wasserbehältern und das Extrakt über Verbindungsleitungen mittels Pumpanordnungen Zapfeinheiten mit Zapfstellen zuführbar und in Trinkgefässe abfüllbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Zapfeinheit (6) eine Zapfstelle (7) aufweist, die aus einer oberen Arbeitsposition in eine absenkbare Magazinposition in den Aufbau des Servierwagens (1) unterhalb einer oberen Begrenzungsfläche einstellbar ist und die Zapfstelle (7) mehrere Zuführöffnungen (14) in einem Zapfköpf (12) oberhalb eines eingesetzten Trinkgefässes (13) aufweist, wobei jede Zuführöffnung (14) der Zapfstelle (7) mit einer getrennten Zuführleitung (15) für unterschiedliche Getränke aus heissem Wasser, kaltem Wasser und Extrakte verbunden und steuerbar ist sowie alle Zuführöffnungen (14) im Bereich der Aufnahmeöffnung des eingesetzten Trinkgefässes (13) zur Befüllung in einer alleinigen Aufnahmeposition angeordnet sind. 2. Servicewagen nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass zwei parallel zugeordnete Zapfeinheiten (6) angeordnet sind. 3. Servierwagen nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet, dass die Pumpen (16) durch eine Stromquelle (4) , wie eine Batterie, und/oder eine Glasflasche (5) , betrieben werden. 4. Servierwagen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Gasflasche (5) ein C02-Gas enthält, das zur Kaltwassercarbonisierung und/oder als Pumpenantrieb eingesetzt ist. 5. Servierwagen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswahl der Getränke mit der Zuführung von Extrakten {9, 10, 11) und des Wassers aus dem zugeordneten Wasserbehälter (2, 3) sowie der einzelnen Zuführleitungen (15) mit zugeordneten Pumpen (16) über eine Steuerelektronikeinheit (7) mit einem Bedientableau durchführbar ist. 6. Servierwagen nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorratsbehälter für die einzelnen Extrakte (9, 10, 11) als Batterie (8) an der versenkbaren Zapfeinheit (6) austauschbar angeordnet sind. |
Servierwagen zur Aufbereitung
und Ausgabe von Getränken
Die Erfindung bezieht sich auf einen Servierwagen mit einem kastenförmigen Aufbau zur Aufnahme von Anordnungen zur Aufbereitung und Ausgabe von Getränken und Verzehrwaren, insbesondere für Verkehrsmittel zur individuellen Auswahl, Herstellung und Ausgabe von Getränken am Sitzplatz von Passagieren, wobei Wasserbehälter für kaltes und warmes Wasser und Vorratsbehälter mit unterschiedlichen Extrakten integriert sind und zur wahlweisen Ausgabe von Heißoder Kaltgetränken und aus den jeweiligen Wasserbehältern und das Extrakt über
Verbindungsleitungen mittels Pumpanordnungen einer Zapfeinheit mit Zapfstellen zuführbar und in ein Trinkgefäss abfüllbar sind.
Es ist bekannt, Servierwagen dieser Art in unterschiedlichen Ausbildungen vorzusehen. Hierbei besteht der Mangel, dass eine Vielzahl von Ausgabeeinheiten entsprechend der angebotenen Getränkearten als Zapfeinheit vorhanden sein rauss und somit das aufnehmende Trinkgefäss entsprechend unterschiedlich zu positionieren ist. Eine Anordnung gemäss den gattungsbildenden Merkmalen ist nach der US 4,076,349 A bekannt. Hierbei sind aber für jedes Getränk getrennte Zapfstellen angeordnet und das Trinkgefäss ist entsprechend des Getränkes unterschiedlichen Positionen zuzuordnen. Es ist somit keine kompakte Anordnung möglich und es sind auch FehlZuordnungen nicht auzuschliessen.
Es ist weiterhin nach der DE 198 47 366 AI eine Anordnung bekannt, wobei in einer Position einsetzbares Trinkgefäss als Vorratsbehältnis lösliches
Getränkepulver zugeführt und anschliessend heisses Wassers zugeführt wird.
Für einen Einsatz in Flugzeugen erfordern diese bekannten Anordnungen zusätzliche Massnahmen, da diese nicht in vorhandene Stauräume in der Galley einsetzbar sind und für Start und Landung eine entsprechend gesicherte Anordnung erfolgen kann.
Die Aufgabe der Erfindung ist es, eine bedienungssichere Befüllung von Trinkegefässen mit einer Auswahl unterschiedlicher Getränke durchzuführen und eine Anordnung zu schaffen, die einen Einsatz, auch in Luftfahrzeugen, unter Verwendung der vorhandenen Stauräume ermöglichen.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäss dadurch, dass die Zapfeinheit eine Zapfstelle aufweist, die aus einer oberen Arbeitsposition in eine absenkbare Magazinposition in den Aufbau des Servierwagens unterhalb einer oberen Begrenzungsfläche einstellbar ist und die Zapfstelle mehrere Zuführöffnungen in einem Zapfkopf oberhalb eines eingesetzten Trinkgefässes aufweist, wobei jede Zuführöffnung der Zapfstelle mit einer getrennten Zuführleitung für unterschiedliche Getränke aus heissem Wasser, kaltem Wasser und Extrakte verbunden und steuerbar ist sowie alle Zuführöffnungen im Bereich der Aufnahmeöffnung des eingesetzten Trinkgefässes zur Befüllung in einer alleinigen Aufnahmeposition angeordnet sind.
Hierdurch wird eine Anordnung mit hohem Hygienestandard geschaffen, die auch für eine Flugzeugversorgung geeignet ist. Gleichzeitig wird ermöglicht, dass das Trinkgefäss, unabhängig von der Wahl des Getränkes, immer in derselben Position einsetzbar ist und somit Fehleinstellungen mit Überlaufen der Getränke und einer gegebenenfalls auftretenden Beeinträchtigung der Passagiere vermieden wird.
Zur Erhöhung der Kapazität und Bedienung von zwei Seiten ist vorgesehen, dass zwei parallel zugeordnete Zapfeinheiten angeordnet sind.
Ferner wird vorgeschlagen, dass die Pumpen durch eine Stromquelle, wie eine Batterie, und/oder eine Gasflasche, betrieben werden.
Eine vorteilhafte Ausbildung wird dadurch geschaffen, dass die Gasflasche ein C02-Gas enthält, das zur Kaltwassercarbonisierung und/oder als Pumpenantrieb eingesetzt ist.
Zur einfachen Bedienung und zentralen Steuerung wird vorgeschlagen, dass die Auswahl der Getränke mit der Zuführung von Extrakten und des Wassers aus dem zugeordneten Wasserbehälter sowie der einzelnen Zuführleitungen mit zugeordneten Pumpen über eine Steuerelektronikeinheit mit einem Bedientableau durchführbar ist.
Weiterhin ist vorgesehen, dass die Vorratsbehälter für die einzelnen Extrakte als Batterie an der versenkbaren Zapfeinheit austauschbar angeordnet sind.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines Servierwagens mit der Zapfeinheit in einer Arbeitsposition und integrierten Extraktbehältern;
Fig. 2 eine Vorderansicht gemäss Fig. 1;
Fig. 3 eine Vorderansicht wie Fig. 2 mit abgesenkter
Zapfeinheit ;
Fig. 4 ein weiteres Ausführungsbeispiel mit einer
Seitenansicht eines Servierwagens gemäss Fig. 1 und Extraktbehältern im Servierwagen;
Fig. 5 eine Vorderansicht gemäss Fig. 4;
Fig. 6 eine Vorderansicht gemäss Fig. 5 mit abgesenkter Zapfeinheit;
Fig. 7 eine Zapfeinheit bestehend aus zwei parallel angeordneten Einheiten;
Fig. 8 eine Draufsicht auf einen Zapfkopf mit einer
Vielzahl von Zuführöffnungen; Fig. 9 einen Funktionsaufbau zur Ausgabe eines Saftgetränkes ;
Fig. 10 einen Funktionsaufbau zur Ausgabe eines
Heissgetränkes und
Fig. 11 einen Funktionsaufbau zur Ausgabe eines
Saftgetränkes .
Der dargestellte Servierwagen 1 ist in Form eines Trolleys zur Getränkeversorgung im Flugzeug ausgebildet. Hierzu ist ein isolierter Behälter 2 für Heisswasser und ein Behälter 3 für Kaltwasser im Servierwagen angeordnet. Zusätzlich sind eine Stromversorgung 4 in Form eines Akkus und eine C02- Kartusche 5 angeordnet, wobei eine Zapfeinheit 6 mit einer Zapfstelle 7 über ein nicht näher ausgeführtes Liftsystem von einer Arbeitsposition in eine Magazinposition innerhalb des Servierwagens 1 unterhalb einer oberen Begrenzungsfläche absenkbar ist.
Ferner sind entsprechende Extrakte für die Herstellung von Getränken als Batterie 8 aus unterschiedlichen Behältern 9, 10, 11 im Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 1 bis 3 in der absenkbaren Zapfeinheit 6 integriert, während in der Ausführung gemäss Fig. 4 bis 6 die Batterie 8 im Servierwagen 1 angeordnet ist .
Die Zapfstelle 7 wird durch einen Zapfkopf 12 gebildet und ist oberhalb einer Aufnahme für ein zu befüllendes Trinkgefäss 13 angeordnet. Der Zapfköpf 12 besitzt eine Vielzahl von Zuführöffnungen 14, die alle im Bereich der Aufnahmeöffnung des eingesetzten Trinkgefässes 13 liegen. Jede Zuführöffnung 14 besitzt eine getrennte Zuführleitung 15 und ist unter Zwischenschaltung von Pumpen 16 mit den Behältern 2, 3 für Wasser sowie den einzelnen Behältern 9, 10, 11 mit den unterschiedlichen Extrakten der eingesetzten Batterie 8 zur Getränkeherstellung verbunden.
Über eine bekannte Ausbildung einer zentralen elektronischen Steuereinheit 17 mit einem Bedientableau für eine Wahl des abzufüllendes Getränkes am Servierwagen 1 werden die entsprechenden Sirupbehälter 9, 10, 11 und die Wasserbehälter 2, 3 sowie die C02- Kartusche 5 angesteuert und mittels der zugeordneten gesteuerten Pumpen 16 wahlweise die Zutaten für ein ausgewähltes Getränk über die Zuführöffnungen 14 des Zapfkopfes 12 einem Trinkgefäss 13 in der vorgesehenen Menge gesteuert zugeführt.
Zur Verdeutlichung des Systems wird die Ausgabe unterschiedlicher Getränke erläutert. Gemäss Fig. 9 wird die Ausgabe eines Saftgetränkes prinzipiell erläutert. Hierzu wird der Behälter 3 für Kaltwasser und der Behälter 9 der Batterie 8 mit dem Saftextrakt angesteuert, die über getrennte Zuführleitungen 15 mit separaten Zuführöffnungen 14 des Zapfkopfes 12 verbunden sind. Die MaterialZuführung wird über Pumpen 16 der Zuführleitungen 15 gesteuert, die über die Steuereinheit 17 nach Auswahl der Getränkeart und Menge ausgeführt wird. Hierbei erfolgt die elektrische Versorgung durch die zugeordnete Stromversorgung 4 als Akku im Servierwagen 1. Bei einer Ausgabe eines Heissgetränkes gemäss Fig. 10 wird der Behälter 2 für Heisswasser und der Behälter 10 mit Kaffee- oder Teekonzentrat entsprechend über die Steuereinheit 17 angesteuert, die über die Zuführleitungen 15 und Pumpen 16 mit den Zuführöffnungen 15 des Zapfköpfes 12 verbunden sind.
Ferner ist gemäss Fig. 11 eine Ausgabe eines Saftgetränkes ausgeführt . Hierbei wird der Behälter 3 für Kaltwasser mit der C02 -Kartusche 5 sowie der Behälter 11 mit dem entsprechenden Extrakt über die Steuereinheit 17 angesteuert und über die an die Zuführöffnungen 14 des Zapfköpfes 12 angeschlossenen Zuführleitungen 15 mittels der Pumpe 14 sowie der Kartusche 5 zur Carbonisierung die Getränkeanteile in Form von Wasser und Extrakt zugeführt . Selbstverständlich kann auch zusätzlich eine Pumpe für das Wasser eingeschaltet werden.
