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Patent Searching and Data


Title:
TUBULAR BODY FOR A FRESH AIR SYSTEM OF AN INTERNAL COMBUSTION ENGINE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/206599
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a tubular body (1), in particular for a fresh air system of an internal combustion engine. The tubular body (1) comprises a first and a second tubular body part (2a, 2b), each of which has a shell-like design and which are bonded together by means of a bonded connection (20) and have a common bellows section (3), wherein the tubular body (1) is designed as a bellows (4) in the bellows section. According to the invention, the bonded connection (20) runs on a separation plane (E) outside of the bellows section (3) and at least partly outside of the separation plane (E) in the bellows section (4).

Inventors:
FISCHER, Robert (Weikersheimer Str. 24, Stuttgart, 70435, DE)
KOHLER, Samuel (Danziger Str. 16, Weil im Schönbuch, 71093, DE)
Application Number:
EP2019/058592
Publication Date:
October 31, 2019
Filing Date:
April 05, 2019
Export Citation:
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Assignee:
MAHLE INTERNATIONAL GMBH (Pragstraße 26-46, Stuttgart, 70376, DE)
International Classes:
F02M35/10; F16L9/22; F16L11/15; F16L27/10
Foreign References:
EP1070843A12001-01-24
DE10051116A12002-04-25
EP1777062A22007-04-25
US20170072785A12017-03-16
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
BRP RENAUD UND PARTNER MBB RECHTSANWÄLTE PATENTANWÄLTE STEUERBERATER (Königstraße 28, Stuttgart, 70173, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Rohrkörper (1 ), insbesondere für eine Frischluftanlage einer Brenn kraftma- schine,

mit einem ersten und mit einem zweiten, jeweils schalenartig ausgebildeten Rohrkörperteil (2a, 2b), welche mittels einer stoffschlüssigen Verbindung (20), vorzugsweise mittels einer Schweißverbindung (10) oder mittels einer Kleb- verbindung, miteinander verbunden sind und einen gemeinsamen Balgab- schnitt (3) aufweisen, in welchem der Rohrkörper (1 ) als Faltenbalg (4) aus- gebildet ist,

dadurch gekennzeichnet, dass

die stoffschlüssigen Verbindung (20) außerhalb des Balgabschnitts (3) in ei- ner Trennebene (E) angeordnet ist und im Balgabschnitt (3) teilweise außer- halb der Trennebene (E) angeordnet ist.

2. Rohrkörper nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet, dass

im Bereich des Balgabschnitts (3) die stoffschlüssige Verbindung (20) die Trennebene (E) mehrfach schneidet.

3. Rohrkörper nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet, dass

im Bereich des Balgabschnitts (3) die stoffschlüssige Verbindung (20) in einer Montagerichtung (R), die sich senkrecht zur Trennebene (E) erstreckt, oszil- liert.

4. Rohrkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 3,

dadurch gekennzeichnet, dass

sich der Faltenbalg (4) entlang einer Längserstreckungsrichtung (L) erstreckt, die orthogonal zur Montagerichtung (R) verläuft, und entlang welcher der Fal- tenbalg eine variable Balglänge (I) aufweist,

sich die die stoffschlüssige Verbindung (20) entlang der Längserstreckungs- richtung (L) erstreckt und im Bereich des Balgabschnitts (3) einen zickzackar- tigen oder sinusförmigen Verlauf mit Extrempunkten (12) außerhalb der Trennebene (E) aufweist.

5. Rohrkörper nach Anspruch 4,

dadurch gekennzeichnet, dass

die die stoffschlüssige Verbindung (20) in einer Blickrichtung (B) auf den Balgabschnitt (3) senkrecht zur Montagerichtung (R) und senkrecht zur Längserstreckungsrichtung (L) einen zick-zack-artigen oder sinusartigen Ver- lauf aufweist.

6. Rohrkörper nach Anspruch 4 oder 5,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Faltenbalg (4) Faltenspitzen (4a) und Faltengründe (4b) aufweist, die sich entlang der Längserstreckungsrichtung (L) abwechseln,

zwei entlang der Längserstreckungsrichtung (L) benachbarte Extrempunkte (12) in zwei benachbarten Faltenspitzen (4a) angeordnet sind.

7. Rohrkörper nach Anspruch 6,

dadurch gekennzeichnet, dass

die die stoffschlüssige Verbindung (20) im Bereich zumindest eines Extrem- punkts (12), vorzugsweise im Bereich mehrerer Extrempunkte (12), unterbro- chen ist.

8. Rohrkörper nach Anspruch 6 oder 7,

dadurch gekennzeichnet, dass

in wenigstens einem Faltengrund (4b) eine Einkerbung (7) ausgebildet ist.

9. Rohrkörper nach einem der Ansprüche 6 bis 8,

dadurch gekennzeichnet, dass

entlang der Längserstreckungsrichtung (L) in jedem Faltengrund (4b) eine Einkerbung (7) vorgesehen ist, oder dass

entlang der Längserstreckungsrichtung (L) nur in jedem n-ten Faltengrund (4b) eine Einkerbung (7) vorgesehen ist, wobei n eine positive ganze Zahl größer gleich 2 ist.

10. Rohrkörper nach Anspruch 9,

dadurch gekennzeichnet, dass

die wenigstens eine Einkerbung (7) in einem Wendepunkt (13) der stoff- schlüssigen Verbindung (20) mit sinusförmigem Verlauf angeordnet ist.

11. Rohrkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

die als Schweißverbindung (10) ausgebildete stoffschlüssige Verbindung (20) durch eine Schweißnaht (11 ) gebildet ist.

12. Rohrkörper nach Anspruch 11 ,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Schweißnaht (11 ) im Bereich des Balgabschnitts (4) homogen, vorzugs- weise mit einheitlicher Nahttiefe oder/und Nahtbreite, ausgebildet ist.

13. Rohrkörper nach Anspruch 11 , dadurch gekennzeichnet, dass

die Schweißnaht (11 ) im Bereich des Balgabschnitts (3) inhomogen, vorzugs- weise mit entlang der Längserstreckungsrichtung (L) zumindest abschnitts- weise variierender Nahttiefe oder/und Nahtbreite, ausgebildet ist.

14. Rohrkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

die beiden Rohrkörperteile (2a, 2b) außerhalb des Balgabschnitts (3) als Halbschalen (5a, 5b) ausgebildet sind, deren Schalenränder (6a, 6b) in der Trennebene (E) angeordnet sind und die stoffschlüssige Verbindung (20) ausbilden.

15. Rohrkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Material des Rohrkörpers (1 ) ein Kunststoff, vorzugsweise ein verfestigtes oder/und gepresstes Vlies, ist.

16. Frischluftanlage für eine Brennkraftmaschine,

mit einer Frischluftzuführung zum Einleiten von Frischluft in die Brennkraft- maschine,

wobei in der Frischluftzuführung eine Filtereinrichtung mit einem Filterelement zum Reinigen der Frischluft angeordnet ist, die rohseitig eine Rohluftzufüh- rung und reinseitig eine Reinluftabführung aufweist,

wobei die Rohluftzuführung oder/und die Reinluftabführung zumindest einen Rohrkörper (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche umfassen.

*****

Description:
Rohrkörper für eine Frischluftanlage einer Brennkraftmaschine

Die Erfindung betrifft einen Rohrkörper für eine Frischluftanlage einer Brenn- kraftmaschine sowie eine Frischluftanlage mit wenigstens einem solchen Rohr- körper.

Frischluftanlagen für Brennkraftmaschinen umfassen typischerweise Rohrkörper zum Führen von Luft. Oftmals ist in solche Rohrkörper ein Faltenbalg integriert, so dass die Länge des Rohrkörpers über einen gewissen Bereich hinweg variiert und somit bauraum-spezifischen Gegebenheiten angepasst werden kann. Dies er- leichtert die Montage des Rohrkörpers in der Frischluftanlage und entkoppelt die angeschlossenen Bauteile von Vibrationen.

Besagter Rohrkörper wird aus Kostengründen in der Regel zunächst zweiteilig mit zwei Rohrkörperteilen hergestellt. Anschließend werden die beiden Rohrkörper- teile miteinander verschweißt.

Als nachteilig erweist sich dabei, dass der mit dem Faltenbalg ausgestattete Rohrkörper zwar entlang seiner Längserstreckungsrichtung gestreckt oder ge- staucht werden kann, nicht jedoch quer zur Längserstreckungsrichtung gebogen werden kann, was sich in vielen bauraumspezifischen Montagesituationen als vor- teilhaft erweisen würde.

Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte Ausfüh- rungsform für einen Rohrkörper zu schaffen, bei welcher der voranstehend be- schriebene Nachteil beseitigt ist. Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Pa- tentansprüche.

Grundidee der Erfindung ist demnach, einen zweiteiligen Rohrkörper mit zwei schalenartigen Rohrkörperteilen derart stoffschlüssig miteinander zu verbinden, dass die sich ergebende stoffschlüssige Verbindung im Bereich des Faltenbalgs außerhalb einer Ebene - im Folgenden auch als„Trennebene“ bezeichnet - ver- läuft, in welcher die beiden Rohrkörperteil in einem zum Faltenbalg benachbarten oder sogar komplementären Bereich des Rohrkörpers aneinandergefügt sind. Auf diese Weise wird der Faltenbalg mit der gewünschten Biegbarkeit versehen. So- mit kann der Rohrkörper für Bauraumsituationen verwendet werden, in welchen ein herkömmlicher Rohrkörper nicht eingesetzt werden kann.

Ein erfindungsgemäßer Rohrkörper für eine Frischluftanlage einer Brenn kraftma- schine umfasst ein erstes und ein zweites, jeweils schalenartig ausgebildetes Rohrkörperteil. Die beiden Rohrkörperteile sind mittels einer stoffschlüssigen Verbindung miteinander verbunden. Bevorzugt ist diese stoffschlüssige Verbin- dung eine Schweißverbindung oder eine Klebverbindung. Die beiden Rohrkörper- teile weisen einen gemeinsamen Balgabschnitt auf, in welchem der Rohrkörper als Faltenbalg ausgebildet ist. Erfindungsgemäß ist die stoffschlüssige Verbin- dung außerhalb des Balgabschnitts in einer Trennebene angeordnet im Bereich des Balgabschnitts teilweise außerhalb der Trennebene angeordnet.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform schneidet die stoffschlüssige Verbin- dung im Bereich des Balgabschnitts die Trennebene mehrfach. Diese Eigenschaft führt zu verbesserten Biegeeigenschaften. Besonders bevorzugt oszilliert im Bereich des Balgabschnitts die stoffschlüssige Verbindung in einer Montagerichtung, die sich senkrecht zur Trennebene er- streckt. Auch mit dieser Eigenschaft gehen verbesserte Biegeeigenschaften ein- her.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform erstreckt sich der Faltenbalg des Rohrkörpers entlang einer Längserstreckungsrichtung, die orthogonal zur Monta- gerichtung verläuft. Entlang dieser Längserstreckungsrichtung weist der Falten- balg eine variable Balglänge auf. Bei dieser Ausführungsform erstreckt sich die stoffschlüssige Verbindung entlang besagter Längserstreckungsrichtung und weist im Bereich des Balgabschnitts einen zick-zack-artigen oder sinusförmigen Verlauf mit Extrempunkten außerhalb der Trennebene auf. Experimentelle Unter- suchungen haben gezeigt, dass mit diesen Geometrien besonders gute Biegeei- genschaften des Faltenbalgs einhergehen.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist die stoffschlüssige Verbindung in einer Blickrichtung auf den Balgabschnitt senkrecht zur Montage- richtung und senkrecht zur Längserstreckungsrichtung einen zick-zack-artigen oder sinusartigen Verlauf auf.

Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung weist der Balgabschnitt bzw. der Falten- balg Faltenspitzen und Faltengründe auf, die sich entlang der Längserstreckungs- richtung abwechseln. Bei dieser Weiterbildung sind zwei entlang der Längser- streckungsrichtung benachbarte Extrempunkte in zwei benachbarten Faltenspit- zen angeordnet. Besonders bevorzugt gilt dies für alle in der stoffschlüssigen Verbindung vorhandenen Extrempunkte.

Besonders bevorzugt kann die die stoffschlüssige Verbindung im Bereich zumin- dest eines Extrempunkts, vorzugsweise im Bereich mehrerer Extrempunkte, un- terbrochen sein, d.h. im Bereich dieses Extrempunkts ist keine stoffschlüssige Verbindung vorhanden, so dass die beiden Rohrkörperteile in diesem Bereich lo- se aneinander anliegen. Besonders bevorzugt gilt dies für alle in der die stoff- schlüssigen Verbindung vorhandenen Extrempunkte. Diese Variante weist einen besonders großen maximalen Biegewinkel auf.

Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform ist in wenigstens einem Faltengrund eine Einkerbung ausgebildet. Besonders bevorzugt gilt dies für alle in dem Faltenbalg vorhandenen Faltengründe. Besagte Einkerbung(en) folgt/folgen dem Wirkprinzip eines Scharniers. Dies bedeutet, dass der zum Bie- gen erforderliche Kraftaufwand gegenüber Faltenbalgen ohne Einkerbung redu- ziert ist.

Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung dieser Ausführungsform kann entlang der Längserstreckungsrichtung in jedem Faltengrund eine Einkerbung vorgese- hen sein. In einer dazu alternativen Weiterbildung ist es denkbar, entlang der Längserstreckungsrichtung nur in jedem n-ten Faltengrund eine Einkerbung vor- zusehen, wobei n eine positive ganze Zahl größer gleich 2 ist.

Bevorzugt ist die wenigstens eine Einkerbung in einem Wendepunkt der stoff- schlüssigen Verbindung mit sinusförmigem Verlauf angeordnet. In diesem Fall ist die zum Biegen des Faltenbalgs erforderliche Biegekraft besonders gering. Be- sonders bevorzugt sind daher alle Einkerbungen in einem Wendepunkt der stoff- schlüssigen Verbindung mit sinusförmigem Verlauf angeordnet.

Zweckmäßig wird die als Schweißverbindung ausgebildete stoffschlüssige Ver- bindung durch eine Schweißnaht gebildet. Dies erlaubt die Anwendung gängiger Schweißverfahren zum Aneinanderfügen der beiden Rohrkörperteile. Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung ist die Schweißnaht im Bereich des Balgabschnitts homogen, vorzugsweise mit einheitlicher Nahttiefe oder/und Naht- breite, ausgebildet. Dies vereinfacht den Schweißvorgang. Somit vereinfacht sich der gesamte Herstellungsprozess des Rohrkörpers, woraus sich wiederum Kos- tenvorteile ergeben.

Gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung ist die Schweißnaht im Bereich des Balgabschnitts inhomogen, vorzugsweise mit entlang der Längserstreckungs- richtung zumindest abschnittsweise variierender Nahttiefe oder/und Nahtbreite, ausgebildet. Auf diese Weise können insbesondere Abschnitte der Schweißnaht, die beim Biegen besonders hohen Biegekräften ausgesetzt sind, durch ab- schnittsweises Erhöhen der Nahttiefe oder/und der Nahtbreite verstärkt werden.

Zweckmäßig sind die beiden Rohrkörperteile außerhalb des Balgabschnitts als Halbschalen ausgebildet, deren Schalenränder in der Trennebene angeordnet sind und die stoffschlüssige Verbindung ausbilden.

Zweckmäßig ist das Material des Rohrkörpers ein Kunststoff, vorzugsweise ver- festigtes oder/und gepresstes Vlies . . Hierbei kann das Vlies durch ein spezielles Werkzeug, insbesondere unter Temperatureinwirkung, Tiefgezogen bzw. Ther- mogeformt werden. Alternativ können auch Naturfasern oder/und Gemische aus Natur- und Kunstfasern verwendet werden.

Die Erfindung betrifft ferner eine Frischluftanlage für eine Brennkraftmaschine.

Die Frischluftanlage umfasst eine Frischluftzuführung zum Einleiten von Frischluft in die Brennkraftmaschine. In der Frischluftzuführung ist eine Filtereinrichtung mit einem Filterelement zum Reinigen der Frischluft angeordnet, die rohseitig eine Rohluftzuführung und reinseitig eine Reinluftabführung aufweist. Die Rohluftzu- führung oder/und die Reinluftabführung umfassen wenigstens einen vorangehend vorgestellten Rohrkörper. Die vorangehend erläuterten Vorteile des Rohrkörpers übertragen sich daher auch auf die erfindungsgemäße Frischluftanlage.

Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Un- teransprüchen, aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschrei- bung anhand der Zeichnungen.

Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, son- dern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, oh- ne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.

Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen darge- stellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen auf gleiche oder ähnliche oder funktional gleiche Kompo- nenten beziehen.

Es zeigen, jeweils schematisch:

Fig. 1 , 2 ein Beispiel eines erfindungsgemäßen Rohrkörpers in unterschiedli- chen perspektivischen Darstellungen.

Die Figuren 1 und 2 illustrieren in unterschiedlichen perspektivischen Darstellun- gen ein Beispiel eines erfindungsgemäßen Rohrkörpers 1 für Frischluftanlage ei- ner Brennkraftmaschine. Der Rohrkörper 1 umfasst ein erstes Rohrkörperteil 2a und ein zweites Rohrkörperteil 2b, welche beide schalenartig ausgebildet und mit- tels einer stoffschlüssigen Verbindung 20 in Form einer Schweißverbindung 10 miteinander verbunden sind. Anstelle einer solchen Schweißverbindung 10 kann alternativ eine Klebverbindung verwendet werden. Die beiden Rohrkörperteile 2a, 2b weisen einen gemeinsamen Balgabschnitt 3 auf, in welchem der Rohrkörper 1 als Faltenbalg 4 ausgebildet ist. Als Material für den Rohrkörper 1 kann ein Kunststoff, vorzugsweise ein verfestigtes oder gepresstes Vlies, verwendet wer- den.

Gemäß den Figuren 1 und 2 verläuft die Schweißverbindung außerhalb des Balgabschnitts 3 in einer Trennebene E. Durch eine Richtung senkrecht zur Trennebene E ist eine Montagerichtung R definiert. Sollen der Rohrkörper 1 aus den beiden Rohrkörperteilen 2a, 2b zusammengebaut werden, so werden die bei- den Rohrkörperteile 2a, 2b zunächst so zueinander beabstandet positioniert, dass sie anschließend entlang der Montagerichtung R aufeinander zu bewegt werden können, bis sie sich in der Trennebene E berühren. Zweckmäßig sind die beiden Rohrkörperteile 2a, 2b außerhalb des Balgabschnitts 3 jeweils als Flalbschalen 5a, 5b ausgebildet, deren Schalenränder 6a, 6b sich in der Trennebene E berüh- ren. Auf diese Weise können die Schalenränder 6a, 6b der beiden Flalbschalen 5a, 5b bzw. der Rohrkörperteile 2a, 2b in der Trennebene E verschweißt, also stoffschlüssig miteinander verbunden werden. Die sich ergebende Schweißver- bindung 10 wird durch eine Schweißnaht 11 gebildet.

Entsprechend den Figuren 1 und 2 erstreckt sich der Faltenbalg 4 entlang einer Längserstreckungsrichtung L, die orthogonal zur Montagerichtung R verläuft, und in welcher der Faltenbalg 4 eine variable Balglänge I aufweist. Im Bereich des Balgabschnitts 3 erstreckt sich die Schweißverbindung 10 bzw. die Schweißnaht 11 entlang der Längserstreckungsrichtung L. Der Faltenbalg 4 bzw. der Balgab- schnitt 3 setzt sich aus Faltenspitzen 4a und aus Faltengründen 4b zusammen, die sich entlang der Längserstreckungsrichtung L abwechseln.

Die Schweißverbindung 10 bzw. die Schweißnaht 11 weist gemäß den Figuren 1 und 2 einen sinusförmigen Verlauf mit Extrempunkten 12 auf, die außerhalb der Trennebene E liegen. Dies bedeutet, dass die Schweißverbindung 10 bzw. die Schweißnaht 11 im Bereich des Balgabschnitts 3 bzw. des Faltenbalgs 4 die Trennebene E mehrfach schneidet. Die Schweißverbindung 10 bzw. die

Schweißnaht 11 ist also im Bereich des Balgabschnitts 3 teilweise außerhalb der Trennebene E angeordnet und oszilliert im Bereich des Balgabschnitts 3 in der Montagerichtung R. Im Beispiel der Figuren sind zwei entlang der Längserstre- ckungsrichtung L benachbarte Extrempunkte 12 in zwei bzgl. der Längserstre- ckungsrichtung L benachbarten Faltenspitzen 4a angeordnet.

Aus vorangehend gesagtem ergibt sich, dass die Schweißverbindung 10 bzw. die Schweißnaht 11 in einer Blickrichtung B auf den Balgabschnitt 3, die sich senk- recht sowohl zur Montagerichtung R als auch zur Längserstreckungsrichtung L erstreckt, einen sinusartigen Verlauf aufweist.

Die Schweißverbindung 10 bzw. die Schweißnaht 11 kann im Bereich des

Balgabschnitts 3 homogen, vorzugsweise mit einheitlicher Nahttiefe sowie ein- heitlicher Nahtbreite ausgebildet sein. Alternativ dazu ist es denkbar, dass die Schweißverbindung 10 bzw. die Schweißnaht 11 zumindest im Bereich des Balgabschnitts 3 inhomogen, vorzugsweise mit entlang der Längserstreckungs- richtung L zumindest abschnittsweise variierender Nahttiefe bzw. Nahtbreite, aus- gebildet ist. Insbesondere kann die Schweißverbindung 10 bzw. die Schweißnaht 11 im Bereich der Extrempunkte 12 unterbrochen, also nicht vorhanden sein.

In den Faltengründen 4b können Einkerbungen 7 ausgebildet sein. Denkbar ist es, entlang der Längserstreckungsrichtung L nur in jedem n-ten Faltengrund 4b eine jeweilige Einkerbung 7 vorzusehen, wobei n eine positive ganze Zahl größer gleich 2 ist. Wird n gleich 2 gewählt, so ist also in genau jedem zweiten Falten- grund 4b eine Einkerbung 7 vorhanden. In einer dazu alternativen Variante kann entlang der Längserstreckungsrichtung L in jedem Faltengrund 4b des Falten- balgs 4 eine Einkerbung 7 vorgesehen ist. Besitzt die Schweißverbindung 10 bzw. die Schweißnaht 11 wie im Beispielszenario einen sinusförmigen Verlauf, so sind die vorhandenen Einkerbungen 7 bevorzugt in Wendepunkten 13 des sinusförmi- gen Verlaufs angeordnet sein.

In einer nicht dargestellten Variante des Beispiels kann die Schweißverbindung 10 bzw. die Schweißnaht 11 anstelle eines sinusförmigen Verlaufs einen zick- zack-artigen Verlauf aufweisen. Denkbar ist auch eine Kombination aus einem zickzack-artigen und einem sinusförmigen Verlauf. Voranstehende Erläuterungen zu einer Schweißverbindung 10 bzw. einer Schweißnaht 11 mit sinusförmigem Verlauf gelten daher, soweit sinnvoll, mutatis mutandis auch für ein Schweißver- bindung 10 bzw. eine Schweißnaht 11 mit einem zickzack-artigen Verlauf. *****