Henze-wethkamp, Heinrich (Sieverdinger Kirchweg 8, Walsrode, 29664, DE)
Többen, Wilhelm (Steubenstr. 38, Kassel, 34121, DE)
Henze-wethkamp, Heinrich (Sieverdinger Kirchweg 8, Walsrode, 29664, DE)
| 1. | Schlauchhülle umfassend eine Außenschicht A bestehend als Hauptkomponente entweder aus einem aliphatischen Homopolyamid oder einem aliphatischen Copolyamid oder einem Blend aus aliphatischem Homo und Copolyamid oder einem Blend aus aliphatischem Homo oder Copolyamid und einem teilaromatischen Polyamid, wobei die besagte Außen¬ schicht A mit einem abrasiven Material mechanisch behandelt wurde. |
| 2. | Schlauchhülle gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens drei Schichten aufweist. |
| 3. | Schlauchhülle gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie umfasst: a) eine äußere Schicht A, die als Hauptkomponente ein Polyamid oder eine Mischung mehrerer Polyamide enthält, b) gegebenenfalls eine Schicht B, die sauerstoffsperrenden Charakter aufweist, c) gegebenenfalls eine Kernschicht C, die als Hauptkomponente ein Polyamid oder eine Mischung mehrerer Polyamide enthält, d) eine, gegenüber der benachbarten Schicht C oder B oder A und der benachbarten Schicht E haftungsvermittelnd wirkenden Schicht D enthält, und e) eine innere Schicht E, die als Hauptkomponente ein Polyamid oder eine Mischung mehrerer Polyamide enthält. |
| 4. | Schlauchhülle gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie zusätzlich eine Schicht Naturfasern mit einer Faserlänge im Bereich von 5 bis 10 000 μm und/oder ein Naturfasergemisch aus verschiedenen Fasertypen und/oder Faserlängen auf¬ weist. |
| 5. | Schlauchhülle gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie nahtlos ist. |
| 6. | Schlauchhülle gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Gesamtdicke von 5150 μm beträgt. |
| 7. | Schlauchhülle gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die mechanische Behandlung der Außenschicht mit Hilfe von Druckluft und einem abrasiven ;, ._, ^ StMnriütel vorgenommen wird. |
| 8. | Verfahren zur Herstellung der Schlauchhülle gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7 5 umfassend den Schritt, dass die Außenschicht A einer Schlauchhülle bestehend als Haupt¬ komponente entweder aus einem aliphatischen Homopolyamid oder einem aliphatischen Copolyamid oder einem Blend aus aliphatischem Homo und Copolyamid oder einem Blend aus aliphatischem Homo oder Copolyamid und einem teilaromatischen Polyamid mit einem abrasiven Material mechanisch behandelt wird. |
| 9. | 10 9. |
| 10. | Verfahren gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das abrasive Material SpezialStahlKorund mit einer Körnung im Bereich zwischen 0,05 μm bis 500000 μm ist. |
| 11. | Verfahren gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das abrasive Material ein Pulver auf Basis Natriumhydrogencarbonat ist. |
| 12. | Verwendung der Schlauchhülle gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7 als Umhüllungs 15 material für pastöse und flüssige Füllgüter. |
| 13. | Verwendung nach Anspruch 11 dadurch gekennzeichnet, dass das pastöse Füllgut Wurstbrät ist. |
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schlauchhülle für die dauerhafte und faltenfreie Umhül¬ lung von pastösen oder flüssigen Gütern, insbesondere Nahrungsmitteln, die durch eine Strukturie- rung der Außenhülle eine verbesserte Maschinengängigkeit aufweist und zusätzlich über eine angenehm natürliche Optik und Haptik verfügt.
Nahtlose Kunststoffhüllen werden häufig zur Umhüllung von pastösen oder flüssigen Gütern zu Herstellungs- und/oder Verpackungszwecken eingesetzt. Typische Anwendung sind die Verwen¬ dung solcher Hüllen zur Herstellung und/oder Verpackung von Brüh- und Kochwürsten, Schmelz- käse, Suppen oder stark fetthaltigen Pasten. Je nach herzustellendem bzw. zu verpackendem Gut müssen allerdings umfangreiche spezifische Anforderungen erfüllt werden, um den Anwendungen in der Praxis gerecht zu werden.
Zu diesen anwendungstechnischen Eigenschaftsanforderungen können beispielsweise bei der Wurstherstellung zählen: gute Barriereeigenschaften, Temperaturbeständigkeit (Sterilisations- temperatur >100°C), gute Haftung zum Füllgut, gute Clippfestigkeit, gute Weiterreißfestigkeit bei Warmlagerung, ausreichender Schrumpf, hohe Festigkeit, Formstabilität, Prallheit, gutes Schälver¬ halten, leichte Schälbarkeit, gutes Heiß- und Kaltanschnittverhalten, gute Stippbarkeit insbeson¬ dere Kalt- und Heißstippbarkeit, leichte Konfektionierbarkeit, insbesondere Raffbarkeit, gute Ein- farbbarkeit und Farbdeckung, gute Bedruckbarkeit und sichere Druckfarbenhaftung, Unbedenk- lichkeit laut Lebensmittelrecht (Richtlinien EU, Bundesinstitut für Risikobewertung BfR, Food and Drug Administration FDA), ökologische Unbedenklichkeit der verwendeten Materialien.
Die bisher im Markt bekannten mehrschichtigen, biaxial gereckten, nahtlosen Hüllen sind speziell für die Herstellung und/oder Verpackung von Fleischprodukten, insbesondere Wurst, ma߬ geschneidert und genügen mehr oder weniger stark ausgeprägt den oben genannten anwendungs- technischen Anforderungen.
Aus Savic, Z.: Sausage Casings, VICTUS Lebensmittelindustriebedarf, Wien, Österreich, p. 245- 300 ist bekannt, dass viele Schlauchhüllen viele der oben genannten Anforderungen erfüllen.
Die europäische Anmeldung EP-A-O 107 854 beschreibt ein schlauchförmiges, 5-schichtiges Laminat bestehend aus einer inneren Schicht aus thermoplastischem Harz, einer Mittelschicht aus Vinylidenchlorid-Copolymerisat (PVDC), einer äußeren Schicht aus Olefmharz und zwei Klebe¬ schichten zwischen den Hauptschichten. Die Hülle enthält als Komponente halogenhaltiges PVDC, dessen Verwendung ökologisch bedenklich ist und daher heute immer weniger akzeptiert wird.
Die DE-A-40 01 612 gibt eine schlauchförmige, 3-schichtig coextrudierte, biaxial gereckte Hülle mit einer inneren und äußeren Schicht aus Polyamid oder einem Polyamid enthaltenden PoIy- merblend und einer sauerstoffsperrenden mittleren Schicht aus aromatischem Polyamid oder Copolyamid bekannt.
In der DE-A-43 39 337 wird eine 5-schichtige Schlauchhülle zur Verpackung und Umhüllung von pastösen Lebensmitteln beschrieben. Diese Schlauchhülle, insbesondere Wursthülle, auf Basis Polyamid ist dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einer inneren und einer äußeren Schicht aus dem gleichen Polyamidmaterial, bestehend aus wenigstens einem aliphatischem Polyamid und/oder wenigstens einem aliphatischem Copolyamid und/oder wenigstens einem teilaroma¬ tischen Polyamid und/oder wenigstens aus einem teilaromatischen Copolyamid, einer mittleren Polyolefinschicht sowie aus zwei aus dem gleichen Material bestehenden Haftvermittlerschichten aufgebaut ist. Der Anteil des teilaromatischen Polyamids und/oder Copolyamids beträgt 5 bis 60 %, insbesondere 10 bis 50 %, bezogen auf das Gesamtgewicht der Polymermischung aus teilaromatischen und aliphatischen Polyamiden und Copolyamiden.
Aus der EP-A-O 879 560 ist eine mindestens 4-schichtige, biaxial gereckte Nahrungsmittelhülle mit zwei Sauerstoff-Barriereschichten bekannt. Die Sauerstoffsperrwirkung wird hier im wesent¬ lichen durch eine nicht außen liegende, EVOH enthaltende Schicht und eine außen liegende, PoIy- amid mit aromatischen Anteilen enthaltende Schicht bewirkt
In WO 03/073862 A2 ist eine ein- oder mehrschichtige Nahrungsmittelhülle aus einem thermo¬ plastischen Gemisch, das mindestens ein aliphatisches Polyamid und/oder Copolyamid, min¬ destens einem anorganischen und/oder organischen Füllstoff und gegebenenfalls mindestens ein Glycol- und/oder Polyglycol-Einheiten aufweisendes aliphatisches und/oder teilaromatisches Copolyamid umfasst. Zur Herstellung dieser Hülle bedarf es speziellen Extrudern und es ist außer¬ ordentlich schwierig die Einmischung der beschriebenen Komponenten so zu steuern, dass je nach Bedarf ein homogenes oder eher inhomogenes Gemisch entsteht.
Die hier zum Stand der Technik beschriebenen Schlauchhüllen weisen bezogen auf das oben beschriebene Anforderungsprofil in einzelnen Punkten Defizite auf. Insbesondere zeigen die im Markt bekannten Hüllen Defizite hinsichtlich der Merkmale gute Barriereeigenschaften, gute maschinen- und anwendungstechnische Eigenschaften insbesondere Maschinengängigkeit, mecha¬ nische Eigenschaften, ansprechend natürliche Optik und Haptik durch eine dauerhaft strukturierte Außenschicht. Eine Hülle die dieser Eigenschaften erfüllt, ist bislang nicht bekannt. Von Kunden wird aber immer häufiger für den industriellen Einsatz ein optisch und haptisch ansprechendes Produkt verlangt, welches eine außerordentlich gute Maschinengängigkeit durch problemlose industrielle Verarbeitbarkeit auf automatischen Maschinen wie beispielsweise Füll¬ maschinen, Schneideanlagen, Verpackungsanlagen, Verkranzungsanlagen und Konfektionierungs- anlagen aufweist.
Es stellte sich daher die Aufgabe, eine Schlauchhülle zu entwickeln, die das genannte Anfor¬ derungsprofil insbesondere hinsichtlich exzellenter Maschinengängigkeit und anwendungstech¬ nischer Eigenschaften, insbesondere einer sehr guten mechanischen Festigkeit und guten Barriere¬ eigenschaften, aufweist.
Es wurde nun überraschend gefunden, dass diese Aufgabe gelöst wird durch eine Schlauchhülle umfassend eine Außenschicht A bestehend als Hauptkomponente entweder aus einem alipha- tischen Homopolyamid oder einem aliphatischen Copolyamid oder einem Blend aus aliphatischem Homo- und Copolyamid oder einem Blend aus aliphatischem Homo- oder Copolyamid und einem teilaromatischen Polyamid, wobei die besagte Außenschicht A mit einem abrasiven Material mechanisch behandelt wurde.
Die erfϊndungsgemäßen Schlauchhüllen sind vorzugsweise nahtlos und biaxial gereckt; sie werden vorzugsweise durch Coextrusion erhalten.
Der Aufbau der Schlauchhülle weist vorzugsweise eine Gesamtdicke von 5 bis 150 μm, besonders bevorzugt 25 bis 80 μm bei Durchmessern der einzelnen Schichten von 0,5 bis 75 μm auf.
Die erfindungsgemäßen Schlauchhüllen sind einschichtig, vorzugsweise mehrschichtige, bevorzugt mindestens dreischichtige, besonders bevorzugt fünfschichtige Schlauchhüllen.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist die erfindungsgemäße Schlauchhülle die folgende Schichtfolge auf:
Schicht A: Außenschicht, vorzugsweise mit der Möglichkeit zum Bedrucken
Schicht B: Zweitäußere Schicht (zwischen Außenschicht und Mittelschicht)
Schicht C: Mittelschicht
Schicht D: Zweitinnere Schicht zwischen Innenschicht und Mittelschicht
Schicht E: Innenschicht mit Kontakt zum Füllgut
Gegebenenfalls können eine oder mehrere Schichten mit Ausnahme der Außenschicht A, welche mechanisch behandelt wird, weggelassen oder hinzugefügt werden. - A -
Die äußere Schicht A besteht als Hauptkomponente entweder aus einem aliphatischen Homopoly- amid oder einem aliphatischen Copolyamid oder einem Blend aus aliphatischem Homo- und Copolyamid oder einem Blend aus aliphatischem Homo- oder Copolyamid und einem teilaroma¬ tischen Polyamid. Als aliphatische Homo- und Copolyamide eignen sich solche Polyamide, wie sie in allgemeiner Weise im Kunststoffhandbuch Teil 3/4 "Polyamide" Seite 22 ff, Carl Hanser Verlag München Wien 1998 beschrieben sind. Das aliphatische Polyamid ist ein Homopolyamid aus aliphatischen primären Diaminen und aliphatischen Dicarbonsäuren oder ein Homopolymerisat von ω-Amino-carbonsäuren oder deren Lactamen. Das aliphatische Copolyamid enthält die glei¬ chen Einheiten und ist z. B. ein Polymer auf Basis eines oder mehrerer aliphatischer Diamine und einer oder mehrerer Dicarbonsäuren und/oder einer oder verschiedener ω-Aminocarbonsäuren oder deren Lactamen. Die aliphatischen primären Diamine enthalten insbesondere 4 bis 8 C-Atome. Geeignete Diamine sind Tetra-, Penta-, Hexa- und Octamethylendiamin, besonders bevorzugt ist Hexamethylendiamin. Die aliphatischen Dicarbonsäuren enthalten insbesondere 4 bis 12 C-Atome. Beispiele für geeignete Dicarbonsäuren sind Adipinsäure, Azelainsäure, Sebazinsäure und Dode- candicarbonsäure. Die ω-Aminocarbonsäure bzw. deren Lactame enthalten 6 bis 12 C-Atome. Ein Beispiel für ω-Aminocarbonsäuren ist die 11-Aminoundecansäure. Beispiele für Lactame sind ε-Caprolactam und ω-Laurinlactam. Besonders bevorzugte aliphatische Polyamide sind Polycapro- lactam (PA 6) und Polyhexamethylenadipinamid (PA66). Ein besonders bevorzugtes aliphatisches Copolyamid ist PA 6/66, das aus Caprolactam-, Hexamethylendiamin- und Adipinsäureeinheiten besteht. Teilaromatische Polyamide werden im Kunststoffhandbuch Teil 3/4 "Polyamide" Seite 803 ff Carl Hanser Verlag München Wien 1998 beschrieben.
Bei den teilaromatischen Polyamiden und Copolyamiden können entweder die Diamineinheiten überwiegend oder ausschließlich die aromatischen Einheiten bilden, während die Dicarbonsäure- einheiten überwiegend oder ausschließlich aliphatischer Natur sind, oder die Diamineinheiten sind überwiegend oder ausschließlich aliphatischer Natur, während die Dicarbonsäureienheiten über¬ wiegend oder ausschließlich die aromatischen Einheiten bilden. Beispiele für die erste Ausfüh¬ rungsform sind teilaromatische Polyamide oder Copolyamide, bei denen die aromatischen Diamin¬ einheiten aus m-Xylylendiamin und Phenylendiamin bestehen. Die aliphatischen Dicarbon- säureeinheiten dieser Ausführungsform enthalten gewöhnlich 4 bis 10 C-Atome, wie z.B. Adipin- säure, Sebazinsäure und Azelainsäure.
Neben den aromatischen Diamineinheiten und den aliphatischen Dicarbonsäureeinheiten können auch noch aliphatische Diamineinheiten und aromatische Dicarbonsäureeinheiten in Mengen von jeweils bis zu 5 Mol-% enthalten sein. Eine besonders bevorzugte Ausführungsform besteht aus m- Xylylendiamin- und Adipinsäure-Einheiten. Dieses Polyamid (PA-MXD6) wird z.B. von der Firma Mitsubishi Gas Chemical Company Inc. unter dem Namen MX-Nylon vertrieben. Beispiele für diese zweite Ausflihrungsform sind teilaromatische Polyamide und Copolyamide, bei denen die aliphatischen Diamine gewöhnlich 4 bis 8 C-Atome enthalten. Unter den aromatischen Dicarbon- säuren sind insbesondere Isophthalsäure und Terephthalsäure hervorzuheben. Neben den alipha- tischen Diamineinheiten und den aromatischen Dicarbonsäureeinheiten können auch noch aroma¬ tische Diamineinheiten und aliphatische Dicarbonsäureeinheiten in Mengen von jeweils bis zu 5 Mol-% enthalten sein.
Eine besonders bevorzugte Ausfuhrungsform besteht aus Einheiten von Hexa-methylendiamin, Isophthalsäure und Terephthalsäure. Dieses Polyamid (PA6I/6T) wird z. B. von der Fa. DuPont De Nemours unter dem Namen Selar PA vertrieben. Die Zugabe von teilaromatischem Polyamid PA6I/6T erfolgt in bevorzugter Weise in Mengen zwischen 2 und 40 Gew.-% pro Schicht, insbe¬ sondere zwischen 5 und 20 Gew.-%. Die Zugabe von teilaromatischem Polyamid PA-MXD6 erfolgt in bevorzugter Weise in Mengen zwischen 5 und 40 Gew.-% pro Schicht, insbesondere zwischen 10 und 30 Gew.-%. Zusätzlich kann Schicht A Additive wie Gleitmittel, Antiblockmittel, Nukleirungsmittel, Füllstoffe und Farbpigmente beinhalten oder ein Gemisch aus diesen.
Vorzugsweise ist die Schicht A mit und ohne abrasiver Vorbehandlung bedruckbar.
Die in der vorstehend beschriebenen fünfschichtigen Ausführungsform vorhandene zweitäußere Schicht B besteht beispielsweise aus einem annähernd vollständig hydrolysierten Ethylen-Vinyl- acetat-Copolymeren (EVOH) mit einem Ethylen-Anteil von 25 bis 53 Gewichts-%, bevorzugt von 29 bis 38 Gewichts-%. Die Schichtstärke liegt üblicherweise zwischen 2 und 30 μm, in einer bevorzugten Ausführungsform zwischen 2 und 8 μm, besonders bevorzugt zwischen 3 und 6 μm. Gegebenenfalls kann Schicht B aus den in der Beschreibung von Schicht A oder Schicht D erwähnten Polymeren und Zusatzstoffen bestehen, jedoch auch gegebenenfalls eine andere Zusammensetzung als Schicht A aufweisen oder gänzlich weggelassen werden.
Die in der vorstehend beschriebenen fünfschichtigen Ausführungsform vorhandene mittlere Schicht C besteht beispielsweise aus den in der Beschreibung von Schicht A erwähnten Polymeren und Zusatzstoffen, hat aber gegebenenfalls eine andere Zusammensetzung als Schicht A oder kann gegebenenfalls aus Polyolefϊnhomo- oder -copolymer oder einem Blend aus diesen mit einem Schmelzpunkt der niedrigstschmelzenden Komponente von mindestens 1100C bestehen. Gege- benenfalls kann Schicht C auch aus den in der Beschreibung von Schicht B erwähnten Polymeren und Zusatzstoffen bestehen, jedoch gegebenenfalls eine andere Zusammensetzung als Schicht B aufweisen oder gänzlich weggelassen werden. Die in der vorstehend beschriebenen fünfschichtigen Ausführungsform vorhandene zweitinnere, zwischen mittlerer Schicht C und innerer Schicht E liegende Schicht D ist beispielsweise eine haftvermittelnde Schicht. Diese besteht bevorzugt aus modifizierten Polyolefinen. Es handelt sich dabei um modifizierte Homo- und Copolymere des Ethylens oder Propylens und gegebenenfalls weiterer linearer α-Olefϊne mit 3 bis 8 C-Atomen, die Monomere aus der Gruppe der α,ß-unge- sättigten Dicarbonsäuren, wie z.B. Maleinsäure, Fumarsäure, Itaconsäure oder deren Säure¬ anhydride, Säureester, Säureamide oder Säureimide aufgepropft enthalten. Weiterhin geeignet sind ionomere Copolymerisate von Ethylen und Propylen und gegebenenfalls von weiteren linearen, 3 bis 8 C-Atome enthaltenden α-Olefinen mit α,ß-ungesättigten Carbonsäuren, wie Acrylsäure, Methacrylsäure und/oder deren Metallsalze und/oder deren Alkylester oder entsprechende Propf- polymere der genannten Monomere auf Polymere oder partiell verseifte Ethylen-Vinylester- Copolymerisate, die gegebenenfalls mit einem Monomer der genannten Säuren pfropfpolymerisiert sind. Die Schichtdicken der liegen üblicherweise zwischen 1 und 30 μm und in einer bevorzugten Ausführungsform zwischen 1 und 6 μm. Gegebenenfalls kann Schicht D aus den in der Beschrei- bung von Schicht A oder B erwähnten Polymeren und Zusatzstoffen bestehen, jedoch gegebenen¬ falls eine andere Zusammensetzung als Schicht A oder B aufweisen.
Die in der vorstehend beschriebenen fünfschichtigen Ausführungsform vorhandene innere Schicht E besteht beispielsweise als Hauptkomponente aus den in der Beschreibung von Schicht A erwähnten Polymeren und Zusatzstoffen, hat aber gegebenenfalls eine andere Zusammensetzung als Schicht A. Darüber hinaus kann die Schicht auch andere Stoffe, bevorzugt Farbpigmente, ent¬ halten. Die bevorzugte Schichtdicke der Schicht E beträgt weniger als 10 μm.
Die erfindungsgemäße Schlauchhülle kann weiterhin gegebenenfalls eine Schicht Naturfasern mit einer Faserlänge im Bereich von 5 bis 10 000 μm und/oder ein Naturfasergemisch aus verschie¬ denen Fasertypen und/oder Faserlängen enthalten.
Zur Verbesserung des Verarbeitungsverhaltens und des Öffnungsverhaltens können der innen liegenden Schicht E und/oder der außen liegenden Schicht A Additive zugegeben werden. Hierbei haben sich vor allem Antiblock- und Gleitadditive als geeignet erwiesen. Diese Antiblockadditive basieren z.B. auf Siliciumoxidbasis.
Zur Reduzierung des Einflusses von Licht auf das Füllgut können einzelne Schichten mit UV- Licht- Absorbern hinzugefügt werden. Hier haben sich anorganische Pigmente, insbesondere Zink-, Titan-, Eisen- und Siliciumoxide, bewährt. In einer bevorzugten Ausführungsform wird das anor¬ ganische Feinstpigment mittels Masterbatch, dessen Trägermaterial mit dem Grundmaterial der Schicht kompatibel ist, in den Verbund eingebracht. Die Menge des Pigments liegt üblicherweise bei 0,1 bis 5 Gew.-%, bevorzugt 0,5 bis 2,5 Gew.-% bezogen auf das Gesamtgewicht der Schlauchhülle.
Die mechanische Behandlung der Außenschicht kann mit Hilfe von Druckluft und einem abrasiven Strahlmittel vorgenommen werden.
Die zur Strukturierung der Außenschicht notwendige Strahltechnik mit Luftdruck und einem geeigneten Strahlmittel ist allgemein bekannt (Produktbroschüre der Friedrich Goldmann GmbH & Co. KG, 68229 Mannheim).
Als Strahlmittel eignen sich verschiedenste Materialien, die dem Material der Schicht A angepasst sein müssen, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Hierzu eignen sich im allgemeinen Mate- rialien, die in der Lage sind die Außenschicht des Schlauches mechanisch zu verändern. Als Strahlmittel kann hierbei ein Gemisch aus Edel-Korund und/oder Elektro-Korund und/oder Spe- zial-Stahlkorund und/oder Glasstrahlperlen und/oder Glasstrahlkorn und/oder Nussschalengranulat und/oder Maiskolbengranulat und/oder Kunststoffgranulat und/oder Stahlguss-Strahlmittel rund und/oder Stahlguss-Strahlmittel kantig und/oder Stahlguss-Strahlmittel rund rostbeständig und/oder Stahl-Drahtkorn zylindrisch und/oder Stahl-Drahtkorn arrondiert und/oder Stahl-Draht¬ korn zylindrisch rostbeständig und/oder Stahl-Drahtkorn arrondiert rostbeständig und/oder Hart- guss-Strahlmittel rund und/oder Hartguss-Strahlmittel kantig und/oder Temperguss-Strahlmittel kantig und/oder Leichtmetall-Strahlmittel und/oder NE-Metalle. Die Strahlmittel unterscheiden sich in der Form, der Größe, der Partikelverteilung und der Härte und können den Erfordernissen entsprechend zum Einsatz kommen.
Für eine besonders gute Maschinengängigkeit ist eine feine Körnung des Strahlguts, vorzugsweise Spezial-Stahl-Korund, im Bereich zwischen 0,05μm bis 500000μm geeignet. Besonders geeignet ist ein Bereich zwischen 5μm bis 5000μm insbesondere ein Bereich zwischen 50μm bis 25ßμm. Die Strahldauer und der Strahldruck ist von der Type des Kunststoffschlauches und der Abzugs- geschwindigkeit abhängig und ist individuell einzustellen. Es hat sich jedoch gezeigt, dass mit steigender Abzugsgeschwindigkeit der Innendruck und der Strahldruck angehoben werden muss.
Darüber hinaus sind weitere Strahlmittel geeignet, die die Oberfläche mittels geeigneter Technik bleibend verformen. Hierzu gehören Pulver auf Basis Natriumhydrogencarbonat („Backpulver"), wie z.B. unter dem Markenamen „Armex Blast Media" von dem Hersteller „Brotherton Speciality Products Limited", das in der Industrie für Reinigungsarbeiten vertrieben wird. Das Material hat eine Dichte von ca. 2,16 g/cm3 und ist in verschiedenen Größenverteilungen einsetzbar. Mittels geeigneter Strahltechnik können auch mit an sich weichen Materialien gezielt ge¬ wünschte Effekte erzielt werden, bis hin zum Abtrag von Außenschichten. Durch die Wahl der Düsen und der rotatorischen und translatorischen Geschwindigkeiten kann eine gewünschte wiederkehrende Struktur der Außenschicht eingearbeitet werden.
Die erfindungsgemäße Schlauchhülle weist üblicherweise einen freien Schrumpf in mindestens einer Orientierungsrichtung gemessen im Wasserbad bei 1000C nach 15 min zwischen 1 und 35 %, insbesondere zwischen 2 und 20 % auf.
Gegenstand der Erfindung ist weiterhin ein Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen Schlauchhülle mit verbesserter Maschinengängigkeit umfassend den Schritt, dass die Außen¬ schicht A einer vorzugsweise mindestens dreischichtigen, besonders bevorzugt fünfschichtigen Schlauchhülle mit einer Außenschicht A bestehend als Hauptkomponente entweder aus einem aliphatischen Homopolyamid oder einem aliphatischen Copolyamid oder einem Blend aus alipha- tischem Homo- und Copolyamid oder einem Blend aus aliphatischem Homo- oder Copolyamid und einem teilaromatischen Polyamid mit einem abrasiven Material mechanisch behandelt wird.
Die Herstellung der erfindungsgemäßen Schlauchhülle geschieht vorzugsweise durch ein Extru- sionsverfahren. Der in Faser-, Granulat- oder Pulverform vorliegende Rohstoff wird in einem Extruder komprimiert, aufgeschmolzen, homogenisiert und über eine Düse ausgetragen und zu einem nahtlosen Schlauch geformt. Der austretende Primärschlauch wird mittels Luft- oder Wasserkühlung abgekühlt und anschließend simultan biaxial verstreckt. Ein besonders geeignetes Verfahren ist dabei das simultane biaxiale Recken mittels Double-Bubble-Technologie, bei der die Verstreckung der Primärblase über einen anliegenden Innendruck erfolgt. Zur gezielten Einstel- lung der Schrumpfeigenschaften kann die Hülle anschließend einer Wärmebehandlung unterzogen werden.
Die erfindungsgemäße Schlauchhülle ist bevorzugt biaxial verstreckt mit einem Flächenreckgrad von 4 bis 10 und besonders bevorzugt von 6 bis 10, da in diesem Flachenreckgraden die Faser¬ orientierungen eine besonders hohe Weiterreißfestigkeit bei sehr positiven Schälverhalten bewir- ken. Zusätzlich wird bei diesen Flachenreckgraden eine besonders gute Bedruckbarkeit ermöglicht, sowie eine exzellente Prallheit und Zylindrizität der fertigen Wurst erzielt.
Die mechanische Behandlung der Außenschicht des Schlauches kann im oben genannten Prozess¬ ablauf integriert sein, oder im Anschluss an die Produktion des Schlauches getrennt davon vorge¬ nommen werden. Zur mechanischen Behandlung der Außenschicht A wird vorzugsweise das Sandstrahlverfahren verwendet, welches erlaubt, sowohl diskontinuierlich (Abschnitte) als auch kontinuierlich (Rollen) die Ware zu behandeln. Aus wirtschaftlichen Aspekten wird die kontinu¬ ierliche Arbeitsweise bevorzugt, wobei es möglich ist, sowohl flachgelegte als auch aufgeblasene Ware zu bearbeiten. Überraschend bei dieser Art der Behandlung war, dass die mechanisch behandelte Außenschicht auch noch nach dem Brühen bei hohen Temperaturen vorhanden war. Erstaunlicherweise konnte durch geeignete Wahl der Strahlparameter (Strahlmittel, Körnung, Druck, Luftstrom, Düsenkopf und dgl.) die in gewisser Weise weiche aufgeblasene Ware problemlos und vollflächig ohne Fehl- stellen behandelt werden. Besonders vorteilhaft hat sich in diesem Zusammenhang erwiesen, dass über die Strahlparameter eine homogene oder inhomogene Struktur der Außenschicht erstellt wer¬ den konnte. Durch eine geeignete Prozessführung konnte hierbei gleichzeitig die mechanische Schädigung der Außenschicht des Schlauches gering gehalten werden. Es war weiter über¬ raschend, dass durch die abrasive Behandlung der Außenschicht die äußere Reibung des Kunst- Stoffschlauches positiv verändert wurde. Äußere Reibung tritt immer dann auf, wenn zwei ver¬ schiedene Stoffe oder Wirkflächen sich in Kontakt befinden und eine Relativbewegung erzeugt wird bzw. werden soll. Die insbesondere für die Maschinengängigkeit an Füllmaschinen rele¬ vanten äußeren Reibtypen, der Haftreibung und der Gleitreibung, wurden ebenfalls positiv verän¬ dert. Die Haftreibung (Ruhereibung) FH ist abhängig von der Normalkraft FN und von der Haft- reibungszahl μH, dagegen unabhängig von der Größe der Berührungsfläche. Die Haftreibungszahl μH wird über das Columb'sches Gesetz durch die Rauhigkeit und die Stoffarten der reibenden Flächen bestimmt. Bei Haftreibung tritt keine Relativbewegung zwischen den Reibpartnern Kunst¬ stoff / Stahl bzw. Kunststoff / Kunststoff auf. Die Gleitreibung (Bewegungsreibung) FGL ist abhängig von der Normalkraft FN und von der Gleitreibungszahl μ<3L und ist stets kleiner als die Haftreibung FH. Sie ist abhängig von der Relativgeschwindigkeit der sich reibenden Flächen (Kunststoff / Stahl bzw. Kunststoff / Kunststoff). Beim automatischen Füllen wird das Wurstbrät in die Wursthülle eingefügt und diese mit Hilfe eines Metallclipps verschlossen. Die Haltekraft zu Befüllen des Schlauches wird durch die sogenannte Darmbremse, einem vornehmlich aus Kunst¬ stoff bestehenden Ring, aufgebracht. Durch den beim Befüllen des Schlauches aufgebrachten Füll- druck, wird der Schlauch gegen die Darmbremse gepresst und je nach Größe der Reibwerte gebremst. Da es sich bei diesem Vorgang um einen diskontinuierlichen Prozess handelt, herrscht beim Anfahren die Haftreibung und beim Befüllen die Gleitreibung. Wenn die Haftreibung deut¬ lich größer ist als die Gleitreibung, kann es beim automatischen Befüllen des Schlauches zu Kali¬ berschwankungen durch unterschiedliche Reibkräfte kommen. Je geringer die Haftreibung von der Gleitreibung abweicht, desto enger können die Prozesstoleranzen eingehalten werden. Dies ist für den industriellen Einsatz der Wursthülle von größter Bedeutung. Als ein Maß zur quantitativen Beurteilung dieser Zusammenhänge kann das Verhältnis zwischen Gleit- und Haftreibungszahl herangezogen werden. Diese Größe gibt den Unterschied zwischen den zwei Reibtypen wieder und nähert sich für gleiche Werte dem Wert 1 an. Mit Hilfe dieses Verhältnisses kann eine verbesserte Beurteilung von Anfahrprozessen bei diskontinuierlicher Prozessführung, wie beispielsweise bei Füllmaschinen, vorgenommen werden. So ist eine günstige Prozessführung in engen Toleranz¬ bereichen gewährleistet je näher dieses Verhältnis sich dem Wert 1 annähert.
Bestätigt werden konnte dies durch die Beurteilung der Zylindrizität und der Kaliberkonstanz. Die Kaliberkonstanz ist für die Maßhaltigkeit der fertiggestellten Würste von entscheidender Bedeu¬ tung. Zur Beurteilung der Kaliberkonstanz kann die Standardabweichung σ herangezogen werden, die ist eine Maßzahl für die Streuung ist. Die Standardabweichung eines gegebenen Datensatzes wird ist als die Quadratwurzel aus der Varianz, also dem arithmetischen Mittelwert aller quadrier¬ ten Abweichungen der Daten von ihrem arithmetischen Mittelwert, definiert:
Mit: σ die Standardabweichung μ der Erwartungswert N der Umfang des Datensatzes Xi die Merkmalsausprägungen am z-ten Element der Grundgesamtheit
Der Erwartungswert ist das Empfohlene Füllkaliber (EFK), welches bei einer statistisch abge- sicherten Datenmenge dem Mittelwert entspricht.
Die Zylindrizität ist für die Maßhaltigkeit der fertiggestellten Wurst von Bedeutung und wird durch die Kaliberdifferenz zwischen dem Wurstdurchmesser oben, Mitte und unten bestimmt. Zur Beurteilung der Zylindrizität kann ebenfalls die Standardabweichung σ herangezogen werden.
Sowohl für die Zylindrizität als auch für die Kaliberkonstanz konnte ein Zusammenhang zwischen dem Gleit- und Haftreibung- Verhältnis entdeckt werden. Je mehr dieses Verhältnis von dem Wert 1 abweicht, desto schlechter sind die Toleranzen. Für eine besonders gute Fertigungstoleranz sollte das Verhältnis sich dem Wert 1 nähern.
Für die erfindungsgemäßen Schlauchhüllen konnte ein sehr guter Wert zwischen 0,9 und 1 festge¬ stellt werden.
Überraschenderweise zeigte sich zusätzlich, dass die haptischen und optischen Eigenschaften der erzeugten Hülle denen eines Νaturfaserdarmes mit und ohne Barriereschicht bei wirtschaftlicherer Herstellung ähnelten. Durch eine geeignete Wahl der Prozessführung bei der mechanischen Behandlung, vorzugsweise beim Sandstrahlen, konnten die Barriereeigenschaften des Schlauches beibehalten werden.
Es ist jedoch auch denkbar, durch die gezielte Wahl der Prozessparameter die Barriereeigenschaf¬ ten zu vermindern. Eine Sauerstoffbarriere verhindert bei Lagerung bekanntermaßen eine früh- zeitige Vergrauung das der Hülleninnenseite zugekehrten Brätes. Die Wasserdampfbarriere behin¬ dert bei Lagerung bekanntermaßen den durch Verdunsten von Wasser aus dem Füllgut induzierten Gewichtsverlust der Verkaufsware, der einerseits den Erlös des Produktes reduziert und anderseits infolge von Volumenschwindung zu faltigen unansehnlichen Produkten führen kann.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung der erfindungsgemäßen Schlauchhülle als Umhüllung für pastöse oder flüssige Füllgüter. Bevorzugt ist die Verwendung einer nahtlosen erfindungsgemäßen Schlauchhülle. Der besondere Vorteil einer nahtlosen Schlauchhülle besteht darin, dass ein kontinuierliches, spiralförmiges Schälen der Wurst möglich ist, ohne durch Stör¬ stellen wie beispielsweise eine Verbindungsnaht eingeschränkt zu sein. Zusätzlich ist der optische und haptische Eindruck, die Barriereeigenschaften und die mechanische Integrität bei der Her- Stellung beispielsweise von Wurst der nahtlosen Schlauchhülle exzellent ohne durch eine Naht beeinträchtigt zu werden. Bevorzugt wird die erfindungsgemäße Schlauchhülle zur Verpackung von Wurstwaren, Tiernahrung, Käse, Teigmassen oder Suppen verwendet.
Der Gegenstand der Erfindung soll anhand der folgenden Beispiele näher erläutert werden. Beispiele
Vergleichsbeispiel 1
Eine mehrschichtige nahtlose Schlauchhülle bestehend aus 3 Schichten
Schicht A: 100 % PA6/66 (Ultramid C35F Fa. BASF) mit einer Schichtdicke von 8 μm. Schicht B: - Schicht e: 90 % PA6/66 (Ultramid C35F Fa. BASF) + 10 % Farbmasterbatch braun mit einer Schichtdicke von 15 μm. Schicht D: - Schicht E: 93 % PA 6 (Durethan B40F Fa. Bayer) und 7 % Antiblockmittel mit einer Schicht- dicke von 7 μm.
wurde auf drei Einschneckenextrudern über eine Ringdüse zu einem Primärschlauch geformt. Der Schlauch wurde schnell abgekühlt, dann auf die zum Verstrecken erforderliche Mindesttemperatur erwärmt, mit Hilfe von innen wirkender Pressluft stark biaxial verstreckt und anschließend in einer weiteren Heizzone thermofϊxiert. Der Schlauch konnte über die Thermofϊxierung in seinen mecha- nischen Eigenschaften eingestellt werden und besaß eine mittlere Wanddicke von 30 μm.
Vergleichsbeispiel 2
Eine mehrschichtige nahtlose Schlauchhülle bestehend aus folgenden 5 Schichten:
Schicht A: 88 % PA6/66 (Viskositätszahl=195, Schmelzpunkt 1960C) + 10 % Farbmasterbatch schwarz mit einer Schichtdicke von 22 μm. Schicht B: 100 % EVOH (32mol-% Ethylen, MFI=I, 6g/10 min) mit einer Schichtdicke von 3 μm. Schicht C: 100 % PA6 (Viskositätszahl=225) mit einer Schichtdicke von 12 μm. Schicht D: 100 % Haftvermittler (anhydrit-modifϊziertes Polyolefin auf Basis LLDPE, Schmelz- punkt=120°C, MFI=l,6g/10 min) mit einer Schichtdicke von 4 μm. Schicht E: 97 % PA6 (Viskositätszahl=225) + 3 % Antiblockmasterbatch mit einer Schichtdicke von 8 μm.
wurde auf 5 Einschneckenextrudern plastifiziert und homogenisiert und mittels einer 5-Schicht- Coextrusionsdüse in Schlauchform überführt. Der Schlauch wurde schnell abgekühlt, dann auf die zum Verstrecken erforderliche Mindesttemperatur erwärmt, mit Hilfe von innen wirkender Press- luft biaxial verstreckt und anschließend in einer weiteren Heizzone thermofϊxiert. Der Schlauch konnte über die Thermofixierung in seinen mechanischen Eigenschaften eingestellt werden und besaß eine mittlere Wanddicke von 49 μm.
Beispiel 1
Eine mehrschichtige nahtlose Schlauchhülle bestehend aus 3 Schichten
Schicht A: 100 % PA6/66 (Ultramid C35F Fa. BASF) mit einer Schichtdicke von 8 μm (Außen¬ schicht behandelt) Schicht B: - Schicht e: 90 % PA6/66 (Ultramid C35F Fa. BASF) + 10 % Farbmasterbatch braun mit einer Schichtdicke von 15 μm. Schicht D: - Schicht E: 93 % PA 6 (Durethan B40F Fa. Bayer) und 7 % Antiblockmittel mit einer Schicht¬ dicke von 7 μm.
wurde auf drei Einschneckenextrudern über eine Ringdüse zu einem Primärschlauch geformt. Der Schlauch wurde schnell abgekühlt, dann auf die zum Verstrecken erforderliche Mindesttemperatur erwärmt, mit Hilfe von innen wirkender Pressluft stark biaxial verstreckt und anschließend in einer weiteren Heizzone thermofixiert. Der Schlauch konnte über die Thermofixierung in seinen mecha¬ nischen Eigenschaften eingestellt werden und besaß eine mittlere Wanddicke von 30 μm. Die Schicht A wurde mit Spezial-Stahl-Korund mit einer Größe von ca. 150Dm bis 250Qm gesand¬ strahlt.
Beispiel 2
Eine mehrschichtige nahtlose Schlauchhülle bestehend aus folgenden 5 Schichten:
Schicht A: 88 % PA6/66 (Viskositätszahl=195, Schmelzpunkt 196°C) + 10 % Farbmasterbatch schwarz mit einer Schichtdicke von 22 μm (Außenschicht behandelt). Schicht B: 100 % EVOH (32mol-% Ethylen, MFI=l,6g/10 min) mit einer Schichtdicke von 3 μm. Schicht C: 100 % PA6 (Viskositätszahl=225) mit einer Schichtdicke von 12 μm. Schicht D: 100 % Haftvermittler (anhydrit-modifiziertes Polyolefin auf Basis LLDPE, Schmelz- punkt=120°C, MFI= 1,6g/ 10 min) mit einer Schichtdicke von 4 μm. Schicht E: 97 % PA6 (Viskositätszahl=225) + 3 % Antiblockmasterbatch mit einer Schichtdicke von 8 μm. wurde auf 5 Einschneckenextrudern plastifiziert und homogenisiert und mittels einer 5-Schicht- Coextrusionsdüse in Schlauchform überführt. Der Schlauch wurde schnell abgekühlt, dann auf die zum Verstrecken erforderliche Mindesttemperatur erwärmt, mit Hilfe von innen wirkender Press¬ luft biaxial verstreckt und anschließend in einer weiteren Heizzone thermofixiert. Der Schlauch konnte über die Thermofixierung in seinen mechanischen Eigenschaften eingestellt werden und besaß eine mittlere Wanddicke von 49 μm. Die Schicht A wurde mit Spezial-Stahl-Korund mit einer Größe von ca. 150μm bis 25Pμm gesandstrahlt.
Beispiel 3
Eine mehrschichtige nahtlose Schlauchhülle bestehend aus folgenden 5 Schichten:
Schicht A: 88 % PA6/66 (Viskositätszahl=195, Schmelzpunkt=196°C) + 2 % Cellulosefasern (Laubholz-Cellulose mit 0L=23 μm und 0D=17 μm) + 10 % Farbmasterbatch rot mit einer Schichtdicke von 22 μm. Schicht B: 100 % EVOH (32mol-% Ethylen, MFI=I, 6g/10 min) mit einer Schichtdicke von 3 μm. Schicht C: 100 % PA6 (Viskositätszahl=225) mit einer Schichtdicke von 12 μm. Schicht D: 100 % Haftvermittler (anhydrit-modifiziertes Polyolefin auf Basis LLDPE, Schmelz- punkt=120°C, MFI=l,6g/10 min) mit einer Schichtdicke von 4 μm. Schicht E: 97 % PA6 (Viskositätszahl=225) + 3 % Antiblockmasterbatch mit einer Schichtdicke von 8 μm.
wurde auf 5 Einschneckenextrudern plastifiziert und homogenisiert und mittels einer 5-Schicht- Coextrusionsdüse in Schlauchform überführt. Der Schlauch wurde schnell abgekühlt, dann auf die zum Verstrecken erforderliche Mindesttemperatur erwärmt, mit Hilfe von innen wirkender Press¬ luft biaxial verstreckt und anschließend in einer weiteren Heizzone thermofixiert. Der Schlauch konnte über die Thermofixierung in seinen mechanischen Eigenschaften eingestellt werden und besaß eine mittlere Wanddicke von 49 μm. Die Schicht A wurde mit Spezial-Stahl-Korund mit einer Größe von ca. 100 μm bis 350 μm gesandstrahlt.
Referenzbeispiel 1
Es handelt sich um das Produkt Kunststoffdarm Walsroder „K smok" mit 3 Schichten und einer Gesamtschichtstärke von 30 μm der Fa. CaseTech GmbH & Co. KG. Referenzbeispiel 2
Es handelt sich um das Produkt Kunststoffdarm Walsroder „K plus" mit 5 Schichten und einer Gesamtschichtstärke von 49 μm der Fa. CaseTech GmbH & Co. KG.
Prüfkriterien:
Hüllenabschnitte wurden 30 min lang gewässert, anschließend bei konstantem Fülldruck mit fein¬ körnigem Brühwurstbrät gefüllt und an den Enden mit Metallclips verschlossen. Dann wurden die Würste aufgehängt, in einem Brühschrank mit Raucherzeuger 30 min lang mit rauchgesättigtem Wasserdampf bei 750C behandelt, anschließend 60 min lang mit Wasserdampf ohne Rauch bei 800C gegart. Die Würste wurden an der Luft auf Raumtemperatur abgekühlt und dann in einem Kühlraum bei etwa 60C gelagert. Tabelle 1 zeigt die Ergebnisauswertung. Bewertung durch einen Fleischerfachmann: 1 = sehr gut, 2 = gut, 3 = befriedigend, 4 = ausreichend, 5 = mangelhaft, 6 = sehr mangelhaft Tabelle 1
Die relevanten Eigenschaften der nachfolgend beschriebenen mehrschichtigen nahtlosen Schlauchhülle wurden folgendermaßen ermittelt:
Haftreibung: Die Haftreibung (Ruhereibung) FH ist abhängig von der Normalkraft FN und von der Haftreibungszahl μH, dagegen unabhängig von der Größe der Berührungsfläche. Die Haftreibungs¬ zahl μH wird über das Columb'sches Gesetz durch die Rauhigkeit und die Stoffarten der reibenden Flächen bestimmt. Bei Haftreibung tritt keine Relativbewegung zwischen den Reibpartnern Kunst¬ stoff/ Stahl bzw. Kunststoff/ Kunststoff auf. Die Bestimmung der Haftreibungszahl erfolgt gemäß DIN 53375.
Gleitreibung: Die Gleitreibung (Bewegungsreibung) FGL ist abhängig von der Normalkraft FN und von der Gleitreibungszahl μoL und ist stets kleiner als die Haftreibung FH. Sie ist abhängig von der Relativgeschwindigkeit der sich reibenden Flächen (Kunststoff / Stahl bzw. Kunststoff / Kunst¬ stoff). Die Bestimmung der Gleitreibung erfolgt gemäß DIN 53375. Verhältnis μπr zu μH: Das Verhältnis zwischen Gleit- und Haftreibungszahl liegt zwischen O und 1. Diese Größe gibt den Unterschied zwischen den zwei Reibtypen wieder und nähert sich für gleiche Werte beider Reibmechanismen dem Wert 1 an. Mit Hilfe dieses Verhältnisses kann eine ver¬ besserte Beurteilung von Anfahrprozessen bei diskontinuierlicher Prozessführung, wie beispiels- weise bei Füllmaschinen, vorgenommen werden. So ist eine günstige Prozessführung in engen Toleranzbereichen gewährleistet je näher dieses Verhältnis sich dem Wert 1 annähert.
Kaliberkonstanz: Die Kaliberkonstanz ist für die Maßhaltigkeit der fertiggestellten Würste von entscheidender Bedeutung. Zur Beurteilung der Kaliberkonstanz wird die Standardabweichung σ herangezogen, die ist eine Maßzahl für die Streuung ist. Die Standardabweichung eines gegebenen Datensatzes wird ist als die Quadratwurzel aus der Varianz, also dem arithmetischen Mittelwert aller quadrierten Abweichungen der Daten von ihrem arithmetischen Mittelwert, definiert:
Mit: σ die Standardabweichung
μ der Erwartungswert
N der Umfang des Datensatzes
x, die Merkmalsausprägungen am z-ten Element der Grundgesamtheit
Der Erwartungswert ist das Empfohlene Füllkaliber (EFK), welches bei einer statistisch abge¬ sicherten Datenmenge dem Mittelwert entspricht. Der Umfang des Datensatzes betrug bei der Prü¬ fung 100 Würste je geprüften Kalibers.
Zylindrizität: Die Zylindrizität ist für die Maßhaltigkeit der fertiggestellten Wurst von Bedeutung und wird durch die Kaliberdifferenz zwischen dem Wurstdurchmesser oben, Mitte und unten bestimmt. Zur Beurteilung der Zylindrizität wird ebenfalls die Standardabweichung σ herange¬ zogen.
Wasserdampfdurchlässi gkeit: nach ASTM F1249-01 bei einer Temperatur von 230C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 85 %. Der Wert gibt die Menge an Wasserdampf in Gramm an, die unter den angegebenen Prüfbedingungen während eines Tages (24 Stunden) durch eine 1 m2 große Fläche der zu prüfenden Hülle durchtritt. Sauerstoffdurchlässigkeit: Die Bestimmung der O2Du erfolgt gemäß DIN 53380 Teil 3 bei einer Temperatur von 230C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 75 %. Der Wert gibt das Volumen an Sauerstoff in Millilitern an, das bei einem Sauerstoff-Partialdruck von 1 bar unter den angege¬ benen Prüfbedingungen während eines Tages (24 Stunden) durch eine 1 m2 große Fläche der zu prüfenden Hülle durchtritt.
Gewichtsverlust: Die zu prüfenden Hüllen werden mittels einer handelsüblichen Füllmaschine mit oxidationsempfϊndlichem Testfüllgut (Prüfbrät auf Brühwurstbasis) prall gefüllt, beidseitig durch einen Clip verschlossen. Nach dem Wiegen der erhaltenen Würste werden diese in einem gekühl¬ ten Lagerraum bei <4°C gelagert. Nach Ablauf von 20 Tagen werden die Würste erneut gewogen, wobei sich der prozentuale Gewichtsverlust aus dem Verhältnis der Differenz von Gewicht vor der und nach der Lagerung zum Gewicht vor der Lagerung ergibt (Schulnotenprinzip).
Schäleigenschaften: beurteilt wurde wie leicht sich die Hülle nach dem Einschneiden abschälen ließ und wie gut das Schälverhalten (z.B. Richtungswechsel beim Schälen) war (Schulnoten¬ prinzip).
Natürliche Optik: subjektives Urteil über den optischen Eindruck wie seidenmattes Erscheinungs¬ bild und natürlich wirkende strukturierte Außenschicht der fertigen Würste (Schulnotenprinzip)
Natürliche Haptik: subjektives Urteil über den haptischen Eindruck wie fester Griff und natürliche Oberfläche der Würste (Schulnotenprinzip)
Anschnittverhalten: objektives Urteil über Anzahl und Länge der beim Heißanschneiden (Kern- temperatur des Bräts ca. 4O0C) verursachten Risse (Schulnotenprinzip)
Maschinengängigkeit: Objektives Urteil über das Ablaufverhalten auf allgemeinen Verarbeitungs¬ maschinen wie Füllmaschinen, Schneidemaschinen, Verkranzungsmaschinen und Verpackungs¬ maschinen. (Schulnotenprinzip)
Kranzeigenschaften: objektives Urteil über die Verkranzungseigenschaften (Schulnotenprinzip)
