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Patent Searching and Data


Title:
TUBULAR ROTARY KILN WITH A REFRACTORY LINING AND COATING FOR SUCH A TUBULAR ROTARY KILN
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2009/127741
Kind Code:
A1
Abstract:
A tubular rotary kiln is shown and described, comprising a metal casing and comprising a refractory lining (1) for protecting the metal casing, wherein the refectory lining (1) has a first region (6) of kiln bricks (2) and at least one second region (7) of kiln bricks (3) that have a greater affinity to encrustation than the kiln bricks (2) of the first region (6) and also a coating of a refractory lining (1) for such a tubular rotary kiln.  In order to ensure a continuous flow of the reaction material through the rotary tube and to reduce the loads of the reaction material, it is provided that the refractory lining (1) has a lining pattern (8), which is formed at least by the first region (6) and the second region (7) and in which at least one contour (10) of the second region (7) runs obliquely in relation to the longitudinal direction of the tubular rotary kiln.

Inventors:
SCHMIEDEL, Dirk (Itterpark 1, Hilden, 40724, DE)
HARTENSTEIN, Johannes (Bürgerstr. 29, Hagen, 58097, DE)
Application Number:
EP2009/054679
Publication Date:
October 22, 2009
Filing Date:
April 20, 2009
Export Citation:
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Assignee:
LWB REFRACTORIES GMBH (Itterpark 1, Hilden, 40724, DE)
SCHMIEDEL, Dirk (Itterpark 1, Hilden, 40724, DE)
HARTENSTEIN, Johannes (Bürgerstr. 29, Hagen, 58097, DE)
International Classes:
F27B7/28; F27D1/00
Attorney, Agent or Firm:
COHAUSZ & FLORACK (Bleichstraße 14, Düsseldorf, 40211, DE)
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Claims:

Patentansprüche

1. Drehrohrofen mit einem metallischen Gehäuse, mit einer feuerfesten Auskleidung (1) zum Schutz des metallischen Gehäuses, wobei die feuerfeste Auskleidung (1) einen ersten Bereich (6) aus Ofensteinen (2) und wenigstens einen zweiten Bereich (7) aus Ofensteinen (3) aufweist, die eine stärkere Ansatzaffinität als die Ofensteine (2) des ersten Bereiches (6) aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass die feuerfeste Auskleidung (1) ein Auskleidungsmuster (8) aufweist, welches mindestens aus dem ersten Bereich (6) und zweiten Bereich

(7) gebildet ist und bei dem mindestens eine Kontur (10) des zweiten Bereiches (7) schräg zur Längsrichtung des Drehrohrofens verläuft.

2. Drehrohrofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Auskleidungsmuster

(8) in Umfangsrichtung des Drehrohrofens wiederholt.

3. Drehrohrofen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die in Umfangsrichtung des Drehrohrofens angeordneten Auskleidungsmuster (8) im Wesentlichen ein streifenartiges Gesamtmuster bilden.

4. Drehrohrofen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass im Grenzbereich aneinanderstoßender Bereiche (6, 7) Ofensteine (2) aus einem weiteren Material vorhanden sind.

5. Drehrohrofen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die feuerfeste Auskleidung (1) schaufei- oder schraubenlinienförmige Formabschnitte schräg zur Längsrichtung des Drehrohrofens aufweist.

6. Drehrohrofen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenumfang des Drehrohrofens in dem Bereich der schaufei- oder schraubenlinienförmige Formabschnitte einen wellenförmigen Querschnitt aufweist.

7. Drehrohrofen nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der Formabschnitte im Wesentlichen aus einem Coating gebildet ist.

8. Drehrohrofen nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der Formabschnitte aus vorspringenden Ofensteinhöhen gebildet ist.

9. Drehrohrofen nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der Formabschnitte aus einem feuerfesten Leitelement gebildet ist.

10. Drehrohrofen nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Ofensteine (2) des ersten Bereiches im Wesentlichen MgO-haltig und des zweiten Bereiches im Wesentlichen CaO-haltig sind.

11. Drehrohrofen nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass im ersten und/oder zweiten Bereich tonerdehaltige oder hochtonerdehaltige Materialien verwendet werden.

12. Zustellung einer feuerfesten Auskleidung für einen Drehrohrofen, wobei die feuerfeste Auskleidung (1) einen ersten Bereich (6) aus Ofensteinen (2) und wenigstens einen zweiten Bereich (7) aus Ofensteinen (3) aufweist, die eine stärkere Ansatzaffinität als die Ofensteine (2) des ersten Bereiches (6) aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass die feuerfeste Auskleidung (1) ein Auskleidungsmuster (8) aufweist, welches mindestens aus dem ersten Bereich (6) und zweiten Bereich (7) gebildet ist und bei dem mindestens eine Kontur (10) des zweiten Bereiches (7) schräg zur Längsrichtung des Drehrohrofens verläuft.

13. Zustellung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass im Grenzbereich aneinanderstoßender Bereiche (6, 7) Ofensteine (2) aus einem weiteren Material vorhanden sind.

14. Zustellung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Ofensteine (2) des ersten Bereiches im Wesentlichen MgO-haltig und des zweiten Bereiches im Wesentlichen CaO-haltig sind.

15. Zustellung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass im ersten und/oder zweiten Bereich tonerdehaltige oder hochtonerdehaltige Materialien verwendet werden.

Description:

Drehrohrofen mit einer feuerfesten Auskleidung und Zustellung für einen solchen Drehrohrofen

Die Erfindung betrifft einen Drehrohrofen mit einem metallischen Gehäuse, mit einer feuerfesten Auskleidung zum Schutz des metallischen Gehäuses, wobei die feuerfeste Auskleidung einen ersten Bereich aus Ofensteinen und wenigstens einen zweiten Bereich aus Ofensteinen aufweist, die eine stärkere Ansatzaffinität als die Ofensteine des ersten Bereiches aufweisen sowie eine Zustellung aus feuerfestem Material für einen solchen Drehrohrofen.

Ein Drehrohrofen ist ein langes, feuerfest ausgekleidetes Drehrohr, in dem eine kontinuierliche Herstellung gewünschter Produkte durch eine thermische Behandlung des zugeführten

Materials erfolgt. Das Drehrohr ist gegenüber der Horizontalen leicht geneigt, um unter Einwirkung der Schwerkraft sowie der Drehbewegung des Drehrohres um seine Längsachse einen Transport des zugeführten Materials von dem oberen Beschickungsende des Rohres zu seinem unteren Auslassende zu ermöglichen. Drehrohrofen sind in unterschiedlichsten Ausführungen seit langem aus der Praxis bekannt.

Ein Drehrohrofen ist ein teures Investitionsgut, das kontinuierlich betrieben wird. In der Regel heißt das 24

Stunden am Tag, 7 Tage die Woche und 50 oder 51 Wochen des Jahres. Dies hängt damit zusammen, dass der Betrieb eines Drehrohrofens aufgrund schwieriger thermischer Verhältnisse nicht unterbrochen werden darf. Bei einem Antriebs; einem etwaigen Stromausfall muss eine Notfall-Einr:

einsetzen, die ein Weiterdrehen des Drehrohres gewährleistet, bis das zu behandelnde Reaktionsgut aus dem Ofeninneren entleert worden ist. Ansonsten würde die einseitige Hitze- Einbringung aufgrund des stillstehenden Drehrohres zu teuren und häufig nicht mehr rückgängig zu machenden Schäden führen.

Die Wärmezufuhr kann bei Drehrohröfen auf zwei unterschiedliche Arten erfolgen. Hierbei wird zwischen direkt und indirekt beheizten Drehrohröfen unterschieden. Bei direkt beheizten Drehrohröfen findet die Wärmezufuhr innerhalb des

Drehrohres beispielsweise durch einen Brenner statt, wobei das Reaktionsgut unmittelbar in Kontakt mit dem entstehenden Rauchgas kommt. Bei indirekt beheizten Drehrohröfen, wird die Wärme von außerhalb des Reaktionsraumes über die Drehrohrwand übertragen. Bei diesem Verfahren ist eine genauere spezifizierte Produktraumatmosphäre möglich.

Aus der DT 25 38 356 Al ist eine indirekt beheizte Wärmebehandlungsvorrichtung mit einer drehbaren, zylinderförmigen Kammer bekannt. An der Innenfläche der Kammer ist ein Paar von schraubenförmigen Streifen befestigt. Eine Förderschraube ist zwischen den Streifen frei schwimmend positioniert und durch diese an der Innenfläche der Kammer gehalten. Die Förderschraube sorgt zusammen mit der Drehbewegung der Kammer dafür, dass das zugeführte Material kontinuierlich durch die Kammer gefördert wird. Die Oberfläche der Kammer wird von außen durch eine diese umschließende Wärmekammer erwärmt.

Das Anbringen der Förderschraube und der Streifen ist mit einem gewissen Montageaufwand verbunden. Die Streifen werden zunächst durch Heftschweißen an den gegenüberliegenden Seiten

der Schraube befestigt und dann durch kontinuierliches Schweißen dauerhaft mit dem Kammermantel verbunden. Schweißbares Material ist somit für die Innenfläche der Kammer als auch für die Förderschraube erforderlich. Zudem bieten die senkrecht zum Kammermantel verlaufenden Flächen der Förderschraube eine große Angriffsfläche für das zu transportierende Fördergut, so dass die Förderschraube großen thermischen, mechanischen und chemischen Belastungen während des Betriebes ausgesetzt ist.

Die WO 87/03672 Al beschreibt einen indirekt beheizten Drehrohrofen, der in seinem Inneren eine vom Drehrohr unabhängig antreibbare Förderschnecke und AbstreifSchnecke aufweist, die das an der Förderschnecke anhaftende Reaktionsgut abstreift. Das Drehrohr ist von Ofenwicklungen umgeben, durch die es von außen beheizt wird. Auch hier ist der Montageaufwand aufgrund der zwei ineinander greifenden Schnecken groß. Unbefriedigend an diesem Drehrohrofen ist, dass bei größeren Schäden der Schnecken der Betrieb des Drehrohrofens eingestellt werden muss, was mit hohen Kosten verbunden ist.

Die Erfindung betrifft in erster Linie direkt beheizte Drehrohröfen, beispielsweise zur Zementherstellung, zum Kalkbrennen, zur Müllverbrennung oder zur

Aktivkohleaktivierung. Solche Drehrohröfen weisen keine inneren Einbauten auf.

Die feuerfeste Auskleidung des Drehrohrofens besteht aus einem feuerfesten Mauerwerk aus Ofensteinen (Futter) oder ungeformten Feuerfestmaterialien und ist während des Betriebes des Drehrohrofens hohen thermischen, chemischen und

mechanischen Belastungen ausgesetzt, die häufig aus den Wechselwirkungen zwischen Brennstoff, Brenngut und Ofengehäuse entstehen. Durch diese während des Betriebes auftretenden Belastungen weist die feuerfeste Auskleidung nur eine relativ geringe Standzeit auf. Die durch massive Schäden verursachte Aussetzung des Ofenbetriebs führt zu sehr hohen Kosten wie beispielsweise Material-, Personal- sowie Reparaturkosten, und vor allem Kosten aufgrund verlorener Produktionszeit.

Ein Drehrohrofen kann in verschiedene zylindrische Zonen unterteilt werden, in denen unterschiedliche, wie beispielsweise thermische, Verhältnisse vorherrschen. Dementsprechend werden für die einzelnen Zonen verschiedenartige Ofensteine verwendet. üblicherweise handelt es sich hierbei um Feuerfeststeine mit unterschiedlichen Gehalten an MgO bzw. CaO, wie beispielsweise Magnesiaspinellsteine oder Steine auf Dolomitbasis. Diese Steine zeichnen sich durch ihre guten Feuerfesteigenschaften, ihre chemische Beständigkeit und ihre gute Thermoschockbeständigkeit aus. Darüber hinaus weisen

Feuerfeststeine auf Dolomitbasis eine große Ansatzaffinität auf und werden daher üblicherweise in der Sinterzone eines Drehrohrofens eingesetzt. Der Ansatz (sog. „Coating") bietet hierbei einen zusätzlichen Schutz gegen extreme Belastungen, die in dieser Zone beispielsweise aufgrund chemothermischer Angriffe einer Zementklinkerschmelze auftreten können.

Problematisch an den bekannten feuerfesten Auskleidungen der Drehrohröfen sind häufig die übergangsbereiche zwischen den einzelnen zylindrischen Zonen, insbesondere dann, wenn die

Ofensteine einer hinteren Zone im Drehrohrofen ein stärkeres Ansatzverhalten als die Ofensteine der davor angeordneten Zone

aufweisen. In diesem Fall wirkt der Ansatz wie eine den inneren lichten Querschnitt verjüngende „Staumauer", die das durch das Drehrohr strömende Reaktionsgut, wie beispielsweise Klinker, aufhält. Da das Reaktionsgut den übergangsbereich zwischen den voranstehend genannten Zonen nur schwer überwinden kann, rollt es somit kontinuierlich vor der Zone aus Ofensteinen mit einer starken Ansatzaffinität ab. Auf diese Weise entstehen in den übergangsbereichen Reaktionsgutanhäufungen, die zusätzliche thermische, mechanische sowie chemische Belastungen verursachen und die Lebensdauer der Ofensteine in diesen Bereichen verkürzen.

Des Weiteren variiert durch das voranstehend beschriebene Phänomen die Verweildauer des Reaktionsgutes einer Charge im Drehrohrofen. Die Teile einer Charge sind somit unterschiedlichen mechanischen, chemischen und thermischen Einflüssen ausgesetzt und weisen daher häufig verschiedene Qualitäten auf.

Daher ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Drehrohrofen so auszugestalten und weiterzubilden, dass ein kontinuierlicher Fluss des Reaktionsgutes durch das Drehrohr gewährleistet werden kann und dass die auftretenden Belastungen, wie voranstehend erläutert, verringert werden. Hierzu ist auch eine spezielle Zustellung aus feuerfesten Ofensteinen erwünscht.

Diese Aufgabe wird sowohl bei einem Drehrohrofen nach dem Oberbegriff von Anspruch 1 als auch bei einer Zustellung gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 12 dadurch gelöst, dass die feuerfeste Auskleidung ein Auskleidungsmuster aufweist, welches mindestens aus dem ersten und zweiten Bereich gebildet

ist und bei dem mindestens eine Kontur des zweiten Bereiches schräg zur Längsrichtung des Drehrohrofens verläuft. Während des Betriebes des Drehrohrofens bildet sich auf dem zweiten Bereich ein im Wesentlichen schraubenlinienförmig verlaufender Ansatz. Somit fördert die Kontur des zweiten Bereiches das

Reaktionsgut durch das Drehrohr. Darüber hinaus wird auf diese Weise das Reaktionsgut auch über etwaige Hindernisse an der Innenfläche der feuerfesten Auskleidung befördert.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass sich das Auskleidungsmuster in Umfangsrichtung des Drehrohrofens wiederholt. Die Beförderung des Reaktionsgutes wird dadurch verbessert, dass gleich mehrere Bereiche mit Ofensteinen einer starken Ansatzaffinität zum Transport des Reaktionsgutes zur Verfügung stehen.

Zum optimalen Transport des Reaktionsgutes sieht eine weitere Ausgestaltung der Erfindung vor, dass die in Umfangsrichtung des Drehrohrofens angeordneten Auskleidungsmuster ein streifenartiges Gesamtmuster bilden. Somit sind über den kompletten Umfang der feuerfesten Auskleidung Bereiche mit Ofensteinen einer starken Ansatzaffinität verteilt, wodurch das Reaktionsgut gleichmäßig und kontinuierlich gefördert wird.

Nach einer weiteren Lehre der Erfindung sind im Grenzbereich aneinanderstoßender Bereiche Ofensteine aus einem weiteren Material vorhanden. Hierdurch können die Grenzbereiche, die während des Betriebes des Drehrohrofens häufig größeren Spannungen als die anderen Bereiche unterliegen mit

Ofensteinen aus einem speziellen, beispielsweise aus einem hochfesten, Material ausgekleidet werden.

Nach einer besonders bevorzugten Ausbildung der Erfindung sind an der Innenfläche der feuerfesten Auskleidung schaufei- oder schraubenlinienförmige Formabschnitte schräg zur Längsrichtung des Drehrohrofens angeformt. Mit diesen kann das Reaktionsgut durch den Drehrohrofen befördert und über etwaige Hindernisse gehoben werden.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind die Ofensteine des ersten Bereiches im wesentlichen MgO-haltig, beispielsweise Magnesiaspinellsteine, und die des zweiten Bereiches im wesentlichen CaO-haltig, beispielsweise Ofensteine auf Dolomitbasis. Die größere Ansatzaffinität der Dolomitsteine wird genutzt, um eine erwünschte Ansatzbildung in dem zweiten Bereich während des Betriebes des Drehrohrofens zu erzielen. Hierdurch bildet sich ein stufenartiger Absatz zwischen den beiden Bereichen, der ein Vorantreiben des Reaktionsgutes durch den Drehrohrofen unterstützt.

Zum Erreichen einer besseren Förderung des Reaktionsgutes durch den Drehrohrofen weist der Innenumfang des Drehrohres in dem Bereich der schaufei- oder schraubenlinienförmigen Formabschnitte einen wellenförmigen Querschnitt auf. Dieser verbessert die Mitnahme des Reaktionsgutes bei einem sich im Betrieb um seine Längsachse rotierenden Drehrohr.

Die Formabschnitte zur Beförderung des Reaktionsgutes können auf unterschiedliche Arten ausgestaltet werden. In einem Ausführungsbeispiel der Erfindung werden die Formabschnitte durch Coating gebildet. Dieses bildet sich in Bereichen mit den Ofensteinen einer starken Ansatzaffinität. Das Coating bildet sich aus dem Reaktionsgut. Darüber hinaus ist auch eine

Coatingbildung durch ein dem Drehrohrofen zusätzlich zugeführtes Material möglich. In diesem Fall bilden sich die Formabschnitte während des Betriebes des Drehrohrofens "automatisch" heraus.

Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung können die Formabschnitte auch aus vorspringenden Ofensteinhöhen gebildet. Hierbei kann es sich beispielsweise um Bereiche handeln, in denen die Ofensteine eine größere Höhe als die Ofensteine der angrenzenden Bereiche aufweisen. Mit diesem stufenartigen Absatz zwischen den Bereichen wird ein Vorantreiben des Reaktionsgutes durch den Drehrohrofen unterstützt .

Der Formabschnitt kann nach einer weiteren Lehre der Erfindung aus einem feuerfesten Leitelement gebildet sein. Dieses besteht vorzugsweise aus einem feuerfesten Material, um den thermischen Bedingungen im Drehrohrofen standzuhalten. Das feuerfeste Leitelement stellt eine weitere Möglichkeit dar, um das Reaktionsgut durch den Drehrohrofen zu befördern.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer lediglich mehrere Ausführungsbeispiele darstellenden Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:

Fig. 1 einen Abschnitt einer feuerfesten Auskleidung eines erfindungsgemäßen Drehrohrofens im Längsschnitt;

Fig. 2 den Gegenstand aus Fig. 1 in einer Ansicht auf die Ebene der Schnittlinie II-II in Fig. 1;

Fig. 3 einen Teil einer feuerfesten Auskleidung eines zweiten Ausführungsbeispiels des Drehrohrofens in Draufsicht auf einen Teil einer Abwicklung und

Fig. 4 einen Teil einer feuerfesten Auskleidung eines dritten Ausführungsbeispiels des Drehrohrofens in Draufsicht auf einen Teil einer Abwicklung.

Die feuerfeste Auskleidung 1 eines (nicht dargestellten) Drehrohrofens ist aus vielen Ofensteinen 2 und 3 gebildet, die in parallel nebeneinander angeordneten Ringen 4 angeordnet sind. Ebenso ist eine Unterteilung der Ofensteine 2 und 3 der feuerfesten Auskleidung 1 in Reihen 5 möglich, die sich in Längsrichtung des Drehrohrofens erstrecken.

In den dargestellten und insofern bevorzugten Ausführungsbeispielen weist die feuerfeste Auskleidung 1 in Umfangsrichtung des Drehrohres fast 200 Reihen aus Ofensteinen auf. Somit bildet sich ein ausreichend großer Innendurchmesser der feuerfesten Auskleidung 1, um das Reaktionsgut durch das Drehrohr zu befördern. Der Innenumfang der feuerfesten Auskleidung 1 ist auch deshalb so ausreichend groß ausgebildet, damit die Bereiche der feuerfesten Auskleidung 1 den Belastungen durch das Reaktionsgut nicht kontinuierlich ausgesetzt sind.

Die im Wesentlichen parallel zur Längsachse des Drehrohrofens verlaufenden Oberflächen der Ofensteine 2 und 3 sind bevorzugt rechteckig ausgebildet. Aufgrund des radialen Verlaufes der feuerfesten Auskleidung 1 verkleinert sich der sichtbare

Bereich der Oberfläche der Ofensteine 2 und 3 in der Ansicht

aus Fig. 1 von der mittleren Reihe 5 der feuerfesten Auskleidung 1 in Umfangsrichtung.

In Fig. 2 ist eine Längshälfte einer feuerfesten Auskleidung 1 eines ersten Ausführungsbeispieles eines erfindungsgemäßen

Drehrohrofens im Querschnitt in Richtung der Pfeile II-II aus Fig. 1 dargestellt. Das die feuerfeste Auskleidung 1 umgebende metallische Gehäuse ist in dieser Ansicht nicht dargestellt. In Fig. 1 ist somit lediglich die Hälfte eines aus Ofensteinen 3 gebildeten Ringes 4 erkennbar, der sich radial zur

Längsrichtung des nicht abgebildeten Ofengehäuses erstreckt.

Erfindungsgemäß weist nun die feuerfeste Auskleidung 1 einen ersten Bereich 6 aus Ofensteinen 2 und einen zweiten Bereich 7 aus Ofensteinen 3 auf, wobei die Ofensteine 3 des zweiten

Bereiches 7 eine stärkere Ansatzaffinität als die Ofensteine 2 des ersten Bereiches 6 aufweisen.

Der erste Bereich 6 und zweite Bereich 7 greifen im Wesentlichen in Längsrichtung der feuerfesten Auskleidung 1 fingerartig ineinander. Sie bilden zusammen ein Auskleidungsmuster 8. Das Auskleidungsmuster 8 wiederholt sich über den Umfang der feuerfesten Auskleidung 1 und bildet somit ein streifenartiges Gesamtmuster 9, wobei in Fig. 1 nur ein Teil des Gesamtmusters 9 zu erkennen ist. In dem

Ausführungsbeispiel ist das Auskleidungsmuster 8 in regelmäßigen Abständen über den Umfang der feuerfesten Auskleidung 1 angeordnet. Man erkennt einen fingerartigen Abschnitt 10 des zweiten Bereiches 7, der im Wesentlichen schräg zur Längsrichtung der feuerfesten Auskleidung 1 des Drehrohrofens verläuft.

Das sich aus dem Auskleidungsmuster 8 bildende Gesamtmuster wirkt während des Betriebes des erfindungsgemäßen Drehrohrofens wie eine Vortriebseinrichtung. Während des Betriebes bildet sich auf den Ofensteinen 3 mit einer starken Ansatzaffinität des zweiten Bereiches 7 eine „Coating" genannte Ablagerung. Der sich hierdurch bildende Absatz an den Konturen 10 des zweiten Bereiches sorgt zuverlässig für einen Vortrieb des Reaktionsgutes.

Der zweite Bereich 7 wird von einer oberen Kontur 11 und von einer unteren Kontur 12 sowie von einer seitlichen Kontur 13 umgrenzt .

Fig. 3 zeigt eine feuerfeste Auskleidung in einem zweiten Ausführungsbeispiel, die zur vereinfachten Darstellung abgewickelt ist. Das Auskleidungsmuster 8' ähnelt dem aus Fig. 1. Zusätzlich weist das Ausführungsbeispiel aus Fig. 3 weitere Ofensteine 20 im Grenzbereich zwischen dem ersten Bereich 6' und zweiten Bereich 7' auf. Der zweite Bereich 7' wird von einer unteren Kontur 11' und von einer oberen Kontur 12' sowie von einer seitlichen Kontur 13' umgrenzt. Der erste Grenzbereich 14 schließt sich an der unteren Kontur 11' und der zweite Grenzbereich 15 sich an der oberen Kontur 13' des zweiten Bereiches 7' an. Der dritte Grenzbereich 16 ist an der seitlichen Kontur 13' des zweiten Bereiches 7' angeordnet und hat im dargestellten Ausführungsbeispiel eine weitere Sorte an Ofensteinen 20'.

Die Ofensteine 20, 20' aller Grenzbereiche 14 bis 16 werden bevorzugt mit einem hochfesten Material versehen, da diese während des Betriebes des Drehrohrofens größeren Belastungen, als die anderen Ofensteine 3 ausgesetzt sind.

Das Auskleidungsmuster 8' der feuerfesten Auskleidung 1 des erfindungsgemäßen Drehrohrofens kann auf vielfältige Weise gestaltet werden, um während des Betriebes den erwünschten Effekt eines Vortriebes des Reaktionsgutes zu erreichen.

Beispielhaft hierfür ist in Fig. 4 ein abgewickelter Teil einer feuerfesten Auskleidung 1 eines dritten Ausführungsbeispiels dargestellt. Hierbei ist das im Wesentlichen aus Ofensteinen des ersten Bereiches 6' ' und zweiten Bereiches 1' ' gebildete Auskleidungsmuster 8'' auf andere Art und Weise gestaltet als in den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen. Hier stellen nämlich die zweiten Bereiche 7' ' jeweils inselartige Einzelmuster dar.

In diesem Ausführungsbeispiel verlaufen die obere Kontur 12' ' und untere Kontur H'' des zweiten Bereiches 1' ' im Wesentlichen parallel zueinander, wobei der zweite Bereich 1'' im dargestellten Auskleidungsmuster 8'' je Ring 4 fünf Ofensteine 3 aufweist. In dem Ausführungsbeispiel wiederholt sich das Auskleidungsmuster 8'' über den Umfang der feuerfesten Auskleidung 1. Aufgrund der im Betrieb des Drehrohrofens 1 höheren auftretenden Belastungen sind auch in diesem Ausführungsbeispiel im Grenzbereich 19 zwischen dem ersten Bereich 6' ' und zweiten Bereich 1'' Ofensteine 20 aus einem hochfesten Material angeordnet.