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Title:
TUFTING UNIT, TUFTING MACHINE AND METHOD FOR INSERTING YARN PORTIONS INTO A SUBSTRATE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/109137
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a tufting unit for a tufting machine (10), wherein the tufting unit has a yarn transport device (200) comprising a plurality of yarn grips (220), which are provided in order to circulate along a circulating track (205), and at least one inserting element (250). The at least one inserting element (250) is mounted above the circulating track (205) and pierces through the circulating track at least twice during insertion.

Inventors:
OWEGESER, Johann (Mörike-Straße 45, Illerrieden, 89189, DE)
Application Number:
EP2017/082940
Publication Date:
June 21, 2018
Filing Date:
December 14, 2017
Export Citation:
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Assignee:
SMG SPORTPLATZMASCHINENBAU GMBH (Robert-Bosch-Straße 3, Vöhringen, 89269, DE)
International Classes:
D05C15/00; E01C13/08
Domestic Patent References:
WO1993008332A11993-04-29
WO2004057111A12004-07-08
WO2006075241A12006-07-20
Foreign References:
EP3029199A12016-06-08
US4061804A1977-12-06
DE60111738T22006-04-27
EP0610352A11994-08-17
Attorney, Agent or Firm:
PATENT- UND RECHTSANWAELTE PFISTER & PFISTER et al. (Hallhof 6 - 7, Memmingen, 87700, DE)
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Claims:
Patentansprüche :

1. Tafteinheit für eine Taftmaschine (10), wobei die Tafteinheit (100) folgendes aufweist:

eine Garntransporteinrichtung (200) zum simultanen und parallelen Transport einer Anzahl von Garnsträngen (110) , wobei die Garntransporteinrichtung (200) eine Mehrzahl von Garngreifern (220) aufweist, welche zum Umlauf entlang einer Umlaufbahn (205) in einer Umlaufrichtung angeordnet sind,

wobei jeder Garngreifer (220) dazu ausgebildet ist, die Garnstränge (110) lösbar zu halten,

wobei entlang der Umlaufbahn (205) eine Mehrzahl von Garnabschnittstransporteinheiten (210) mit jeweils einer Mehrzahl von Garngreifern (220) definiert sind, wobei jede Garnabschnittstransporteinheit (210) in Umlaufrichtung gesehen zumindest einen jeweiligen vorderen Garngreifer (230) und einen jeweiligen hinteren Garngreifer (235) aufweist,

eine Schneideinheit (240), welche dazu ausgebildet ist, die Garnstränge (110) zwischen zwei benachbarten Garnabschnittstransporteinheiten (210) in jeweilige einzelne Garnabschnitte (212) zu zerschneiden, und

mindestens ein Einsetzelement (250) ,

wobei die Garntransporteinrichtung (200) dazu ausgebildet ist, eine jeweilige Garnabschnittstransporteinheit (210) mit Garnabschnitten (212) durch Umlauf unter dem/n Einsetzelement/en (250) zu positionieren, so dass jedem Einsetzelement (250) ein jeweiliger abgeschnittener Garnabschnitt (212) zugeordnet ist, und

jedes Einsetzelement (250) dazu ausgebildet ist, den jeweils zugeordneten Garnabschnitt (212) in einen unter der Tafteinheit (100) befindlichen Untergrund einzusetzen,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Einsetzelemente (250) über der Umlaufbahn (205) angebracht sind und beim Einsetzen die Umlaufbahn (205) zumindest zweimal durchstoßen.

Tafteinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede Garnabschnittstransporteinheit (210) genau zwei Garngreifer (230, 235) aufweist.

Tafteinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jede Garnabschnittstransporteinheit (210) eine geradzahlige Anzahl von innenliegenden Garngreifern (220) aufweist, welche zwischen dem vorderen Garngreifer (230) und dem hinteren Garngreifer (235) angeordnet sind.

Tafteinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneideinheit (240) entlang der Umlaufbahn (205) verschiebbar ist, so dass eine Länge der einzusetzenden Garnabschnitte (212) einstellbar ist und/oder die Schneideinheit (240) so angeordnet ist, dass sie die Garnstränge (110) in einem Zustand zerschneidet, in welchem die Garnabschnitte (212) bereits unter dem jeweiligen Einsetzelement (250) positioniert sind und ohne weiteren Transport eingesetzt werden.

5. Tafteinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlaufbahn (205) eine ebene Unterseite aufweist und/oder die Umlaufbahn (205) unmittelbar unter den Einsetzelementen (250) vertikal am dünnsten ist und/oder die Umlaufbahn (205) an einem ersten horizontalen Ende um eine erste Rolle (201) umläuft und an einem zweiten horizontalen Ende um eine zweite Rolle (202) umläuft.

6. Tafteinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Garnstränge (110) und/oder die Garnabschnitte (212) auf einer Oberseite der Umlaufbahn (205) geführt werden.

7. Tafteinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tafteinheit (100) untenseitig eine Bodenplatte (120) aufweist, in welcher eine Anzahl von Bohrungen ausgebildet sind, durch welche die Einsetzelemente

(250) beim Einsetzen durchstechen und/oder die Garnabschnittstransporteinheiten (210) entlang der Umlaufbahn

(205) aneinander angrenzend angeordnet sind,

8. Tafteinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tafteinheit (100) einen Nadelträger

(260) aufweist, mit welchem die Einsetzelemente (250) verbunden sind, wobei der Nadelträger (260) quer zur Umlaufbahn (205) angeordnet ist und/oder der Nadelträger

(260) durch einen Antrieb, insbesondere einen Kurbeltrieb, vorzugsweise durch beidseitig angeordnete Kurbeltriebe oder Hydraulikzylinder, vertikal auf und ab antreibbar ist.

9. Tafteinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Kurbeltrieb hydraulisch antreibbar ist und/oder jede Taftnadel an einer vorzugsweise in Sektionen unterteilten Nadelklemme (270) befestigt ist, welche mit dem Nadelträger (260) verbunden, insbesondere verschraubt ist und/oder die Tafteinheit (100) eine vorzugsweise in Sektionen eingeteilte Nadelführung (280) und/oder eine Stichplatte (285) zum Führen der Einsetzelemente (250) beim Einsetzen der Garnabschnitte (212) in den Untergrund aufweist.

10. Tafteinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Nadelführung (280) einen ersten Arm (281) und einen zweiten Arm (282) aufweist, welche gegenüberliegend zueinander angeordnet sind, wobei insbesondere der erste Arm (281) mit einer ersten Führungsplatte (283) verbunden ist, welche eine Anzahl von horizontal U- förmigen Ausnehmungen zum Durchgang der Einsetzelemente (250) aufweist und/oder der zweite Arm (282) mit einer zweiten Führungsplatte (284) verbunden ist, welche eine Anzahl von horizontal U- förmigen Ausnehmungen zum Durchgang der Einsetzelemente (250) aufweist.

11. Tafteinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich jeder Garngreifer (220) quer zur Umlaufbahn (205) erstreckt und/oder jeder Garngreifer (220) zumindest ein quer zur Umlaufrichtung angeordnetes Schiebeprofil (224) und ein quer zur Umlaufrichtung angeordnetes Gegenhalteprofil (226) aufweist, wobei das Schiebeprofil (224) relativ zum Gegenhalteprofil (226) zwischen einer ersten Endstellung und einer zweiten Endstellung verschiebbar ist, wobei in der ersten Endstellung die Garne (110) gehalten werden und in der zweiten Endstellung die Garne (110) nicht gehalten werden und/oder jeder Garngreifer (220) ferner ein quer zur Umlaufrichtung angeordnetes Trägerprofil aufweist, in welchem und/oder relativ zu welchem das Schiebeprofil (224) verschiebbar ist und/oder jeder Garngreifer (220) dazu ausgebildet ist, wenn sich das Schiebeprofil (224) in der ersten Endstellung befindet die Garne durch Umlenkung und/oder Reibung zwischen dem Schiebeprofil (224) sowie dem Gegenhalteprofil (226) und/oder dem Trägerprofil zu halten.

12. Tafteinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schiebeprofil (224) in Draufsicht relativ zum Gegenhalteprofil (226) und/oder zum Trägerprofil schräge Kanten zum Einklemmen der Garnstränge (110) aufweist.

13. Tafteinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung des Schiebeprofils (224) von der Bewegung der Garntransporteinrichtung (200) abgeleitet ist.

14. Tafteinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schiebeprofil (224) an einem Längsende mit einem ersten Anlageelement (228) und an einem gegenüberliegenden Längsende mit einem zweiten Anlageelement (229) verbunden ist, wobei

die Anlageelemente (228, 229) vorzugsweise als Laufrollen ausgeführt sind,

die Tafteinheit (100) eine Öffnerbahn und eine Schließerbahn aufweist, welche sich entlang der Umlaufbahn (205) erstrecken, und

das erste Anlageelement (228) an der Öffnerbahn anliegt und das zweite Anlageelement (229) an der Schließerbahn anliegt, so dass durch Verringerung des Abstands zwischen Öffnerbahn und Garntransporteinrichtung (200) das Schiebeprofil (224) in die zweite Endstellung geschoben wird und durch Verringerung des Abstands zwischen Schließerbahn und

Garntransporteinrichtung (200) das Schiebeprofil (224) in die erste Endstellung geschoben wird.

15. Tafteinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnerbahn und die Schließerbahn jeweils eine Anzahl quer zur Umlaufrichtung bewegbarer Sektoren (140) aufweisen, um Schiebeprofile (224) der Garngreifer (220) einer unter den Einsetzelementen (250) positionierten Garnabschnittstransporteinheit (210) auch bei nicht umlaufender Garnabschnittstransporteinheit (210) zu bewegen.

16. Tafteinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die quer zur Umlaufrichtung bewegbaren Sektoren (140) gleichläufig mit einem Einsetzen der unter den Einsetzelementen (250) positionierten Garnabschnitte (212) zum Öffnen der Schiebeprofile (224) bewegt werden, vorzugsweise über ein mit den Einsetzelementen (250) verbundenes Steuerelement und/oder eine Anzahl von Betätigungsgliedern .

Tafteinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

die quer zur Umlaufrichtung bewegbaren Sektoren (140) mit einer Steuerkurve (130) verbunden sind und die Einsetzelemente (250) mit einem Steuerelement (265) verbunden sind, so dass das Steuerelement (265) einer vertikalen Bewegung der Einsetzelemente (250) folgt,

wobei das Steuerelement (265) und die Steuerkurve (130) zusammenwirken, um eine Bewegung der Sektoren (140) aus der vertikalen Bewegung des Steuerelements (265) abzuleiten.

18. Tafteinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Umlaufbahn (205) ein Aufnahmepunkt (207) zum Aufnehmen der Garnstränge (110) definiert ist, wobei die Öffnerbahn und die Schließerbahn dazu ausgebildet sind, in Umlaufrichtung die Garngreifer (220) vor dem Aufnahmepunkt (207) offen zu halten und am Aufnahmepunkt (207) zu schließen.

19. Tafteinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneideinheit (240) dazu ausgebildet ist, die Garnstränge (110) zwischen einem hinteren Garngreifer (235) einer Garnabschnittstransporteinheit (210) und dem vorderen Garngreifer (230) einer unmittelbar benachbarten Garnabschnittstransporteinheit (210) zu zerschneiden.

20. Tafteinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneideinheit (240) eine Anzahl von rotierenden Schneidmessern, insbesondere Rundschneidmessern oder Trennscheiben aufweist, welche zum Zerschneiden der Garnstränge (110) linear und/oder schwenkend beweglich angeordnet sind.

21. Tafteinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einsetzelemente (250) dazu ausgebildet sind, die Garnabschnitte (212) zwischen zwei benachbarten Garngreifern (220) zu erfassen und zum Einsetzen zwischen diesen Garngreifern (220) hindurch nach unten zu drücken.

22. Taftmaschine, aufweisend

einen Maschinenrahmen (15) , welcher dazu ausgebildet ist, auf einem Untergrund zu fahren, und eine Tafteinheit (100) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, welche in dem Maschinenrahmen (15) angeordnet ist.

23. Taftmaschine nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Tafteinheit (100) in dem Maschinenrahmen (15) vertikal beweglich angeordnet ist und/oder die Tafteinheit (100) im Maschinenrahmen (15) höhenverstellbar ist, insbesondere mittels zumindest eines gesteuerten Hydraulikzylinders und/oder die Taftmaschine (10) eine Antriebseinheit (40) zum Bewegen der Taftmaschine (10) auf dem Untergrund aufweist.

24. Verfahren zum Einsetzen von Garnabschnitten in einen Untergrund, insbesondere zur Herstellung eines faserstabilisierten Naturrasens, wobei das Verfahren folgende Schritte aufweist:

- Aufnehmen einer Anzahl von Garnsträngen,

- Zerschneiden der Garnstränge in jeweilige Garnabschnitte,

- Anordnen der Garnabschnitte unter einer Anzahl von Einsetzelementen, so dass jedem Einsetzelement ein Garnabschnitt zugeordnet ist, und

- Einsetzen der Garnabschnitte in den Untergrund mittels der Einsetzelemente.

Description:
TAFTEINHEIT, TAFTMASCHINE, UND VERFAHREN ZUM EINSETZEN VON GARNABSCHNITTEN IN EINEN UNTERGRUND

Die Erfindung betrifft eine Tafteinheit für eine Taftmaschine und eine Taftmaschine mit einer solchen Tafteinheit.

Für Sportböden, wie sie beispielsweise für Fußballfelder verwendet werden, wurde lange Zeit Naturrasen verwendet. Dieser ist jedoch sehr pflegeintensiv und neigt dazu, bei hohen Beanspruchungen Beschädigungen zu entwickeln. Aus diesem Grund wurden Kunstrasenplätze entwickelt, welche nicht mehr auf natürlichem Gras basieren, sondern bei welchen ein künstliches Material die Eigenschaften von Gras imitiert.

Des Weiteren gibt es seit einiger Zeit eine Mischung zwischen Natur- und Kunstrasen, wobei in diesem Fall zunächst ein natürlicher Rasen angesetzt wird, welcher anschließend durch Garnabschnitte aus Kunststoff verstärkt wird. Damit können die gewohnten Eigenschaften eines Naturrasens besser erhalten werden, wobei gleichzeitig im Vergleich zu reinem Naturrasen die Resistenz gegen Beschädigungen deutlich erhöht wird. Des Weiteren wird der Pflegeaufwand verringert.

Das Einsetzen solcher Garnabschnitte in einen Untergrund, in welchem typischerweise der Naturrasen ausgebildet ist, wird als Taften bezeichnet. Typischerweise werden dabei geeignet abgeschnittene Garnabschnitte von oben in den Untergrund eingesetzt, so dass diese nur teilweise im Untergrund vergraben werden und teilweise nach oben aus dem Untergrund heraus stehen. Insofern verhalten sich die nach oben heraus stehenden Teile der Garnabschnitte sehr ähnlich zu natürlichen Grashalmen. Es versteht sich, dass für einen typischen Sportplatz, welcher beispielsweise die Größe eines üblichen Fußballfelds haben kann, eine sehr hohe Vielzahl von Garnabschnitten in den Untergrund eingebracht werden müssen. Es ist nahezu zwingend, dass dies maschinell erfolgt. Dementsprechend wurden bereits entsprechende Taftmaschinen entwickelt .

Eine beispielhafte Taftmaschine kann dem Dokument DE 601 11 738 T2 entnommen werden. Dabei werden Fasern mithilfe von Luft in eine geeignete Einsatzposition geblasen, wobei sie anschließend abgeschnitten und in den Untergrund eingesetzt werden. Eine weitere beispielhafte Taftmaschine kann dem Dokument EP 0 610 352 Dl entnommen werden. Dabei werden Fasern mithilfe von Röhren in eine Übergabeposition gebracht, von welcher aus sie dann in den Untergrund eingesetzt werden.

Es hat sich jedoch gezeigt, dass bei bekannten Taftmaschinen die Mechanismen, welche eine solche Vielzahl von Garnabschnitten in den Untergrund einsetzen, sehr kompliziert herzustellen und außerdem wartungsanfällig sind.

Es ist deshalb eine Aufgabe der Erfindung, eine Tafteinheit bereitzustellen, welche alternativ, beispielsweise mit einem geringeren Störungspotential und/oder mit einem geringeren Wartungsaufwand betrieben werden kann. Es ist des Weiteren eine Aufgabe der Erfindung, eine Taftmaschine mit einer solchen Tafteinheit bereitzustellen.

Dies wird erfindungsgemäß durch eine Tafteinheit und eine Taftmaschine gemäß den jeweiligen Hauptansprüchen erreicht. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind beispielsweise in den jeweiligen Unteransprüchen beansprucht .

Die Erfindung betrifft eine Tafteinheit für eine Taftmaschine, wobei die Tafteinheit folgendes aufweist:

- eine Garntransporteinrichtung zum simultanen und parallelen Transport einer Anzahl von Garnsträngen,

- wobei die Garntransporteinrichtung eine Mehrzahl von Garngreifern aufweist, welche zum Umlauf entlang einer Umlaufbahn in einer Umlaufrichtung angeordnet sind,

- wobei jeder Garngreifer dazu ausgebildet ist, die Garnstränge lösbar zu halten,

- wobei entlang der Umlaufbahn eine Mehrzahl von Garnabschnittstransporteinheiten mit jeweils einer Mehrzahl von Garngreifern definiert sind,

- wobei jede Garnabschnittstransporteinheit in Umlaufrichtung gesehen zumindest einen jeweiligen vorderen Garngreifer und einen jeweiligen hinteren Garngreifer aufweist,

- eine Schneideinheit, welche dazu ausgebildet ist, die Garnstränge zwischen zwei benachbarten Garnabschnittstransporteinheiten in jeweilige einzelne Garnabschnitte zu zerschneiden, und

- mindestens ein Einsetzelement,

- wobei die Garntransporteinrichtung dazu ausgebildet ist, eine jeweilige Garnabschnittstransporteinheit mit Garnabschnitten durch Umlauf unter dem/n Einsetzelement/en zu positionieren, so dass jedem Einsetzelement ein jeweiliger abgeschnittener Garnabschnitt zugeordnet ist, und

- jedes Einsetzelement dazu ausgebildet ist, den jeweils zugeordneten Garnabschnitt in einen unter der Tafteinheit befindlichen Untergrund einzusetzen.

Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Einsetzelemente über der Umlaufbahn angebracht sind und beim Einsetzen die Umlaufbahn zumindest zweimal durchstoßen.

Damit kann beispielsweise eine besonders kompakte Ausführung erreicht werden, welche sich in der Praxis auch als besonders zuverlässig erwiesen hat.

Die Garngreifer können als Kettenelemente ausgeführt sein. Die Garngreifer können auf einem Transportband montiert sein.

Gemäß einer Ausführung ist vorgesehen, dass jede Garnabschnittstransporteinheit genau zwei Garngreifer aufweist.

Gemäß einer Ausführung ist vorgesehen, dass jede Garnabschnittstransporteinheit eine geradzahlige Anzahl von innenliegenden Garngreifern aufweist, welche zwischen dem vorderen Garngreifer und dem hinteren Garngreifer angeordnet sind.

Gemäß einer Ausführung ist vorgesehen, dass die Schneideinheit entlang der Umlaufbahn verschiebbar ist, so dass eine Länge der einzusetzenden Garnabschnitte einstellbar ist. Gemäß einer Ausführung ist vorgesehen, dass die Schneideinheit so angeordnet ist, dass sie die Garnstränge in einem Zustand zerschneidet, in welchem die Garnabschnitte bereits unter dem jeweiligen Einsetzelement positioniert sind und ohne weiteren Transport eingesetzt werden.

Gemäß einer Ausführung ist vorgesehen, dass die Umlaufbahn eine ebene Unterseite aufweist.

Gemäß einer Ausführung ist vorgesehen, dass die Umlaufbahn unmittelbar unter den Einsetzelementen vertikal am dünnsten ist.

Gemäß einer Ausführung ist vorgesehen, dass die Umlaufbahn an einem ersten horizontalen Ende um eine erste Rolle umläuft und an einem zweiten horizontalen Ende um eine zweite Rolle umläuft. Eine der Rollen, beispielsweise die erste Rolle, kann dabei eine Antriebsrolle sein.

Gemäß einer Ausführung ist vorgesehen, dass die Garnstränge und/oder die Garnabschnitte auf einer Oberseite der Umlaufbahn geführt werden. Alternativ wäre auch die Führung auf einer Unterseite der Umlaufbahn möglich.

Gemäß einer Ausführung ist vorgesehen, dass die Tafteinheit untenseitig eine Bodenplatte aufweist, in welcher eine Anzahl von Bohrungen ausgebildet sind, durch welche die Einsetzelemente beim Einsetzen durchstechen.

Gemäß einer Ausführung ist vorgesehen, dass die Garnabschnittstransporteinheiten entlang der Umlaufbahn aneinander angrenzend angeordnet sind, Gemäß einer Ausführung ist vorgesehen, dass jedes Einsetzelement als jeweilige Taftnadel ausgebildet ist.

Gemäß einer Ausführung ist vorgesehen, dass die Tafteinheit einen Nadelträger aufweist, mit welchem die Einsetzelemente verbunden sind, wobei der Nadelträger quer zur Umlaufbahn angeordnet ist.

Gemäß einer Ausführung ist vorgesehen, dass der Nadelträger durch einen Antrieb, insbesondere einen Kurbeltrieb, vorzugsweise durch beidseitig angeordnete Kurbeltriebe oder Hydraulikzylinder, vertikal auf und ab antreibbar ist.

Gemäß einer Ausführung ist vorgesehen, dass jeder Kurbeltrieb hydraulisch antreibbar ist.

Gemäß einer Ausführung ist vorgesehen, dass jede Taftnadel an einer vorzugsweise in Sektionen unterteilten Nadelklemme befestigt ist, welche mit dem Nadelträger verbunden, insbesondere verschraubt ist.

Gemäß einer Ausführung ist vorgesehen, dass die Tafteinheit eine vorzugsweise in Sektionen eingeteilte Nadelführung und/oder eine Stichplatte zum Führen der Einsetzelemente beim Einsetzen der Garnabschnitte in den Untergrund aufweist.

Gemäß einer Ausführung ist vorgesehen, dass die Nadelführung einen ersten Arm und einen zweiten Arm aufweist, welche gegenüberliegend zueinander angeordnet sind.

Gemäß einer Ausführung ist vorgesehen, dass der erste Arm mit einer ersten Führungsplatte verbunden ist, welche eine Anzahl von horizontal U- förmigen Ausnehmungen zum Durchgang der Einsetzelemente aufweist und/oder der zweite Arm mit einer zweiten Führungsplatte verbunden ist, welche eine Anzahl von horizontal U- förmigen Ausnehmungen zum Durchgang der Einsetzelemente aufweist.

Gemäß einer Ausführung ist vorgesehen, dass die Einsetzelemente aus selbstschmierendem Kunststoff ausgebildet sind.

Gemäß einer Ausführung ist vorgesehen, dass die Einsetzelemente aus Stahl, insbesondere aus verschleißfestem Stahl, ausgebildet sind. Sie können insbesondere auch mit harten Metallspitzen bewehrt sein.

Gemäß einer Ausführung ist vorgesehen, dass die Tafteinheit als Portalkonstruktion ausgeführt ist.

Gemäß einer Ausführung ist vorgesehen, dass die Garntransporteinrichtung zumindest eine Antriebstrommel aufweist, welche mittels eines Rotationsantriebs drehbar ist.

Eine Länge eines einzusetzenden Garnabschnitts kann insbesondere durch einen Fahrweg bzw. Transportweg der Garngreifer sowie durch eine Position der Schneideinheit definiert werden.

Gemäß einer Ausführung ist vorgesehen, das s sich jeder Garngreifer quer zur Umlaufbahn erstreckt.

Gemäß einer Ausführung ist vorgesehen, dass jeder Garngreifer zumindest ein quer zur Umlaufrichtung angeordnetes Schiebeprofil und ein quer zur Umlaufrichtung angeordnetes Gegenhalteprofil aufweist, wobei das Schiebeprofil relativ zum Gegenhalteprofil zwischen einer ersten Endstellung und einer zweiten Endstellung verschiebbar ist, wobei in der ersten Endstellung die Garne gehalten werden und in der zweiten Endstellung die Garne nicht gehalten werden. Gemäß einer Ausführung ist vorgesehen, dass jeder Garngreifer ferner ein quer zur Umlaufrichtung angeordnetes Trägerprofil aufweist, in welchem und/oder relativ zu welchem das Schiebeprofil verschiebbar ist.

Gemäß einer Ausführung ist vorgesehen, dass jeder Garngreifer dazu ausgebildet ist, wenn sich das Schiebeprofil in der ersten Endstellung befindet die Garne durch Umlenkung und/oder Reibung zwischen dem Schiebeprofil sowie dem Gegenhalteprofil und/oder dem Trägerprofil zu halten.

Gemäß einer Ausführung ist vorgesehen, dass das Schiebeprofil in Draufsicht relativ zum Gegenhalteprofil und/oder zum Trägerprofil schräge Kanten zum Einklemmen der Garnstränge aufweist.

Gemäß einer Ausführung ist vorgesehen, dass die Bewegung des Schiebeprofils von der Bewegung der Garntransporteinrichtung abgeleitet ist.

Gemäß einer Ausführung ist vorgesehen, dass das Schiebeprofil an einem Längsende mit einem ersten Anlageelement und an einem gegenüberliegenden Längsende mit einem zweiten Anlageelement verbunden ist, wobei

- die Anlageelemente vorzugsweise als Laufrollen ausgeführt sind,

- die Tafteinheit eine Öffnerbahn und eine Schließerbahn aufweist, welche sich entlang der Umlaufbahn erstrecken, und

- das erste Anlageelement an der Öffnerbahn anliegt und das zweite Anlageelement an der Schließerbahn anliegt, so dass durch Verringerung des Abstands zwischen Öffnerbahn und Garntransporteinrichtung das Schiebeprofil in die zweite Endstellung geschoben wird und durch Verringerung des Abstands zwischen Schließerbahn und Garntransporteinrichtung das Schiebeprofil in die erste Endstellung geschoben wird. Gemäß einer Ausführung ist vorgesehen, dass die Öffnerbahn und die Schließerbahn jeweils eine Anzahl quer zur Umlaufrichtung bewegbarer Sektoren aufweisen, um Schiebeprofile der Garngreifer einer unter den Einsetzelementen positionierten

Garnabschnittstransporteinheit auch bei nicht umlaufender Garnabschnittstransporteinheit zu bewegen.

Gemäß einer Ausführung ist vorgesehen, dass die quer zur Umlaufrichtung bewegbaren Sektoren gleichläufig mit einem Einsetzen der unter den Einsetzelementen positionierten Garnabschnitte zum Öffnen der Schiebeprofile bewegt werden, vorzugsweise über ein mit den Einsetzelementen verbundenes Steuerelement und/oder eine Anzahl von Betätigungsgliedern.

Gemäß einer Ausführung ist vorgesehen, dass

- die quer zur Umlaufrichtung bewegbaren Sektoren mit einer Steuerkurve verbunden sind und die Einsetzelemente mit einem Steuerelement verbunden sind, so dass das Steuerelement einer vertikalen Bewegung der Einsetzelemente folgt,

- wobei das Steuerelement und die Steuerkurve zusammenwirken, um eine Bewegung der Sektoren aus der vertikalen Bewegung des Steuerelements abzuleiten.

Gemäß einer Ausführung ist vorgesehen, dass auf der Umlaufbahn ein Aufnahmepunkt zum Aufnehmen der Garnstränge definiert ist, wobei die Öffnerbahn und die Schließerbahn dazu ausgebildet sind, in Umlaufrichtung die Garngreifer vor dem Aufnahmepunkt offen zu halten und am Aufnahmepunkt zu schließen.

Gemäß einer Ausführung ist vorgesehen, dass die Schneideinheit dazu ausgebildet ist, die Garnstränge zwischen einem hinteren Garngreifer einer Garnabschnittstransporteinheit und dem vorderen Garngreifer einer unmittelbar benachbarten

Garnabschnittstransporteinheit zu zerschneiden.

Gemäß einer Ausführung ist vorgesehen, dass die Schneideinheit eine Anzahl von rotierenden Schneidmessern, insbesondere Rundschneidmessern oder Trennscheiben aufweist, welche zum Zerschneiden der Garnstränge linear und/oder schwenkend beweglich angeordnet sind. Die Schneideinheit kann auch mit umlaufenden Schneidbändern, mit Diamantdraht oder mit Heißdraht ausgeführt sein. Die Schneideinheit kann mit einem umlaufenden Bandmesser bestückt sein. Die Schneideinheit kann als umlaufendes Bandmesser ausgeführt sein. Die Schneideinheit kann beispielsweise mit Diamantdraht schneiden. Die Schneideinheit kann beispielsweise mit einer Glühdrahtschneideinheit bestückt sein. Die Schneideinheit kann beispielsweise mit einem Laserschneider bestückt sein.

Gemäß einer Ausführung ist vorgesehen, dass die Tafteinheit einen Grundrahmen aufweist, an welchem die Garntransporteinrichtung und die Einsetzelemente sowie bevorzugt auch die Nadelführung und/oder die Stichplatte befestigt sind.

Tafteinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tafteinheit eine Tastrolle aufweist, welche dazu ausgebildet ist, auf dem Untergrund zu rollen und dabei insbesondere Unebenheiten des Untergrunds auf die Tafteinheit zu übertragen.

Gemäß einer Ausführung ist vorgesehen, dass die Einsetzelemente dazu ausgebildet sind, die Garnabschnitte zwischen zwei benachbarten Garngreifern zu erfassen und zum Einsetzen zwischen diesen Garngreifern hindurch nach unten zu drücken.

Die Erfindung betrifft des Weiteren eine Taftmaschine, aufweisend - einen Maschinenrahmen, welcher dazu ausgebildet ist, auf einem Untergrund zu fahren, und

- eine erfindungsgemäße Tafteinheit, welche in dem Maschinenrahmen angeordnet ist.

Bezüglich der Tafteinheit kann auf alle hierin beschriebenen Ausführungen und Varianten zurückgegriffen werden.

Gemäß einer Ausführung ist vorgesehen, dass die Tafteinheit in dem Maschinenrahmen vertikal beweglich angeordnet ist.

Gemäß einer Ausführung ist vorgesehen, dass die Tafteinheit im Maschinenrahmen höhenverstellbar ist, insbesondere mittels zumindest eines gesteuerten Hydraulikzylinders.

Gemäß einer Ausführung ist vorgesehen, dass die Taftmaschine eine Niveauausgleichseinheit aufweist, wobei die

Niveauausgleichseinheit zumindest einen Sensor zum Abfühlen von Unebenheiten im Untergrund aufweist, und außerdem Mittel zur Höhenverstellung der Tafteinheit ansprechend auf die Unebenheiten aufweist .

Gemäß einer Ausführung ist vorgesehen, dass die Taftmaschine eine Antriebseinheit zum Bewegen der Taftmaschine auf dem Untergrund aufweist .

Gemäß einer Ausführung ist vorgesehen, dass die Antriebseinheit mit der Garntransporteinrichtung synchronisiert ist, so dass nach einem Einsetzen von Garnabschnitten in den Untergrund die Taftmaschine um einen definierten Betrag auf dem Untergrund bewegt wird und anschließend weitere Garnabschnitte eingesetzt werden. Gemäß einer Ausführung ist vorgesehen, dass die Taftmaschine eine

Anzahl von Spulen aufweist, wobei jede Spule einen jeweiligen

Garnstrang bevorratet, um ihn an die Tafteinheit abzugeben.

Gemäß einer Ausführung ist vorgesehen, dass die Spulen in Fahrtrichtung der Taftmaschine gesehen horizontal nur einseitig zur Tafteinheit angeordnet sind. Sie können jedoch auch beidseitig zur Tafteinheit angeordnet sein. Es kann auch eine Bevorratungskammer für weitere Spulen und/oder Garnrollen in der Taftmaschine vorhanden sein.

Die Erfindung betrifft des Weiteren ein Verfahren zum Einsetzen von Garnabschnitten in einen Untergrund, insbesondere zur Herstellung eines faserstabilisierten Naturrasens,

wobei das Verfahren folgende Schritte aufweist:

- Aufnehmen einer Anzahl von Garnsträngen,

- Zerschneiden der Garnstränge in jeweilige Garnabschnitte,

- Anordnen der Garnabschnitte unter einer Anzahl von Einsetzelementen, so dass jedem Einsetzelement ein Garnabschnitt zugeordnet ist, und

- Einsetzen der Garnabschnitte in den Untergrund mittels der Einsetzelemente .

Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass das Verfahren unter Verwendung einer erfindungsgemäßen Tafteinheit oder einer erfindungsgemäßen Taftmaschine ausgeführt wird. Bezüglich der Tafteinheit und der Taftmaschine kann auf alle hierin beschriebenen Ausführungen und Varianten zurückgegriffen werden.

Gemäß einer Ausführung ist vorgesehen, dass die Garnabschnitte zumindest nach dem Schritt des Zerschneidens von jeweils zwei Garngreifern an ihren Enden gehalten werden. Sie können jedoch auch von mehreren Greifern gehalten werden. Es sei verstanden, dass ein Greiferabstand beispielsweise eine Teilung von 40 mm besitzen kann. Je nach Länge eines Garnabschnitts kann eine unterschiedliche Anzahl von Garngreifern den jeweiligen Garnabschnitt halten. Beispielsweise kann eine Garnlänge von 400 mm 10 Greifern entsprechen, eine Garnlänge von 320 mm kann 8 Greifern entsprechen, und eine Garnlänge von 240 mm kann 6 Greifern entsprechen.

Gemäß einer Ausführung ist vorgesehen, dass die Garnstränge simultan und parallel aufgenommen werden.

Gemäß einer Ausführung ist vorgesehen, dass die Garnabschnitte simultan und parallel transportiert und/oder eingesetzt werden.

Gemäß einer Ausführung ist vorgesehen, dass das Verfahren vielfach wiederholt bzw. endlos durchgeführt wird.

Gemäß einer Ausführung ist vorgesehen, dass zwischen zwei aufeinanderfolgenden Schritten des Einsetzens eine das Verfahren ausführende Taftmaschine um eine definierte und einzustellende Länge auf dem Untergrund bewegt wird.

Mittels des Verfahrens und auch mittels einer Taftmaschine oder Tafteinheit kann insbesondere auch realisiert werden, dass drei unterschiedliche Längen von Garnabschnitten eingesetzt werden können .

In diesem Zusammenhang wird insbesondere darauf hingewiesen, dass alle im Bezug auf die Vorrichtung beschriebenen Merkmale und Eigenschaften aber auch Verfahrensweisen sinngemäß auch bezüglich der Formulierung des erfindungsgemäßen Verfahrens übertragbar und im Sinne der Erfindung einsetzbar und als mitoffenbart gelten. Gleiches gilt auch in umgekehrter Richtung, das bedeutet, nur im Bezug auf das Verfahren genannte, bauliche also vorrichtungsgemäße Merkmale können auch im Rahmen der Vorrichtungsansprüche berücksichtigt und beansprucht werden und zählen ebenfalls zur Offenbarung .

In der Zeichnung ist die Erfindung insbesondere in Ausführungsbeispielen schematisch dargestellt. Es zeigen:

Fig. 1 eine Taftmaschine,

Fig. 2 eine Tafteinheit in einer Seitenansicht,

Fig. 3 die Tafteinheit in einer unteren Ansicht,

Fig. 4 eine Nadelführung in einer unteren Ansicht,

Fig. 5 die Nadelführung in einer Seitenansicht,

Fig. 6 die Nadelführung in einer weiteren Seitenansicht,

Fig. 7 bewegliche Sektoren von Führungsbahnen mit weiteren

Elementen in einer Seitenansicht

Fig. 8 die Sektoren mit weiteren Elementen m einer

Draufsicht

Fig. 9 die Sektoren mit weiteren Elementen in einer weiteren

Seitenansicht

Fig. 10 Einsetzelemente mit Nadelklemme und Nadelträger in einer Seitenansicht,

Fig. 11 Einsetzelemente mit Nadelklemme und Nadelträger in einer weiteren Seitenansicht, Fig. 12 Einsetzelemente mit Nadelklemme und Nadelträger in noch einer weiteren Seitenansicht,

Fig. 13 Einsetzelemente mit Nadelklemme und Nadelträger in einer Draufsicht,

Fig. 14 einen Garngreifer im offenen Zustand in einer

Seitenansicht ,

Fig. 15 den Garngreifer im offenen Zustand in einer weiteren

Seitenansicht ,

Fig. 16 den Garngreifer im offenen Zustand in einer Draufsicht,

Fig. 17 zwei verbundene Garngreifer im offenen Zustand in einer

Seitenansicht ,

Fig. 18 einen der verbundenen Garngreifer im offenen Zustand in einer weiteren Seitenansicht,

Fig. 19 die zwei verbundenen Garngreifer im offenen Zustand in einer Draufsicht,

Fig. 20 einen Garngreifer im geschlossenen Zustand in einer

Seitenansicht ,

Fig. 21 den Garngreifer im geschlossenen Zustand in einer weiteren Seitenansicht,

Fig. 22 den Garngreifer im geschlossenen Zustand in einer

Draufsicht ,

Fig. 23 zwei verbundene Garngreifer im geschlossenen Zustand in einer Seitenansicht, Fig. 24 einen der verbundenen Garngreifer im geschlossenen Zustand in einer weiteren Seitenansicht,

Fig. 25 die zwei verbundenen Garngreifer im geschlossenen

Zustand in einer Draufsicht,

Fig. 26, 28, 30, 32, 34 eine alternative Tafteinheit in unterschiedlichen Zuständen in einer Seitenansicht,

Fig. 27, 29, 31, 33, 35 die Tafteinheit in den jeweiligen

Zuständen in einer weiteren Seitenansicht.

In den Figuren sind gleiche oder einander entsprechende Elemente jeweils mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet und werden daher, sofern nicht zweckmäßig, nicht erneut beschrieben. Die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sind sinngemäß auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragbar. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben, unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen und sind bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen. Weiterhin können auch Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen aus den gezeigten und beschriebenen unterschiedlichen Ausführungsbeispielen für sich eigenständige, erfinderische oder erfindungsgemäße Lösungen darstellen.

Figur 1 zeigt eine Taftmaschine 10 gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung. Die Taftmaschine 10 weist einen Rahmen 15 auf, welcher für grundsätzliche Stabilität sorgt und an welchem die nachfolgend beschriebenen Komponenten befestigt sind.

Die Taftmaschine 10 weist eine Tafteinheit 100 auf. Diese dient dazu, Garnabschnitte in einen Untergrund einzusetzen, auf welchem die Taftmaschine 10 fährt. Hierauf wird weiter unten in der Beschreibung, insbesondere mit Bezug auf Figuren 2 ff, detailliert eingegangen werden.

Zur Versorgung der Tafteinheit 100 mit Garnsträngen weist die Taftmaschine 10 eine Mehrzahl von Spulen 20 auf. Auf jede Spule 20 ist dabei ein jeweiliger Garnstrang aufgewickelt, welcher der Tafteinheit 100 zum Einsetzen in den Untergrund, auf welchem sich die Taftmaschine 10 bewegt, zugeführt wird.

Die Taftmaschine 10 ist vorliegend dazu ausgebildet, in die in Figur 1 nach links weisende Richtung, oder in die entgegengesetzte Richtung, zu fahren. Wie ersichtlich ist befinden sich - in Fahrtrichtung gesehen - die Spulen 20 auf lediglich einer Seite der Tafteinheit 100. Dies führt dazu, dass sich die Tafteinheit 100 benachbart zu einem Längsende bzw. in einem endseitigen Viertel der Längserstreckung der Taftmaschine 10 anordnen lässt, wie dies in der hier gezeigten Ausführung der Fall ist.

Dies bringt den Vorteil mit sich, dass die Taftmaschine 10 an einer Seite - in Fahrtrichtung gesehen - nur wenig über die Tafteinheit 100 hinaussteht. Hierdurch wird der Platz verringert, welchen die Taftmaschine 10 dazu benötigt, um die Tafteinheit 100 an eine bestimmte Position zu verbringen. Dies hat sich insbesondere auf typischen Sportplätzen wie beispielsweise Fußballfeldern als vorteilhaft herausgestellt, da diese häufig von Werbebannern oder ähnlichen Einfassungen begrenzt sind, welche sich unmittelbar neben einem zu bearbeitenden Spielfeld befinden. Der Raum, welchen die Taftmaschine 10 über das Spielfeld hinausfahren kann, um noch das gesamte Spielfeld mit der Tafteinheit 100 zu bearbeiten, ist dadurch erheblich eingeschränkt. Durch die hier vorliegende Ausführung wird jedoch auch in solchen Situationen eine vollständige Bearbeitung des Spielfelds ermöglicht. Die Taftmaschine 10 weist eine Antriebseinheit 40 auf. Diese ist vorliegend in Form eines Verbrennungsmotors ausgeführt und dient der Energieversorgung sowie dem Vortrieb der Taftmaschine 10.

Zum Antrieb der Taftmaschine 10 weist diese in der hier gezeigten Ausführung ein vorliegend pendelnd gelagertes Kettenfahrwerk 50 auf. Dieses ist vorliegend zweispurig ausgeführt. Des Weiteren weist die Taftmaschine 10 ein vorderes Lenkfahrwerk 55 auf, welches vorliegend aus einer Mehrzahl von Lufträdern gebildet ist, um die Flächenpressung im vorderen Teil der Taftmaschine 10 zu verringern. Mittels des Lenkfahrwerks 55 kann die Bewegungsrichtung der Taftmaschine 10 vorgegeben werden.

An dem Lenkfahrwerk 55 ist des Weiteren vorliegend eine in der Höhe einstellbare vordere Druckwalze 57 angebracht. Diese dient dazu, die Flächenpressung weiter zu verringern und den Untergrund zu planieren. Der zu taftende Boden wird somit ohne störende Unebenheiten bzw. mit weniger störenden Unebenheiten an die Tafteinheit 100 übergeben.

Die Tafteinheit 100 wird vorliegend mittels einer integrierten Tasteinheit knapp über dem Untergrund mit einer jeweilig eingestellten bzw. einstellbaren Tafthöhe geführt. Die Tasteinheit tastet dabei den Boden kontinuierlich ab und sorgt dafür, dass das getaftete Garn eben eingearbeitet wird. Die Tasteinheit kann beispielsweise als Rolle ausgeführt sein, welche auf dem Boden aufliegt und welche somit die Höhe abfühlt. Sie kann jedoch beispielsweise auch elektronisch und/oder sensorisch ausgeführt sein, beispielsweise mittels eines Radarsensors, eines Ultraschallsensors oder einer Kamera. Des Weiteren weist die Taftmaschine 10 vorliegend eine Trittplatte 60 auf. Diese hängt knapp über dem Boden, um die Sicht zum bereits getafteten Garn zu erleichtern.

Außerdem weist die Taftmaschine 10 vorliegend eine hintere Druckwalze 70 auf. Diese ist höhenverstellbar und dient dazu, die Spuren des vorangegangenen Kettenfahrwerks 50 zu egalisieren.

Die Taftmaschine 10 kann auch einen Arbeitsraum aufweisen, in welchem ein Bediener sitzen oder stehen kann, um die Taftmaschine 10 zu bedienen und/oder zu steuern.

Es sei verstanden, dass die hier beschriebene Taftmaschine 10 eine vorteilhafte, aber nicht die einzig mögliche Ausführung darstellt. Insbesondere sei darauf hingewiesen, dass die beschriebenen Komponenten, abgesehen von der Tafteinheit 100, optional sind und nicht zwingend vorhanden sein müssen bzw. nicht zwingend in der hier beschriebenen Ausführung vorhanden sein müssen, um die Funktionalität einer Taftmaschine zu erfüllen. Es können auch nur einige der beschriebenen Komponenten vorhanden sein, diese können ganz oder teilweise anders ausgeführt sein und es können auch weitere Komponenten vorhanden sein. Alle solchen Kombinationen gelten als Bestandteil der Offenbarung dieser Anmeldung.

Figur 2 zeigt einen Teil der Tafteinheit 100, welche in der in Figur 1 gezeigten Taftmaschine 10 verbaut ist. Es handelt sich somit insbesondere auch um eine Tafteinheit gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung.

Es sei erwähnt, dass mittels der hier beschriebenen Taftmaschine 10 bzw. mit der hier beschriebenen Tafteinheit 100 insbesondere auch ein erfindungsgemäßes Verfahren ausgeführt werden kann. Dies kann insbesondere derart erfolgen, wie dies nachfolgend beschrieben werden wird. Die Tafteinheit 100 ist dazu ausgebildet, eine Anzahl bzw. Mehrzahl von Garnsträngen 110 aufzunehmen, zu zerschneiden und in den Untergrund einzusetzen. Es sei verstanden, dass in der Darstellung von Figur 2, bei welcher es sich um eine Seitenansicht handelt, nur ein solcher Garnstrang 110 sichtbar ist. Die anderen Garnstränge 110 befinden sich unmittelbar dahinter.

Die Tafteinheit 100 weist eine Garntransporteinrichtung 200 auf, welche dazu ausgebildet ist, die Garnstränge 110 aufzunehmen und zu transportieren, wie dies nachfolgend beschrieben werden wird.

Die Garntransporteinrichtung 200 weist eine erste Rolle 201 und eine zweite Rolle 202 auf. Die erste Rolle 201 ist dabei eine angetriebene Rolle, d.h. sie kann aktiv in eine Drehbewegung versetzt werden. Diese kann beispielsweise unmittelbar von der Antriebseinrichtung 40 abgeleitet werden, oder sie kann auch durch einen eigenen Antrieb wie beispielsweise einen Elektromotor erzeugt werden.

Die Garntransporteinrichtung 200 weist eine Mehrzahl von Garngreifern 220 auf. Diese sind dazu ausgebildet, selektiv Garnstränge 110 zu halten oder freizugeben. Hierzu können sie geöffnet und geschlossen werden. Dies wird weiter unten noch näher beschrieben werden.

Die Garngreifer 220 sind entlang einer Umlaufbahn 205 angeordnet. Diese führt um die beiden Rollen 201, 202 herum. Die Umlaufbahn 205 weist eine ebene Unterseite auf. Die Umlaufbahn 205 weist an den Stellen, an denen die Rollen 201, 202 ihre jeweilige maximale vertikale Erstreckung haben, ebenfalls ihre maximale vertikale Erstreckung auf. Zwischen den Rollen 201, 202, vorliegend mittig zwischen den Rollen 201, 202, weist die Umlaufbahn 205 ihre geringste vertikale Erstreckung auf. Da genau an dieser Stelle weitere, sich vertikal erstreckende Komponenten vorhanden sind, welche weiter unten beschrieben werden, führt diese Ausformung der Umlaufbahn zu einer geringeren vertikalen Erstreckung bzw. Bauhöhe der Tafteinheit 100.

Die Garngreifer 220 laufen entlang der Umlaufbahn 205 in einer vorgegebenen Umlaufrichtung um, welche durch die Drehrichtung der ersten Rolle 201 festgelegt wird. Die Umlaufrichtung ist vorliegend derart, dass sich die Garngreifer 210 oben nach links und unten nach rechts bewegen. Dies gilt für die Ansicht von Figur 2.

Die Garntransporteinrichtung 200 ist dazu ausgebildet, die Garnstränge 110 an einem Aufnahmepunkt 207 aufzunehmen. Hierzu sind Führungsbahnen bzw. Öffner- und Schließerbahnen vorgesehen, mit welchen die Garngreifer 220 geöffnet und geschlossen werden können. Dabei werden die Garngreifer 220 unmittelbar vor dem Aufnahmepunkt 207 offen gehalten, so dass die Garnstränge 110 aufgenommen werden können, und werden unmittelbar am Aufnahmepunkt 207 geschlossen, so dass die Garnstränge 110 von den Garngreifern geführt und transportiert erden.

Die Garngreifer 220 sind vorliegend als unendliche Kette (Greiferkette) mittels Bolzen miteinander verbunden.

Wie in Figur 2 zu erkennen ist wird ein aufgenommener Garnstrang 110 entlang der Oberseite der Führungsbahn 205 nach links transportiert. Dadurch gelangt er in eine

Garnabschnittstransporteinheit 210. Unter einer solchen Garnabschnittstransporteinheit 210 ist eine Anzahl von Garngreifern 220 zu verstehen, welche entlang der Umlaufbahn 205 benachbart bzw. aufeinanderfolgend angeordnet sind und welche eine Länge der Garne aufnehmen, welche einem Garnabschnitt entspricht, der in den Untergrund eingesetzt werden soll. Es sei jedoch verstanden, dass eine solche Garnabschnittstransporteinheit 210 nicht zwingend durch optische, technische oder sonstige Merkmale erkennbar ist, insbesondere in Abwesenheit von Garnsträngen 110.

Um die Garnstränge 110 zu zerschneiden ist eine Schneideinheit 240 vorgesehen. Diese ist vorliegend als Heizelement ausgeführt, so dass das Zerschneiden durch Wärmeeinwirkung erfolgt. Sie könnte jedoch beispielsweise auch als Messer ausgeführt sein. Die Schneideinheit 240 ist dazu ausgebildet, die Garnstränge 110 so zu zerschneiden, dass ein zwischen den Rollen 201, 202 an der Oberseite der Umlaufbahn 205 abgeschnittener Garnabschnitt 212 verbleibt. Dieser Garnabschnitt 212 ist zum Einsetzen in den Untergrund vorgesehen.

Der Garnabschnitt 212 wird von der Garnabschnittstransporteinheit 210 gehalten. Linksseitig wird er dabei von einem vorderen Garngreifer 230 gehalten. Rechtsseitig wird er von einem hinteren Garngreifer 235 gehalten. Zwischen dem vorderen Garngreifer 230 und dem hinteren Garngreifer 235 wird der Garnabschnitt 212 von einer Mehrzahl von Garngreifern 220 gehalten. Es sei erwähnt, dass es sich bei den vorderen und hinteren Garngreifern 230, 235 lediglich um diejenigen der Garngreifer 220 handeln, welche sich endseitig der Garnabschnittstransporteinheit 210 befinden. Sie sind ansonsten normale Garngreifer 220.

Die Position der Schneideinheit 240 ist vorliegend einstellbar, und zwar auf vorliegend drei Positionen, welche in Figur 2 mit PI, P2 , P3 markiert sind. Die konkreten möglichen Positionen der Schneideinheit 240 sind dabei auf der rechten Seite von Figur 2 dargestellt. Dazu korrespondieren auf der linken Seite dargestellte Endpunkte des Garnabschnitts 212, welche mit entsprechenden Bezeichnungen PI, P2 , P3 versehen sind. Es sei verstanden, dass auch mehr oder weniger Positionen oder auch eine stufenlose Verstellbarkeit möglich sind. Durch die verstellbare Schneideinheit 240 kann die Länge des Garnabschnitts 212 eingestellt werden. Entsprechend passt sich auch die Länge der Garnabschnittstransporteinheit 210 an. Entsprechend wird auch der Vorschub, also die Bewegung des Garnabschnitts 212 in die mittige Position angepasst. Hierzu kann insbesondere ein Drehgeber verwendet werden. Als vorteilhafterweise einstellbare Längen des Garnabschnitts, welche durch entsprechende Einstellung der Schneideinheit 240 erreicht werden können, sind beispielsweise 240 mm, 320 mm und 400 mm zu nennen .

Die Tafteinheit 100 weist ferner eine Anzahl von Einsetzelementen 250 auf. Diese sind vorliegend als Taftnadeln ausgeführt, wobei in der Ansicht von Figur 2 nur eine solche Taftnadel zu sehen ist, die anderen befinden sich unmittelbar dahinter.

Das Einsetzelement 250 ist wie gezeigt mittig zwischen den beiden Rollen 201, 202 und unmittelbar oberhalb der vertikal dünnsten Stelle der Umlaufbahn 205 angeordnet. Die Taftnadel ist dabei vertikal ausgerichtet.

Wenn sich die Garngreifer 220 und der Garnabschnitt 212 in dem in Figur 2 gezeigten Zustand befinden kann das Einsetzelement 250 gerade nach unten bewegt werden, wobei es den jeweils zugeordneten Garnabschnitt 212 mitnimmt, durch zwei Lücken zwischen Garngreifern 220 hindurchstößt, dabei also zweimal die Umlaufbahn 205 quert, und den Garnabschnitt 212 anschließend in den Untergrund einsetzt. Hierzu bewegt sich das Einsetzelement 250 vertikal gerade nach unten.

Zur Stabilisierung des Einsetzelements 250 weist die Tafteinheit 100 eine Nadelführung 280 und eine Stichplatte 285 auf. Die Nadelführung 280 befindet sich dabei über der Umlaufban 205 und wird weiter unten näher beschrieben werden. Die Stichplatte 285 befindet sich innerhalb der Umlaufbahn 205 und weist eine vertikale Durchgangsbohrung für jedes Einsetzelement 250 auf.

Die Tafteinheit 100 weist des Weiteren eine Bodenplatte 120 auf. Diese ist untenseitig an der Tafteinheit 100 angeordnet und weist ebenfalls für jedes Einsetzelement 250 eine jeweilige vertikale Durchgangsbohrung auf. Die Bodenplatte 120 dient insbesondere dem Schutz der Tafteinheit 100 vor mechanischer Beschädigung und vor Verschmutzung. Insbesondere hat sie die Aufgabe, ein Hochziehen von noch nicht angewachsenem Rollrasen beim Hochfahren der Einsetzelemente 250 zu vermeiden.

Figur 3 zeigt die Tafteinheit von unten. Dabei ist zu erkennen, dass insgesamt 10 Einsetzelemente 250 nebeneinander angeordnet sind, welche durch entsprechende Bohrungen bzw. Ausnehmungen in der Bodenplatte 120 nach unten durchstechen können. Ansonsten sei bezüglich der Komponenten auf die Beschreibung zu Figur 2 verwiesen .

Die Figuren 4 bis 6 zeigen die bereits erwähnte Nadelführung 280 in größerer Detailliertheit. Dabei zeigen Figur 4 eine Ansicht von unten, Figur 5 eine Seitenansicht und Figur 6 eine weitere Seitenansicht .

Die Nadelführung 280 weist einen ersten Arm 281 und einen gegenüberliegenden zweiten Arm 282 auf. Der erste Arm 281 ist dabei mit einer ersten Führungsplatte 283 verbunden und der zweite Arm 282 ist mit einer zweiten Führungsplatte 284 verbunden. In den Führungsplatten 283, 284 sind jeweils U-förmige Ausnehmungen ausgebildet, wobei jedes Einsetzelement 250 durch eine U-förmige Ausnehmung in der ersten Führungsplatte 283 und durch eine U- förmige Ausnehmung in der zweiten Führungsplatte 284 hindurchgeht. Durch die Ausnehmungen wird das jeweilige Einsetzelement 250 in vorteilhafter Weise geführt, was ein Verklemmen oder andere Fehlfunktionen vermeidet. Durch die U- förmige Ausführung wird erreicht, dass eventuell mitgeführtes Erdreich oder andere Verunreinigungen nicht zu einer Verstopfung einer Bohrung führen, sondern seitlich an der Ausnehmung abfallen können.

Die beiden Führungsplatten 283, 284 sind mittels Befestigungsschrauben 286 an den Armen 281, 282 befestigt. Durch Lösen dieser Befestigungsschrauben 286 sind sie in horizontaler Ebene verstellbar. Des Weiteren sind auch Einstellschrauben 287 vorgesehen, mit welchen eine Verstellung in Y-Richtung möglich ist. Die Verstellung in X-Richtung kann erfolgen, indem man die Führungsplatten 283, 284 mit der Hand etwas herauszieht und anschließend die Befestigungsschrauben 286 wieder anzieht.

Des Weiteren sind Kontermuttern 288 und Versteilschrauben 289 vorgesehen. Damit kann die Höhe der Umlaufbahn 205 eingestellt werden. Hierzu werden die Kontermuttern 288 gelöst und nach dem Einstellen wieder fixiert.

Die Umlaufbahn 205 ist vorliegend in der Mitte flach, um die Spannung im Garnstrang 110 mittig zu erhöhen. Somit wird das Garn optimal in einem Einsetzelement 250 geführt.

Die Figuren 7, 8 und 9 zeigen das Zusammenwirken zwischen einer Steuerkurve 130 und bewegbaren Sektoren 140 von den bereits weiter oben erwähnten Öffner- und Schließerbahnen. Es sei verstanden, dass die gezeigte Vorrichtung um Drehpunkte 135 bewegbar ist, insbesondere wenn mittels der Steuerkurve 130 eine entsprechende Kraft ausgeübt wird. Die Bewegungsabläufe werden weiter unten beschrieben.

Die Figuren 10, 11, 12, 13 zeigen die Einsetzelemente 250. Diese sind an einer Nadelklemme 270 befestigt ist, welche wiederum an einem Nadelträger 260 befestigt ist. Dadurch können die Einsetzelemente 250 vertikal nach oben und unten bewegt werden, wie dies bereits weiter oben mit Bezug auf Figur 2 beschrieben wurde .

An dem Nadelträger 260 ist ein Steuerelement 265 befestigt, welches mit der eben beschriebenen Steuerkurve 130 zusammenwirkt. Dies wird weiter unten näher beschrieben werden. Das Steuerelement 265 folgt jeglicher vertikalen Bewegung des Nadelträgers 260.

Es sei erwähnt, dass ab Figur 10 eine Ausführung gezeigt ist, in welcher mehr als 10 Einsetzelemente 250, vorliegend 88 Einsetzelemente 250 gezeigt sind. Die entsprechende Skalierung ist einfach ausführbar. Es sei verstanden, dass grundsätzlich auch jede andere Zahl von Einsetzelementen 250 verwendet werden kann.

Die Figuren 14 bis 19 zeigen jeweils einen oder zwei Garngreifer 220 in einem offenen Zustand. Die Figuren 20 bis 25 zeigen jeweils einen oder zwei Garngreifer 220 in einem geschlossenen Zustand.

Jeder Garngreifer 220 weist ein Schiebeprofil 224 und ein Gegenhalteprofil 226 auf. Während die Gegenhalteprofile 226 in einer Richtung quer zur Umlaufbahn nicht verschiebbar sind, sind die Schiebeprofile 224 in dieser Richtung verschiebbar. Um eine solche Verschiebung auszulösen dienen seitliche Anlageelemente 228, 229, welche vorliegend als Laufrollen ausgeführt sind. Die Anlageelemente 228, 229 liegen an Öffner- bzw. Schließerbahn an, so dass die Stellung der Schiebeprofile 224 relativ zu den Gegenhalteprofilen 226 verändert werden kann.

Durch das Verändern der Positionen der beiden Profile 224, 226 relativ zueinander können Garnstränge 110 eingeklemmt und freigegeben werden. Dabei sind Kanten der Schiebeprofile 224, welche mit Kanten der Gegenhalteprofile 226 zusammenwirken, schräg ausgeführt, d.h. sie sind zur Umlaufbahn 205 etwas verkippt. Dadurch wird erreicht, dass die Garnstränge 110 an definierten Positionen eingeklemmt werden.

In den Figuren 26 bis 35 sind Zustände der Tafteinheit 100 gezeigt, welche während eines Taftvorgangs auftreten. Dabei zeigen die Figuren 26, 28, 30, 32, 34 jeweilige Seitenansichten und die Figuren 27, 29, 31, 33, 35 jeweilige andere Seitenansichten. Die Figuren 26, 27 zeigen einen ersten Zustand. Die Figuren 28, 29 zeigen einen zweiten Zustand. Die Figuren 30, 31 zeigen einen dritten Zustand. Die Figuren 32, 33 zeigen einen vierten Zustand. Die Figuren 34, 35 zeigen einen fünften Zustand.

Bezüglich der gezeigten Elemente sei auf die bereits erfolgte Beschreibung verwiesen.

Der erste Zustand entspricht dabei einer Ausgangsposition, in welcher der Nadelträger 260 oben ist. Die bewegbaren Sektoren 140 befinden sich dabei in einem Zustand, in welchem die Garngreifer 220 in einem geschlossenen Zustand sind.

Beim zweiten Zustand wurde der Nadelträger 260 bereits etwas nach unten gefahren. Dies ist insbesondere auch an dem Einsetzelement 250 und an dem Steuerelement 265 erkennbar. Das Einsetzelement 250 beginnt, den Garnabschnitt 212 zu greifen. Die Garngreifer 220 sind immer noch geschlossen.

Beim dritten Zustand wurde der Nadelträger 260 noch weiter nach unten gefahren. Durch das gezeigte Zusammenwirken des ebenfalls weiter nach unten gefahrenen Steuerelements 265 und der Steuerkurve 130 werden die bewegbaren Sektoren 140 seitlich verschwenkt und die Garngreifer 220, welche den Garnabschnitt 212 halten, werden geöffnet. Das Einsetzelement 250 kann somit den Garnabschnitt 212 nach unten drücken. Beim vierten Zustand befindet sich der Nadelträger 260 in seiner untersten Position. Das Einsetzelement 250 befindet sich dabei teilweise im Untergrund unter der Tafteinheit 100. Das Steuerelement 265 befindet sich außerhalb der Steuerkurve 130, wobei die bewegbaren Sektoren 140 aufgrund Reibung in Position bleiben. Die Garngreifer 220 bleiben somit offen.

Beim fünften Zustand befindet sich der Nadelträger 260 wieder in seiner oberen Position. Dementsprechend ist auch das Steuerelement 265 nach oben verschoben und hat über die Steuerkurve 130 dafür gesorgt, dass die Garngreifer 220 wieder geschlossen werden. Diese halten jedoch im Moment keinen Garnabschnitt mehr, da dieser durch den eben beschriebenen Vorgang nach unten in den Untergrund befördert wurde und dort verbleibt.

Es sei darauf hingewiesen, dass bei den eben mit Bezug auf die einzelnen Zustände beschriebenen Garngreifern 220 insbesondere diejenigen Garngreifer 220 gemeint sind, welche einen jeweiligen einzusetzenden Garnabschnitt 212 halten. Diese können somit unabhängig von einer Bewegung entlang der Umlaufbahn 205 geöffnet und geschlossen werden.

Es sei des Weiteren darauf hingewiesen, dass die hier beschriebenen Ausführungsbeispiele durchaus auch Komponenten zeigen, welche für das Funktionieren nicht zwingend erforderlich sind, oder welche auch grundsätzlich anders ausgeführt werden können. Die Offenbarung dieser Anmeldung umfasst auch alle entsprechenden Abwandlungen, beispielsweise Unterkombinationen von Merkmalen .

Die jetzt mit der Anmeldung und später eingereichten Ansprüche sind ohne Präjudiz für die Erzielung weitergehenden Schutzes. Sollte sich hier bei näherer Prüfung, insbesondere auch des einschlägigen Standes der Technik, ergeben, dass das eine oder andere Merkmal für das Ziel der Erfindung zwar günstig, nicht aber entscheidend wichtig ist, so wird selbstverständlich schon jetzt eine Formulierung angestrebt, die ein solches Merkmal, insbesondere im Hauptanspruch, nicht mehr aufweist. Auch eine solche Unterkombination ist von der Offenbarung dieser Anmeldung abgedeckt .

Es ist weiter zu beachten, dass die in den verschiedenen Ausführungsformen beschriebenen und in den Figuren gezeigten Ausgestaltungen und Varianten der Erfindung beliebig untereinander kombinierbar sind. Dabei sind einzelne oder mehrere Merkmale beliebig gegeneinander austauschbar. Diese Merkmalskombinationen sind ebenso mit offenbart.

Die in den abhängigen Ansprüchen angeführten RückbeZiehungen weisen auf die weitere Ausbildung des Gegenstandes des Hauptanspruches durch die Merkmale des jeweiligen Unteranspruches hin. Jedoch sind diese nicht als ein Verzicht auf die Erzielung eines selbständigen, gegenständlichen Schutzes für die Merkmale der rückbezogenen Unteransprüche zu verstehen.

Merkmale, die nur in der Beschreibung offenbart wurden oder auch Einzelmerkmale aus Ansprüchen, die eine Mehrzahl von Merkmalen umfassen, können jederzeit als von erfindungswesentlicher Bedeutung zur Abgrenzung vom Stande der Technik in den oder die unabhängigen Anspruch/Ansprüche übernommen werden, und zwar auch dann, wenn solche Merkmale im Zusammenhang mit anderen Merkmalen erwähnt wurden beziehungsweise im Zusammenhang mit anderen Merkmalen besonders günstige Ergebnisse erreichen.