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Patent Searching and Data


Title:
TWO-PART BEARING BRACKET
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/151070
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a bearing bracket (10) for a handle (20) arranged on a holding structure, in particular for a handle (20) which can be concealed in a recessed grip (30) in an outer panel, designed as the holding structure, of a vehicle door, and the opening movement of which handle causes direct or indirect actuation of a locking and unlocking device. Provision is made for the bearing bracket (10) to be in two parts and to have a first bearing bracket part (10-1) which is arranged on the holding structure in a manner spatially separated from, and therefore independently of, a second bearing bracket part (10-2).

Inventors:
MEYER, Dieter (Nierenwiesen 2, Wolfsburg, 38442, DE)
JATZEN, Carsten (Husarenstr. 25, Braunschweig, 38102, DE)
SUKOP, Andreas (Zum Neuen Lande 2, Edemissen-Mödesse, 31234, DE)
Application Number:
EP2011/002720
Publication Date:
December 08, 2011
Filing Date:
June 01, 2011
Export Citation:
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Assignee:
VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT (38436 Wolfsburg, DE)
MEYER, Dieter (Nierenwiesen 2, Wolfsburg, 38442, DE)
JATZEN, Carsten (Husarenstr. 25, Braunschweig, 38102, DE)
SUKOP, Andreas (Zum Neuen Lande 2, Edemissen-Mödesse, 31234, DE)
International Classes:
E05B65/20; E05B7/00
Attorney, Agent or Firm:
VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT (Brieffach 1770, Wolfsburg, 38436, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Lagerbügel (10) für einen an einer Haltestruktur angeordneten Griff (20), insbesondere für einen in einer Griffmulde (30) eines als Haltestruktur ausgebildeten Außenbleches einer Fahrzeugtür versenkbaren Griff (20), dessen Öffnungsbewegung eine direkte oder indirekte Betätigung einer Ver- und Entriegelungsvorrichtung (100) bewirkt, dadurch

gekennzeichnet, dass der Lagerbügel (10) zweiteilig ist und ein erstes Lagerbügelteil (10-1) aufweist, das örtlich getrennt und somit unabhängig von einem zweiten

Lagerbügelteil (10-2) an der Haltestruktur angeordnet ist.

2. Lagerbügel nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Griff (20) im ersten

Lagerbügelteil (10-1) in einem Schwenklager angeordnet und schwenkbar gelagert ist.

3. Lagerbügel nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Griff (20) im zweiten Lagerbügelteil (10-2) gelagert ist und bei seiner Betätigung aus dem zweiten Lagerbügelteil (10-2) heraus schwenkbar ist.

4. Lagerbügel nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Griff (20) im Bereich des zweiten Lagerbügelteiles (10-2) einen Mitnehmer (20A) aufweist, der die Verlagerung eines in dem zweiten Lagerbügelteil (10-2) angeordneten Umlenkhebels (60) bewirkt.

5. Lagerbügel nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die indirekte Betätigung der Ver- und Entriegelungsvorrichtung (100) über den in dem zweiten Lagerbügelteil (10-2) angeordneten Umlenkhebel (60) und eine an dem Umlenkhebel (60) angreifende

Übertragungseinrichtung (80) bewirkbar ist.

6. Lagerbügel nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragungseinrichtung (80) ein Bowdenzug ist.

7. Lagerbügel nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass eine Bowdenzug litze (80B) jeweils in einem Bowdenzuglitzenfestlager (80C) am zweiten Lagerbügel (10-2) und an der Ver- und Entriegelungsvorrichtung (100) fixiert ist, so dass eine sich zwischen Umlenkhebel (60) des zweiten Lagerbügelteiles (10-2) und einem Betätigungshebel (100A) der Ver- und Entriegelungsvorrichtung (100) angeordnete Bowdenzughülle (80A) durch Betätigung des Umlenkhebels (60) in Folge der Betätigung des Griffes (20) gegenüber der Bowdenzuglitze (80B) verlagert, wodurch über die Bowdenzughülle (80A) eine Entriegelung des

Betätigungshebels (100A) der Ver- und Entriegelungsvorrichtung (100) bewirkbar ist.

8. Lagerbügel nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Griffschwenkachse (Z1-Z1 ) und die Umlenkhebelschwenkachse (Z3-Z3) parallel zur Fläche der Haltestruktur des Griffes (20) liegt.

Description:
Beschreibung

Zweiteiliger Lagerbügel

Die Erfindung betrifft einen Lagerbügel, insbesondere einen Lagerbügel oder eine Fahrzeugtür an der ein solcher Lagerbügel angeordnet ist.

Im Stand der Technik sind Lagerbügel für Kraftfahrzeugtüren bekannt, die das Öffnen und Schließen einer Fahrzeugtür ermöglichen, wobei der Lagerbügel eine Einrastvorrichtung betätigt. Im Regelfall ist der Lagerbügel mit einer je nach Fahrzeugausführung und -typ unterschiedlichen Blende oder dergleichen versehen.

Je nach Fahrzeugtyp eines Herstellers sind verschiedene Türgriffe notwendig, da sich die Anforderungen an Schließkraft, Belastbarkeit und Optik mit dem Gewicht der Tür und auch der Exklusivität des Fahrzeugs ändern. So erfordert ein vergleichsweise kurzer Kunststoff-Türgriff an einer kleinen, innen kunststoffverkleideten Tür eine unterschiedliche Ausgestaltung und Dimensionierung seines Lagerbügels gegenüber einem Türgriff für eine vergleichsweise größere und schwerere Tür. Somit sind herkömmliche Lagerbügel für Fahrzeugtürgriffe speziell auf einen Fahrzeugtyp abgestimmt und dann nur für diesen verwendbar.

Aus der DE 10 2004 044 758 A1 ist ein Lagerbügel für Betätigungsgriffe, insbesondere für in Griffmulden versenkbare Türgriffe für Kraftfahrzeuge bekannt. Der Lagerbügel ist ein um eine Schwenkachse verschwenkbares Bauteil, durch den eine Einrastvorrichtung einer Tür direkt oder indirekt betätigbar ist. Er ist derart ausgestaltet, dass das Bauteil ein erstes und ein zweites Element aufweist, wobei bei einer Betätigung das zweite mit dem ersten Element mitschwenkt. In einem gemeinsamen Abschnitt der beiden Elemente sind die Elemente des Lagerbügels zur Abstimmung der erforderlichen Länge gegeneinander verschieblich geführt. Mittels dieser Ausbildung der beiden Elemente zueinander ist der Lagerbügel in einer

Raumrichtung variabel verlängerbar ausgestaltet, was ihm ein flexibles Einsatzgebiet eröffnet. Der somit teleskopierbare Lagerbügel sorgt im Bereich der Griffmulde für mehr

Gestaltungsfreiraum. Dieser bekannte, zweiteilige durch einen verstellbaren Abschnitt verbundene Lagerbügel verläuft jedoch, wie die meisten Lagerbügel, im Bereich der engsten Stelle zwischen der Griffmulde und einer Türscheibe oder allgemein ausgedrückt zwischen

BESTÄTIGUNGSKOPIE einer den Griff haltenden Haltestruktur und einer in dem jeweiligen Element liegenden inneren Struktur. Bei dem genannten Beispiel ist die Griffmulde zur Türscheibe hin vertieft und bildet dort gegenüber der Struktur des jeweiligen Bauteiles die Stelle mit dem geringsten zur

Verfügung stehenden Bauraum.

Die DE 10 2006 061 614 A1 betrifft einen Außengriff, insbesondere für die Seitentüren von Kraftfahrzeugen, der um eine im Wesentlichen horizontale, in der Türebene der Seitentür des Kraftfahrzeuges liegende Schwenkachse schwenkbar angeordnet und ebenfalls einer

Griffmulde der Seitentür zugeordnet ist, der mit einem am Türaußenblech innenseitig

befestigten Lagerbügel in Wirkverbindung steht. Der Lagerbügel weist einen Führungsbereich für den Außengriff auf, durch den dieser, zur Durchführung seiner Schwenkbewegung, unabhängig vom jeweils eingesetzten Außengriff unterschiedlicher Länge aufnehmbar ist, wobei der Außengriff auf der dem Führungsbereich des Lagerbügels gegenüberliegenden Seite einen Zughaken umfasst, der mit dem Lagerbügel durch Einrasten in eine Ausnehmung des

Lagerbügels gegen die Kraft einer Rückstellfeder, um eine Schwenkachse schwenkbar in Wirkverbindung steht. Dieser Außengriff löst die Anpassung der Außengriffe unterschiedlicher Länge, durch Anpassung des Einbauortes des Außengriffes, in dem dafür vorgesehenen Führungsbereich des Lagerbügels. Bei der Lösung wird somit nicht die Länge des Lagerbügels variiert, wie bei der DE 10 2004 044 758 A1 , sondern der Außengriff wird je nach seiner Länge örtlich an den Lagerbügel angepasst.

Bei beiden bereits bekannten Lagerbügeln ist nachteilig, dass im Bereich einer hinter der Griffmulde liegenden Struktur durch die Ausbildung einer gewölbten Griffmulde stets eine Engstelle vorliegt, die insbesondere dort, wo die Griffmulde am Tiefsten ist, besonders wenig Bauraum lässt. Bei der konstruktiven Anordnung, der in diesem Bauraum liegenden Bauteile muss dieser räumliche Engpass stets berücksichtigt werden.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Platz sparenden Lagerbügel,

insbesondere einen Lagerbügel für Kraftfahrzeugtüren, zu schaffen.

Die Erfindung geht von einem Lagerbügel für einen an einer Haltestruktur angeordneten Griff, insbesondere für einen in einer Griffmulde eines als Haltestruktur ausgebildeten Außenbleches einer Fahrzeugtür, versenkbaren Griff aus, dessen Öffnungsbewegung eine direkte oder indirekte Betätigung einer Ver- und Entriegelungsvorrichtung bewirkt. Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, dass der Lagerbügel zweiteilig ist und ein erstes

Lagerbügelteil aufweist, das örtlich getrennt und somit unabhängig von einem zweiten

Lagerbügelteil an der Haltestruktur befestigt ist.

In bevorzugter Ausgestaltung ist der Griff im ersten Lagerbügelteil des zweiteiligen Lagerbügels in einem Schwenklager angeordnet und dort schwenkbar gelagert.

Der Lagerbügel ist ferner dadurch gekennzeichnet, dass der Griff im zweiten Lagerbügelteil des zweiteiligen Lagerbügels gelagert ist und bei seiner Betätigung aus dem zweiten Lagerbügelteil heraus schwenkbar ist.

In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung weist der Griff im Bereich des zweiten

Lagerbügelteiles einen Mitnehmer auf, der die Verlagerung eines in dem zweiten Lagerbügelteil angeordneten Umlenkhebels bewirkt, der um eine Umlenkhebelschwenkachse schwenkbar ist.

In einer bevorzugten Anordnung liegt die Griffschwenkachse und die

Umlenkhebelschwenkachse im Lagerbügel parallel zur Fläche der Haltestruktur des Griffes.

Bei einer direkten Betätigung der Ver- und Entriegelungsvorrichtung wirkt der in dem zweiten Lagerbügelteil angeordnete Umlenkhebel direkt auf eine an dem Umlenkhebel angeordnete Ver- und Entriegelungsvorrichtung ein. In einer anderen Ausgestaltung ist eine indirekte

Betätigung der Ver- und Entriegelungsvorrichtung vorgesehen. Eine indirekte Betätigung der Ver- und Entriegelungsvorrichtung, wird über den in dem zweiten Lagerbügelteil angeordneten Umlenkhebel und eine an dem Umlenkhebel angreifende Übertragungseinrichtung bewirkt, die zwischen Umlenkhebel und Ver- und Entriegelungsvorrichtung angeordnet ist.

Bevorzugt wird als Übertragungseinrichtung ein Bowdenzug verwendet.

Dazu ist in einer bevorzugt Ausgestaltung eine Bowdenzuglitze jeweils in einem

Bowdenzuglitzenfestlager am zweiten Lagerbügel und an der Ver- und

Entriegelungsvorrichtung fixiert, so dass eine sich zwischen Umlenkhebel des zweiten

Lagerbügelteiles und einem Betätigungshebel der Ver- und Entriegelungsvorrichtung

angeordnete Bowdenzughülle durch Betätigung des Umlenkhebels in Folge der Betätigung des Griffes gegenüber der Bowdenzuglitze verlagert, wodurch über die Bowdenzughülle eine Entriegelung des Betätigungshebels der Ver- und Entriegelungsvorrichtung bewirkbar ist. Weitere bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung und aus den in den Unteransprüchen genannten Merkmalen.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispieles und der zugehörigen Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

Figur 1 A einen Lagerbügel nach dem Stand der Technik, an einer Griffmulde einer

Fahrzeugtür eines Kraftfahrzeuges, in einer Draufsicht;

Figur 1 B den Lagerbügel nach dem Stand der Technik in einer Ansicht von innen

(Schnittebene A1-A1) auf die Fahrzeugtür, auf die nach innen gewölbte Griffmulde; einen erfindungsgemäßen zweiteiligen Lagerbügel, an der Griffmulde einer Fahrzeugtür eines Kraftfahrzeuges, in einer Draufsicht; der erfindungsgemäße zweiteilige Lagerbügel, in einer Ansicht von innen (Schnittebene A2-A2) auf die Fahrzeugtür, auf die nach innen gewölbte Griffmulde; eine vergrößerte Ansicht des ersten Lagerbügelteiles, gemäß Figur 2B; eine vergrößerte Ansicht des zweiten Lagerbügelteiles, gemäß Figur 2B;

Figur 2E eine vergrößerte perspektivische Ansicht des zweiten Lagerbügelteiles, gemäß Figur 2D;

Figur 3A eine vergrößerte perspektivische Ansicht des Griffes im Bereich des zweiten

Lagerbügelteiles in unbetätigter Position;

Figur 3B eine perspektivische Ansicht eines unbetätigten Schlosses;

Figur 4A eine vergrößerte perspektivische Ansicht des Griffes. im Bereich des zweiten

Lagerbügelteiles in unbetätigter Position und

Figur 4B eine perspektivische Ansicht des betätigten Schlosses. Die Figuren 1A und 1 B beschreiben zur Verdeutlichung der Erfindung zunächst eine bisher bekannte Anordnung und Funktion eines Griffes 20 am Beispiel einer Fahrzeugtür, in einer Draufsicht und einer perspektivischen Innenansicht mit einer in einem einteiligen Lagerrahmen, dem so genannten Lagerbügel 10, angeordneten Übertragungseinrichtung zum Öffnen eines als Ver- und Entriegelungsvorrichtung dienenden Schlosses der Fahrzeugtür.

Es wird vorausgeschickt, dass der Lagerbügel 10 nicht nur für Türgriffe einsetzbar ist, sondern ein solcher Lagerbügel 10, insbesondere auch der erfindungsgemäße Lagerbügel 10, der in den Figuren 2A ff. beschrieben wird, allgemein als Lagerbügel 10 für an einer Haltestruktur angeordnete Griffe verwendet werden kann, mit denen Ver- und Entriegelungsvorrichtungen aller Art betätigbar sind. Dabei wird insbesondere, jedoch nicht abschließend, an ver- und entriegelbare Sitzteile gegenüber Sitzschienen, ver- und entriegelbare Rückenlehnen gegenüber Sitzteilen oder auch ver- und entriegelbare Koffer- und/oder Motorraumdeckel gegenüber einer Karosserie gedacht.

Für das Ausführungsbeispiel nach dem Stand der Technik und der Erfindung werden nachfolgend zum besseren Verständnis und der eindeutigen Zuordnung der Bewegungen einzelner Bauteile, unter Verwendung des kartesischen Koordinatensystems Richtungsangaben gemacht. Die im Ausführungsbeispiel beispielhaft gewählte Anordnung des Lagerbügels 10, seiner Längserstreckung in eine bestimmte Richtung x (Fahrtrichtung) beziehungsweise die Richtungsangaben, der zu ihm gehörenden beziehungsweise der ihn umgebenden Bauteile kann von Anwendungsfall zu Anwendungsfall verschieden sein. Der Lagerbügel 10 kann in seiner Längsstellung auch in y- oder z-Richtung liegend, angeordnet werden, wodurch die zu ihm gehörenden beziehungsweise die ihn umgebenden Bauteile analog zum nachfolgenden Ausführungsbeispiel ebenfalls ihre Richtung ändern.

Für die nachfolgende Beschreibung sollen folgende Festlegungen, die aus dem

Automobilbereich bekannt sind, gelten: In beziehungsweise entgegen der Fahrtrichtung entspricht der x-Richtung, die Vertikale in einem Fahrzeug ist mit der z-Richtung festgelegt, wobei die Achsen quer zur Fahrtrichtung in y-Richtung verlaufen.

Der in Figur 1 A aus dem Stand der Technik bekannte unbetätigte Griff 20 eines Türgriffes sitzt an einer Griffmulde 30 eines als Haltestruktur ausgebildeten Außenbleches einer Fahrzeugtür. Der Türgriff 20 umfasst eine Schließeinheit 50, insbesondere einen Schließzylinder und einen Umlenkhebel 60 (Figur 1 B), wobei über den Umlenkhebel 60 die Bewegung des durch eine Betätigung nach außen gezogenen Griffes 20 auf ein in der Tür befindliches Schloss (in Figur 1 A nicht dargestellt) übertragen wird. Der Schließzylinder 50 verläuft etwas gegenüber der y-Achse geneigt, jedoch im Wesentlichen in y-Richtung auf der Achse Y-Y. Der Schließzylinder 50 und der Umlenkhebel 60 sind in dem einteiligen Lagerbügel 10 angeordnet, an dem schließlich auch der Griff 20 befestigt ist.

Der Umlenkhebel 60 ist durch den in y-Richtung gezogenen in einem Schwenklager

angeordneten Griff 20 um eine in z-Richtung verlaufende Griffschwenkachse Z1-Z1

schwenkbar, der sich durch das Ziehen über eine parallel zur Griffschwenkachse Z1-Z1 verlaufende ebenfalls in z-Richtung verlaufende Umlenkhebelschwenkachse Z2-Z2 entgegen der Kraft eines Federelementes 70 verlagert.

Am Griff 20 ist dazu ein Zughaken 20A angeordnet, der den Umlenkhebel 50 gegen die Kraft des Federelementes 70 spannt und mitnimmt.

Zwischen dem Umlenkhebel 60 und einem Schloss ist eine nicht näher dargestellte

Übertragungseinrichtung, beispielsweise ein Bowdenzug, angeordnet, durch das eine, durch die Zugbetätigung des Griffes 20 hervorgerufene Schwenkbewegung des Umlenkhebels 60 auf das Schloss zur Entriegelung des Schlosses 100 übertragen wird.

Figur 1 B zeigt den an der nach innen gewölbten konkaven Seite der Griffmulde 30

angeordneten aus dem Stand der Technik bekannten einteiligen Lagerbügel 10 mit dem im Lagerbügel 10 gelagerten Umlenkhebel 60 und das zugehörige Federelement 70.

Bei der Ansicht von innen (Schnittebene A1-A1 nach Figur 1A), von der die Struktur 40 der Tür bildenden Türscheibe aus gesehen, ist der Umlenkhebel 60 sichtbar, der bei einer Betätigung des Ziehgriffes 20 und Mitnahme durch den Zughaken 20A um die Umlenkhebelschwenkachse Z2-Z2 geschwenkt wird, wodurch über die gezogene Bowdenzuglitze des Bowdenzuges die Entriegelung des Schlosses hervorgerufen wird. Ferner ist die Mittelachse X-X des Lagerbügels 10 eingezeichnet. Hierdurch wird zusätzlich zu Figur 1A verdeutlicht, dass der Lagerbügel 10 im Ausführungsbeispiel mit seiner Längserstreckung in x-Richtung (Fahrtrichtung) verlaufend angeordnet ist. Wie insbesondere in Figur 1A ersichtlich ist, weist der bekannte Lagerbügel 10 im Bereich der nach innen zur Türscheibe 40 hin gewölbten Griffmulde 30 seine engste Stelle auf. Um diesen geringen zur Verfügung stehenden Bauraum zu optimieren, wird der Lagerbügel 10

erfindungsgemäß in zwei getrennten Lagerbügelteilen 10-1 und 10-2 ausgebildet.

Die Figur 2A zeigt den erfindungsgemäßen zweiteiligen Lagerbügel 10 an der Griffmulde 30 einer Fahrzeugtür eines Kraftfahrzeuges, analog zu Figur 1A, in einer Draufsicht.

Ein getrennt voneinander angeordnetes erstes und zweites Lagerbügelteil 10-1 und 10-2 ist an der Innenseite der Griffmulde 30 befestigt. Der Umlenkhebel 60 ist in dem zweiten

Lagerbügelteil 10-2 angeordnet. In Figur 2A ist im zweiten Lagerbügelteil 10-2 der zum

Umlenkhebel 60 gehörende Zughaken 20A sichtbar, der sich mit seiner Innenseite einseitig auf dem Umlenkhebel 60 abstützt.

Figur 2B zeigt analog zu Figur 1A den erfindungsgemäßen zweiteiligen Lagerbügel 10-1 , 10-2, in einer Ansicht von innen, auf die nach innen gewölbte Griffmulde 30, gemäß der in Figur 2A eingezeichneten Schnittebene A2-A2.

Das auch als Lagerbock für den zu lagernden Griff 20 bezeichnete erste Lagerbügelteil 10-1 , wird, wie in der vergrößerten Figur 2C sichtbar ist, über eine Schraubverbindung 90B von außen an das Türaußenblech geschraubt. Das zweite Lagerbügelteil 10-2 wird vorzugsweise mit dem Schließzylinder 50 am Türaußenblech verpresst.

Zusätzlich wird der Lagerbock, wie Figur 2C weiter zeigt, vorzugsweise einteilig mit einem Clip 90A ausgebildet, der in eine als Befestigungselement am Türaußenblech angeordnete Lasche 30A einrastet, um ein Verdrehen und Kippeln des verschraubten Lagerbocks zu verhindern.

Der Umlenkhebel 60, siehe Figuren 1 B, 2B, 2D und 2E in Zusammenschau, ist jetzt nicht mehr im Griffmuldenbereich (Stand der Technik, Figur 1 B) angeordnet, sondern sitzt in dem zweiten Lagerbügelteil 10-2, in dem auch der Schließzylinder 50 angeordnet ist.

Beim Ziehen des Griffes 20 um die Griffschwenkachse Z1-Z1 des Schwenklagers des Griffes 20 im ersten Lagerbügelteil 10-1 in Öffnungsrichtung y, nimmt der sich in Pfeilrichtung P1 bewegende Zughaken 20A des Griffes 20 den Umlenkhebel 60, gemäß Figur 2A entgegen der Uhrzeigerrichtung mit, wodurch der Umlenkhebel 60, gemäß Figur 2B, um die sich örtlich vom Stand der Technik unterscheidende Umlenkhebelschwenkachse Z3-Z3 verschwenkt wird. Wie, insbesondere die Figuren 2B und 2D verdeutlichen, wird der Umlenkhebel 60 um die Umlenkhebelschwenkachse Z3-Z3 aus seiner im Wesentlichen parallel zur Türebene liegenden Ausgangslage heraus geschwenkt. Der Umlenkhebel 60 wird somit, gemäß Figur 2B, 2D links in die Blattebene hinein und rechts aus der Blattebene heraus geschwenkt.

Hierdurch wird folgende Wirkung erzielt. Figur 2E zeigt eine vergrößerte perspektivische Ansicht des zweiten Lagerbügelteiles 10-2.

Die Bowdenzuglitze 80B eines als Übertragungseinrichtung 80 angeordneten Bowdenzuges ist in einem Bowdenzuglitzenfestlager 80C am zweiten Lagerbügel 10-2 fixiert. Die

Bowdenzughülle 80A wird auf eine Bowdenzugendhülse 80A-1 geführt, die sich am

Umlenkhebel 60 abstützt.

Das andere Ende der Bowdenzuglitze 80B und die Bowdenzughülle 80A, die in den Figuren 2B, 2D, 2E abgeschnitten dargestellt ist, wird an eine Ver- und Entriegelungseinrichtung, insbesondere an das Schloss 100 (Figur 3B , 4B) herangeführt, wobei die Bowdenzughülle 80A an einem Betätigungshebel 100A und die Bowdenzuglitze 80B an einem

Bowdenzuglitzenfestlager 80C (Figuren 3B, 4B) des Schlosses 100 befestigt wird.

Durch diese beidseitige Befestigung 80C der Bowdenzuglitze 80B und der relativ zur

Bowdenzuglitze 80B beweglichen Bowdenzughülle 80A ist dafür gesorgt, dass sich die

Bowdenzughülle 80A beim Verschenken des Umlenkhebels 60 auf der Bowdenzuglitze 80B hin und her bewegen kann.

Beim Verschwenken des Umlenkhebels 60 um die Umlenkhebelschwenkachse Z3-Z3, gemäß Figur 2E entgegen der Uhrzeigerrichtung, wird somit die Länge der Bowdenzuglitze 80B zwischen Türschloss 100 und Umlenkhebel 60 nicht verändert, jedoch drückt die rechte Seite des entgegen der Uhrzeigerrichtung schwenkenden Umlenkhebels 60 auf die

Bowdenzugendhülse 80A-1 und damit auf die Bowdenzughülle 80A, wodurch die

Bowdenzughülle 80A relativ zur Bowdenzuglitze 80B gemäß Figur 2E nach oben bewegt wird.

Dadurch drückt die Bowdenzughülle 80A auf einen in Figur 2E nicht sichtbaren

Betätigungshebel 100A, den so genannten Außenbetätigungshebel, des Schlosses 100, welcher durch seine vom Griff 10 von außen vorgenommene Betätigung das Schloss 100 entriegelt. Wird der Griff 20 losgelassen, drückt das sich am zweiten Lagerbügelteil 10-2 abstützende Federelement 70 den Umlenkhebel 60 in seine Ausgangsstellung zurück, wodurch der Griff 20 über den Zughaken 20A ebenfalls wieder in seine unbetätigte Position Figur 2A

zurückschwenkt. Der Betätigungshebel 100A nimmt nach seiner Betätigung ebenfalls durch ein im Schloss 100 angeordnetes Federelement wieder die unbetätigte Position ein, wodurch die sich am Betätigungshebel 100A anderenends abstützende die Bowdenzughülle 80A in

Vorbereitung der nächsten Entriegelungsbetätigung wieder ihre ursprüngliche Ausgangslage einnimmt.

Innerhalb der Figur 3A, 3B und 4A, 4B werden in perspektivischen Ansichten mit gleichen Bezugszeichen noch einmal der unbetätigte und betätigte Griff 20 und das unbetätigte und betätigte Schloss 100 gezeigt.

Wie Figur 3B, 4B zeigen, wie der Bowdenzug 80, insbesondere die Bowdenzughülle 80A und die Bowdenzuglitze 80B zwischen dem Umlenkhebel 60 des zweiten Lagerbügelteiles 10-2 und dem Betätigungshebel 100A des Schlosses 100 angeordnet ist. Die Bowdenzuglitze 80B des Bowdenzuges 80 verläuft ausgehend vom Umlenkhebel 60 in der Bowdenzughülle 80A zu dem ent- und verriegelbaren Schloss 100.

Die Bowdenzuglitze 80B des Bowdenzuges 80 weist vorzugsweise jeweils endseitig einem Bowdenzugeinhängeglied auf, welches dazu dient die Bowdenzuglitze 80B im zweiten

Lagerbügelteil 10-2 des Lagerbügels 10 und im Schloss 100 in Bowdenzuglitzenfestlagern 80C, vorzugsweise durch Einhängen, zu befestigen. Jeweils endseitig der Bowdenzughülle 80A sind vorzugsweise Bowdenzugendhülsen 80A-1 angeordnet, die sich einerseits auf dem

Umlenkhebel 60 und andererseits auf dem Betätigungshebel 100A des Schlosses 100 abstützen.

Durch das in Figur 4A dargestellte Ziehen des Griffes 20 in Betätigungsrichtung P und

Verschwenken des Umlenkhebels 60, um die Umlenkhebelschwenkachse Z3-Z3, wird die Bowdenzughülle 80A relativ zur Bowdenzuglitze 80B in Richtung des Schlosses 100 bewegt, wodurch eine Ver- und Entriegelungsvorrichtung im Türschloss 100 entriegelbar ist.

Die Ver- und Entriegelungsvorrichtung weist, gemäß 3B, 4B den Betätigungshebel 100A auf, der, wie in Figur 4B gezeigt ist, durch die Verschiebung der Bowdenzughülle 80A relativ zur Bowdenzuglitze 80B durch Drücken der Bowdenzughülle 80A an dem Betätigungshebel 100A verschwenkt wird. Dadurch erfolgt die Entriegelung, des so genannten Außenbetätigungshebels 100A.

Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung ist zusammenfassend darin zu sehen, dass wie insbesondere in den Figuren 2A, 3A, 3B erkennbar ist, deutlich mehr Bauraum zwischen Griffmulde 30 und Türscheibe 40 vorhanden ist. Ferner wird gegenüber einem herkömmlichen Lagerbügel Material und dadurch Gewicht eingespart.

Außerdem ist vorteilhaft, dass durch Verschieben, der getrennt voneinander angeordneten Komponenten dem ersten und/oder zweiten Lagerbügelteil 10-1 , 10-2 in Längsrichtung des Lagerbügels 10 (x-Richtung), unterschiedliche Lagerbügellängen bewirkt werden können, so dass durch die unabhängige Anordnung der Lagerbügelteile 10-1 , 10-2 die Verwendung von unterschiedlich langen, am Lagerbügel 10, 10-1 , 10-2 anordbaren Griffen 20 komfortabel ermöglicht wird.

Bezugszeichenliste

10 Lagerbügel

10-1 erstes Lagerbügelteil

10-2 zweites Lagerbügelteil

10-2A Befestigung

20 Griff

20A Mitnehmer, Zughaken

30 Griffmulde

30A Befestigungselement, Lasche

40 Struktur, Türscheibe

50 Schließeinheit, Schließzylinder

60 Umlenkhebel

70 Federelement

80 Übertragungseinrichtung, Bowdenzug

80A Bowdenzughülle

80A-1 Bowdenzugendhülse

80B Bowdenzüglitze

80C Litzenfestlager

90 Lagerbock

90A Einrastelement, Clip

90B Schraubverbindung

100 Schloss

100A Betätigungshebel'

X-X Längsachse des Umlenkhebels

Y-Y Achse der Schließeinheit

Z-Z Schwenkachsen

Z1-Z1 Griffschwenkachse

Z2-Z2 Umlenkhebelschwenkachse im Stand der Technik

Z3-Z3 Umlenkhebelschwenkachse

P1 Betätigungsrichtung

x x-Richtung, gewöhnliche Fahrtrichtung eines Fahrzeuges y y-Richtung, quer zur Fahrtrichtung des Fahrzeug z z-Richtung, vertikale in einem Fahrzeug