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Patent Searching and Data


Title:
TWO-PART FOOTWEAR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/210339
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to footwear, such as a shoe (1) or sandals with a heel, comprising an upper (2) and a lower part (3), wherein the lower part (3) can be separably connected to the upper (2). According to the invention, and in order to achieve simple handling, an anchoring element (6) and an anchor receptacle (7) corresponding thereto are provided in a first region and a separable connection between upper (2) and lower part (3) is provided in a second region, wherein the connection is designed to be lockable and at least one unlocking device is provided for unlocking the connection. The invention further relates to an upper (2) and a lower part (3) for footwear of this kind.

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Inventors:
WORSCHITZ, Michaela (Raiffeisenstraße 50, 8010 Graz, 8010, AT)
HOLL, Jürgen (Raiffeisenstraße 50, 8010 Graz, 8010, AT)
Application Number:
AT2019/060049
Publication Date:
November 07, 2019
Filing Date:
February 12, 2019
Export Citation:
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Assignee:
WORSCHITZ, Michaela (Raiffeisenstraße 50, 8010 Graz, 8010, AT)
International Classes:
A43B3/24; A43B13/36
Foreign References:
US20140137436A12014-05-22
GB2547482A2017-08-23
US20020124435A12002-09-12
US5644857A1997-07-08
US6345454B12002-02-12
EP1714572A12006-10-25
US20040187346A12004-09-30
Attorney, Agent or Firm:
WIRNSBERGER & LERCHBAUM PATENTANWÄLTE OG (Mühlgasse 3, 8700 Leoben, 8700, AT)
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Claims:
Patentansprüche

1. Fußbekleidung, wie beispielsweise ein Schuh (1) oder eine Sandalette, umfassend einen Oberteil (2) und einen Unterteil (3), wobei der Unterteil (3) lösbar mit dem

Oberteil (2) verbindbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass in einem ersten Bereich ein Verankerungselement (6) und eine zu diesem korrespondierende Ankeraufnahme (7) und in einem zweiten Bereich eine lösbare Verbindung (12) zwischen Oberteil (2) und

Unterteil (3) vorgesehen sind, wobei die Verbindung (12) verriegelbar ausgebildet und zumindest eine Entriegelungseinrichtung zur Entriegelung der Verbindung (12) vorgesehen ist.

2. Fußbekleidung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das

Verankerungselement (6) und die Ankeraufnahme (7) in einem Ballenbereich und die lösbare Verbindung (12) in einem Fersenbereich angeordnet sind.

3. Fußbekleidung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Verankerungselement (6) am Oberteil (2) und die Ankeraufnahme (7) im Unterteil (3) angeordnet sind. 4. Fußbekleidung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung (12) als Steckverbindung mit einem Steckelement (8) und einer zu diesem korrespondierenden Steckeraufnahme (9) ausgebildet ist.

5. Fußbekleidung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das

Steckelement (8) am Oberteil (2) und die Steckeraufnahme (9) im Unterteil (3) angeordnet sind.

6. Fußbekleidung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung (12) einen Clipverschluss oder ähnliches aufweist, welcher durch die zumindest eine Entriegelungseinrichtung lösbar ist.

7. Fußbekleidung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Oberteil (2) eine Verbindungslage (5) und einen Schaft (4) oder Riemen umfasst.

8. Fußbekleidung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das

Verankerungselement (6) und ein Teil der Verbindung (12) an der Verbindungslage (5) angeordnet sind. 9. Fußbekleidung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine

Einlage auf der Verbindungslage (5) vorgesehen ist, welche mit der Verbindungslage (5) lösbar oder unlösbar verbunden ist.

10. Fußbekleidung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Entriegelungseinrichtung (10) seitlich am Unterteil (3) angeordnet ist.

11. Fußbekleidung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Entriegelungseinrichtung zumindest einen Druckknopf (10) oder dergleichen aufweist.

12. Fußbekleidung nach einem der Ansprüche 1 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass der Unterteil (3) plateauförmig ausgebildet ist.

13. Fußbekleidung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass zur möglichen Herstellung der Fußbekleidung (1) ein Fertigungsverfahren der

Hauptgruppen nach DIN 8580 eingesetzt wird.

14. Oberteil (2) für eine Fußbekleidung nach einem der Ansprüche 1 bis 13. 15. Unterteil (3) für eine Fußbekleidung nach einem der Ansprüche 1 bis 13.

16. Unterteil (3) nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterteil (3) dämpfend und/oder federnd ausgebildet ist.

Description:
Zweiteilige Fußbekleidung

Die Erfindung betrifft eine Fußbekleidung, wie beispielsweise einen Schuh oder eine Sandalette, umfassend einen Oberteil und einen Unterteil, wobei der Oberteil lösbar mit dem Unterteil verbindbar ist.

Weiter betrifft die Erfindung einen Oberteil für eine derartige Fußbekleidung.

Darüber hinaus betrifft die Erfindung einen Unterteil für eine derartige Fußbekleidung.

Aus dem Stand der Technik sind diverse Fußbekleidungen, insbesondere plateauförmige Damenschuhe, mit einer austauschbaren Sohle bzw. einem austauschbaren Keil- bzw. Blockabsatz bekannt. Ein Beispiel für einen derartigen Damenschuh ist in der FR 2 980 672 A3 beschrieben. Dieser Damenschuh ist zweiteilig ausgebildet, wobei ein Oberteil mit einem Unterteil lösbar verbunden ist.

Ferner ist in der WO 2015/033257 A1 ein weiteres Beispiel für einen zweiteiligen Damenschuh beschrieben. Ein solcher Damenschuh ist mit einem Oberteil und daran befestigbaren, gesondert austauschbaren Sohlenteilen für den Ballen- und den

Fersenbereich ausgebildet.

Die WO 01/47387 A1 offenbart ebenfalls einen Schuh mit einer austauschbaren Sohle, welche mit Verankerungshaken und korrespondierenden Hakenaufnahmen am Schuh befestigbar ist.

Derartige Schuhe des Standes der Technik weisen Nachteile auf. Beispielsweise ist ein Austauschen der Sohle mit hohem Aufwand verbunden und erfordert Geschicklichkeit.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Fußbekleidung der eingangs genannten Art anzugeben, welche einfach handhabbar ist. Weitere Aufgabe der Erfindung ist es, einen Oberteil sowie einen Unterteil für eine solche Fußbekleidung anzugeben.

Die erste Aufgabe wird gelöst, wenn bei einer Fußbekleidung der eingangs genannten Art in einem ersten Bereich ein Verankerungselement und eine zu diesem korrespondierende Ankeraufnahme und in einem zweiten Bereich eine lösbare Verbindung zwischen Oberteil und Unterteil vorgesehen sind, wobei die Verbindung verriegelbar ausgebildet und zumindest eine Entriegelungseinrichtung zur Entriegelung der Verbindung vorgesehen ist. Ein mit der Erfindung erzielter Vorteil ist insbesondere darin zu sehen, dass durch das Zusammenspiel des Verankerungselementes mit der korrespondierenden Ankeraufnahme im ersten Bereich der Fußbekleidung sowie der verriegelbaren Verbindung im zweiten Bereich der Fußbekleidung ein Zusammenschluss des Oberteils mit dem Unterteil in einer einfachen Art und Weise und mit einer fließenden Bewegung hergestellt und bei Bedarf gelöst werden kann. Hierbei können Ober- und Unterteil zuerst im ersten Bereich durch Einhaken des Verankerungselementes in der korrespondierenden Ankeraufnahme verbunden und im Anschluss daran der zweite Bereich abgesenkt werden, bis die verriegelbare Verbindung einschnappt oder anderweitig, insbesondere formschlüssig, verbunden wird. Das Verankerungselement kann beispielsweise als Haken oder hakenförmiger Aufsatz und die korrespondierende Ankeraufnahme als Hakenaufnahme ausgebildet sein. Der erste und zweite Bereich können jeweils auf einen vorderen Bereich der Fußbekleidung und einen hinteren Bereich der Fußbekleidung, oder umgekehrt, beschränkt sein. Es ist günstig, wenn das Verankerungselement und die Ankeraufnahme in einem

Ballenbereich und die lösbare Verbindung in einem Fersenbereich angeordnet sind. Somit kann durch das Einhaken im Ballenbereich und durch das Absenken des Fersenbereiches ein Zusammenschluss des Oberteils mit dem Unterteil mit einer fließenden Bewegung erreicht werden.

Es ist weiter vorteilhaft, wenn das Verankerungselement am Oberteil und die

Ankeraufnahme im Unterteil angeordnet sind. Durch eine derartige Anordnung ist ein intuitiver Bewegungsablauf zum Einhaken gewährleistet. Darüber hinaus umfasst die Ankeraufnahme üblicherweise eine Vertiefung bzw. eine Ausnehmung, für welche ein Unterteil, beispielsweise ein plateauförmiger Unterteil, ausreichend Platz bietet, wodurch ein ästhetisches Erscheinungsbild der Fußbekleidung erreicht werden kann.

Um ein einfaches Verbinden zu ermöglichen, ist es zweckmäßig, wenn die Verbindung als Steckverbindung mit einem Steckelement und einer zu diesem korrespondierenden Steckeraufnahme ausgebildet ist. Dadurch kann zuerst im Ballenbereich eine

Verankerung erfolgen, also das Verankerungselement mit der Ankeraufnahme verbunden und in weiterer Folge das Steckelement in die Steckeraufnahme geführt werden. Somit wird die Steckverbindung durch Absenken des Fersenbereiches zusammengeführt und in einer Endposition arretiert.

Ferner ist es zweckmäßig, wenn das Steckelement am Oberteil und die Steckeraufnahme im Unterteil angeordnet sind. Durch eine solche Anordnung kann die

Entriegelungseinrichtung leicht zugänglich am oder im Unterteil positioniert sein. Darüber hinaus kann somit ein ästhetisches Erscheinungsbild der Fußbekleidung erreicht werden, da die Steckeraufnahme üblicherweise eine Ausnehmung bzw. eine Vertiefung umfasst, wofür im Unterteil, insbesondere im plateauförmigen Unterteil, ausreichend Platz vorhanden ist. Es ist günstig, wenn die Verbindung einen Clipverschluss oder ähnliches aufweist, welcher durch die zumindest eine Entriegelungseinrichtung lösbar ist. Somit kann im Fersenbereich eine einfach zu lösende Verbindung zwischen zwei Elementen der Steckverbindung hergestellt werden. Der Clipverschluss ist überdies gleichermaßen leicht zu verbinden und wieder zu lösen. Hierfür ist es zweckmäßig, wenn die Steckeraufnahme mit zumindest einer seitlichen Öffnung ausgebildet ist, in welche zumindest ein Teil der Entriegelungseinrichtung, beispielsweise ein beweglicher Vorsprung am Steckelement, wie etwa ein Druckknopf, eine Schiebevorrichtung oder dergleichen, eingreift, wenn die Verbindung geschlossen ist. Die Verbindung kann somit durch ein Bewegen dieses Teils aus der zumindest einen Öffnung gelöst werden.

Darüber hinaus kann es zweckmäßig sein, wenn der Oberteil eine Verbindungslage und einen Schaft oder Riemen umfasst. Die Verbindungslage kann beispielsweise eine Brandsohle oder dergleichen sein. An der Verbindungslage (Brandsohle) können beispielsweise das Verankerungselement und ein Teil der lösbaren Verbindung, beispielsweise das Steckelement, angeordnet sein. Der Schaft oder die Riemen ermöglichen als Teil des Oberteils eine Ausbildung der Fußbekleidung als Schuh, Sandale, Sandalette, Stiefel, Stiefelette, Pumps, Peeptoe, Ballerina, Zehentrenner bzw. Zehenfänger, Sneaker oder dergleichen.

Ferner können der Schaft oder die Riemen aus einem beliebigen Material, insbesondere aus einem Textil, Leder, Kunststoff, Kork oder dergleichen, gefertigt sein.

Ein weiterer Vorteil ergibt sich, wenn das Verankerungselement und ein Teil der

Verbindung an der Verbindungslage angeordnet sind. Somit können zur Verbindung von Oberteil und Unterteil zusammenwirkende Komponenten, üblicherweise Komponenten eines Verbindungsmechanismus, getrennt vom Schaft oder den Riemen gefertigt werden. Überdies kann die Verbindungslage mit dem Schaft oder den Riemen unlösbar, vorzugsweise stoffschlüssig, verbunden, beispielsweise verklebt, vernäht oder dergleichen, sein.

Um einen Tragekomfort der Fußbekleidung zu erhöhen, kann es zweckmäßig sein, dass eine Einlage auf der Verbindungslage vorgesehen ist, welche mit der Verbindungslage lösbar oder unlösbar verbunden ist. Hierfür können die Einlage und die Verbindungslage bzw. die Brandsohle lösbar oder unlösbar verbunden sein, beispielsweise verklebt, vernäht oder dergleichen sein. Zur unlösbaren Verbindung der Einlage mit der

Verbindungslage bzw. Brandsohle kann vorgesehen sein, dass diese stoffschlüssig verbunden, wie beispielsweise verklebt, vernäht oder dergleichen, ist. Damit ein einfacher Zugriff zur Entriegelungseinrichtung gewährleistet ist, kann vorgesehen sein, dass die zumindest eine Entriegelungseinrichtung seitlich am Unterteil angeordnet ist. Der Entriegelungsmechanismus kann beispielsweis so ausgebildet sein, dass dieser das Steckelement bei Betätigung so deformiert bzw. bewegt, dass dieses aus der Steckeraufnahme gezogen werden kann. Hierbei kann beispielsweise ein am

Steckelement positionierter Druckknopf, eine Schiebevorrichtung oder dergleichen aus der zumindest einen seitlichen Öffnung in der Steckeraufnahme bewegt werden.

Darüber hinaus ist es vorteilhaft, wenn die zumindest eine Entriegelungseinrichtung zumindest einen Druckknopf oder dergleichen aufweist. Vorzugsweise sind mehr als ein Druckknopf oder dergleichen, insbesondere zwei Druckknöpfe oder dergleichen seitlich am Unterteil angeordnet. Ferner kann vorgesehen sein, dass die Entriegelungseinrichtung bzw. der zumindest eine Druckknopf oder dergleichen bündig mit einer Seitenfläche des Unterteils abschließt. Alternativ dazu kann vorgesehen sein, dass der Druckknopf oder dergleichen hervorstehend ausgebildet oder planar in einer Vertiefung angeordnet ist, sodass dieser nicht bündig mit der Seitenfläche des Unterteils abschließt. Um die

Verbindung zu entriegeln kann der zumindest eine Druckknopf oder dergleichen betätigt werden, wodurch beispielsweise der Clipverschluss gelöst wird. Alternativ dazu oder zusätzlich kann die Entriegelungseinrichtung einen oder mehrere Druckknöpfe oder dergleichen umfassen, welche am Steckelement angeordnet sind und bei einem

Zusammenführen des Steckelementes mit der Steckeraufnahme in die zumindest eine seitliche Öffnung der Steckeraufnahme eingreifen.

Es ist weiter vorteilhaft, wenn der Unterteil plateauförmig ausgebildet ist. Dadurch ist gewährleistet, dass ausreichend Platz für beispielsweise die Ankeraufnahme bereitgestellt ist.

Vorzugsweise wird zur möglichen Herstellung der Fußbekleidung ein Fertigungsverfahren der Hauptgruppen nach DIN 8580 eingesetzt. Diese Fertigungsverfahren ermöglichen eine kostengünstige Herstellung einer entsprechenden Fußbekleidung mit hoher Qualität.

Die zweite Aufgabe wird mit einem Oberteil für eine derartige Fußbekleidung gelöst. Ein erfindungsgemäßer Oberteil kann beispielsweise abwechselnd mit verschiedenen korrespondierenden und beliebig ausgebildeten Unterteilen verbunden sein und somit beispielsweise je nach Anlass oder Lust und Laune mit einem Plateau-, Keil- oder Blockabsatz getragen werden. Der Oberteil kann hierbei wie zuvor beschrieben, insbesondere mit einem Verankerungselement und einem Verbindungselement, wie beispielsweise dem Steckelement, ausgebildet sein. In der Regel ist ein solcher Oberteil lösbar mit einem Unterteil einer entsprechenden Fußbekleidung verbindbar, wobei in einem ersten Bereich ein Verankerungselement und eine zu diesem korrespondierender Ankeraufnahme und in einem zweiten Bereich eine lösbare Verbindung zwischen Oberteil und Unterteil vorgesehen ist, wobei die Verbindung verriegelbar ausgebildet und zumindest eine Entriegelungseinrichtung zur Entriegelung der Verbindung vorgesehen ist.

Das weitere Ziel der Erfindung wird mit einem Unterteil für eine derartige Fußbekleidung erreicht. Ein erfindungsgemäßer Unterteil kann beispielsweise abwechselnd mit verschiedenen korrespondierenden und beliebig gestalteten Oberteilen verbunden sein und somit beispielsweise je nach Bedarf in Verbindung mit dem gewählten Oberteil einen Schuh, einen Stiefel, eine Sandale oder dergleichen ausbilden. Bevorzugt ist ein solcher Unterteil lösbar mit einem Oberteil einer entsprechenden

Fußbekleidung verbindbar, wobei in einem ersten Bereich ein Verankerungselement und eine zu dieser korrespondierenden Ankeraufnahme und in einem zweiten Bereich eine lösbare Verbindung zwischen Oberteil und Unterteil vorgesehen ist, wobei die Verbindung verriegelbar ausgebildet und zumindest eine Entriegelungseinrichtung zur Entriegelung der Verbindung vorgesehen ist.

Darüber hinaus ist es vorteilhaft, wenn der Unterteil so ausgebildet ist, dass dieser bei Benutzung dämpfend und/oder federnd wirkt. Vorzugsweise werden zur Herstellung der Fußbekleidung mit all ihren Komponenten folgende Herstellungsverfahren der Hauptgruppen nach DIN 8580 eingesetzt. Als Hauptgruppen der Herstellungsverfahren zählt das Urformen, das Umformen, das Trennen, das Fügen, das Beschichten und dergleichen. Bei der Auflistung der einzelnen Fertigungsverfahren zur Herstellung der Fußbekleidung wird nicht zwischen Metallen und Kunststoffen unterschieden. Die einzelnen Bauteile können aus allen Materialien vorzugsweise aus Metall, Kunststoff und dergleichen, je nach Abhängigkeit der Ausführungsvariante und der gewünschten Festigkeitswerte, gefertigt werden. Eine separate Auflistung der Fertigungsverfahren in Abhängigkeit des Werkstoffs, wie beispielweise Metall, Kunststoff, Textil oder ähnliches ist somit nicht notwendig. Urformen laut DIN 8580 aus dem flüssigen Zustand: Schwerkraftgießen, Druckgießen, Niederdruckgießen, Schäumen, Tauchformen, Urformen von faserverstärkten

Kunststoffen und dergleichen. Urformen laut DIN 8580 aus dem plastischen Zustand: Pressformen, Spritzgießen, Spritzpressen, Strangpressen (Extrudieren), Blasformen, Modellieren und dergleichen.

Urformen laut DIN 8580 aus dem körnigen oder pulverförmigen Zustand: Pressen, Sandformen, Urformen durch Thermisches Spritzen und dergleichen.

Druckumformen laut DIN 8583: Walzen, Freiformen, Eindrücken und dergleichen.

Zugdruckumformen laut DIN 8584: Durchziehen, Tiefziehen, Drücken und dergleichen. Biegeumformen laut DIN 8586: Biegen mit geradliniger Werkzeugbewegung, Biegen mit drehender Werkzeugbewegung und dergleichen.

Schubumformen laut DIN 8587: Verschieben, Verdrehen und dergleichen. Zerteilen laut DIN 8588: Scherschneiden, Spalten, Reißen, Brechen, Bruchtrennen und Keilschneiden und dergleichen.

Fertigungsverfahren und Werkzeuge zum Zerteilen laut DIN 9870-2: Ausschneiden, Lochen und Abgraten und dergleichen.

Zerspanen - Spanen laut DIN 8589: Spanen mit geometrisch bestimmter Schneide: Drehen, Bohren, Senken, Fräsen, Hobeln und Stoßen, Sägen, Feilen, Stanzen und dergleichen. Zerspanen - Spanen laut DIN 8589: Spanen mit geometrisch unbestimmter Schneide: Schleifen mit rotierendem Werkzeug, Bandschleifen und dergleichen. Abtragen laut DIN 8590: Autogenes Brennschneiden, Plasma-Schmelzschneiden, Laserschneiden, Ätzen, Thermisch-Chemisches Entgraten, Wasserstrahlschneiden und dergleichen. Zerlegen laut DIN 8591 : Auseinandernehmen, Entleeren, Lösen kraftschlüssiger Verbindungen, Zerlegen von durch Urformen gefügter Teile, Lösen von

Klebeverbindungen, Zerlegen und dergleichen.

Reinigungsverfahren laut DIN 8592: Industrielle Teilereinigung, Abflammen und dergleichen.

Zusammensetzen laut DIN 8593-1 : Auflegen, Aufsetzen, Einlegen, Einsetzen,

Ineinanderschieben, Einhängen, Einrenken, federnd Einspreizen und dergleichen. Füllen laut DIN 8593-2: Füllen von Hohlräumen mit Werkstoffen, Imprägnieren und dergleichen.

Anpressen laut DIN 8593-3: Schrauben, Klemmen, Klammern, Pressverbindungen, Nageln, Verkeilen, Verspannen und dergleichen.

Fügen durch Urformen laut DIN 8593-4: Ausgießen, Einbetten, Umspritzen, Eingießen, Vergießen, Ummanteln, Kitten und dergleichen.

Fügen durch Umformen laut DIN 8593-5: Kerben, Körnern Weiten, Spreizen, Engen, Bördeln, Biegen, Nieten und dergleichen.

Kleben laut DIN 8593-7: Physikalisch abbindende Klebstoffe: Lösungsmittelkleber, Dispersionskleber, Kontaktklebstoffe, Polyurethankleber, Plastisole, Schmelzklebstoffe und dergleichen.

Kleben laut DIN 8593-8: Chemisch abbindende Klebstoffe (Reaktionsklebstoffe):

Epoxidharzkleber, Zweikomponenten-Epoxidharzkleber, Methylmethacrylat-Kleber, Cyanacrylat-Kleber, Anaerobe Kleber, Silikonkleber und dergleichen. Textiles Fügen laut DIN 8593-9: Spinnen und Zwirnen aus textilen Fasern, Weben,

Wirken, Nähwirken, Kettenwirken, Stricken, Flechten, Knoten, Knüpfen, Nähen mit textilen Werkstoffen und dergleichen. Ausgangszustand des flüssigen Beschichtungsmaterials: Bemalen, Färbein, Lackieren, Spritzlackieren, Tauchlackieren, Schmelztauchen, Tauchbeschichten,

Wassertransferdruck und dergleichen.

Ausgangszustand des festen Beschichtungsmaterials: Pulverbeschichten und

dergleichen.

Weitere Merkmale, Vorteile und Wirkungen ergeben sich aus den nachfolgend

dargestellten Ausführungsbeispielen. In den Zeichnungen, auf welche dabei Bezug genommen wird, zeigen:

Fig. 1 und 2 einen Schuh mit einem Keilabsatz;

Fig. 3 eine Isometrie einer Verbindungslage mit Komponenten eines

Verbindungsmechanismus;

Fig. 4 eine Draufsicht auf einen Unterteil;

Fig. 5 eine Explosionsdarstellung eines Schuhs mit flachem Absatz;

Fig. 6 eine Explosionsdarstellung eines Schuhs mit Keilabsatz in einer Seitenansicht;

Fig. 7 einen Schuh mit Blockabsatz;

Fig. 8 eine mögliche Ausführungsform eines Clipverschlusses. Fig. 1 zeigt eine Fußbekleidung, insbesondere einen Schuh 1 , aufweisend einen

Oberteil 2 und einen mit diesem verbindbaren, vorzugsweise plateauförmigen, Unterteil 3, welche beabstandet zueinander dargestellt sind. Besonders bevorzugt ist der Unterteil 3 wie in Fig. 1 dargestellt als Keilabsatz ausgebildet. Der Oberteil 2 umfasst hierbei einen Schaft 4, welcher mit einer Verbindungslage 5 verbunden ist. Ein lösbarer

Verbindungsmechanismus zur Verbindung des Oberteils 2 mit dem Unterteil 3 umfasst in einem Ballenbereich ein am Oberteil 2, in der Regel an der Verbindungslage 5, angeordnetes Verankerungselement 6 und eine zu diesem korrespondierende im

Unterteil 3 angeordnete Ankeraufnahme 7 sowie im Fersenbereich eine insbesondere verriegelbare Steckverbindung, umfassend ein am Oberteil 2 angeordnetes Steckelement 8 und eine zu diesem korrespondierende im Unterteil 3 angeordnete Steckeraufnahme 9. Das Verankerungselement 6 ist hierbei als Haken, welcher insbesondere nach vorne gerichtet ist, und die Ankeraufnahme 7 als korrespondierende Hakenaufnahme ausgebildet. Zudem ist das Steckelement 8 üblicherweise zum Einrasten in der korrespondierenden Steckeraufnahme 9 ausgebildet. Hierfür sind das

Steckelement 8 und die Steckeraufnahme 9 bevorzugt als Clipelement und Clipelement- Gegenstück ausgebildet. Eine solche Steckverbindung ist vorzugsweise über eine seitlich im oder am Unterteil 3 angeordnete Entriegelungseinrichtung, wie beispielsweise

Druckknöpfe 10 oder dergleichen, entriegelbar. Der Ballenbereich ist hierbei im

Wesentlichen eine vordere Hälfte und der Fersenbereich eine hintere Hälfte des

Schuhs 1. Des Weiteren ist ein Druckknopf 10 oder dergleichen beabstandet zum

Unterteil 3 dargestellt, welcher in einer Druckknopfausnehmung 11 oder dergleichen im Unterteil 3 Platz findet. Fig. 2 zeigt eine Rückansicht des in Fig. 1 dargestellten Schuhs 1 , wobei ersichtlich ist, dass jeweils ein Druckknopf 10 oder dergleichen an den beiden Seitenflächen des Unterteils 3 vorgesehen ist.

Fig. 3 zeigt die Verbindungslage 5 und einzelne Komponenten des

Verbindungsmechanismus, wobei das Verankerungselement 6 und das Steckelement 8 an der Verbindungslage 5 angeordnet sind. Darüber hinaus sind die Ankeraufnahmen 7, die Steckeraufnahme 9 sowie zwei Druckknöpfe 10 oder dergleichen dargestellt. Um eine Verbindung zwischen Ober- und Unterteil 3 herzustellen, kann in einem ersten Schritt das Ankerelement 6 in die Ankeraufnahme 7 eingeführt und in weiterer Folge das

Steckelement 8 durch Absenken des Fersenbereiches in die Steckeraufnahme 9 gesteckt werden. Das Steckelement 8 und die Steckeraufnahme 9 sind insbesondere als lösbare Verbindung 12, wie etwa als Clipverschluss (siehe Fig. 8), ausgebildet, wobei dieser durch ein Betätigen der Druckknöpfe 10 oder dergleichen gelöst werden kann. Fig. 4 zeigt eine Draufsicht auf den Unterteil 3, wobei im Ballenbereich die

Ankeraufnahme 7 und im Fersenbereich die Steckeraufnahme 9 vorgesehen ist.

Fig. 5 und Fig. 6 zeigen jeweils eine Darstellung eines Schuhs 1 mit flachem bzw.

keilförmigem Absatz. Die dargestellten Schuhe 1 weisen einen Oberteil 2 und einen Unterteil 3 auf, wobei zwischen diesen die Verbindungslage 5 angeordnet ist. In Fig. 6 sind die Ankeraufnahme 7 sowie die Steckeraufnahme 9 gestrichelt angedeutet, da diese im Inneren des Unterteils 3 liegen und somit in einer Seitenansicht nicht ersichtlich sind. Die Druckknopfausnehmung 11 oder dergleichen sowie die Druckknöpfe 10 oder dergleichen selbst sind zur übersichtlicheren Darstellung in Fig. 6 nicht abgebildet.

Fig. 7 zeigt eine weitere Ausführungsform des Schuhs 1 , wobei der Unterteil 3 als Blockabsatz ausgebildet ist. Aufgrund der explosionsartigen Darstellungen in Fig. 1 bis Fig. 7 sind die Druckknöpfe 10 oder dergleichen, sofern diese dargestellt sind, jeweils beabstandet zum Unterteil 3 dargestellt. Es ist allerdings selbstverständlich, dass bei einem realen Schuh 1 die Druckknöpfe 10 oder dergleichen in den dafür vorgesehenen

Druckknopfausnehmungen 10 oder dergleichen positioniert sind, und vorzugsweise mit den Seitenflächen des Unterteils 3 bündig oder hervorstehend abschließen.

Fig. 8 zeigt eine mögliche lösbare Verbindung 12, wie einen Clipverschluss, umfassend ein Steckelement 8 und eine Steckeraufnahme 9. Seitlich an der Steckeraufnahme 9 sind mehrere Druckknöpfe 10 oder dergleichen angeordnet, welche bei Betätigung bewegliche Seitenteile 13 des Steckelementes 8, welche insbesondere federnd und oder elastisch ausgebildet sind, aus einer Einrastposition bewegen, wonach ein in der

Steckeraufnahme 9 arretiertes Steckelement 8 aus dieser führbar ist. Die Druckknöpfe 10 oder dergleichen können, wie in Fig. 8 gezeigt, einteilig mit der Steckeraufnahme 9 ausgebildet sein. Allerdings können diese auch separat ausgebildet und seitlich, insbesondere lediglich seitlich, in die Steckeraufnahme 9 gesteckt sein. Alternativ dazu können die Druckknöpfe 10 oder dergleichen am Steckelement 8, insbesondere an den beweglichen Seitenteilen 13, angeordnet bzw. mit diesen einteilig ausgebildet sein. Die beweglichen Seitenteile 13 sind bevorzugt gefedert oder selbst federnd ausgebildet, sodass diese selbsttätig in eine Ausgangsposition zurückkehren bzw. beim

Zusammenführen des Steckelementes 8 mit der Steckeraufnahme 9 in dafür vorgesehene Ausnehmungen, Vertiefungen oder Öffnungen einrasten.

Der Oberteil 2 ist in sämtlichen gezeigten Ausführungsformen mit einem Schaft 4 ausgebildet, weshalb die jeweilige Fußbekleidung als Schuh 1 bezeichnet ist. Allerdings können anstelle des Schaftes 4 selbstverständlich Riemen oder dergleichen vorgesehen sein, wodurch die Fußbekleidung beispielsweise als Sandale, Sandalette, Zehentrenner bzw. Zehenfänger ausgebildet sein kann, wobei ein übriger Aufbau des Oberteils 2 und des Unterteils 3 analog zu den dargestellten Schuhen 1 ausgebildet sein kann.

Eine erfindungsgemäße Ausbildung des Schuhs 1 , der Sandalette oder einer ähnlichen Fußbekleidung bietet eine Flexibilität und Individualität, da Oberteil 2 und Unterteil 3 bei Bedarf beliebig austauschbar sind und deshalb ein Oberteil 2 mit verschiedenen Unterteilen 3 oder umgekehrt kombiniert werden kann.