| JP01216707 | DRILL |
| JP07241711 | CUTTING TOOL |
| JP2003275916 | EDGE EXCHANGEABLE CUTTING TOOL |
NAGEL, Rudolf J. (Bismarckstrasse 33, Neuhausen, 73765, DE)
SCHAEFER, Hans (Groebnestrasse 2, Gomaringen, 72810, DE)
NAGEL, Rudolf J. (Bismarckstrasse 33, Neuhausen, 73765, DE)
| Patentansprüche 1. Werkzeug für spanende Bearbeitung eines Werkstücks mit: einem Halter (30) mit einer stirnseitig angeordneten Aufnahmeöffnung (32) mit einem Innengewinde (34) und einem Schneidkopf (10) mit einem an dem werkstückseitigen Ende angeordneten Kopfelement (12) mit mindestens einem Schneidelement (14) und mit einem an dem halterseitigen Ende angeordneten Kupplungselement (16) mit einem mit dem Innengewinde (34) der Aufnahmeöffnung (32) korrespondieren Außengewinde (18), dadurch gekennzeichnet, dass die Gewindegänge des Außengewindes (18) und des Innengewindes (34) jeweils in mindestens einem vorgegebenen Winkelbereich entlang des Außenumfangs des Kupplungselements (16) bzw. des Innenumfangs der Aufnahmeöffnung (32) von einer gewindefreien Fläche (20, 36) unterbrochen sind. 2. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Außenumfang des Kupplungselements (16) und dem Innenumfang der Aufnahmeöffnung (32) jeweils zwei, drei oder vier die Gewindegänge unterbrechende gewindefreie Flächen (20, 36) angeordnet sind. 3. Werkzeug nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine gewindefreie Fläche (20, 36) sich, in Längsrichtung des Schneidkopfes (10) gesehen, über den gesamten Längsbereich erstreckt, in dem die Gewindegänge an dem Kupplungselement (16) bzw. der Aufnahmeöffnung (32) angeordnet sind. 4. Werkzeug nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine gewindefreie Fläche (20, 36) eine ebene Fläche oder eine gewölbte Fläche mit derselben Krümmung wie die Gewindegänge ist. 5. Werkzeug nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewindegänge des Außengewindes (18) und des Innengewindes (34) in mindestens zwei, insbesondere zwei oder drei, vorgegebenen Winkelbereichen entlang des Außenumfangs des Kupplungselements (16) bzw. des Innenumfangs der Aufnahmeöffnung (32) von jeweils einer gewindefreien Fläche (20, 36) unterbrochen sind und dass die mindestens zwei Winkelbereiche unterschiedlich groß sind. 6. Werkzeug nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Winkelbereich, insbesondere bei zwei gewindefreien Flächen, zwischen 20° und 90°, oder, insbesondere bei drei gewindefreien Flächen, zwischen 30° und 120° groß ist. 7. Werkzeug nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am halterseitigen Ende des Kupplungselements (16) ein Passelement (22) mit einem geringeren Durchmesser als die Gewindegänge und im Grund der Aufnahmeöffnung (32) eine Passvertiefung (38) zur passgenauen Aufnahme des Passelements angeordnet sind. 8. Werkzeug nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Innengewinde (34) und das Außengewinde (18) jeweils zwei- oder mehrgängig sind und eine identische Gewindegangzahl aufweisen. 9. Werkzeug nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kopfelement (12) des Schneidkopfes (10) aus Hartmetall und das Kupplungselement (16) des Schneidkopfes (10) aus Stahl oder Hartmetall besteht, und dass das Kopfelement (12) auf das Kupplungselement (16) aufgelötet oder aufgeschweißt ist. 10. Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneidkopf (10) einstückig aus Hartmetall gebildet ist. 11. Schneidkopf (10) für ein Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 10 für spanende Bearbeitung eines Werkstücks, wobei das Werkzeug einen Halter (30) mit einer stirnseitig angeordneten Aufnahmeöffnung (32) mit einem Innengewinde (34) aufweist und wobei der Schneidkopf (10) ein an dem werkstückseitigen Ende angeordnetes Kopfelement (12) mit mindestens einem Schneidelement (14) und ein an dem halterseitigen Ende angeordnetes Kupplungselement (16) mit einem mit dem Innengewinde (34) der Aufnahmeöffnung (32) korrespondieren Außengewinde (18) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewindegänge des Außengewindes (18) in mindestens einem vorgegebenen Winkelbereich entlang des Außenumfangs des Kupplungselements (16) von einer gewindefreien Fläche (20, 36) unterbrochen sind. 12. Halter für ein Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 10 für spanende Bearbeitung eines Werkstücks mit einer stirnseitig angeordneten Aufnahmeöffnung mit einem Innengewinde, wobei das Innengewinde mit einem Außengewinde korrespondiert, das an einem Kupplungselement eines Schneidkopfes angeordnet ist, wobei an dem werkstückseitigen Ende des Schneidkopfes ein Kopfelement mit mindestens einem Schneidelement und an dem halterseitigen Ende das Kupplungselement angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewindegänge des Innengewindes in mindestens einem vorgegebenen Winkelbereich entlang des Innenumfangs der Aufnahmeöffnung von einer gewindefreien Fläche unterbrochen sind. |
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Werkzeug für spanende Bearbeitung eines Werkstücks mit einem Halter mit einer stirnseitig angeordneten Aufnahmeöffnung mit einem Innengewinde und einem Schneidkopf mit einem an dem werkstückseiti- gen Ende angeordneten Kopfelement mit mindestens einem Schneidelement und mit einem an dem halterseitigen Ende angeordneten Kupplungselement mit einem mit dem Innengewinde der Aufnahmeöffnung korrespondierenden Außengewinde. Die Erfindung betrifft ferner einen Halter und einen Schneidkopf für ein solches Werkzeug. Insbesondere betrifft die Erfindung die Schraubkupplung zwischen Halter und Schneidkopf.
Werkzeuge mit auswechselbaren Schneidköpfen, bei denen der Schneidkopf einfach ausgetauscht werden kann, ohne den Halter aus der Werkzeugaufnahme der entsprechenden Werkzeugmaschine auszubauen, sind grundsätzlich bekannt, beispielsweise aus der DE 10 237 772 Al. Der darin beschriebene Schneidkopf weist zwei oder drei am Ende an eines längeren Schaftes verteilt angeordnete auskragende Verrastungsste- ge auf, die in entsprechende Nuten mit Haltevorsprüngen in einer Aufnahmeöffnung in dem Halter eingesetzt und dann verdreht werden und dadurch den Schneidkopf in dem Halter befestigen. Eine gesonderte Klemmeinrichtung, z.B. Klemmschrauben, zur Befestigung des Schneidkopfes an dem Halter ist dort nicht erforderlich.
Werkzeuge mit auswechselbaren Schneidköpfen, die über eine Schraubkupplung zum Einschrauben des Schneidkopfes verfügen, sind ebenfalls bekannt. Solche Schraubkupplungen werden beispielsweise von der Firma Sandvik bei dem Schaftfräser CoroMill 316 eingesetzt.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Werkzeug mit einer Schraubkupplung für spanende Bearbeitung eines Werkstücks vorzusehen, das einfacher montierbar ist und eine höhere Steifigkeit aufweist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Werkzeug gemäß Anspruch 1 gelöst, das dadurch gekennzeichnet ist, dass die Gewindegänge des Außengewindes und des Innengewindes jeweils in mindestens einem vorgegebenen Winkelbereich entlang des Außenumfangs des Kupplungselements bzw. des Innenumfangs der Aufnahmeöffnung von einer gewindefreien Fläche unterbrochen sind.
Die Aufgabe wird jeweils auch gelöst durch einen entsprechend ausgestalteten Schneidkopf und Halter. Dadurch, dass die Gewindegänge des Außengewindes und des Innengewindes erfindungsgemäß nicht durchgängig, sondern bereichsweise durchbrochen sind, lässt sich der erfindungsgemäße Schneidkopf zum Teil oder nahezu ganz in die Aufnahmeöffnung des Halters einstecken und muss dann nur um einen verhältnismäßig geringen Winkelbereich verdreht werden, um fest und sicher in dem Halter montiert zu werden. Der Schneidkopf muss also nicht mehr, wie bei bekannten Werkzeugen, um mehrere Umdrehungen in den Halter eingeschraubt werden, bis eine feste Lage erreicht ist. Die Montage sowie die Demontage des Schneidkopfes bei in die Werkzeugaufnahme einer Werkzeugmaschine eingesetztem Halter lässt sich somit deutlich einfacher und schneller als bei bekannten Werkzeugen bewerkstelligen.
Unter "Gewinde" im Sinne der vorliegenden Erfindung werden vorliegend nur Gewinde verstanden, bei denen an mindestens einer Stelle in Längsrichtung des Kupplungselements gesehen mindestens zwei Gewindegänge übereinander liegen. Zwei oder drei gegenüberliegend angeordnete vorstehende Verrastungsstege, wie sie aus der DE 102 37 772 Al bekannt sind, werden somit nicht als Gewinde im Sinne der vorliegenden Erfindung verstanden.
Gegenüber der in der DE 102 37 772 Al beschriebenen Lösung kann bei der erfindungsgemäßen Lösung der Kerndurchmesser des Gewindes größer gehalten werden, da erfindungsgemäß mehrere Gewindegänge hintereinander (also in Längsrichtung des Kupplungselements) vorhanden sind, und somit die Gewindetiefe verringert werden kann, ohne eine zu hohe Flächenpressung im Gewinde zu bekommen.
In einer bevorzugten Ausgestaltung ist vorgesehen, dass an dem Außenumfang des Kupplungselements und dem Innenumfang der Aufnahmeöffnung jeweils zwei, drei oder vier die Gewindegänge unterbrechende gewindefreie Flächen angeordnet sind. Damit lässt sich eine noch schnellere und leichtere Montage erzielen, da der Schneidkopf grundsätzlich in unterschiedlichen Stellungen in die Aufnahmeöffnung eingesteckt werden kann. In einer weiteren Ausgestaltung ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die mindestens eine gewindefreie Fläche sich, in Längsrichtung des Schneidkopfes gesehen, über den gesamten Längsbereich erstreckt, in dem die Gewindegänge an dem Kupplungselement bzw. der Aufnahmeöffnung angeordnet sind. Dadurch lässt sich der Schneidkopf sehr weit in die Aufnahmeöffnung, beispielsweise fast bis zum Grund der Aufnahmeöffnung, einstecken, so dass der Schneidkopf nur noch wenig zur Befestigung verdreht werden muss. Bei drei gewindefreien Flächen reicht somit beispielsweise eine Verdrehung um 60° bis 90°, in bevorzugten Ausgestaltungen sogar noch weniger, aus.
Bei weiteren bevorzugten Ausgestaltungen ist vorgesehen, dass die mindestens eine gewindefreie Fläche eine ebene Fläche oder eine gewölbte Fläche mit derselben Krümmung wie die Gewindegänge ist. Bei der gewölbten Fläche analog dem Kerndurchmesser ist der verbleibende Querschnitt beim Gewinde-Kerndurchmesser größer.
Weiter ist in einer bevorzugten Ausgestaltung vorgesehen, dass die Gewindegänge des Außengewindes und des Innengewindes in mindestens zwei, insbesondere zwei oder drei, vorgegebenen Winkelbereichen entlang des Außenumfangs des Kupplungselements bzw. des Innenumfangs der Aufnahmeöffnung von jeweils einer gewindefreien Fläche unterbrochen sind und dass die mindestens zwei Winkelbereiche unterschiedlich groß sind. Die unterschiedliche Ausgestaltung der Größe der Winkelbereiche bewirkt, dass der Schneidkopf nur in einer bestimmten Position in die Aufnahmeöffnung eingeführt werden kann. Dies trägt zur Erhöhung der Positionsgenauigkeit und damit der Bearbeitungsgenauigkeit bei, da dadurch immer eine exakt definierte Lage des Schneidkopfes in Bezug auf den Halter erreicht werden kann.
Bevorzugte Größen des mindestens einen Winkelbereichs liegen zwischen 10° und 90°, insbesondere zwischen 30° und 60°. Die Größe des Winkelbereichs wird dabei insbesondere abhängig von der Anzahl der Gewindegänge, der Abmessungen der jeweiligen Bauelemente und der zu erzielenden Montagevereinfachung gewählt werden. Da ein Gewinde grundsätzlich im Wesentlichen Axialkräfte aufnehmen kann, ist zur Erzielung einer höheren Steifigkeit der Kupplung zwischen Schneidkopf und Halter bevorzugt vorgesehen, dass am halterseitigen Ende des Kupplungselements ein Passelement mit einem geringeren Durchmesser als die Gewindegänge und im Grund der Aufnahmeöffnung eine Passvertiefung zur passgenauen Aufnahme des Passelements angeordnet sind.
In einer weiteren Ausgestaltung ist ferner vorgesehen, dass das Innengewinde und das Außengewinde jeweils zwei- oder mehrgängig sind und eine identische Gewindegangzahl aufweisen. Dadurch lässt sich eine noch leichtere Montage und höhere Steifigkeit sowie Montagegenauigkeit erzielen. Zwei- oder mehrgängige Gewinde sind grundsätzlich bekannt. Darunter werden Gewinde verstanden, bei denen in Ebenen senkrecht zur Längserstreckungsrichtung des Gewindes, also des Kupplungselements bzw. der Aufnahmeöffnung, jeweils zwei oder mehr Schnittpunkte mit dem Gewinde, genauer gesagt mit unterschiedlichen Gewindegängen, liegen. Solche zwei- oder mehrgängigen Gewinde haben somit eine höhere Steigung als ein vergleichbares eingängiges Gewinde. Durch eine geringe Verdrehung lässt sich dabei schon eine sichere Fixierung des Schneidkopfes erreichen. Bei zwei gewindefreien Flächen hat die Ausgestaltung mit einem zweigängigen Gewinde insbesondere den Vorteil, dass die gleiche Anzahl von Gewindesegmenten immer genau gegenüberliegend angeordnet ist.
Grundsätzlich kann der Schneidkopf einstückig ausgebildet sein, beispielsweise vollständig aus Stahl mit aufgelöteten Schneidelementen oder vollständig aus Hartmetall. Alternativ kann das Kopfelement des Schneidkopfes aus Hartmetall und das Kupplungselement aus Stahl oder Hartmetall bestehen, wobei dann das Kopfelement auf das Kupplungselement aufgelötet und aufgeschweißt ist.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen beschrieben, die verschiedene Ausführungsbeispiele zeigen, auf die die vorliegende Erfindung jedoch nicht beschränkt ist. Es zeigen: Fig. 1 eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schneidkopfes in verschiedenen Ansichten,
Fig. 2 eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Halters in verschiedenen Ansichten,
Fig. 3 die erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Schneidwerkzeugs in der Einfahrsituation,
Fig. 4 die erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Schneidwerkzeugs in der Spannsituation,
Fig. 5 eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schneidkopfes in verschiedenen Ansichten,
Fig. 6 eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Halters in verschiedenen Ansichten,
Fig. 7 die zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen Schneidwerkzeugs in der Einfahrsituation, und
Fig. 8 die zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen Schneidwerkzeugs in der Spannsituation.
Fig. 1 zeigt verschiedene Ansichten einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schneidkopfes 10. Dabei zeigen Fig. IA eine perspektivische Ansicht, Fig. IB eine Seitenansicht, Fig. IC eine Schnittansicht entlang der Schnittebene A-A, Fig. ID eine Schnittansicht entlang der Schnittebene C-C in Blickrichtung der Schneidelemente, Fig. IE eine Draufsicht und Fig. IF eine Schnittansicht entlang der Schnittebene B-B. Der Schneidkopf 10 weist an seinem werkstückseitigen Ende ein Kopfelement 12 mit mindestens einem Schneidelement 14 und an seinem halterseitigen Ende ein Kupplungselement 16 mit einem an seinem Außenumfang angebrachten Gewinde 18 auf. Der Schneidkopf 12 ist beispielsweise vollständig aus Hartmetall und auf das Kupplungselement 16, welches aus Kostengründen beispielsweise aus Stahl besteht, grundsätzlich aber auch aus Hartmetall bestehen kann, aufgelötet. Der Schneidkopf 12 kann grundsätzlich aber auch aus Stahl mit aufgelöteten Schneidkanten 14 aus Hartmetall bestehen.
Wie insbesondere in den Fig. IA, ID und IF zu erkennen ist, ist das Gewinde 18 nicht durchgängig am halterseitigen Ende des Kupplungselements 16 angebracht, sondern ist vorliegend an zwei Stellen von gewindefreien Flächen 20 unterbrochen. Die Gewindegänge des Außengewindes 18 verlaufen also nicht durchgängig, sondern sind in bestimmten Winkelbereichen am Außenumfang des Kupplungselements 16 weggenommen, so dass in diesen Winkelbereichen die gewindefreien Flächen 20 gebildet sind. Bei der vorliegenden Ausführungsform des Schneidkopfes 10 sind beispielhaft zwei gewindefreie Flächen 20 jeweils in einem Winkelbereich von etwa 60° vorgesehen, so dass insgesamt etwa in einem Winkelbereich von 240° entlang des Außenumfangs Gewindegänge gebildet sind. Vorliegend sind also die beiden gewindefreien Flächen 20, in Umfangsrichtung gesehen, gleich groß, und die gewindefreien Flächen 20 sind gegenüberliegend angeordnet, so dass auch die Gewindeflächen 19a, 19b des Gewindes 18 gleich groß und gegenüber liegend angeordnet sind.
Bei der gezeigten Ausführungsform des Schneidkopfes 10 ist das Gewinde 18 als zweigängiges Gewinde ausgestaltet. Das bedeutet, dass jede Ebene quer zur Längsrichtung (Linie A-A in Fig. IB) von zwei Gewindegängen geschnitten wird. Dies ist beispielsweise in Fig. ID erkennbar, die einen Schnitt durch die Schnittebene C-C, in Blickrichtung zu dem Kopfelement 12 zeigt, in der die zwei diese Querschnittsebene schneidenden Gewindegänge 18a und 18b gezeigt sind. Diese beiden Gewindegänge 18a, 18b liegen in unterschiedlichen Gewindeflächen 19a, 19b (auch als Gewindesegmenten bezeichnet), zwischen denen gewindefreie Flächen 20a, 20b liegen. Wie insbesondere in Fig. ID zu erkennen ist, sind jeweils die gewindefreien Flächen 20a, 20b und die Gewindeflächen 19a, 19b bei dieser Ausführungsform gleich groß ausgestaltet. In dem gezeigten Beispiel verlaufen die gewindefreien Flächen 20a, 20b jeweils in einem Winkelbereich von 80° und die Gewindeflächen 19a, 19b jeweils in einem Winkelbereich von 70°. Dazwischen liegen Übergangsbereiche 21a, 21b, 21c, 21d (von jeweils 15° vorliegend), in denen die Gewindegänge beginnen bzw. auslaufen, die also auch zu den Gewindeflächen (in denen die Gewindegänge in radialer Richtung vollständig ausgebildet sind) gerechnet werden könnten.
Ferner sind die gewindefreien Flächen 20 vorliegend mit der gleichen Krümmung gewölbt wie das Gewinde 18 selbst. Denkbar ist aber auch, dass die gewindefreien Flächen 20 eine andere Krümmung aufweisen oder eben ausgestaltet sind.
Ganz am halterseitigen Ende des Kupplungselements 16 ist ferner ein Passelement 22 vorgesehen, das einen geringeren Durchmesser aufweist als das Gewinde 18 und die gewindefreien Flächen 20. Dieses Passelement 22 dient zur passgenauen Aufnahme in einer entsprechenden Passvertiefung im Grund der Aufnahmeöffnung des Halters, wie nachfolgend noch näher erläutert wird.
Der Schneidkopf 10 weist ferner weitere Elemente auf, wie beispielsweise Kühlmittelkanäle 24, 26, die jedoch allgemein bekannt sind und an dieser Stelle nicht näher erläutert werden sollen. Gleiches gilt für den am werkstückseitigen Ende des Kupplungselements 16 angeordneten Kupplungskopf 28, der einen größeren Durchmesser aufweist als das Gewinde 18 und auf den das Kopfelement 12 in bekannter Weise aufgebracht, beispielsweise aufgelötet oder aufgeschweißt, ist. Alternativ kann der gesamte Schneidkopf 10 auch einstückig aus Hartmetall ausgebildet sein.
Fig. 2 zeigt verschiedene Ansichten eines erfindungsgemäßen Halters 30, der zur Aufnahme des in Fig. 1 gezeigten Schneidkopfes 10 ausgestaltet ist. Dabei zeigen Fig. 2A eine Seitenansicht, Fig. 2B eine Schnittansicht entlang der Schnittebene B-B, Fig. 2C eine Draufsicht und Fig. 2D eine Schnittansicht entlang der Schnittebene A-A. Der Halter 30 weist an seinem werkstückseitigen Ende eine Aufnahmeöffnung 32 zur Aufnahme des Gewindeabschnitts des Kupplungselements 16 des Schneidkopfes 10 auf. In der Aufnahmeöffnung 32 ist ein mit dem Außengewinde 18 des Schneidkopfes 10 korrespondierendes Innengewinde 34 gebildet, das ebenfalls in bestimmten Winkelbereichen von gewindefreien Flächen 36 unterbrochen ist. Die gewindefreien Flächen 36 sind dabei in Umfangsrichtung gleich groß ausgestaltet und so groß bemessen (vorliegend beispielsweise jeweils 110°, wie beispielhaft in Fig. 2B gezeigt ist), dass die Gewindeflächen 19a, 19b des Schneidkopfes 10 hindurchpassen, so dass sich der Schneidkopf 10 mindestens in einer Stellung in die Aufnahmeöffnung 32 einstecken lässt. Eine genaue Positionierung in radialer Richtung wird dabei auch durch die Passvertiefung 38 erreicht, in die das Passelement 22 passgenau einsteckbar ist.
Diese Einfahrsituation ist in verschiedenen Ansichten in Fig. 3 näher gezeigt. Dabei zeigen Fig. 3A eine Seitenansicht, Fig. 3B eine Draufsicht, Fig. 3C eine Schnittansicht entlang der Schnittebene A-A und Fig. 3D eine Schnittansicht entlang der Schnittebene B-B. Erkennbar ist dabei, wie weit der Schneidkopf 10 in den Halter 30 eingesteckt werden kann, ohne dass, wie bei bekannten Schneidwerkzeugen, der Schneidkopf eingedreht werden muss. Das Passelement 22 steckt bereits teilweise in der Passvertiefung 38. Erst in diesem Zustand muss dann der Schneidkopf durch Verdrehen in die in Fig. 4 gezeigte Spannsituation gebracht werden, bei der eine Plananlage zwischen Stirnseite 40 des Halters und halterseitiger ringförmig umlaufender Unterseite 29 des Kupplungskopfes 28 erreicht ist.
Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung lässt sich der Schneidkopf 10 somit sehr leicht und schnell an dem Halter montieren bzw. demontieren. Das zylindrische (ein- oder) mehrgängige Gewinde gewährleistet eine hohe Positionsgenauigkeit sowie eine schnelle und feste Montage, da ein fester Sitz des Schneidkopfes 10 in dem Halter 30 schon nach geringem Verdrehweg erreicht wird. Die Passung im Grunde der Aufnahmeöffnung 32 trägt zudem zu einer hohen Steifigkeit und Positionsgenauigkeit bei, da das Gewinde im Wesentlichen Axialkräfte aufnimmt, während die Passung auch Radialkräfte aufnimmt. Die Fig. 5 bis 8 zeigen eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schneidwerkzeugs, wobei in Fig. 5 wiederum verschiedene Ansichten eines erfindungsgemäßen Schneidkopfes 10, in Fig. 6 verschiedene Ansichten eines erfindungsgemäßen Halters, in Fig. 7 das Schneidwerkzeug in der Einfahrsituation und in Fig. 8 das Schneidwerkzeug in der Spannsituation gezeigt sind. Dabei sind die gleichen Elemente mit den gleichen Bezugsziffern wie in den Fig. 1 bis 4 bezeichnet. Nachfolgend sollen im Wesentlichen die Unterschiede zu der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform erläutert werden.
Bei dieser Ausführungsform ist zunächst das Gewinde 18 als eingängiges Gewinde ausgebildet, wie insbesondere in Fig. 5D zu erkennen ist. Der darin gezeigte Querschnitt lässt erkennen, dass zwar an zwei Stellen, d.h. in zwei Gewindesegmenten 19a, 19b, diese Querschnittsfläche von dem Gewinde 18 geschnitten wird. Diese Schnittstellen gehören aber alle zu dem gleichen eingängigen Gewinde 18, was auch daran zu erkennen ist, dass die Schnittstellen unterschiedlich einen unterschiedlichen Querschnitt aufweisen (im Gegensatz zu den in Fig. ID gezeigten Schnittstellen mit identischen Querschnitten). Das Gewinde 18 ist vorliegend durch drei gewindefreie Flächen 20a, 20b, 20c unterbrochen, die entweder gleich verteilt und mit in Umfangsrichtung gleicher Größe an dem Kupplungselement 16 angeordnet sind, jeweils alle drei unterschiedlich groß ausgestaltet sind oder, wie in Fig. 5D gezeigt ist, von denen zwei gewindefreie Flächen unterschiedlich groß sind. Auch mindestens zwei der Gewindeflächen 19a, 19b, 19c sind unterschiedlich groß (es können aber auch all drei Gewindeflächen unterschiedlich groß oder gleich groß sein), damit der Schneidkopf 10 möglichst nur in einer einzigen Stellung an den Halter 30 eingeschoben werden kann.
Der Halter 30 ist entsprechend aufgebaut und weist ebenso drei gewindefreie Flächen 36 in der Aufnahmeöffnung 32 auf, die das dort vorgesehene Innengewinde 34 unterbrechen. Ansonsten entspricht der Aufbau im Wesentlichen dem Aufbau des Schneidwerkzeugs gemäß der ersten Ausführungsform, wobei allerdings bei dieser Ausführungsform zumindest zwei der gewindefreien Bereiche 36 unterschiedlich groß gewählt sind, damit der Schneidkopf aufgrund der unterschiedlich großen Gewindeflächen 19a, 19b, 19c nur in einer Position in den Halter 30 eingesteckt werden kann.
Auch bei dieser zweiten Ausführungsform lässt sich der Schneidkopf schnell und einfach bei hoher Positionsgenauigkeit und Steifigkeit montieren. Aufgrund des eingängigen Gewindes ist allerdings der Verdrehweg zur Befestigung des Schneidkopfes 10 an dem Halter 30 etwas größer als bei der ersten Ausführungsform. Bei dieser Ausführungsform mit drei Gewindesegmenten am Umfang verteilt sind, stabilisiert bzw. zentriert sich das System beim Anziehen besser.
Es versteht sich, dass die vorliegende Erfindung nicht auf die gezeigten Ausführungsformen beschränkt ist. Insbesondere kann die Gewindegangzahl auch anders gewählt sein, und es kann statt eines rechtsdrehenden Gewindes auch ein linksdrehendes Gewinde verwendet werden. Beispielsweise sind auch drei- oder viergängige oder noch mehrgängigere Gewinde denkbar. Ferner können die gewindefreien Flächen 20, 36 an dem Schneidkopf 10 bzw. dem Halter 30 auch unterschiedliche Größen aufweisen, so dass der Schneidkopf nur in einer bestimmten Position in den Halter eingesteckt werden kann. Die Winkelbereiche der gewindefreien Bereiche 36 in der Aufnahmeöffnung 32 des Halters 30 müssen dabei natürlich auf die Winkelbereiche der Gewindeflächen am Schneidkopf 10 angepasst sein, um überhaupt ein Einstecken zu gewährleisten.
Ferner können auch mehr als zwei oder drei gewindefreie Flächen jeweils an dem Schneidkopf bzw. in der Aufnahmeöffnung vorgesehen sein. Auch die Winkelbereiche der gewindefreien Flächen bzw. der Gewindeflächen können von den vorliegend angegebenen Größen der Winkelbereiche abweichen. Grundsätzlich sind beispielsweise Winkelbereiche zwischen 20° und 90°, insbesondere bei zwei gewindefreien Flächen, oder zwischen 30° und 120°, insbesondere bei zwei gewindefreien Flächen, denkbar.
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