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Patent Searching and Data


Title:
TWO-PART WHEEL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2013/083501
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a wheel, comprising an inner wheel part and an outer wheel part, wherein each wheel part has a circumferential rim flange, a part of the rim base, and a part of the wheel spider. The wheel is characterized in that openings in the wheel-spider parts of the two wheel parts are surrounded by borders. The borders mesh with each other in a dimensionally ideal manner, such that at least one border of an opening of a wheel spider surrounds or is surrounded by a border of the other wheel spider in a planar manner all around and the borders touching each other are connected to each other.

Inventors:
WERNER JENS (DE)
KOEHLER CHRISTIAN (DE)
BARTSCH ANDRE (DE)
MAEKE SANDRO (DE)
DRESSLER MICHAEL (DE)
LEPPER MARTIN (DE)
HUFENBACH WERNER (DE)
Application Number:
EP2012/074186
Publication Date:
June 13, 2013
Filing Date:
December 03, 2012
Export Citation:
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Assignee:
THYSSENKRUPP CARBON COMPONENTS GMBH (Frankenring 1, Kesselsdorf, 01723, DE)
International Classes:
B60B3/08; B60B3/00; B60B3/10; B60B3/14; B60B25/00
Domestic Patent References:
WO1997049565A11997-12-31
WO1997013647A11997-04-17
Foreign References:
US20040255462A12004-12-23
DE1480788A11969-09-18
DE9302974U11993-09-16
DE8526012U11985-10-31
US6726292B12004-04-27
Attorney, Agent or Firm:
KAILUWEIT, Frank et al. (Bamberger Str. 49, Dresden, 01187, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1 . Rad aus einem in neren und einem äußeren Radteil, wobei jedes Radteil ein umlaufendes Felgenhorn, einen Teil des Felgenbettes und einen Teil des Radsterns aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass Ausnehmungen der Radsternteile der beiden Radteile von formideal ineinandergreifenden Umrandungen umgeben sind, wobei mindestens eine Umrandung einer Ausnehmung eines Radsterns eine Umrandung des anderen Radsterns umlaufend flächig umgibt oder von dieser umgeben wird und die einander berührenden Umrandungen miteinander verbunden sind.

2. Rad nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass eine Ausnehmung jedes Radteils eine Achsöffnung ist.

3. Rad nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine mehrere Ausnehmungen Schraubenlöcher zur Befestigung des Rades an der Nabe sind.

4. Rad nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung der einander berührenden Umrandungen luftdicht ausgeführt ist.

5. Rad nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der innere Radteil an seiner fahrzeugabgewandten Seite Umrandungen um einige oder um alle Ausnehmungen aufweist und der äußere Radteil Ausnehmungen, von denen einige oder alle an seiner fahrzeugzugewandten Seite von Umrandungen umgeben sind, a ufwei st, d i e m it d en u m ra n d eten Au sn eh m u n gen d es i n n eren Radtei l s korrespondieren, wobei die Umrandungen so ausgebildet sind, dass die Umrandungen des einen Radteils formideal in die Umrandungen des anderen Radteils eingreifen.

6. Rad nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Umrandungen des äußeren Radteils formideal in die Umrandungen des inneren Radteils eingreifen oder die Umrandungen des inneren Radteils formideal in die Umrandungen des äußeren Radteils eingreifen.

7. Rad nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass einige der Umrandungen des inneren Radteils formideal in die korrespondierenden Umrandungen des äußeren Radteils eingreifen und einige der Umrandungen des äußeren Radteils formideal in die korrespondierenden Umrandungen des inneren Radteils eingreifen.

8. Rad nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Umrandungen der Ausnehmungen des inneren Radteils nach innen gerichtet sind und die Umrandungen des äußeren Radteils formideal in diese eingreifen.

9. Rad nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Umrandungen der Ausneh m u n gen des ä u ßeren Radtei ls nach au ßen gerichtet si nd u nd d ie Umrandungen des inneren Radteils formideal in diese eingreifen.

10. Rad nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Achsöffnung Umrandungen aufweist und von einem Stützring umgeben ist, der die Umrandungen in gleicher Bauhöhe formideal umgibt.

1 1 . Rad nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Rad Schraubenlöcher für Befestigungsschrauben aufweist.

12. Rad nach Anspruch 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Schraubenlöcher Umrandungen aufweisen und von Stützringen umgeben sind, die die Umrandungen in gleicher Bauhöhe formideal umgeben.

13. Rad nach den beiden Ansprüchen 10 und 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Achsöffnung von einem Stützring umgeben ist, der Öffnungen für die Umrandungen der Schraubenlöcher aufweist und die Umrandungen von Achsöffnung und Schraubenlöchern in gleicher Bauhöhe formideal umgibt.

Description:
Zweiteiliges Rad

Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein zweiteiliges Rad für Fahrzeuge, insbesondere Autos, wobei die beiden Radteile form- und/oder stoffschlüssig miteinander verbunden sind.

Ein Rad weist üblicherweise einen Felgenring mit einem Felgenbett auf, das von einem inneren und einen äußeren Felgenhorn begrenzt wird. Das innere und das äußere Felgenhorn schließen umlaufend den Reifen ein, führen diesen und schließen ihn luftdicht ab, indem die Reifenwandungen sich aufgrund des Reifeninnendrucks abdichtend an den Felgenhörnern abstützen. Im Inneren der Felge ist als Tragelement für diese ein Radstern oder eine Felgenscheibe angeordnet, die die Verbindung zur Achse herstellt.

Aus dem Stand der Technik ist eine Vielzahl von zweiteiligen Radlösungen für den Automobilbau bekannt. Derartige zweiteilige Räder werden insbesondere für Lastkraftwagen eingesetzt, um den Reifenwechsel zu erleichtern. Dazu sind die Räder so aufgebaut, dass die beiden Radteile voneinander lösbar gestaltet sind. Dabei ist jedes der beiden Felgenhörner auf einem anderen Teil des zweiteiligen Raes angeordnet.

Eine andere Veranlassung Räder zweiteilig zu gestalten, liegt in den ästhetischen Anforderungen an diese. So ist es gelegentlich gewünscht, den Radstern gegen einen anders gestalteten austauschen zu können. Ein derartiges Problem löst bspw. die DE8526012U1 , die einen Felgenring mit Felgenbett sowie einen lösbar an diesem angebrachten Radstern vorschlägt. Der Radstern wird dabei am Felgenring befestigt, indem die Sternenden bajonettverschlussartig hinter entsprechende Gegenstücke am Felgenring greifen und unter diesen mit Schrauben fixiert werden. Eine weitere Ausführungsform beschreibt, dass das Rad zweiteilig sein kann, wobei jedes Teil ein Felgenhorn aufweist und wobei die beiden Teile des Rades durch die genannte bajonettverschlussartige Kopplung verbunden sind.

Dem Zweck der Gewichtseinsparung dient die Lösung nach US 6,726,292 B1 , in der zwei Radteile aus Faserverbundmaterial, von denen jedes jeweils ein Felgenhorn und einen Teil des Radsterns aufweist, formideal an den einander zugewandten Seiten ineinandergreifen. Dabei steht eine Reihe von Aussparungen am inneren Radteil einer formidealen Reihe von Zahnungen am äußeren Radteil gegenüber. Die fünf Speichen des Radsterns sind im Querschnitt rechteckig und hohl und werden durch die Grundfläche, die vom inneren Radteil bereitgestel lt wird u nd einem d reiseitigen Gegenstück, das vom äußeren Radteil bereitgestellt wird , gebildet. Zusammengehalten werden d ie beiden Radteile durch Schraubverbindungen, sowie durch die Radbefestigungsmuttern, die beide Radteile halten. In der WO 1997/13647 A1 wird für eine besonders kostengünstige Fahrzeugkonstruktion ein zweiteiliges Rad vorgestellt, bei dem ebenfalls jedes Radteil ein Felgenhorn und einen Teil des Radsterns aufweist. Die beiden Radteile weisen einander zugewandte Kontaktflächen auf, d ie i neinandergreifende formideale Erhebu ngen und Vertiefu ngen aufweisen . Zusammengehalten werden die beiden Radteile durch Klick- und Klebeverbindung sowie Nieten. Darüber hinaus halten im montierten Zustand auch die Radmuttern die beiden Teile zusammen. Das Rad ist bevorzugt aus faserverstärktem Plastik und soll besonders leicht sein. Im montierten Zustand sind die beiden Radteile vollflächig miteinander verklebt. Das Felgenbett wird von einem überstehenden Rand des inneren Radteils gebildet, der per Klickverbindung in eine entsprechende Nut des äußeren Radteils eingreift.

Räder unterliegen verschiedenen starken Beanspruchungen. Diese Beanspruchungen treten weniger während der einfachen Beschleunigungs- oder Bremsvorgänge oder während des betriebstypischen Abrollens auf, als vielmehr dann, wenn die Räder auf Hindernisse treffen. Derartiges ist insbesondere kritisch, wenn die Räder nicht indirekt über den Reifen sondern direkt seitlich beansprucht werden. Solche Beanspruchungen treten z. B. beim seitlichen Auftreffen auf Bordsteinkanten auf. Die bekannten Radkonstruktionen können diesen Beanspruchungen nur schlecht begegnen. Weiterhin ist es problematisch, die komplexe Form eines Automobilrades kostengünstig und effektiv auszubilden.

Es stellt sich somit die Aufgabe, eine zweiteilige Radkonstruktion vorzuschlagen, die sehr gut auf seitliche Belastungsfälle reagiert und dabei leicht und kostengünstig herzustellen ist.

Diese Aufgabe wird mit dem zweiteiligen Rad nach Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Rades sind in den rückbezogenen Unteransprüchen offenbart.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe mit einem Rad gelöst, das zwei Radteile aufweist, wobei jedes Radteil ein umlaufendes Felgenhorn und einen Teil des Radsterns beinhaltet und wobei der Radstern so ausgebildet ist, dass Ausnehmungen der Radsternteile der beiden Radteile von Umrandungen umgeben sind, und wobei mindestens eine Umrandung eines Radsterns eine formideal in sie eingreifende Umrandung des anderen Radsterns umlaufend flächig umgibt oder von dieser umgeben wird und die einander berührenden Umrandungen miteinander verbunden sind. Bevorzugt existieren auf jedem Radsternteil mindestens zwei und weiterhin bevorzugt mindestens drei Ausnehmungen, die von Umrandungen umgeben sind und die formideal in die Umrandungen des anderen Radsternteils passen, bzw. von diesen formideal umgeben werden. Unter Umrandung wird hier eine Auskragung verstanden, die eine Ausnehmung im Radstern vollständig umlaufend umgibt. Der Radstern kann mehrere Ausnehmungen aufweisen, von den en ei n ige oder al le von U m rand u n gen u mgeben si nd . Die Umrandungen der Ausnehmungen eines Radsterns können auf einer Seite oder beiden Seiten des Radsterns ausgebildet sein. Die Höhe der Umrandung über die Materialebene des Radsterns ist bevorzugt konstant. Sie kann jedoch auch, z. B. wellenförmig, variieren. Die Materialstärke der U m randu ng ist bevorzugt konstant, kann jedoch variieren, bspw. in Form von Verstärkungsrippen. Vorzugsweise entspricht der Querschnitt der Umrandungen der Form der Ausnehmung und ist über die gesamte Höhe konstant. Eine bevorzugte Ausführungsform sieht jedoch auch vom Radstern aus über die Höhe konisch zu- oder abnehmende Querschnitte der Umrandungen vor. Hier werden vorteilhaft Umrandungen, die in ihrem Durchmesser abnehmen beim Zusammenfügen der beiden Radteile in Umrandungen eingefügt, die in ihrem Durchmesser zunehmen, wobei die Umrandungen formideal ineinanderpassen. Derartige konisch formideal ineinanderpassende Umrandungen gewährleisten eine besonders gute Führung und Zentrierung der Umrandungen ineinander.

Die Umrandungen weisen vorteilhaft einen optionalen Krümmungsbereich beim Übergang vom Radstern in die Umrandung auf.

Die erfindungsgemäße Radkonstruktion weist zwei Radteile mit jeweils einem umlaufenden Felgenhorn und einem Radstern sowie Achsöffnung und/oder Schraubenlöchern zur Befestigung auf, wobei im zusammengefügten Zustand des Rades die beiden Radsterne der Radteile gemeinsam den Radstern des Rades ergeben.

Die Radsterne weisen Ausnehmungen auf. Durch diese Ausnehmungen wird dem Radstern die Anmutung verliehen, als verfüge dieser über Speichen. Hier handelt es sich bevorzugt um drei bis zwölf, besonders bevorzugt um drei bis acht und weiterhin bevorzugt um drei bis sechs Speichen, wobei zwischen zwei Speichen mindestens eine Ausnehmung existiert. In einer bevorzugten Ausführungsform sind zwischen zwei Speichen mehr als eine Ausnehmung angeordnet. Es sind bevorzugt zwei oder drei, weiterhin bevorzugt bis zu fünf Ausnehmungen zwischen zwei Speichen möglich.

Die Form der Ausnehmungen kann unterschiedlich sein; so ist bei einem Radstern, der lediglich drei Ausnehmungen aufweist, eine Nierenform bevorzugt, bei der die Unterkante und die Oberkante parallel zur Achsöffnung verlaufen und die Unter- und Oberkante an ihren Enden durch Kreisbogenabschnitte verbunden sind. Diese Nierenform kommt vorteilhaft auch bei einer größeren Zahl von Ausnehmungen zum Einsatz. Weiterhin bevorzugt ist eine Kreisform der Ausnehmungen. Weitere bevorzugte Ausführungsformen sind Ausnehmungen in Polygonform (dreieckig, viereckig, fünfeckig, sechseckig etc.), wobei es besonders vorteilhaft ist, die Ecken der Polygone abgerundet zu gestalten, um eine möglichst gleichmäßige Kraftverteilung in den Umrandungen zu erreichen.

Das Radteil, das im Betriebszustand eines vierrädrigen Fahrzeugs nicht sichtbar ist, wird als das innere Radteil, das im Betriebszustand sichtbare Radteil wird als das äußere Radteil bezeichnet. Die beiden Radteile sind form- und/oder stoffschlüssig miteinander verbunden.

Die Verbindung der Radteile erfolgt bevorzugt dadurch, dass die Umrandungen um die Ausneh mungen der Radsterne der Radteile, ineinandergesteckt und form- und/oder stoffschlüssig verbunden werden.

Bevorzugt weist der innere Radteil an seiner fahrzeugabgewandten Seite Umrandungen um einige oder vorzugsweise um alle Ausnehmungen auf. Der äußere Radteil weist an seiner fahrzeugzugewan d te n S e i te a n d e n Au s n e h m u n g e n , d i e m i t d e n u m ra n d ete n Ausnehmungen des inneren Radteils korrespondieren ebenfalls eine Umrandung auf. Die Umrandungen sind so gestaltet, dass die Umrandungen des einen Radteils formideal in die Umrandungen des anderen Radteils eingreifen. Bevorzugt passen die Umrandungen des äußeren Radteils formschlüssig in die Umrandungen des inneren Radteils. Es ist jedoch auch möglich, dass die Umrandungen des inneren Radteils innerhalb der Umrandungen des äußeren Radteils positioniert werden. Selbstverständlich ist auch eine alternierende Anordnung möglich. In dieser Ausführungsform verbleibt ein Abstand zwischen den Felgenbettteilen der Radteile, da die Umrandungen als Abstandshalter wirken. Vorteilhaft ermöglicht es der Abstand zwischen den Felgenbettteilen der beiden Radteile, seitliche Stöße besonders gut abzufedern, da die elastischen Eigenschaften des äußeren Radteils besonders gut zum Tragen kommen können, da eine gleichzeitige Verformung des inneren Radteils weitgehend vermieden wird.

Eine weitere bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass die Umrandungen der Ausnehmungen des inneren Radteils nach innen gerichtet sind und die Umrandungen des äußeren Radteils formideal in diese eingreifen. Auf diese Weise verbleibt vorteilhaft kein Abstand zwischen den Felgenbettteilen der Radteile. Die Verbindung kann daher nicht nur entlang der U mrand ungen , sondern bevorzugt auch vol lflächig entlang der beiden Radsternteile erfolgen.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die Umrandungen der Ausnehmungen des äußeren Radteils nach außen gerichtet und die Umrandungen des inneren Radteils greifen formideal in diese ein. Auf diese Weise verbleibt vorteilhaft im Inneren des inneren Radteils Platz um die Bremsanlage (Bremsscheibe und -klotze) anordnen zu können. Vorteilhaft wird bei dieser Ausführungsform eine Sichtblende (Radkappe) von außen auf die nach außen gerichteten Umrandungen des äußeren Radteils aufgesteckt.

Die Radteile können aus demselben oder unterschiedlichen Materialien bestehen. Bevorzugt werden als Materialien für die Radteile dieselben Materialien eingesetzt, wie für herkömmliche Räder nach dem Stand der Technik. Dies sind vorzugsweise Leichtmetalle (AI , Mg) bzw. Leichtmetal l legieru ngen , Sta h l , Verbu ndwerkstoffe , i nsbeson dere Faserverbundwerkstoffe wie kohlefaser-, glasfaser- oder kevlarverstärkte Kunststoffe.

Die Verbindung der Umrandungen der Ausnehmungen der Radteile, bzw. auch der Radsterne der Radteile, falls sich diese berühren, erfolgt abhängig von den Materialien der Radteile. Besonders bevorzugt ist ein vollflächiges Verkleben der Umrandungen der beiden Radteile auf der gesamten Berührungsfläche der Umrandungen. Weiterhin bevorzugt sind Verschweißen oder formschlüssiges Verbinden durch Drücken eines oder mehrerer Kontaktpunkte der Umrandungen. Falls das Rad für den Einsatz mit schlauchlosen Reifen vorgesehen ist, ist es wesentlich, dass die Verbindung der Umrandungen luftdicht erfolgt. In einer bevorzugten Ausführungsform werden einige oder alle Kontaktlinien der Umrandungen mit dem benachbarten Radteil umlaufend mit einem Dichtungsmittel (bspw. auf Silikonbasis) behandelt.

Bevorzugt sind die Radsternteile der Radteile mit einer Achsbohrung versehen, durch die die Achse des Fahrzeugs verläuft. Die Achsöffnung bzw. Achsbohrung ist in beiden Radteilen ebenso, wie die Ausnehmungen , von einer Umrandung umgeben. I n einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Befestigung des Rads als Achsbefestigung ausgeführt ist. In einer bevorzugten Weiterentwicklung dieser Ausführungsform wird ein Stützring verwendet, der die Umrandungen in gleicher Bauhöhe formideal umgibt und so einen Teil der Kraft aufnimmt, die beim Anziehen der Befestigungsschraube des Rads ausgeübt wird.

Eine weitere bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass das Rad neben der zentralen Achsöffnung auch Schraubenlöcher zur Befestigung aufweist. Diese Schraubenlöcher sind radial um die Achsöffnung verteilt und dienen der Befestigung des Rads an den standardisierten Bremsscheiben bzw. -trommeln. Bevorzugt sind die Schraubenlöcher ebenso wie die Ausnehmungen zur Verbindung der beiden Radteile aufgebaut und weisen i n e i n a n d e r l i eg e n d e U m ra n d u n g e n a uf , wo b e i d i e i n n e re U m ra n d u n g d e m Bolzendurchmesser der Schraube entspricht. Eine weitere bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass jedes Schraubenloch mit einem Stützring umgeben ist, der einen Teil der Kraft, die beim Anziehen der Schrauben ausgeübt wird, aufnimmt. Eine darüber hinaus bevorzugte Ausführungsform stellt einen Ring bereit, der die Achsöffnung umgibt und für jedes Schraubenloch eine korrespondierende Öffnung aufweist. Dieser Stützring nimmt einen Teil der Kraft auf, die beim Anziehen der Radmuttern bzw. Schrauben auf die Radteile ausgeübt wird.

Als Material für die genannten Stützringe kommen vorzugsweise dieselben Materialien wie für die Radteile zum Einsatz. Es können jedoch auch andere Materialien genutzt werden, die die auftretenden Kräfte aufnehmen können. So können z. B. metallische Stützringe auch zwischen Radteilen aus Faserverbundmaterial eingesetzt werden.

Die Umrandungen um die Ausnehmungen der Radsternteile weisen bei typischen PKW- Rädern mit einem Durchmesser von 15 Zoll bis 17 Zoll eine Höhe von 0,5 cm bis 4 cm auf. Die tatsächlich eingesetzte Umrandungshöhe richtet sich nach dem zu erwartenden Belastungsfall und ist bspw. bei Rädern für Geländewagen größer als bei PKW für den reinen Straßeneinsatz. Die Umrandungshöhe kann bei größeren Raddurchmessern auch größer sein. Die notwendige Umrandungshöhe ist weiterhin von der Zahl der Ausnehmungen abhängig. Insgesamt gesehen sind die Umrandungshöhe und deren Materialstärke, wie die gesamte Ausgestaltung von Wanddicke etc. Gegenstand üblicher ingenieurtechnischer Auslegung, bspw. unter Einsatz von Finite-Elemente-Methoden. Die Umrandungen bestehen bevorzugt aus demselben Material wie der Radteil, aus dem sie auskragen. Vorteilhaft werden die Umrandungen gemeinsam mit dem Radteil zu dem sie gehören gefertigt.

Das erfindungsgemäße Rad weist vorteilhaft eine bessere Widerstandfähigkeit gegen Belastungen in seitlicher Richtung auf. Da die Verbindung der beiden Radteile nicht vollflächig erfolgt, ist die Elastizität des äußeren Radteils besser zu nutzen. Eine bevorzugte Ausführungsform sieht daher vor, dass das innere Radteil aus relativ starrem Material besteht, während das äußere besonders gute elastische Eigenschaften aufweist. Auch die Fertigung des erfindungsgemäßen Rades ist verbessert, da die beiden Radteile einzeln gefertigt und so die komplizierte Form des Gesamtrades in zwei leichter herzustellende Einzelformen aufgelöst werden können. Ausführungsbeispiel

Die Erfindung wird anhand des folgenden Ausführungsbeispiels erläutert.

Fig. 1 und Fig. 2 zeigen den inneren Radteil (1 ) und den äußeren Radteil (2) aus zwei verschiedenen Blickwinkeln. Jeder Radteil (1 , 2) weist einen Felgenbettteil (14, 24), ein Felgenhorn (15, 25) und einen Radstern (1 1 , 21 ) auf. Die Radsterne (1 1 , 21 ) weisen jeweils drei Ausnehmungen (12, 22) auf, die von Umrandungen (13, 23) umgeben sind, in der Mitte jedes Radteils (1 , 2) ist die Achsöffnung (32) mit der zugehörigen U mrandung (33) dargestellt. Die hier gezeigten Radteile sind aus Tiefziehstahl DD1 1 gefertigt. Die Radteile bilden gemeinsam ein 15 Zoll Rad (6). Die Materialstärke im Felgenbettbereich beträgt dabei. 2 mm, Die Felgenhörner weisen eine Materialstärke von 4 mm auf, während die Materialstärke des Radsterns und der jeweiligen zugehörigen Umrandung 4,5 mm beträgt.

Fig. 3 und Fig. 4 zeigen ein fertig zusammengesetztes Rad (6) aus verschiedenen Blickwinkeln. Das innere Radteil (2) und das äußere Radteil (1 ) sind miteinander verbunden, indem die Umrandung (23) des äußeren Radteils (2) formideal in die Umrandung (13) des inneren Radteils (1 ) eingreift. In Fig. 4 verdeckt die Umrandung (23) des äußeren Radteils die Umrandung 13) des inneren Radteils. Die beiden Radteile (1 , 2) sind durch Klebstoff fixiert.

Die Fig. 5 zeigt die Ansicht des Rades (6) wie es im Betriebszustand des Fahrzeugs wahrzunehmen ist. Es ist lediglich das äußere Radteil (2) mit den Ausnehmungen (22) im Radstern (21 ) sichtbar. Hier sind insbesondere die Krümmungsbereiche (231 ), die aus dem Felgenbett in die Umrandungen führen, zu erkennen.

Die Fig. 6 zeigt einen Schnitt durch das Rad (6) nach Fig. 5 entlang der Achse A-A. Erkennbar weisen die Radteile (1 , 2) unterschiedlich große Felgenbettteile (14, 24) auf. Dadurch, dass der innere Radteil (1 ) einen breiteren Felgenbettteil (14) aufweist, verbleibt im Inneren des Radteils hinreichend Raum für die Bremsvorrichtung des Rades. Erkennbar besteht ein Abstand (4) zwischen dem inneren Felengbettteil (14) und dem äußeren Felgenbetteil (24). Da das Rad (6) mit schlauchlosen Reifen betrieben werden soll, ist die luftdichte Verbindung aller Umrandungen notwendig.

Fig. 7 zeigt den Ausschnitt X aus Fig. 6. Die Umrandung (23) des äußeren Radteils (2) greift in die Umrandung (13) des inneren Radteils (1 ) ein. Aufgrund dieser Gestaltung ist von der (äußeren) Sichtseite her der zweiteilige Aufbau des Rades (6) nicht erkennbar. Aufgrund der Schnittdarstellung wird verdeutlicht, dass der Radstern (21 ) über die Krümmung (231 ) in die Umrandung (23) übergeht und Radstern (21 ), Krümmungsbereich (231 ) und Umrandung (23) einstückig ausgeführt sind. Im unteren Bereich der Schnittdarstellung ist erkennbar, dass die Achsöffnungen der beiden Radteile (1 , 2) ebenfalls Umrandungen (33) aufweisen, die sich zwar in der Höhe von denen der Umrandungen (13, 23) der sonstigen Ausnehmungen der Radsterne (1 1 , 21 ) unterscheiden, jedoch beim Zusammenfügen der beiden Radteile (1 , 2) ebenso formschlüssig ineinander greifen. Weiterhin ist verdeutlicht, dass die Umrandungen dieser Ausführungsform parallel verlaufende Wandungen aufweisen, d. h. der Querschnitt (die Öffnu ng) der U mrandu ngen entspricht dem der Ausnehm ungen und n immt mit zunehmendem Abstand vom Radstern weder zu noch ab.

Bezugszeichenliste

1 inneres Radteil

1 1 Radstern des inneren Radteils

12 Ausnehmung im Radstern des inneren Radteils

13 Umrandung um Ausnehmung im Radstern des inneren Radteils

14 Felgenbett des inneren Radteils

15 Felgenhorn des inneren Radteils

2 äußeres Radteil

21 Radstern des äußeren Radteils

22 Ausnehmung im Radstern des äußeren Radteils

23 Umrandung um Ausnehmung im Radstern des äußeren Radteils

231 Krümmungsbereich im Übergang vom Radstern zur Umrandung

24 Felgenbett des äußeren Radteils

25 Felgenhorn des äußeren Radteils

32 Achsöffnung

33 Umrandung der Achsöffnung

4 Abstand zwischen den Felgenbettteilen des inneren und äußeren Raddteils

6 fertiges Rad