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Patent Searching and Data


Title:
UNDERARM PERSPIRATION PAD TO BE FASTENED TO THE BODY
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/149240
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an underarm perspiration pad (1) comprising a fastening device (2) and to an underarm perspiration pad (1) for use with a fastening device (2). The aim of the invention is to design an underarm perspiration pad (1), which has a fastening device (2) for fastening to the body, in such a way that comfortable and functional positioning in the armpit (9) and a permanently secure hold are guaranteed, while the underarm perspiration pad can still be produced at low cost. Said aim is achieved by means of an underarm perspiration pad (1) having a fastening device (2), wherein the underarm perspiration pad (1) comprises several layers, of which one layer is suitable for absorbing liquid and another layer is substantially liquid-impermeable, and wherein the fastening device (2) for fastening to the body is designed as a substantially band-shaped, elastic carrier (2a) to be guided over the shoulder (3), wherein the underarm perspiration pad (1) comprises connecting elements (5) at lateral fastening points (4a, 4b), which connecting elements are used to detachably fasten the carrier (2a) to the armpit perspiration pad (1), wherein a fold line (11) is formed between the fastening points (4a, 4b) when the armpit perspiration pad is worn, and wherein the distance (12) between the fold line (11) and the lower edge (1b) comprises at least half the length (6) of the underarm perspiration pad (1) between the upper edge (1a) and the lower edge (1b) and the position of the fastening points (4a, 4b) is asymmetrical regarding the distance from the upper edge (1a). Furthermore, the aim is to provide an armpit perspiration pad (1) that is suitable for the use according to the invention with the fastening device (2) (carrier 2a) described above.

Inventors:
ÖZDEMIR, Nadir (Karlsruher Strasse 66, Ketsch, 68775, DE)
Application Number:
EP2010/002532
Publication Date:
December 29, 2010
Filing Date:
April 24, 2010
Export Citation:
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Assignee:
ÖZDEMIR, Nadir (Karlsruher Strasse 66, Ketsch, 68775, DE)
International Classes:
A41D27/13
Attorney, Agent or Firm:
WEBER, Walter (Kanzlei Weber & Seidel, Handschuhsheimer Landstrasse 2a, Heidelberg, 69120, DE)
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Claims:
Achselschweißpad zur Befestigung am Körper

Patentansprüche

1. Achselschweißpad (1) mit Befestigungsvorrichtung (2), wobei das

Achselschweißpad (1) im wesentlichen flächig ausgebildet ist und mehrere Lagen aufweist, von denen eine Lage zur Flüssigkeitsaufnahme geeignet ist und eine andere Lage im wesentlichen flüssigkeitsundurchlässig ausgebildet ist, und wobei die Befestigungsvorrichtung (2) zur Befestigung am Körper als über die zur jeweiligen Achsel gehörende Schulter (3) zu führender, im wesentlichen bandförmiger, elastischer Träger (2a) ausgebildet ist, wobei das Achselschweißpad (1) seitlich an einem zur Körpervorderseite zeigenden vorderen Befestigungspunkt-(4a) und einem zur Körperrückseite zeigenden hinteren Befestigungspunkt (4b) Verbindungselemente (5) zum lösbar Befestigen des Trägers (2a) am Achselschweißpad (1) aufweist, wobei sich zwischen den Befestigungspunkten (4a, 4b) beim Tragen eine Knicklinie (11) bildet und wobei der Abstand (12) zwischen der Knicklinie (11) und dem unteren Rand (Ib) mindestens die Hälfte der Länge (6) des Achselschweißpads (1) zwischen oberem Rand (Ia) und unterem Rand (Ib) umfaßt und die Position der Befestigungspunkte (4a, 4b) in Bezug auf die Entfernung vom oberen Rand (Ia) zueinander asymmetrisch ist und wobei der vordere Befestigungspunkt (4a) gegenüber dem hinteren Befestigungspunkt (4b) näher zum oberen Rand (Ia) hin positioniert ist.

2. Achselschweißpad (1) mit Befestigungsvorrichtung (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Asymmetrie der Befestigungspunkte (4a, 4b) auf die individuelle Anatomie einstellbar ist.

3. Achselschweißpad (1) mit Befestigungsvorrichtung (2) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellbarkeit dadurch gegeben ist, daß jedes Verbindungselement (5) die Befestigung an verschiedenen Positionen ermöglicht, durch die der Träger (2a) wahlweise mit dem Achselschweißpad (1) verbunden werden kann.

4. Achselschweißpad (1) mit Befestigungsvorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Befestigungspunkten (4a, 4b) ein Stabilisierungselement (7) angeordnet ist, das die Reißfestigkeit zwischen den Befestigungspunkten (4a, 4b) erhöht.

5. Achselschweißpad (1) mit Befestigungsvorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Anlageelement (13) vorgesehen ist, das derart ausgestaltet ist, daß es dem Bereich des Achselschweißpads (1) zwischen oberem Rand (Ia) und Knicklinie (11) eine dem Heben des Arms (8) folgende Auflage verfügbar macht.

6. Achselschweißpad (1) mit Befestigungsvorrichtung (2) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Anlageelement (13) an der Fläche einer der Lagen des Achselschweißpads (1) angeordnet ist und eine Biegesteifϊgkeit und Formgebung aufweist, die die Steifigkeit des Achselschweißpads (1) in seiner Flächenform erhöht.

7. Achselschweißpad (1) mit Befestigungsvorrichtung (2) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Anlageelement (13) aus einem Material mit Formgedächtnis besteht, so daß das Anlageelement (13) während der Benutzung des Achselschweißpads (1) dieses in Richtung der ursprünglichen planaren Form zurückführt.

8. Achselschweißpad (1) mit Befestigungsvorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Anlageelemente (13) lösbar mit dem Achselschweißpad (1) verbindbar ist.

9. Achselschweißpad (1) mit Befestigungsvorrichtung (2) nach Anspruch 5 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Anlageelement (13) durch einen Träger gebildet wird, der mit dem oberen Teil des Achselschweißpads (1) zwischen oberem Rand (Ia) und Knicklinie (1 1) verbindbar ist und am Arm (8) befestigbar ist.

10. Achselschweißpad (1) mit Befestigungsvorrichtung (2) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Anlageelement (13) ein Bereich im oberen Teil des Achselschweißpads (1) zwischen oberem Rand (Ia) und Knicklinie (11) so ausgestaltet ist, daß er auf der Haut haften kann.

1 1. Achselschweißpad (1) mit Befestigungsvorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Anlageelement (13) durch das Stabilisierungselement (7) gebildet wird.

12. Achselschweißpad (1) mit Befestigungsvorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 4 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungselemente (5) an dem Stabilisierungselement (7) angeordnet sind.

13. Achselschweißpad (1) mit Befestigungsvorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 4 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Stabilisierungselement (7) als zusätzliches Flüssigkeitsaufnahmedepot ausgebildet ist.

14. Elastischer, im wesentlichen bandförmiger Träger (2a) für Schweißpad nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß er in mindestens einem Abschnitt Mittel (14, 14a, 14b) zum Stabilisieren des

Trägers (2a) gegenüber einem Verdrehen aufweist.

15. Achselschweißpad (1) zur Verwendung mit einem in den Ansprüchen 1 oder 14 beschriebenen Träger (2a) mit den auf das Achselschweißpad (1) bezogenen Merkmalen eines der Ansprüche 1 bis 13.

16. Achselschweißpad (1) mit Befestigungsvorrichtung (2) mit den Merkmalen eines der Ansprüche 1 bis 13, wobei der Träger (2a) unlösbar mit dem Achselschweißpad (1) verbunden ist.

Description:
Achselschweißpad zur Befestigung am Körper

Beschreibung

Die Erfindung betrifft ein Achselschweißpad mit Befestigungsvorrichtung zur Befestigung am Körper

Die Absonderung von Körperschweiß bei körperlicher Anstrengung oder bei hohen Temperaturen, insbesondere in der Achselhöhle, ist ein bekanntes Problem, da der Schweiß zu Flecken in der Kleidung und zu unerwünschter Geruchsbildung führt. Die Achselhöhle befindet sich unter dem Schultergelenk im Winkel von Armansatz und Rumpf und erstreckt sich ausgehend von der Unterseite des Oberarms bis zum Rumpf. Zwischen den Muskelsträngen an Brust und Rücken, die die Achselhöhle nach vorne und hinten begrenzen, bildet sich eine muldenförmige Fläche, die sich beim seitlichen oder nach vorn gerichteten Heben des Arms nach vorne hin öffnet. Je nach Ausprägung der betreffenden Muskelpartien kann die Achselhöhle in Armruhestellung nach vorne und nach hinten unterschiedlich begrenzt sein. In der Regel umfaßt die Achselhöhle einen Bereich von ca. Handteller- bis Handflächengröße. Dieser Bereich ist unter normalen Umständen verdeckt, Schweiß kann aber durch Aufnahme in den Stoff auch außerhalb dieses Bereichs als Schweißrand sichtbar werden, auch wird der Achselbereich bei alltäglichen Armbewegungen immer wieder offengelegt, so daß Schweißflecken wie auch Geruchsbildung unangenehm auffallen können.

Abhilfe wurde auf verschiedenen Wegen geschaffen. So gibt es Stoffe, die als Deodorants flüssig oder trocken auf die Achselhöhle aufgetragen werden und auf die den Schweiß zersetzenden Bakterien einwirken. Diese können zwar gegen die Geruchsbildung wirken, nicht jedoch verhindern, daß sich Schwitzflecken in der Kleidung bilden. Andere Stoffe sollen als Antitranspirantien die Schweißbildung vermindern oder gar ganz verhindern. Da Schwitzen eine wichtige biologische Funktion erfüllt, ist es jedoch bedenklich, diese Körperfunktion zu beeinträchtigen.

Andere Lösungswege bestehen darin, den Schweiß vor Erreichen der Kleidung in einem saugfähigen Material aufzunehmen. Dies geschieht mit sogenannten Achselschweißpads, d.h. blattförmigen Materialen, die zur Aufnahme von Körperflüssigkeit geeignet sind. Dabei können sowohl waschbare und damit wiederverwendbare als auch solche Einweg- materialen Verwendung finden, wie sie bei Hygieneprodukten, z.B. Binden, Einlagen und Windeln, gebräuchlich sind. Dabei weisen diese üblicherweise mehrere Lagen auf, nämlich eine saugfähige Lage zur Flüssigkeitsaufnahme und eine flüssigkeitsundurchlässige Lage zum Schutz der Kleidung.

Schwierig ist dabei, eine geeignete Lösung für die Befestigung dieser Achselschweißpads zu finden. Damit ein Achselschweißpad ohne Beeinträchtigung des Benutzers getragen werden kann, ist es erforderlich, daß es an der anatomisch richtigen Stelle sicher positioniert werden kann und daß es dort auch während längerer Nutzung sicher positioniert bleibt. Dabei soll es eine sichere Schweißaufnahme gewährleisten und nach außen möglichst nicht sichtbar sein. Eine für jede individuelle körperliche Konstitution geeignete Befestigungsmöglichkeit bereitzustellen, ist daher eine bislang unbefriedigend gelöste Aufgabe. Erschwerend dabei ist, daß der Bereich der Achselhöhle Reibungskräften durch Kleidung und Haut, aber auch Zugkräften durch Armbewegungen ausgesetzt ist.

Eine bekannte Möglichkeit besteht darin, die Achselschweißpads auf der betreffenden Kleidung anzubringen. Frühe Methoden sahen für die ursprünglich wiederverwendbaren

Materialien vor, dies durch Einnähen oder Einknöpfen des Achselschweißpads in die

Kleidung zu bewirken. Modernere Ausführungsformen mit Einwegmaterialien sehen selbstklebende Achselschweißpads vor, die vor Gebrauch in die Kleidung eingeklebt und nach Gebrauch wieder entfernt werden. Solche Achselschweißpads sind beispielsweise in der DE 28 41 365 und der DE 36 40 374 Al beschrieben. Ein Nachteil dieser Einklebemethode ist, daß insbesondere Kleidung aus empfindlichen Materialien durch das wiederholte Ankleben und Entfernen solcher Achselschweißpads beeinträchtigt (Beschädigung oder auch Verschmutzung) werden kann. Auch ist ein eingeklebtes Schweißpad zumindest bei weichen oder transparenten Stoffen von außen sichtbar, was natürlich nicht erwünscht ist. Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß das Anbringen große Sorgfalt verlangt, damit beim Einkleben in der Kleidung keine Falten entstehen. Ein dritter Nachteil besteht darin, daß ein Kleiderwechsel innerhalb eines Tages ein erneutes Einkleben erforderlich macht. Insgesamt ist also die Handhabung aufwendig, und die betreffende Kleidung wird durch die Klebstoffeinwirkung belastet.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, das Achselschweißpad direkt auf die Haut zu kleben, wie es aktuell auf dem Markt ist. Da die Achselhöhle weder eine ebene noch eine glatte Oberfläche aufweist und die Hautoberfläche vielen Bewegungen ausgesetzt ist, ist ein besonders darauf abgestimmtes, elastisches Material erforderlich, was die Fertigungskosten erhöht. Ferner setzt diese Befestigungsmethode voraus, daß die Achselhaare entfernt werden, was derzeit nur von Frauen generell akzeptiert wird. Auch nimmt die Haftkraft mit der Zunahme der Schweißaufnahme ab, was durch die Kräfteeinwirkungen der Hautbewegungen noch verstärkt wird, so daß die Haftkraft nicht dauerhaft gewährleistet ist. Es müssen also stark haftende Klebstoffe verwendet werden. Gleichzeitig wirken auch hier beim Ablösen Kräfte auf die Befestigungsfläche (hier anstelle des Stoffs die empfindliche Haut) ein, durch die Haut zusätzlich beeinträchtigt wird. Dies kann insbesondere bei Menschen mit empfindlicher Haut zu Hautreizungen (Rötung, Jucken) an der Klebestelle fuhren.

Beide Befestigungsmethoden haben somit das Problem, daß einerseits die Haftung auch bei Bewegungskräften auf der Klebefläche (Haut oder Stoff) ausreichend gesichert sein muß, aber andererseits durch zu starke Haftkräfte das Ablösen von der Klebefläche diese beeinträchtigen kann, so daß immer eine Forderung an das Produkt nicht optimal erfüllt sein kann. Daher wurden Versuche unternommen, ein solches Achselschweißpad durch Befestigungsmittel am Körper zu befestigen, die ohne stark haftende Klebemittel auskommen, d.h. allein durch Preßkräfte Halt geben.

So wurde in der US 6,138,276 ein längliches Achselschweißpad offenbart, das mit Hilfe von zwei seitlich befestigten Haltebändern am Träger einer Unterwäschebekleidung befestigt werden kann. Dies hat den Nachteil, daß ein solches Produkt durch die benötigten Haltebänder aufwendig zu fertigen ist und daher als Wegwerfartikel kaum wirtschaftlich herstellbar ist. Dies ist für ein derartiges Produkt jedoch erforderlich, um es erfolgreich auf dem Markt anbringen zu können. Es ist aber auch in der praktischen Anwendung ungünstig, da es in jedem Fall das Tragen von Unterwäsche voraussetzt, was in Sommermonaten oder heißen Gegenden nicht immer praktikabel ist. Darüber hinaus besteht Unterwäsche (Unterhemd, BH), insbesondere deren Träger, bekanntlich aus weichen Materialien, um am Körper möglichst wenig spürbar zu sein. Ein solcher Unterwäsche- träger kann daher für ein solchermaßen befestigtes Achselschweißpad bei stundenlangem Gebrauch während alltäglicher Verrichtungen kaum sicheren Halt in der Achselhöhle geben. Darüber hinaus kann das offenbarte Halteband ein Verrutschen in der Höhe am Unterwäscheträger nicht sicher verhindern, insbesondere als die Schwerkraft das Achselschweißpad nach unten ziehen wird. Zumindest wenn der Arm gehoben wird und das Achselschweißpad keine zusätzliche Druckkrafteinwirkung durch den am Körper anliegenden Arm erfährt, wird das Achselschweißpad verrutschen. Sobald dann auch noch der weiche und damit flexible Unterwäscheträger verrutscht, ist die betroffene Person gezwungen, sowohl das Achselschweißpad als auch den Unterwäscheträger wieder in eine geeignete Position zu bringen. Damit ist keine bequeme Handhabung gegeben.

Die US 5,245,707 offenbart ein Trägersystem, bei dem ein Band unter den Achseln um den Oberkörper geführt und geschlossen wird, während ausgehend vom Bereich unter den Achselhöhlen Schlingen um die Schulter führen, die im Achselbereich eine Fläche zur Befestigung von Achselschweißpads bieten. Diese Lösung erlaubt somit, die Achselschweißpads separat vom Befestigungssystem als Wegwerfartikel auszugestalten. Ferner bietet die offenbarte Lösung ein Haltesystem, das bezüglich der Haltefunktion optimiert ist. Nachteil dieser Vorrichtung bzw. dieses Systems ist neben der aufwendigen Fertigung jedoch, daß das Haltesystem für einen Mann kaum akzeptabel ist, da er derartige

Riemenführungen um den Oberkörper nicht gewöhnt ist. Auch ist eine solche Vorrichtung schwieriger zu verbergen, weil das Trägersystem zumindest durch sommerliche

Bekleidung durchdrückt und damit sichtbar wird. Dies wird auch die Akzeptanz bei Frauen vermindern. Darüber hinaus müßte diese Vorrichtung bei Frauen entweder zusätzlich zu einem BH getragen werden, oder die Vorrichtung müßte als Spezial-BH gefertigt werden, in den die offenbarte Vorrichtung integriert ist. Dies ist für den breiten Markt völlig unpraktikabel und allenfalls für Individuallösungen vorstellbar.

Eine weitere Lösung offenbart die DE 39 09 218, bei der ein Achselschweißpad als Achselhöhlenbinde mit integrierter Versteifung mittels einer elastischen Armschlinge, die im Bereich der Versteifung in die Achselhöhlenbinde lösbar eingreift, am Oberarm befestigbar ist. Dadurch kann das Achselschweißpad selbst als Wegwerfartikel ausgestaltet sein. Auch ist eine einfache Befestigung am Körper, die insbesondere auch für Männer geeignet ist, gegeben. Die Versteifung soll dazu dienen, ein Anlegen der Binde an Unterarm, Achselhöhle und Körperseite entgegen der Schwerkraft zu bewirken.

Die offenbarte Lösung hat jedoch den Nachteil, daß es durch die Befestigungsschlinge am Oberarm erforderlich ist, daß ein Kleidungsstück mit Ärmeln getragen wird, deren Länge deutlich über die Schlinge reicht, um die Armschlinge auch bei Verrutschen der Ärmel durch Armbewegungen sicher zu überdecken. Insbesondere Frauen, die im Sommer gerne ärmelloses Oberbekleidung tragen, aber auch Männer, für die es auch inzwischen schon ärmellose T-Shirts, sogenannte Muskel-Shirts gibt, werden eine solche Befestigung nicht verwenden können.

Darüber hinaus hat diese Befestigungsform den Nachteil, daß sie auf Dauer keinen sicheren Halt bieten kann. Der Oberarm ist bei einem normalen Menschen ständig in Bewegung. Bei ausgeprägten Armmuskeln, die sich insbesondere bei Männern bzw. bei Sportlern finden, führt dies zu verstärktem Muskelspiel, wodurch diese entsprechend der Anspannung und Entspannung ihre Form und damit der Oberarm seinen Durchmesser variiert. Hinzu kommen die Schwerkraftverhältnisse, und wenn noch die Hautoberfläche durch Schweißbildung feucht wird, wie dies insbesondere in Sommermonaten leicht auftreten kann, wird die Armschlinge dazu tendieren, ihre Position am Oberarm zu verlieren. Dies könnte nur durch eine derart enge Schlingenbildung verhindert werden, die mindestens als unangenehm empfunden oder gar die Blutzirkulation beeinträchtigt würde. Bei entsprechend weicher ausgeprägtem Gewebe, also anstelle von Muskelmasse nur Bindegewebe mit oder ohne Fettanteilen, würde eine solch festgezogene Schlinge in das Gewebe einschneiden, was ebenfalls als unangenehm empfunden werden würde.

Ein weiterer Nachteil dieser länglich ausgebildeten Achselhöhlenbinde ist, daß sie endständig am Arm befestigt wird. Von der Befestigungsposition aus erstreckt sie sich der Schwerkraft entgegen nach oben in die Achselhöhle, wird dort geknickt und führt dann nach der Knicklinie aus der Achselhöhle entlang des Oberkörpers nach unten. Da auch das Versteifungsmaterial ausreichend weich sein muß, um sich der Form der Achselhöhle anpassen zu können, ohne den Benutzer zu beeinträchtigen, kann es andererseits nicht die gebotene Stabilität aufweisen, um unter der Beanspruchung alltäglicher Verrichtungen entgegen der Schwerkraft in dieser beabsichtigten Position zu verbleiben. Die Achselhöhlenbinde wird daher in der Benutzung dazu tendieren, der Schwerkraft folgend hinter der Befestigungsschlinge abzuknicken und sich auf der Kleidung abzulegen. Das kann dazu führen, daß die Achselhöhlenbinde so weit umknickt, daß sie, statt in der Achselhöhle anzuliegen, mit dem freien Ende in den Ärmel des Kleidungsstücks rutscht. Dann kann sie ihre Funktion nicht mehr erfüllen und ist für den Benutzer besonders unangenehm.

Die US 2003/0167550 Al offenbart für ein Achselschweißpad (shield) aus drei Schichten flachen, flexiblen Materials zur Befestigung an der Kleidung mittels einer Klebeschicht eine alternative Befestigungsmöglichkeit mit einem Träger an der Schulter. Dadurch kann das Achselschweißpad unabhängig von der Kleidung und ohne Beeinträchtigung der Hautoberfläche in der Achselhöhle positioniert werden. Gemäß der Offenbarung wird eine Schlinge aus biegeweichem, elastischen Band dazu entlang der Längsausrichtung mit der dritten (vom Körper abgewandten) Schicht des „shield" fest verbunden (secured by adhesive, stitching etc.). Zum Anlegen soll der Benutzer das „shield" zunächst in Kontakt mit dem Unterarm bringen, dann entlang der Mittellinie falten. Durch die hierdurch geöffnete Bandschlinge wird der Arm hindurchgeführt und die Schlinge kann nun über die Schulter gezogen werden (Absätze [0032] bis [0033]).

Unabhängig davon, daß die offenbarte Vorgehensweise zum Anlegen des Gegenstands der US 2003/0167550 Al kaum praktikabel erscheint, weil das Hindurchführen des Arms durch die Schlinge schwierig ist, wenn das „shield" bereits am Unterarm anliegt, wird gemäß Fig. 6 das Achselschweißpad in anderer Längsausrichtung in Bezug auf die Achselhöhle positioniert, als es funktional sinnvoll und zuvor für die Befestigung an der Kleidung beschrieben wurde. Die Längsausrichtung erstreckt sich hier nicht zwischen Unterarmbereich und Rumpfseite ([003O]), sondern zwischen Vorder- und Rückseite des Körpers. Dies führt dazu, daß das Schweißpad nach vorne und nach hinten aus der Achselhöhle herausragen muß, vor allem, wenn es so bemessen ist, daß es den gesamten Achselhöhlenbereich abdeckt. Das kann zum einen dem Benutzer selbst körperlich unangenehm auffallen, wenn es zu Reibung mit Haut und/oder Kleidung außerhalb der Achselhöhle kommt, weil die Ränder des Achselschweißpads vorne und hinten aus der Achselhöhle herausragen. Zum anderen kann sich der herausragende Rand dann auch durch die Kleidung abzeichnen und damit für Außenstehende wahrnehmbar werden, was für den Benutzer ebenfalls unangenehm ist. Möglicherweise hat man diese Befestigungsanordnung vorgeschlagen, um damit den zuvor für die DE 39 09 218 beschriebenen Nachteil zu vermeiden. Hierzu sagt die Schrift aber nichts aus, so daß fraglich, ob diese Lösung wirklich ernsthaft durchdacht war und unklar bleibt, welcher Offenbarungsgehalt ihr entnommen werden soll.

Diese Offenbarung hat ferner den Nachteil, daß beim Entsorgen das Halteband zusammen mit dem Schweißpad weggeworfen werden muß, weil Schweißpad und Band fest miteinander verbunden sind. Dies bedeutet, daß nur billigste Materialien für das Band verwendet werden können, da für ein solches Wegwerfprodukt keine hohen Produktionskosten anfallen dürfen. Dies wiederum führt dazu, daß das Halteband bezüglich Komfort und Haltefunktion nicht optimiert werden kann. Die DE 20 2008 015 210 Ul offenbart ein Achselschweißpad in Hülsenform, das mittels eines über die gegenüberliegende Schulter führenden Haltebands am Körper befestigbar ist. Diese Befestigungsform ist für den Benutzer wenig komfortabel, weil es den Brustkorb einengt und insbesondere Druck auf den empfindlichen Halsbereich (Haut, Blutgefäße) ausübt.

Aufgabe der Erfindung ist daher, ein Achselschweißpad mit einer Befestigungsvorrichtung zur Befestigung am Körper so auszugestalten, daß eine komfortable und funktionale Positionierung in der Achselhöhle bei dauerhaft sicherem Halt gewährleistet und trotzdem kostengünstig herstellbar ist.

Dies wird erreicht durch ein Achselschweißpad mit Befestigungsvorrichtung, wobei das Achselschweißpad mehrere Lagen aufweist, von denen eine Lage zur Flüssigkeitsaufnahme geeignet ist und eine andere Lage im wesentlichen flüssigkeitsundurchlässig ausgebildet ist, und wobei die Befestigungsvorrichtung zur Befestigung am Körper als über die Schulter zu führender, im wesentlichen bandförmiger, elastischer Träger ausgebildet ist, wobei das Achselschweißpad an seitlichen Befestigungspunkten Verbindungselemente zum lösbar Befestigen des Trägers am Achselschweißpad aufweist, wobei sich zwischen den Befestigungspunkten beim Tragen eine Knicklinie bildet und wobei der Abstand zwischen der Knicklinie und dem unteren Rand mindestens die Hälfte der Länge des Achselschweißpads zwischen oberem Rand und unterem Rand umfaßt und die Position der Befestigungspunkte in Bezug auf die Entfernung vom oberen Rand asymmetrisch ist.

Durch die asymmetrisch zueinander angeordneten Befestigungspunkte kann das Achsel- schweißpad in einer anatomisch angepaßten Position am Körper befestigt werden. Die

Achselhöhle öffnet sich nämlich bei fast allen Armstellungen vorne stärker als hinten.

Dadurch gerät der vordere Befestigungspunkt beim Heben des Arms nicht in den Bereich der Achselhöhle unter den Arm und kann deshalb auch nicht durch Armbewegungen weiter in die Achselhöhle hineinverschoben werden. Dadurch wird vor allem vermieden, daß sich das Achselschweißpad im Laufe eines Tages durch die Armbewegungen nach hinten „arbeitet", was nicht nur die Funktion des Achselschweißpads verringert, sondern auch vom Benutzer beim Tragen als unangenehm empfunden wird. Darüber hinaus hat diese Ausgestaltung den wesentlichen Vorteil, daß sie kostengünstiger hergestellt werden kann. Zum einen können symmetrische Formen für das Achselschweiß- pad verwendet werden, die trotz der asymmetrischen Achselhöhlenanatomie richtig in der Achselhöhle positioniert werden können. Zum anderen muß nur der tatsächlich verbrauchte Anteil, nämlich das Achselschweißpad, nach der Benutzung verworfen werden. Die Befestigungsvorrichtung dagegen kann wiederverwendet werden. Dadurch können die als Befestigungsvorrichtung dienenden Träger aus höherwertigen Materialien hergestellt werden, wodurch mehr Tragekomfort und Tragesicherheit erzielbar ist. Darüber hinaus verringert es das Abfallaufkommen, da die Träger erst nach vielfachen Einsätzen ersetzt werden müssen.

Eine zweckmäßige Positionierung der Befestigungspunkte sieht vor, daß der vordere Befestigungspunkt gegenüber dem hinteren Befestigungspunkt näher zum oberen Rand hin positioniert ist. Dies entspricht der typischen Anatomie der Achselhöhle, die sich üblicherweise in der Regel nach vorne stärker öffnet, insbesondere beim Heben des Arms zur Seite oder nach vorne.

Um der Vielfalt menschlicher Proportionen gerecht zu werden, sieht eine Weiter- entwicklung vor, daß die Asymmetrie der Befestigungspunkte auf die individuelle

Anatomie einstellbar ist. Damit brauchte nur ein Produkt gefertigt zu werden, das von

Menschen unterschiedlichster Größen und Proportionen nutzbar wäre, weil es jeweils flexibel an die anatomischen Verhältnisse angepaßt werden kann. Dies kann sowohl die

Größe der Schulterpartien als auch die Ausprägung der Muskelstränge betreffen, als auch die Größe und Lage des schweißbildenden Teils in den Achselhöhlen

Eine mögliche Ausgestaltung dieser Verstellbarkeit sieht vor, daß jedes Verbindungselement die Befestigung an verschiedenen Positionen ermöglicht, durch die der Träger wahlweise mit dem Achselschweißpad verbunden werden kann. Dies kann entweder durch Vorsehen mehrfacher Positionen in einem Verbindungsmittel erreicht werden oder durch eine Verstellbarkeit der Position innerhalb des Verbindungsmittels. Eine vorteilhafte Weiterbildung sieht vor, daß zwischen den Befestigungspunkten ein Stabilisierungselement angeordnet ist, das die Reißfestigkeit zwischen den Befestigungspunkten erhöht. Damit kann das Befestigungsband mit der benötigten Zugkraft ausgestattet werden, ohne daß das Achselschweißpad insgesamt stabiler (= teuer) ausgestaltet werden muß.

Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung sieht vor, daß ein Anlageelement vorgesehen ist, das derart ausgestaltet ist, daß es dem Bereich des Achselschweißpads zwischen oberem Rand und Knicklinie eine dem Heben des Arms folgende Auflage verfügbar macht. Dadurch kann erreicht werden, daß dieser Bereich auch in der Bewegung dem Arm folgt und dadurch die Gefahr des Abknickens des oberen Bereichs insbesondere das Hineinrutschens dieses abgenickten Bereichs zwischen Kleidung und Rumpfbereich vermieden wird.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung des Anlageelements sieht vor, daß es an der Fläche einer der Lagen des Achselschweißpads angeordnet ist und eine Biegesteifigkeit und Formgebung aufweist, die die Steifigkeit des Achselschweißpads in seiner Flächenform erhöht. Dies erlaubt eine geringstmögliche Beeinträchtigung des Benutzers.

Eine mögliche Ausgestaltung sieht vor, daß das Anlageelement aus einem Material mit Formgedächtnis besteht, so daß das Anlageelement während der Benutzung des Achselschweißpads dieses in Richtung der ursprünglichen planaren (= flacher) Form zurückführt. Dies erlaubt die Fertigung und den Vertrieb in platzsparender planarer Form. Das Formgedächtnis kann beispielsweise durch entsprechende Biegesteifigkeit des Materials des Anlageelements bewirkt werden, wie z.B. durch Materialauswahl oder Strukturierung des Materials.

Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung des Anlageelements sieht vor, daß es lösbar mit dem Achselschweißpad verbindbar ist. Dies erlaubt es, das Anlageelement wiederverwendbar auszugestalten und damit Kosten und Abfallaufkommen zu verringern. Ferner eröffnet es die Möglichkeit, die Verbindung mit dem Achselschweißpad so auszugestalten, daß die Position vom Benutzer selbst gemäß den persönlichen Bedürfnissen bestimmt werden kann. Damit kann das Achselschweißpad noch besser an die individuellen Körperverhältnisse und Benutzungsbedingungen (Anatomie, Intensität oder Art der Bewegungen, Kleidung) angepaßt werden.

Eine mögliche Weiterbildung des Anlageelements sieht vor, daß es durch einen Träger gebildet wird, der mit dem oberen Teil des Achselschweißpads zwischen oberem Rand und Knicklinie verbindbar ist und am Arm befestigbar ist. Dies erlaubt eine besonders sichere Auflage des Anlageelements am Arm auch bei größeren und schnelleren Bewegungen, z.B. für Sportler oder körperlich Arbeitende. Dieser zusätzliche Anlage-Träger kann entweder fest oder lösbar mit dem Schweißpad verbunden sein. Da für diesen zusätzlichen Träger weniger Haltkraft benötigt wird als beim eigentlichen Befestigungsträger, sind die Anforderungen an die betroffenen Materialen hier geringer.

Eine andere Variante sieht vor, als Anlageelement einen Bereich im oberen Teil des Achselschweißpads zwischen oberem Rand und Knicklinie so auszugestalten, daß er auf der Haut haften kann, beispielsweise durch Klebepunkte. Dies erlaubt eine einfache, kostengünstige Fertigung für Achselschweißpads mit geringeren Anforderungen an die Auflagefähigkeit bei geringstmöglicher Beeinträchtigung des Benutzers.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung sieht vor, daß das Anlageelement durch das Stabilisierungselement gebildet wird. Damit muß nur ein Element in das eigentliche Schweißpad integriert werden, das dann eine Doppelfunktion ausübt. Ist das Element lösbar integriert, wirkt sich dies positiv auf die Abfallvermeidung aus.

Zweckmäßigerweise kann vorgesehen sein, daß die Verbindungselemente an dem Stabilisierungselement angeordnet sind. Dies erlaubt eine sichere Verbindung mit dem Achselschweißpad. Darüber hinaus erlaubt es eine weiter Variabilität für den Benutzer, wenn gleichzeitig das Anlageelement lösbar mit dem Achselschweißpad verbindbar ist. Dann kann der Benutzer nicht nur die Position des Anlageelements auf dem Achselschweißpad wählen, sondern auch die Asymmetrie der Befestigungspunkte bestimmen. Damit kann er besonders gut das Achselschweißpad so in der Achselhöhle befestigbar einrichten, daß es perfekt auf seine Bedürfnisse abgestimmt ist. Vorteilhafte Ausgestaltungen für das Stabilisierungselement sind im wesentlichen linear oder flächig, insbesondere rund. Die flächige Ausgestaltung unterstützt insbesondere auch eine Stabilisierung der Oberfläche gegen Faltenbildung (Krumpeln), wie sie bei derartigen weichen, flächigen Materialien unter Reibung, insbesondere in Verbindung mit Feuchtigkeit, leicht hervorgerufen wird. Sie ermöglicht aber auch die Integration weiterer Funktionen, wie die Ausbildung eines größeren Flüssigkeitsaufnahmebereichs oder als Depot zur Aufnahme von Duft- oder anderen Wirkstoffen.

Ein weiterer Vorteil kann erzielt werden, wenn der Träger zur Befestigung an der Schulter so ausgestaltet ist, daß er in der Länge verstellbar ist. Dies erhöht die individuelle Anpaßbarkeit, insbesondere wenn das Trägermaterial weniger elastisch ausgebildet ist. Als Träger kann vorteilhafterweise ein handelsüblicher BH-Träger vorgesehen sein. Dies erlaubt Fertigung und Vertrieb des Achselschweißpads ohne die aufwendige Fertigung der Träger.

Die Erfindung betrifft ferner ein Befestigungsmittel für das vorgenannte Achsel- schweißpad.

Um möglichst wenig Beeinträchtigung der Haut und damit höchsten Tragekomfort zu gewährleisten, sind bevorzugt hochelastische Materialien für das im wesentlichen bandförmige elastische Trägerband zu verwenden. Je elastischer das Material ist, desto weniger Scherkräfte wirken bei der Verwendung auf die Haut des Nutzers ein, was den Tragekomfort erhöht.

Das Trägerband erfährt bei der Verwendung in seinem Verlauf vom Achselhöhlenrand zur Schulter eine Ablenkung von der Körperachse weg. Diese seitliche Richtungsänderung, bewirkt, daß das bandförmige Material je nach Elastizitätverhalten dazu neigt, vom Körper weg umzuklappen bzw. sich zu falten oder einzurollen. Dies hat zur Folge, daß der Träger je nach Verdrehungskräften und Material verhalten zum äußeren Schulterrand hin bewegt wird und sogar über diesen abrutschen kann. Dadurch kann die sichere Haltefunktion beeinträchtigt oder sogar unmöglich gemacht werden. Aufgabe ist es daher, einen Träger als Befestigungsmittel für das vorgenannte Achsel- schweißpad bereitzustellen, der gleichzeitig Komfort und optimalen Halt bietet.

Dies wird mit einem Träger erreicht, der in mindestens einem Abschnitt Mittel zum Stabilisieren des Trägers gegenüber einem Verdrehen aufweist. Die erfindungsgemäßen Stabilisierungsmittel wirken nun diesen Verdrehkräften entgegen und bewirken, daß in dem betreffenden Abschnitt der Kontakt des Trägerbandes mit der Haut im wesentlichen erhalten bleibt und der Träger dadurch seine Halteposition beibehält.

Aufgabe ist ferner, ein Achselschweißpad bereitzustellen, das für die erfindungsgemäße Verwendung mit der vorbeschriebenen Befestigungsvorrichtung (Träger) geeignet ist. Dies wird mit einem Achselschweißpad erreicht, das die bezüglich des Achselschweißpads selbst beschriebenen Merkmale einzeln oder kombiniert aufweist. Durch die separate Bereitstellung des Achselschweißpads unabhängig von der Befestigungsvorrichtung ist es möglich, dieses als kostengünstigen Wegwerfartikel auszugestalten und mit aufwendiger gefertigten Trägern zu kombinieren, insbesondere mit handelsüblichen BH-Trägern. Dies eröffnet außerdem Frauen, die solche BH-Träger bereits besitzen, eine weitere Nutzungsmöglichkeit. Wird das Achselschweißpad dagegen wiederverwendbar (= waschbar) ausgestaltet, kann es nach Lösen des Trägers leicht ohne diesen gewaschen werden, wodurch das elastische und damit empfindliche Trägermaterial geschont wird.

Eine mögliche Ausgestaltung sieht vor, die Verbindung zwischen Achselschweißpad und Befestigungsvorrichtung unlösbar auszugestalten. Dies hat den Vorteil, ein versehentliches Lösen der Verbindung zu vermeiden. Dies ist besonders dann zweckmäßig, wenn Achselschweißpad und Befestigungsvorrichtung aus wiederverwendbarem, waschbarem Material besteht und wegen des Waschvorgangs in der Maschine das Risiko des unbeabsichtigten Lösens der Verbindung besteht.

Die Erfindung wird anhand der Figur näher erläutert. Es zeigen Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Achselschweißpad in schematischer Aufsicht auf die der dem Körper zugewandten Seite, wobei die rechte Bildseite die der Körpervorderseite zugewandten Seite entspricht,

Fig. 2 bis 5 Varianten des in Fig. 1 dargestellten Achselschweißpads,

Fig. 6 eine Prinzipskizze eines am Körper einer Person angebrachten

Achselschweißpads mit Blick auf die Rückseite der Person,

Fig. 7a den selben Gegenstand wie Fig. 6, mit Blickrichtung von der Seite auf die

Person mit Teilschnitt, wobei der Arm in hängender Position geschnitten ist und

Fig. 7b die gleiche Perspektive wie Fig. 7a, wobei der Arm in angehobener Position geschnitten ist.

Fig. 8a, b, c Ausführungsbeispiele eines erfindungsgemäßen Trägers

Fig. 1 zeigt ein erfindungsgemäßes Achselschweißpad 1 für die linke Achselhöhle in schematischer Darstellung (ohne Träger 2a) in Draufsicht. Erkennbar ist der obere und der untere Rand Ia bzw. Ib und der eigentliche Schweißaufnahmebereich Ic. Auf beiden Seiten des Achselschweißpads 1 sind an den Positionen der Befestigungspunkte 4a, 4b Verbindungsmittel 5 angeordnet zur Verbindung des Achselschweißpads 1 mit den hier nicht dargestellten Trägern 2a. In getragenem Zustand liegt das Achselschweißpad 1 mit dem oberen Ende zum oberen Rand Ia hin am Oberarm an, während das untere Ende zum unteren Rand Ib hin am Rumpf unterhalb der Achselhöhle 9 liegt (siehe Fig. 6). Dabei bildet die Verbindung zwischen den Befestigungspunkten 4a, 4b eine Knicklinie 11 (siehe Figur 2) in der Achselhöhle 9.

Die Form des Achselschweißpads 1 ist nur schematisch dargestellt. Andere Formgebungen, insbesondere auch asymmetrische Abweichungen können dazu dienen, die ergonomischen Eigenschaften zu verbessern. Solche Formabweichungen können entweder schon bei der Fertigung vorgegeben werden, sie können aber auch zur individuellen Anpassung als frei zuschneidbar, durch vorgezeichnete Schnittlinien oder durch entsprechende Reiß- oder Perforationslinien dem Endbenutzer variierbar angeboten werden. Das kann beispielsweise dann vorteilhaft sein, wenn ein Kleidungsstück mit sehr kurzem Ärmel getragen werden soll. Dann kann beispielsweise das obere Ende zwischen den Befestigungspunkten 4a, 4b und dem oberen Rand Ia so verkleinert werden, daß es nicht über den Ärmelrand hinausragt. Aber auch anatomische Gründe für eine Anpassung an die Achselhöhle sind denkbar.

Die Befestigungspunkte 4a, 4b befinden sich in versetzter Position zueinander, d.h. der der Körpervorderseite zugewandte Befestigungspunkt 4a ist gegenüber dem Befestigungspunkt 4b höher (zum oberen Rand Ia hin) angeordnet. Dadurch kann der Träger 2a (nicht dargestellt) unmittelbar am oberen Achselrand über die Verbindungselemente 5 mit dem Achselschweißpad 1 verbunden werden. Dies entspricht den anatomischen Verhältnissen der Achselhöhle 9, die sich zur Körpervorderseite hin öffnet. Diese Asymmetrie verstärkt sich, wenn der Arm 8 angehoben wird und sich dadurch der betreffende, die Achselhöhle begrenzende Brustmuskel nach oben verlagert. Durch die versetzte Position des Befestigungspunkts 4a gegenüber dem Befestigungspunkt 4b wird die Haltefunktion in jeder Armstellung verbessert, weil die Gefahr, daß der Befestigungspunkt 4a bei Armbewegungen in den Bereich der Achselhöhle 9 verrutscht, verringert wird. Dies kann durch verstellbare Träger 2a (nicht dargestellt) für einen optimalen Sitz für jeden individuell optimiert werden.

Zwischen den Befestigungspunkten 4a, 4b erstreckt sich ein Stabilisierungselement 7, das die auf die Befestigungspunkte 4a, 4b wirkenden Zugkräfte des Trägers 2a bei der Verwendung ausgleichen sollen. Das Stabilisierungselement 7 ist hier nur gestrichelt dargestellt, um eine beispielhafte Anbringung auf der von der Bildfläche abgewandten Seite des Achselschweißpads 1 darzustellen. Selbstverständlich kann das Stabilisierungselement 7 auch auf der Oberfläche, d.h. der dem Körper zugewandten Seite oder zwischen mehreren Lagen des Achselschweißpads 1 angeordnet sein. Dies wird im wesentlichen davon abhängen, ob das Stabilisierungselement 7 neben der Verstärkung der Reißfestigkeit zwischen den Befestigungspunkten 4a, 4b weitere Funktionen ausüben soll. Diese könnten sein: zusätzliches Schweißaufhahmedepot, Aufnahme von Geruchsneutral isierern, Duftstoffen oder Antitranspirantien.

Die Verbindungsmittel 5 dienen dazu, den Träger 2a (hier nicht dargestellt) mittels entsprechender Gegenstücke lösbar mit dem Achselschweißpad 1 zu verbinden. Die Verbindungsmittel 5 können entweder an einer bzw. mehreren der Lagen des Achselschweißpads 1 oder auch an dem Stabilisierungselement 7 angeordnet sein. Durch die lösbare Verbindung kann das Achselschweißpad 1 nach Benutzung weggeworfen, der Träger 2a aber weiterverwendet werden. Als Verbindungsmittel können Haken-Ösen- Systeme, Klettverschlüsse und dergleichen verwendet werden. Die Ausbildung der Verbindungsmittel 5 als Ösen hat den großen Vorteil, daß herkömmliche, auswechselbare BH-Träger, die für den Gebrauch bei trägerlosen Oberteilen gedacht (durchsichtig) sind, Verwendung finden können. Diese weisen auch die besonders vorteilhafte Verstellbarkeit der Trägerlänge auf.

Die Verbindungsmittel 5 sind der besseren Darstellbarkeit halber nach außen ragend dargestellt. Sie können aber auch unterhalb der untersten Lage bzw. zwischen zwei Lagen des Achselschweißpads 1 innerhalb des Flächenbereich dieser Lagen angeordnet sein, so daß sie nach außen weder sichtbar noch spürbar sind.

Das Achselschweißpad 1 und die nicht dargestellte Befestigungsvorrichtung 2 wird farblich vorzugsweise transparent bis hautfarben ausgestaltet, um ein Durchscheinen durch die Kleidung zu vermeiden.

Fig. 2 zeigte ein Variante des Achselschweißpads 1 mit einem Stabilisierungselements 7 in flächiger Ausführungsform. Das kreisförmige Stabilisierungselement 7 liegt hier auf der dem Körper zugewandten Fläche auf. Die flächige Ausgestaltung hat den Vorteil, zusätzlich zur Stabilisierung der Reißfestigkeit auch eine Stabilisierung der Fläche zu bewirken, wodurch die flächige Haftung an der Körperfläche verbessert wird. Dies wird durch die Verwendung von Materialien erreicht, die eine Biegesteifigkeit aufweisen, so daß hier das Stabilisierungselement gleichzeitig auch das Anlageelement 13 verkörpert. Der Grad der Biegesteifigkeit muß in Relation zur Fläche des Anlageelements 13 bemessen sein, damit er eine optimale Wirkung entfalten kann. Durch die symmetrische Kreisform des Stabilisierungs- und Anlageelements 7, 13 läßt sich dies besonders leicht herstellen und mit dem Achselschweißpad 1 verbinden. Ist die Verbindung zwischen Achselschweißpad 1 und Stabilisierungselement 7 lösbar ausgestaltet, hat die Kreisform ferner den Vorteil, daß der Benutzer durch Änderung des Drehwinkels auf einfache Weise die Asymmetrie der Befestigungspunkte 4a, 4b frei wählen kann. Ist wie hier das Stabilisierungselement 7 gleichzeitig auch das Anlageelement 13, kann der Benutzer ferner auch bestimmen, wo letztlich die Knicklinie 1 1 verläuft, d.h. wie weit sich der obere Bereich des Achselschweißpads 1 aus der Achselhöhle 9 heraus am Arm 8 entlang erstreckt.

Je größer das Stabilisierungselement 7 bzw. Anlageelement 13 im Verhältnis zur Fläche des Achselschweißpads 1 ist, desto stärker kann es auch stabilisierend gegen unerwünschte Faltenbildung (Krumpeln) im Achselschweißpad 1 wirken. Gleichzeitig kann es auch als zusätzliches Flüssigkeitsaufnahmedepot für starke Schwitzer ausgebildet sein. Dies kann beispielsweise besonders gut durch Verwendung von Superabsorbern (SAP = superabsorbent polymer) im Stabilisierungselement 1 bewirkt werden. Diese Superabsorber sind in der Lage, ein Vielfaches ihres Eigengewichts an Flüssigkeit aufzunehmen. So können hierdurch lösbar mit dem Achselschweißpad verbindbare Stabilisierungselemente 1 speziell zur Verwendung für starke Schwitzer oder für eine lange Haltbarkeit bereitgestellt werden, die der Benutzer je nach Bedarf wahlweise mit dem Achselschweißpad verbinden kann.

Fig. 3 stellt eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Achselschweißpads 1 dar, wobei die Verbindungselemente 5 innerhalb der Fläche des Achselschweißpads 1 angeordnet sind, entweder auf der Unterseite des Achselschweißpads 1 oder zwischen mehreren das Achselschweißpad 1 bildenden Materiallagen. Dabei sind praktischerweise die Lagen im Bereich des Verbindungselements 5 nicht miteinander verbunden, so daß sich eine Öffnung zum Verbinden mit dem Träger 2a bildet. Diese Anordnung hat den Vorteil, daß ein störender Kontakt der Verbindungselemente 5 mit der Haut vermieden wird. Hier ist das Stabilisierungselement 7 nicht, wie in Fig. 2, auf der dem Körper zugewandten Oberfläche des Achselschweißpads 1 angeordnet, sondern zwischen zwei der Lagen oder auf der dem Körper abgewandten Oberfläche. Letzteres ist besonders gut geeignet für eine lösbar ausgestaltete Verbindung zwischen Stabilisierungselement 7 und Achselschweißpad 1. Wird die lösbar ausgestaltete Verbindung von Stabilisierungselement 7 und Achselschweißpad 1 noch mit der Anordnung der Verbindungsmittel 5 am Stabilisierungselement 7 kombiniert, so erlaubt dies eine besonders flexible Anpassungsmöglichkeit für den Benutzer, der nun sowohl die Position des Stabilisierungselements 7 als auch den Grad der Asymmetrie der Befestigungspunkte 4a, 4b nach Bedarf variieren kann.

Selbstverständlich ist es zur Verbesserung der Ergonomie auch möglich, die Position der Befestigungspunkte 4a, 4b zusätzlich asymmetrisch in Bezug auf die Entfernung der Befestigungspunkte 4a, 4b zur Längsachse 6 anzuordnen, so daß z.B. eine Position randständig ist, während die andere innerhalb des Flächenbereichs angeordnet ist. Das kreisförmige Stabilisierungselement 7 kann aufgrund seiner flächigen Ausdehnung auch hier gleichzeitig als Anlageelement 13 ausgebildet sein.

Die in Fig. 4 und 5 dargestellten Varianten zeigen ein Stabilisierungselement 7, das mit seinen Flügeln 7a, 7b über den Schweißaufnahmebereich Ic hinausragt und aufgrund seiner Form und Größe ebenfalls dazu geeignet ist, gleichzeitig als Anlageelement 13 zu dienen. Durch diese Geometrie kann einerseits die Stabilität hinsichtlich Reißfestigkeit und Formgedächtnis verstärkt werden, die Flügel 7a, 7b können jedoch auch den Schweißaufnahmebereich Ic vergrößern und zusätzlich als Depot für Duftstoffe etc. Verwendung finden. Die Flügel 7a, 7b können auch dazu dienen, die Befestigungspunkte 4a, 4b weiter weg von der Achselhöhle anzuordnen. Sie liegen dann besonders sicher gegenüber ungewolltem Verrutschen in die Achselhöhlen bei Armbewegungen.

Fig. 6 zeigt ein Achselschweißpad 1 mit Träger 2a an einem Körper in schematischer Darstellung mit Blick auf die Körperrückseite. Der elastische Träger 2a bildet eine Schlinge über die rechte Schulter 3 und ist an den Befestigungspunkten 4a, 4b über die Verbindungsmittel 5 mit dem Achselschweißpad 1 verbunden. Durch die Zugwirkung des elastischen Trägers 2a übt dieser eine Haltekraft auf das Achselschweißpad 1 in seiner Position in der Achselhöhle 9 aus. Der Träger 2a ist nur schematisch dargstellt. Idealerweise weist er Verstellmöglichkeiten auf, wodurch er auf die jeweilige Körpermaße einstellbar ist. Die Elastizität des Trägers 2a bestimmt wesentlich den Komfort und die Tragesicherheit. Die Beschaffenheit der Oberfläche, die mit der Haut in Berührung kommt, sollte nach Möglichkeit so beschaffen sein, daß das Haften an der Haut unterstützt wird. Hierdurch kann die Haltekraft des Trägers 2a bei Bewegung und den damit verbundenen Änderungen der Armstellung verbessert werden, und damit einem Verrutschen des vorderen Befestigungspunkts 4a in den Bereich der Achselhöhle 9 entgegengewirkt werden.

Beispielhaft ist ein Anlageelement 13 in Form eines zusätzlichen Trägers dargestellt, daß die Auflage des oberen Bereichs des Achselschweißpads am Oberarm auch bei Armbewegungen sicherstellt. Anstelle des Trägers kann in diesem Bereich des Achselschweißpads auch ein Anheftpunkt auf der körperzugewandten Seite als Anlageelement dienen. Da dieser nur ein kleines Hautstück betrifft, das zudem außerhalb der besonders empfindlichen und ggf. behaarten Achselhöhlenhaut liegt, ist die mögliche Beeinträchtigung minimiert.

Die Fig. 7a und 7b zeigen eine andere Perspektive der Fig. 6, wobei sowohl der Arm 8 im Bereich des Schulteransatzes als auch das Achselschweißpad 1 geschnitten ist.

In Fig. 7a ist der Arm 8 in hängender Ruheposition geschnitten. Dargestellt ist eine Achselhöhle 9, bei der der vordere Rand, gebildet durch den Brustmuskel, zur Körpervorderseite hin etwas höher liegt. Dies entspricht einer verbreiteten Anatomie, muß aber nicht für jede konkrete Person so zutreffen. Das Achselschweißpad 1 ist nur im unteren Bereich unterhalb der nicht dargestellten Knicklinie 10 (siehe Fig. 2) zwischen den Befestigungspunkten 4a, 4b in Draufsicht erkennbar, der obere Teil, d.h. ab der nicht dargestellten Knicklinie 10, ist angeschnitten Der vordere Befestigungspunkt 4a weist deshalb für einen anatomisch optimierten Halt eine höhere Position zum oberen Rand hin (nicht dargestellt) gegenüber dem hinteren Befestigungspunkt 4b auf. Hierdurch kann der über die Schulter 3 führende Träger 2a außerhalb der Achselhöhle 9 an dem Achselschweißpads 1 eingreifen und gerät auch beim Heben des Arms 8 nicht so leicht in den Bereich der Achselhöhle 9 (siehe Fig. 7b). Fig. 7b zeigt die gleiche Darstellung, wobei sich der Arm 8 jedoch in seitlich angehobener Position befindet. Deutlich wird hier die Asymmetrie der geöffneten Achselhöhle 9 sichtbar. Der gegenüber dem hinteren Befestigungspunkt 4b höher positionierte vordere Befestigungspunkt 4a gerät nur geringfügig in den Bereich der Achselhöhle, wodurch sich die Lage des Achselschweißpads 1 in der Achselhöhle 9 auch nur leicht verschiebt. Die ursprüngliche Lage 10 (gepunktete Fläche) ist hier angedeutet. Dadurch, daß der vordere Befestigungspunkt 4a von vornherein gegenüber dem hinteren Befestigungspunkt 4b höher angeordnet ist, gerät er beim Heben des Arms weniger leicht in den Bereich der Achselhöhle 9. Dadurch verringert sich bei dieser Anordnung die Gefahr, daß der Befestigungspunkt 4a beim Senken des Arms durch Hautreibung in die Achselhöhle 9 hinein verschoben wird, als wenn er auf gleicher Höhe wie der hintere Befestigungspunkt 4b angeordnet wäre.

Die Fig. 8a, 8b und 8c zeigen verschiedene beispielhafte Ausführungsbeispiele eines Trägers 2a mit erfindungsgemäßen Mitteln 14, 14a, 14b zur Stabilisierung gegenüber den Drehkranen, die auf den Träger einwirken können. Die Mittel 14, 14a, 14b sind in allen drei Ausführungsformen beispielhaft in nur einem Abschnitt dargestellt. Die Stabilisierungsmittel 14 können entweder in den Träger 2a integriert 14b oder als Auflage 14a auf diesen aufgebracht sein. Dabei kann der Träger 2a verbreitert und/oder in seiner Dicke verstärkt werden. Sind die Mittel 14 in den Träger 2a integriert, kann dies beispielsweise auch durch ein anderes Material bewirkt werden, das eine höhere Biegesteifigkeit aufweist, ohne daß die Dimensionierung bzw. Formgebung des Trägers 2a verändert werden muß. Es ist auch denkbar, daß die Mittel 14, 14a, 14b so ausgebildet sind, daß ihre Wirkung über eine Haftung oder Reibung mit der Haut oder dem darüber liegenden Kleidungsstück verstärkt wird.

Fig. 8a zeigt die Ausgestaltung der Stabilisierungsmittel 14 als Materialauflage 14a in elliptischer Form, die nicht über den Rand des Trägerbandes hinausreicht. Eine Anordnung der Auflage 14a auf der dem Körper abgewandten Seite des Trägerbandes 2a hat den Vorteil, daß die Auflage 14 bei der Nutzung keinen Druck auf die darunter liegende Haut ausüben kann. Sie kann darüber hinaus mit der darüber getragenen Kleidung durch entsprechende Oberflächenausgestaltung in Wechselwirkung treten. Bei dieser Ausgestaltung muß die erfindungsgemäße Wirkung entweder durch die Dicke der Auflage 14a bzw. deren Materialbeschaffenheit (Elastizität bzw. Steifigkeit) erzielt werden. Selbstverständlich sind hier auch andere Formen und Dimensionierungen der Auflage 14a möglich.

Fig. 8b zeigt eine andere Variante für eine Auflage 14a in einer rechteckigen Form, die über den Bereich des Trägerbandes 2a seitlich hinausreicht. Auch in dieser Ausgestaltung sind beliebige geeignete Formgebungen vorstellbar. Hierbei kann die stabilisierende Wirkung allein oder zusätzlich durch die Formgebung erzielt werden.

Fig. 8c zeigt eine weitere Variante eines Stabilisierungsmittels 14, 14b, das in den Träger 2a integriert ausgebildet ist. Dies kann durch Verstärkung des Trägermaterials in dem betreffenden Bereich bewirkt werden oder auch durch Integration eines anderen Materials mit anderem Elastizitätsverhalten. Selbstverständlich ist es auch möglich, die integriert ausgebildeten Stabilisierungsmittel 14b so auszugestalten, daß sie in ihrer flächigen Ausdehnung über den Bereich des Trägerbandes 2a hinausreichen und beispielsweise eine Rechteckform wie in Fig. 8b bilden.

Die Mittel 14, 14a, 14b können in einem einzigen Abschnitt, z.B. im Bereich über der Schulter 3, aber auch in mehreren Abschnitten, vorgesehen sein. Beispielsweise können zusätzlich oder alternativ zu dem einen Abschnitt über der Schulter je ein Abschnitt mit Stabilisierungsmitteln 14 vor und hinter der Schulter vorgesehen sein.

Anzahl, Dimensionierung und konkrete Materialausgestaltung müssen jeweils so ausgestaltet sein, daß sie den auf das elastische Band des Trägers 2a wirkenden Drehkräfte ausreichend entgegenwirken können. Wesentlich ist also das Zusammenspiel zwischen dem Elastizitätsgrad des Trägers 2a, der Stärke der auf das Band einwirkenden Drehkräfte, die je nach Körperphysiognomie variieren können, und der Stabilisierungskraft der Mittel 14, 14a, 14b. Wegen der unterschiedlichen Anforderungen aufgrund individueller Körperverhältnisse kann es vorteilhaft sein, diese Mittel 14, 14a, 14b so auszugestalten, daß sie nachträglich durch den Nutzer in der benötigten Position auf dem Träger befestigbar sind. Dann kann der Nutzer die Stabilisierungskräfte individuell auf seinen Bedarf einstellen. Der gleiche Vorteil läßt sich erzielen, wenn die Mittel 14, 14a in ihrer Position auf dem Trägerband 2a verstellbar und ggf. auch vom Träger 2a lösbar ausgestaltet sind.

Als zusätzliche Stabilisierungsmittel 14 können auch entsprechend ausgestaltete Längenverstell Vorrichtungen am Trägerband 2a dienen, wie sie bei Trägersystemen im Wäsche- bereich z.B. in Form von Doppelösen, üblich sind, sofern sie sich bei der Nutzung in einer dafür geeigneten Position befinden. Da die Position solcher Verstell Vorrichtungen jedoch bezüglich der Trägerlänge optimiert sein muß, sind sie als alleiniges Stabilisierungsmittel 14 nicht ausreichend verläßlich.

Die dargestellten Ausführungsbeispiele stellen lediglich eine beispielhafte Auswahl weiterer Ausgestaltungsmöglichkeiten dar, um den Erfindungsgedanken zu erläutern. Weitere Ausgestaltungen und Anordnungen, insbesondere auch der Größenverhältnisse der Teilelemente zueinander, sind möglich. Dies umfaßt auch unterschiedliche Größen des Stabilisierungselements 7, insbesondere wenn es gleichzeitig als Anlageelement 13 ausgebildet ist, bis hin zu der Variante, daß das Stabilisierungselement 7 im wesentlichen der Flächengröße des Achselschweißpads 1 entspricht. Dabei kann das Achselschweißpad 1 und das Stabilisierungselement 7 in einem Stück ausgebildet sein oder das Stabilisierungselement 7 aufgrund seiner Saugfähigkeit die Funktion des Achselschweißpads 1 übernehmen, so daß in beiden Fällen nur ein Element mit dem Träger 2a zu verbinden ist. Auch umfaßt vom Erfindungsgedanken ist die Ausgestaltung, bei der alle Teilelemente wiederverwendbar (waschbar) ausgebildet sind. Zwar wird der Einzelgegenstand dadurch teurer, durch die Wiederverwendbarkeit können jedoch Abfallaufkommen und die Kosten für den Verbraucher verringert werden.

Auch ist es vorstellbar, die Verbindungselemente 5 so auszugestalten, daß sie mehr als einen Eingriffspunkt des Trägers 2a an das Achselschweißpad 1 ermöglichen. Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden, daß die Verbindungselemente 5 entsprechend breiter ausgestaltet sind, oder auch, indem sie die Mehrfachverbindung eines gegabelten Trägers 2a zulassen. Wesentlich ist, daß das Verhältnis zwischen den durch die Träger 2a ausgeübten Kräften und der Reißfestigkeit des Achselschweißpads 1 zwischen den Befestigungspunkten 4a, 4b ausgewogen ist. Wesentlich ist ferner, daß die Form des Achselschweißpads 1 und die Befestigungspunkte 4a, 4b so aufeinander abgestimmt werden, daß das Achselschweißpad 1 mit der Befestigungsvorrichtung 2 entsprechend den anatomischen und bewegungstechnischen Anforderungen der betreffenden Person bzw. Personengruppen exakt in der Achselhöhle 9 positioniert werden kann.

Um die Halteposition weiter zu sichern, kann auch eine zusätzliche Querverbindung zwischen den Trägern 2a an den beidseitigen Schultern 3 vorgesehen werden. Eine solche Querverbindung kann am einfachsten entlang der Rückenpartie geführt werden und sollte aus im wesentlichen gleichen Material (flexibel, elastisch, durchsichtig oder hautfarben) wie der Träger 2a beschaffen sein.

Achselschweißpad zur Befestigung am Körper

Bezugszeichenliste

1 Achselschweißpad

1 a,b oberer/unterer Rand

Ic Schweißaufnahmebereich Befestigungsvorrichtung a Träger Schulter a Befestigungspunkt (zur Körpervorderseite hin) b Befestigungspunkt (zur Körperrückenseite hin) Verbindungselement Doppelpfeil: Länge des Achselschweißpads, Längsachse Stabilisierungselement, Stabilisator a,b Flügel (des Stabilisierungselements) Arm Achselhöhle 0 ursprüngliche Position (gestrichelte Fläche) 1 Knicklinie 2 Doppelpfeil: Abstand 3 Anlageelement 4 Stabilisierungsmittel 4a Auflage 4b integriertes Stabilisierungsmittel




 
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