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Patent Searching and Data


Title:
UNIT FOR PROCESSING TEXTILE GOODS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1998/048092
Kind Code:
A1
Abstract:
Die Textilgutbearbeitungseinheit (10) ist versehen mit einer Textilgutbearbeitungmaschine (16), einem Textilguthalter (20) zum Halten des zu bearbeitenden Textilguts (26), einer Antriebsvorrichtung (18) zum schrittweisen Bewegen des Textilguthalters (20) relativ zur Textilgutbearbeitungsmaschine (16) und einer Auflagefl�che (14), auf der der Textilguthalter (20) mit einer Andr�ckkraft aufliegt und �ber die sich der Textilguthalter (20) bei seiner schrittweisen Bewegung verschiebt. Bei dieser Textilgutbearbeitungseinheit (10) ist vorgesehen, da� die Andr�ckkraft des Textilguthalters (20) gegen die Auflagefl�che (14) durch Unterdruck erzeugbar ist.

Inventors:
Beckmann, Karl-heinz (J�ckweg 1a, Ochtrup, D-48607, DE)
Application Number:
PCT/EP1998/001631
Publication Date:
October 29, 1998
Filing Date:
March 20, 1998
Export Citation:
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Assignee:
BECKMANN GMBH (Kreuzweg 60, Ochtrup, D-48607, DE)
Beckmann, Karl-heinz (J�ckweg 1a, Ochtrup, D-48607, DE)
International Classes:
D05B21/00; D05B39/00; D05B21/00; D05B39/00; (IPC1-7): D05B39/00; D05B21/00
Attorney, Agent or Firm:
Hilleringmann, Jochen (Deichmannhaus, Bahnhofsvorplatz 1, K�ln, D-50667, DE)
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Claims:
A N S P R Ü C H E
1. Textilgutbearbeitungseinheit, insbesondere Näheinheit mit einer Textilgutbearbeitungsmaschine (16), einem Textilguthalter (20) zum Halten des zu bearbeitenden Textilguts (26), einer Antriebsvorrichtung (18) zum schrittweisen Bewegen des Textilguthalters (20) relativ zur Textilgutbearbeitungsmaschine (16) und einer Auflagefläche (14), auf der der Textilgut halter (20) mit einer Andrückkraft aufliegt und über die sich der Textilguthalter (20) bei seiner schrittweisen Bewegung verschiebt, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß zur Erzielung einer erforderlichen, nicht durch die Antriebsvorrichtung (18) aufgebrachten Bremskraft des Textilguthalters (20) die Andrück kraft desselben (20) gegen seine Auflagefläche (14) durch erzeugbaren Unterdruck einstellbar ist.
2. Textilgutbearbeitungseinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Textilguthalter (20) mindestens eine zur Auflagefläche (14) hin offene Saugkammer (28) aufweist, die mit einem Unterdruck beaufschlagbar ist.
3. Textilgutbearbeitungseinheit nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsvorrichtung (18) mindestens einen Schrittmotor aufweist.
4. Textilgutbearbeitungseinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsvorrichtung (18) mindestens einen Zahnriemen trieb aufweist.
5. Textilgutbearbeitungseinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Textilguthalter eine das Textilgut haltende Textilgut klammervorrichtung und ein mit dieser verbundenes oder verbindbares, von der Antriebsvorrichtung antreibbares Bewegungselement aufweist.
6. Textilgutbearbeitungseinheit nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzielung der erforderlichen, nicht durch die Antriebsvorrichtung aufgebrachten Bremskraft die Andrückkraft des Textilguthalters durch erzeugbaren, auf die Textilgutklammervorrichtung wirkenden Unterdruck einstellbar ist.
7. Textilgutbearbeitungseinheit nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzielung der erforderlichen, nicht durch die Antriebsvorrichtung aufgebrachten Bremskraft die Andrückkraft des Textilguthalters durch erzeugbaren, auf das Bewegungselement wirkenden Unter druck einstellbar ist.
Description:
Textilqutbearbeitunqseinheit Die Erfindung betrifft eine Textilgutbearbeitungseinheit wie z. B. Näheinheit. Insbesondere betrifft die Erfindung Textilgutbearbeitungseinheiten, bei denen das zu bearbeitende Textilgut mit hoher Frequenz schrittweise vorbewegt wird.

Textilgutbearbeitungseinheiten, wie z. B. Hochleistungs- Industrienähmaschinen arbeiten mit Geschwindigkeiten von etwas 1200 Stichen pro Minute. Bei feststehendem Nähkopf ist es also erforderlich den Textil-bzw. Nähguthalter schrittweise mit einer Taktrate von bis zu 20 Vorschüben pro Sekunde vorzubewegen (DE 30 22 904 C3).

Aus Kostengründen werden als Antrieb für den Textilgut- halter oftmals Schrittmotore eingesetzt, die über Zahn- riemenantriebe mit einer Mechanik zum Bewegen des Textil- guthalters in x-und y-Richtung verbunden sind (DE 32 13 277 C2).

Bei den Nähmaschinen der vorstehend beschriebenen Art wird der Nähguthalter auf einer Auflagefläche (nachfolgend auch Maschinentisch genannt) der Nähmaschine verfahren. Um den Nähguthalter in kürzester Zeit abbremsen zu können, wird zwischen dem Nähguthalter und dem Maschinentisch eine mechanische Reibung aufgebaut, indem das Gewicht des Näh- guthalters vergrößert bzw. der Nähguthalter mit Gewichten belastet wird. Durch Erhöhung der Gewichte könnte man die Arbeitsgeschwindigkeit der Nähmaschine erhöhen. Allerdings hat eine Erhöhung der Gewichte bzw. des Gewichts des Näh- guthalters den Nachteil, daß sich damit auch die zu bewegende"träge"Masse erhöht, so daß leistungsstärkere Motore eingesetzt werden müßten bzw. andere Antriebe ver-

wendet werden müßten. Dies wiederum erhöht die Her- stellungskosten.

Aus DE 44 13 814 A1 ist es bekannt, bei einer Nähmaschine das zu vernähende Nähgut mittels Unterdruck auf dem Nähmaschinentisch zu halten, wobei es jedoch noch möglich sein soll, das Nähgut auf dem Tisch verschieben zu können.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Textilgut- bearbeitungseinheit zu schaffen, deren Arbeits- geschwindigkeit ohne Veränderung der Antriebsvorrichtung erhöht werden kann.

Zur Lösung dieser Aufgabe wird mit der Erfindung eine Textilgutbearbeitungseinheit vorgeschlagen, die versehen ist mit -einer Textilgutbearbeitungsmaschine (16), -einem Textilguthalter (20) zum Halten des zu bearbeitenden Textilguts (26), -einer Antriebsvorrichtung (18) zum schrittweisen Bewegen des Textilguthalters (20) relativ zur Textilgutbearbeitungsmaschine (16) und -einer Auflagefläche (14), auf der der Textilguthalter (20) mit einer Andrückkraft aufliegt und über die sich der Textilguthalter (20) bei seiner schrittweisen Bewegung verschiebt, dadurch gekennzeichnet, -daß zur Erzielung einer erforderlichen, nicht durch die Antriebsvorrichtung (18) aufgebrachten Bremskraft des Textilguthalters (20) die Andrückkraft desselben (20) gegen seine Auflagefläche (14) durch erzeugbaren Unterdruck einstellbar ist.

Bei der erfindungsgemäßen Textilgutbearbeitungseinheit wird zur Erzielung der erforderlichen und nicht durch die

Antriebsvorrichtung aufgebrachten Bremskraft des Textilguthalters die Andrückkraft desselben gegen die Auflagefläche, über die der Textilguthalter verschiebbar ist, durch Ansaugen des Textilguthalters gegen die Auflagefläche erzeugt. Der Textilguthalter ist also gegen die Auflagefläche mittels Unterdruck angesaugt. Dies hat den Vorteil, daß die Haftreibung zwischen Textilguthalter und Auflagefläche beliebig erhöht werden kann, ohne daß dadurch die zu bewegende Masse erhöht wird.

Vorzugsweise weist der Textilguthalter mindestens eine zur Auflagefläche hin offene Saugkammer auf, die mit Unter- druck beaufschlagbar ist. Da die zur Auflagefläche hin offene Saugkammer beim Aufliegen des Textilguthalters auf der Auflagefläche durch diese nicht vollständig abgedichtet wird, ist es zweckmäßig, die Saugkammer mit einer Saugpumpe zu verbinden.

Als Antriebsvorrichtung zum schrittweisen Bewegen des Textilguthalters läßt sich wegen der erfindungsgemäß bei geringstmöglichem Gewicht erzeugten größtmöglichen Reibung ein Schrittmotor mit Zahnriementrieb, also eine preis- günstige Lösung einsetzen.

Der Textilguthalter weist vorzugsweise zwei Textilgut- klammern auf, zwischen denen das Textilgut gehalten wird.

Diese Textilgutklammern sind vorzugsweise durch Unterdruck gegeneinander gesaugt bzw. gespannt. Als Alternative hierzu bietet es sich an, die Textilgutklammern mechanisch gegeneinander zu spannen.

Der Textilguthalter weist insbesondere eine Textilgut- klammervorrichtung, die die eigentliche Haltefunktion für das Textilgut ausübt, und ein mit dieser verbundenes oder verbindbares Bewegungselement auf, das von der Antriebs- vorrichtung antreibbar ist. Sowohl das Bewegungselement

als auch die Textilgutklammervorrichtung kann mit Unter- druck gegen die Auflagefläche gesaugt sein, um die erforderliche Bremskraft aufzubringen.

Nachfolgend wird anhand der Figuren ein Ausführungs- beispiel der Erfindung näher erläutert. Im einzelnen zei- gen : Fig. 1 eine Schnittansicht einer Näheinheit mit gegen deren Arbeitstisch gesaugtem Nähgut- halter und Fig. 2 eine Draufsicht auf die Näheinheit gemäß Fig. 1.

Repräsentativ für die Erfindung wird diese nachfolgend an einer Näheinheit als Beispiel für eine Textilgut- bearbeitungseinheit beschrieben. Andere Textilgut- bearbeitungseinheiten, bei denen die Erfindung ebenfalls angewendet werden kann, sind z. B. Stickmaschinen.

In Fig. 1 ist ein Schnitt durch eine Naheinheit bzw.

-maschine 10 gezeigt. Die Näheinheit 10 weist einen (fest- stehenden) Maschinentisch 12 mit einer Auflagefläche 14 auf. An dem Maschinentisch 12 ist ein Nähmaschinenoberteil oder Nähkopf 16 angebracht. Ferner weist die Näheinheit 10 einen Schrittmotorantrieb 18 mit Zahnriementrieb auf.

Diese Antriebsvorrichtung 18 bewegt schrittweise einen Nähguthalter 20, der auf der Auflagefläche 14 des Maschinentisches 12 aufliegt. Der Nähguthalter 20 ist mit 2 Klammerelementen 22,24 versehen, von denen das untere Element 22 auf der Auflagefläche 14 aufliegt. Zwischen diesem unteren Klammerelement 22 und dem anderen oberen Klammerelement 24 befindet sich das zu vernähende Näh- gut 26, das zwischen den beiden Klammerelementen 22,24 eingeklemmt gehalten wird. Die beiden Klammerelemente 22,24 können über ein Scharnier miteinander verbunden sein

und werden mittels Unterdruck gegeneinander gesaugt, was in den Figuren im einzelnen nicht dargestellt ist.

Zur Erzielung hoher Arbeitsgeschwindigkeiten von 1200 Stichen pro Minute und mehr ist es erforderlich, den Nähguthalter 20 hochfrequent schrittweise vorzubewegen.

Hierzu hat sich als zweckmäßig herausgestellt, wenn zwischen dem Nähguthalter 20 und der Auflagefläche 14 eine große Reibung gegeben ist, die das schnelle Abbremsen des vorbewegten Nähguthalters 20 ermöglicht. Bei der hier beschriebenen Näheinheit 10 wird die Haftreibung zwischen dem Nähguthalter 20 und dem Maschinentisch 12 dadurch realisiert, daß das untere Klammerelement 20 gegen den Maschinentisch 12 mittels Unterdruck gesaugt ist. Hierzu weist das untere Klammerelement 22 Saugkammern 28 auf, die mit einer Saugpumpe 30 verbunden sind. Die Saugkammern 28, bei denen es sich im einfachsten Fall um Durchgangs- bohrungen durch das Klammerelement 22 handelt, sind zur Auflagefläche 14 hin offen, so daß bei auf der Auflage- fläche 14 aufliegendem Nähguthalter 20 die Saugkammern 28 durch den Maschinentisch 12 verschlossen sind. Durch Auf- bringen eines Unterdrucks in den Saugkammern 28 saugt sich der Nähguthalter 20 am Maschinentisch 12 mehr oder weniger fest. Durch Einstellen des Unterdrucks bzw. der Saug- leistung der Saugpumpe 30 läßt sich die gewünschte Reibung einstellen.

Der Vorteil der hier beschriebenen Näheinheit 10 besteht darin, daß die Haftreibung zwischen Nähguthalter 20 und Maschinentisch 12 erhöht werden kann, ohne daß sich das zu bewegende Gewicht des Nähguthalters 20 erhöht. Damit ergibt sich kinematisch der Vorteil, daß mit Erhöhung der Haftreibung keine größeren Massen bewegt werden müssen.