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Patent Searching and Data


Title:
UNVENTED CHIMNEY FOR SOOT-FREE BURNING OF A FLAMING AGENT IN ORDER TO GENERATE MONOLITHIC FIRE BARRIERS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/098571
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an unvented chimney for outgassing a flaming agent or combustible (=burning agent) without causing deflagration, a kit for producing said chimney, and the use of said chimney for generating monolithic fire barriers.

Inventors:
SCHUMANN, Kai (26 Oranienburger Chaussee, Berlin, 13465, DE)
HAUSMANN, Volker (44 Eichenstr, Berlin, 12623, DE)
Application Number:
DE2008/000285
Publication Date:
August 21, 2008
Filing Date:
February 13, 2008
Export Citation:
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Assignee:
KAMINFABRIK SCHUMANN UND HAUSMANN GBR (12 Franklinstr, Berlin, 10587, DE)
SCHUMANN, Kai (26 Oranienburger Chaussee, Berlin, 13465, DE)
HAUSMANN, Volker (44 Eichenstr, Berlin, 12623, DE)
International Classes:
F24C5/04; F23D3/02
Attorney, Agent or Firm:
LANGE, Sven et al. (HERTIN Anwaltssozietät, 54-55 Kurfürstendamm, Berlin, 10707, DE)
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Claims:

Patentansprüche

1. Abzugsfreier Kamin für das russfreie Abbrennen eines Feuermittels , dadurch gekennzeichnet, dass der Kamin eine Edelstahlwanne, ein Dochtsystem aus mindestens zwei mindestens einen Docht aufweisenden Domen und das Feuermittel umfassend Alkohol und/oder Brenngel umfasst.

2. Abzugsfreier Kamin nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kamin eine Edelstahlwanne und ein Dochtsystem aus mindestens zwei mindestens einen Docht aufwei- senden Domen umfasst, wobei die Dome an dem von der Edelstahlwanne abgewandten Ende eine Abbrennfläche für das Feuermittel bilden und das Feuermittel Alkohol und/oder Brenngel umfasst.

3. Kamin nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Dome reihenförmig auf der Edelstahlwanne mit einem Abstand von 5 bis 150 mm zwischen zwei Domen positioniert sind.

4. Kamin nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine insbesondere rinnenförmige Abbrennfläche auf dem von der Edelstahlwanne abgewandten Ende der Dome positioniert ist und mindestens ein Docht durch jeweils einen Dom geführt wird, wobei der Docht in die Edelstahlwanne so hineinragt, dass er das Feuermit-

tel aufnehmen kann, durch den Dom in die insbesondere rinnenförmige Abbrennfläche leitet und die Dochte in der insbesondere rinnenförmigen Abbrennfläche mit einer Keramikfasermatte oder Glasfaserschnüren abge- deckt sind.

5. Verwendung des Kamins nach einem der Ansprüche 1 bis 4 zum im wesentlichen verpuffungsfreien Abbrennen eines Feuermittels.

6. Verwendung nach dem vorhergehenden Anspruch zur Generierung eines sicheren Flammenbildes.

7. Verwendung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Flammenbild mindestens 1 cm, bevorzugt 50 cm bis 20 m lang ist.

8. Kit zur Herstellung eines abzugsfreien Kamins umfas- send eine Edelstahlwanne und ein Dochtsystem aus mindestens zwei mindestens einen Docht aufweisenden Domen und ein Brennmittel und ggf. eine Information zum Kombinieren der Inhalte des Kits.

Description:

ABZUGSFREXER KAMIN PUR DAS RUSSFREIE ABBRENNEN EINES . FξUERMITTELS ZUR GENERIERUNG EINTEILIGER FEUERWäNDE

Beschreibung

Die Erfindung betrifft einen abzugsfreien Kamin zum ver- puffungsfreien Abgasen eines Feuermittels oder Brennstoffes (= Brennmittels) , einen Kit zur Herstellung des Kamins und die Verwendung des Kamins zur Generierung ein- teiliger Feuerwände.

Kamine sind Vorrichtungen, die zum Heizen dienen. Seit einiger Zeit werden sie insbesondere wegen ihrer dezenten - die Augen kaum belastenden - Beleuchtung und des Flam- menspiels verwendet. Der Kamin des Standes der Technik besteht aus einem von Mauerwerk oder Eisenplatten umschlossenen, vollständig in der Wand liegenden oder teilweise aus derselben hervorspringenden Raum, in welchem das Brennmaterial bzw. das Feuermittel auf einem Rost verbrennt. Während des Brennprozesses entstehen Verbrennungsgase, Ruß und Feinstaub, die im wesentlichen direkt in den Schornstein entweichen. Da zahlreiche Kamine offene Kamine sind, dringen die Verbrennungsgase, der Ruß und der Feinstaub aber auch in die direkte und weitere Umge- bung eines Kamins .

Bei dem offenen Kamin wirkt das Feuer direkt durch Wärmestrahlung. Die Heizwirkung von offenen Kaminen ist begrenzt. Derartige offene Kamine sind aber in milden KIi- maten, zunehmend jedoch auch in Design-geprägten Wohnungen Nord- und Mitteleuropas sehr beliebt, weil der An-

blick des Feuers den Eindruck der Wohnlichkeit hervorruft.

Geschlossene Kamine sind eine technische Weiterentwick- lung der offenen Kamine mit einem hohen Wirkungsgrad, der über Konvektion oder Wasser realisiert wird. Der Feuerraum wird bei geschlossenen Kaminen durch eine feuerfeste Scheibe, bevorzugt eine Glasscheibe, zum Kaminzimmer abgegrenzt. Die Luftführungen von Frischluft und Rauchgas sind in den geschlossenen Kaminen optimiert. Bei wasserführenden Kamineinsätzen gilt, dass die doppelwandigen Seitenreste, der Feuerrost und die Rauchgastaschen im Feuerraum wassergekühlt sind, wobei das Wasser als Energieträger wirken kann. Das erwärmte Wasser wird bevorzugt über ein Heizungsnetz in Wohnräume geleitet und dient dort zum Heizen oder zur Heißwasserversorgung. Die traditionellen Kamine bestehen aus einem Lüftungsgitter, einem Obersims, Kachel- und Putzmaterial, dem Regal, den Sockelteilen, der Umluftöffnung, dem Untersims, dem Kamin- einsatz, dem Simsteil, Kachel- und Putzsturz, dem Schürzenteil, der Dämmplatte und ggf. den Zierkacheln.

Insbesondere das „Nachrüsten" von bereits bestehendem, beispielsweise Neubauwohnraum mit Kaminen bereitet Schwierigkeiten, da diese oft nicht an die erforderlichen Schornsteine angeschlossen werden können, da neuere Wohnbauten diese nicht mehr in ausreichender Anzahl oder gar nicht besitzen. Aus diesem Grunde wurden so genannte De- ko-Kamine, aber auch Elektrokamine entwickelt. Elektroka- mine weisen ein Elektrofeuer mit Echtflammeffekt auf. Diese Feuer sollen von überzeugender ästhetik sein und die Illusion eines realen Feuers bieten. Derartige Kamine

konnten sich aber beim Verbraucher aufgrund ihrer zahlreichen Nachteile nicht durchsetzen, da die Verbraucher echte Flammen mit einem ausgeprägten Flammenbild wünschen. Um diese Nachteile zu beheben, wurden abzugsfreie Kamine mit echten Flammen, aber ohne den erforderlichen Schornsteinanschluss entwickelt. Solche Kamine werden wahlweise mit Brenngel oder Bioalkohol betrieben. Derartige Kamine brennen mit echter Flamme, benötigen aber keinen Schornsteinanschluss; sie besitzen aber zahlreiche Nachteile. Da die Kamine des Standes der Technik mehrere Verschleißteile besitzen, sind sie nicht ausreichend sicher für den Betrieb innerhalb von Räumen. Es ist in ihnen technisch außerdem nicht möglich, einteilige Flammen zu generieren, die außerdem ruhig und wellenförmig bren- nen, insbesondere wenn diese Flammen eine Breite von 50 cm oder mehr aufwesen sollen, z. B. bei zusammengestellten Kaminen bis auf 20 m Flammenbreite und mehr. Vor allem ist die Brenndauer auch bei großem Einsatz von Etha- nol oder Methanol sehr begrenzt. Es ist weiterhin nicht möglich, in den Kaminen des Standes der Technik ein kontrolliertes Abbrennen der Feuermittel bzw. des Brennmaterials zu ermöglichen. Nachteilhafterweise erwärmt sich der Kamin des Standes der Technik aufgrund des Feuers sehr stark, so dass umfangreiche Brandschutzvorschriften beachtet werden müssen. Nach dem Löschen des Feuers ist dieses nicht sofort wieder anzündbar, da es keinen Schutz gegen mögliches Verpuffen oder Explodieren von entweichenden brennbaren Gasen gibt. Das Abbrennen des Feuers direkt im Brennstoffbehälter erwärmt nachteilhafterweise den gesamten Brennstoff so stark, dass dieser nach dem Löschen eine Gefahr darstellen kann, da der noch vorhandene Brennstoff weiter stark abgast, was bei einem erneu-

ten Anzünden bzw. bei Funkenschlag oder ähnlichem zu einer Explosion oder Verpuffung führen kann. Dies gilt umso mehr, da auch im kalten Zustand so viel Alkohol kontinuierlich abgast - insbesondere durch die große öffnung der Brennkammer -, dass die Gefahr der Explosion oder Verpuffung auch in diesem Falle besteht.

Es hat weiterhin Versuche im Stand der Technik mit länglichen Schalen gegeben, die die Brennmittel umfassen, um die o. g. Nachteile zu beseitigen. Das entstandene Flammenbild war nicht zufriedenstellend, da viele Flammen nebeneinander generiert wurden, die sich schnell und hoch bewegten und demgemäß den Brandschutzbestimmungen nicht genügten. Weiterhin war der Brennstoff bzw. das Brennmit- tel schnell aufgebraucht und die Schalen verzogen sich sehr stark und wurden sehr heiß. Durch die hohen Temperaturen gaste der Brennstoff auch nach dem Löschen der Flammen sehr stark, wodurch eine Verpuffungsgefahr bestand.

Aufgabe der Erfindung war es daher, einen Kamin bereitzustellen, der die Nachteile des Standes der Technik nicht aufweist und ein einfaches, sicheres und effektives Abbrennen von Brennmaterial bzw. Feuermitteln mit langer Brenndauer und hoher Sicherheit ermöglicht.

Die Aufgabe der Erfindung wird gelöst durch einen Kamin, der eine Edelstahlwanne aufweisend ein Feuermittel um- fasst, die insbesondere mit Faserschnüren oder Glasfaser- band wirkverbunden ist und wobei das Feuermittel ausgewählt ist aus der Gruppe umfassend Bioalkohol, Brenngel bzw. Ethanol oder hochprozentigen Alkohol, wobei im Sinne

der Erfindung hochprozentiger Alkohol jede alkoholische Lösung ist, die mehr als 40%, mehr als 50%, mehr als 60%, mehr als 70%, insbesondere mehr als 80%, besonders bevorzugt 90% und ganz besonders bevorzugt mehr als 95% bzw. mehr als 97%, 98%, 99% Alkohol umfasst. Wirkverbunden im Sinne der Erfindung heißt, dass die Faserschnüre oder das Glasfaserband in der Lage sind, das Feuermittel, beispielsweise Alkohol, so zu transportieren, dass an dem Ort, an welchem das Feuermittel entzündet wird - bevor- zugt am Ende des Dochtes, der auf oder an der Abbrennfläche positioniert ist - eine im wesentlichen rußfreie Flamme entsteht, über die ein sicheres und effektives Abbrennen des Feuermittels möglich ist. Hierzu kann es beispielsweise bevorzugt sein, dass die Faserschnüre bis auf den Boden der Edelstahlwanne reichen oder aber nur so tief in diese hineinragen, dass sie in das Feuermittel eintauchen oder dieses berühren oder so in die Nähe des Feuermittels positioniert sind, dass eine Aufnahme des Feuermittels möglich ist. Insbesondere wenn die Faser- schnüre oder das Glasfaserband nicht direkt in das Feuermittel eintauchen, sondern beispielsweise nur knapp in dieses nicht hineinragen, würde man im Sinne der Erfindung nicht davon sprechen, dass Faserschnüre und Feuermittel verbunden sind - vielmehr liegt in diesem Falle die Situation vor, dass Faserschnüre bzw. Glasfaserband mit dem Feuermittel wirkverbunden sind. Bevorzugt ist es, dass die Faserschnüre bzw. die Faserdochte, deren Anzahl die Transportmenge an Ethanol oder anderen Brennstoffen festlegt, die transportierte Brennstoffmenge in einem Be- reich transportieren, der beispielsweise in Figur 3 als Dochtabdeckung/Fixierung beschrieben ist. Hierbei handelt es sich bevorzugt im wesentlichen um eine oberhalb des

Tanks positionierte Rinne, in die der Docht von dem Tank kommend in den Dochtabdeckungsbereich hineinragt. Dieser Bereich ist erfindungsgemäße ein Teil des Domes. Der obere Teil des Domes ist bevorzugt als längliche Wanne aus- gestaltet, in welcher beispielsweise bevorzugt Keramikfasermatten positioniert sind, die das von den Dochten transportierte Brennmaterial aufnehmen, so dass über diesen Keramikfasermatten das Abbrennen eines Feuermittels bzw. Brennmaterials möglich ist. Demgemäß ist dieser Be- reich in der bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung in Figur 3 auch als Abbrennfläche bezeichnet.

Die Erfindung betrifft also einen abzugsfreien Kamin für das russfreie Abbrennen eines Feuermittels, wobei der Ka- min eine Edelstahlwanne, ein Dochtsystem aus mindestens zwei mindestens einen Docht aufweisenden Domen und das Feuermittel umfassend Alkohol und/oder Brenngel umfasst.

In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst der erfin- dungsgemäße abzugsfreie Kamin eine Edelstahlwanne und ein Dochtsystem aus mindestens zwei mindestens einen Docht aufweisenden Domen, wobei die Dome an dem von der Edelstahlwanne abgewandten Ende eine Abbrennfläche für das Feuermittel bilden und das Feuermittel Alkohol und/oder Brenngel umfasst.

In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Dome des erfindungsgemäßen Kamins reihenförmig auf der Edelstahlwanne mit einem Abstand von 5 bis 150 mm zwischen zwei Domen positioniert. Die genannten bevorzugten Ausführungsformen erlauben die Bildung eines einheitlichen

Flammenbildes, welches kontrolliert, mit hoher Sicherheit und langer Brenndauer sowie ruhig brennt.

Der Docht bzw. die Dochte werden in einem Dom, der im we- sentlichen als Rohr ausgebildet ist, in die Abbrennfläche geführt (siehe Figur 3 und Figur 2) .

Wie in der bevorzugten Ausführungsform gemäß Figur 2 ersichtlich, sind diese Dome als Dochtsystem ausgebildet, welches mindestens zwei Dome umfasst, bevorzugt mindestens 5, besonders bevorzugt 5 bis 20 Dome, die ein Dochtsystem umfassen. Dieses Dochtsystem kann bevorzugt so aufgebaut sein, dass zwischen den Domen insbesondere ein Abstand von 5 cm besteht.

Durch die bevorzugt 5 bis 20, ganz besonders bevorzugt 10 bis 20 Dome werden die oben genannten Dochte geführt, so dass sie die Glasfasermatte bzw. die Keramikfasermatte, welche bevorzugt unbrennbar ist, mit Feuermitteln aus dem Tank versorgen.

Bevorzugt deckt die Keramikfasermatter die Dochte ab. Bei den Dochten kann es sich um alle Fasern oder anderes kapillares Material handeln, so auch Glas- und Metallfa- sern, die in der Lage sind, beispielsweise über Kapillarwirkung ein Feuermittel wie Ethanol zum Abbrennort oder in die Nähe der Abbrennfläche zu transportieren. Der Begriff der Nähe bedeutet in diesem Falle, dass der Docht noch so weit an die Abbrennfläche geführt wird, dass ein effizientes und sicheres Abbrennen des Feuermittels möglich ist.

Die erfindungsgemäße Lehre kann demgemäß auch als Kombinationserfindung aufgefasst werden, bei der mehrere Elemente zur Erreichung eines technischen Gesamterfolges zusammenwirken, wobei die Elemente funktionell wechselwir- ken, so dass ein überraschender Effekt entsteht. Die oben genannten, durch die Erfindung konstruktiv vereinigten Elemente wirken auf ein gemeinsames Ziel hin, d. h. sie kooperieren. Sie beeinflussen und ergänzen sich gegenseitig und führen so den Gesamterfolg eines überraschend si- cheren, effektiven und weitestgehend rußfreien Abbrennen eines Feuermittels herbei. Dieser einheitliche technische Erfolg beruht auf den Wirkungen der konstruktiv verbundenen Elemente, er ist sozusagen die Klammer der Kombination. Der Stand der Technik gab dem Durchschnittsfachmann keine Anregung, gerade die erfindungsgemäßen Elemente zusammenwirken zu lassen. Es war völlig überraschend, dass die erfindungsgemäße Kombination des Zusammenwirkens aus Tank, Docht und Dom und bevorzugt zusätzlich aus Dochtabdeckung und Fixierung und Ausbildung einer Abbrennfläche die Möglichkeit eröffnet, Feuermittel wie beispielsweise Alkohol mit einer sehr langen Brenndauer kontrolliert abzubrennen, wobei eine im wesentliche einteilig aussehende Flamme entsteht, die sicher und wellenförmig brennt. Es war völlig überraschend, dass ein Dochtsystem, welches über Dome realisiert wird, bevorzugt eine Glasmatte bzw. eine Keramikfasermatte so mit Feuermitteln versorgt, dass ein kontrolliertes, langes und sicheres Abbrennen in Form einer einteiligen, wellenförmigen, im wesentlichen ruhigen Flamme ermöglicht wird. Es lag für den Fachmann nicht nahe, dass ein System aus mindestens zwei Domen, bevorzugt im wesentlichen fünf Domen, besonders bevorzugt 10 bis 20 Domen zu diesem überraschenden Effekt führt.

Weiterhin war es völlig überraschend, dass die Keramikfa ¬ sermatte oder Glasmatte bzw. Glaswatte über einen Dom bzw. Dochtsystem sicher und effizient mit Brennmittel versorgt werden kann, wenn die einzelnen Dome einen Abstand von bevorzugt 5 bis 150 mm aufweisen und die Tanklänge der Edelstahlwanne eine Länge von 30 bis 20.000 mm beträgt. In dieser Anordnung brennt der Docht bevorzugt nicht weg und ist damit in dieser bevorzugten Ausfüh- rungsform kein Verschleißmittel.

Es hat sich überraschend gezeigt, dass eine Rinnenbreite von 5 bis 50 mm zu einer einteiligen Flamme führt, die besonders kontrolliert und mit überraschend langer Brenn- dauer abbrennt.

Der erfindungsgemäße Kamin hat den Vorteil, dass mit ihm eine einteilige Flamme generiert werden kann, die ruhig und wellenförmig sowie kontrolliert abbrennt. Da der Ka- min keine Verschleißteile aufweist, garantiert er eine hohe Sicherheit. Aufgrund der Kombination von Edelstahlwanne, Glasfaserband und Bioalkohol und/oder Brenngel erfolgt überraschenderweise eine sehr lange Brenndauer, wobei nur geringe Temperaturen in der Edelstahlwanne, die bevorzugt als Tank ausgebildet sein kann, entstehen. Die Flamme ist bei dem erfindungsgemäßen Kamin so gestaltet, dass sie problemlos mit einem Deckel oder handelsüblichen Wassersprüher / Zerstäuber gelöscht werden kann, wobei die Flamme sofort - ohne Explosions- oder Verpuffungsge- fahr - wieder anzündbar ist.

Die Edelstahlwanne kann in einer bevorzugten Ausführungsform als dichter Tank mit einer über- bzw. Unterdrucköffnung ausgebildet sein. Diese Edelstahlwannen können in der Länge variabel aneinander positioniert werden, so dass 20 m lange, einheitlich wirkende Flammen erzeugt werden können. Die Wärmeabgabe in den Wohnraum beträgt pro Edelstahlwanne bzw. Tank ca. 1 bis 2 kW pro l/h. Vorteilhafterweise sind die Tanks so gestaltet, dass sie auch mit einem restlichen Inhalt noch gut transportabel sind.

Bei der Verwendung von Faserschnüren bzw. Faserdochten kann durch die genaue Anzahl der einzelnen Faserschnüre festgelegt werden, welche Menge des Brennstoffes als Feu- ermittel, wie beispielsweise Ethanol, transportiert wird. Die Faserschnüre sind im Bereich der Abbrennfläche bevorzugt mit Glasfaserschnüren oder Matten abgedeckt, die im wesentlichen 1 mm bis 10 mm dick sind. Durch diese Ausgestaltung der Glasfaserschnüre bzw. der Keramikmatten wird eine überraschend gute Fixierung der Schnüre und

Dichtung erreicht; weiterhin ermöglicht diese Ausgestaltung eines besonders lange Brenndauer. Weiterhin können auch faserumflochtene Glasfaserwände in dem Dochtsystem verwendet werden. Die genannten Mittel sind bevorzugt nicht brennende Mittel und können solche Mengen an Bioalkohol oder Brenngehl aufsaugen und transportieren, so dass ein neues und einziges Flammenbild geschaffen werden kann. Die entstehenden Abgase, die bei der sauberen Verbrennung entstehen, bestehen im wesentlichen nur aus Wasser und Kohlendioxid, so dass die erfindungsgemäßen Kamine in jedem Raum ohne Rauchabzug aufgestellt werden können. Wenn ein üblicher Docht aus gewebtem Textilmate-

rial gemäß des Standes der Technik eingesetzt wird, werden keine ausreichenden Mengen an Brennmittel bzw. Feuermittel transportiert bzw. dieser brennt vollständig ab, so dass Giftgase entstehen. Weiterhin kommt es nach dem Löschen und wiederholten Anzünden der Flamme zu einer

Verpuffung von entweichenden Restgasen. Mit insbesondere faserumflochtenen Glasfaserbändern und/oder Faserschnüren als Docht kann das Flammenbild bei gleich bleibender Form nahezu beliebig vergrößert oder verkleinert werden. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wurden als

Docht Dichtungsschnüre verwendet, die dem Fachmann bisher nur zum Abdichten von Feuerraumtüren bekannt waren, so wie die für die Abdeckung und Dichtung bevorzugt benutzte Keramikfasermatte, die bevorzugt zur Wärmedämmung benutzt wird. Es war überraschend, dass derartige Dichtschnüre, insbesondere wenn sie als faserumflochtenes Glasfaserband und/oder Faserschnüre ausgebildet sind, als senkrechter Docht einsetzbar sind und außerdem die erforderlichen größeren Mengen an Brennmitteln aufsaugen, sofern die Flamme gezündet wurde und bei nicht brennender Flamme nicht so große Mengen des Brennmittels oder Brennstoffes abgasen lassen, dass eine Verpuffungsgefahr besteht. Der Docht führte dazu, dass die Flamme ruhig brannte und eine einteilige Feuerwand bildete und so die Gefahr von Brän- den von benachbarten Materialien ausgeschlossen wurde. Es konnte weiterhin überraschend festgestellt werden, dass die höhere Sicherheit und das kontrollierte Abbrennen mit einer langen Brenndauer verbunden war und die Ausbildung von dichten Tanks mit einer über- bzw. Unterdrucköffnung ermöglichte. Da das Feuer oberhalb des Dochtes ruhig abbrennt, werden geringere Temperaturen im Tank selber erzeugt. Nach dem Löschen der Flamme ist diese sofort wie-

der anzündbar, ohne dass eine Explosions- oder Verpuf- fungsgefahr besteht. Der erfindungsgemäße Kamin ist so auch mit Resttankinhalt gut transportabel und weist weiterhin keine Verschleißteile auf.

In einer bevorzugten Ausführungsform stellt der erfindungsgemäße Kamin eine geschlossene, längliche, im wesentlichen rechteckige Wanne dar, die an ihrer oberen Abdeckung öffnungen aufweist - bevorzugt rund 10 mm mit ei- nem Abstand von bevorzugt 50 mm -, auf denen die Dome bevorzugt mit Abbrennfläche getrennt vom Tank sitzt. Die Trennung verhindert überraschend die Temperaturübertragung an den Tank. Der bevorzugte Abstand beträgt 3 cm. In den bevorzugt verwendeten Röhrchen, die dicht am Tank und an der Brennfläche befestigt sind, verlaufen die Faserdochte. Der Brennstoff wird aus dem Tank in die kleine Abbrennfläche transportiert. Edelstahl ist ein schlechter Wärmeleiter, daher wird der Teil des Doms, der Tank und Brennfläche verbindet, mit geringer Oberfläche ausge- führt. So überträgt die heiße Brennfläche nur geringe

Temperaturen an den Tank. In der Brennfläche werden die Dochtfasern durch abdecken mit einer Keramikfaser oder Matte fixiert und der Dom gedichtet. Dadurch können entstehende Gase nicht mehr unkontrolliert austreten und die Flamme nicht in den Tank hineinbrennen.

Es war überraschend, dass diese konstruktive Anordnung ein unkontrolliertes Austreten der entstehenden Gase verhindert. Es war dem Fachmann nicht bekannt, dass durch diese Ausgestaltung der Erfindung verhindert wird, dass die Flamme in den Tank hineinbrennt.

Im nicht angezündeten, so genannten kalten Zustand findet nur eine Sättigung des Dochtes statt und das Abgasen reduziert sich auf ein unschädliches Minimum. Wenn der Kamin nicht in Betrieb ist - d. h. wenn keine Flamme brennt - wird daher kaum gasförmiger Bioalkohol oder ein anderes Brennmittel in die Umgebung abgegeben. Im Gegensatz zu den bekannten Kaminen diffundiert nicht so viel gasförmiges Brennmaterial in die direkte Umgebung des Kamins, dass Verpuffungen auftreten können. Das o. g. Minimum des Abgasens bezieht sich also auf eine Menge, die unterhalb dessen liegt, was für eine Verpuffung erforderlich wäre. Diese Menge kann je nach Kamin, verwendetem Brennmittel, Temperatur, Luftfeuchtigkeit oder Sauerstoffgehalt der Umgebung variieren.

Bei dem Bioalkohol nach der Erfindung handelt es sich bevorzugt um ca. 99%igen hoch filtrierten Agar-Alkohol bzw. handelsüblichen hochprozentigen Ethanol (98%) für ein besonders realistisches Flammenspiel. Der Alkohol, insbe- sondere Bioalkohol ist bevorzugt mit einem minimalen Anteil an Bitterstoff versetzt, um ihn für den Verzehr ungeeignet zu machen. Bei dem Bioalkohol kann es sich beispielsweise um reines Ethanol handeln.

Der erfindungsgemäße Kamin kann so ausgebildet sein, dass er in eine längliche, horizontale Aussparung einer Zimmerwand eingebracht werden kann. In diesem Falle hätte der erfindungsgemäße Kamin bevorzugt nur eine Ausdehnung von wenigen, beispielsweise 10 cm in der Breite wie auch in der Höhe, wobei ein gewisser Sicherheitsabstand oberhalb der Flamme bzw. der Flammen berücksichtigt werden muss. Selbstverständlich ist es aber auch möglich, den

Kamin so zu gestalten, dass er der Größe eines klassischen Kamins mit einer Höhe und einer Breite von 1 bis 2 m oder mehr entspricht.

Die Erfindung betrifft auch die Verwendung des Kamins zum verpuffungsfreien Abbrennen eines Brennmittels. Sie betrifft weiterhin die Verwendung des Kamins zur Generierung eines sicheren Flammenbildes, bevorzugt von einteiligen Feuerwänden.

Die Erfindung betrifft auch einen Kit zur Herstellung eines abzugfreien Kamins umfassend eine Edelstahlwanne, ein Glasfaserband und ein Brennmittel sowie ggf. eine Information zum Kombinieren der Inhalte des Kits . Die Informa- tion zum Kombinieren der Inhalte des Kits kann eine Anleitung zum Aufbau des Kamins sein. Diese Information kann ein Beipackzettel oder aber eine Internetadresse sein, über welche die entsprechenden Informationen im Internet aufgesucht werden können.

Die anmeldungsgemäße Lehre zeichnet insbesondere in ihren bevorzugten Ausgestaltungsformen sich durch folgende Merkmale aus :

" Abkehr vom technisch üblichen " neue Aufgabenstellung

" Vorliegen eines seit langem ungelösten dringenden Bedürfnisses für die Lösung des mit der Erfindung gelösten Problems " bisheriges vergebliches Bemühen der Fachwelt

" die Einfachheit der Lösung spricht für erfinderische Tätigkeit, insbesondere da sie kompliziertere Lehren ersetzt

" Entwicklung der wissenschaftlichen Technik ging in eine andere Richtung

" entwicklungsstraffende Leistung

" Fehlvorstellungen der Fachwelt über die Lösung des entsprechenden Problems (Vorurteil)

" technischer Fortschritt, wie z. B.: Verbesserung, Leistungssteigerung, Verbilligung, Ersparnis an

Zeit, Material, Arbeitsstufen, Kosten oder schwer beschaffbaren Rohstoffen, erhöhte Zuverlässigkeit, Beseitigung von Fehlern, Qualitätshebung, Wartungsfreiheit, größere Effektivität, höhere Aus- beute, Vermehrung der technischen Möglichkeiten, Bereitstellung eines weiteren Mittels, Eröffnung eines zweiten Weges, Eröffnung eines neuen Gebietes, erstmalige Lösung einer Aufgabe, Reservemittel, Alternativen, Möglichkeit der Rationalisie- rung, Automatisierung oder Miniaturisierung

" glücklicher Griff, da aus einer Vielzahl von Möglichkeiten eine bestimmte gewählt wurde, deren Ergebnis nicht vorausgesagt werden konnte, daher handelt es sich um ein patentwürdigen glücklichen Griff

" Irrtum in Entgegenhaltungen

" junges Gebiet der Technik

" Kombinationserfindung, d.h. mehrere bekannte Elemente werden zu einer Kombination zusammengeführt, die einen überraschenden Effekt aufweist

" Lizenzvergabe

" Lob der Fachwelt und

" wirtschaftlicher Erfolg.

Insbesondere die vorteilhaften Ausführungsformen der Er- findung weisen mindestens einen oder mehrere der genannten Vorteile auf.

Im Folgenden soll der erfindungsgemäße Kamin anhand eines Beispiels näher erläutert werden, ohne auf dieses Bei- spiel beschränkt zu sein.

Das Beispiel wird anhand von drei Figuren (Fig. 1, 2 und 3) erläutert.

Legende:

Fig. 1:

Zeigt einen erfindungsgemäßen Kamin oder Brenner im

Schnitt. Der Tank füllt den gesamten unteren Bereich aus und wird bis max. 80% mit dem Brennstoff,- wie z.B. Etha- nol, gefüllt (siehe Wellenlinie) . In den Tank hinein liegen die Dochte. Der Docht besteht aus Glas oder Keramikfaserund ist am oberen Ende über die gesamte Abbrennfläche mit einem nicht brennbaren Faserdocht oder einer Mat- te abgedeckt und dient der Abdichtung des Doms und zur Fixierung des Dochtes .

Fig. 2:

Zeigt den Brenner oder Kamin in der Seitenansicht. Das Dochtsystem liegt bevorzugt mittig des Tanks. In den Dom wird der Docht eingeführt.

Fig . 3 :

Zeigt die Vorderansicht des Brenners. Im unteren Bereich sieht man den Tank. Der obere Bereich ist der Dom- Schacht, der aufgesetzt ist. Auf den Tank aufgesetzt sieht man den Einfüllstutzen mit einem Tankverschluss . In dem Tankverschluss ist eine Bohrung von 1 mm für den Druckausgleich .