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Title:
UPPER PRESSURE DEVICE FOR A SAWING DEVICE AND METHOD FOR HOLDING SAWN MATERIAL DOWN
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/138291
Kind Code:
A1
Abstract:
According to the invention, an upper pressure device for a sawing device has a number of upper pressure rollers, which, with the intended arrangement, can be pivoted with respect to a transporting belt of the sawing device by means of at least one actuating cylinder (11) in each case. Also present is a control device, which has for each actuating cylinder (11) a control valve (17) as well as a displacement measuring unit (13) and a switching unit (14), which reacts to a displacement threshold value stored in a threshold control (15) and is connected to the control valve (17). If the displacement threshold value is exceeded, the control valve (17) is switched by the switching unit (14) to pressure control and, once the value falls below the displacement threshold, it is switched to displacement control. This ensures great tolerance in the thickness of boards, for example, as sawn material.

Inventors:
SEIBERT, Friedemann (Hauptstrasse 2, Winterbach, 66484, DE)
Application Number:
DE2008/000546
Publication Date:
November 20, 2008
Filing Date:
March 29, 2008
Export Citation:
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Assignee:
RAIMANN HOLZOPTIMIERUNG GMBH & CO. KG (Weisserlenstrasse 11, Freiburg, 79108, DE)
SEIBERT, Friedemann (Hauptstrasse 2, Winterbach, 66484, DE)
International Classes:
B27B25/02; B27B25/00
Attorney, Agent or Firm:
RACKETTE PARTNERSCHAFT PATENTANWÄLTE (Kaiser-Joseph-Strasse 179, Postfach 13 10, Freiburg, 79013, DE)
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Claims:
PATENTANSPRüCHE

1. Oberdruckeinrichtung für eine Sägeeinrichtung (1 ) mit einer Anzahl von Oberdruckrollen (10), die über jeweils wenigstens einen Betätigungszylinder (11 ) bei bestimmungsgemäßer Anordnung gegenüber einem Transportband (3) der Sägeeinrichtung (1 ) schwenkbar und damit in ihren Abständen gegenüber dem Transportband (3) höhenverstellbar sind, wobei eine Steuereinrichtung vorhanden ist, die für jeden Betätigungszylinder (11 ) ein Steuerventil (17) sowie eine Wegmesseinheit (13) und eine auf einen in einem Schwellwertgeber (15) abgespeicherten Wegschwellwert reaktive Umschalteinheit (14) aufweist, die an das Steuerventil (17) angeschlossen ist, wo- bei bei überschreiten des Wegschwellwerts das Steuerventil

(17) mit der Umschalteinheit (14) auf Druckregelung geschaltet wird und dass nach Unterschreiten des Wegschwellwerts auf Wegregelung geschaltet wird.

2. Oberdruckeinrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung eine Dickenmesseinheit (16) aufweist, mit der die Dicke eines zu sägenden Brettes bestimmbar und dem Schwellwertgeber (15) einspeisbar ist und dass der Wegschwellwert mit einem nach Messen einer Dicke mit einem gemessenen Dickenwert modifiziert mit einem vorbestimmten Ausgleichswert entsprechenden neuen Wegschwellwert aktualisiert wird.

3. Oberdruckeinrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, da- durch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung ein Anzeigemittel aufweist, das bei allem Betätigungszylindern (11 ) im Wegregelmodus ein Freigabesignal und ansonsten ein Blockiersignal ausgibt.

4. Oberdruckeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, die Oberdruckrollen (10) einen über eine Bedienerschnittstelle einstellbaren Niederhaltedruck auf eingelaufenes Sägegut ausüben.

5. Verfahren zum Niederhalten von Sägegut vor einer Sägeeinrichtung (1 ) mit den Schritten des Bestimmens der Dicke des Sägegutes, des Anordnens von Oberdruckrollen (10) einer Oberdruckeinrichtung (5) in einem Wegregelmodus in einem

Einlaufabstand von einem Transportband (3), der kleiner als die gemessene Dicke des Sägegutes ist, des Beaufschlagens der Oberdruckrollen (10) in einem Druckregelungsmodus mit einem Niederhaltedruck, nachdem nach Einlaufen des Säge- gutes unter die betreffende Oberdruckrolle (10) um einen vorbestimmten Wegschwellwert angehoben worden ist, und des Umschaltens in den Wegregelmodus, sobald Wegschwellwert unterschritten worden ist.

6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Niederhaltedruck fest eingestellt wird.

7. Verfahren nach Anspruch 5 oder Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Einlaufabstand in Abhängigkeit der gemessenen Dicke des Sägegutes eingestellt wird.

Description:

Oberdruckeinrichtunq für eine Säqeeinrichtunq und Verfahren zum Niederhalten von Säqequt

Die Erfindung betrifft eine Oberdruckeinrichtung für eine Sägeeinrichtung und eine Verfahren zum Niederhalten von Sägegut.

üblicherweise verfügen Sägeeinrichtungen über eine Oberdruckein- richtung, die in Abhängigkeit der Dicke eines zu sägenden Brettes in ihrer Höhe verstellbare Oberdruckrollen auf ein gewisses Maß unterhalb der gemessenen Dicke voreingestellt und in Richtung des Brettes verfahren werden, wobei durch mit den Oberdruckrollen zusammenwirkende Vorspannmittel die Oberdruckrollen nach Unter- schreiten der Brettdicke vorgespannt sind und daher innerhalb gewisser Toleranzen Schwankungen in der Dicke der Bretter ausgleichen können. Allerdings besteht hier die Gefahr, dass bei Unterschreiten einer minimalen Brettdicke die Oberdruckrollen keinen Andruck mehr ausüben. Weiterhin ist es üblich, eine Anzahl von einzeln vorgespannten Oberdruckrollen in einem Oberdruckrollengehäuse anzuordnen und den Abstand der Oberdruckrollen von einem Transportband durch elektromechanisches Verfahren des Oberdruckrollengehäuses zu bewerkstelligen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Oberdruckeinrichtung für eine Sägeeinrichtung und ein Verfahren zum Niederhalten von Sägegut anzugeben, die beziehungsweise das sich durch eine große Toleranz gegenüber der Dicke von zu sägenden Brettern auszeichnet und schnell verstellbar beziehungsweise durchführbar ist.

Diese Aufgabe wird bei einer Oberdruckeinrichtung für eine Sägeeinrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst.

Diese Aufgabe wird weiterhin bei einem Verfahren zum Niederhalten von Sägegut mit den Merkmalen des Patentanspruches 5 gelöst.

Dadurch, dass erfindungsgemäß über das Messen der tatsächlichen Dicke eines zu sägenden Brettes in Abhängigkeit des überschreitens oder des Unterschreitens eines Weg schwel I wertes, was für das Vorhandensein eines Brettes unterhalten einer Oberdruckrolle signifikant ist, zwischen einem Wegregelmodus und einem einen Niederhaltedruck auf das Brett sicherstellenden Druckregelmodus um- schaltbar ist, lassen sich zum einen auch größere Dickenschwankungen innerhalb eines Brettes ausgleichen und zum anderen Bretter mit nicht unerheblich voneinander abweichender Dicke unmittelbar nacheinander sägen, ohne dass größere Umbauarbeiten oder ein langwieriges elektromechanisches Verfahren eines Oberdruck- rollengehäuses erforderlich sind.

Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung unter Bezug auf die Figuren der Zeichnung ergeben sich weitere zweckmäßige Ausgestaltungen und Vorteile. Es zeigen:

Fig. 1 in einer perspektivischen Ansicht eine Sägeeinrichtung mit einem Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Oberdruckeinrichtung,

Fig. 2 in einer perspektivischen Ansicht den Aufbau der eine Anzahl von jeweils mit einem Betätigungszylinder bewegbaren Oberdruckrollen aufweisenden Oberdruckeinrichtung gemäß Fig. 1 und

Fig. 3 in einer schematischen Darstellung die Ansteuerung eines Betätigungszylinders bei einer erfindungsgemäßen Oberdruckeinrichtung mittels einer Steuereinrichtung.

Fig. 1 zeigt in einer perspektivischen Ansicht eine Sägeeinrichtung 1 , die zum Sägen von in Fig. 1 nicht dargestellten Brettern wechselnder Dicke eingerichtet ist. Die Sägeeinrichtung 1 ist mit einer Transport- einrichtung 2 ausgestattet, die ein Transportband 3 aufweist, mit der die Bretter einer Sägeblattanordnung 4 der Sägeeinrichtung 1 zuführbar ist. Die Sägeeinrichtung 1 verfügt weiterhin über eine Oberdruckeinrichtung 5, mit der Bretter auf das Transportband 3 andrückbar sind.

Fig. 2 zeigt in einer perspektivischen Ansicht den Aufbau der Oberdruckeinrichtung 5 gemäß Fig. 1. Aus Fig. 2 ist ersichtlich, dass die Oberdruckeinrichtung 5 einen Trägerrahmen 6 aufweist, an dem jeweils über einen schräg von dem Trägerrahmen 6 abgestellten Fest- arm 7 und einen an einem von dem Trägerrahmen 6 abgewandten freien Ende des Festarmes 7 angebrachten, in etwa rechtwinklig zu dem jeweiligen Festarm 7 ausgerichteten, um ein Scharniergelenk 8 in Richtung auf das in Fig. 2 nicht dargestellte Transportband 3 zu und von diesem weg schwenkbaren Schwenkarm 9 eine Anzahl von Oberdruckrollen 10 angebracht ist. Jeder Schwenkarm 9 ist über einen an dem Trägerrahmen 6 und dem jeweiligen Schwenkarm 9 angebrachten Betätigungszylinder 11 in Gestalt beispielsweise eines Pneumatikzylinders schwenkbar, so dass die Oberdruckrollen 10 in Richtung des in Fig. 2 nicht dargestellten Transportbandes 3 anheb- bar und absenkbar sind.

Weiterhin lässt sich Fig. 2 entnehmen, dass nach in Transportrichtung der Bretter in Richtung auf die in Fig. 2 nicht dargestellte Sägeeinrichtung 1 zwei Oberdruckrollen 10 eine Sägeblattabdeckung 12 angeordnet ist.

Fig. 3 zeigt in einer schematischen Darstellung die Ansteuerung eines Betätigungszylinders 1 1 bei einer erfindungsgemäßen Oberdruckeinrichtung 5 mittels einer Steuereinrichtung. Die Steuereinrich- tung verfügt über eine Wegmesseinheit 13, mit der die Wirklänge des Betätigungszylinders 11 messbar ist. Das Ausgangssignal der Wegmesseinheit 13 ist einer Umschalteinheit 14 einspeisbar, die weiterhin an einen Schwellwertgeber 15 angeschlossen ist, in dem ein Wegschwellwert abgespeichert ist. Der Schwellwertgeber 15 steht mit einer Dickenmesseinheit 16 in Verbindung, mit der die Dicke von zu sägenden Brettern messbar ist. Die Dickenmesseinheit 16 speist dem Schwellwertgeber 15 einen aktuell gemessenen, der Dicke des zu sägenden Brettes entsprechenden Dickenwert ein. Weiterhin ist die Umschalteinheit 14 an ein Steuerventil 17 bei- spielsweise in Gestalt eines Proportionalventiles angeschlossen, mit dem in einer weiter unten näher erläuterten Art und Weise der Betriebsmodus des Betätigungszylinders 11 zwischen einer Wegregelung und einer Druckregelung umschaltbar ist.

Nach Messen der Dicke eines zu sägenden Brettes an einer bestimmten Stelle vor Einlauf des Brettes in die Oberdruckeinrichtung und Generieren eines entsprechenden Dickenwertes durch die Dickenmesseinheit 16 wird der Dickenwert von der Dickenmesseinheit 16 in den Schwellwertgeber 15 übergeben. Von diesem Dickenwert wird in einem Modifizierungsschritt in dem Schwellwertgeber 15 ein vorbestimmter Ausgleichswert, der beispielsweise einem Weg von 5 Millimeter Brettdicke entspricht, abgezogen, um einen aktuellen Wegsollwert zu erhalten. Mit diesem Wegsollwert wird das in Wegregelung zum Einhalten eines bestimmten Abstandes arbeitende Steuerventil 17 angesteuert, um den Betätigungszylinder 11 in einem dem Wegsollwert entsprechenden Einlaufabstand, der um den Ausgleichswert modifiziert kleiner als der Dickenwert ist, von dem Transportband 3 anzuordnen.

Dann wird das Brett über die Transporteinrichtung 2 in die Oberdruckeinrichtung 5 eingefahren, wobei sich bei Kontakt des Brettes mit der in Transportrichtung vordersten Oberdruckrolle 10 diese O- berdruckrolle 10 von dem Transportbandes 3 anhebt. Führt diese über die Wegmesseinheit 13 gemessene Wegänderung zu einem überschreiten des in dem Schwellwertgeber 15 abgelegten Wegschwellwertes, wird mit der Umschalteinheit 14 das Steuerventil 17 auf Druckregelung umgestellt, wobei in diesem Regelungsmodus die Oberdruckrolle 10 mit dem Betätigungszylinder 11 mit einem über eine Bedienerschnittstelle einstellbaren Niederhaltedruck gegen das Brett gedrückt wird, so dass auch bei größeren Schwankungen in der Dicke des Brettes ein zuverlässiger Andruck sichergestellt ist.

Nach Auslaufen des Brettes aus dem Wirkbereich einer Oberdruckrolle 10 bewegt sich der Betätigungszylinder 11 im Druckregelungsmodus wieder in Richtung auf das Transportband 3 zu, wobei nach Unterschreiten des Wegschwellwertes mit der Umschalteinheit 14 wieder in den Wegregelungsmodus umgeschaltet wird. Nunmehr ist nach Messen der Dicke des nächsten Brettes, das eine gegenüber dem vorangehend gesägten Brett eine deutlich abweichende Dicke aufweisen kann, mit einem modifizierten Wegsollwert ein neuer Sägevorgang durchführbar.

Zweckmäßigerweise verfügt die Steuereinrichtung über Anzeigemittel, mit denen bei allen Betätigungszylindern 11 im Wegregelungsmodus ein Freigabesignal und ansonsten eine Blockiersignal angezeigt wird, wobei das Freigabesignal angibt, dass die Sägeeinrichtung kein Sägevorgang durchführt, also kein Brett auch nur eine O- berdruckrolle 10 angehoben hat, und demnach das Blockiersignal angibt, dass wenigstens eine Oberdruckrolle 10 angehoben ist und demnach eine Sägevorgang durchgeführt wird.