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Patent Searching and Data


Title:
URN, PARTICULARLY FOR BURIALS, AND METHOD OF BURIAL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/086796
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an urn, particularly an urn for burials, comprising an urn chamber (29) for receiving the ashes from the cremation of deceased persons or animals, and a plant pot (5) disposed adjacent to the urn chamber and open at the top. According to the invention, the plant pot comprises at least one opening (9) for water drainage. Devices for the discharge of water exiting from the opening (9) past the urn chamber (29) are provided. During the burial of an urn according to the inventive method, a burial hole is dug out so deep, and the urn filled with the cremated ashes is lowered so far into the burial hole and covered with soil, that the planting of a plant (7, 8) in the plant pot (5) corresponds to the planting of the plant in the soil.

Inventors:
BIEGEL, Achim (Humweilerstr. 73b, Oberthal, 66649, DE)
Application Number:
DE2008/050001
Publication Date:
July 24, 2008
Filing Date:
January 13, 2008
Export Citation:
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Assignee:
BIEGEL, Achim (Humweilerstr. 73b, Oberthal, 66649, DE)
International Classes:
A61G17/08
Domestic Patent References:
2006-07-20
Foreign References:
GB2336354A1999-10-20
US20020032954A12002-03-21
US20060179624A12006-08-17
US6520606B12003-02-18
US5622014A1997-04-22
FR2808187A12001-11-02
US6854165B12005-02-15
DE19744331A11999-04-15
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Claims:
Patentansprüche

1. Urne, insbesondere zur Erdbeisetzung, mit einer die Kremierungsasche verstorbener Personen oder Tiere aufnehmenden Urnenkammer (29) und einem angrenzend an die Urnenkammer angeordneten, nach oben offenen Pflanzgefäß (5), dadurch gekennzeichnet, dass das Pflanzgefäß (5) wenigstens eine öffnung (9) zur Entwässerung aufweist und Einrichtungen zur Ableitung aus der öffnung (9) tretenden Wassers vorbei an der Urnenkammer (29) vorgesehen sind.

2. Urne nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die öffnung (9) eine Bodenöffnung ist.

3. Urne nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Urnenkammer (29) eine das Pflanzgefäß (5) umgebende Kammer ist, die insbesondere als Ringkammer ausgebildet ist.

4. Urne nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Urnenkammer (29) in das Pflanzgefäß (5) hineinragt und insbesondere vom Boden (31) des Pflanzgefäßes (5) vorsteht.

5. Urne nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Pflanzgefäß (5) über der Urnenkammer (29) angeordnet ist.

6. Urne nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Urnenkammer (29) durch ein von dem Pflanzgefäß (5) getrenntes Urnengefäß (2) gebildet ist und das Pflanzgefäß (5) auf das Urnengefäß (2) aufsetzbar ist.

7. Urne nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Pflanzgefäß (5) an seiner Unterseite und das Urnengefäß (2) an seiner Oberseite (14) eine Formung derart aufweisen, dass das auf das Urnengefäß (2) aufgesetzte Pflanzgefäß (5) gegen horizontale Verschiebung auf dem Urnengefäß (2) formschlüssig fixiert ist.

8. Urne nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass von der Oberseite (14) des Urnengefäßes (2) und von der Unterseite des Pflanzgefäßes (5) jeweils wenigstens ein zum Gefäß koaxialer Ringsteg (32, 33, 16) vorsteht.

9. Urne nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,

dass zwischen zwei von der Unterseite des Pflanzgefäßes (5) vorstehenden Ringstegen (32, 33) Bodenöffnungen (9) gebildet und vorzugsweise über den Umfang des Pflanzgefäßes (5) gleichmäßig verteilt sind.

10. Urne nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Urnengefäß (2) und das Pflanzgefäß (5) rundzylindrisch ausgebildet sind.

11. Urne nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Urnengefäß (2) und das Pflanzgefäß (5) in ihren horizontalen Querschnitten übereinstimmende Außenmaße aufweisen.

12. Urne nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtungen zur Ableitung des aus der öffnung (9) tretenden Wassers ein, vorzugsweise nach außen abfallendes Gefälle (18) auf der Oberseite (14) des Urnengefäßes (2) und mindestens einen Durchbruch (34) am Ende des Gefälles (18) in einem äußeren Ringsteg (33) auf der Unterseite des Pflanzgefäßes (5) aufweisen.

13. Urne nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtungen zur Ableitung des aus der öffnung (9) tretenden Wassers wenigstens eine öffnung (15) auf der Oberseite (14) des Urnengefäßes (2) aufweisen, welche in eine vertikale Abflussleitung (30) oder einen Zwischenraum (26) zwischen einer Außen- und einer Innenwand (25, 24) eines doppelwandigen Urnengefäßes mündet.

14. Urne nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der innere Ringsteg (32) eine obere Befüll-öffnung (17) des Urnengefäßes (2) umgibt und der Boden (31) des Pflanzgefäßes (5) die obere Befüll-öffnung (17) des Urnengefäßes (2) abschließt.

15. Urne nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass für die obere Befüll-öffnung (17) des Urnengefäßes (2) ein gesonderter Verschlussdeckel (10) vorgesehen ist.

16. Urne nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (31) des Pflanzgefäßes (5) einen abgesenkten Bodenabschnitt (35) aufweist, der wasserdicht ist und unterhalb des Höhenniveaus der öffnung (9) zur Entwässerung des Pflanzgefäßes (5) liegt.

17. Urne nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet,

dass der Boden (31) des Pflanzgefäßes (5) einen angehobenen Bodenabschnitt (36) aufweist, der oberhalb des Höhenniveaus der öffnung (9) zur Entwässerung des Pflanzgefäßes (5) liegt.

18. Urne nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Urne (1) oder eines ihrer Teile aus im Erdboden zersetzbarem und insbesondere biologisch abbaubarem Material bestehen.

19. Urne nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Urne (1) oder eines ihrer Teile, insbesondere bei ihrer Zersetzung, Mittel, wie z.B. Pflanzenschutzmittel, Pflanzenwachstumsmittel, Pflanzenstärkungsmittel, Pflanzenfärbemittel, Duftmittel, Abwehrmittel gegen Tiere, Mittel, die den Abbau organischer Materialien fördern bzw. initiieren oder dergleichen freisetzen.

20. Urne nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Urne (1) mindestens einen Geruchsspender (39) aufweist.

21. Verfahren zur Erdbeisetzung einer Urne, die angrenzend an eine Urnenkammer (29) ein nach oben offenes Pflanzgefäß (5) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass im Erdboden (11) ein Grabloch (13) solcher Tiefe ausgehoben und die mit Kremierungsasche befüllte Urne (1) soweit in das Grabloch (13) eingesenkt und mit Erdboden (11) bedeckt wird, dass die Einpflanzung einer Pflanze (7, 8) in das Pflanzgefäß (5) einer Einpflanzung der Pflanze (7, 8) in den Erdboden (11) gleichkommt.

22. Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Urne (1) im bereits bepflanzten Zustand in das Grabloch (13) eingesenkt wird.

23. Verfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Urne (1) durch einen Schutzkörper (41) abgeschirmt wird, der in das Grabloch (13) eingesetzt wird oder das Grabloch (13) umgibt.

Description:

Beschreibung

„Urne, insbesondere zur Erdbeisetzung, und Erdbeisetzungsverfähren"

Die Erfindung betrifft eine Urne, insbesondere zur Erdbeisetzung, mit einer die

Kremierungsasche verstorbener Personen oder Tiere aufnehmenden Urnenkammer und einem angrenzend an die Urnenkammer angeordneten, nach oben offenen Pflanzgefäß, sowie ein

Verfahren zur Erdbeisetzung einer solchen Urne.

Im Bestattungswesen hat sich die Idee der Beisetzung von Urnen oder allein der

Kremierungsasche einer Person oder eines Haustieres im Wurzelbereich eines Gehölzes entwickelt. Diese Beisetzungsform wird als Alternative zu den traditionellen Beisetzungen auf einem Friedhof gesehen. Sie folgt einerseits einem Trend zu einer neutralen Grabgestaltung, die keinen Bezug auf religiöse Symbole nimmt. Andererseits schafft sie die Möglichkeit, die

Persönlichkeit des Verstorbenen widerzuspiegeln, die z.B. durch eine besondere

Naturverbundenheit oder eine universelle Weltanschauung geprägt war. Schließlich entfällt die

Notwendigkeit zur Grabpflege, was insbesondere bei fehlenden oder verhinderten

Angehörigen als Vorteil gesehen wird. Die in Wurzeln eingebrachte Kremierungsasche erhält infolge der Aufnahme der in ihr enthaltenen Makro- und Mikronährstoffe durch die Pflanze quasi neues Leben. Die Pflanze wird damit gleichzeitig zum Transformationselement für neues

Leben und zum Denkmal für eine verstorbene Person bzw. ein Haustier.

Die Europäische Patentschrift EP 0623717 Bl sieht zum einen die Pflanzung eines neuen

Baumes vor, bei der die Kremierungsasche schichtweise der Pflanzerde hinzu gegeben wird.

Alternativ kann durch stab- oder röhrenförmige Elemente unter einem bestehenden Baum ein

Hohlraum freigehalten werden, in dem die Asche nachträglich beigesetzt wird.

Die Patentanmeldung DE 19956416 Al erläutert ein Verfahren zur natürlichen

Pflanzendüngung von Baum- oder Buschpflanzen durch Einbringen von loser

Kremierungsasche in Bohrlöcher im unmittelbaren Wurzelbereich eines Gehölzes.

Das Patent US 5799488 beschreibt ein Verfahren, bei dem Baumvorläufer, wie Samen oder

Sämlinge, während einer bestimmten Periode in ein Substrat eingepflanzt werden, das

Kremierungsasche enthält und sich auch in einem Pflanzgefäß befinden kann.

Die Patentanmeldung US 2002/0032954 Al offenbart eine Urne, die teilweise aus einem formhaften Kultursubstrat besteht und zusammen mit Pflanzensamen beigesetzt wird.

Das Patent US 5815897 beschreibt schließlich eine zusammensetzbare Pflanzensäule mit einsetzbarem Pflanzgefäß, in die eine Kammer für Kremierungsasche integriert ist.

Bei allen Konzepten fallen der eigentliche Akt der Beisetzung und das Einbringen einer lebenden Pflanze in den Erdboden nicht in einer einzigen Handlung zusammen. Entscheidend ist dabei, dass die Pflanzung einer ballierten oder wurzelnackten Pflanze in der freien Landschaft aufgrund des auftretenden Wurzelschocks nur außerhalb der Vegetationsperiode sinnvoll ist. Sowohl die Patentanmeldung US 2002/0032954 Al als auch das Patent US 005815897 zeigen Wege auf, wie dieses pflanz- und beisetzungstechnische Problem durch ein kombiniertes Produkt gelöst werden kann. Allerdings verwendet die Patentanmeldung US 2002/0032954 Al keine lebende und sichtbare Pflanze und verbindet das Produkt nicht mit einem klassischen Urnenbeisetzungsverfahren, bei dem die Urne außerhalb des Erdbodens befüllt, versiegelt und dann erst beigesetzt wird . Darüber hinaus wird die Kremierungsasche konstruktions- und verfahrensbedingt zwangsläufig und sofort durch Dränwasser beeinträchtigt. Dieses Problem löst das Patent US 005815897 durch eine wasserdichte Urnenkomponente sowie einen wasserdichten und unvergänglichen Pflanzenübertopf, in den das eigentliche Pflanzgefäß eingesetzt wird. Konstruktionsbedingt schließt diese Lösung allerdings eine Erdbeisetzung des Produktes mit einer Pflanze aus, da keine selbsttätige Außen-Dränung und kein langfristiges selbstständiges Wachstum der verwendeten Pflanze möglich sind. Darüber hinaus gehen sowohl die Patentanmeldung US 2002/0032954 Al als auch das Patent US 005815897 weder konstruktions- noch verfahrensmäßig auf Probleme ein, die sich aus einer verfahrensbedingt niedrigen Beisetzungstiefe ergeben würden. Tatsächlich muss die Beisetzungstiefe regelmäßig sehr niedrig sein, damit eine geeignete Pflanztiefe erreicht wird. Insbesondere stellen bei einer niedrigen Beisetzungstiefe wühlende oder grabende Tiere, wie z.B. Kaninchen oder Wildschweine eine ernst zu nehmende Bedrohung für das Produkt und die Pflanze dar. Außerdem besteht eine Gefährdung durch Diebstahl und Vandalismus sowie durch mechanische Beeinträchtigungen infolge von Grabpflegearbeiten oder weiteren Beisetzungen. Schließlich sind die Pflanzen trotz ihrer hohen symbolischen Bedeutung als lebendes Grabmonument generell und zunehmend infolge des Klimawandels durch Pflanzenkrankheiten und Pflanzenschädlinge gefährdet. Beispielsweise wird der Buchsbaum als klassische Friedhofspflanze immer stärker durch den Pilz Cylindrocladium buxicola sowie das Volutella-Zweigsterben (Volutella buxi) beeinträchtigt.

Ziel der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Urne mit einer Urnenkammer und einem Pflanzgefäß und ein darauf bezogenes Beisetzungsverfahren zu entwickeln, die so konstruiert ist, dass sie ein einheitliches Produkt bildet, dass eine gleichzeitige Erdbeisetzung

und das Einbringen einer lebenden Pflanze in den Erdboden möglich ist, dass ein dauerhaftes und optimiertes Gedeihen der verwendeten Pflanzen gewährleistet wird, dass die Kremierungsasche nicht sofort durch eindringendes Wasser beeinträchtigt wird und dass durch das Beisetzungsverfahren bedingte Gefahren reduziert werden.

Die diese Aufgabe lösende Urne nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Pflanzgefäß wenigstens eine öffnung zur Entwässerung aufweist und Einrichtungen zur Ableitung aus der öffnung tretenden Wassers vorbei an der Urnenkammer vorgesehen sind. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird ein Grabloch solcher Tiefe ausgehoben und die mit Kremierungsasche befüllte Urne im Grabloch soweit versenkt und mit Erdboden bedeckt, dass die Einpflanzung einer Pflanze in das Pflanzgefäß einer Einpflanzung der Pflanze in den Erdboden gleichkommt.

Bei der öffnung des Pflanzgefäßes handelt es sich vorzugsweise um eine Bodenöffnung im Boden des Pflanzgefäßes, durch welche hindurch Wasser aufgrund der Schwerkraft nach unten austritt.

In einer Ausführungsform der Erfindung ist die Urnenkammer eine das Pflanzgefäß umgebende Kammer, die insbesondere als Ringkammer ausgestaltet ist. Aus dem Pflanzgefäß kann daher ohne weiteres unter Umgehung der Urnenkammer Wasser austreten. Die Formaussparung, die von der vorzugsweise ringförmigen Urnenkammer umgeben wird, ist direkt als Pflanzgefäß nutzbar, wenn sie nach unten von einem Boden abgeschlossen ist und mindestens eine öffnung zur Ableitung von Wasser aufweist. Alternativ kann in die Formaussparung der vorzugsweise ringförmigen Urnenkammer ein eigenständiges Pflanzgefäß reversibel eingesetzt werden. Die Urnenkammer wird mit einem Verschlussdeckel verschlossen, dessen Form sich an ihrer Befüll-öffnung orientiert. In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ragt die Urnenkammer in das Pflanzgefäß hinein und steht insbesondere vom Boden des Pflanzgefäßes vor. Der die Urnenkammer umgebende Boden des Pflanzgefäßes kann öffnungen aufweisen, durch die hindurch Wasser unter Umgehung der Urnenkammer abfließen kann. Die Urnenkammer besitzt eine nach oben oder unten offene Befüll-öffnung und einen Verschlussdeckel.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Pflanzgefäß über der Urnenkammer angeordnet. Während die Urne einteilig ausgebildet sein könnte, ist in einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung die Urnenkammer durch ein von dem Pflanzgefäß getrenntes Urnengefäß gebildet und das Pflanzgefäß auf das Urnengefäß

aufsetzbar. Zweckmäßig weisen das Pflanzgefäß an der Unterseite und das Urnengefäß an der Oberseite Formungen derart auf, dass das auf das Urnengefäß aufgesetzte Pflanzgefäß gegen horizontale Verschiebung auf dem Urnengefäß formschlüssig fixiert ist. Insbesondere kann von der Oberseite des Urnengefäßes und von der Unterseite des Pflanzgefäßes jeweils wenigstens ein zum Gefäß koaxialer Ringsteg vorstehen. Zwischen zwei von der Unterseite des Pflanzgefäßes vorstehenden Ringstegen sind, vorzugsweise über den Umfang des Pflanzgefäßes verteilt, Bodenöffnungen vorgesehen. Das Urnengefäß und das Pflanzgefäß sind zweckmäßig rundzylindrisch ausgebildet, wobei das Urnengefäß und das Pflanzgefäß vorzugsweise in ihren horizontalen Querschnitten übereinstimmende Außenmaße aufweisen. Entsprechend einfach lässt sich ein rundes Grabloch für die Urne herstellen.

Die Einrichtungen zur Ableitung des aus der öffnung des Pflanzgefäßes tretenden Wassers, insbesondere den Bodenöffnungen tretenden Wassers, können ein, vorzugsweise nach außen, abfallendes Gefälle auf der Oberseite des Urnengefäßes und wenigstens einen Durchbruch am Ende des Gefälles in einem äußeren, von der Unterseite des Pflanzgefäßes vorstehenden Ringsteg aufweisen. In einem besonderen Fall kann das Gefälle lediglich abschnittsweise, in mindestens einem abgesenkten Einschnitt auf der Oberseite des Urnengefäßes vorhanden sein, der sich nach innen oder außen trichterförmig aufweiten kann, um die Wasserableitung zu optimieren. Die weitere Wasserableitung erfolgt offen über die Außenseite der Wand des Urnengefäßes. Ergänzend kann daher auf der Außenseite der Wand des Urnengefäßes eine Wasserauffang-Rinne vorgesehen sein.

Alternativ können die Einrichtungen zur Ableitung des aus der öffnung des Pflanzgefäßes tretenden Wassers wenigstens eine öffnung auf der Oberseite des Urnengefäßes aufweisen, welche in eine vertikale Abflussleitung oder in einen Zwischenraum zwischen einer Außenwand und einer Innenwand eines doppelwandigen Urnengefäßes mündet. Die vertikale Abflussleitung liegt auf der Innenseite oder Außenseite der Wand des Urnengefäßes auf, ist teilweise oder vollständig in die Wand des Urnengefäßes integriert oder ist freistehend auf der Innenseite des Bodens des Urnengefäßes installiert. Liegt die vertikale Abflussleitung in der Urnenkammer, ist der Boden des Urnengefäßes unmittelbar an der Ansatzstelle der vertikalen Abflussleitung mit einer öffnung ausgestattet, in die die vertikale Abflussleitung mündet und Wasser ohne Beeinflussung der Urnenkammer nach außen abgeben kann. Ist das Urnengefäß doppelwandig ausgebildet und wird die Doppelwand unterseits vom Boden des Urnengefäßes abgeschlossen, befindet sich im Boden

des Umengefäßes zwischen der Innenwand und der Außenwand der Doppelwand mindestens eine öffnung, durch die Wasser nach außen abgegeben werden kann. Fehlt in einer besonderen Ausführung der Bodenabschluss unter der Doppelwand, kann das Wasser ungehindert aus dem Zwischenraum der Doppelwand nach unten abfließen. Zur besseren Wasserabgabe nach unten kann das Urnengefäß mit einem hohlen Fuß ausgestattet sein. Vorzugsweise umgibt der innere Ringsteg auf der Unterseite des Pflanzgefäßes eine obere Befüll-öffnung des Urnengefäßes und der Boden des Pflanzgefäßes schließt diese Befüll- öffnung ab. Alternativ kann zur separaten Verwendung des Urnengefäßes dessen obere Befüll-öffnung einen gesonderten Verschlussdeckel aufweisen.

In einer besonderen Ausführung der Erfindung kann der Boden des Pflanzgefäßes mit einem abgesenkten Bodenabschnitt ausgestattet sein, der unterhalb des Höhenniveaus des Bodens des Pflanzgefäßes nach unten ragt und so geformt sein kann, dass er in die Befüll-öffnung des Urnengefäßes eingesetzt werden kann. Erfindungsgemäß ist der abgesenkte Bodenabschnitt des Pflanzgefäßes innen wasserdicht. Durch das Einsetzen in die Befüll- öffnung gewährleistet er eine formschlüssige Fixierung gegen eine horizontale Verschiebung. In besonderen Ausführungen kann daher auf einen oder mehrere Ringstege an der Unterseite des Pflanzgefäßes sowie auf der Oberseite des Urnengefäßes verzichtet werden. Da der wasserdichte abgesenkte Bodenabschnitt tiefer liegt als die Wasser abführende öffnung des Pflanzgefäßes, sammelt sich im abgesenkten Bodenabschnitt überschüssiges Wasser. Dieses Wasser bildet einen Wasservorrat für die verwendeten Pflanzen, ohne dass es zu einem Wasserstau kommt.

In einer weiteren besonderen Ausführung der Erfindung kann der Boden des Pflanzgefäßes mit einem angehobenen Bodenabschnitt ausgestattet sein, der über das Höhenniveau des Bodens des Pflanzgefäßes hinausragt, in dem sich mindestens eine öffnung zur Abführung von Wasser befindet. Dadurch konzentrieren sich die Sammlung und die Abführung überschüssigen Wassers innerhalb des Pflanzgefäßes unmittelbar über der am tiefsten Punkt liegenden öffnung des Pflanzgefäßes. Der angehobene Bodenabschnitt des Pflanzgefäßes sitzt vorzugsweise auf dem Ringsteg auf der Oberseite des Urnengefäßes auf. Der Ringsteg des Urnengefäßes und der angehobene Bodenabschnitt des Pflanzgefäßes sind zweckmäßig komplementär aufeinander ausgeformt. Ist der angehobene Bodenabschnitt in einer besonderen Ausführung seitlich nach unten abgeschrägt, erhält die öffnung des Pflanzgefäßes durch die nach oben trichterförmige Formgebung eine verbesserte Wasserabführungs-Wirkung.

Gegen eine vertikale Trennung kann die Verbindung von Urnengefäß und Pflanzgefäß auf unterschiedliche Art und Weise fixiert werden. Zweckmäßigerweise bieten sich insbesondere folgende Methoden an: Schraubenverbindungen, Nagelverbindungen, Zapfenverbindungen, Stiftverbindungen, Keilverbindungen, Schnappverbindungen, Hakenverbindungen, Klemmverbindungen, Steckverbindungen, Flanschverbindungen, Beschlagverbindungen, Schellenverbindungen, Spannringverbindungen, Gewindeverbindungen, Bajonett- Verschluss-Verbindungen, Klettverbindungen, temporäre oder dauerhafte Haftklebeverbindungen sowie die Kombinationen der genannten Verbindungsarten. In weiterer Ausgestaltung der Erfindung bestehen die Urne oder eines ihrer Teile aus im Erdboden zersetzbarem, insbesondere biologisch abbaubarem Material. Daher können die Wurzeln der verwendeten Pflanzen die sich zersetzenden Wände des Pflanzgefäßes, der Urnenkammer und einer eventuell in der Urnenkammer gelagerten Aschekapsel durchdringen und in den angrenzenden Erdboden hinein wachsen. Die in der Kremierungsasche enthaltenen Nährstoffe werden durch die Wurzeln aufgenommen und durch ihren Einbau in die Pflanzen in einen neuen lebenden Organismus übertragen. Für die verwendeten Pflanzen eröffnen sich durch den Wurzelanschluss zum umgebenden Erdboden dauerhafte Wachstumsmöglichkeiten.

Zweckmäßig setzt das Material der Urne oder eines ihrer Teile, insbesondere bei seiner Zersetzung, Mittel frei, wie z.B. Pflanzenschutzmittel, Pflanzenwachstumsmittel, Pflanzenstärkungsmittel, Pflanzenfärbemittel, Duftmittel, Abwehrmittel gegen Tiere, Mittel, die den Abbau organischer Materialien fördern bzw. initiieren, oder dergleichen. Durch die Verwendung von verschiedenen Materialien mit einer unterschiedlich schnellen Freisetzung werden die Mittel über einen längeren Zeitraum kontinuierlich freigesetzt. In einer besonderen Ausführung der Erfindung ist die Urne schließlich mit zumindest einem Geruchsspender versehen. Dieser nimmt feste oder flüssige Tier- Abwehrmittel auf, die nach der Erdbeisetzung an der Erdoberfläche ausgasen. Vor der Erdbeisetzung können die Geruchsspender mit gut riechenden Duftsstoffen befüllt werden.

Bei der Verwendung der Urne werden in die Pflanzgefäße ein Pflanz Substrat eingefüllt sowie Gehölze und / oder kraut- bzw. staudenartige Pflanzen eingepflanzt. Die Pflanzen werden in dem Pflanzgefäß herangezogen bzw. kurz vor der Beisetzung in das Pflanzgefäß umgepflanzt. Die Urnenkammer wird direkt mit der Kremierungsasche gefüllt oder nimmt mindestens eine mit Kremierungsasche gefüllte formhafte oder formlose Aschekapsel auf.

Bei einer Erdbeisetzung wird die Urne verfahrensmäßig zusammen mit den Pflanzen so in den Erdboden eingegraben, dass die Pflanzen eine aus fachmännischer Sicht geeignete Pflanztiefe erhalten. Die Tiefe des Grabloches wird der notwendigen Pflanztiefe angepasst. Nach dem Einsetzen der Urne in das Grabloch wird das Grabloch so verfüllt, dass die Urne in möglichst allseitigen Kontakt zum umgebenden Erdboden treten kann. Wenn die Urne im Erdboden beigesetzt ist, versickert das überschüssige Wasser aus dem Innenraum des Pflanzgefäßes durch die beschriebenen Einrichtungen im angrenzenden Erdboden. Darüber hinaus bieten die Einrichtungen eine Möglichkeit für die Wurzeln der verwendeten Pflanzen, bereits vor einem möglichen biologischen Abbau der Urne oder eines ihrer Teile in den umgebenden Erdboden zu wachsen.

Bei der Erdbeisetzung wird die Urne zweckmäßig durch einen in das Grabloch eingesetzten oder einen das Grabloch umgebenden, hohlen Schutzkörper abgeschirmt. Der Schutzkörper kann entweder direkt an der Urne anliegen oder teilweise mit Erdboden gefüllt sein. Durch Perforierungen des Schutzkörpers sind ein Wurzelwachstum und ein Bodenluft- und Bodenwasseraustausch zum umgebenden Erdboden sowie Wanderungsbewegungen von Bodenlebewesen möglich. Der Schutzkörper kann aus dauerhaften Materialien wie z.B. Beton, Metall oder Kunststoffen, aber auch aus biologisch abbaubaren Materialien, wie z.B. Holz bestehen. Dauerhafte Materialien ermöglichen eine erneute Verwendung des Schutzkörpers für Wiederbelegungen, während biologisch abbaubare oder mittelfristig vergehende Materialien sich innerhalb der Belegungsfrist so zersetzt haben, dass eine Wiederbelegung nicht beeinträchtigt wird. Der Schutzkörper kann auf Vorrat längere Zeit vor dem eigentlichen Beisetzungsvorgang, unmittelbar vor der Beisetzung bzw. auch während der Beisetzungszeremonie in den Erdboden eingebracht werden. Aus praktischen Gründen bietet es sich an, die Größe und Form des Schutzkörpers den Dimensionen des Grabloches anzupassen.

Durch ihre Konstruktion und ihr Beisetzungsverfahren weist die Urne insbesondere folgende vorteilhafte Wirkungen auf: Pflanzung und Beisetzung können in einem einzigen Handlungs schritt erfolgen und jahreszeitlich flexibel vorgenommen werden. Urnenbehältnis und Pflanze sind zudem mit hoher Symbolik und als Zeichen neuen Lebens unmittelbar miteinander verbunden. Die technische Ausführung der Urne und die technische Ausgestaltung des Beisetzungsverfahrens stellen sicher, dass das dauerhafte überleben der verwendeten Pflanzen sichergestellt ist und eine pietätsvolle Beisetzung ohne eine Störung der Totenruhe gewährleistet wird.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen und der beiliegenden, sich auf diese Ausführungsbeispiele beziehenden Zeichnungen weiter erläutert. Es zeigen: Fig. 1 bis 7 verschiedene Ausführungsbeispiele für Urnen nach der Erfindung in perspektivischer Darstellung Fig. 8 ein Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäße Urne in

Explosionsdarstellung, und Fig. 9 bis 12 das erfindungsgemäße Beisetzungsverfahren erläuternde Darstellungen.

Figur 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem die Urnenkammer 29 eine das Pflanzgefäß 5 umgebende Ringkammer ist. Aus dem Pflanzgefäß 5 kann unter Umgehung der Urnenkammer 29 Wasser austreten. Während die Urne einteilig ausgebildet sein könnte, wird in diesem Ausführungsbeispiel ein eigenständiges Pflanzgefäß 5 in die Formaussparung 28, die von der ringförmigen Urnenkammer 29 umgeben wird, eingesetzt. Figur 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem die Urnenkammer 29 in das Pflanzgefäß 5 hineinragt und vom Boden 31 des Pflanzgefäßes 5 vorsteht. Der die Urnenkammer 29 umgebende Boden 31 des Pflanzgefäßes 5 weist öffnungen 9 auf, durch die hindurch Wasser unter Umgehung der Urnenkammer 29 abfließen kann. Die Befüll- öffnung 17 ist in diesem Ausführungsbeispiel nach unten offen.

Figur 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem das Pflanzgefäß 5 über der Urnenkammer 29 angeordnet ist. Dabei wird die Urnenkammer 29 durch ein von dem Pflanzgefäß 5 getrenntes Urnengefäß 2 gebildet. Das Pflanzgefäß 5 ist auf das Urnengefäß 2 aufgesetzt. Die Einrichtungen zur Ableitung des aus den öffnungen 9 im Boden 31 des Pflanzgefäßes 5 tretenden Wassers umfassen ein in mehreren abgesenkten Einschnitten 19 nach außen, abfallendes Gefälle 18 auf der Oberseite 14 des Urnengefäßes 2 sowie mehrere Durchbrüche 34 am Ende des Gefälles 18 in einem äußeren, von der Unterseite des Pflanzgefäßes 5 vorstehenden Ringsteg 33.

Figur 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem das Pflanzgefäß 5 über der Urnenkammer 29 angeordnet ist. Die Einrichtungen zur Ableitung des aus den öffnungen 9 im Boden 31 des Pflanzgefäßes 5 tretenden Wassers weisen öffnungen 15 auf der Oberseite 14 des Urnengefäßes 2 auf, die in vertikale Abflussleitungen 30 münden. Die vertikalen Abflussleitungen 30 münden ihrerseits in öffnungen 21 im Boden 20 des Urnengefäßes 2. Zur besseren Abgabe des Wassers ist der Boden 20 des Urnengefäßes 2 unterseits mit einem hohlen Fuß 27 ausgestattet.

Figur 5 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem das Pflanzgefäß 5 über der Urnenkammer 29 eines doppelwandigen Urnengefäßes angeordnet ist. Die Einrichtungen zur Ableitung des aus den öffnungen 9 im Boden 31 des Pflanzgefäßes 5 tretenden Wassers weisen öffnungen 15 auf der Oberseite 14 des Urnengefäßes 2 auf, die in einen Zwischenraum 26 zwischen einer Außenwand 25 und einer Innenwand 24 des doppelwandigen Urnengefäßes münden. Der Zwischenraum 26 wird unterseits vom Boden 20 des Urnengefäßes 2 abgeschlossen, in dem sich öffnungen 21 befinden, durch die Wasser nach außen abgegeben werden kann.

Figur 6 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem das Pflanzgefäß 5 über der Urnenkammer 29 angeordnet ist und der Boden 31 des Pflanzgefäßes 5 mit einem abgesenkten Bodenabschnitt 35 ausgestattet ist. Dieser kann formschlüssig in die Befüll- öffnung 17 des Urnengefäßes 2 eingesetzt werden. Der wasserdichte abgesenkte Bodenabschnitt 35 ist der Dränwirkung der öffnungen 9 im Boden 31 des Pflanzgefäßes 5 entzogen und dient als Wasserspeicher.

Figur 7 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem das Pflanzgefäß 5 über der Urnenkammer 29 angeordnet ist und der Boden 31 des Pflanzgefäßes 5 mit einem angehobenen Bodenabschnitt 36 ausgestattet ist. Deshalb konzentrieren sich die Sammlung und die Abführung überschüssigen Wassers innerhalb des Pflanzgefäßes 5 unmittelbar über den am tiefsten Punkt liegenden öffnungen 9 im Boden 31 des Pflanzgefäßes 5. Figur 8 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem auf der Außenseite der Wand 22 des Urnengefäßes 2 ergänzend eine umlaufende Wasserauffang-Rinne 44 installiert ist, die ansonsten offen über die Außenseite der Wand 22 ablaufendes Wasser auffängt. Eine Aschekapsel 4 wird in das Urnengefäß 2 eingesetzt. In die Innenseite der Wand 37 des Pflanzgefäßes 5 ist ein Geruchsspender 39 für Tier- Abwehrmittel oder Duftmittel integriert. Der Geruchsspender 39 ist so hoch angebracht, dass die verwendeten Mittel nach der Beisetzung der Urne 1 an der Erdoberfläche Ausgasungen 40 freisetzen können. Figur 9 zeigt den ersten Schritt des Beisetzungsverfahrens. Ein Grabloch 13 wird ausgehoben. Es wird beispielhaft eine besonders bevorzugte Ausführung der Urne 1 gezeigt, bei der ein Pflanzgefäß 5 über einem Urnengefäß 2 angeordnet ist.

Figur 10 zeigt den zweiten Schritt des Beisetzungsverfahrens. In das ausgehobene Grabloch 13 wird die Urne 1 so eingesetzt, dass die verwendeten Gehölze 7 bzw. die kraut- oder staudenartigen Pflanzen 8 aus fachmännischer Sicht eine geeignete Pflanztiefe erhalten.

Figur 11 zeigt den dritten Schritt des Beisetzungsverfahrens. Das Grabloch 13 wird so verfüllt, dass die darin eingebrachte Urne 1 in möglichst allseitigen Kontakt zum umgebenden Erdboden 11 kommt. Aus der Urne 1 werden Mittel 43, wie Pflanzenschutzmittel, Pflanzenwachstumsmittel, Pflanzenstärkungsmittel, Pflanzenfärbemittel, Duftmittel, Abwehrmittel gegen Tiere, Mittel, die den Abbau organischer Materialien fördern bzw. initiieren oder dergleichen freigesetzt und gegebenenfalls über die Wurzeln 12 der verwendeten Pflanzen 7, 8 aufgenommen. Ausgasungen 40 eines Tier- Abwehrmittels schrecken grabende und wühlende Tiere ab. Figur 12 zeigt wie die Urne 1 durch einen hohlen Schutzkörper 41 gegen wühlende und grabende Tiere, gegen Ausgraben, Vandalismus sowie gegen mechanische Beeinträchtigungen infolge von Grabpflegearbeiten oder weiteren Beisetzungen geschützt wird. Die Urne 1 kann im Rahmen des zweiten Schrittes des Beisetzungsverfahrens zusammen mit dem hohlen Schutzkörper 41 in das Grab loch 13 eingesenkt werden oder der hohle Schutzkörper 41 kann zwischen dem ersten und dem zweiten Schritt des Beisetzungsverfahrens in das Grabloch 13 eingesetzt werden, um später die Urne 1 aufzunehmen. Darüber hinaus wird beispielhaft die weitere Entwicklung nach einem Beisetzungsvorgang mit einer ganz oder teilweise biologisch abbaubaren Urne 1 gezeigt. Die Wurzeln 12 des Gehölzes 7 haben das sich zersetzende Pflanzgefäß 5 sowie auch das Urnengefäß 2 und die darin enthaltene Kremierungsasche 3 um- bzw. durchwachsen.

Bezugszeichenliste

1 Urne

2 Urnengefäß

3 Kremierungsasche eines Verstorbenen bzw. eines Haustieres

4 Aschekapsel

5 Pflanzgefäß

6 Pflanz Substrat

7 Gehölz

8 kraut- bzw. staudenartige Pflanze

9 öffnung im Pflanzgefäß

10 Verschlussdeckel

11 Erdboden

12 Wurzel

Grabloch Oberseite des Urnengefäßes bzw. der Urnenkammer öffnung auf der Oberseite des Urnengefäßes Ringsteg auf der Oberseite des Urnengefäßes Befüll-öffnung der Urnenkammer Gefälle Einschnitt an der Oberseite des Urnengefäßes Boden des Urnengefäßes öffnung im Boden des Urnengefäßes einfache Wand des Urnengefäßes bzw. der Urnenkammer Doppelwand des Urnengefäßes Innenwand der Doppelwand des Urnengefäßes Außenwand der Doppelwand des Urnengefäßes Zwischenraum zwischen Außen- und Innenwand der Doppelwand hohler Fuß des Urnengefäßes Formaussparung Urnenkammer vertikale Abflussleitung Boden des Pflanzgefäßes innerer Ringsteg an der Unterseite des Pflanzgefäßes äußerer Ringsteg an der Unterseite des Pflanzgefäßes Durchbruch des äußeren Ringsteges abgesenkter Bodenabschnitt des Bodens des Pflanzgefäßes angehobener Bodenabschnitt des Bodens des Pflanzgefäßes Wand des Pflanzgefäßes Innenraum des Pflanzgefäßes perforierter Geruchsspender Ausgasungen hohler Schutzkörper Perforierung des hohlen Schutzkörpers freigesetztes Mittel Wasserauffang-Rinne Einsetzen