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Title:
USE OF AMINES AND/OR MANNICH ADDUCTS IN FUEL AND LUBRICANT COMPOSITIONS FOR DIRECT INJECTION SPARK IGNITION ENGINES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2004/050806
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to the use of amines and/or Mannich adducts as detergents and/or dispersants in fuel and lubricant compositions for direction injection spark ignition engines. The invention also relates to fuel and lubricant compositions containing at least one such Mannich adduct, and to a bisaminoalkylated Mannich adduct.

Inventors:
Lange, Arno (Oberes Gaistal 3b, Bad Dürkheim, 67098, DE)
Rath, Hans Peter (Friedhofstr. 7, Grünstadt, 67269, DE)
Walter, Marc (Hans-Holbein-Str. 5d, Frankenthal, 67227, DE)
Bergemann, Marco (Theodor-Mommsen-Str. 13, Hockenheim, 68766, DE)
Schmidt, Helmut (Thomas-Mann-Str. 112, Ludwigshafen, 67071, DE)
Application Number:
PCT/EP2003/013512
Publication Date:
June 17, 2004
Filing Date:
December 01, 2003
Export Citation:
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Assignee:
BASF AKTIENGESELLSCHAFT (Ludwigshafen, 67056, DE)
Lange, Arno (Oberes Gaistal 3b, Bad Dürkheim, 67098, DE)
Rath, Hans Peter (Friedhofstr. 7, Grünstadt, 67269, DE)
Walter, Marc (Hans-Holbein-Str. 5d, Frankenthal, 67227, DE)
Bergemann, Marco (Theodor-Mommsen-Str. 13, Hockenheim, 68766, DE)
Schmidt, Helmut (Thomas-Mann-Str. 112, Ludwigshafen, 67071, DE)
International Classes:
C10L1/222; C10L1/232; C10L1/233; C10L10/00; C10M133/06; C10M133/08; C10M133/10; C10M133/38; C10M159/14; C10L1/16; C10L1/18; C10L1/22; (IPC1-7): C10M/
Domestic Patent References:
2003-09-25
2000-04-13
2001-06-14
2002-11-14
Foreign References:
EP1293553A22003-03-19
US5725612A1998-03-10
US5876468A1999-03-02
US5634951A1997-06-03
US4231759A1980-11-04
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
Pohl, Michael (Reitstötter, Kinzebach & Partner Ludwigsplatz 4, Ludwigshafen, 67059, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Verwendung einer Komponente A, enthaltend wenigstens ein Amin der Formel NR1R2R3, worin jedes Rl, R2 und R3 jeweils unabhängig für H, C1C20Alkyl oder C3C2oCycloalkyl steht, wobei zwei Alkylreste ge meinsam mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, einen Ring bilden können und wobei die Alkylund die Cy cloalkylreste durch eine oder mehrere Gruppen, die ausge wählt sind unter O und NR4 unterbrochen und/oder durch eine oder mehrere Gruppen OR5 oder NR6R7 substituiert sein können, wobei R4, R5, R6 und R7 unabhängig voneinan der wie R1, R2 und R3 definiert sind, und/oder einer Komponente B, enthaltend wenigstens ein MannichAd dukt der Formel I worin R1 und R2 jeweils unabhängig wie R1, R2 und R3 der Komponente A definiert sind, R8 für einen PolyisobutenRest steht, R9 für eine C1C6Alkylgruppe steht, Rio für für H oder C1C6Alkyl steht, m für eine Zahl von 0 bis (4n) steht und n für eine Zahl von 1 bis 3 steht als Detergenzien und/oder Dispergatoren in Kraftund Schmierstoffzusammensetzungen für direkteinspritzende Ottomo toren, die in einem LambdaBereich von 0,9 bis 9 betrieben werden.
2. Verwendung einer Komponente A, enthaltend wenigstens ein Amin der Formel NR1R2R3, worin jedes R1, R.
3. und R3 jeweils unabhängig für H, C1C20Alkyl oder C3C2oCycloalkyl steht, wobei zwei Alkylreste ge meinsam mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, einen Ring bilden können und wobei die Alkylund die Cy cloalkylreste durch eine oder mehrere Gruppen, die ausge wählt sind unter O oder NR4 unterbrochen und/oder durch eine oder mehrere Gruppen OR5 oder NR6R7 substituiert sein können, wobei R4, R5, R6 und R7 unabhängig voneinan der wie R1, R.
4. und R3 definiert sind, mit der Maßgabe, dass das Molekulargewicht des Amins NR1R2R3 120 bis 1000 g/mol beträgt, und/oder einer Komponente B, enthaltend wenigstens ein MannichAd dukt der Formel I worin R1 und R.
5. jeweils unabhängig wie RI, R.
6. und R3 der Komponente A definiert sind, mit der Maßgabe, dass die Summe der Mo lekulargewichte der Reste NR1R.
7. 120 bis 1000 g/mol be trägt R8 für einen Poly (iso) butenRest steht, R9 für eine C1C6Alkylgruppe steht, Rio für für H oder ClC6Alkyl steht, m für eine Zahl von 0 bis (4n) steht und n für eine Zahl von 1 bis.
8. teht. als Detergenzien und/oder Dispergatoren in Kraftund Schmierstoffzusammensetzungen für direkteinspritzende Ottomo toren.
9. 3 Verwendung nach Anspruch 1, wobei bei der Komponenten A das Molekulargewicht des Amins NR1R2R3 und/oder bei der Komponente B die Summe der Molekulargewichte der Reste NR1R2 120 bis 1000 g/mol beträgt.
10. Verwendung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, wobei bei der Komponente A das Molekulargewicht des Amins NR1R2R3 und/oder bei der Komponente B die Summe der Molekulargewichte der Re ste NR1R2 180 bis 600 g/mol beträgt.
11. Verwendung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Reste R1, R2 und R3 in den Komponenten A und B unabhängig von einander für H, C6C20Alkyl, C6C20Cycloalkyl, ffCR11R12) xNR4+y (CR13R14) zNR6R7 (II) [(CR11R12)x O]Y(CR13R14)zNR6R7 (III) oder [(CR11R12)xNR4]Y(CR13R14)zOR5 (IV) stehen wobei R4, R5, Rl1, R12, R13 und R14 unabhängig voneinander für H oder C1C6Alkyl stehen, R6 und R7 unabhängig voneinander für H, C1C6Alkyl oder C1C6Hydroxyalkyl stehen x und z unabhängig voneinander für eine Zahl von 1 bis 20 stehen und y für eine Zahl von 0 bis 10 steht.
12. Verwendung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei R8 für einen PolyisobutenRest steht, der sich von reaktiven Po lyisobutenen ableitet.
13. Verwendung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei in Komponente B R8 in pPosition zur OHGruppe steht.
14. Verwendung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei Komponente A und Komponente B in einem Gewichtsverhältnis von 20 : 1 bis 1 : 20 eingesetzt werden.
15. Verwendung nach einem der vorhergehenden Ansprüche in Form eines Kraftoder Schmierstoffkonzentrats, enthaltend eine Komponente A und/oder eine Komponente B in einer Menge von 0,1 bis 80 Gew.%.
16. Verfahren zur Verringerung von Ablagerungen in direktein spritzenden Ottomotoren, bei dem man einen Kraftstoff bereit stellt, der eine Komponente A und/oder eine Komponente B, die wie in einem der vorhergehenden Ansprüche definiert sind, um fasst.
17. Verfahren nach Anspruch 10, bei dem der direkteinspritzende Ottomotor bei einem LambdaWert von 0,9 bis 9 betrieben wird.
18. Kraftund Schmierstoffzusammensetzung für direkteinsprit zende Ottomotoren, enthaltend eine Hauptmenge eines Kohlen wasserstoffKraftstoffs oder eines Schmierstoffs und eine de tergensaktive Menge einer Komponente B, die wie in einem der Ansprüche 2 bis 7 definiert ist.
19. Kraftund Schmierstoffzusammensetzung nach Anspruch 12, ent haltend eine Komponente B, die wie in einem der Ansprüche 2 bis 7 definiert ist, in einer Menge von 10 bis 1000 mg/kg der Zusammensetzung.
20. Kraftund Schmierstoffzusammensetzung nach einem der Ansprü che 12 oder 13, enthaltend wenigstens ein MannichAddukt der Formel I. 1 worin R8 für einen Pol (iso) butenRest mit einem zahlenmittleren Molekulargewicht von 300 bis 3000 steht, R9 für eine ClC6Alkylgruppe steht, R10 für H oder C1C6Alkyl steht, R1 und R2 unabhängig voneinander für C6C20Alkyl, C6C20Cycloalyl, [(CR11R12)xNR4]Y(CR13R14)zNR6R7 (II), [(CR11R12)x O]Y(CR13R14)zNR6R7 (III) oder [(CR11R12)xNR4]Y(CR13R14)zOR5 (IV) stehen wobei R4, R5, R11, R12, R13 und R14 unabhängig voneinander für H oder C1C6Alkyl stehen, R6 und R7 unabhängig voneinander für H, C1C6Alkyl oder ClC6Hydroxyalkyl stehen x und z unabhängig voneinander für eine Zahl von 1 bis 20 stehen, y für eine Zahl von 0 bis 10 steht und m für 0 oder 1 steht.
21. Additivkonzentrat, enthaltend eine Komponente B, die wie in einem der Ansprüche 2 bis 7 definiert ist, und wenigstens ein Verdünnungsmittel sowie gegebenenfalls wenigstens einen wei teren Zusatzstoff.
22. MannichAddukt der Formel I. 1 worin R8 für einen Poly (iso) butenRest mit einem zahlenmittleren Molekulargewicht von 300 bis 3000 steht, R9 für eine ClC6Alkylgruppe steht, Rio für H oder C1C6Alkyl steht, R1 und R2 unabhängig voneinander für C6C20Alkyl, C6C2oCycloalkyl, [(CR11R12)xNR4]Y(CR13R14)zNR6R7 (II), [(CR11R12)x O]Y(CR13R14)zNR6R7 (III) oder [(CR11R12)xNR4]Y(CR13R14)zOR5 (IV) stehen wobei R4, R5, R11, R12, R13 und R14 unabhängig voneinander für H oder ClC6Alkyl stehen, R6 und R7 unabhängig voneinander für H, C1C6Alkyl oder ClC6Hydroxyalkyl stehen x und z unabhängig voneinander für eine Zahl von 1 bis 20 stehen, y für eine Zahl von 0 bis 10 steht und m für 0 oder 1 steht.
23. MannichAddukt nach Anspruch 16, worin R8 für einen Polyiso butenRest steht, der sich von reaktiven Polyisobutenen ab leitet.
Description:
Verwendung von Aminen und/oder Mannich-Addukten in Kraft-und Schmierstoffzusammensetzungen für direkteinspritzende Ottomotoren Beschreibung Die vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung von Aminen und/ oder Mannich-Addukten als Detergenzien und/oder Dispergatoren in Kraft-und Schmierstoffzusammensetzungen für direkteinspritzende Ottomotoren. Weiterhin betrifft die Erfindung Kraft-und Schmier- stoffzusammensetzungen, die wenigstens ein solches Mannich-Addukt enthalten, sowie ein bisaminoalkyliertes Mannich-Addukt.

Direkteinspritzende Otto-Motoren gewinnen zunehmend an Bedeutung, da sie insbesondere im Magerbereich, d. h. bei einem Lambda-Wert von ungefähr 1 oder größer eine bessere Kraftstoffausnutzung und gleichzeitig eine Steigerung der Motorleistung ermöglichen. Damit einher geht eine verringerte Kohlendioxid-Emission im Vergleich zu konventionellen Otto-Motoren.

Die Einspritzdüsen in direkteinspritzenden Otto-Motoren befinden sich in der Verbrennungskammer und sind somit extremen Bedingun- gen ausgesetzt. Unter diesen Bedingungen findet eine starke Zer- setzung und Oxidation des Brennstoffs statt und es bilden sich vermehrt Ablagerungen. Ablagerungsprobleme betreffen hauptsäch- lich die Einspritzdüsen, jedoch auch die Einlassventile sowie den gesamten Verbrennungsraum. Ablagerungen an den Einspritzdüsen verringern die Kraftstoffzufuhr und verändern das Einspritzver- halten. Eine geringfügig verringerte Kraftstoffzufuhr kann durch entsprechende elektronische Steuerung kompensiert werden ; bei stärkerer Zufuhrverringerung und bei Veränderung des Einspritz- verhaltens kann jedoch nicht mehr gegengesteuert werden. Für eine optimale Kraftstoffausnutzung und Leistungssteigerung ist jedoch ein einwandfreies Einspritzverhalten unabdingbar. Daher ist die Bildung von Ablagerungen weitestgehend zu vermeiden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Motoren, bei denen eher fette Gemische Ablage- rungen bedingen, führen bei direkteinspritzenden Otto-Motoren insbesondere magere Gemische zu Ablagerungen.

Die WO 01/42399 beschreibt die Verwendung von Mannich-Basen als Kraftstoffadditive zur Verhinderung von Ablagerungen in direk- teinspritzenden Otto-Motoren. Die Untersuchungen wurden mit Man- nich-Basen, die auf einem mit einem von einem niedrigreaktiven Polyisobuten abgeleiteten Rest substituierten Phenol basierten, in einem kraftstoffreichen Gemisch (Lambda-Wert 0,8) durchge- führt. Kommerziell erhältliche direkteinspritzende Otto-Motoren arbeiten jedoch mit kraftstoffärmeren Gemischen, um die geforder- ten Benzineinsparungen zu erzielen. Außerdem würde ein krafts- toffreiches Gemisch, beispielsweise mit einem Lambda-Wert von 0,8, die Funktion eines üblichen Abgaskatalysators beeinträchti- gen, wobei die gesetzlich festgelegten Abgashöchstwerte über- schritten werden können. Die in der WO 01/42399 erzielten Ergeb- nisse sind noch nicht befriedigend ; insbesondere versagen die dort beschriebenen Mannich-Basen bei Betrieb des Motors im Lamb- da-Bereich von 0,9 bis 9. Außerdem handelt es sich beim dort ver- wendeten Motor nicht um einen modernen Direkteinspritzer, was da- ran ersichtlich ist, dass ein Motor mit sogenannten flat top pistons verwendet wird. Der Aufbau dieser Zylinder entspricht je- doch nicht der speziellen Zylindergeometrie in modernen Direk- teinspritzern, die für eine gleichmäßige Kraftstoffverteilung entscheidend ist.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es daher, geeignete Kraftstoffadditive bereitzustellen, die Ablagerungen in direk- teinspritzenden Otto-Motoren, auch beim Betrieb des Motors im Lambda-Bereich von 0,9 bis 9, wirksam verhindern.

Die Aufgabe wurde gelöst durch die Verwendung - einer Komponente A, enthaltend wenigstens ein Amin der Formel NR1R2R3, worin jedes Rl, R2 und R3 jeweils unabhängig für H, Cl-C20-Alkyl oder C3-C2o-Cycloalkyl steht, wobei zwei Alkylreste gemeinsam mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, einen Ring bilden können und wobei die Alkyl-und die Cycloalkylreste durch eine oder mehrere Gruppen, die ausgewählt sind unter O und NR4 unterbrochen und/oder durch eine oder mehrere Gruppen OR5 oder NR6R7 substituiert sein können, wobei R4, R5, R6 und R7 unabhängig voneinander wie Rl, R2 und R3 definiert sind, und/oder - einer Komponente B, enthaltend wenigstens ein Mannich-Addukt der Formel I

worin R1 und R2 jeweils unabhängig wie R1, R2 und R3 der Komponente A definiert sind, R8 für einen Polyisobuten-Rest, der sich vorzugsweise von reaktiven Polyisobutenen ableitet, steht, R9 für eine Cl-C6-Alkylgruppe steht, Rio für H oder Cl-C6-Alkyl steht, m für eine Zahl von 0 bis (4-n) steht und n für eine Zahl von 1 bis 3 steht, als Detergenzien und/oder Dispergatoren in Kraft-und Schmier- stoffzusammensetzungen für direkteinspritzende Ottomotoren, die in einem Lambda-Bereich von 0,9 bis 9 betrieben werden.

Diese erfindungsgemäße Verwendung wird nachfolgend als Verwen- dungsvariante 1 bezeichnet.

Im Betrieb von handelsüblichen direkteinspritzenden Otto-Motoren werden Zyklen unterschiedlicher Lambda-Werte durchlaufen. In Ver- wendungsvariante 1 werden die Komponenten A und/oder B in Kraft- und Schmierstoffzusammensetzungen für direkteinspritzende Ottomo- toren verwendet, wobei der Motor erfindungsgemäß zu mehr als 80 % der Betriebszeit bei einem Lambda-Wert von wenigstens 0,9 bis einschließlich 9, vorzugsweise von 0,95 bis 8 und insbesondere von 0, 97 bis 6, betrieben wird. Unter Lambda-Wert versteht man das Verhältnis von in eine Verbrennungskammer eingeführter Luft- menge zu der zur vollständigen Verbrennung theoretisch benötigter Luftmenge. Dabei bezeichnet man ein Gemisch mit einem Lambda-Wert von kleiner 1 als fett und mit einem Lambda-Wert von größer 1 als mager.

Vorzugsweise beträgt in Verwendungsvariante 1 das Molekularge- wicht der Amine NR1R2R3 der Komponente A bzw. die Summe der Mole- kulargewichte der Reste NR1R2 im Mannich-Addukt 1 der Komponente B

120 bis 1000 g/mol und insbesondere 180 bis 600 g/mol. Bei den Aminen der Komponente A beträgt das Molekulargewicht ganz beson- ders bevorzugt 180 bis 300 g/mol.

R8 steht für einen Polyisobuten-Rest, der sich vorzugsweise von sogenannten"reaktiven"Poylisobutenen ableitet. Bezüglich der Definition von reaktiven Polyisobutenen und den bevorzugten Aus- führungen hiezu wird auf die nachfolgenden Ausführungen zu R8 ver- wiesen.

Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Ver- wendung - einer Komponente A, enthaltend wenigstens ein Amin der Formel NR1R2R3, worin jedes Rl, R2 und R3 jeweils unabhängig für H, Cl-C20-Alkyl oder C3-C2o-Cycloalkyl steht, wobei zwei Alkylreste gemeinsam mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, einen Ring bilden können und wobei die Alkyl-und die Cycloalkylreste durch eine oder mehrere Gruppen, die ausgewählt sind unter O und NR4 unterbrochen und/oder durch eine oder mehrere Gruppen OR5 oder NR6R7 substituiert sein können, wobei R4, R5, R6 und R7 unabhängig voneinander wie Rl, R2 und R3 definiert sind, mit der Maßgabe, dass das Molekulargewicht des Amins NR1R2R3 120 bis 1000 g/mol beträgt, und/oder - einer Komponente B, enthaltend wenigstens ein Mannich-Addukt der Formel I worin R1 und R2 jeweils unabhängig wie Rl, R2 und R3 der Komponente A definiert sind, mit der Maßgabe, dass die Summe der Mo- lekulargewichte der Reste NR1R2 120 bis 1000 g/mol be- trägt R8 für einen Poly (iso) buten-Rest steht,

R9 für eine Cl-C6-Alkylgruppe steht, R10 für H oder C1-C6-Alkyl steht, m für eine Zahl von 0 bis (4-n) steht und n für eine Zahl von 1 bis 3 steht, als Detergenzien und/oder Dispergatoren in Kraft-und Schmier- stoffzusammensetzungen für direkteinspritzende Ottomotoren.

Die hier beschriebene Verwendungsvariante wird nachfolgend als Verwendungsvariante 2 bezeichnet.

Vorzugsweise wird in beiden Varianten die Komponente B alleine oder im Gemisch mit der Komponente A verwendet.

Vorzugsweise beträgt in Verwendungsvariante 2 das Molekularge- wicht der Amine NR1R2R3 der Komponente A bzw. die Summe der Mole- kulargewichte der Reste NR1R2 im Mannich-Addukt I der Komponente B 180 bis 600 g/mol. Bei den Aminen der Komponente A beträgt das Molekulargewicht besonders bevorzugt 180 bis 300 g/mol.

In Verwendungsvariante 2 werden die Komponenten A und/oder B in Kraft-und Schmierstoffzusammensetzungen für direkteinspritzende Ottomotoren verwendet, wobei der Motor vorzugsweise zu mehr als 80 % der Betriebszeit bei einem Lambda-Wert von vorzugsweise 0,9 bis 9, besonders bevorzugt von 0,95 bis 8 und insbesondere von 0,97 bis 6, betrieben wird.

Bei beiden Verwendungsvarianten 1 und 2 steht in obigen Defini- tionen für die Gruppen Rl, R2, R3, R4, R5, R6 und R7 C1-C20-Alkyl für verzweigtes oder unverzweigtes Alkyl, insbesondere für Me- thyl, Ethyl, n-Propyl, Isopropyl, n-Butyl, sec-Butyl, Isobutyl, tert-Butyl, 1-, 2-oder 3-Pentyl, 1-, 2-, 3-oder 4-Methylbutyl, 1,1-, 1,2-, 1, 3- oder 2,2-Dimethylpropyl, 1-, 2-oder 3-Hexyl, 2-, 3-oder 4-Methylpentyl, 1,1-, 1,2-, 1,3-, 2,2-, 2, 3- oder 3,3-Dimethylbutyl, 2-Ethylbutyl, 1-, 2-, 3-oder 4-Heptyl, 2-, 3-, 4-oder 5-Methylhexyl, 1,1-, 1,2-, 1,3-, 1,4-, 2,2-, 2,3-, 2,4-, 3,3-, 3, 4- oder 4,4-Dimethylpentyl, 2-oder 3-Ethylpentyl, 1-, 2-, 3-oder 4-Octyl, 2-, 3-, 4-, 5-oder 6-Methylhexyl, 1,1-, 1,2-, 1, 3-, 1, 4-, 1, 5-, 2, 2-, 2, 3-, 2, 4-, 2, 5-, 3,3-, 3, 4-, 3, 5-, 4,4-, 4, 5- oder 5,5-Dimethylhexyl, 2-, 3-oder 4-Ethylhexyl, No- nyl, Decyl, Undecyl, Dodecyl, Tridecyl, Tetradecyl, Pentadecyl, Hexadecyl, Heptadecyl, Octadecyl, Nonadecyl oder Eicosyl. Die Al-

kylgruppe kann auch durch einen oder mehrere C3-C20-Cycloalkylre_ ste substituiert sein.

Bilden 2 Alkylgruppen gemeinsam mit dem Stickstoffatom der NR1R2- Gruppe des Mannich-Addukts I bzw. des Amins NR1R2R3 einen Ring, wobei die Alkylgruppe durch eine Gruppierung O oder NR4 unterbro- chen sein kann, so steht der Ring beispielsweise für Piperidin, Piperazin oder Morpholin.

In obigen Definitionen für die Gruppen Rl, R2, R3, R4, R5, R6 und R7 steht die C3-c20-cycloalkyl-Gruppe beispielsweise für Cyclopro- pyl, Cyclopentyl, Cyclohexyl, Cyclooctyl oder Cyclodecyl. Die Cy- cloalkylgruppe kann durch eine oder mehrere C1-C20-Alkylgruppen substituiert sein. Beispiele hierfür sind 3-Methylcyclopentyl und 4-Methylcyclohexyl.

In obigen Definition für die Gruppen R9 und R10 steht Cl-C6-Alkyl insbesondere für Methyl, Ethyl, n-Propyl, Isopropyl, n-Butyl, sec-Butyl, Isobutyl, tert-Butyl, 1-, 2-oder 3-Pentyl, 1-, 2-, 3- oder 4-Methylbutyl, 1,1-, 1,2-, 1, 3- oder 2,2-Dimethylpropyl, 1-, 2-oder 3-Hexyl, 2-, 3-oder 4-Methylpentyl, 1,1-, 1,2-, 1,3-, 2,2-, 2, 3- oder 3,3-Dimethylbutyl oder 2-Ethylbutyl.

Die Reste R1, R2 und R3 stehen vorzugsweise jeweils unabhängig für verzweigtes oder unverzweigtes C6-C20-Alkyl, wie 1-, 2-oder 3-He- xyl, 2-, 3-oder 4-Methylpentyl, 1,1-, 1,2-, 1,3-, 2,2-, 2,3- oder 3,3-Dimethylbutyl, 2-Ethylbutyl, 1-, 2-, 3-oder 4-Heptyl, 2-, 3-, 4-oder 5-Methylhexyl, 1,1-, 1,2-, 1,3-, 1,4-, 2,2-, 2,3-, 2,4-, 3,3-, 3, 4- oder 4,4-Dimethylpentyl, 2-oder 3-Ethyl- pentyl, 1-, 2-, 3-oder 4-Octyl, 2-, 3-, 4-, 5-oder 6-Methylhe- xyl, 1,1-, 1,2-, 1,3-, 1,4-, 1,5-, 2,2-, 2,3-, 2,4-, 2,5-, 3,3-, 3, 4-, 3, 5-, 4,4-, 4, 5- oder 5,5-Dimethylhexyl, 2-, 3-oder 4-Ethylhexyl, Nonyl, Decyl, Undecyl, Dodecyl, Tridecyl, Tetrade- cyl, Pentadecyl, Hexadecyl, Heptadecyl, Octadecyl, Nonadecyl oder Eicosyl, für C6-C20-Cycloalkyl, wie Cyclohexyl, Cyclooctyl oder Cyclodecyl, oder für [(CR11R12)x-NR4]Y(CR13R14)x-NR6R7 (II), [(CR11R12)x -O]Y(CR13R14)z-NR6R7 (III) oder ftCR1lRl2) x-NR4iy (CRl3Rl4) z-OR5 (IV) worin R4, R5, Roll, R12, R13 und R14 unabhängig voneinander für H oder C1-C6-Alkyl stehen, R6 und R7 unabhängig voneinander für H, C1-C6-Alkyl oder C1-C6-Hy- droxyalkyl stehen

x und z unabhängig voneinander für eine Zahl von 1 bis 20 stehen und y für eine Zahl von 0 bis 10 steht.

In obiger Definition für die Gruppen R4, R5, R6, R7, Rll, R12, R13 und R14 steht Cl-C6-Alkyl insbesondere für Methyl, Ethyl, n-Pro- pyl, Isopropyl, n-Butyl, sec-Butyl, Isobutyl, tert-Butyl, 1-, 2- oder 3-Pentyl, 1-, 2-, 3-oder 4-Methylbutyl, 1,1-, 1,2-, 1,3- oder 2,2-Dimethylpropyl, 1-, 2-oder 3-Hexyl, 2-, 3-oder 4-Me- thylpentyl, 1,1-, 1,2-, 1,3-, 2,2-, 2, 3- oder 3,3-Dimethylbutyl oder 2-Ethylbutyl.

Rll, R12, R13 und R14 stehen vorzugsweise für H.

In beiden Verwendungsvarianten 1 und 2 sind geeignete Amine der Komponente A sowohl Monoamine, d. h. Amine mit nur einer Amin- funktion im Molekül, als auch Polyamine, d. h. Amine mit wenig- stens zwei Aminfunktionen im Molekül. Vorzugsweise wird die Kom- ponente A in beiden Varianten nicht alleine verwendet, wenn es sich um ein Alkylamin, speziell um ein Monoalkylamin, handelt.

Insbesondere lineare Monoalkylamine werden nicht alleine verwen- det.

Geeignete Monoamine sind sowohl primäre als auch sekundäre oder tertiäre Amine. Primäre Amine sind solche, in denen zwei der Re- ste R1, R2 und R3 für H stehen. Für beide Verwendungsvarianten 1 und 2 geeignete primäre Monoamine sind beispielsweise Octylamin, 2-Ethylhexylamin, Nonylamin, Decylamin, Undecylamin, Dodecylamin, Tridecylamin, Tetradecylamin, Pentadecylamin, Hexadecylamin, Hep- tadecylamin, Octadecylamin, Nonadecylamin, Eicosylamin sowie Cy- clooctylamin und Cyclodecylamin. In Verwendungsvariante 1 sind darüberhinaus geeignete primäre Amine Methylamin, Ethylamin, Pro- pylamin, Butylamin, Pentylamin, Hexylamin und Heptylamin. Sekun- däre Amine sind solche, in denen einer der Reste R1, R2 und R3 für H steht. Für beide Verwendungsvarianten 1 und 2 geeignete sekun- däre Monoamine sind beispielsweise Dibutylamin, Diisobutylamin, Di-tert-butylamin, Dipentylamin, Dihexylamin, Diheptylamin, Dioc- tylamin, Di (2-ethylhexylamin), Dinonylamin und Didecylamin sowie N-Methylcyclohexylamin, N-Ethylcyclohexylamin und Dicyclohexyla- min. In Verwendungsvariante 1 sind darüberhinaus geeignete sekun- däre Amine Dimethylamin, Diethylamin, Dipropylamin und Diisopro- pylamin. Tertiäre Amine sind solche, in denen keiner der drei Re- ste R1, R2 und R3 für H steht. Für beide Verwendungsvarianten 1 und 2 geeignete tertiäre Amine sind beispielsweise Tripropylamin, Triisopropylamin, Tributylamin, Tripentylamin, Trihexylamin, Tri- heptylamin, Trioctylamin, Trinonylamin und Tridecylamin sowie N-

Methyldicyclohexylamin und N-Ethyldicyclohexylamin. In Verwen- dungsvariante 1 sind darüberhinaus geeignete tertiäre Amine Tri- methylamin und Triethylamin. Geeignet sind auch alle Isomere der vorstehend genannten Amine. Bevorzugte Monoamine sind sekundäre Amine, insbesondere solche, in denen die beiden Reste, die nicht für H stehen, gleich sind. Bevorzugt verwendet man auch Gemische von Monoaminen, insbesondere großtechnisch zugänglicher Amingemi- sche, wie Fettamine, wie sie beispielsweise in Ullmanns Encyclo- pedia of Industrial Chemistry, 6th edition, 2000, electronic re- lease, Kapitel"Amines, aliphatic"beschrieben werden, worauf hiermit in vollem Umfang Bezug genommen wird.

Für Verwendungsvariante 1 geeignete cyclische Monoamine sind bei- spielsweise Pyrrolidin, Piperidin und Morpholin.

Für beide Verwendungsvarianten 1 und 2 geeignete Polyamine sind Amine der Formel NR1R2R3, worin wenigstens einer der Reste Rl, R2 oder R3 für einen Rest der Formel II, III oder IV steht [(CR11R12)x-NR4]Y(CR13R14)z-NR6R7 (II), [(CR11R12)x -O]Y(CR13R13)z-NR6R7 (III) ffCR11R12) x-NR4iy (CRl3Rl4) z-OR5 (IV) worin R4, R5, Rll, R12, R13 und R14 jeweils unabhängig für H oder Cl-C6-Alkyl stehen ; R6, R7, R15 und R16 jeweils unabhängig für H, C1-C6-Alkyl oder C1-C6-Hydroxyalkyl stehen, x und z jeweils unabhängig für eine Zahl von 1 bis 20 stehen und y für eine Zahl von 0 bis 10 steht, wobei in Formel IV y nicht für 0 stehen darf.

Bevorzugt verwendet man als Polyamin ein Amin, bei dem wenigstens ein Rest R1, R2 oder R3 für einen Rest der Formel II steht. Bevor- zugt sind Reste II, in denen R4, Rll, R12, R13 und R14 für H stehen, x und z für eine Zahl von 1 bis 8 stehen und y für eine Zahl von 0 bis 10 steht. Beispiele für derartige Polyamine sind Triethy- lentetramin, Tetraethylenpentamin, Pentaethylenhexamin, Dipropy- lentriamin, Tripropylentetramin, Tetrapropylenpentamin, Dibuty- lentriamin, Tributylentetramin, Tetrabutylenpentamin, N, N-Dipro- pylmethylendiamin, N, N-Dipropylethylen-1, 2-diamin, N, N-Diethyl- propylen-1, 3-diamin, N, N-Dipropylpropylen-1, 3-diamin, N, N-Die-

thylbutylen-1, 4-diamin, N, N-Dipropylbutylen-1, 4-diamin, N, N-Dime- thylpentylen-1, 3-diamin, N, N-Diethylpentylen-1, 5-diamin, N, N-Di- propylpentylen-1, 5-diamin, N, N-Dimethylhexylen-1, 6-diamin, N, N-Diethylhexylen-1, 6-diamin, N, N-Dipropylhexylen-1, 6-diamin, Bis [2- (N, N-Dimethylamino) ethyl] amin, Bis [2- (N, N-Dipropyla- mino) ethyl] amin, Bis [3- (N, N-Dimethylamino) propyl] amin, Bis [3- (N, N-Diethylamino) propyl] amin, Bis [3- (N, N-Dipropylamino) pro- pyl] amin, Bis [4- (N, N-Dimethylamino) butyl] amin, Bis [4- (N, N-Diethyl- amino) butyl] amin, Bis [4- (N, N-Dipropylamino) butyl] amin, Bis [5- (N, N-Dimethylamino) pentyl] amin, Bis [5- (N, N-Diethylamino) pen- tyl] amin, Bis [5- (N, N-Dipropylamino) pentyl] amin, Bis [6- (N, N-Dimethy- lamino) hexyl] amin, Bis [6- (N, N-Diethylamino) hexyl] amin, Bis [6- (N, N-Dipropylamino) hexyl] amin, Tris [2- (N, N-Dimethyl- amino) ethyl] amin, Tris [2- (N, N-Dipropylamino) ethyl] amin, Tris [3- (N, N-Dimethylamino) propyl] amin, Tris [3- (N, N-Diethyl- amino) propyl] amin, Tris [3- (N, N-Dipropylamino) propyl] amin, Tris [4- (N, N-Dimethylamino) butyl] amin, Tris [4- (N, N-Diethylamino) bu- tyl] amin, Tris [4- (N, N-Dipropylamino) butyl] amin, Tris [5- (N, N-Dime- thylamino) pentyl] amin, Tris [5- (N, N-Diethylamino) pentyl] amin, Tris [5- (N, N-Dipropylamino) pentyl] amin, Tris [6- (N, N-Dimethyl- amino) hexyl] amin, Tris [6- (N, N-Diethylamino) hexyl] amin, Tris [6- (N, N-Dipropylamino) hexyl] amin und dergleichen. In Verwen- dungsvariante 1 sind darüberhinaus Ethylendiamin, Diethylentri- amin und N, N-Dimethylpropylen-1, 3-diamin geeignet. Hierunter in beiden Verwendungsvarianten 1 und 2 bevorzugt sind Triethylen- tetramin, Tetraethylenpentamin und Bis [3-N, N-Dimethylamino) pro- pyl] amin. In Verwendungsvariante 1 sind darüberhinaus Diethylen- triamin und N, N-Dimethylpropylen-1, 3-diamin bevorzugt.

Für beide Verwendungsvarianten geeignete cyclische Polyamine sind beispielsweise Diethylpiperazin und N, N', Nt'-Tris (N, N-dimethyl- amino) propylhexahydro-sym-triazin.

In beiden Verwendungsvarianten 1 und 2 steht im Mannich-Addukt I der Komponente B R9 vorzugsweise für eine C1-C4-Alkylgruppe, wie Methyl, Ethyl, n-Propyl, Isopropyl, n-Butyl, sec-Butyl, Isobutyl oder tert-Butyl. Besonders bevorzugt steht R9 für Methyl oder Ethyl, insbesondere für Methyl.

Die Variable m steht in Abhängigkeit der Anzahl der Reste (CHRl0-NRlR2) (d. h. von n) für eine Zahl von 0 bis (4-n). Vor- zugsweise steht m für eine Zahl von 0 bis 2, besonders bevorzugt für 0 oder 1 und speziell für 0.

Rio steht für H oder Cl-C6-Alkyl, vorzugsweise für H.

Ri und R2 stehen unabhängig voneinander für H, Cl-C20-Alkyl oder C3-C20-Cycloalkyl, wobei zwei Alkylreste auch gemeinsam mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, einen Ring bilden kön- nen und wobei die Alkyl-und Cycloalkylreste, wie vorstehend be- schrieben, durch eine oder mehrere Gruppen O oder NR4 unterbrochen und/oder durch eine oder mehrere Gruppen OR5 oder NR6R7 substi- tuiert sein können, wobei R4, R5, R6 und R7 unabhängig voneinander wie R1 und R2 definiert sind. Erfindungswesentlich ist dabei bei Verwendungsvariante 2, dass die Summe des Molekulargewichts von n Resten NR1R2 120 bis 1000 g/mol, vorzugsweise 180 bis 600 g/mol und besonders bevorzugt 230 bis 600 g/mol beträgt. Um diese Maß- gabe zu erfüllen, dürfen in Verwendungsvariante 2 Rl und R2 nicht gleichzeitig für H stehen. In Verwendungsvariante 1 beträgt die Summe des Molekulargewichts von n Resten NR1R2 vorzugsweise 120 bis 1000 g/mol, besonders bevorzugt 120 bis 800 g/mol, stärker bevorzugt 180 bis 600 g/mol und insbesondere 230 bis 600 g/mol.

Vorzugsweise stehen Ri und R2 nicht gleichzeitig für H.

In beiden Verwendungsvarianten 1 und 2 stehen Ri und R2 unabhän- gig voneinander vorzugsweise für H, C6-C20-Alkyl, C6-C20-Cycloalkyl oder einen Rest der nachstehenden Formeln II bis IV [(CR11R12)x-NR4]Y(CR13R14)z-NR6R7 (II), [(CR11R12)x-O]Y(CR13R13)z-NR6R7 (III) und fGRllRl2) x-NR4-Y (CR13R14) z-OR5 (IV) worin R4, R5, Rll, R12, R13 und R14 jeweils unabhängig für H oder Cl-C6-Alkyl stehen ; R6 und R7 jeweils unabhängig für H, Cl-C6-Alkyl oder C1-C6-Hydro- xyalkyl stehen, x und z jeweils unabhängig für eine Zahl von 1 bis 20, vorzugs- weise von 1 bis 6, stehen und y für eine Zahl von 0 bis 10 steht.

R11, R12, R13 und R14 stehen vorzugsweise für H.

R4 und R5 stehen vorzugsweise für H oder Cl-C6-Alkyl, besonders bevorzugt für H oder Methyl.

R6 und R7 stehen vorzugsweise für H, Methyl, Ethyl, Propyl, Iso- propyl, Butyl, sec-Butyl, Isobutyl, tert-Butyl, Pentyl, Hexyl, Hydroxymethyl, 2-Hydroxyethyl oder 3-Hydroxypropyl und besonders bevorzugt für Methyl.

Vorzugsweise stehen RI und R2 für den gleichen Rest. In einer be- sonders bevorzugten Ausführungsform stehen sowohl R1 als auch R2 für einen Rest der Formel II, worin y für 0 steht, z für eine Zahl von 3 bis 6 steht, R13 und R14 für H stehen und sowohl R6 als auch R7 für Methyl, Ethyl, Propyl, Hydroxymethyl oder Hydroxyethyl stehen. Speziell steht z für 3 und R6 und R7 stehen für Methyl, d. h. NR1R2 steht speziell für N [ (CH2) 3N (CH3) 212, In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform stehen R1 und R2 für einen C6-Clo-Alkylrest, wie 1-, 2-oder 3-Hexyl, 2-, 3-oder 4-Me- thylpentyl, 1,1-, 1, 2-, 1,3-, 2,2-, 2, 3- oder 3,3-Dimethylbutyl, 2-Ethylbutly, 1-, 2-, 3-oder 4-Heptyl, 2-, 3-, 4-oder 5-Methyl- hexyl, 1,1-, 1,2-, 1,3-, 1,4-, 2,2-, 2,3-, 2,4-, 3,3-, 3, 4- oder 4,4-Dimethylpentyl, 2-oder 3-Ethylpentyl, 1-, 2-, 3-oder 4-Oc- tyl, 2-, 3-, 4-, 5-oder 6-Methylhexyl, 1,1-, 1,2-, 1,3-, 1,4-, 1,5-, 2,2-, 2,3-, 2,4-, 2,5-, 3,3-, 3,4-, 3,5-, 4,4-, 4, 5- oder 5,5-Dimethylhexyl, 2-, 3-oder 4-Ethylhexyl, Nonyl oder Decyl, besonders bevorzugt für einen Cg-Alkylrest und speziell für 2-Ethylhexyl. Bevorzugt stehen dabei R1 und R2 für den gleichen Rest. n steht für eine Zahl von 1 bis 3, vorzugsweise für eine Zahl von 1 bis 2 und insbesondere für 2.

Die erfindungswesentliche Maßgabe in Verwendungsvariante 2, dass die Summe der Molekulargewichte der Reste NR1R2 120 bis 1000 be- tragen soll, ist so zu verstehen, dass bei n gleichen Resten (CHRl0-NRlR2) das Molekulargewicht von einem Rest NR1R2 120/n bis 1000/n beträgt. Dementsprechend sind geeignete Reste NR1R2 bezüg- lich ihres Molekulargewichts von der Gesamtanzahl n der Reste (CHR1O-NR1R2) abhängig. Bei verschiedenen Resten (CHR1O-NR1R2) im Mannich-Addukt I beträgt der gewichtsgemittelte Wert des Moleku- largewichts von n Resten 120 bis 1000 g/mol. Entsprechendes gilt bei der bevorzugten Ausführung von Verwendungsvariante 1, bei der die Summe der Molekulargewichte der Reste NR1R2 120 bis 1000 be- trägt.

Bei beiden Verwendungsvarianten 1 und 2 sind Mannich-Addukte der Formel I beispielsweise durch die Umsetzung eines mit einem Poly- olefinrest R8 substituierten Phenols der Formel V

v worin R8, R9 und m wie bei den jeweiligen Verwendungsvarianten 1 und 2 definiert sind, in einer Mannich (analogen) -Reaktion mit einem Aldehyl CHR10O und einem Amin NHR1R2 erhältlich, wobei R10, R1 und R2 wie vorstehend definiert sind. Bezüglich der bevorzugten Edukte V, Aldehyd und Amin gelten die bei den jeweiligen Verwendungsvarianten gemachten Ausführungen zu R8, R9, Rlot R1, R2 und n sowie die nachstehenden Ausführungen zu R8.

Geeignete Aldehyde CHR10O sind Formaldehyd, Acetaldehyd, Propion- aldehyd und Butyraldehyd bzw. Verbindungen, aus denen diese Alde- hyde zugänglich sind. Diese werden nachfolgend allgemein als Al- dehydquellen bezeichnet. Vorzugsweise verwendet man Formaldehyd.

Geeignete Formaldehydquellen sind Formaldehydgas, Formalinlösun- gen, Formaldehydoligomere, wie Trioxan oder Tetraoxan, und Poly- mere des Formaldehyds, wie Paraformaldehyd. Bevorzugt verwendet man Paraformaldehyd oder Formalinlösung.

Das Phenol V kann auf zwei verschiedene Arten zu den Mannich-Ad- dukten 1 umgesetzt werden. Zum einen kann es gleichzeitig mit dem Aldehyd und dem Amin NHR1R2 umgesetzt werden. Vorzugsweise weist das Amin bei dieser Umsetzungsvariante (Variante A) keine primäre Aminofunktion auf, da sonst größere Mengen unerwünschter Oligome- risierungsprodukte auftreten können. Primäre Aminofunktionen im Sinne dieser Erfindung sind solche der Formel NH2R, wobei R für einen von Wasserstoff verschiedenen Substituenten steht. Zum an- deren kann das Phenol V mit einem zuvor hergestellten Addukt aus einem Aldehyd und einem Amin der Formel NHR1R2 umgesetzt werden (Variante B). In diesem Fall kann das Amin auch eine primäre Ami- nofunktion aufweisen, das heißt einer der Reste R1 oder R2 kann für H stehen.

Für geeignete Amine NHR1R2 gelten die vorstehend gemachten Ausfüh- rungen zu R1 und R2. Als Beispiele für Amine, in denen R1 und/oder R2 für C1-C20-Alkyl steht, seien genannt Propylamin, Isopropyla- min, Butylamin, Pentylamin, Hexylamin, Heptylamin, Octylamin, Diethylamin, Dipropylamin, Diisopropylamin, Dibutylamin, Dipenty- lamin, Dihexylamin, Diheptylamin, Dioctylamin, Di (2-Ethylhe- xyl) amin, Dinonylamin und Didecylamin. Geeignete Amine, in denen R1 und/oder R2 für einen Rest der Formel II stehen, sind bei-

spielsweise Diethylentriamin, Triethylentetramin, Tetraethylen- pentamin, Pentaethylenhexamin, Propylendiamin, Dipropylentriamin, Tripropylentetramin, Tetrapropylenpentamin, Butylendiamin, Dibu- tylentriamin, Tributylentetramin, Tetrabutylenpentamin, N, N-Dime- thylmethylendiamin, N, N-Diethylmethylendiamin, N, N-Dipropylmethy- lendiamin, N, N-Dimethylethylen-1, 2-diamin, N, N-Diethylethy- len-1, 2-diamin, N, N-Dipropylethylen-1, 2-diamin, N, N-Dimethylpro- pylen-1, 3-diamin, N, N-Diethylpropylen-1, 3-diamin, N, N-Dipropyl- propylen-1, 3-diamin, N, N-Dimethylbutylen-1, 4-diamin, N, N-Diethyl- butylen-1, 4-diamin, N, N-Dipropylbutylen-1, 4-diamin, N, N-Dimethyl- pentylen-1, 3-diamin, N, N-Diethylpentylen-1, 5-diamin, N, N-Dipro- pylpentylen-1, 5-diamin, N, N-Dimethylhexylen-1, 6-diamin, N, N-Di- ethylhexylen-1, 6-diamin, N, N-Dipropylhexylen-1,6-diamin, Bis [ (N, N-Dimethylamino) methyl] amin, Bis [ (N, N-Diethylamino) me- thyl] amin, Bis [ (N, N-Dipropylamino) methyl] amin, Bis [2- (N, N-Dimethyl- amino) ethyl] amin, Bis [2- (N, N-Dipropylamino) ethyl] amin, Bis [3- (N, N-Dimethylamino) propyl] amin, Bis [3- (N, N-Diethylamino) pro- pyl] amin, Bis [3- (N, N-Dipropylamino) propyl] amin, Bis [4- (N, N-Di- methylamino) butyl] amin, Bis [4- (N, N-Diethylamino) butyl] amin, Bis [4- (N, N-Dipropylamino) butyl] amin, Bis [5- (N, N-Dimethylamino) pen- tyl] amin, Bis [5- (N, N-Diethylamino) pentyl] amin, Bis [5- (N, N-Dipropyl- amino) pentyl] amin, Bis [6- (N, N-Dimethylamino) hexyl] amin, Bis [6- (N, N-Diethylamino) hexyl] amin, Bis [6- (N, N-Dipropylamino) he- xyl] amin und dergleichen. Zur Herstellung der in Verwendungva- riante 1 eingesetzten Mannich-Addukte I sind außerdem Methylamin, Ethylamin, Dimethylamin und Ethylendiamin geeignet.

Besonders bevorzugte Amine sind Bis [3- (N, N-Dimethylamino) pro- pyl] amin und Di- (2-ethylhexyl) amin.

Die für die Umsetzung nach Variante A geeigneten Reaktionstempe- raturen hängen von einer Reihe von Faktoren ab. Bei der Mannich- Reaktion in Variante A entsteht Reaktionswasser. In der Regel wird dieses aus dem Reaktionsgemisch entfernt. Das Entfernen des Reaktionswassers kann während der Reaktion, am Ende der Reakti- onszeit oder nach beendeter Reaktion entfernt werden, beispiels- weise destillativ. Vorteilhaft lässt sich das Reaktionswasser durch Erhitzen des Reaktionsgemisches in Gegenwart von Schlepp- mitteln entfernen. Geeignet als Schleppmittel sind beispielsweise organische Lösungsmittel, die mit Wasser ein Azeotrop bilden und/ oder einen Siedepunkt oberhalb des Siedepunktes von Wasser auf- weisen.

Besonders geeignete Schleppmittel sind Benzol und Alkylaromaten, insbesondere Toluol, Xylole und Mischungen von Alkylaromaten mit anderen (hochsiedenden) Kohlenwasserstoffen. Besonders einfach ist die Verwendung von bestimmten Destillationsfraktionen des Er-

döls, die im allgemeinen nach Flammpunkt oder Siedebereich sowie Aromatengehalt verkauft werden. Beispiele dafür sind die Sol- vesso-und die Risella-Marken. In der Regel wird das Entfernen des Reaktionswasser bei einer Temperatur durchgeführt, die in etwa dem Siedepunkt des Schleppmittels oder des Azeotrops aus Wasser und Schleppmittel entspricht.

Geeignete Temperaturen für das Entfernen des Reaktionswassers liegen daher bei Normaldruck im Bereich von 75 bis 200 °C, bevor- zugt 80 bis 180 °C, und besonders bevorzugt im Bereich von 80 bis 150 °C. Wird das Reaktionswasser bei vermindertem Druck entfernt, sind die Temperaturen entsprechend den erniedrigten Siedetempera- turen zu verringern.

Die Reaktionstemperaturen für die Mannich-Reaktion in Variante A liegen vorzugsweise im Bereich von 10 ° bis 200 °C, insbesondere im Bereich von 20 bis 180 °C, z. B. etwa 35 °C, etwa 90 °C, etwa 120 °C, 140 °C oder etwa 160 °C.

Die Umsetzung in Variante A kann beispielsweise so durchgeführt werden, dass Phenol, Amin und Aldehydquelle zusammengegeben und das Reaktionsgemisch auf die gewünschte Reaktionstemperatur, vor- zugsweise in den vorstehend genannten Temperaturbereichen, ge- bracht wird. Die Umsetzung kann auch so durchgeführt werden, dass das Phenol und gegebenenfalls ein Lösungsmittel zuerst mit der Aldehydquelle versetzt und gegebenenfalls auf die Reaktionstempe- ratur erwärmt wird und anschließend wenigstens ein sekundäres Amin zugegeben wird. Die Zugabe des Amins kann in einer Portion oder über einen Zeitraum von beispielsweise 5 bis 300 Minuten durch mehrmaliges portionsweises Zugeben oder kontinuierliches Zugeben erfolgen. Die Umsetzung kann auch so durchgeführt werden, dass zuerst Phenol V und gegebenenfalls Lösungsmittel und Amin zusammengegeben, gegebenenfalls auf Reaktionstemperatur erwärmt und anschließend mit der Aldehydquelle versetzt werden, wobei die Zugabe der Aldehydquelle wie vorstehend für das Amin beschrieben erfolgen kann.

In einer bevorzugten Ausführungsform wird Variante A, d. h. die Mannich-Reaktion und das Entfernen des Reaktionswassers etwa bei Atmosphärendruck und einer Temperatur von etwa 80 °C, etwa 110 °C oder etwa 130 °C mit aromatischen Lösungsmitteln, vorzugsweise To- luol, Xylolen oder Gemischen davon, als Schleppmittel durchge- führt. Variante A wird vorzugsweise so durchgeführt, dass die Re- aktanden in einem Temperaturbereich zwischen 10 und 50 °C zusam- mengegeben werden, gegebenenfalls in diesem Temperaturbereich vermischt werden, und anschließend auf die zur destillativen Ent-

fernung des Reaktionswassers erforderliche Temperatur gebracht werden.

Die Gesamtreaktionszeit für die Umsetzung der Phenole V zu den Mannich-Addukten I kann vom Fachmann in Abhängigkeit der Reakti- onsparameter, wie Temperatur und Reaktandenmengen, gewählt werden und beträgt im Allgemeinen zwischen 10 Minuten und 24 Stunden.

Zur Herstellung der in Verwendungsvariante 2 eingesetzten Man- nich-Addukte 1 setzt man bei den Varianten A oder B der Mannich- Reaktion die Reaktanden in Verhältnissen ein, die bei Verwen- dungsvariante 2 von dem Molekulargewicht des verwendeten Amins abhängen.

Beträgt das Molekulargewicht des Amins 120 g/mol oder weniger, so muss das Reaktandenverhältnis so gewählt werden, dass ein bisami- noalkyliertes Phenol 1 entstehen kann, um die in Verwendungsva- riante 2 erfindungswesentliche Maßgabe bezüglich des Molekularge- wichts von n Resten NHR1R2 zu erfüllen. Dementsprechend beträgt das Molverhältnis von Phenol V zu Amin zu Aldehyd in der Regel 1 : 2-3 : 2-3, vorzugsweise 1 : 2,0-2, 5 : 2,0-2, 5, besonders bevorzugt etwa 1 : 2 : 2.

Beträgt das Molekulargewicht des verwendeten Amins wenigstens 121 g/mol, so kann das Reaktandenverhältnis je nach gewünschtem Ami- nomethylierungsgrad so gewählt werden, dass mono-oder bisamino- alkylierte Phenole I entstehen können, weil die oben genannte Maßgabe bezüglich des Molekulargewichts in Verwendungsvariante 2 in diesem Fall auch bei einem einfach aminoalkylierten Phenol er- füllt ist. Dementsprechend beträgt das Verhältnis von Phenol V zu Amin zu Aldehyd geeigneterweise 1 : 0,8-3, 0 : 0,8-3, 0, vorzugsweise 1 : 1,0-2, 5 : 1,0-2, 5 und besonders bevorzugt etwa 1 : 1,0-2, 0 : 1,0-2, 0.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform beträgt das Ver- hältnis von Phenol V zu Amin zu Aldehyd unabhängig von der Art des gewählten Amins etwa 1 : 2 : 2.

Zur Herstellung der in Verwendungsvariante 1 eingesetzten Man- nich-Addukte sind diese Reaktandenverhältnisse nicht zwingend, jedoch bevorzugt.

Bei der Variante B wird zunächst ein Addukt aus Aldehyd oder ei- nem Aldehydäquivalent, wie Dichlormethan oder Dibrommethan oder Dimethoxymethan, Amin, und gegebenenfalls Lösungsmittel durch Zu- sammengeben der Komponenten und gegebenenfalls unter Erwärmen auf vorstehend für Variante A beschriebene Temperaturbereiche und in- nerhalb der vorstehend für Variante A beschriebenen Reaktionszei-

ten hergestellt. Während oder nach der Umsetzung von Amin und Al- dehydquelle kann gebildetes Reaktionswasser gewünschtenfalls, z. B. wie vorstehend beschrieben, entfernt werden. Das so erhal- tene Reaktionsprodukt aus Amin und Aldehyd kann gewünschtenfalls gereinigt und/oder isoliert werden. Insbesondere die durch Umset- zung von einem Äquivalent Aldehyd oder einem Äquivalent eines Al- dehydäquivalents mit einem oder zwei Äquivalenten eines sekundä- ren Amins oder einem Äquivalent eines primären Amins nach Entfer- nung des gebildeten Reaktionswassers, Alkohols oder Halogenids erhältlichen Addukte (sekundäres Amin : Alkyleniminiumion oder Aminal ; primäres Amin : Imin oder Hexahydrotriazin) lassen sich gewünschtenfalls isolieren, reinigen und/oder für eine spätere Umsetzung mit dem Phenol V aufbewahren. Anschließend werden das Reaktionsprodukt aus Amin und Aldehyd bzw. Aldehydäquivalent und das Phenol V miteinander versetzt, wobei das Zusammengeben in ei- ner Portion, in mehreren Portionen oder kontinuierlich in den vorstehend genannten Zeiträumen erfolgen kann. Reaktionstempera- turen und Reaktionszeiten liegen üblicherweise in den wie vorste- hend für die Reaktionsführungen nach Variante A beschriebenen Be- reichen. Wenn man das Reaktionsprodukt aus Aldehyd bzw. Aldehydä- quivalent und Amin isoliert, wird die Umsetzung mit dem Phenol V vorzugsweise so durchgeführt, dass das Phenol und gegebenenfalls Lösungsmittel vorgelegt wird, die Vorlage gegebenenfalls auf eine Temperatur im Bereich von 50 bis 180 °C erwärmt und anschließend das Addukt aus Amin und Aldehyd bzw. Aldehydäquivalent zugegeben wird. Das Addukt aus Amin und Aldehyd bzw. Aldehydäquivalent wird dann zugegeben und das Reaktionsgemisch auf eine geeignete Reak- tionstemperatur erwärmt. Gewünschtenfalls kann das bei der Umset- zung von Aminalen mit dem Phenol entstehende Amin in Abhängigkeit von der Flüchtigkeit des Amins abdestilliert und/oder im Vakuum entfernt werden.

Wenn man die unter Variante B beschriebene Reaktion ohne Isolie- rung des Adduktes aus Aldehyd bzw. Aldehydäquivalent und Amin (en) durchführt, werden vorzugsweise erst die Aldehydquelle oder das Aldehydäquivalent und Amin zusammengegeben, gegebenenfalls er- wärmt und durchmischt und das Addukt mit dem Phenol V versetzt. vorzugsweise wird dazu das Phenol V zu dem Addukt in der Vorlage zugegeben und das Gemisch auf eine geeignete Reaktionstemperatur erhitzt. Geeignete Reaktionstemperaturen hierfür liegen bei- spielsweise im Bereich von 25 bis 120 °C und insbesondere im Be- reich von 50 bis 100 °C.

Bevorzugt setzt man beim Einsatz primärer Amine gemäß Variante B als Addukt ein gegebenenfalls zuvor isoliertes Imin oder N-sub- stituiertes Hexahydrotriazin ein, dessen Substituenten sich von den vorstehend genannten Resten R1 oder R2 ableiten.

Bevorzugt setzt man bei der Verwendung sekundärer Amine gemäß Va- riante B als Addukt ein gegebenenfalls zuvor isoliertes Halbami- nal, Alkyleniminiumion oder Aminal ein, wobei sich die Aminofunk- tionen des Halbaminals, Alkyleniminiumions oder Aminals vorzugs- weise von den vorstehend genannten sekundären Aminen HNR1R2 ablei- ten.

Vorzugsweise setzt man als Addukt gemäß Variante B ein Addukt aus wenigstens einem Amin und einer Aldehydquelle ein, das durch an sich bekannte Verfahren erhältlich ist. Dazu setzt man die Edukte geeigneterweise bei einer Temperatur oberhalb von 0 OC, vorzugs- weise oberhalb von +20 °C, z. B. in einem Temperaturbereich von 20 bis 30 °C oder etwa 20 bis 50 °C, miteinander um. Gegebenenfalls kann anschließend gebildetes Reaktionswasser unter den wie vor- stehend für Variante A beschriebenen Bedingungen, z. B. destilla- tiv, entfernt werden.

Geeignete Lösungsmittel für die Umsetzung gemäß Variante B sind die für die Umsetzung gemäß Variante A beschriebenen Lösungs-und Schleppmittel sowie Kohlenwasserstoffe und Kohlenwasserstoffgemi- sche mit Siedepunkten bzw. -bereichen zwischen +35 und +110 °C, Alkohole, C2-C6-Dialkylether, cyclische Mono-und Diether mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen, insbesondere Ethanol, Isopropanol, Buta- nole, Tetrahydrofuran, Tetrahydropyran und Dioxan.

Vorzugsweise setzt man als Addukt gemäß Variante B ein Aminal des Aldehyds mit einem sekundären Amin, das wie vorstehend definiert ist, ein.

Geeignete Aminale für die vorstehend beschriebene Umsetzung sind beispielsweise N, N, N', N'-Tetramethylmethylendiamin und N, N, N', N'- Tetraethylmethylendiamin.

In einer weiteren Ausführungsform der Variante B können die Phe- nole V in einer analogen Reaktion mit Halbaminalen zu Mannichad- dukten umgesetzt werden. Solche Halbaminale sind aus Aldehydquel- len oder Aldehydäquivalenten und sekundären Aminen, die keine primäre Aminofunktion aufweisen, zugänglich und können in einer Eintopf-Reaktion in Gegenwart der Phenole V (Variante A) erzeugt oder separat (Variante B) hergestellt werden.

Mittels der vorstehend unter Variante A und Variante B beschrie- benen Vorgehensweisen kann das Phenol V durch Wahl der Stöchiome- trie zu mono-und bisaminoalkylierten Mannichaddukten umgesetzt werden.

In einer bevorzugten Ausführungsform wird zuerst die Aldehyd- quelle oder das Aldehydäquivalent, vorzugsweise Formalinlösung oder Paraformaldehyd, gegebenenfalls in Lösungsmittel, vorgelegt, und eine etwa äquimolare Menge eines sekundären Amins, vorzugs- weise eines nur eine sekundäre und keine primäre Aminogruppe auf- weisenden Amins, bei einer Temperatur im Bereich von +15 bis +50 °C, bevorzugt +20 bis +35 °C, zugegeben. Anschließend wird das Gemisch bei einer Temperatur im vorstehend angegebenen Bereich durchmischt und anschließend mit dem Phenol V und gegebenenfalls weiterem Lösungsmittel vereinigt. Anschließend wird die so erhal- tene Mischung auf eine Temperatur im Bereich von 40 bis 100 °C, vorzugsweise 50 bis 90 OC erhitzt, beispielsweise unter Rückfluss.

Anschließend kann das Reaktionsgemisch gewünschtenfalls gereinigt werden, beispielsweise durch Filtrieren und/oder Entfernen der flüchtigen Bestandteile, beispielsweise im Vakuum oder durch De- stillation.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wird das Phenol V gegebenenfalls in einem Lösungsmittel vorgelegt und die Mischung auf eine Temperatur im Bereich von 40 bis 100 °C, vorzugsweise 50 bis 90 °C erhitzt, beispielsweise unter Rückfluss des Lösungsmit- tels. Anschließend gibt man bei dieser Temperatur langsam entwe- der eine etwa äquimolare Menge oder 1,7 bis 2,5 Äquivalente, z. B. etwa 2 Äquivalente, eines Aminals, gegebenenfalls in einem Lösungsmittel, zu und lässt das Reaktionsgemisch weitere 30 Minu- ten bis 4 Stunden, insbesondere 1 bis 3 Stunden bei einer Tempe- ratur in den vorgenannten Bereichen reagieren. Gegebenenfalls kann das Reaktionsgemisch anschließend gereinigt werden, bei- spielsweise durch Filtrieren und/oder Entfernen der flüchtigen Bestandteile im Vakuum oder durch Destillation.

Geeignete Lösungsmittel für die beiden vorstehend beschriebenen Ausführungsformen der Variante B sind Kohlenwasserstoffe, Kohlen- wasserstoffgemische, Ether oder Alkohole mit einem Siedepunkt bzw. Siedebereich im Bereich von 40 bis 100 OC, insbesondere 50 bis 90 °C. Insbesondere geeignet sind Tetrahydrofuran und Dioxan.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wird zuerst das Phenol V und gegebenenfalls Lösungsmittel vorgelegt. Anschließend gibt man langsam, beispielsweise durch Zutropfen, eine etwa äqui- molare Menge oder vorzugsweise 1, 7 bis 2,5 Äquivalente, z. B. etwa 2 Äquivalente, einer Aldehydquelle und eines vorzugsweise sekun-

dären Amins, besonders bevorzugt eines Amins ohne primäre und ohne weitere sekundäre Aminofunktionen, und gegebenenfalls Lö- sungsmittel zu. Anschließend vermischt man die Komponenten und erhitzt die Mischung anschließend auf eine Temperatur im Bereich von 40 bis 100 °C, vorzugsweise 50 bis 90 °C. Das Reaktionsgemisch kann anschließend gereinigt werden, beispielsweise durch Filtrie- ren und/oder Entfernen der flüchtigen Bestandteile im Vakuum oder durch Destillation. Geeignet als Lösungsmittel sind insbesondere die bei den vorstehend beschriebenen bevorzugten Ausführungsfor- men genannten Lösungsmittel. Bevorzugt ist Isopropanol.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform werden Phenol V und eine etwa äquimolare Menge oder vorzugsweise 1,7 bis 2,5 Äquiva- lente, z. B. etwa 2 Äquivalente, eines vorzugsweise sekundären Amins, besonders bevorzugt eines Amins ohne primäre und ohne wei- tere sekundäre Aminofunktionen, in Lösungsmittel vorgelegt. An- schließend gibt man langsam eine etwa äquimolare Menge einer Al- dehydquelle zu. Vorzugsweise erwärmt man das Reaktionsgemisch während der Zugabe der Aldehydquelle auf eine Temperatur im Be- reich von 30 bis 70, bevorzugt 40 bis 60 °C. Anschließend wird das Reaktionsgemisch auf eine Temperatur im Bereich von 80 bis 180 °C, bevorzugt 90 bis 140 °C und besonders bevorzugt bis zum Rückfluss des Lösungsmittels erhitzt. Dabei wird vorzugsweise das gebildete Reaktionswasser destillativ entfernt. Als Lösungsmittel für diese Ausführungsform sind insbesondere aromatische Lösungsmittel oder deren Gemische mit hochsiedenden weiteren Kohlenwasserstoffen ge- eignet. Besonders geeignet sind Xylole und Toluol und deren Gemi- sche.

In der Regel erhält man nach den oben beschriebenen Verfahren ein Mannichaddukt-Gemisch, dass wenigstens 40 Mol.-%, häufig wenig- stens 50 Mol.-% und besonders bevorzugt wenigstens 60 Mol. -% Ver- bindungen der Formel I enthält. Die Verbindungen I können aus dem Reaktionsgemisch isoliert und der erfindungsgemäßen Verwendung zugeführt werden. Es ist jedoch genauso möglich, die Verbindungen I in Form des Gesamtreaktionsgemisches, das aus dem zuvor be- schrieben Verfahren gewonnen wird, erfindungsgemäß zu verwenden.

In der Definition von R8 in Verwendungsvariante 2 steht der Poly (iso) buten-Rest vorzugsweise für den Homo-oder Copolymerrest der durch Homo-oder Copolymerisation von 1-Buten, 2-Buten und/ oder Isobuten erhältlich ist. Besonders bevorzugt steht R8 in Ver- wendungsvariante 2 für einen Polyisobuten-Rest.

In beiden Verwendungsvarianten 1 und 2 steht der Rest R8 insbeson- dere für einen Rest, der sich von sogenannten"reaktiven"Poyli- sobutenen ableitet, die sich von den"niedrigreaktiven"Polyiso-

butenen durch den Gehalt an terminal angeordneten Doppelbindungen unterscheiden. Reaktive Polyisobutene unterscheiden sich von niedrigreaktiven dadurch, dass sie wenigstens 50 Mol-%, bezogen auf die Gesamtanzahl an Polyisobuten-Makromolekülen, terminal an- geordnete Doppelbindungen besitzen. In beiden Verwendungsvarian- ten 1 und 2 besitzen die reaktiven Polyisobutene vorzugsweise we- nigstens 60 Mol-% und besonders bevorzugt wenigstens 80 Mol-%, bezogen auf die Gesamtanzahl an Polyisobuten-Makromolekülen, ter- minal angeordnete Doppelbindungen. Bei den terminal angeordneten Doppelbindungen kann es sich sowohl um Vinyldoppelbindungen [-CH=C (CH3) 2] als auch um Vinyliden-Doppelbindungen [-CH2-C (=CH2)-CH3] handeln. Mit reaktiven Polyisobutenen substi- tuierte Phenole sowie Verfahren zu ihrer Herstellung sind in der DE-OS-19948111 beschrieben, auf die hier in vollem Umfang Bezug genommen wird. In beiden Verwendungsvarianten 1 und 2 sind insbe- sondere Polyisobutene bevorzugt, die einheitliche Polymergerüste aufweisen. Einheitliche Polymergerüste weisen insbesondere solche Polyisobutene auf, die zu wenigstens 85 Gew.-%, vorzugsweise zu wenigstens 90 Gew.-% und besonders bevorzugt zu wenigstens 95 Gew.-% aus Isobuteneinheiten aufgebaut sind. Vorzugsweise weisen die reaktiven Polyisobutene darüber hinaus eine Polydispersität von kleiner 3,0, insbesondere kleiner 1,9 und besonders bevorzugt von kleiner 1,7 oder kleiner 1,5, auf. Unter Polydispersität ver- steht man den Quotienten aus gewichtsmittlerem Molekulargewicht Mw geteilt durch das zahlenmittlere Molekulargewicht MN.

Vorzugsweise weist R8 ein zahlenmittleres Molekulargewicht im Be- reich von 300 bis 3 000, besonders bevorzugt von 400 bis 2 500, z. B. ein zahlenmittleres Molekulargewicht von etwa 550, etwa 800, etwa 1 000 oder etwa 2 300, und ganz besonders bevorzugt 500 bis 1 500, z. B. ein zahlenmittleres Molekulargewicht von etwa 550, etwa 800 oder etwa 1 000, auf.

In beiden Verwendungsvarianten 1 und 2 sind besonders geeignete reaktive Polyisobutene z. B. die Glissopal-Marken der BASF AG, insbesondere Glissopal 1000 (MN = 1 000), Glissopal 550 (MN = 550) und Glissopal 2300 (MN = 2 300) und deren Mischungen. Andere zah- lenmittlere Molekulargewichte können nach im Prinzip bekannter Weise durch Mischen von Polyisobutenen unterschiedlicher zahlen- mittlerer Molekulargewichte oder durch extraktive Anreicherung von Polyisobutenen bestimmter Molekulargewichtsbereiche einge- stellt werden.

Vorzugsweise steht R8 in p-Position zur OH-Gruppe.

Das Polyisobuten-substituierte Phenol V ist beispielsweise durch die Umsetzung (Alkylierung) eines mit m Resten R9 substituierten Phenols mit einem derartigen Polyisobuten erhältlich. Geeignet für die Umsetzung mit reaktiven Polyisobutenen sind unsubsti- tuiertes Phenol und ein-oder zweifach substituierte Phenole. Als substituierte Phenole sind insbesondere einfach ortho-substi- tuierte Phenole geeignet. Geeignete alkylsubstituierte Phenole sind 2-Methylphenol und 2-Ethylphenol. Besonders bevorzugt für die Alkylierung mit Polyisobutenen sind unsubstituiertes Phenol und 2-Methylphenol.

Bei der Alkylierung wird das Phenol üblicherweise äquimolar oder im Überschuss eingesetzt. Geeignet ist ein etwa 1,1 bis 10-facher Überschuss, beispielsweise ein etwa 1,1-facher, ein etwa 2-fa- cher, ein etwa 4-facher oder ein etwa 6-facher Überschuss des Phenols. Das erhaltene Rohprodukt wird gegebenenfalls nach Auf- reinigung beispielsweise wie vorstehend beschrieben in einer Man- nich (analogen) -Reaktion weiter umgesetzt.

Nach erfolgter Umsetzung kann das Reaktionsgemisch beispielsweise durch Extraktion mit Lösungsmitteln, vorzugsweise polaren Lö- sungsmitteln, wie Wasser oder Cl-C6-Alkanolen oder Gemische davon, durch Strippen, d. h. durch Durchleiten von Wasserdampf oder ge- gebenenfalls Erhitzen von Gasen, z. B. Stickstoff, destillativ oder durch basische Ionenaustauscher, wie in der deutschen Pa- tentanmeldung P 10060902.3 beschrieben, von überschüssigem Phenol und/oder Katalysator befreit werden.

Die Alkylierung des Phenols wird unterhalb von etwa 60 °C, vor- zugsweise unterhalb von 40 °C und insbesondere unterhalb von 30 °C, in Gegenwart eines Alkylierungskatalysators durchgeführt.

In der Regel wird die Alkylierung bei Temperaturen oberhalb von - 40 °C, vorzugsweise oberhalb von-30 °C und insbesondere oberhalb von-20 °C, durchgeführt. Besonders geeignet für die Alkylierung sind Temperaturen im Bereich von-10 bis +45 °C, insbesondere im Bereich von 0 bis +40 °C und besonders bevorzugt von 10 bis +35 °C.

Geeignete Alkylierungskatalysatoren sind dem Fachmann bekannt.

Geeignet sind beispielsweise Protonensäuren, wie Schwefelsäure, Phosphorsäure und organische Sulfonsäuren, z. B. Trifluormethan- sulfonsäure, Lewissäuren, wie Aluminiumtrihalogenide, z. B. Alu- miniumtrichlorid oder Aluminiumtribromid, Bortrihalogenide, z. B.

Bortrifluorid und Bortrichlorid, Zinnhalogenide, z. B. Zinnte- trachlorid, Titanhalogenide, z. B. Titantetrabromid und Titante- trachlorid ; und Eisenhalogenide, z. B. Eisentrichlorid und Eisen- tribromid. Die Lewissäuren werden gegebenenfalls gemeinsam mit

Lewisbasen, wie Alkohole, insbesondere C1-C6-Alkanole, Phenole oder aliphatische oder aromatische Ether, beispielsweise Diethyl- ether, Diisopropylether oder Anisol, eingesetzt. Bevorzugt sind Addukte von Bortrihalogeniden, insbesondere Bortrifluorid, in Kombination mit den zuvor genannten Lewisbasen. Besonders bevor- zugt sind Bortrifluoridetherat und Bortrifluoridphenolat. Aus praktischen Gründen ist besonders letzteres geeignet, da es beim Einleiten von Bortrifluorid in das Phenol-haltige Reaktionsge- misch entsteht.

Die Alkylierung wird vorzugsweise in einem flüssigen Medium durchgeführt. Dazu wird das Phenol vorzugsweise in einem der Reaktanden und/oder einem Lösungsmittel, gegebenenfalls unter Er- wärmen, gelöst. In einer bevorzugten Ausführungsform wird daher die Alkylierung so durchgeführt, dass das Phenol oder das substi- tuierte Phenol zuerst unter Zufuhr von Wärme geschmolzen und an- schließend mit einem geeigneten Lösungsmittel und/oder dem Alky- lierungskatalysator, insbesondere dem Bortrihalogenid-Addukt, versetzt wird. Danach wird das flüssige Gemisch auf eine ge- eignete Reaktionstemperatur gebracht. In einer weiteren bevorzug- ten Ausführungsform wird das Phenol erst aufgeschmolzen und mit dem Polyisobuten und gegebenenfalls einem geeigneten Lösungsmit- tel versetzt. Das so erhaltene flüssige Gemisch kann auf eine ge- eignete Reaktionstemperatur gebracht und anschließend mit dem Al- kylierungskatalysator versetzt werden.

Geeignete Lösungsmittel für die Durchführung dieser Reaktion sind beispielsweise Kohlenwasserstoffe, vorzugsweise Pentan, Hexan und Heptan, insbesondere Hexan, Kohlenwasserstoffgemische, z. B. Pe- troleumbenzine mit Siedebereichen zwischen 35 und 100 °C, Kerosin- fraktionen mit Siedebereichen von 100 bis 200 °C, aromatische Koh- lenwasserstoffe, wie Toluol, Ethylbenzol, Propyl-und Isopropyl- benzol, n-Butylbenzol, sec-Butylbenzol, Isobutylbenzol, tert-Bu- tylbenzol oder die Xylole sowie deren Gemische, beispielsweise in Form komerzieller Alkylaromatenfraktionen, wie Solvesso 100,150 oder 200, und halogenierte Kohlenwasserstoffe, wie Dichlormethan oder Trichlormethan, sowie Mischungen der vorgenannten Lösungs- mittel.

Die Reaktion wird vorzugsweise durch die Zugabe des Katalysators oder eines der beiden Reaktanden, Phenol oder Polyisobuten, ein- geleitet. Die Zugabe der die Reaktion einleitenden Komponente er- folgt vorzugsweise über einen Zeitraum von 2 bis 300 Minuten, be- vorzugt 5 bis 200 und insbesondere 10 bis 180 Minuten, wobei die Temperatur des Reaktionsgemisches vorteilhaft die oben angegebe- nen Temperaturbereiche nicht überschreitet. Nach beendeter Zugabe lässt man das Reaktionsgemisch vorzugsweise 5 Minuten bis 24

Stunden, insbesondere 10 Minuten bis 6 Stunden, bei einer Tempe- ratur unterhalb von 30 °C nachreagieren. Dabei werden die Reak- tionsbedingungen vorzugsweise so gewählt, dass wenigstens 85 %, insbesondere wenigstens 90 % und besonders bevorzugt wenigstens 95 % des Polyisobutenphenols entstehen. Die so erhaltenen Poly- isobuten-substituierten Phenole bestehen vorzugsweise zu mehr als 85 %, insbesondere mehr als 90 % und besonders bevorzugt zu mehr als 95 % aus Isomeren, deren Polyisobutenrest para-ständig zur Hydroxygruppe des Phenols ist.

Die obigen Ausführungen zur Alkylierung von Phenolen V mit Poly- isobutenen gelten analog für die Alkylierung mit anderen Polyole- finen.

Vorzugsweise weisen die Phenole V bzw. die Mannichaddukte I eine Polydispersität im Bereich von 1,05 bis 3,5, insbesondere 1,1 bis 2,5 und besonders bevorzugt 1,1 bis 1,9, auf.

Die Einstellung der gewünschten Polydispersität kann durch ge- zielte Auswahl der Einsatzstoffe, Wahl der Stöchiometrie, Wahl der Temperatur und Reaktionszeit sowie gegebenenfalls der Aufar- beitung, insbesondere durch übliche Reinigungstechniken, wie Ex- trahieren und Destillieren, erreicht werden.

Geeignete Maßnahmen, die einzeln oder in Kombination die Bildung von Addukten I mit erhöhter Wirksamkeit und/oder geringer Poly- dispersität begünstigen, sind beispielsweise ausgewählt unter - Verwendung von Polyolefinen niedriger Polydispersität zur Herstellung der Phenole V, - Verwendung von Polyolefinen mit möglichst hohen Anteilen an terminalen Doppelbindungen, - Einsatz der Polyolefine im Unterschuss bei der Alkylierung der Phenole, gegebenenfalls gefolgt von einer anschließenden Abtrennung des unumgesetzten Phenols, - Durchführen der Alkylierung bei einer möglichst geringen Tem- peratur, die dennoch einen vollständigen Umsatz gewährlei- stet, z. B. oberhalb von etwa +5 °C und unterhalb von etwa +40 °C,

Einhaltung einer geeigneten Stöchiometrie ; z. B. ein Verhält- nis von Aldehyd : Amin : Phenol V von etwa 1 : 1 : 1 (zur Herstellung von monoaminoalkylierten Mannichaddukten I) oder etwa 2 : 2 : 1 (zur Herstellung von bisaminoalkylierten Mannichaddukten I), Durchführung der Mannich (analogen) -Reaktion mit einem Addukt aus Amin und Aldehyd bzw. Aldehydäquivalent gemäß Variante B, insbesondere gemäß der vorstehend beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen, Extraktion des Phenols V und/oder der Mannich-Base mit pola- ren organischen Lösungsmitteln, beispielsweise Alkoholen, wie Methanol, Ethanol, Propanol, Isopropanol, n-Butanol, sec-Bu- tanol, Isobutanol und tert-Butanol ; Ketone, wie Aceton, Me- thylethylketon, Diethylketon und Cyclohexanon ; Ester, wie Me- thylacetat, Ethylacetat, Propylacetat, Isopropylacetat, Me- thylpropionat und Ethylpropionat ; und Nitrile, wie Acetoni- tril, Propionitril und Butyronitril.

Bevorzugt verwendet man Komponente B als Dispergator/Detergens, weil die Mannich-Addukte leichter dosierbar sind als die Amine der Komponente A und weil sie im Gegensatz zu freien Aminen keine Geruchsbelästigung darstellen. Bevorzugt ist jedoch auch die Ver- wendung eines Gemischs der Komponenten A und B, weil mit einem solchen Gemisch unterschiedlichen Anforderungen bei unterschied- lichen direkteinspritzenden Motorsystemen entsprochen werden kann. Das Gewichtsverhältnis von Komponente A zu Komponente B be- trägt dabei vorzugsweise 20 : 1 bis 1 : 20, besonders bevorzugt 10 : 1 bis 1 : 10 und insbesondere 5 : 1 bis 1 : 5.

In einer bevorzugten Ausführungsform beider Verwendungsvarianten verwendet man, gegebenenfalls im Gemisch mit Komponente A, ein Mannich-Addukt der Formel I. 1 worin R8 bei Verwendungsvariante 1 für einen Polyisobuten-Rest mit einem zahlenmittleren Molekulargewicht von vorzugsweise 300 bis 3000 bzw. bei Verwendungsvariante 2 für einen

Poly (iso) buten-Rest mit einem zahlenmittleren Molekular- gewicht von vorzugsweise 300 bis 3000 steht, R9 für eine C1-C6-Alkylgruppe steht, R10 für H oder C1-C6-Alkyl steht, R1 und R2 unabhängig voneinander für C6-C30-Alkyl, [(CR11R12)x-NR4]Y(CR13R14)z-NR6R7 (II), [(CR11R12)x -O]Y(CR13R14)z-NR6R7 (III) oder [(CR11R12)x-NR4]Y(CR13R14)z-OR5 (IV) stehen wobei R4, R5, R11, R12, R13 und R14 unabhängig voneinander für H oder C1-C6-Alkyl stehen, R6 und R7 unabhängig voneinander für H, C1-C6-Alkyl oder C1-C6-Hydroxyalkylo stehen x und z unabhängig voneinander für eine Zahl von 1 bis 20 stehen, y für eine Zahl von 0 bis 10 steht und m für 0 oder 1 steht.

R9 steht vorzugsweise für Methyl oder Ethyl.

Rio, R11, R12 R13 und R14 stehen vorzugsweise für H.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform beider Verwen- dungsvarianten verwendet man ein Mannich-Addukt I. 1, worin m für 0 steht, R10 für H steht und sowohl R1 als auch R2 entweder für C6-Clo-Alkyl, insbesondere für C8-Alkyl, speziell für 2-Ethylhe- xyl, oder für eine Gruppe der Formel II stehen, worin R1l, R12, R13 und R14 für H stehen, y für 0 steht, z für eine Zahl von 3 bis 6 steht und R6 und R7 unabhängig voneinander für H, Cl-C6-Alkyl oder Cl-C6-Hydroxyalkyl stehen. Vorzugsweise stehen dabei sowohl R6 als auch R7 für Methyl, Ethyl, Propyl, Hydroxymethyl oder Hydroxye- thyl. Speziell steht z für 3 und R6 und R7 stehen für Methyl.

Gleichfalls bevorzugt ist die Verwendung eines Mannich-Addukts I. 1, worin m für 0 oder 1 steht, R9 für Methyl steht, Rio für H steht, R1 für H steht und R2 für eine Gruppe der Formel II steht, worin Rll, R12, R13 und R14 für H stehen, y für 0 steht, z für eine Zahl von 3 bis 6 steht und R6 und R7 unabhängig voneinander für H, Cl-C6-Alkyl oder Cl-C6-Hydroxyalkyl stehen. Vorzugsweise stehen

dabei sowohl R6 als auch R7 für Methyl, Ethyl, Propyl, Hydroxyme- thyl oder Hydroxyethyl. Speziell steht z für 3 und R6 und R7 ste- hen für Methyl, d. h. NR1R2 steht speziell für N [(CH2) 3N (CH3) 2] 2.

Die Komponente A, die Komponente B oder deren Gemische können als Kraft-oder Schmierstoffkonzentrate verwendet werden. Dabei lie- gen die einzelnen Komponenten A oder B bzw. ihr Gemisch in einer Menge von vorzugsweise 0,1 bis 80 Gew. -%, besonders bevorzugt von 10 bis 70 Gew. -% und insbesondere von 30 bis 60 Gew. -% vor. Die Komponente A, die Komponente B oder ihr Gemisch liegen dabei in einem Verdünnungsmittel vor. Geeignete Verdünnungsmittel sind beispielsweise aliphatische und aromatische Kohlenwasserstoffe, wie Solvent Naphtha. Vorzugsweise werden schwefelarme Kohlenwas- serstoffe als Verdünnungsmittel verwendet.

Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Ver- fahren zur Verringerung von Ablagerungen in direkteinspritzenden Otto-Motoren, bei dem man einen Kraftstoff bereitstellt, der eine Komponente A oder eine Komponente B, die wie vorstehend beschrie- ben definiert sind, oder ein Gemisch davon umfasst. Die gemachten Aussagen bezüglich der bevorzugten Ausführungsformen der Kompo- nenten A und B gelten hier entsprechend.

In einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens wird der Mo- tor zu vorzugsweise mehr als 80 % der Betriebszeit bei einem Lambda-Wert von wenigstens 0,9 bis einschließlich 9, besonders bevorzugt von 0,95 bis 8 und insbesondere von 0,97 bis 6, betrie- ben.

Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind Kraft- und Schmierstoffzusammensetzungen für direkteinspritzenden Otto- Motoren, enthaltend eine Hauptmenge eines Kohlenwasserstoff- Kraftstoffs oder eines Schmierstoffs und eine detergensaktive Menge einer Komponente B, wobei diese wie bei Verwendungsvariante 2 definiert ist. Die dort gemachten Aussagen bezüglich der bevor- zugten Ausführungsformen der Komponenten B gelten entsprechend.

Vorzugsweise enthalten die erfindungsgemäßen Kraft-und Schmier- stoffzusammensetzungen die Komponente B in einer Menge von 5 bis 5000 ppm, besonders bevorzugt von 10 bis 1000 ppm und insbeson- dere von 20 bis 500 ppm.

Als Kraftstoffe können alle handelsüblichen Otto-Kraftstofe ein- gesetzt werden, die zum Betreiben von direkteinspritzenden Otto- motoren geeignet sind.

In einer bevorzugten Ausführungsform enthalten die Kraft-und Schmierstoffzusammensetzungen wenigstens ein Mannich-Addukt der Formel 1. 1

worin R8 für einen Poly (iso) buten-Rest mit einem zahlenmittleren Molekulargewicht von 300 bis 3000 steht, R9 für eine Cl-C6-Alkylgruppe steht, Rio für H oder C1-C6-Alkyl steht, R1 und R2 unabhängig voneinander für C6-C20-Alkyl, C6-C20-Cycloalyl, [(CR11R12)x-NR4]Y(CR13R14)z-NR6R7 (II), [(CR11R12)x -O]Y(CR13R14)z-NR6R7 (III) oder CR11R12) x-NR4+y (CRl3R14) z-OR5 (IV) stehen wobei R4, R5, R11, R12, R13 und R14 unabhängig voneinander für H oder C1-C6-Alkyl stehen, R6 und R7 unabhängig voneinander für H, Cl-C6-Alkyl oder C1-C6-Hydroxyalkyl stehen x und z unabhängig voneinander für eine Zahl von 1 bis 20 stehen, y für eine Zahl von 0 bis 10 steht und m für 0 oder 1 steht.

Bezüglich der bevorzugten Definitionen für die Variablen Rl bis R14 sowie für x, z, y und m gelten die oben gemachten Ausführun- gen.

Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist ein Addi- tivkonzentrat, enthaltend eine Komponente B, wenigstens ein Ver- dünnungsmittel sowie gegebenenfalls wenigstens einen weiteren Zu-

satzstoff. Komponente B ist wie bei Verwendungsvariante 2 be- schrieben definiert. Die dort gemachten Aussagen bezüglich der bevorzugten Ausführungsformen der Komponenten B gelten entspre- chend. Komponente B liegt dabei in einer Menge von vorzugsweise 0,1 bis 80 Gew.-%, besonders bevorzugt von 10 bis 70 Gew.-% und insbesondere von 30 bis 60 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des Konzentrats, vor. Geeignete Verdünnungsmittel sind beispielsweise aliphatische und aromatische Kohlenwasserstoffe, wie Solvent Naphtha. Vorzugsweise werden schwefelarme Kohlenwasserstoffe als Verdünnungsmittel verwendet.

Die erfindungsgemäßen Kraft-und Schmierstoffzusammensetzungen sowie die Kraft-oder Schmierstoffkonzentrate enthalten neben der Komponente B gegebenenfalls weitere üblich Kraft-und Schmier- stoffadditive, bevorzugt die nachfolgend beschriebenen Zusatz- stoffe.

Als Beispiele für Zusatzstoffe, die in den erfindungsgemäßen Kraft-und Schmierstoffen bzw. in den Konzentraten eingesetzt werden, sind weitere, von Komponente B verschiedene Additive mit Detergenswirkung oder mit ventilsitzverschleißhemmender Wirkung zu nennen, wobei diese mindestens einen hydrophoben Kohlenwasser- stoffrest mit einem zahlengemittelten Molekulargewicht (MN) von 85 bis 20 000 und mindestens eine polare Gruppierung, ausgewählt aus (a) Mono-oder Polyaminogruppen mit bis zu 6 Stickstoffatomen, wobei mindestens ein Stickstoffatom basische Eigenschaften hat, (b) Hydroxylgruppen in Kombination mit Mono-oder Polyaminogrup- pen, wobei mindestens ein Stickstoffatom basische Eigenschaf- ten hat, (c) Carboxylgruppen oder deren Alkalimetall-oder Erdalkalime- tallsalzen, (d) Polyoxy-C2-bis C4-alkylengruppierungen, die durch Hydroxyl- gruppen, Mono-oder Polyaminogruppen, wobei mindestens ein Stickstoffatom basische Eigenschaften hat, oder durch Carba- matgruppen terminiert sind, (e) Carbonsäureestergruppen, (f) aus Bernsteinsdureanhydrid abgeleitete Gruppierungen mit Hy- droxy-und/oder Amino-und/oder Amido-und/oder Imidogruppen und

(g) durch herkömmliche Mannich-Umsetzung von phenolischen Hydro- xylgruppen mit Aldehyden und Mono-oder Polyaminen erzeugte Gruppierungen aufweisen.

Als Beispiele für obige Additivkomponenten mit Detergenswirkung Wirkung seien zu nennen : Mono-oder Polyaminogruppen (a) enthaltende Additive sind vor- zugsweise Polyalkenmono-oder Polyalkenpolyamine auf Basis von Polypropen oder von hochreaktivem (d. h. mit überwiegend endstän- digen Doppelbindungen-meist in der ß-und y-Position) oder kon- ventionellem (d. h. mit überwiegend mittenständige Doppelbindun- gen) Polybuten oder Polyisobuten mit MN = 600 bis 5 000, die nicht nach vorstehend beschriebenen Verfahren zur Herstellung von Poly- isobutenphenolen erhalten wurden. Derartige Additive auf Basis von reaktivem Polyisobuten, welche aus dem Polyisobuten, welches bis zu 20 Gew.-% n-Buten-Einheiten enthalten kann, durch Hydro- formylierung und reduktive Aminierung mit Ammoniak, Monoaminen oder Polyaminen wie Dimethylaminopropylamin, Ethylendiamin, Die- thylentriamin, Triethylentetramin oder Tetraethylenpentamin her- gestellt werden können, sind insbesondere aus der EP-A 244 616 bekannt. Geht man bei der Herstellung der Additive von Polybuten oder Polyisobuten mit überwiegend mittenständigen Doppelbindungen (meist in der ß-und y-Position) aus, bietet sich der Herstellweg durch Chlorierung und anschließende Aminierung oder durch Oxida- tion der Doppelbindung mit Luft oder Ozon zur Carbonyl-oder Car- boxylverbindung und anschließende Aminierung unter reduktiven (hydrierenden) Bedingungen an. Zur Aminierung können hier die gleichen Amine wie oben für die reduktive Aminierung des hydro- formylierten reaktiven Polyisobutens eingesetzt werden. Entspre- chende Additive auf Basis von Polypropen sind insbesondere in der WO-A 94/24231 beschrieben.

Weitere bevorzugte Monoaminogruppen (a) enthaltende Additive sind die Hydrierungsprodukte der Umsetzungsprodukte aus Polyisobutenen mit einem mittleren Polymerisationsgrad P = 5 bis 100 mit Stick- oxiden oder Gemischen aus Stickoxiden und Sauerstoff, wie sie insbesondere in WO-A 97/03946 beschrieben sind.

Weitere bevorzugte Monoaminogruppen (a) enthaltende Additive sind die aus Polyisobutenepoxiden durch Umsetzung mit Aminen und nach- folgende Dehydratisierung und Reduktion der Aminoalkohole erhält- lichen Verbindungen, wie sie insbesondere in DE-A 196 20 262 be- schrieben sind.

Hydroxylgruppen in Kombination mit Mono-oder Polyaminogruppen (b) enthaltende Additive sind insbesondere Umsetzungsprodukte von Polyisobutenepoxiden, erhältlich aus vorzugsweise überwiegend endständige Doppelbindungen aufweisendem Polyisobuten mit mm = 600 bis 5 000, mit Ammoniak, Mono-oder Polyaminen, wie sie insbeson- dere in EP-A 476 485 beschrieben sind.

Carboxylgruppen oder deren Alkalimetall-oder Erdalkalimetall- salze (c) enthaltende Additive sind vorzugsweise Copolymere von C2-C40-Olefinen mit Maleinsäureanhydrid mit einer Gesamt-Molmasse von 500 bis 20 000, deren Carboxylgruppen ganz oder teilweise zu den Alkalimetall-oder Erdalkalimetallsalzen und ein verbleiben- der Rest der Carboxylgruppen mit Alkoholen oder Aminen umgesetzt sind. Solche Additive sind insbesondere aus der EP-A 307 815 be- kannt. Derartige Additive können, wie in der WO-A 87/01126 be- schrieben, mit Vorteil in Kombination mit üblichen Kraftstoffde- tergenzien wie Poly (iso) butenaminen oder Polyetheraminen einge- setzt werden.

Polyoxy-C2-bis C4-alkylengruppierungen (d) enthaltende Additive sind vorzugsweise Polyether oder Polyetheramine, welche durch Um- setzung von C2-bis Cgo-Alkanolen, C6-bis C30-Alkandiolen, Mono- -oder Di-C2-C30-alkylaminen, Cl-C30-Alkylcyclohexanolen oder Cl-C30-Alkylphenolen mit 1 bis 30 mol Ethylenoxid und/oder Propy- lenoxid und/oder Butylenoxid pro Hydroxylgruppe oder Aminogruppe und, im Falle der Polyetheramine, durch anschließende reduktive Aminierung mit Ammoniak, Monoaminen oder Polyaminen erhältlich sind. Derartige Produkte werden insbesondere in EP-A 310 875, EP- A 356 725, EP-A 700 985 und US-A 4 877 416 beschrieben. Im Falle von Polyethern erfüllen solche Produkte auch Trägeröleigenschaf- ten. Typische Beispiele hierfür sind Tridecanol-oder Isotrideca- nolbutoxylate, Isononylphenolbutoxylate sowie Polyisobutenolbuto- xylate und-propoxylate sowie die entsprechenden Umsetzungspro- dukte mit Ammoniak.

Carbonsäureestergruppen (e) enthaltende Additive sind vorzugs- weise Ester aus Mono-, Di-oder Tricarbonsäuren mit langkettigen Alkanolen oder Polyolen, insbesondere solche mit einer Mindest- viskosität von 2 mm2 bei 100 °C, wie sie insbesondere in DE-A 38 38 918 beschrieben sind. Als Mono-, Di-oder Tricarbon- säuren können aliphatische oder aromatische Säuren eingesetzt werden, als Esteralkohole bzw. -polyole eignen sich vor allem langkettige Vertreter mit beispielsweise 6 bis 24 C-Atomen. Typi- sche Vertreter der Ester sind Adipate, Phthalate, iso-Phthalate, Terephthalate und Trimellitate des iso-Octanols, iso-Nonanols,

iso-Decanols und des iso-Tridecanols. Derartige Produkte erfüllen auch Trägeröleigenschaften.

Aus Bernsteinsäureanhydrid abgeleitete Gruppierungen mit Hydroxy- und/oder Amino-und/oder Amido-und/oder Imidogruppen (f) enthal- tende Additive sind vorzugsweise entsprechende Derivate von Poly- isobutenylbernsteinsäureanhydrid, welche durch Umsetzung von kon- ventionellem oder hochreaktivem Polyisobuten mit MN = 300 bis 5 000 mit Maleinsäureanhydrid auf thermischen Wege oder über das chlorierte Polyisobuten erhältlich sind. Von besonderem Interesse sind hierbei Derivate mit aliphatischen Polyaminen wie Ethylen- diamin, Diethylentriamin, Triethylentetramin oder Tetraethylen- pentamin. Derartige Ottokraftstoffadditive sind insbesondere in US-A 4 849 572 beschrieben.

Durch herkömmliche Mannich-Umsetzung von phenolischen Hydroxyl- gruppen mit Aldehyden und Mono-oder Polyaminen erzeugte Gruppie- rungen (g) enthaltende Additive entsprechen den zuvor beschriebe- nen Mannich-Addukten I, wobei die Summe des Molekulargewichts al- ler NR1R2-Reste weniger als 120 g/mol beträgt.

Zur genaueren Definition der einzelnen aufgeführten Ottokraft- stoffadditive wird hier auf die Offenbarungen der obengenannten Schriften des Standes der Technik ausdrücklich Bezug genommen.

Als Lösungs-oder Verdünnungsmittel (bei Bereitstellung von Addi- tivpaketen und-konzentraten) kommen die vorstehend bei den er- findungsgemäßen Konzentraten genannten Verdünnungsmittel in Be- tracht, beispielsweise aliphatische und aromatische Kohlenwasser- stoffe, wie Solvent Naptha.

Weitere übliche Additivkomponenten, die mit den erfindungsgemäßen Additiven kombiniert werden können, sind beispielsweise Korro- sionsinhibitoren, wie z. B. auf Basis von zur Filmbildung neigen- den Ammoniumsalzen organischer Carbonsäuren oder von heterocycli- schen Aromaten, Antioxidantien oder Stabilisatoren, beispiels- weise auf Basis von Aminen wie p-Phenylendiamin, Dicyclohexylamin oder Derivaten davon oder von Phenolen wie 2,4-Di-tert-butylphe- nol oder 3,5-Di-tert-butyl-4-hydroxyphenylpropionsäure, Demulga- toren, Antistatikmittel, Metallocene wie Ferrocen oder Methylcy- clopentadienylmangantricarbonyl, Schmierfähigkeitsverbesserer (Lubricity-Additive) wie bestimmte Fettsäuren, Alkenylbernstein- säureester, Bis (hydroxyalkyl) fettamine, Hydroxyacetamide oder Ri- cinusöl sowie Farbstoffe (Marker). Gegebenenfalls werden auch Amine zur Absenkung des pH-Wertes des Kraftstoffes zugesetzt.

Als weitere übliche Komponenten können auch Trägeröle genannt werden. Hier sind beispielsweise mineralische Trägeröle (Grund- öle), insbesondere solche der Viskositätsklasse"Solvent Neutral (SN) 500 bis 2000", synthetische Trägeröle auf Basis von Olefin- polymerisaten mit MN = 400 bis 1 800, vor allem auf Polybuten- oder Polyisobuten-Basis (hydriert oder nicht hydriert), von Poly- alphaolefinen oder Polyinternalolefinen sowie synthetische Träge- röle auf Basis alkoxylierter langkettiger Alkohole oder Phenole zu nennen. Ebenfalls geeignet als weitere Additive sind Polyalke- nalkohol-Polyetheramine, wie beispielsweise in der DE-199 16 512.2 beschrieben.

Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Man- nich-Addukt der Formel I. 1 worin Ra für einen Poly (iso) buten-Rest mit einem zahlenmittleren Molekulargewicht von 300 bis 3000 steht, R9 für eine C1-C6-Alkylgruppe steht, Rio für H oder C1-C6-Alkyl steht, R1 und R2 unabhängig voneinander für C6-C20-Alkyl, C6-C20-Cycloalyl, [(CR11R12)x-NR4]Y(CR13R14)z-NR6R7 (II), [(CR11R12) x -O]Y(CR13R14)z-NR6R7 (III) oder [(CR11R12)x-NR4]Y(CR13R14)z-OR5 (IV) stehen wobei R4, R5, Rl1, R12, R13 und R14 unabhängig voneinander für H oder C1-C6-Alkyl stehen, R6 und R7 unabhängig voneinander für H, C1-C6-Alkyl oder C1-C6-Hydroxyalkyl stehen x und z unabhängig voneinander für eine Zahl von 1 bis 20 stehen,

y für eine Zahl von 0 bis 5 steht und m für 0 oder 1 steht.

Bezüglich der bevorzugten Reste R8 wird auf die obigen Ausführun- gen verwiesen.

R9 steht vorzugsweise für Methyl oder Ethyl, besonders bevorzugt für Methyl. m steht für 0 oder 1 und speziell für 0.

Bezüglich der bevorzugten Reste R1 und R2 gelten die obigen Aus- führungen.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform steht m für 0, Rio steht für H und sowohl R1 als auch R2 stehen entweder für C6-Clo-Alkyl, insbesondere für Cg-Alkyl, speziell für 2-Ethylhe- xyl, oder für eine Gruppe der Formel II, worin Rll, R12, R13 und Rl4 für H stehen, y für 0 steht, z für eine Zahl von 3 bis 6 steht und R6 und R7 unabhängig voneinander für H, Cl-C6-Alkyl oder Cl-C6-Hydroxyalkyl stehen. Vorzugsweise stehen dabei sowohl R6 als auch R7 für Methyl, Ethyl, Propyl, Hydroxymethyl oder Hydroxye- thyl. Speziell steht z für 3 und R6 und R7 stehen für Methyl.

Gleichfalls bevorzugt ist die Verwendung eines Mannich-Addukts 1. 1, worin m für 0 oder 1 steht, R9 für Methyl steht, Rio für H steht, Ri für H steht und R2 für eine Gruppe der Formel II steht, worin Rll, R12, Rl3 und R14 für H stehen, y für 0 steht, z für eine Zahl von 3 bis 6 steht und R6 und R7 unabhängig voneinander für H, C1-C6-Alkyl oder C1-C6-Hydroxyalkyl stehen. Vorzugsweise stehen dabei sowohl R6 als auch R7 für Methyl, Ethyl, Propyl, Hydroxyme- thyl oder Hydroxyethyl. Speziell steht z für 3 und R6 und R7 ste- hen für Methyl, d. h. sowohl R1 als auch R2 stehen für N, N-Dimethy- laminopropyl.

In einer ebenfalls besonders bevorzugten Ausführungsform stehen die Reste RI und R2 für einen C6-Clo-Alkylrest, insbesondere für einen Cg-Alkylrest, speziell für 2-Ethylhexyl.

Die erfindungsgemäße Verwendung von Komponente A oder Komponente B oder deren Gemische führt zu einer deutlichen Verringerung der Bildung von Ablagerungen an den Einspritzdüssen von direkten- spritzenden Otto-Motoren.

Die nachfolgenden Beispiele sollen die Erfindung veranschauli- chen, ohne sie jedoch einzuschränken.

Beispiele I. Herstellung von 4-Polyisobutenphenol und von 2-Methyl-4-poly- isobutenphenol 1. 1 Herstellung von 4-Polyisobutenphenol Die Herstellung erfolgte ausgehend von Phenol und Glissopal 1000 nach einem in der DE-OS 19948111 beschriebenen Verfahren.

In einem 4 1-Vierhalskolben wurden 203,9 g Phenol unter Stick- stoff bei 40 bis 45 °C aufgeschmolzen. Man tropfte 95,5 g BF3-Die- thyletheraddukt zu und kühlte auf 20 bis 25 °C. 998 g Polyisobuten mit MN = 1 000 und einem Dimethylvinylidenanteil von 85 %, gelöst in 1 800 ml Hexan, wurden innerhalb von 3 Stunden bei 20 bis 25 °C zugetropft. Man rührte über Nacht nach. Anschließend wurde die Reaktion durch Zugabe von 500 ml 25% iger Ammoniaklösung beendet.

Die organische Phase wurde abgetrennt und anschließend 7-mal mit 500 ml Wasser gewaschen, über Na2S04 getrocknet und das Lösungs- mittel im Vakuum entfernt : 1 060 g Öl (Polyisobutenphenol).

NMR : 7,2 ppm (Dublett, 2H), 6,7 ppm (Dublett, 2H), 4,8 ppm (Sin- gulett, breit 1H), 1,75 ppm (Singulett, 2H), 1,5-0, 5 ppm (Singu- letts, 165H).

Dies entspricht einem MN des Alkylrests von 1 150. Im Bereich von 7,1 bis 6,75 befinden sich kleine Signale, die dafür sprechen, dass neben dem Hauptprodukt (p-Polyisobutenphenol) 5 bis 10 % 2,4-substituiertes Phenol entstanden sind, was im Einklang mit der gefundenen geringen Molekulargewichtserhöhung steht.

1. 2 Herstellung von 2-Methyl-4-polyisobutenphenol Die Herstellung erfolgte ausgehend von Kresol und Glissopal 1000 nach einem in der DE-OS 19948111 beschriebenen Verfahren.

In einem 4 1-Vierhalskolben wurden 234,3 g Kresol unter Stick- stoff bei 40 bis 45 °C aufgeschmolzen. Man tropfte 95,5 g BF3-Di- ethyletheraddukt zu und kühlte auf 20 bis 25 °C. 998 g Polyisobu- ten mit MN = 1 000 und einem Dimethylvinylidenanteil von 85 %, ge- löst in 1 800 ml Hexan, wurden innerhalb von 3 Stunden bei 20 bis 25 °C zugetropft. Man rührte über Nacht nach. Anschließend wurde die Reaktion durch Zugabe von 500 ml 25% iger Ammoniaklösung been- det. Die organische Phase wurde abgetrennt und anschließend 7 Mal mit 500 ml Wasser gewaschen, über Na2SO4 getrocknet und das Lö-

sungsmittel im Vakuum entfernt. Man erhielt das 2-Methyl-4-poly- isobutenphenol in Form eines Öls.

II. Umsetzung von Polyisobutenphenolen zu Mannichaddukten I II. 1 Umsetzung des Polyisobutenphenols aus 1. 1 mit Paraformalde- hyd und N, N-Bis [3- (N', N'-Dimethylamino) propyl] amin In einem 1 1 Kolben mit Wasserabscheider wurden 219,8 g 4-Poly- isobutenphenol aus 1. 1 in 1000 ml Xylol vorgelegt. Man gab 15,1 g Paraformaldehyd hinzu und erhitzte 1 h auf 90 °C. Anschließend fügte man 93,9 g N, N-Bis [3- (N', N'-Dimethylamino) propyl] amin rasch hinzu, woraufhin 8 ml wässrige Phase abgeschieden wurden. Die Lö- sung wurde am Rotationsverdampfer bei 145 °C und 5 mbar einge- dampft. Man erhielt in einer Ausbeute von 278,4 g ein Produktge- misch aus 10 % monoaminoalkyliertem und 90 % bisaminoalkyliertem Polyisobutylenphenol als helles Öl. Die Identifikation der mono- bzw. bisaminomethylierten Produkte erfolgte mittels der Verschie- bung des benzylischen Protons (Aromat-CH2-NR5R6) im lH-NMR-Spek- trum.

II. 2 Umsetzung des Polyisobutenphenols aus I. 1 mit Paraformalde- hyd und N, N-Di (2-ethylhexyl) amin Analog zu II. 1 setzte man das Polyisobutenphenol aus I. 1 mit Pa- raformaldehyd und N, N-Di (2-ethylhexyl) amin in einem Molverhältnis von 1 : 1,2 : 1,2 um. Die Umsetzung ergab ein Produktgemisch aus 90 % monoaminoalkyliertem und 4 % bisaminoalkyliertem Polyisobuten- phenol.

11. 3 Umsetzung des Polyisobutenphenols aus I. 1 mit Paraformalde- hyd und N, N-Di (2-ethylhexyl) amin Analog zu II. 1 setzte man das Polyisobutenphenol aus I. 1 mit Pa- raformaldehyd und N, N-Di (2-ethylhexyl) amin in einem Molverhältnis von 1 : 2,4 : 2,4 um. Die Umsetzung ergab ein Produktgemisch aus 20 % monoaminoalkyliertem und 80 % bisaminoalkyliertem Polyisobutylen- phenol.

II. 4 Umsetzung des Polyisobutenkresols aus 1. 2 mit Paraformalde- hyd und N', N'-3- (Dimethylamino) propylamin Analog zu II. 1 setzte man N', N'-3- (Dimethylamino) propylamin mit dem Polyisobutenkresol aus 1. 2 in einem Verhältnis von Kresol zu Amin zum Aldehyd von 1 : 1 : 1 um. Man erhielt das monoaminomethy-

lierte Kresol in einer Ausbeute von 80 %. Bisaminomethyliertes Kresol wurde nicht erhalten.

III. Motorentests Testmotor : Als Testmotor wurde ein moderner direkteinspritzender Otto-Motor verwendet, dessen Zylindergeometrie so ausgestaltet ist, dass eine gleichmäßige Kraftstoffverteilung stattfindet. Die Versuche wurden im Magerbereich durchgeführt.

Typ : Vier-Zylinder, Viertakt, 2,0 1 Hubraum : 1998 cm3 Zündkerzen/Zylinder : 1 Ventile/Zylinder : 4 Bohrung : 86 mm Hub : 86 mm Einspritzsystem : Common Rail Hochdruck DI Einspritzdruck : ca. 100 bar Temperatur der Kühlflüssigkeit : 90 °C Öltemperatur : 94 OC Testzyklus : M 102 E (CEC F-05-A-93), 100 h Kraftstoff : schwefelfreier Superplus gemäß DIN EN 228 Der Kraftstoff wurde mit 5 verschiedenen Additivpaketen versetzt und dem o. g. Testzyklus unterworfen. Anschließend wurde das Aus- sehen im Inneren der Einspritzdüse bewertet.

Additivpakete : Alle Additivpakete enthielten neben den angegebe- nen Additiven als Lösungsmittel ein Gemisch aus Xylol und C1l-Cl4-Paraffinen.

Additivpaket 1-39 Gew.-% Mannich-Addukt a* <BR> <BR> (Vergleich) -17 Gew.-% Polypropoxylat-Fettalkoholether - 44 Gew.-% Lösungsmittel Additivpaket 2-39 Gew.-% Mannich-Addukt b** <BR> <BR> (Vergleich) -17 Gew.-% Polypropoxylat-Fettalkoholether - 44 Gew.-% Lösungsmittel Additivpaket 3-39 Gew.-% Mannich-Addukt c*** - 17 Gew.-% Polypropoxylat-Fettalkoholether - 44 Gew.-% Lösungsmittel

Additivpaket 4-9 Gew. -% Tridecylamin - 36 Gew.-5 Mannich-Addukt a* - 15 Gew. -% Polypropoxylat-Fettalkoholether -40 Gew.-% Lösungsmittel Additivpaket 5-9 Gew.-% Ethylhexylamin - 36 Gew. -% Mannich-Addukt a* - 15 Gew. -% Polypropoxylat-Fettalkoholether -40 Gew.-% Lösungsmittel * Mannich-Addukt a : Mannich-Addukt der Formel I mit m = 0 n = 1 R8 = von reaktivem Polyisobuten abgeleiteter Rest R10 = H R1, R2 = Methyl Das Mannich-Addukt a ist durch Umsetzung des Polyisobutenphenols aus Beispiel 1. 1 mit Formaldehyd und Dimethylamin in etwa äquimo- laren Mengen erhältlich.

** Mannich-Addukt b : Mannich-Addukt der Formel 1 mit m = 0 n = 1 R8 = von niedrigreaktivem Polyisobuten abgeleiteter Rest <BR> <BR> Rio = H<BR> <BR> <BR> <BR> R1-H R2 = 3-N, N-Dimethylaminopropyl Das Mannich-Addukt b ist durch Umsetzung gemäß WO 01/42399, S. 16 erhältlich.

*** Mannich-Addukt c : Mannich-Addukt der Formel 1 mit m = 0 n = 2 R8 = von reaktivem Polyisobuten abgeleiteter Rest Rio = H R1, R2 = 3-N, N-Dimethylaminopropyl Das Mannich-Addukt c ist durch Umsetzung nach II. 1 erhältlich. Additivpaket Dosierrate [mg/kg] Aussehen im Inneren der Ein- Nr. spritzdüsen starke Ablagerungen

500 starke Ablagerungen 500 starke Ablagerungen 3 500 sauber 4 550 sauber 550 leichte Ablagerungen Wie der Motorentest zeigt, verhindern die in den Additivpaketen 3 bis 5 erfindungsgemäß verwendeten Komponenten A und B im Gegen- satz zu Additiven des Standes der Technik im Wesentlichen die Entstehung von Ablagerungen im Motorraum von direkteinspritzenden Otto-Motoren.