Sterr, Horst (Von Vincke Weg 77, Paderborn, D-4790, DE)
BABCOCK-BSH AKTIENGESELLSCHAFT VORMALS BÜTTNER-SCHILDE-HASS AG (Parkstrasse 29, Krefeld 11, D-4150, DE)
Hirz, Harri (Am Berg 8, Hauneck-Unterhaun, D-6431, DE)
Sterr, Horst (Von Vincke Weg 77, Paderborn, D-4790, DE)
| 1. | Verwendung einer kontinuierlich arbeitenden Maschine (l; 26, 27), bestehend im wesentlichen aus einem horizontal gelagerten, zylindrischen Behälter (4) , der einen Produkteinlaufschacht (12) und einen Produktauslaufschacht (13) aufweist, einer im Behälter (4) vorzugsweise in Stirnwänden (8, 9) gelagerten antreibbaren Welle (7), auf der Welle (7) angebrachten Werkzeugen (18, 18*, 18' • , 18"'), die radial ausgerichtet von der Welle (7) wegweisen und wobei die Welle (7) im Froudezahl¬ bereich Fr ≥ 7 betrieben wird, zum Aufbereiten des bei der Herstellung von Gipskarton¬ platten anfallenden Ausschußmaterials nach vorheriger Grobzerkleinerung. |
| 2. | Verwendung einer kontinuierlich arbeitenden Maschine (1; 26, 27) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mittlere Verweilzeit des Ausschußmaterials (20) im Be¬ hälter (4) 15 bis 150 Sekunden beträgt. |
| 3. | Verwendung einer kontinuierlich arbeitenden Maschine (1; 26, 27) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Welle (7) und/oder die Werkzeuge (18, 18', 18• • , 18• ' ') gekühlt oder beheizt werden. |
| 4. | Verwendung einer kontinuierlich arbeitenden Maschine (l; 26, 27) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn¬ zeichnet, daß der zylindrische Behälter (4) aus zwei zu¬ einander verschwenkbaren Halbschalen (5, 6) gebildet wird. |
| 5. | Verwendung einer kontinuierlich arbeitenden Maschine (l; 26, 27) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn¬ zeichnet, daß in einer ersten Maschine (26) eine Produkt¬ zerkleinerung und eine Homogenisierung eines Ausschu߬ materials (20) erfolgt, und in einer zweiten Maschine (27) eine Vermischung des homogenisierten zerkleinerten Ausschußmaterials (20) mit zusätzlichen Schüttgütern erfolgt. |
| 6. | Verwendung einer kontinuierlich arbeitenden Maschine (l; 26, 27) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn¬ zeichnet, daß das in dem Behälter (4) behandelte Aus¬ schußmaterial (20) zu einer weiteren Behandlung einem kontinuierlich arbeitenden Mischer (28) zugeführt wird. |
| 7. | Verwendung einer kontinuierlich arbeitenden Maschine (1; 26, 27) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekenn¬ zeichnet, daß das behandelte Ausschußmaterial (20) einem indirekt oder direkt beheizten Kalzinator zugeführt wird. |
| 8. | Verwendung einer kontinuierlich arbeitenden Maschine (l; 26, 27) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekenn¬ zeichnet, daß die Grobzerkleinerung im Bereich des Pro¬ dukteinlaufschachtes (13; 31) erfolgt. ERSATZBLATT . |
| 9. | Verwendung einer kontinuierlich arbeitenden Maschine (l; 26, 27) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekenn¬ zeichnet, daß der Behälter (4) Einbauten (17) aufweist, die eine Flussigkeitszugabe und/oder eine Umkehrzone definieren. |
| 10. | Verwendung einer kontinuierlich arbeitenden Maschine (l; 26, 27) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß über die Einbauten (17) eine gesteuerte Flüssigkeitszugabe für die Granulatbildung erfolgt. ERSATZBLATT. |
Die Erfindung betrifft die Verwendung einer kontinuierlich arbeitenden Maschine, bestehend im wesentlichen aus einem horizontal gelagerten zylindrischen Behälter, der einen Produkteinlaufschacht und einen ProduktauslaufSchacht auf¬ weist, einer im Behälter vorzugsweise in Stirnwänden gelager¬ ten antreibbaren Welle, auf der Welle angebrachten Werkzeu¬ gen, die radial ausgerichtet von der Welle wegweisen und wobei die Welle im Froudezahlbereich FR> 7 betrieben wird.
Eine derartig kontinuierlich arbeitende Maschine ist durch den Prospekt "Befeuchtungsmischer" WD 12.79 SM/Rd-e 47.1500 bekanntgeworden.
Die bekannte kontinuierlich, schneilaufende und kompakte Ma¬ schine ist für große Durchsatzmengen ausgelegt. Sie verarbei¬ tet bekannterweise pulverförmige und kurzfaserige Stoffe mit flüssigen Medien und wird auf dem Gebiet der Feststoff-Flüs¬ sigkeitsvermischung eingesetzt. Die bekannte Maschine zeich¬ net sich zum einen durch eine gute Mischgenauigkeit in kurzen Verweilzeiten aus und große Durchsatzleistungen sind bei kleinen Maschinenabmessungen möglich.
Die auf der Welle angebrachten Werkzeuge rotieren in einem Froudezahlbereich von 7 bis 20, wobei die Froudezahl aus dem Quotienten der Drehzahl n und der kritischen Drehzahl n c gebildet ist.
Fr =
In diesem Drehzahlbereich wird das in die Maschine einströ¬ mende Produkt über die Werkzeuge Zentrifugalkräften unterwor¬ fen, die das Produkt an die Behälterinnenwand drücken. Das Produkt durchläuft in einem Produktring die Maschine. Dabei finden in bekannter Weise Vermischungsprozesse statt.
Bei der Herstellung von Gipskartonplatten fällt stets ein ge¬ wisser unverkäuflicher Ausschuß an, bestehend im wesentlichen aus schadhaften oder nicht normgerechten Platten. Der Aus¬ schuß fällt teils unmittelbar nach dem Abbinden, teils nach der Trocknung der abgebundenen Platten an. In dem ersten Fall enthält er 30 bis 40 % Feuchte, in dem zweiten Fall ist das Ausschußmaterial praktisch absolut trocken. Die Menge des Ausschußmaterials ist in Abhängigkeit der einzelnen Herstel¬ lungsverfahren unterschiedlich; diese Menge liegt in der Regel zwischen 2 und 8 % der Produktmenge und erreicht in Extremfällen sogar 10 %.
Aus der Praxis ist es bekannt, den Ausschuß als Sekundärroh¬ stoff wieder in den Produktionsprozeß zurückzuführen. Hierzu hat man zunächst die Platten grob vorzerkleinert. Das vorzer¬ kleinerte Material ist eine Mischung aus Gipsbrocken und bis zu handtellergroßen Pappefetzen, an denen Gipsreste fest anhaften. Bei den am meisten verbreiteten Gipskartonplatten mit einem Flächengewicht von etwa acht Kilogramm pro m 2 liegt der Papieranteil bei 4,5 bis 5 %, bei Platten mit einem Flächengewicht von etwa 11 Kilogramm pro m 2 bei 3,4 bis 3,8 % Eine den Ansprüchen der Praxis genügende Trennung von Papier und Gips - etwa durch Sichtung - hat sich bisher produktions¬ technisch nicht durchgesetzt.
Das grob vorzerkleinerte Gut ist in üblichen Kalzinatoren nicht verarbeitbar. Die Pappefetzen würden z. B. in einem indirekt beheizten Drehrohrkaizinator auf dem Gipskörnerbett aufschwimmen und Knäuel bilden, die nicht zuverlässig ausge¬ tragen werden, und daher den Kaizinator verstopfen können. Es besteht auch die Gefahr, daß beim Entleeren des Kalzinators trockenes Papier im Kalzinator zurückbleibt und beim Wieder¬ anfahren eine Explosion auslöst.
Man hat auch schon das grob vorzerkleinerte Material zusammen mit frischem Naturgips einer Mühle zugeführt. Die bis zu etwa 30 mm großen Naturgipsbrocken bewirken in günstigen Fällen eine gewisse, aber nicht immer ausreichende weitere Zer¬ kleinerung der Pappefetzen. Wenn feinkörniger Rauchgasgips oder Chemiegips als Rohstoff eingesetzt wird, ist eine zu¬ friedenstellende weitere Zerkleinerung nicht,möglich. Das Verfahren hat sich daher in der Praxis nicht durchsetzen könne .
Gemäß der Erfindung wird die bekannte kontinuierlich arbei¬ tende Maschine für das Aufbereiten des bei der Herstellung von Gipskartonplatten anfallenden Ausschußmaterials nach vorheriger Grobzerkleinerung verwendet.
Das bei der erfindungsgemäßen Verwendung in die Maschine ein¬ strömende Ausschußmaterial wird schon im Einzugsbereich auf eine Produktringbahn gepresst. Das Ausschußmaterial wird durch die Werkzeuge unter einer spiralförmig verlaufenden Produktbewegung im Produktring in überraschender Weise gleichmäßiger und effektiver als in den bisher verwandten Mühlen aufbereitet und dabei gleichzeitig homogenisiert.
Aufbereitet heißt hier, daß die Pappefetzen möglichst klein zerfasert werden und daß das übrige Ausschußmaterial mög¬ lichst auf Primärkorngröße reduziert wird. Am Produktaustritt erscheint das bearbeitete Gut in einem Kornspektrum, das für die Weiterbearbeitung in bekannten Kalzinatoren besonders geeignet ist. Der Wirkungsgrad und die Betriebssicherheit in den folgenden Bearbeitungsstufen wird dadurch deutlich er¬ höht. Weiterhin ist das nach der erfindungsgemäßen Verwendung behandelte Gut auch für eine Vermischung mit feinem Rohgips besonders geeignet.
Bei der erfindungsgemäßen Verwendung ist es auch möglich, daß in den Produktring Flüssigkeit eingebracht wird. Dies ist dann besonders von Vorteil, wenn der im Aufarbeitungsbetrieb erwünschte Feuchtegehalt noch nicht erreicht ist und/oder eine bestimmte Granulat- bzw. Agglomeratbildung erforderlich ist.
Zusätzlich kann im Produktraum eine Umkehrzone aus ortsfesten Prallwänden und/oder Prallstäben die gleichzeitig auch für die Flüssigkeitszugabe nutzbar sind, geschaffen werden, die im Zusammenwirken mit den rotierenden Werkzeugen eine zusätz¬ liche Scherarbeit auf das Produkt ausüben können.
Nach der erfindungsgemäßen Verwendung ist die mittlere Ver¬ weilzeit des Ausschußmaterials im Behälter sehr kurz. D. h., eine mittlere Verweilzeit von 15 sec bis 150 sec ist ausreichend, um die tellergroßen grob verkleinerten Gips- kartonplattenstücke soweit aufzuschließen, daß Einzelparti¬ kelgrößen erreicht werden, die in einem indirekt oder direkt beheizten Kalzinator problemlos weiter zuverarbeiten sind.
Sollte es unter bestimmten Produktionsvoraussetzungen nicht möglich sein, daß in einer Maschine das angestrebte Korngrö¬ ßenspektrum am Maschinenausgang erreicht wird, so kann eine weitere Maschine gemäß der erfindungsgemäßen Verwendung angereiht werden; in dieser Maschine kann dann bei Bedarf auch zusätzlich gleichzeitig unter weiterer Aufschlußarbeit Trockenstoffe hinzugemischt werden.
Ist das zu verarbeitende Ausschußmaterial zu feucht, so können die Welle und/oder die Werkzeuge beheizt werden. Muß zusätzlich Friktionswärme von der Maschine abgeführt werden, so ist es auch möglich, die Welle bzw. die Werkzeuge zu kühlen. Die Werkzeuge sind bei der eingesetzten Maschine in Schäfte eingeschraubt, so daß das freie Ende der Werkzeuge durch eine mehr oder weniger weite Einschraubung in den Werkzeugschaft auf einfache Weise mehr oder weniger weit von der Behälterinnenwandung beabstandet werden kann.
Weiterhin ist es vorteilhaft, den zylindrischen Behälter so auszubilden, daß er aus zwei zueinander verschwenkbaren Halb¬ schalen gebildet ist. Dies ermöglicht eine einfache Zugäng¬ lichkeit und die Werkzeuge können je nach Bedarf schnell ausgewechselt werden.
Wie auch der deutschen Patentanmeldung P 41 24 984.4 zu entnehmen ist, kann die Maschine nach der erfindungsgemäßen Verwendung auch mit einem Pflugscharmischer kombiniert wer¬ ben, der zum einen eine zusätzliche Aufschlußarbeit leistet und zum anderen die im Verfahren zu behandelnden Güter homo¬ gen vermischt, so daß sie anschließend problemlos einem Kalzinator zugeführt werden können.
Besonders vorteilhaft ist es auch, wenn schon im Einzugsbe¬ reich der Maschine die Vorzerkleinerung der fehlerhaften Gipskartonplatten vorgenommen wird. Durch diese Anordnung von verschiedenen Bearbeitungsmaschinen können kompakte Anlagen¬ einheiten erreicht werden.
Mit der nach der erfindungsgemäßen Verwendung benützten Maschine ist es auch möglich entgegen der Lehre nach P 41 24 984.4, ohne Messerköpfe die Wiederaufarbeitung der fehlerhaften Gipskartonplatten zufriedenstellend durchzu¬ führen.
Weitere Vorteile ergeben sich aus der Beschreibung und der beigefügten Zeichnung. Ebenso können die vorstehend genannten und die noch weiter aufgeführten Merkmale erfindungsgemäß je¬ weils einzeln oder in beliebigen Kombinationen miteinander verwendet werden. Die erwähnten Ausfuhrungsformen sind nicht als abschließende Aufzählung zu verstehen, sondern haben vielmehr beispielhaften Charakter.
Die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine für die erfindungsgemäße Verwendung eingesetzte Maschine in Gesamtansicht;
Fig. 2 einen Schnitt gemäß II - II der Fig. 1;
Fig. 3 ein Ausführungsbeispiel einer Anordnung mehrerer
Maschinen, die bei der erfindungsgemäßen Verwendung benutzt werden.
Die einzelnen Figuren der Zeichnung zeigen die für die erfin¬ dungsgemäße Verwendung eingesetzten Maschinen teilweise stark schematisiert, und sind nicht maßstäblich zu verstehen.
In Fig. 1 ist mit 1 eine für die erfindungsgemäße Verwendung eingesetzte Maschine in Gesamtansicht dargestellt. Pfeil 2 zeigt den Produktstrom an, wie er in die Maschine 1 ein¬ strömt. Mit Pfeil 3 ist der Produktstrom für das homogen aufgeschlossene Ausschußmaterial der Gipskartonplatten ange¬ geben wie er behandelt aus der Maschine 1 strömt. Das Aus¬ schußmaterial durchströmt einen Behälter 4 auf einer spiral¬ förmigen Bahn. Das zu behandelnde Produkt wird dabei in einem Produktring eng an die Behälterinnenwand gepresst durch die Maschine 1 hindurchgeführt. Der Behälter 4 setzt sich aus einer ersten Halbschale 5 und aus einer zweiten Halbschale 6 zusammen. Die Halbschalen 5, 6 sind derart miteinander ver¬ bunden, daß sie zueinander verschwenkt werden können. In dem Behälter 4 ist eine Welle 7 bevorzugt über Stirnwände 8, 9 gelagert. In der Figur sind für die Welle 7 Lager 10 angedeu¬ tet. Die Welle 7 selbst ist antreibbar; die dafür geeigneten Antriebsmittel sind in der Fig. 1 nicht dargestellt. An der ersten und zweiten Halbschale 5, 6 sind Handverschraubungen 11 vorgesehen, über die die Halbschalen 5, 6 produktdicht zusammengehalten werden. An der ersten Halbschale 5 ist ein Produkteinlaufschacht 12 angebracht und an der zweiten Halb¬ schale 6 ist ein ProduktauslaufSchacht 13 vorgesehen. In der Figur ist der Behälter 4 mit einem Mantel 14 versehen, über den der Behälter 4 erwärmt bzw. gekühlt werden kann. Medien wie Wasserdampf, Gase verschiedenster Art und Öl sind für die Erwärmung bzw. Kühlung geeignet. Über eine gezielte Tempe¬ raturführung kann eine Produktansatzbildung im Behälter 4 gesteuert werden. In der Figur sind für diese Medien ein
Einlaufstutzen 15 und ein Auslaufstutzen 16 dargestellt. Ober Einbauten 17 kann in den Produktring Flüssigkeit eingebracht werden. Die Einbauten 17, insbesondere Rohre, können auch als Prallstäbe dienen, die eine Umkehrzone definieren. Die Rohre können im Querschnitt eine beliebige Vieleckform aufweisen. In der Umkehrzone kann das zu behandelnde Gut zusätzlich Scherkräften unterworfen werden. Halbkreisförmige Scheiben¬ segmente können als Prallwände die Prallstäbe ersetzen.
Im Produkteinlaufschacht 12 können Zerkleinerungswerke mit eigenen Antrieben vorgesehen sein, die die Grobzerkleinerung des Ausschußmaterials übernehmen.
Fig. 2 zeigt einen Schnitt II - II der Fig. 1. Die im Schnitt II - II im Hintergrund noch sichtbaren weiteren gegenständ¬ lichen Ausgestaltungen an der Maschine wie Handverschrau- bungen 11, Einbauten 17 und der Produkteiniaufschacht 12 sind, der besseren Obersicht halber, in der Figur nicht dargestellt. Gleiche Gegenstände werden in den Figuren mit denselben Bezugszeichen versehen.
Der Schnitt zeigt die Welle 7 mit aufgesetzten Werkzeugen 18, 18', 18" und 18'". Die Werkzeuge 18, 18', 18" und 18'" bestehen aus einem Schaft, in den die freien hornförmigen Enden dieser Werkzeuge eingeschraubt sind. Über die Ver- schraubung läßt sich der Abstand der freien Enden der Werk¬ zeuge 18, 18', 18",18 '" zur Behälterinnenwand einfach " einstellen. Die Welle 7 mit den Werkzeugen 18, 18', 18" und 18"' dreht sich in Pfeilrichtung 19.
Auf Grund der Rotationsgeschwindigkeit der Werkzeuge 18, 18', 18" und 18'" wird Ausschußmaterial 20 im Produktring spi-
ralförmig durch den Behälter 4 geführt. Das Produkt wird dabei soweit aufbereitet, daß ein Kornspektrum erreicht wird, dessen Korngröße den störungsfreien Einsatz der eingangs genannten Kalzinatoren gestattet. In der Fig. 2 ist das Ausschußmaterial 20 gepunktet dargestellt.
Die Halbschalen 5, 6 weisen einen Mantel 14 auf, über den der Behälter 4 beheizt bzw. gekühlt werden kann. Die in der Fig. 2 als Vollwelle dargestellte Welle 7 kann auch als Hohlwelle ausgebildet sein, über die den Werkzeugen 18, 18', 18",18'" ein Heiz- bzw. Kühlmedium zugeführt wird. Die Werkzeuge 18, 18', 18", 18'"sind in axialer Richtung über der ganzen Welle 7 verteilt. Die erste Halbschale 5 ist zur ortsfesten zweiten Halbschale 6 verschwenkbar. Pfeile 19' und 19"geben den Verschwenkvorgang an. Das auf einer Seite vom Behälter 4 angebrachte Schwenklager und die auf der anderen Seite ange¬ brachten Verschlußmechanismen, die Handverschraubungen 11, sind in der Figur nicht dargestellt.
Fig. 3 zeigt eine beispielhaft zu verstehende Maschinenanord¬ nung 25, wie sie für die erfindungsgemäße Verwendung einge¬ setzt werden kann. Eine nach der erfindungsgemäßen Verwendung beschriebene erste Maschine 26 und eine zweite Maschine 27 sind mit einem an sich bekannten Pflugscharmischer 28 in Reihenschaltung verbunden. Das aufzuarbeitende Ausschußmate¬ rial durchströmt in Pfeilrichtung 29, 29', 29", 29"' die Maschinenanordnung 25. Über symbolisiert dargestellte An¬ triebe 30, 30', 30"werden die einzelnen Maschinen 26, 27 und der Pflugscharmischer 28 angetrieben. Im Produkteinlauf- schacht 31 können noch weitere, in der Figur nicht darge¬ stellte Zerkleinerungswerkzeuge vorgesehen sein und über den Produktauslaufschacht 32 strömt das aufbereitete Ausschuß-
material in einen an sich bekannten Kalzinator. Der in der Figur gezeigten Maschinenanordnung 25 können noch weitere Maschinen zugeschaltet werden, sofern dafür ein Bedarf be¬ steht.
Verwendung einer an sich bekannten kontinuierlichen Maschine für die Wiederaufarbeitung von Gipskartonplatten. Ein grob vorzerkleinertes Material wird in eine kontinuierlich arbei¬ tende Maschine eingeführt und innerhalb der kontinuierlich arbeitenden Maschine wird das Ausschußmaterial 20 in einem Produktring spiralförmig durch den Behälter 4 geführt. Die über die axiale Länge auf einer Welle 7 angeordneten Werk¬ zeuge 18, 18', 18", 18"' rotieren in einem Froudezahlbe¬ reich Fr > 7 und schließen das vorzerkleinerte Ausschußma¬ terial 20 soweit auf, daß ein Kornspektrum erreicht wird, das den Einsatz von Kalzinatoren effektiv gestattet.
