EURING, Markus (Max-Born-Ring 4D, Göttingen, 37077, DE)
KHARAZIPOUR, Alireza (In der Strauth 10B, Göttingen, 37079, DE)
EURING, Markus (Max-Born-Ring 4D, Göttingen, 37077, DE)
| ANSPRÜCHE 1. Verwendung eines Materials ausgewählt aus der Gruppe enthaltend wobei R1 ausgewählt ist aus Hydroxyl (-OH) und Thiol (-SH); jedes X unabhängig voneinander ausgewählt ist aus der Gruppe enthaltend Einfachbindung, -CR R"-, -CR'=CR"-, wobei R' und R" unabhängig voneinander ausgewählt sind aus der Gruppe enthaltend Wasserstoff, Alkyl, Aryl, Cycloalkyl, sowie R2 bis R6 unabhängig voneinander ausgewählt sind aus der Gruppe enthaltend Wasserstoff, Hydroxyl, Thiol, Halogen, Pseudohalogen, Formyl, Carboxy- und/oder Carbonyl derivaten, Alkyl, langkettiges Alkyl, Alkoxy, langkettiges Alkoxy, Cycloalkyl, Halogenalkyl, Aryl, Arylene, Halogenaryl, Heteroaryl, Heteroarylene, Heterocycloalkylene, Heterocycloalkyl, Halogenheteroaryl, Alkenyl, Halogenalkenyl, Alkinyl, Halogenalkinyl, Keto, Ketoaryl, Halogenketoaryl, Ketoheteroaryl, Ketoalkyl, Halogenketoalkyl, Ketoalkenyl, Halogenketoalkenyl, Phosphoalkyl, Phosphonate, Phosphate, Phosphin, Phosphine oxid, Phosphoryl, Phosphoaryl, Sulphonyl, Sulphoalkyl, Sulphoarenyl, Sulphonate, Sulphate, Sulphone, Polyether, Silylalkyl, Silylalkyloxy, wobei bei geeigneten Resten eine oder mehrere nicht-benachbarte CH2- Gruppen unabhängig voneinander durch -O-, -S-, -NH-, -NR°-, -SiR0R00-, -CO-, - COO-, -OCO-, -OCO-O-, -SO2-, -S-CO-, -CO-S-, -CY'=CY2 oder -C≡C- ersetzt sein können und zwar derart, dass O und/oder S Atome nicht direkt miteinander verbunden sind (endständige CH3-Gruppen werden wie CH2-Gruppen im Sinne von CH2-H verstanden), und wobei mindestens ein Rest R2 bis R6 ausgewählt ist aus der Gruppe Alkoxy, Formyl, Carboxy- und/oder Carbonyl derivaten, Keto, Ketoaryl, Halogenketoaryl, Ketoheteroaryl, Ketoalkyl, Halogenketoalkyl, Ketoalkenyl, Halogenketoalkenyl, Sulphonyl, Sulphoalkyl, Sulphoarenyl, Sulphonate, Sulphate, Sulphon; II wobei R1 bis R4 unabhängig voneinander ausgewählt sind aus der Gruppe enthaltend Wasserstoff, Hydroxyl, Thiol, Halogen, Pseudohalogen, Formyl, Carboxy- und/oder Carbonyl derivaten, Alkyl, langkettiges Alkyl, Alkoxy, langkettiges Alkoxy, Cycloalkyl, Halogenalkyl, Aryl, Arylene, Halogenaryl, Heteroaryl, Heteroarylene, Heterocycloalkylene, Heterocycloalkyl, Halogenheteroaryl, Alkenyl, Halogenalkenyl, Alkinyl, Halogenalkinyl, Keto, Ketoaryl, Halogenketoaryl, Ketoheteroaryl, Ketoalkyl, Halogenketoalkyl, Ketoalkenyl, Halogenketoalkenyl, Phosphoalkyl, Phosphonate, Phosphate, Phosphin, Phosphine oxid, Phosphoryl, Phosphoaryl, Sulphonyl, Sulphoalkyl, Sulphoarenyl, Sulphonate, Sulphate, Sulphone, Polyether, Silylalkyl, Silylalkyloxy, wobei bei geeigneten Resten eine oder mehrere nicht-benachbarte CH2- Gruppen unabhängig voneinander durch -O-, -S-, -NH-, -NR°-, -SiR0R00-, -CO-, - COO-, -OCO-, -OCO-O-, -SO2-, -S-CO-, -CO-S-, -CY'=CY2 oder -C≡C- ersetzt sein können und zwar derart, dass O und/oder S Atome nicht direkt miteinander verbunden sind (endständige CH3-Gruppen werden wie CH2-Gruppen im Sinne von CH2-H verstanden), jedes X unabhängig voneinander ausgewählt ist aus der Gruppe enthaltend Einfachbindung, -CR R"-, -CR'=CR"-, wobei R'und R"unabhängig voneinander ausgewählt sind aus der Gruppe enthaltend Wasserstoff, Alkyl, Aryl, Cycloalkyl, wobei mindestens ein Rest R1 bis R4 ausgewählt ist aus der Gruppe Hydroxyl und Thiol und jeweils das zugehörige X eine Eihfachbindung darstellt; und wobei mindestens ein anderer Rest R1 bis R4 ausgewählt ist aus der Gruppe Alkoxy, Formyl, Carboxy- und/oder Carbonyl derivaten, Keto, Ketoaryl, Halogenketoaryl, Ketoheteroaryl, Ketoalkyl, Halogenketoalkyl, Ketoalkenyl, Halogenketoalkenyl, Sulphonyl, Sulphoalkyl, Sulphoarenyl, Sulphonate, Sulphate, Sulphon; oder Mischungen daraus als Mediator bei der Herstellung von lignocellulosehaltigen Formkörpern, insbesondere Holz- und/oder Verbundwerkstoffen 2. Verwendung nach Anspruch 1, wobei das Material ein Material mit der folgenden Struktur III umfasst: III wobei R1 ausgewählt ist aus Hydroxyl (-OH) und Thiol (-SH); R4 ausgewählt ist aus der Gruppe enthaltend Alkoxy, Formyl, Carboxy- und/oder Carbonyl derivaten, Keto, Ketoaryl, Halogenketoaryl, Ketoheteroaryl, Ketoalkyl, Halogenketoalkyl, Ketoalkenyl, Halogenketoalkenyl, Sulphonyl, Sulphoalkyl, Sulphoarenyl, Sulphonate, Sulphate, Sulphon; jedes X unabhängig voneinander ausgewählt ist aus der Gruppe enthaltend Einfachbindung, -CR R"-, -CR'=CR"-, wobei R' und R^unabhängig voneinander ausgewählt sind aus der Gruppe enthaltend Wasserstoff, Alkyl, Aryl, Cycloalkyl, sowie R2 , R3 R5 und R6 unabhängig voneinander ausgewählt sind aus der Gruppe enthaltend Wasserstoff, Hydroxyl, Thiol, Halogen, Pseudohalogen, Formyl, Carboxy- und/oder Carbonyl derivaten, Alkyl, langkettiges Alkyl, Alkoxy, langkettiges Alkoxy, Cycloalkyl, Halogenalkyl, Aryl, Arylene, Halogenaryl, Heteroaryl, Heteroarylene, Heterocycloalkylene, Heterocycloalkyl, Halogenheteroaryl, Alkenyl, Halogenalkenyl, Alkinyl, Halogenalkinyl, Keto, Ketoaryl, Halogenketoaryl, Ketoheteroaryl, Ketoalkyl, Halogenketoalkyl, Ketoalkenyl, Halogenketoalkenyl, Phosphoalkyl, Phosphonate, Phosphate, Phosphin, Phosphine oxid, Phosphoryl, Phosphoaryl, Sulphonyl, Sulphoalkyl, Sulphoarenyl, Sulphonate, Sulphate, Sulphone, Polyether, Silylalkyl, Silylalkyloxy, wobei bei geeigneten Resten eine oder mehrere nicht-benachbarte CH2- Gruppen unabhängig voneinander durch -O-, -S-, -NH-, -NR°-, -SiR0R00-, -CO-, - COO-, -OCO-, -OCO-O-, -SO2-, -S-CO-, -CO-S-, -CY'=CY2 oder -C≡C- ersetzt sein können und zwar derart, dass O und/oder S Atome nicht direkt miteinander verbunden sind (endständige CH3-Gruppen werden wie CH2-Gruppen im Sinne von CH2-H verstanden), 3. Verwendung nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Material kein Stickstoff enthält. 4. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das Material zusammen mit mindestens einem phenoloxidierenden Enzym, bevorzugt ausgewählt aus der Gruppe Laccasen, Mg-Peroxidasen, Ligninperoxidasen, Ligninasen, Bilirubinoxidasen, Catecholoxidasen oder Mischungen daraus verwendet wird 5. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das Verhältnis zwischen dem Material und dem Enzym >0,5 U/ml Enzym pro ImM Material bis <40 U/ml Enzym pro ImM Material beträgt. 6. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der lignocellulosehaltige Formkörper bindemittelfrei ist. 7. Verfahren zur Herstellung von lignocellulosehaltigen Formkörpern, insbesondere Holz- und/oder Verbundwerkstoffen, umfassend die Schritte: a) Versetzen mindestens eines Vorläufermaterials mit einer Lösung, enthaltend mindestens einen Mediator und mindestens ein phenoloxidierendes Enzym b) sofortige mechanische und/oder thermomechanische Verformung 8. Verfahren nach Anspruch 7 unter Verwendung eines Materials nach einem der Ansprüche 1 bis 6. 9. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 oder 8, wobei in Schritt a) die Konzentration (in U/ml) des mindestens einen Enzyms >50 U/ml bis <400 U/ml beträgt. 10. Lignocellulosehaltiger Formkörper, insbesondere ein Holz und/oder Verbundwerkstoff, hergestellt unter Verwendung eines Materials nach einem der Ansprüche 1 bis 6 und/oder nach dem Verfahren gemäß einem der Ansprüche 7 bis 9. • 1 • 11. Bindemittelfreier Lignocellulosehaltiger Formkörper nach Anspruch 10. 12. Lignocellulosehaltiger Formkörper nach Anspruch 10 oder 11, ausgewählt aus der Gruppe enthaltend: - MDF-Platten für nicht tragende Zwecke im trockenen Innenbereich - Furnierte Platten: Furnier - Trägerplatte MDF - Furnier - MDF unter Dekorpapier - MDF unter Oberflächenlackierung - HDF für Laminatfußböden, Parkettfußböden - Dämmstoffplatten, z. B. Wärme- und Trittschalldämmplatten - LDF-Platten - Formteile, z. B. im Sanitärbereich - Presslinge, z. B. für die Automobil-Innenauskleidung |
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Holz und/oder Verbundwerkstoffe, insbesondere der Faserplatten.
Holzfaserplatten sind wertvolle Werkstoffe, die aus einem nachwachsenden Rohstoff, nämlich lignocellulosehaltigen Stoffen wie Holz hergestellt werden können. Diese
Holzwerkstoffe werden in mannigfachen Verarbeitungszweigen als Werkstoff verwendet. Überwiegend ist hierbei z. B. die Möbelindustrie, Automobilindustrie, Verpackungsindustrie, Bauindustrie und dergleichen vertreten. Im Allgemeinen werden Holzfaserplatten mit Bindemitteln vermischt, geformt und dann unter Hitze und Druck verpresst. Sogenannte Medium Density Fiberboards (MDF), High Density Fiberboards (HDF) und Low Density Fiberboards (LDF) und Holzfaserdämmstoffe werden üblicherweise aus Hackschnitzeln von Nadel- oder Laubgehölzen in einer Zerfaserungsmaschine hergestellt, beispielsweise mit sogenannten Reimern (z. B. nach dem TMP- Verfahren), und somit in die gewünschte Fasergröße und Faserfeinheit gebracht. Die Holzfasern werden im Trockenverfahren üblicherweise mit Kunstharzen verleimt (sog. „Blowline-, oder Blender- Verfahren") und auf eine gewünschte Holzfaserfeuchte getrocknet. Die Holzfasern werden dann maschinell in einer Formstation auf ein Transportband in Form eines Vlieses gestreut und anschließend heiß verpresst.
Eine andere Möglichkeit ist die Herstellung von Holzfaserplatten nach dem sogenannten
Nassverfahren. Bei diesem Verfahren werden die Fasern in eine Suspension mit Bindemitteln gebracht. Die Fasern haben durch diese Methode einen hohen Feuchtegehalt von bis zu 100 UD 40099 / AH:AH %. Für die weitere Verarbeitung bedeutet dies, dass die Fasern entwässert werden müssen und dann nach einer Vliesbildung und Vorverdichtung in der Heißpresse verpresst werden. Das Nassverfahren findet u. a. Anwendung bei der Herstellung von HDF-Platten und Dämmstoffplatten.
Insbesondere um den Einsatz von formaldehydhaltigen Bindemitteln zu vermeiden wurden in der Vergangenheit z. B. in der DE 4305411 Verfahren beschrieben, welche darauf beruhen, enzymatisch das in den Holzfasern vorhandene Lignin zu polymerisieren und somit als Bindemittel zu nutzen.
Jedoch sind diese Verfahren häufig technisch aufwendig, insbesondere zeitaufwendig und konnten bisher nicht erfolgreich im großtechnischen Maßstab eingesetzt werden.
Daher stellt sich die Aufgabe, die aus heutigem Stand bekannten Verfahren noch weiter zu verbessern und deren Nachteile zumindest teilweise zu überwinden.
Diese Aufgabe wird durch eine Verwendung nach Anspruch 1 gelöst. Demgemäß wird die Verwendung eines Materials vorgeschlagen, ausgewählt aus der Gruppe enthaltend
wobei
R 1 ausgewählt ist aus Hydroxyl (-OH) und Thiol (-SH);
jedes X unabhängig voneinander ausgewählt ist aus der Gruppe enthaltend Einfachbindung, - CR R"-, -CR'=CR"-, wobei R' und R" unabhängig voneinander ausgewählt sind aus der Gruppe enthaltend Wasserstoff, Alkyl, Aryl, Cycloalkyl,
sowie ,-'
R 2 bis R 6 unabhängig voneinander ausgewählt sind aus der Gruppe enthaltend Wasserstoff, Hydroxyl, Thiol, Halogen, Pseudohalogen, Formyl, Carboxy- und/oder Carbonyl derivaten, Alkyl, langkettiges Alkyl, Alkoxy, langkettiges Alkoxy, Cycloalkyl, Halogenalkyl, Aryl, Arylene, Halogenaryl, Heteroaryl, Heteroarylene, Heterocycloalkylene, Heterocycloalkyl, Halogenheteroaryl, Alkenyl, Halogenalkenyl, Alkinyl, Halogenalkinyl, Keto, Ketoaryl, Halogenketoaryl, Ketoheteroaryl, Ketoalkyl, Halogenketoalkyl, Ketoalkenyl, Halogenketoalkenyl, Phosphoalkyl, Phosphonate, Phosphate, Phosphin, Phosphine oxid, Phosphoryl, Phosphoaryl, Sulphonyl, Sulphoalkyl, Sulphoarenyl, Sulphonate, Sulphate, Sulphone, Polyether, Silylalkyl, Silylalkyloxy, wobei bei geeigneten Resten eine oder mehrere nicht-benachbarte CH 2 -Gruppen unabhängig voneinander durch -O-, -S-, -NH-, - NR°-, -SiR 0 R 00 -, -CO-, -COO-, -OCO-, -OCO-O-, -SO 2 -, -S-CO-, -CO-S-, -CY'=CY 2 oder - C≡C- ersetzt sein können und zwar derart, dass O und/oder S Atome nicht direkt miteinander verbunden sind (endständige CH 3 -Gruppen werden wie CH 2 -Gruppen im Sinne von CH 2 -H verstanden),
und wobei mindestens ein Rest R 2 bis R 6 ausgewählt ist aus der Gruppe Alkoxy, Formyl, Carboxy- und/oder Carbonyl derivaten, Keto, Ketoaryl, Halogenketoaryl, Ketoheteroaryl, - A - i..
Ketoalkyl, Halogenketoalkyl, Ketoalkenyl, Halogenketoalkenyl, Sulphonyl, Sulphoalkyl, Sulphoarenyl, Sulphonate, Sulphate, Sulphon;
II
wobei R 1 bis R 4 unabhängig voneinander ausgewählt sind aus der Gruppe enthaltend Wasserstoff, Hydroxyl, Thiol, Halogen, Pseudohalogen, Formyl, Carboxy- und/oder Carbonyl derivaten, Alkyl, langkettiges Alkyl, Alkoxy, langkettiges Alkoxy, Cycloalkyl, Halogenalkyl, Aryl, Arylene, Halogenaryl, Heteroaryl, Heteroarylene, Heterocycloalkylene, Heterocycloalkyl, Halogenheteroaryl, Alkenyl, Halogenalkenyl, Alkinyl, Halogenalkinyl, Keto, Ketoaryl, Halogenketoaryl, Ketoheteroaryl, Ketoalkyl, Halogenketoalkyl, Ketoalkenyl, Halogenketoalkenyl, Phosphoalkyl, Phosphonate, Phosphate, Phosphin, Phosphine oxid, Phosphoryl, Phosphoaryl, Sulphonyl, Sulphoalkyl, Sulphoarenyl, Sulphonate, Sulphate, Sulphone, Polyether, Silylalkyl, Silylalkyloxy, wobei bei geeigneten Resten eine oder mehrere nicht-benachbarte CH 2 -Gruppen unabhängig voneinander durch -O-, -S-, -NH-, - NR°-, -SiR 0 R 00 -, -CO-, -COO-, -OCO-, -OCO-O-, -SO 2 -, -S-CO-, -CO-S-, -CY'=CY 2 oder - C≡C- ersetzt sein können und zwar derart, dass O und/oder S Atome nicht direkt miteinander verbunden sind (endständige CH 3 -Gruppen werden wie CH 2 -Gruppen im Sinne von CH 2 -H verstanden), jedes X unabhängig voneinander ausgewählt ist aus der Gruppe enthaltend Einfachbindung, - CR R"-, -CR'=CR"-, wobei R' und R"unabhängig voneinander ausgewählt sind aus der Gruppe enthaltend Wasserstoff, Alkyl, Aryl, Cycloalkyl,
wobei mindestens ein Rest R 1 bis R 4 ausgewählt ist aus der Gruppe Hydroxyl und Thiol und jeweils das zugehörige X eine Einfachbindung darstellt;
und wobei mindestens ein anderer Rest R 1 bis R 4 ausgewählt ist aus der Gruppe Alkoxy, Formyl, Carboxy- und/oder Carbonyl derivaten, Keto, Ketoaryl, Halogenketoaryl, Ketoheteroaryl, Ketoalkyl, Halogenketoalkyl, Ketoalkenyl, Halogenketoalkenyl, Sulphonyl, Sulphoalkyl, Sulphoarenyl, Sulphonate, Sulphate, Sulphon;
oder Mischungen daraus als Mediator bei der Herstellung von lignocellulosehaltigen Formkörpern, insbesondere Holzfaser- und/oder Verbundwerkstoffen.
Unter dem Begriff „Mediator" werden insbesondere niedermolekulare Substanzen verstanden, die als Katalysator wirken. Alternativ bzw. ergänzend werden unter dem Begriff „Mediator" insbesondere niedermolekulare Substanzen verstanden, welche in der Lage sind, mit phenoloxidierenden Enzymen in gewünschter synergistischer Weise zusammenzuwirken.
Unter der Bezeichnung „lignocellulosehaltiger Formkörper" werden insbesondere alle flächigen und nicht flächigen Werkstoffe zusammengefasst, die als Hauptbestandteil zerkleinerte lignocellulosehaltige Materialien, wie zum Beispiel Holz, Getreidestroh, Hanf oder Flachs enthalten, welche nach der Formung und unter Temperatur und/oder Druck verpresst werden.
- 'i L-
Unter der Bezeichnung „Holz- und/oder Verbundwerkstoff werden insbesondere Materialien verstanden, die hauptsächlich aus mechanisch oder thermomechanisch zerkleinertem lignocellulosehaltigen Material bestehen, die nach der Beleimung geformt und/oder unter Temperatur und Druck zu Holz und/oder Verbundwerkstoffen verpresst werden.
Allgemeine Gruppendefinition: Innerhalb der Beschreibung und den Ansprüchen werden allgemeine Gruppen, wie z. B.: Alkyl, Alkoxy, Aryl etc. beansprucht und beschrieben. Wenn nicht anders beschrieben, werden bevorzugt die folgenden Gruppen innerhalb der allgemein beschriebenen Gruppen im Rahmen der vorliegenden Erfindung verwendet:
alkyl: lineare und verzweigte Cl-C8-Alkyle,
langkettige Alkyle: lineare und verzweigte C5-C20 Alkyle
alkenyl: C2-C8-alkenyl,
cycloalkyl: C3-C8-cycloalkyl,
Alkoxy: Cl-C6-alkoxy,
langkettig Alkoxy: lineare und verzweigte C5-C20 Alkoxy
alkylene: ausgewählt aus der Gruppe enthaltend: methylene; 1,1-ethylene; 1 ,2-ethylene; 1,1-propylidene; 1 ,2-propylene; 1,3- propylene; 2,2- propylidene; butan-2-ol-l,4-diyl; propan-2-ol-l,3-diyl; 1 , 4-butylene; cyclohexane-l,l-diyl; cyclohexan-l,2-diyl; cyclohexan-1,3- diyl; cyclohexan-l,4-diyl; cyclopentane-l,l-diyl; cyclopentan-l,2-diyl; und cyclopentan-l,3-diyl,
aryl: ausgewählt aus Aromaten mit einem Molekulargewicht unter 300 Da. arylene: ausgewählt aus der Gruppe enthaltend: 1 ,2-phenylene; 1,3- phenylene; 1,4- phenylene; 1,2-naphtalenylene; 1,3-naphtalenylene; 1,4- naphtalenylene; 2,3-naphtalenylene; l-hydroxy-2,3-phenylene; l-hydroxy-2,4- phenylene; l-hydroxy-2, 5- phenylene; und 1- hydroxy-2,6-phenylene,
Carboxyderivate: der Rest -COXRi, wobei X NH oder O darstellt und R 1 ausgewählt ist aus der Gruppe enthaltend Alkyl, Aryl, Cycloalkyl, Heteroaryl, Heterocycloalkyl.
heteroaryl: ausgewählt aus der Gruppe enthaltend: pyridinyl; pyrimidinyl; pyrazinyl; triazolyl; pyridazinyl; 1,3,5-triazinyl; quinolinyl; isoquinolinyl; quinoxalinyl; imidazolyl; pyrazolyl; benzimidazolyl; thiazolyl; oxazolidinyl; pyrrolyl; thiophenyl; carbazolyl; indolyl; und isoindolyl, wobei das Heteroaryl mit der Verbindung über jedes Atom im Ring des ausgewählten Heteroaryls verbunden sein kann.
heteroaryl ene: ausgewählt aus der Gruppe enthaltend: pyridindiyl; quinolindiyl; pyrazodiyl; pyrazoldiyl; triazolediyl; pyrazindiyl, thiophendiyl; und imidazolediyl, wobei das heteroarylene als Brücke in der Verbindung über ein beliebiges Atom im Ring des ausgewählten Heteroaryls fungiert, speziell bevorzugt sind: pyridin-2, 3-diyl; pyridin-2,4- diyl; pyridin-2,5-diyl; pyridin-2,6-diyl; pyridin-3,4- diyl; pyridin-3,5-diyl; quinolin-2,3-diyl; quinolin-2,4-diyl; quinolin-2, 8-diyl; isoquinolin- 1,3 -diyl; isoquinolin-l,4-diyl; pyrazol-1,3- diyl; pyrazol-3,5- diyl; triazole-3,5-diyl; triazole-1, 3-diyl; pyrazin-2,5-diyl; und imidazole- 2,4-diyl, thiophen-2,5-diyl, thiophen-3,5-diyl; ein -Cl-C6-heterocycloalkyl, ausgewählt aus der Gruppe enthaltend: piperidinyl; piperidine; 1 ,4-piperazine, tetrahydrothiophene; tetrahydrofuran; 1,4,7-triazacyclononane; 1,4,8,11- tetraazacyclotetradecane; 1,4,7,10,13- pentaazacyclopentadecane; 1,4-diaza- 7-thia-cyclononane; 1 ,4- diaza-7-oxa-cyclononane; 1,4,7,10-tetraazacyclododecane; 1,4-dioxane; 1,4, 7-trithia-cyclononane; Pyrrolidine; und tetrahydropyran, wobei das Heteroaryl mit dem Cl-C6-Alkyl über jedes Atom im Ring des ausgewählten Heteroaryls verbunden sein kann. heterocycloalkylene: ausgewählt aus der Gruppe enthaltend: piperidin-1,2- ylene; piperidin- 2,6-ylene; piperidin-4,4-ylidene; l,4-piperazin-l,4-ylene; l,4-piperazin-2,3-ylene; 1,4- piperazin-2,5-ylene; 1 ,4-piperazin-2,6-ylene; 1 ,4-piperazin- 1,2-ylene; l,4-piperazin-l,3- ylene; l,4-piperazin-l,4-ylene; tetrahydrothiophen-2,5-ylene; tetrahydrothiophen-3,4-ylene; tetrahydrothiophen-2,3-ylene; tetrahydrofuran-2,5-ylene; tetrahydrofuran- 3,4-ylene; tetrahydrofuran-2,3 -ylene; pyrrolidin-2,5-ylene; pyrrolidin-3,4-ylene; pyrrolidin-2,3-ylene; Pyrrolidin- 1,2-ylene; Pyrrolidin- 1,3-ylene; pyrrolidin-2,2-ylidene; l,4,7-triazacyclonon-l,4- ylene; 1,4,7- triazacyclonon-2,3-ylene; l,4,7-triazacyclonon-2,9-ylene; 1,4,7-triazacyclonon- 3,8-ylene; 1 ,4,7-triazacyclonon-2,2- ylidene; 1 ,4,8, 11 -tetraazacyclotetradec- 1 ,4-ylene;
1,4,8,11- tetraazacyclotetradec- 1,8-ylene; 1,4,8,1 l-tetraazacyclotetradec-2, 3 -ylene; 1,4,8,11- tetraazacyclotetradec-2,5-ylene; 1,4,8,11- tetraazacyclotetradec- 1,2-ylene; 1,4,8,11- tetraazacyclotetradec-2,2-ylidene; 1 ,4,7, 10-tetraazacyclododec- 1 ,4-ylene; 1 ,4,7, 10- tetraazacyclododec-l,7-ylene; l,4,7,10-tetraazacyclododec-l,2- ylene; 1,4,7,10- tetraazacyclododec-2,3- ylene; l,4,7,10-tetraazacyclododec-2,2-ylidene; 1,4,7,10,13 pentaazacyclopentadec-l,4-ylene; 1,4,7,10,13- pentaazacyclopentadec-l,7-ylene; 1,4,7,10,13- pentaazacyclopentadec-2,3- ylene; 1, 4,7, 10,13-pentaazacyclopentadec- 1,2-ylene; 1,4,7,10, 13-pentaazacyclopentadec-2,2-ylidene; 1 ,4-diaza-7-thia-cyclonon- 1,4-ylene; l,4-diaza-7- thia-cyclonon- 1 ,2-ylene; 1 ,4-diaza-7thia-cyclonon-' 2,3-ylene; 1 ,4-diaza-7-thia-cyclonon-6,8- ylene; 1 ,4-diaza-7-thia-cyclonon- 2,2-ylidene; 1 ,4-diaza-7-oxacyclonon- 1,4-ylene; 1,4-diaza- 7-oxa-cyclonon- 1,2-ylene; l,4diaza-7-oxa-cyclonon-2,3-ylene; 1 ,4-diaza-7-oxa-cyclonon-6, 8-ylene; l,4-diaza-7-oxa-cyclonon-2,2-ylidene; l,4-dioxan-2,3-ylene; 1 ,4- dioxan-2,6-ylene; 1 ,4-dioxan-2,2-ylidene; tetrahydropyran-2,3-ylene; tetrahydropyran-2,6-ylene; tetrahydropyran-2,5-ylene; tetrahydropyran-2,2- ylidene; l,4,7-trithia-cyclonon-2,3-ylene; l,4,7-trithia-cyclonon-2,9- ylene; und l,4,7-trithia-cyclonon-2,2-ylidene,
heterocycloalkyl: ausgewählt aus der Gruppe enthaltend: pyrrolinyl; pyrrolidinyl; morpholinyl; piperidinyl; piperazinyl; hexamethylene imine; 1,4-piperazinyl; tetrahydrothiophenyl; tetrahydrofuranyl; 1,4,7- triazacyclononanyl; 1,4,8,1 1- tetraazacyclotetradecanyl; 1,4,7,10,13- pentaazacyclopentadecanyl; l,4-diaza-7- thiacyclononanyl; 1 ,4-diaza-7-oxa- cyclononanyl; 1,4,7,10-tetraazacyclododecanyl; 1,4- dioxanyl; 1,4,7- trithiacyclononanyl; tetrahydropyranyl; und oxazolidinyl, wobei das Heterocycloalkyl mit der Verbindung über jedes Atom im Ring des ausgewählten Heterocycloalkyls verbunden sein kann.
halogen: ausgewählt aus der Gruppe enthaltend: F; Cl; Br und I,
halogenalkyl: ausgewählt aus der Gruppe enthaltend mono, di, tri-, poly und perhalogenated lineare und verzweigte Cl-C8-alkyl
pseudohalogen: ausgewählt aus der Gruppe enthaltend -CN, -SCN, -OCN, N3, -CNO, -SeCN
Soweit nicht anders erwähnt, sind die folgenden Gruppen mehr bevorzugte Gruppen innerhalb der allgemeinen Gruppendefinition:
alkyl: lineare und verzweigte Cl-C6-alkyl, noch bevorzugt Methyl und Ethyl
langkettige Alkyle: lineare und verzweigte C5-C10 alkyl, vorzugsweise C6-C8 alkyle
alkenyl: C3-C6-alkenyl,
cycloalkyl: C6-C8-cycloalkyl,
Alkoxy: Cl-C4-alkoxy, noch bevorzugt Methoxy und Ethoxy langkettig Alkoxy: lineare und verzweigte C5-C10 alkoxy, vorzugsweise lineare C6-C8 alkoxy
Alkylen: ausgewählt aus der Gruppe enthaltend: Methylene; 1 ,2-ethylene; 1,3-propylene; butan-2-ol-l,4-diyl; 1 ,4-butylene; cyclohexane-l,l-diyl; cyclohexan-l,2-diyl; cyclohexan-1,4- diyl; cyclopentane-l,l-diyl; und cyclopentan-l,2-diyl,
Aryl: ausgewählt aus der Gruppe enthaltend: phenyl; biphenyl; naphthalenyl; anthracenyl; und phenanthrenyl,
Arylen: ausgewählt aus der Gruppe enthaltend: 1,2-phenylene; 1,3- phenylene; 1,4-phenylene; 1 ,2-naphtalenylene; 1,4-naphtalenylene; 2,3- naphtalenylene und l-hydroxy-2,6-phenylene,
Heteroarylen: Thiophen, Pyrrol, Pyridin, Pyridazin, Pyrimidin, Indol, Thienothiophen
Halogen: ausgewählt aus der Gruppe enthaltend: Br und Cl, besonders bevorzugt Br
Überraschend hat sich herausgestellt, dass die Verwendung eines derartigen erfindungsgemäßen Materials bei der Herstellung von lignocellulosehaltigen Formkörpern von Vorteil ist. Insbesondere bietet die Verwendung eines Materials gemäß der vorliegenden Erfindung bei den meisten Anwendungen einen oder mehrere der folgenden Vorteile:
Die Herstellung der lignocellulosehaltigen Formkörper ist auf schnellere und einfachere Weise möglich
- formaldehydhaltige Bindemittel können weitestgehend ausgeschlossen, teilweise sogar ganz vermieden werden. Bei der Herstellung, bei der weiteren Verarbeitung und dem anschließenden Gebrauch entstehen keine schädlichen Emissionen.
Das erfindungsgemäße Material bildet keine toxischen Abbauprodukte, so dass der Einsatz unbedenklich ist
So hergestellte Produkte können problemlos recycelt werden.
Gemäß einer bevorzugten Ausfuhrungsform enthält das erfindungsgemäße Material mindestens ein Material mit der folgenden Struktur
III
wobei
R 1 ausgewählt ist aus Hydroxyl (-OH) und Thiol (-SH);
R 4 ausgewählt ist aus der Gruppe enthaltend Alkoxy, Formyl, Carboxy- und/oder Carbonyl derivaten, Keto, Ketoaryl, Halogenketoaryl, Ketoheteroaryl, Ketoalkyl, Halogenketoalkyl, Ketoalkenyl, Halogenketoalkenyl, Sulphonyl, Sulphoalkyl, Sulphoarenyl, Sulphonate, Sulphate, Sulphon;
jedes X unabhängig voneinander ausgewählt ist aus der Gruppe enthaltend Einfachbindung, CR R"-, -CR'=CR' '-, wobei R' und R' 'unabhängig voneinander ausgewählt sind aus der Gruppe enthaltend Wasserstoff, Alkyl, Aryl, Cycloalkyl,
sowie
R 2 , R 3 R 5 und R 6 unabhängig voneinander ausgewählt sind aus der Gruppe enthaltend
Wasserstoff, Hydroxyl, Thiol, Halogen, Pseudohalogen, Formyl, Carboxy- und/oder Carbonyl derivaten, Alkyl, langkettiges Alkyl, Alkoxy, langkettiges Alkoxy, Cycloalkyl, Halogenalkyl, Aryl, Arylene, Halogenaryl, Heteroaryl, Heteroarylene, Heterocycloalkylene, Heterocycloalkyl, Halogenheteroaryl, Alkenyl, Halogenalkenyl, Alkinyl, Halogenalkinyl, Keto, Ketoaryl, Halogenketoaryl, Ketoheteroaryl, Ketoalkyl, Halogenketoalkyl, Ketoalkenyl, Halogenketoalkenyl, Phosphoalkyl, Phosphonate, Phosphate, Phosphin, Phosphine oxid, Phosphoryl, Phosphoaryl, Sulphonyl, Sulphoalkyl, Sulphoarenyl, Sulphonate, Sulphate, Sulphone, Polyether, Silylalkyl, Silylalkyloxy, wobei bei geeigneten Resten eine oder mehrere nicht-benachbarte CH 2 -Gruppen unabhängig voneinander durch -O-, -S-, -NH-, - NR°-, -SiR 0 R 00 -, -CO-, -COO-, -OCO-, -OCO-O-, -SO 2 -, -S-CO-, -CO-S-, -CY'=CY 2 oder - C≡C- ersetzt sein können und zwar derart, dass O und/oder S Atome nicht direkt miteinander verbunden sind (endständige CH 3 -Gruppen werden wie CH 2 -Gruppen im Sinne von CH 2 -H verstanden).
Diese Materialien haben sich in der Praxis häufig besonders bewährt. Ohne darauf beschränkt zu sein, wird dies darauf zurückgeführt, dass hier die Hydroxy/Thiol-Funktion in 4- Stellung zu einer aktivierenden Gruppe ist. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält das erfindungsgemäße Material keinen Stickstoff. Dies hat sich als vorteilhaft herausgestellt, da so auf einfache Weise sichergestellt werden kann, dass keine unerwünschten Abbauprodukte (wie nitrose Gase etc.) bei der Herstellung des lignocellulosehaltigen Formkörpers entstehen.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist das mindestens ein Material ausgewählt aus der Gruppe enthaltend
Hydroxybenzoesäure, bevorzugt 4-Hydroxybenzoesäure, sowie deren Ester, bevorzugt Alkyl- und Arylester
Hydroxyfuransäure, bevorzugt 2-Hydroxy-furan-5 -carbonsäure und/oder 3-Hydroxy- furan-5 -carbonsäure , sowie deren Ester, bevorzugt Alkyl- und Arylester
Hydroxyzimtsäure, bevorzugt 4-Hydroxyzimtsäure, sowie deren Ester, bevorzugt Alkyl- und Arylester
Verbindungen der allgemeinen Struktur IV
IV
wobei R 1 , R 2 und R 3 unabhängig voneinander aus Wasserstoff, Alkyl (bevorzugt Methyl und/oder Ethyl), Cycloalkyl und Aiyl ausgewählt sind. Insbesondere bevorzugt sind Acetosyringon (R ! ,R 2 ,R 3 = Methyl), Syringaldehyd (R 1 , R 2 = Methyl, R 3 = H),
Verbindungen der allgemeinen Struktur V
V
wobei R 1 , R 2 und R 3 unabhängig voneinander aus Wasserstoff, Alkyl (bevorzugt Methyl und/oder Ethyl), Cycloalkyl und Aryl ausgewählt sind. Insbesondere bevorzugt sind Acetovanillon (R 1 , R 2 = Methyl, R 3 = H), Vanillin (R 1 = Methyl, R 2 , R 3 = H), Ethylvanillin (R 1 = Ethyl, R 2 , R 3 = H)
Verbindungen der allgemeinen Struktur VI
VI
wobei R 1 , R 2 und R 3 unabhängig voneinander aus Wasserstoff, Alkoxy (bevorzugt Methoxy und/oder Ethoxy), Alkyl (bevorzugt Methyl und/oder Ethyl), Cycloalkyl und Aryl ausgewählt sind. Insbesondere bevorzugt sind Methylsyringat (R 1 , R 2 = Methoxy, R 3 = Methyl), Vanillinsäure (R 1 ^ 3 =H, R 2 = Methoxy)
Verbindungen der allgemeinen Struktur VII
VII
wobei R 1 , R 2 , R 3 , R 4 und R 5 unabhängig voneinander aus Wasserstoff, Hydroxy, Alkyl (bevorzugt Methyl und/oder Ethyl), Alkoxy (bevorzugt Methoxy und/oder Ethoxy), Cycloalkyl und Aryl ausgewählt sind. Insbesondere bevorzugt sind 2-6- Dimethylphenol (R 1 , R 5 = Methyl, R 2 , R 3 ,R 4 = H), 2,6-Dimethoxyphenol (R 1 , R 5 = Methoxy, R 2 , R 3 ,R 4 = H ), 3-Methoxyphenol (R 2 =Methoxy, R 1 , R 3 , R 4 , R 5 =H), 2- Hydroxybiphenyl (R 1 = Phenyl, R 2 , R 3 , R 4 , R 5 =H), 3-Hydroxybiphenyl (R 2 = Phenyl, R 1 , R 3 , R 4 , R 5 =H), 4-Hydroxybiphenyl (R 3 = Phenyl, R 1 , R 2 , R 4 , R 5 =H), Catechol (R 1 =Hydroxy, R 2 , R 3 , R 4 , R 5 =H), Guajacol (R 1 =Methoxy, R 2 , R 3 , R 4 , R 5 =H), 2,4,6- Trimethoxyphenol (R^R 3 , R 5 =Methoxy, R 2 , R 4 =H).
Verbindungen der allgemeinen Struktur VIII
VIII
wobei R 1 , R 2 , R 3 und R 4 unabhängig voneinander aus Wasserstoff, Alkoxy (bevorzugt Methoxy und/oder Ethoxy), Alkyl (bevorzugt Methyl und/oder Ethyl), Cycloalkyl und Aryl ausgewählt sind. Insbesondere bevorzugt sind Vanillinalkohol (R 1 , R 3 R 4 =H, R 2 = Methoxy)
Verbindungen der allgemeinen Struktur IX
IX
wobei R 1 , R 2 , R 3 , R 4 , R 5 R 6 , R 7 und R 8 unabhängig voneinander aus Wasserstoff, Alkyl (bevorzugt Methyl und/oder Ethyl), Alkoxy (bevorzugt Methoxy und/oder Ethoxy), Cycloalkyl und Aryl ausgewählt sind. Insbesondere bevorzugt sind 2,6- Dimethoxy-4-allylphenol (R 1 , R 5 = Methoxy, R 2 , R 3 ,R 4 , R 6 , R 7 ,R 8 = H ), 3-Methoxy-4- allylphenol (R 2 =Methoxy, R 1 , R 3 , R 4 , R 5 , R 6 , R 7 ,R 8 =H).
Phenolphtalein, Dichlorindophenol
Hydroxyanthranylsäure, bevorzugt 3-Hydroxyanthranylsäure und deren Ester, bevorzugt Alkyl und/oder Arylester - Hydroxybenzylalkohol, bevorzugt 2- und/oder 4-Hydroxybenzylöakohol
oder Mischungen daraus.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird das Material zusammen mit mindestens einem phenoloxidierenden Enzym, bevorzugt ausgewählt aus der Gruppe Laccasen, Mg-Peroxidasen, Ligninperoxidasen, Ligninasen, Bilirubinoxidasen, Catecholoxidasen oder Mischungen daraus verwendet.
Gemäß einer bevorzugten Ausfuhrungsform der Erfindung beträgt das Verhältnis zwischen dem Material und dem Enzym zwischen >0,5 U/m'l Enzym pro ImM Material (ggf. die Summe der Materialien) bis <40 U/ml Enzym pro ImM Material .
Die Aktivität des Enzyms (in Units pro Milliliter U/ml) wird dabei in sog. "ABTS-Units" nach MATSUMURA, E.; YAMAMOTO, E.; NUMATA, A.; KAWANO, T.; SHIN, T.; MURAO, S. (1986): Structures of the Laccase-catalysed Oxidation Products of Hydroxybenzoic Acids in the presence of ABTS. Japan Society for Bioscience, Tiotech. and Agrochem., Agric. Biol. Chem 50 (5), pp. 1355-1357 gemessen.
Dies hat sich in der Praxis besonders bewährt. Besonders bevorzugt beträgt das Verhältnis >1 U/ml Enzym pro ImM Material bis <30 U/ml Enzym pro ImM Material, noch bevorzugt >10 U/ml Enzym pro ImM Material bis <20 U/ml Enzym pro ImM Material.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der lignocellulosehaltige Formkörper bindemittelfrei. Der Ausdruck „bindemittelfrei" im Sinne der vorliegenden Erfindung umfasst dabei insbesondere, dass keine synthetischen oder naturnahe Bindemittel (z. B. Aminoplasten, Phenoplasten, Isocyanate etc., Proteine, Tannine, Stärke etc.) eingesetzt werden und/oder der Anteil dieser Bindemittel am fertigen lignocellulosehaltigen Formkörper weniger als 1 Gew.- % beträgt. Überraschenderweise hat sich herausgestellt, dass durch die erfindungsgemäße Verwendung bei den meisten Anwendungen auf ein sonstiges Bindemittel (im wesentlichen) verzichtet werden kann.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird der lignocellulosehaltige Formkörper aus ligninhaltigen Fasern hergestellt, wobei Holzfasern insbesondere bevorzugt sind.
Dabei bedeutet der Term „Fasern" insbesondere ligninhaltige Fasern mit einer Länge von >0,5 mm bis <10 mm und einem FaserdurchmesseV von >0,05 mm bis <3 mm. Bevorzugt sind insbesondere Fasern mit Länge von >1 mm bis <6 mm und einem Faserdurchmesser von >0,l mm bis <1 mm.
Die erfindungsgemäße Aufgabe wird außerdem durch Verfahren zur Herstellung von lignocellulosehaltigen Formkörpern, insbesondere Holz- und/oder Verbundwerkstoffen, gelöst, umfassend die Schritte
a) Versetzen mindestens eines Vorläufermaterials mit einer Lösung, enthaltend mindestens einen Mediator und mindestens ein phenoloxidierendes Enzym
b) sofortige mechanische und/oder thermomechanische Verformung Der Term „sofortig" bedeutet und/oder umfasst dabei insbesondere eine Inkubationszeit von <30 min, bevorzugt <20 min, noch bevorzugt <10 min. Gemäß einer bevorzugten Ausfuhrungsform der Erfindung wird Schritt b) ohne Inkubationszeit durchgeführt.
Dabei wird der Term „Inkubationszeit" so verstanden, dass nach dem Aufbringen des Enzym- Mediator-Gemisches noch eine gewisse Zeit (= die Inkubationszeit) abgewartet wird, die unabhängig ist vom sonstigen Ablauf des Herstellungsprozesses. Ist keine Inkubationszeit vorhanden oder notwendig, wird Schritt b) somit ohne Verzögerung, die nicht auf die sonstige konkrete Anwendung zurückzuführen wäre, nach Schritt a) durchgeführt.
Überraschend hat sich herausgestellt, dass ein derartiges Verfahren bei der Herstellung von lignocellulosehaltigen Formkörpern von Vorteil ist. Insbesondere bietet das Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung bei den meisten Anwendungen einen oder mehrere der folgenden Vorteile:
- Die Herstellung der lignocellulosehaltigen ΦOrmkörper ist auf schnellere und einfachere Weise möglich
Die Rohstoffe sind dauerhaft verfügbar. formaldehydhaltige Bindemittel können weitestgehend ausgeschlossen, teilweise sogar ganz vermieden werden.
Bei der Herstellung, bei der weiteren Verarbeitung und dem anschließenden Gebrauch entstehen keine schädlichen Emissionen.
Das erfindungsgemäße Material bildet keine toxischen Abbauprodukte, so dass der
Einsatz unbedenklich ist - So hergestellte Produkte können problemlos recycelt werden.
- Die Verwendung bietet den Holzwerkstoffunternehmen die Chancen, unweltpolitisch akzeptierte Produktionsverfahren zu etablieren.
Das Produkt ist unabhängig vom steigenden Rohölpreis herzustellen. Ein Verkauf von gesundheitlich unbedenklichen, formaldehydfreien Produkte finden eine breite Akzeptanz bei den Konsumenten.
Unter dem Term „Vorläufermaterial" werden insbesondere gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ligninhaltige Fasern, insbesondere Holzfasern, aber auch
Hanffasern, Flachsfasern, Jutefasern, Fasern aus Baumwollstengeln, Fasern aus Getreidestroh, Fasern von bestimmten Süßgräsern etc. verstanden.
Dabei bedeutet der Term Fasern insbesondere ligninhaltige Fasern mit einer Länge von >0,5 mm bis <10 mm und einem Faserdurchmesser von >0,05 mm bis <3 mm. Bevorzugt sind insbesondere Fasern mit Länge von >1 mm bis <6 mm und einem Faserdurchmesser von >0,l mm bis <1 mm.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird als Mediator ein Material wie oben beschrieben verwendet.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird der Mediator in Schritt a) zusammen mit mindestens einem phenoloxidierenden Enzym ausgewählt aus der Gruppe Laccasen, Mg-Peroxidasen, Ligninperoxidasen, Ligninasen oder Mischungen daraus verwendet.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform beträgt die Konzentration (in U/ml) des mindestens einen Enzyms (bzw. die kombinierte Konzentration der Enzyme) >50 U/ml bis <400 U/ml. Dies hat sich in der Praxis besonders bewährt. Besonders bevorzugt liegt die Konzentration bei >100 U/ml bis <300 U/ml, noch bevorzugt >150 U/ml bis <250 U/ml. Gemäß einer bevorzugten Ausfuhrungsform der Erfindung beträgt das Verhältnis zwischen dem Mediator und dem mindestens einem Enzym zwischen >0,5 U/ml Enzym pro ImM Mediator (ggf. die Summe der Materialien) bis <40 U/ml Enzym pro ImM Mediator.
Dies hat sich in der Praxis besonders bewährt. Besonders bevorzugt beträgt das Verhältnis >1 U/ml Enzym pro ImM Mediator bis <30 U/ml Enzym pro ImM Mediator, noch bevorzugt >10 U/ml Enzym pro ImM Mediator bis <20 U/ml Enzym pro ImM Mediator.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich außerdem auf einen lignocellulosehaltigen Formkörper, insbesondere einen Holz und/oder Verbundwerkstoff, im Besonderen eine
Faserplatte, hergestellt unter Verwendung eines erfindungsgemäßen Materials und/oder nach dem erfindungsgemäßen Verfahren.
Bevorzugt ist der Lignocellulosehaltiger Formkörper insbesondere ein Holz und/oder Verbundwerkstoff, besonders eine Faserplatte, bindemittelfrei.
Die erfindungsgemäßen Lignocellulosehaltiger Formkörper können bei einer Vielzahl von Anwendungen eingesetzt werden, insbesondere (aber nicht darauf beschränkt):
- MDF-Platten für nicht tragende Zwecke im trockenen Innenbereich (Möbel- und
Innenausbau)
- Furnierte Platten: Furnier - Trägerplatte MDF - Furnier
- MDF unter Dekorpapier
- MDF unter Oberflächenlackierung - HDF für Laminatfußböden, Parkettfußböden
- Dämmstoffplatten, z. B. Wärme- und Trittschalldämmplatten
- LDF- Platten
- Formteile, z. B. im Sanitärbereich - Presslinge, z. B. für die Automobil-Innenauskleidung
Die vorgenannten sowie die beanspruchten und in den Ausftihrungsbeispielen beschriebenen erfindungsgemäß zu verwendenden Bauteile und Komponenten unterliegen in ihrer Größe, Formgestaltung, Materialauswahl und technischen Konzeption keinen besonderen
Ausnahmebedingungen, so dass die in dem Anwendungsgebiet bekannten Auswahlkriterien uneingeschränkt Anwendung finden können.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile des Gegenstandes der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen sowie aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Beispiele und Zeichnungen, in denen - beispielhaft - mehrere Ausführungsbeispiele erfindungsgemäßer lignocellulosehaltiger Formkörper dargestellt sind. In den Zeichnungen, welche sich auf die Beispiele beziehen, zeigt:
Fig. 1 die mechanisch-technologischen Eigenschaften (Querzugfestigkeit und
Dickenquellung) einer Holzfaserplatten gemäß der vorliegenden Erfindung sowie zwei Platten gemäß Vergleichsbeispielen; sowie
Fig. 2 die Biegefestigkeiten der Platten gemäß Fig. 1
BEISPIEL I
Die Erfindung wird nachfolgend gemäß eines - rein illustrativ zu verstehenden - Beispiels gezeigt.
Hierzu wurde 4-Hydroxybenzoesäure als Mediator sowie handelsübliche Laccase (Fa. Novozyme, Dänemark) als Enzym verwendet und aus Holzfasern (TMP-Fasern, bestehend aus Kiefern-, Fichten- oder Buchenholz mit einer Länge von 1,23 mm bis 5,12 mm und einem Faserdurchmesser von 0,11 mm bis 0,87 mm) eine MDF-Faserplatte nach folgendem Verfahren hergestellt:
Es wurde ein Puffergemisch auf 200 U/ml Laccase und 10 mM 4-Hydroxybenzoesäure (L 200 + 10 mM HBA) eingestellt.
Anschließend wurden die Holzfasern mit der Laccase-Mediatorlösung im Einachs-Mischer (Blender- Verfahren) besprüht. Es handelt sich um ein Sprühverfahren, welches im herkömmlichen Sinne als Trockenverfahren bekannt ist. Es wurden üblicherweise 1 1 Lösung auf 1 kg Holzfasern verwendet.
Die Holzfasern wurden nach dem Besprühen mit Laccase-Mediator Puffergemisch unmittelbar nach dem Besprühen im Mischer durch die Rohrtrocknungsanlage auf 10 % - 14 % Feuchte getrocknet. Die Trocknereingangstemperatur betrug dabei 100 0 C - 120 °C, die Trocknerausgangstemperatur 40 °C. Nach der Trocknung erfolgte das Streuen zum Faservlies und das Verpressen zu MDF-Platten.
Ein Hydrophobierungsmittel kam bei der Herstellung der MDF-Platten nicht zum Einsatz.
Alle hergestellten Faserplatten wurden nach einer Abkühlphase (mindestens 4 Stunden) geschliffen und zurechtgeschnitten, um nach den mechanisch-technologischen Eigenschaftstest nach den EN-Normen 310, 317 und 319 überprüft zu werden. Die Überprüfung der Biege- und Querzugfestigkeiten fand an einer Zw/c£-i?oe//-Prüfmaschine statt, eine Überprüfung der Rohdichten mittels des Rohdichteprofilmessgrätes DA-X von GreCon. AIs Referenzplatten dienten Holzfaserplatten, bei welchen die nativen Holzfasern mit einem Puffergemisch aus denaturierter Laccase (totautoklaviert = inaktives Enzym) und ohne Mediator besprüht und zu MDF-Platten verpresst wurden. Weiterhin wurden zu Vergleichszwecken MDF-Platten hergestellt, deren Fasern zuvor nur mit Laccase- Puffergemisch (L 200) ohne Mediator besprüht wurden.
Fig. 1 zeigt die Querzugfestigkeit (breite Balken) sowie die Dickenquellung (dünne Balken) für die erfindungsgemäße Holzfaserplatte (L200 + HBA 10) sowie die erwähnten Vergleichsbeispiele, d. h. eine Referenz-Holzfaserplatte und eine Holzfaserplatte nur mit Laccase (L200).
Bei der Betrachtung der Figur fällt auf, dass bei der erfindungsgemäß hergestellten Platte (L 200 + 10 mM HBA) eine mittlere Querzugfestigkeit von 0,79 N/mm 2 erreicht wurde. Dies bedeutet eine deutliche Erfüllung der EN-Norm 319, in der 0,65 N/mm 2 erforderlich sind. Auch die Dickenquellwerte konnten mit 16,8 % bei der Platte L 200 + HBA 10 knapp unter den nach der EN 317 erforderlichen Höchstquellwert von 17 % gesenkt werden. Bei den Platten L 200 (nur mit Laccase) lag die Querzugfestigkeit mit 0,62 N/mm 2 zu niedrig und der Quellwert mit etwa 42 % zu hoch, um die Normen zu erfüllen.
Bei den Referenz-Holzfaserplatten (mit denaturierter = inaktiver Laccase) sind keinerlei Normen erfüllt worden. Die Querzugfestigkeit lag bei 0,08 N/mm 2 , die Dickenquellung bei 105 %.
Neben der Ermittlung der Querzugfestigkeiten und der Dickenquellungen wurden auch die Biegefestigkeiten der eben erwähnten MDF-Platten getestet (Fig. 2). Wie in Figur 2 zu erkennen, erfüllen die beiden Laccase und Laccase-Mediator gebunden MDF-Platten die für die Biegefestigkeiten erforderliche EN-Norm 310. Dabei wird deutlich, dass die Biegefestigkeit bei der Verwendung von 10 mM HBA mit etwa 52 N/mm 2 wesentlich höher lag als ohne Mediator (29 N/mm 2 bei der Probe L 200). Bei den Referenz- Holzfaserplatten wurden sehr niedrige Biegefestigkeiten gemessen.
BEISPIELE II bis VI
Anschließend wurden - analog zu Beispiel I - noch weitere MDF-Faserplatten gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellt. Dabei wurden die in der Tabelle I angegebenen Mediatoren II bis VI verwendet.
Tabelle I
Ebenfalls wurden die Biegefestigkeiten (in N/mm 2 ) analog zu oben gemessen. Die verwendeten Mediatoren erreichten ebenfalls sehr gute Ergebnisse. Aus diesen Ergebnissen kann geschlossen werden, dass bei der enzymatischen Aktivierung der Holzfasern mit Laccase und erfindungsgemäßem Mediator keine Inkubationszeit notwendig ist, um MDF-Platten herzustellen, die die Normen erfüllen. Somit bewirkt das Laccase-Mediator-System auf den Holzfasern einen erheblichen chemischen und physikalischen Effekt.
