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Title:
USE OF A MULTI-LAYERED SHEET MATERIAL HAVING AT LEAST ONE TEXTILE FABRIC, PASSAGE ELEMENT HAVING SUCH A MULTI-LAYERED SHEET MATERIAL, AND VEHICLE, PASSENGER BOARDING BRIDGE OR PASSENGER BOARDING STEPS HAVING SUCH A PASSAGE ELEMENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/198683
Kind Code:
A1
Abstract:
The present invention relates to the use, as a concertina-type wall (19) of a concertina-type passage (16), of a multi-layered sheet material (1) having a reinforcement (2), which has a polymer coating (3) on at least one side, preferably on both sides, wherein the reinforcement (2) has at least one reinforcement fabric (6) consisting of warp threads (7a; b) and weft threads (8a; b), and wherein the sheet material (1) has at least one channel (12) extending through the sheet material (1), wherein the warp and weft threads (7a; b; 8a; 8b) are woven together in such a manner that the reinforcement fabric (6) has both single-ply woven fabric regions (14) and at least one at least two-ply woven fabric region with at least two woven fabric plies (15a; b) which are not connected to each other so that the channel (12) is formed between the respective woven fabric plies (15a; b). The invention also relates to a passage element for protecting, using a sheet material of this type, a passage between two vehicle parts or components from external influences, the parts or components being interconnected movably relative to each other. The invention also relates to a vehicle, a passenger boarding bridge or passenger boarding steps and a building connection having a passage element of this type.

Inventors:
BUSCH, Thomas (Berliner Strasse 8, Reinhardshagen, 34359, DE)
WIEGREFE, Andreas (Langobarden Strasse 5, Fulda, 36039, DE)
WERNER, Uwe (Römerkellerstraße 4b, Lauchhammer, 01979, DE)
HANISCH, Stefan (Saarbrücker Strasse 6, Cottbus, 03048, DE)
Application Number:
EP2017/061776
Publication Date:
November 23, 2017
Filing Date:
May 16, 2017
Export Citation:
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Assignee:
HÜBNER GMBH & CO. KG (Heinrich-Hertz-Strasse 2, Kassel, 34123, DE)
International Classes:
B60D5/00; B61D17/22; B62D47/02
Domestic Patent References:
WO2013023634A12013-02-21
Foreign References:
DE593970C1934-03-08
US4196755A1980-04-08
EP0297936A11989-01-04
EP0698514B11998-04-08
EP2091766B12013-05-15
DE102011107370A12013-01-17
Attorney, Agent or Firm:
SOLF, Annkathrin (Candidplatz 15, München, 81543, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Verwendung eines mehrschichtigen Flächengebildes (1 ) aufweisend einen Festigkeitsträger (2), der zumindest einseitig, vorzugsweise beidseitig, eine Polymerbeschichtung (3) aufweist, wobei der Festigkeitsträger (2) zumindest ein Trägergewebe (6) aus Kettfäden (7a;b) und Schussfäden (8a;b) aufweist, und wobei das Flächengebilde (1 ) zumindest einen sich durch das Flächengebilde (1 ) durch erstreckenden Kanal (12) aufweist,

und wobei die Kett- und Schussfäden (7a;b;8a;8b) derart miteinander verwebt sind, dass das Trägergewebe (6) sowohl einlagige Gewebebereiche (14) als auch zumindest einen zumindest zweilagigen Gewebebereich mit zumindest zwei Gewebelagen (15a;b) aufweist, die nicht miteinander verbunden sind, so dass zwischen den Gewebelagen (15a;b) jeweils der Kanal (12) ausgebildet wird,

als Balgwandung (19) eines Übergangsbalgs (16), insbesondere eines Übergangsbalgs (16) in Form eines Wellen- oder Faltenbalgs (20;21 ).

2. Verwendung nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet, dass

die beiden Gewebelagen (15a; 15b) jeweils miteinander verwebte Kett- und Schussfäden (7a;b;8a;b) aufweisen, wobei die Kett- und Schussfäden (7a;b;8a;b) der ersten Gewebelage (15a) nicht mit den Kett- und Schussfäden (7a;b;8a;b) der zweiten Gewebeiage (15b) verwebt sind.

3. Verwendung nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet, dass

im einlagigen Gewebebereich (14) alle Kett- und Schussfäden (7a:b;8a;8b) des Trägergewebes (6) miteinander verwebt sind.

4. Verwendung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

die Kett- und Schussfäden (7a;b;8a;8b) der Gewebelagen (15a;b) jeweils aus geteilten oder ungeteilten Kett- und Schussfäden (7a;b;8a;8b) der einlagigen Gewebebereiche (14) bestehen.

5. Verwendung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

die beiden Gewebelagen (15a;b) in eine Höhenrichtung (4c) des Flächengebildes (1 ) zueinander fluchtend angeordnet sind.

6. Verwendung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Schussfadendichte und/oder die Kettfadendichte der beiden Gewebelagen (15a;b) in Fäden pro Zentimeter gemäß DIN EN 1049-2 1994-

02 jeweils geringer ist als die Schussfadendichte und/oder die Kettfadendichte der einlagigen Gewebebereiche (14).

7. Verwendung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Flächengewicht gemäß DIN EN ISO 2286-2: 1998-07 der beiden Gewebelagen (15a;b) jeweils geringer ist als das Flächengewicht der einlagigen Gewebebereiche (14).

8. Verwendung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Festigkeitsträger (2) aus dem Trägergewebe (6) besteht.

9. Verwendung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Flächengebilde (1 ) eine Höchstzugkraft-Dehnung εΗ gemäß DIN EN ISO 13934-1 :2013 von > 100 %, vorzugsweise von 100 bis 500 % in die erste Flächenrichtung (4a) und/oder in die zweite Flächenrichtung (4b) aufweist.

10. Verwendung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Kanal (12) sich zumindest bereichsweise nicht parallel zu einer Kettrichtung (9) des Trägergewebes (6) erstreckt und/oder den Kanal (12) seitlich begrenzende Kanallängskanten zumindest bereichsweise nicht zueinander parallel sind.

Im Querschnitt kästen- oder U-förmig umlaufendes Ubergangselement (16) zum Schutz eines Übergangs (22) von zwei relativ zueinander beweglich miteinander verbundenen Fahrzeugteilen (23a;23b) oder Bauteilen, insbesondere von zwei gelenkig miteinander verbundenen Fahrzeugteilen (23a;23b) oder Bauteilen, vor äußeren Einflüssen, wobei das Übergangselement (16) zumindest zwei zueinander beabstan- dete Spannelemente (18a-c) aufweist,

dadurch gekennzeichnet, dass

zwischen die beiden Spannelemente (18a-c) ein Flächengebilde (1 ) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9 eingespannt ist, wobei die Spannelemente (18a-c) jeweils in einem der Kanäle (12) angeordnet sind.

12. Übergangselement (16) nach Anspruch 1 1 ,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Übergangselement (16) ein Übergangsbalg (16) ist, wobei der

Übergangsbalg (16) zumindest zwei voneinander beabstandete Balgspannrahmen (18a-c) und eine Balgwandung (19) aufweist, die aus dem mehrschichtigen Flächengebiide (1 ) besteht, und die Balgspannrahmen (18a-c) in den Kanälen (12) angeordnet sind.

13. Übergangseiement (16) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass

die Balgwandung (19) keine Wellen oder Falten aufweist oder der Übergangsbalg (12) als Wellen- oder Faltenbalg (20;21 ) ausgebildet ist.

Übergangselement (16) nach Anspruch 12 oder 13,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Übergangsbalg (16) zweiteilig ausgebildet ist und aus zwei miteinander verbundenen Balghälften besteht, die jeweils im Querschnitt U- förmig ausgebildet sind.

Fahrzeug (24), insbesondere Schienenfahrzeug oder Gelenkbus (25), aufweisend zumindest zwei an einem Übergang (22) relativ zueinander beweglich miteinander verbundene, bevorzugt miteinander gelenkig verbundene, Fahrzeugteile (23a;23b),

dadurch gekennzeichnet, dass

das Fahrzeug pro Übergang (22) zumindest ein den Übergang (22) schützendes Übergangselement (16), insbesondere einen Übergangsbalg (16), nach einem der Ansprüche 1 1 bis 14 aufweist.

Fluggastbrücke oder -treppe,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Fluggastbrücke oder -treppe zumindest ein Übergangselement (16), vorzugsweise einen Übergangsbalg (16), nach einem der Ansprüche 1 1 bis 14 zum Schutz des Übergangs der Fluggastbrücke oder -treppe zum Flugzeug und/oder zum Terminal aufweist.

17. Gebäudeverbindung aufweisend zwei an einem Übergang miteinander verbundene Gebäudeteile,

dadurch gekennzeichnet, dass die Gebäudeverbindung zumindest ein Übergangselement (16), vorzugsweise einen Übergangsbalg (16), nach einem der Ansprüche 1 1 bis 14 zum Schutz des Übergangs der beiden Gebäudeteile aufweist.

Description:
Verwendung eines mehrschichtigen Flächengebildes aufweisend zumindest ein textiles Flächengebilde, Übergangselement aufweisend ein derartiges mehrschichtiges Flächengebilde, sowie Fahrzeug, Fluggastbrücke oder -treppe mit einem derartigen Übergangselement

Die vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung eines mehrschichtigen Flächengebildes, welches einen Festigkeitsträger aufweist, der zumindest einseitig, vorzugsweise beidseitig, mit einer Polymerschicht beschichtet ist, wobei der Festigkeitsträger zumindest ein textiles Flächengebilde aufweist, als Balgwandung eines Übergangsbalgs, insbesondere eines Übergangsbalgs in Form eines Wellen- oder Faltenbalgs.

Die Erfindung betrifft ferner ein Übergangselement, insbesondere einen Übergangsbalg, für Bauteile, Fahrzeuge, Gebäudeverbindungen oder für Fluggastbrücken oder -treppen, aufweisend zumindest ein derartiges mehrschichtiges Flächengebilde, wobei das Übergangselement zum Schutz eines Übergangs von zwei relativ zueinander beweglich miteinander verbundenen Fahrzeugteilen oder Bauteilen oder von zwei Gebäudeteilen, insbesondere von zwei gelenkig miteinander verbundenen Fahrzeugteilen oder Bauteilen, vor äußeren Einflüssen dient.

Außerdem betrifft die Erfindung ein Fahrzeug, eine Gebäudeverbindung sowie eine Fluggastbrücke oder -treppe mit einem derartigen Übergangselement, insbesondere einem Übergangsbalg.

Es ist bekannt, als Übergangsschutz für den Übergang zwischen den einzelnen, gelenkig miteinander verbundenen Fahrzeugteilen eines Fahrzeuges, insbesondere eines Gelenkbusses oder eines Schienenfahrzeugs, oder als Übergangsschutz für Fluggastbrücken Übergangsbälge in Form von Faltenoder Wellenbälgen einzusetzen. Die Falten bzw. Wellen sorgen für die notwendige Dehnbarkeit in Fahrtrichtung, so dass Relativbewegungen der Fahrzeugteile bzw. der Fluggastbrückenelemente möglich sind. Die Falten- oder Wellenbälge weisen eine Balgwandung aus einem mehrschichtigen Flächen- gebilde mit mittigem Festigkeitsträger auf, wobei die Balgwandung zur Ausbildung der Wellen oder Falten in regelmäßigen Abständen in Balgrahmen eingespannt ist. Dazu sind die Balgrahmen im Querschnitt U-förmig ausgebildet, wobei die Balgwandung in die Öffnung der Balgrahmen eingeklemmt ist. Beispielsweise geht ein derartiger Faltenbalg aus der EP 0 698 514 B1 hervor. Das Einklemmen der Balgwandung ist aufwendig.

Die WO 2013/023634 A1 offenbart einen Wellenbalg, bei dem die Balgwandung aus zwei Festigkeitsträgern besteht, die derart miteinander verbunden sind, dass Führungen in Form von Schlaufen gebildet werden. Die Schlaufen dienen zur Aufnahme der Balgrahmen und erleichtern somit die Montage. Die Festigkeitsträger sind durch Vernähen, Verwirken, Verstricken, Verschweißen oder Verkleben miteinander verbunden.

Und aus der EP 2 091 766 B1 geht ein Faltenbalg hervor, dessen Balgwandung aus einer textilen Oberseite und einer textilen Unterseite besteht, die mit Polfäden miteinander verbunden sind. Beispielsweise handelt es sich um ein Abstandsgewebe aus zwei durch die Polfäden miteinander verbundenen Geweben (Doppelgewebe). Die Polfäden halten die Ober- und Unterseite auf Abstand und weisen in axialer Richtung des Balges Abstände zueinander auf, so dass sich Gassen bzw. Kanäle bilden. Durch die Gassen bzw. Kanäle sind die Stützrahmen des Balges durchgeführt.

Die bekannten Wellen- und Faltenbälge haben sich bewährt.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein mehrschichtiges Flächengebilde für die Verwendung als Balgwandung eines gattungsgemäßen Übergangsbalgs bereit zu stellen, das einen Festigkeitsträger aufweist, der zumindest einseitig, vorzugsweise beidseitig, eine Polymerbeschichtung aufweist, und das Kanäle für die Montage der Rahmenelemente aufweist, wobei der Verlauf und die Form der Kanäle frei gestaltet werden kann und das Flächengebilde einfach und kostengünstig herstellbar ist und ein geringes Gewicht aufweist. Weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung eines Übergangselements, insbesondere eines Übergangsbalgs, zum Schutz eines Übergangs von zwei relativ zueinander beweglich miteinander verbundenen Fahrzeugteiien oder Bauteilen, insbesondere von zwei gelenkig miteinander verbundenen Fahrzeugteilen oder Bauteilen, vor äußeren Einflüssen, wobei das Übergangselement mindestens zwei zueinander beabstandete Spannelemente aufweist, zwischen die ein Flächengebilde als Übergangselementwandung eingespannt ist.

Weitere Aufgabe ist die Bereitstellung eines Fahrzeugs oder einer Fluggastbrücke- oder treppe mit einem derartigen Übergangselement.

Die Aufgaben werden durch eine Verwendung eines mehrschichtigen Flächengebildes mit den Merkmalen von Anspruch 1 , ein Übergangselement mit den Merkmalen von Anspruch 1 1 ein Fahrzeug mit den Merkmalen von Anspruch 15, eine Fluggastbrücke oder -treppe mit den Merkmalen von Anspruch 16 und eine Gebäudeverbindung mit den Merkmaien von Anspruch 17 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den sich jeweils anschließenden Unteransprüchen gekennzeichnet.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer Zeichnung beispielhaft näher erläutert. Es zeigen:

Figur 1 : Stark vereinfacht und sehr schematisch eine querschnittsartige Ansicht eines erfindungsgemäß verwendeten Flächengebildes

Figur 2: Schematisch eine Draufsicht auf ein Trägergewebe des erfindungsgemäß verwendeten Flächengebildes

Figur 3: Schematisch eine perspektivische Ansicht eines Wellenbalges

Figur 4: Schematisch eine Seitenansicht eines Übergangs von zwei Fahrzeugteilen mit einem Übergangsbalg in Form eines Faltenbalges Das erfindungsgemäß verwendete mehrschichtige, flexible Flächengebilde 1 (Fig. 1 und 2) weist eine mittige, flächige Festigkeitsträgerschicht bzw. einen mittigen flächigen Festigkeitsträger 2 auf, der beidseitig eine äußere bzw. außenseitige Polymerbeschichtung 3 aufweist. Die Polymerbeschichtung 3 bildet jeweils die Außenseite des mehrschichtigen Flächengebildes 1.

Das mehrschichtige Flächengebilde 1 weist zudem eine erste Raumrichtung bzw. Flächenrichtung 4a sowie eine dazu senkrechte zweite Raumrichtung bzw. Flächenrichtung 4b auf. Bzw. das mehrschichtige Flächengebilde 1 weist eine flächenmäßige Erstreckung in die erste und zweite Flächenrichtung 4a;b auf. Zudem weist das Flächengebilde 1 eine Dickenrichtung bzw. Höhenrichtung 4c auf, welche senkrecht zu den beiden Flächenrichtungen 4a;b ist. Der flächige Festigkeitsträger 2 weist folglich ebenfalls eine flächenmäßige Erstreckung in die erste und zweite Flächenrichtung 4a;4b sowie eine höhenmäßige bzw. dickenmäßige Erstreckung in die Dickenrichtung 4c auf.

Die Polymerbeschichtung 3 besteht aus einer Polymermatrix 5, in welche vorzugsweise Füllstoffe, insbesondere flammhemmende Füllstoffe, eingebettet sind. Die Polymermatrix 5 besteht insbesondere aus einem Polymerwerkstoff bzw. Polymer gemäß DIN 7724-1993-04. Vorzugsweise besteht die Polymermatrix 5 aus einem Elastomer gemäß DIN 7724-1993-04. Elastomere sind demnach formfeste, aber elastisch verformbare Polymere, deren Glasübergangspunkt sich unterhalb der Einsatztemperatur befindet. Die Elastomere können sich bei Zug- und Druckbelastung elastisch verformen, finden aber danach wieder in ihre ursprüngliche, unverformte Gestalt zurück. Die Polymermatrix 5 besteht bevorzugt aus vulkanisiertem Kautschuk (Gummi), insbesondere aus vulkanisiertem Silikonkautschuk (Silikongummi) oder vulkanisiertem Naturkautschuk (Naturgummi), oder aus CSM (chlorsulfoniertes Polyethylen) oder EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk) oder EVA (Ethylve- nylacetat) oder PVC (Polyvinylchlorid) oder aus PU (Polyurethan) oder deren Gemische. Der Festigkeitsträger 2 weist erfindungsgemäß ein Trägergewebe 6 auf. Das Trägergewebe 6 weist in an sich bekannter Weise sich in die erste Flächenrichtung 4a erstreckende Kettfäden 7a;b und die Kettfäden 7a;b kreuzende, sich parallel zur zweiten Flächenrichtung 4b erstreckende Schussfäden 8a;b auf. Die erste Flächenrichtung 4a entspricht somit einer Kettrichtung 9 und die zweite Fiächenrichtung 4b entspricht somit einer Schussrichtung 10 des Trägergewebes 8. Zudem weist das Trägergewebe 6 eine Gewebeoberseite 1 1 a und eine Gewebeunterseite 1 1 b auf.

Bei den Kett- und Schussfäden 7a;b;8a;b handelt es sich jeweils um Mono- filamentfäden oder Multifilamentfäden. Monofilamentfäden bestehen jeweils aus einem einzigen Monofilament. Multifilamentfäden bestehen aus mehreren Monofilamenten. Die Monofilamente können jeweils einstückig (monolithisch) ausgebildet sein oder eine Kern-/Mantelstruktur aufweisen. Dabei kann ein Multifilamentfäden unterschiedliche Monofilamente, z.B. aus unterschiedlichen Materialien, aufweisen.

Gemäß der Erfindung ist das Trägergewebe 6 nun derart ausgebildet, dass es zumindest einen Kanal bzw. eine Gasse bzw. eine Durchführung 12 aufweist, der bzw. die sich senkrecht zur Höhenrichtung 4c bzw. in zumindest eine der beiden Fiächenrichtungen 4a;b durch das Trägergewebe 6 durch erstreckt. Vorzugsweise weist das Trägergewebe 6 mehrere Kanäle 12 auf. Die Kanäle 12 weisen zumindest ein, vorzugsweise zwei, Kanalenden auf, an denen sie jeweils an die Umgebung münden.

Die Kanäle 12 werden durch entsprechende Bindung bzw. Verwebung der Kett- und/oder Schussfäden 7a;b;8a;b erzeugt.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung (Fig. 1 und 2) weist das Trägergewebe 6 erste und zweite Kettfäden 7a;b und erste und zweite Schussfäden 8a;b auf. Die ersten und zweiten Kettfäden 7a;b sind in Schussrichtung 10 abwechselnd angeordnet. Und die ersten und zweiten Schussfäden 8a;b sind in Kettrichtung 9 abwechselnd angeordnet. Zudem weist das Trägergewebe 6 mehrere erste und zweite Schussfädenpaare 13a;b auf, die ebenfalls in Kettrichtung 9 abwechselnd angeordnet sind. Jedes Schussfädenpaar 13a;b weist dabei jeweils einen ersten und einen zweiten Schussfaden 8a;b auf.

Das Trägergewebe 6 weist nun zum einen die Kanäle 12 und zum anderen kanalfreie Gewebebereiche 14 auf. In den kanalfreien Gewebebereichen 14 ist das Trägergewebe 6 einlagig ausgebildet und weist vorzugsweise eine Leinwandbindung auf. Das heißt, die ersten Schussfäden 8a laufen über die ersten Kettfäden 7a und unter den zweiten Kettfäden 7b durch und die zweiten Schussfäden 8b laufen jeweils über die zweiten Kettfäden 7b und unter den ersten Kettfäden 7a durch. Sowohl die ersten als auch die zweiten Schussfäden 8a;8b sind also jeweils mit den ersten und zweiten Kettfäden 7a;b, also mit allen Kettfäden 7a;7b verwebt.

Im Bereich der Kanäle 12 dagegen teilen sich die ersten und zweiten Schussfädenpaare 13a;b wie folgt auf:

Die ersten Schussfädenpaare 13a gehen nur noch eine Bindung mit den ersten Kettfäden 7a ein und die zweiten Schussfädenpaare 13b gehen nur noch eine Bindung mit den zweiten Kettfäden 7b ein. Bzw. die ersten Schussfädenpaare 13a sind nur mit den ersten Kettfäden 7a verwebt und die zweiten Schussfädenpaare 13b sind nur mit den zweiten Kettfäden 7b verwebt. Die ersten Schussfädenpaare 13a und die ersten Kettfäden 7a sind dabei ebenfalls vorzugsweise durch eine Leinwandbindung gebunden. Gleiches gilt für die zweiten Schussfädenpaare 13b und die zweiten Kettfäden 7b. Die ersten und zweiten Schussfädenpaare 13a;b sind also jeweils nur mit jedem zweiten Kettfaden 7a;b verwebt.

Dadurch bilden die ersten Schussfädenpaare 13a mit den ersten Kettfäden 7a eine erste, insbesondere obere, Gewebelage 15a und die zweiten Schussfädenpaare 13b bilden mit den zweiten Kettfäden 7b eine zweite, insbesondere untere, Gewebelage 15b. Die beiden Gewebelagen 15a;b sind nicht miteinan- der verbunden, so dass zwischen den beiden Gewebelagen 15a;b die erfindungsgemäßen Kanäle 12 gebildet werden. Zudem sind die Gewebelagen 15a;b in Höhenrichtung 4c zueinander benachbart bzw. fluchtend angeordnet.

Für die erfindungsgemäße Verwendung ist es zudem vorteilhaft, wenn das Flächengebiide 1 elastisch ausgebildet ist. Vorzugsweise weist das Flächengebilde 1 eine maximale Dehnung bzw. Höchstzugkraft-Dehnung ε Η gemäß DIN EN ISO 13934-1 :2013 von > 100 %, vorzugsweise von 100 bis 500 % in die erste Flächenrichtung 4a und/oder in die zweite Flächenrichtung 4b auf.

Wie bereits erläutert, wird das Flächengebilde 1 erfindungsgemäß für einen Übergangsbalg 16 verwendet (Fig. 3 und 4). Der Übergangsbalg 16 weist eine Balglängsrichtung 17a sowie eine dazu senkrechte Balgumfangsrichtung 17b auf. Zudem weist der Übergangsbalg 16 mehrere, in Baiglängsrichtung 17a voneinander beabstandete, umlaufende, Balgspannrahmen 18a-c sowie eine zwischen die Balgspannrahmen 18a-c eingespannte Balgwandung 19 auf. Die Balgwandung 19 umgibt einen tunnelartigen bzw. kanalartigen Balginnenraum.

Bei dem Übergangsbaig 16 handelt es sich vorzugsweise um einen Wellenbalg 20 (Fig. 3) oder einen Faltenbalg 21 (Fig. 4). Im Fall des Wellenbalgs 20 ist die Balgwandung 19 in an sich bekannter Weise derart eingespannt, dass die Balgwandung 19 im unbelasteten bzw. ungedehnten Zustand des Wellenbalgs zwischen den Balgrahmen 18a-c durchhängt und dadurch zwischen den Baigrahmen 18a-c Wellen gebildet werden. Der Faltenbalg 21 weist in an sich bekannter Weise abwechselnd innere und äußere Faltenkanten auf, wobei die Balgwandung 19 an den Faltenkanten jeweils in einen Balgrahmen 18a-c eingespannt ist.

Gemäß der Erfindung besteht nun die Balgwandung 19 erfindungsgemäß aus dem Flächengebilde 1 und die Kanäle 12 dienen erfindungsgemäß zur Aufnahme der Balgrahmen 18a-c. Das heißt, die Baigrahmen 18a-c sind in den Kanälen 12 angeordnet. Bzw. jeweils ein Balgrahmen 18a-c ist durch einen Kanal 12 durchgeführt. Dadurch wird die Balgwandung 19 auf die Baigrahmen 18a-c aufgespannt bzw. zwischen diese eingespannt. Die Kanäle 12 erstrecken sich dazu beispielsweise in Balgumfangsrichtung 17b. Daraus ergibt sich, dass keine einzelnen Materialabschnitte in Form von Falten oder Wellen hergestellt werden müssen und über Balgrahmen verbunden werden müssen. Die Balgwandung 19 eines Übergangbalgs kann bspw. aus einem einzigen Materialabschnitt bestehen, wobei die Balgspannrahmen 18a-c in die Kanäle 12 eingezogen werden bzw. sind. Im Fall des Faltenbalgs 21 ist beispielsweise an jeder Faltenkante ein Balgrahmen 18a-c vorhanden.

Die Kanäle 12 erleichtern dabei die Montage des Übergangsbalgs 16 erheblich, da die Balgrahmen 18a-c lediglich durch die Kanäle 12 durchgeführt werden müssen. Ein aufwendiges Klemmen der Balgwandung 19 ist nicht erforderlich. Zudem kann die Balgwandung 19 aus einem Stück oder zumindest mehreren längeren Abschnitten bestehen und nicht aus vielen einzelnen Materialstreifen, wie dies bei bekannten Wellen- und Faltenbalgen der Fall ist. Denn bei bekannten Wellenbalgen ist in der Regel pro Welle ein Materialstreifen vorhanden und bei bekannten Faltenbalgen erstreckt sich jeweils ein Materialstreifen von Faltenkante zu Faltenkante.

Vorteil des erfindungsgemäß verwendeten Flächengebildes 1 ist zudem, dass es sich um ein kostengünstiges, leichtes Material handelt. Denn das erfindungsgemäße einlagige Trägergewebe 6 ist deutlich leichter als das vorbekannte, doppellagige Abstandsgewebe oder die aus zwei miteinander verklebten oder verschweißten textilen Lagen bestehende Materialbahn. Zudem ist das erfindungsgemäße Trägergewebe 6 einfacher herstellbar. Denn die Kanäle 12 werden direkt beim Verweben durch entsprechendes Anheben bzw. Absenken der einzelnen Kettfäden 7a;b hergestellt.

Des Weiteren sind der Verlauf und die Form der Kanäle 12 beliebig und frei wählbar. Insbesondere müssen sich die Kanäle 12 nicht parallel zur Kettrichtung 9 durch das Trägergewebe 6 durch erstrecken, sondern können sich auch schräg dazu oder senkrecht dazu, also parallel zur Schussrichtung 10, erstrecken. Auch können die Kanäle 12 kurvenförmig bzw. bogenförmig verlaufen. Zudem kann die Breite der Kanäle 12 über deren Länge unterschiedlich sein bzw. variiert werden. Denn ein derartiges Trägergewebe 6 ist durch gesteuertes Anheben und Absenken der Kettfäden 7a;b sehr einfach und problemlos sowie sehr variabel herstellbar.

Insbesondere erstrecken sich die Kanäle 12 somit zumindest bereichsweise nicht parallel zur Kettrichtung 9 des Trägergewebes 6.

Zudem ist es möglich, dass die beiden die Kanäle 12 seitlich begrenzende Kanallängskanten zumindest bereichsweise nicht zueinander parallel sind. Die Kanallängskanten werden am Übergang von den kanalfreien Bereichen 14 zu den Kanälen 12 bzw. am Übergang von den einiagigen zu den zweiiagigen Gewebebereichen gebildet.

Im Rahmen der Erfindung wurde dabei überraschend festgestellt, dass es trotz der zweiiagigen Gewebebereiche möglich ist, das Trägergewebe 6 mit der Po- lymerbeschichtung 3 zu beschichten, ohne dass das Polymer in die Kanäle 12 eindringt. Dies ist insbesondere deshalb überraschend, da die beiden Gewebelagen 15a;b weniger dicht, insbesondere nur halb so dicht, sind, wie die einlagigen Gewebebereiche 14. Denn die beiden Gewebelagen 15a;b weisen zwangsweise nur weniger, insbesondere nur halb so viel, Material auf wie die einlagigen Gewebebereiche 14. Im dargestellten Ausführungsbeispiel weisen die beiden Gewebelagen 15a;b jeweils nur halb so viel Kett- und Schussfäden 7a;b;8a;b wie die einlagigen Gewebebereiche 14 auf. Die Schussfadendichte und die Kettfadendichte der beiden Gewebelagen 15a;b (in Fäden pro Zentimeter) gemäß DIN EN 1049-2:1994-02 ist demensprechend halb so groß wie die Schussfadendichte und die Kettfadendichte der einlagigen Gewebebereiche 14.

Dennoch war es überraschenderweise möglich, das Trägergewebe 6 so zu beschichten, dass die Polymerbeschichtung 3 eine ausreichende Haftung zum Trägergewebe 6 aufweist, allerdings nicht in die Kanäle 12 eindringt. Die Ge- webeoberseite 1 1 a und die Gewebeunterseite 1 1 b sind auch im Bereich der Gewebelagen 15a;b bzw. der Kanäle 12 somit ausreichend dicht. Bzw. die Gewebeoberseite 1 1 a und die Gewebeunterseite 1 1 bilden auch im Bereich der Gewebelagen 15a;b eine geschlossene Oberfläche. Das heißt, die Kett- und Schussfäden 7a;b;8a;8b liegen auch im Bereich der Gewebelagen 15a;b aneinander, es werden keine Maschen gebildet (im Gegensatz zu den schematischen Darstellungen in Fig. 1 und 2).

Die Beschichtung erfolgt dabei vorzugsweise in an sich bekannter Weise, bevorzugt durch ein Streichverfahren, Kalandrieren, Extrusion, Formpressen o- der Injection Moulding.

Selbstverständlich kann die Ausbildung der Kanäle 12 erfindungsgemäß auch durch andere Bindungsarten und Webtechniken als anhand des Ausführungsbeispiels beschrieben realisiert werden. Die Kett- und Schussfäden 7a;b;8a;b müssen erfindungsgemäß nur so miteinander verwebt werden, dass aus denselben Kett- und Schussfäden 7a;b;8a;b bzw. demselben Fadenmaterial die einlagigen, kanalfreien Gewebebereiche 14 und die zweilagigen Gewebebereiche mit den beiden jeweils einlagigen, miteinander nicht verbundenen, Gewebelagen 15a; 15b gebildet werden.

Grundsätzlich kann dies auf unterschiedliche Art und Weise dadurch realisiert werden, dass ein erster Teil der Schussfäden 8a;8b nur mit einem ersten Teil der Kettfäden 7a;b und ein zweiter Teil der Schussfäden 8a;b nur mit einem zweiten Teil der Kettfäden 7a;7b verwebt ist. Bzw. die Kett- und Schussfäden 7a;b;8a;b der ersten Gewebelage 15a sind nicht mit den Kett- und Schussfäden 7a;b;8a;b der zweiten Gewebelage 15b verwebt.

Beispielsweise können die Schussfäden der einlagigen Gewebebereiche 14 in den zweilagigen Gewebebereichen auch in zwei, insbesondere gleich dicke, Schussfäden geteilt sein. Dabei können die geteilten und ungeteilten Schussfäden beispielsweise jeweils aus vielen Monofilamenten bestehen oder die ungeteilten Schussfäden bestehen aus zwei Monofilamenten und die geteilten Schussfäden bestehen aus einem MonofiSament. Ein erster abgeteilter Schussfaden bzw. eine erste Schussfadenhälfte ist dabei mit den ersten Kettfäden 7a verwebt und der zweite abgeteilte Schussfaden bzw. die zweite Schussfadenhälfte ist mit den zweiten Kettfäden 7b verwebt. In diesem Fall ist die Kettfadendichte der Gewebelagen 15a;b ebenfalls halb so groß wie die Kettfadendichte der einlagigen Gewebebereiche 14. Die Schussfadendichte ist aber gleich, auch wenn die Schussfäden dünner sind.

In jedem der beschriebenen Fälle ist somit die Kettfadendichte der Gewebelagen 15a;b geringer als die Kettfadendichte der einlagigen Gewebebereiche 14.

Das Flächengewicht gemäß DIN EN ISO 2286-2: 1998-07 der unbeschichteten Gewebelagen 15a;b ist zudem geringer als das Flächengewicht der unbeschichteten einlagigen Gewebebereiche 14. Dabei müssen die Flächengewichte der beiden Gewebelagen 15a;b nicht gleich sein. Das unbeschichtete Trägergewebe 6 weist bevorzugt ein Fiächengewicht von 80 bis 1200 g/m 2 gemäß DIN EN ISO 2286-2:1998-07 auf.

Außerdem ist es im Rahmen der Erfindung möglich, in den Kanälen 12 auch andere Elemente als die Balgrahmen 18a-c, z.B. Beleuchtungselemente anzuordnen, in den Kanälen 12 können zudem, zumindest teilweise, auch Zugseile, insbesondere als Spannelemente, angeordnet sein.

Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist die einfachere Fertigung da keine einzelnen Wellen/Falten aus einzelnen Stoffbahnen mehr gefertigt werden müssen.

Die aus dem erfindungsgemäßen Flächengebilde hergestellte Balgwandung weist zudem eine hohe Dichtigkeit auf, da sie aus einer durchgehenden Materialbahn gefertigt ist.

Die Balgwandung weist außerdem ein ansprechenderes Design auf. Zudem ist die Reinigung sehr einfach, da die Balgwandung eine glatte und dem Fahrzeug folgende Außenkontur aufweist. Da die Balgrahmen zur Verbindung der Wellen/Falten entfallen können, ist die Gewichtersparnis enorm.

Der erfindungsgemäße Übergangsbalg 16 wird vorzugsweise für einen Übergang 22 verwendet, an dem zwei Fahrzeugteile 23a;b eines Fahrzeugs 24 relativ zueinander beweglich, insbesondere, gelenkig miteinander verbunden sind, um den Übergang 22 vor Wetter und Zugluft zu schützen. Bei dem Fahrzeug 24 handelt es sich vorzugsweise um einen Gelenkbus 25 oder ein Schienenfahrzeug, insbesondere einen Reisezug, eine Straßenbahn, eine Metro oder U-Bahn. Die beiden Fahrzeugteile 23a;b sind insbesondere um eine vertikale Drehachse relativ zueinander verdrehbar und/oder in Fahrtrichtung relativ zueinander verschieblich und/oder quer zur Fahrtrichtung verschieblich und/oder um eine Längsachse des Fahrzeugs (Wanken) drehbar miteinander verbunden.

Bei dem Übergangsbalg 16 kann es sich zudem auch um einen Übergangsbalg 16 zum Schutz des Übergangs einer Fluggastbrücke oder -treppe zum Flugzeug und/oder zum Terminal handeln.

Oder es kann sich um einen Übergangsbalg 16 zum Schutz des Übergangs zwischen zwei Gebäudeteilen, beispielsweise zum Schutz des Übergangs zwischen einer Brücke und einem Gebäudeabschnitt, handeln.

Im Rahmen der Erfindung liegt es dabei selbstverständlich auch, dass der Übergangsbalg 16 nicht einteilig ausgebildet ist, sondern z.B. aus zwei fest miteinander verbundenen Balghälften besteht. Die Balghälften sind jeweils im Querschnitt U-förmig ausgebildet. Infolgedessen weisen die beiden Balghälften jeweils zwei U-förmige Spannrahmenelemente auf, die im zusammengebauten Zustand jeweils einen umlaufenden Balgspannrahmen 18a-c bilden. Die Ausbildung des Übergangsbalges 16 aus zwei Balghälften ist an sich bekannt und erleichtert dessen Montage. Gleichermaßen kann der Übergangsbalg 16 aus mehreren flächigen Balgelementen (nicht dargestellt) ausgebildet sein, weiche jeweils zwei gerade Spannrahmeneiemente aufweisen, zwischen denen ein erfindungsgemäßes Flächengebilde 1 eingespannt ist.

Auch kann das Flächengebiide 1 erfindungsgemäß als Wandung von Übergangselementen verwendet werden, welche zum Schutz eines Übergangs zwischen zwei relativ zueinander beweglichen Maschinenteilen oder anderen Bauteilen verwendet werden, um den jeweiligen Übergang vor äußeren Einflüssen, insbesondere Verschmutzung, zu schützen und gegenüber der Umgebung abzudichten. Das Übergangselement kann dabei unterschiedliche Formen aufweisen, z.B. eine flächige Form oder eine U-Form oder auch die Form eines Übergangsbalges. Zudem ist das Übergangselement analog wie beim Übergang 22 der beiden Fahrzeugteile 23a;b jeweils fest mit einem der beiden Bauteile verbunden.

Des Weiteren kann das Übergangselement, insbesondere der Übergangsbalg 16, bzw. dessen Wandung auch ungewellt und ohne Falten ausgebildet sein. In diesem Fall ist die Wandung, insbesondere die Balgwandung 19 entsprechend elastisch ausgebildet. Insbesondere ist die Wandung gemäß der deutschen Patentanmeldung DE 10 201 1 107 370 A1 ausgebildet.

Vorzugsweise weist die Balgwandung 19 die oben angegebene Höchstzugkraft-Dehnung gemäß DIN EN ISO 13934-1 :2013 auf.

Des Weiteren liegt es im Rahmen der Erfindung, dass der Festigkeitsträger 2 mehrschichtig ausgebildet ist und aus mehreren textilen Flächengebilden besteht, die jeweils miteinander mittels einer Haftschicht aus einem Polymer verbunden sind. Zumindest eines der textilen Flächengebilde ist das erfindungsgemäße Trägergewebe 6. Vorzugsweise besteht der Festigkeitsträger 2 aber aus dem Trägergewebe 6. Des Weiteren kann zwischen der Polymerbeschich- tung 3 und dem Festigkeitsträger 2 auch eine Haftschicht aus einem Polymer vorhanden sein.