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Patent Searching and Data


Title:
USE OF TRICLOSAN FOR WOOD PROTECTION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2007/031198
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to triclosan, in addition to novel fungicides and novel, synergistic mixtures based on the active substance triclosan which are particularly suitable for protecting technical materials against attacks, damage, and/or destruction by micro-organisms, in particular, for protecting wood and wood materials against attacks and/or destruction by lignivorous fungi.

Inventors:
BRUNS, Rainer (Erlenweg 4a, Leverkusen, 51373, DE)
KUGLER, Martin (Am Kloster 47, Leichlingen, 42799, DE)
JAETSCH, Thomas (Merlostr. 22, Köln, 50668, DE)
Application Number:
EP2006/008510
Publication Date:
March 22, 2007
Filing Date:
August 31, 2006
Export Citation:
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Assignee:
LANXESS DEUTSCHLAND GMBH (51369 Leverkusen, DE)
BRUNS, Rainer (Erlenweg 4a, Leverkusen, 51373, DE)
KUGLER, Martin (Am Kloster 47, Leichlingen, 42799, DE)
JAETSCH, Thomas (Merlostr. 22, Köln, 50668, DE)
International Classes:
A01N31/16; A01N43/653; A01P3/00; B27K3/40; B27K3/50
Domestic Patent References:
WO2002030194A1
WO2004011682A1
WO2004080176A2
Foreign References:
US20040234492A1
US6057274A
DE20215292U1
EP1205287A1
EP1410714A1
EP0555186A1
Other References:
K. HUNDT, D. MARTIN, E. HAMMER, U. JONAS, M. K. KINDERMANN & F. SCHAUER: "Transformation of Triclosan by Trametes versicolor and Pycnoporus cinnabarinus" APPL. ENVIRON. MICROBIOL., Bd. 66, Nr. 9, 2000, Seiten 4157-4160, XP002408439 in der Anmeldung erwähnt
DATABASE CAPLUS [Online] CHEMICAL ABSTRACTS SERVICE, COLUMBUS, OHIO, US; 1980, J. SZOSTAK-KOTOWA: "Evaluation of biocides used to protect cotton fabrics. II" XP002408437 gefunden im STN accession no. 1980:141630 Database accession no. 92:141630 & J. SZOSTAK-KOTOWA: "Evaluation of biocides used to protect cotton fabrics. II Resistance of impregnated fabric to the effects of pure strains of cellulolytic fungi." PRZEGLAD WLOKIENNICZY, Bd. 33, Nr. 11, 1979, Seiten 634-636,
Attorney, Agent or Firm:
LANXESS DEUTSCHLAND GMBH (51369 Leverkusen, DE)
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Claims:

Patentansprüche

1. Verwendung von Triclosan (5-Chloro-2-(2,4-dichlorophenoxy)phenol) zum Schutz von Holz, Holzwerkstoffen und Holz-Plastik-Verbundstoffen vor dem Befall und/oder der Zerstörung durch Moderfäulepilze.

2. Verwendung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Triclosan in Kombination mit mindestens einem weiteren mikrobiziden Wirkstoff ausgewählt aus der Reihe der Fungizide, Insektizide und Termitizide eingesetzt wird.

3. Mikrobizides Mittel enthaltend Triclosan sowie mindestens ein Verdünnungs- oder Lösungsmittel, gegebenenfalls weitere Hilfs- und Zusatzstoffe sowie gegebenenfalls eine oder mehrere mikrobizide Wirkstoffe.

4. Verwendung eines Mittels gemäß Anspruch 3 zum Schutz von Holz, Holzwerkstoffen und Holz-Plastik-Verbundstoffen vor Befall und Zerstörung durch Moderfäulepilze.

5. Verfahren zum Schutz von Holz, Holzwerkstoffen und Holz-Plastik-Verbundstoffen vor Befall und/oder Zerstörung durch Mikroorganismen, dadurch gekennzeichnet, dass man das Holz, den Holzwerkstoff oder den Holz-Plastik-Verbundstoff mit Triclosan und mindestens einem Verdünnungs- oder Lösungsmittel, gegebenenfalls weiteren Hilfs- und Zusatzstoffe sowie gegebenenfalls einem oder mehreren bioziden Wirkstoffen mittels Streich-, Sprüh-, Vakuum-, Doppelvakuum-, Druck- oder Tauchverfahren oder durch Zugabe zum Leim oder Masterbatch sowie über den Compounder oder Mischer sowie über Masterbatches imprägniert.

6. Holz, Holzwerkstoffe und Holz-Plastik-Verbundstoffe enthaltend Triclosan .

7. Mischungen enthaltend eine synergistisch wirksame Menge an Triclosan und mindestens einem Triazolfungizid.

8. Mischung gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass als Triazolfungizid einer oder mehrere Wirkstoffe aus der Reihe Propiconazole, Tebuconazole, Cyproconazole,

Hexaconazole und Triadimefon enthalten ist.

9. Mischung gemäß wenigstens einem der Ansprüche 7 und 8„ dadurch gekennzeichnet dass das Gewichtsverhältnis von Triclosan zu Triazolfungiziden 1:99 bis 99: 1 beträgt.

10. Mischung gemäß wenigstens einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein weiterer mikrobizider Wirkstoff aus der Reihe der Fungizide, Insektizide, und Termitizide enthalten ist.

11. Mischung gemäß wenigstens einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass als weiterer mikrobizider Wirkstoff mindestens eine Verbindung aus der Reihe Clorthalonil, Carbendazim, Thiabendazol, Dichloroctylisothiazolinon, n- Octylisothazolinon, Folpet, Dichlofluanid, Tolylfluanid, Bethoxazin, 3-Iod-2-propinyl- butylcarbamat, Zink- oder Kupfer-Pyrithion, Bifenthrin, Chlorfenapyr, Clothianidin,

Cyfluthrin, Cypermethrin, Deltamethrin, Etofenprox, Imidacloprid, Permethrin, Thiacloprid, Thiamethoxam, Captan, Carbendazim, Fenpropimorph, Bethoxazin, Fluorfolpet, Thiocyanato-methylthiobenzothiazol, Dichloroctylisothiazolinon, n- Octylsisothiazolinon, N-(3-aminopropyl)-N-dodecylpropan-l,3-diamin, Borsäure, Borsäurester, Borax enthalten ist.

12. Mischung gemäß wenigstens einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass 0.01 - 85 Gewichtsprozent Triclosan, 0.01 - 85 Gewichtsprozent eines oder mehrer Triazolfungizide gegebenenfalls 0.01 - 80 Gewichtsprozent mindestens eines weiteren mikrobiziden Wirkstoffs aus der Reihe der Fungizide, Insektizide und Termitizide enthal- ten sind.

13. Mikrobizides Mittel zum Schutz von technischen Materialien enthaltend eine Mischung gemäß wenigstens einem der Ansprüche 7 bis 12 und mindestens ein Lösungs- oder Verdünnungsmittel sowie gegebenenfalls Verarbeitungshilfsmittel und gegebenenfalls weitere antimikrobiell wirksame Stoffe.

14. Verwendung einer Mischung gemäß wenigstens einem der Ansprüche 7 bis 12 oder eines Mittels gemäß Anspruch 13 zum Schutz von technischen Materialien vor Befall und Zerstörung durch biologische Schädlinge.

15. Verwendung gemäß Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei den technischen Materialien um Holz, Holzwerkstoffe und Holz-Plastik-Verbundstoffe handelt.

16. Verfahren zum Schutz von Holz und Holzwerkstoffen sowie Holz-Plastikverbundstoffen vor Befall und Zerstörung durch biologische Schädlinge, dadurch gekennzeichnet, dass man das Holz oder den Holzwerkstoff oder den Holzplastikverbundstoff mit einer synergistisch wirksame Menge an Triclosan und Traizolfungiziden und mindestens einem Ver- dünnungs- oder Lösungsmittel, gegebenenfalls weiteren Hilfs- und Zusatzstoffe sowie ge- gebenenfalls mindestens einem weiteren bioziden Wirkstoff mittels Streich-, Sprüh-, Vakuum-, Doppelvakuum-, Druck- oder Tauchverfahren oder durch Zugabe zum Leim oder durch Zugabe über den Compounder oder Mischer sowie über Materbatches imprägniert.

17. Technische Materialien enthaltend eine Mischung gemäß wenigstens einem der Ansprüche 7 bis 12 .

Description:

Verwendung von Triclosan für den Holzschutz

Die vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung von Triclosan zum Schutz von Holz und Holzwerkstoffen vor Befall und/oder Zerstörung " durch Moderfäulepilze, sowie neue fungizide " Mittel und neue, synergistische Mischungen auf Basis des Wirkstoffs Triclosan, sowie deren Verwendung zum Schutz von technischen Materialien vor Befall, Schädigung und /oder Zerstörung durch Mikroorganismen.

Grundsätzlich unterscheidet der Fachmann zwischen einer strukturellen Zerstörung des Holzes durch Basidiomyceten und - sofern das Holz einer Umgebung mit hoher Feuchtigkeit oder Erdkontakt ausgesetzt ist - durch Moderfäulepilze, und einer optischen Beeinträchtigung des Holzes durch Holz verfärbende Pilze.

Wirkstoffe zum Schutz von Holz vor der Zerstörung durch Pilze sind seit langer Zeit bekannt, so wurden zum Beispiel Teeröle zum Schutz des Holzes verwendet. Teeröle zeichnen sich durch gute Permeabilität und hohe Leachingresistenz aus, haben jedoch aufgrund ihrer Persistenz, ihres Geruchs und ihrer toxikologisch ungünstigen Eigenschaften deutliche Nachteile, so dass ihre Verwen- düng im Holzschutz heute stark limitiert ist.

Als Alternative wurden für den permanenten Holzschutz Wirkstoffe auf Basis von Chrom-, Kupfer- und Arsensalzen eingesetzt, die jedoch aufgrund ihrer toxikologischen und insbesondere ökotoxikologischen Nachteile unter Substitutionsdruck geraten sind.

Vor diesem Hintergrund wurden moderne Holzschutzmittel auf Basis organischer Wirkstoffe ent- wickelt. Beispielhaft seien die Triazolfungizide wie Tebuconazol oder Propiconazol genannt.

Es zeigt sich jedoch in der Praxis, dass solche modernen organischen Wirkstoffe zum Schutz von Holz mit permanentem Bodenkontakt oder in Umgebungen mit hoher Feuchtigkeit, d.h. in der Gefährdungsklasse 4, nicht ausreichend wirksam sind und eine Wirkungslücke gegen Moderfäulepilze haben, so dass die eingangs beschriebenen Wirkstoffe wie Tebuconazol oder Propiconazol für diese Anwendung mit Metallen oder Metallsalzen, insbesondere Kupfersalzen, kombiniert werden müssen. Weiterhin werden in Holzschutzmitteln für diese Gefährdungsklasse immer noch anorganische Holzschutzmittel wie Bor-Verbindungen, Silicofluoride, chrom- und fluorhaltige Salze, chrom - und kupferhaltige Salze mit und ohne Arsen, chrom- und kupferhaltige Salze mit und ohne Borverbindungen sowie Betainpräparate auf Basis polymeren Betains in Kombination mit Bor- und Kupfersalzen, sowie stark wasserlösliche quaternäre Ammoniumverbindungen eingesetzt.

Die Verwendung von schwermetallhaltigen Holzschutzmitteln ist aber aus ökologischer Sicht als bedenklich zu beurteilen. Es bestand also weiterhin Bedarf an verbesserten Holzschutzmitteln, die

auf Wirkstoffen beruhen, die ohne Zusatz von Schwermetallen ausreichenden Schutz von Holz gewährleisten.

Im Holzschutz werden heute als Fungizide gegen Befall durch Basidiomyceten Triazolfungizide wie z.B. Tebuconazole, Propiconazole oder Cyproconazole eingesetzt. Weiterhin werden die Fun- gizide IPBC, Cabendazim, Folpet sowie Dichlofluanid und Tolylfluanid zum Schutz vor holzverfärbende Pilze verwendet. Jedoch versagen sowohl die Triazole als auch die erwähnten Fungizide mit Wirkung gegen verbläuende Pilze in der Prüfung gegen Moderfäulepilze nach ENV 807 völlig oder habe eine nur unzureichende Wirkung.

Triclosan gehört zur Klasse der Diphenylether und findet bereits als chemisches Desinfektions- und Konservierungsmittel Verwendung. Triclosan wird unter anderem als Additiv in Sport- und Funktionstextilien, Schuhen und Teppichen eingesetzt, um unangenehme Gerüche zu unterbinden. Weitere Anwendungsgebiete sind der Einsatz von Triclosan in Zahncremes, Reinigern , Haushalts- schwämmen oder Plastikgeschirr sowie in Kosmetika, Shampoos, Seifen, Deodorants oder Lotionen. In Krankenhäusern und Arztpraxen werden Triclosan-haltige Lösungen zur Desinfektion verwendet.

Triclosan zeichnet durch eine geringe akute Toxizität aus, der LD50-Wert gegen Ratten (orale Applikation) liegt z.B. bei 3700 - 4500 mg/kg. Triclosan ist als reiner Stoff nur mäßig irritierend, zudem liegen keine Hinweise auf Sensibilisierungs- oder Photosensibilisierungspotenz vor. Triclosan ist ein Inhibitor der bakteriellen Fettsäurebiosynthese. Triclosan findet im Holzschutz keine Verwendung. Gründe hierfür dürften in der Tatsache liegen, daß Triclosan durch holzzerstörende Basidiomyceten abgebaut wird (vgl. Hundt et al., Applied and Environmental Microbiology, September 2000, Seite 4157 -4160, Vol. 66, No. 9)

überraschenderweise wurde nun gefunden, dass Triclosan eine hervorragende Wirkung gegen Moderfäulepilze hat. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist somit die Verwendung von Triclosan (5-Chloro-2-(2,4-dichlorophenoxy)phenol) zum Schutz von Holz, Holzwerkstoffen und Holz-Plastik-Verbundstoffen vor dem Befall und oder der Zerstörung durch Moderfäulepilze.

Durch die erfindungsgemäße Verwendung wird der Stand der Technik wesentlich und entscheidend bereichert, weil ökotoxikologisch bedenkliche schwermetallhaltige Holzschutzmittel zum Schutz von Holz mit permanenten Bodenkontakt oder in Umgebungen mit hoher Feuchtigkeit, d.h. zum Beispiel in der Gefährdungsklasse 4, substituiert werden können. Hierdurch wird die Umweltbelastung durch Schwermetalle erheblich reduziert.

Triclosan zeigt eine breite Wirksamkeit gegen Moderfäulepilze wie z..B. gegen die in ENV 807(Prüfverfahren für die Bestimmung der Grenze der Wirksamkeit gegen Moderfäule und andere

erdbewohnende Mikroorganismen, deutsche Fassung von 2001) beschriebenen Pilze wie Chaetomium globosum, Glenospora graphii, Humicola gisea, Petriella setifera, Trichurus spiralis und Lecythophora mutabilis sowie gegen Trichoderma viride, Stachybotrys cartarum, Chepha- losporium sp. und Acremonium sp..

Die erfindungsgemäße Verwendung von Triclosan gegen Moderfäule kann gegebenenfalls durch Zusatz mindestens einer weiteren mikrobiziden Verbindung zur Vergrößerung des Wirkungsspektrums oder Erzielung besonderer Effekte erweitert werden. Insbesondere kann das Wirkspektrum durch Zusatz von weiteren Fungiziden und/oder Termitiziden ergänzt werden.

Bevorzugt ist die Verwendung von Triclosan in Kombination mit mindestens einem Triazolfungi- zid.

Als Beispiele für erfindungsgemäß einzusetzende Triazolfungizide seien genannt: Azaconazole, Azocyclotin, Bitertanol, Bromuconazole; Cyproconazole, Diclobutrazole, Difenoconazole, Dinico- nazole, Epoxyconazole, Etconazole, Fenbuconazole, Fenchlorazole, Fenethanil, Fluquinconazole, Flusilazole, Flutriafol, Furconazole, Hexaconazole, Imibenconazole, Ipconazole, Izofos, Myclobu- tanil, Metconazole, Paclobutrazol, Penconazole, Propiconazole, (+/-)-cis-l-(4-chlorphenyl)-2-(lH- 1 ,2,4-triazol- 1 -yl)cycloheptanol, 2-( 1 -tert.-B utyl)- 1 -(2-chlorphenyl)3-( 1 ,2,4-triazol- 1 -yl)-propan-2- ol, Simeconazole, Tebuconazole, Tetraconazole, Triadimefon, Triadimenol, Triapenthenol, Triflumizole, Triticonazole; Uniconazole sowie deren Metallsalze und Säureaddukte.

Weiterhin bevorzugt ist die Verwendung von Triclosan in Kombination mit einer oder mehrerer der folgenden fungiziden Komponenten: Chlorthalonil, Captan, Dichlofluanid, Tolylfluanid, Car- bendazim, Thiabendazol, Fenpropimorph, Bethoxazin, Folpet, Fluorfolpet, Thiocyanato-methyl- thiobenzothiazol, 3-Iod-2-propinyl-n-butylcarbamat, Zink-Pyrithion, Kupfer-Pyrithion, Dichloroctylisothiazolinon, n-Octylsisothiazolinon, N-(3-aminopropyl)-N-dodecylpropan- 1 ,3-dia- min sowie Borsäurverbindungen wie Borsäure, Borsäurester, Borax.

Insbesondere bevorzugt ist die Verwendung von Triclosan in Kombination mit einer oder mehrerer der folgenden fungiziden Komponenten: Clorthalonill, Dichlofluanid, Tolylfluanid, Bethoxazin, 3-Iod-2-propinyl-butylcarbamat, Dichloroctylisothiazolinon, n-Octylsisothiazolinon, Folpet, Zink- und Kupfer-Pyrithion.

Bevorzugt ist die Verwendung von Triclosan in einer Mischungen mit einer oder mehrerer der folgenden termitiziden Komponenten:

Acetamiprid, Allethrin, Alpha-cypermethrin, Beta-cyfluthrin, Bifenthrin, Bioallethrin, 4-Chlor-2- (2-chlor-2-methylpropyl)-5-[(6-iod-3-pyridinyl)methoxy]-3(2H )- pyridazinone (CAS-RN: 120955- 77-3), Chlorfenapyr, Chlorpyrifos, Clothianidin, Cyfluthrin, Cyhalothrin, Cypermethrin, Delta- methrin, Etofenprox, Fenoxycarb, Fipronil, Flufenoxuron, Hexaflumuron, Imidacloprid,

Nitenpyram, Permethrin, Pyriproxifen, Silafluofen, Tebufenozide, Thiacloprid, Thiamethoxam, Tralomethrin, Triflumuron.

Besonders bevorzugt ist die Verwendung -von Triclosan in Kombinationen mit einem oder mehreren der folgenden termitiziden Komponenten:

Bifenthrin, Chlorfenapyr, Clothianidin, Cyfluthrin, Cypermethrin, Deltamethrin, Etofenprox, Imidacloprid, Permethrin, Thiacloprid, Thiamethoxam.

Insbesondere bevorzugt ist die Verwendung von Triclosan in Kombinationen mit einem oder mehreren der folgenden Termitizide:

Bifenthrin, Clothianidin, Imidacloprid, Permethrin, Thiacloprid. Für die erfindungsgemäße Verwendung kann Triclosan, gegebenenfalls in Kombination mit einem oder mehreren der oben genannten Mischungspartner, in die üblichen Formulierungen überführt werden, wie Lösungen, Emulsionen, Suspensionen, Pulver, Schäume, Pasten, Granulate, Aerosole und Feinstverkapselungen in polymeren Stoffen.

Ein weiterer Gegenstand dieser Erfindung sind Mittel enthaltend Triclosan zum Schutz von Holz und Holzwerkstoffen sowie Holzplastikverbundstoffen vor dem Befall und oder der Zerstörung durch Moderfäulepilze.

Die erfindungsgemäßen Mittel enthalten Triclosan sowie mindestens ein Verdünnungs- oder Lösungsmittel, gegebenenfalls weitere Hilfs- und Zusatzstoffe sowie gegebenenfalls mindestens eine weitere mikrobizide Komponente, vorzugsweise aus der Reihe der oben genannten Fungizide und Termitizide.

Die Formulierungen können in bekannter Weise hergestellt werden, z.B. durch Vermischen des Wirkstoffs Triclosan und gegebenenfalls weiterer Wirkstoffe mit Streckmitteln, also flüssigen Lösungsmitteln, unter Druck stehenden verflüssigten Gasen und/oder festen Trägerstoffen, gegebenenfalls unter Verwendung von oberflächenaktiven Mitteln, also Emulgiermitteln und/oder Disper- giermitteln und/oder schaumerzeugenden Mitteln. Im Falle der Benutzung von Wasser als Streckmittel können z.B. auch organische Lösungsmittel als Hilfslösungsmittel verwendet werden. Als flüssige Lösungsmittel kommen im wesentlichen in Frage: Aromaten, wie Xylol, Toluol oder Alkylnaphthaline, aliphatische Kohlenwasserstoffe, wie Cyclohexan oder Paraffine, z.B. Erdölfraktionen, Alkohole, wie Butanol oder Glycol sowie deren Ether und Ester, Ketone, wie Aceton, Methylethylketon, Methylisobutylketon oder Cyclohexanon, stark polare Lösungsmittel, wie Di- methylformamid und Dimethylsulfoxid, sowie Wasser. Mit verflüssigten gasförmigen Streckmitteln oder Trägerstoffen sind solche Flüssigkeiten gemeint, welche bei normaler Temperatur und

unter Normaldruck gasförmig sind, z.B. Aerosol-Treibgase, wie Halogenkohlenwasserstoffe sowie

Butan, Propan, Stickstoff und Kohlendioxid. Als feste Trägerstoffe kommen in Frage: z.B. natürliche Gesteinsmehle, wie Kaoline, Tonerden, Talkum, Kreide, Quarz, Attapulgit, Montmorillonit oder Diatomeenerde und synthetische Gesteinsmehle, wie hochdisperse Kieselsäure, Aluminium- oxid und Silikate. Als feste Trägerstoffe für Granulate kommen in Frage: z.B. gebrochene und fraktionierte natürliche Gesteine wie Calcit, Marmor, Bims, Sepiolith, Dolomit sowie synthetische Granulate aus anorganischen und organischen Mehlen sowie Granulate aus organischem Material wie Sägemehl, Kokosnußschalen, Maiskolben und Tabakstengel. Als Emulgier und/oder schaumerzeugende Mittel kommen in Frage: z.B. nichtionogene und anionische Emulgatoren, wie PoIy- oxyethylen-Fettsäureester, Polyoxyethylen-Fettalkoholether, z.B. Alkylarylpolyglycolether, Alkyl- sulfonate, Alkylsulfate, Arylsulfonate sowie Eiweißhydrolysate. Als Dispergiermittel kommen in Frage: z.B. Lignin-Sulfitablaugen und Methylcellulose.

Es können in den Formulierungen Haftmittel wie Carboxymethylcellulose, natürliche und synthetische pulverige, körnige oder latexförmige Polymere verwendet werden, wie Gummiarabicum, Polyvinylalkohol, Polyvinylacetat, sowie natürliche Phospholipide, wie Kephaline und Lecithine, und synthetische Phospholipide. Weitere Additive können mineralische und vegetabile öle sein.

Es können Farbstoffe wie anorganische Pigmente, z.B. Eisenoxid, Titanoxid, Ferrocyanblau und organische Farbstoffe, wie Alizarin-, Azo- und Metallphthalocyaninfarbstoffe und Spurennährstoffe, wie Salze von Eisen, Mangan, Bor, Kupfer, Kobalt, Molybdän und Zink verwendet werden.

Die erfindungsgemäßen Mittel enthalten im allgemeinen zwischen 0,005 und 95 Gew.-% Triclosan, vorzugsweise zwischen 0,1 und 50 Gew.-% Triclosan, und gegebenenfalls zwischen 0,005 und 50 Gew.-% der genannten mikrobiziden Komponenten, vorzugsweise zwischen 0,1 und 30 Gew.-%.

Die zum Schutz der technischen Materialien verwendeten mikrobiziden Mittel oder Konzentrate enthalten den Wirkstoff Triclosan bzw. die Kombination von Triclosan mit einem weiteren mikrobiziden Wirkstoff in einer Konzentration von 0,005 und 95 Gew.-%, insbesondere 0,1 bis 50 Gewichtsprozent.

Die Anwendungskonzentrationen des erfindungsgemäß zu verwendenden Wirkstoffs Triclosan bzw. der Wirkstoffkombination von Triclosan mit mindestens einem weiteren mikrobiziden Wirk- stoff richtet sich nach der Art und dem Vorkommen der zu bekämpfenden Mikroorganismen sowie nach der Zusammensetzung des zu schützenden Materials. Die optimale Einsatzmenge kann durch Testreihen ermittelt werden. Im allgemeinen liegen die Anwendungskonzentrationen von Triclosan bzw. der Kombination von Triclosan mit mindestens einem weiteren mikrobiziden Wirkstoff im

Bereich von 0,001 bis 5 Gewichtsprozent, vorzugsweise von 0,01 bis 1,5 Gewichtsprozent, bezogen auf das zu schützende Material.

Die erfindungsgemäße Verwendung von Triclosan ermöglicht in vorteilhafter Weise,- die bisher verfügbaren mikrobiziden Mittel durch effektivere zu ersetzen. Die erfindungsgemäßen Mittel zei- gen eine gute Stabilität und haben in vorteilhafter Weise ein breites Wirkungsspektrum.

Triclosan weist zwar überraschend gegen Moderfäulepilze eine hervorragende Wirksamkeit auf, ist aber gegen holzzerstörende Basidiomceten wie z.B. Gloeophyllum trabeum, Coniophora puteana, Poria placenta, Lentinus tigrinus, Coriolus versicolor und Stereum sanguinolentum unzureichend wirksam und kann durch diese abgebaut werden.

überraschenderweise wurde gefunden, dass Kombinationen des allein nicht ausreichend wirksamen Triclosan mit Triazolfungiziden sowohl gegen holzzerstörende Basidiomyceten als auch gegen Moderfäulepilze synergistisch wirken, d. h. die fungizide Wirksamkeit der synergistischen Mischungen ist unerwarteter Weise höher als die Summe der fungiziden Wirksamkeit der jeweiligen Fungizide allein.

Weitere Gegenstände der vorliegenden Erfindung sind daher Mischungen enthaltend eine synergistisch wirksame Menge an Triclosan und mindestens einem Triazolfungizid, fungizide Mittel auf Basis dieser Mischungen sowie die Verwendung dieser Mischungen und Mittel zum Schutz von technischen Materialien, insbesondere Holz und Holzwerkstoffen, vor Befall, Schädigung und oder Zerstörung durch Mikroorganismen.

Bevorzugt handelt es sich bei den erfindungsgemäß einzusetzenden Triazolfungiziden um Azaco- nazole, Azocyclotin, Bitertanol, Bromuconazole; Cyproconazole, Diclobutrazole, Difenoconazole, Diniconazole, Epoxyconazole, Etconazole, Fenbuconazole, Fenchlorazole, Fenethanil, Fluquinco- nazole, Flusilazole, Flutriafol, Furconazole, Hexaconazole, Imibenconazole, Ipconazole, Izofos, Myclobutanil, Metconazole, Paclobutrazol, Penconazole, Propiconazole, (+/-)-cis-l-(4-chlorphe- nyl)-2-(lH-l,2,4-triazol-l-yl)cycloheptanol, 2-(l-tert.-Butyl)-l-(2-chlorphenyl)3-(l,2,4-triazol-l- yl)-propan-2-ol, Simeconazole, Tebuconazole, Tetraconazole, Triadimefon, Triadimenol, Tria- penthenol, Triflumizole, Triticonazole; Uniconazole sowie deren Metallsalze und Säureaddukte.

Besonders bevorzugt sind Mischungen von Triclosan mit wenigstens einem Triazolfungizid aus der Reihe Propiconazole, Tebuconazole, Cyproconazole, Hexaconazole und Triadimefon die sich durch einen ausgeprägten Synergsimus gegen holzerstörende Basidiomyceten auszeichnen.

Durch die synergistische Wirkungssteigerung ergibt sich der zusätzliche Vorteil, dass durch die anzuwendende geringere Menge an Fungizid in einem Holzschutzmittel gemäß der vorliegenden Erfindung nicht nur ein ökonomischer Vorteil erzielt wird, sondern auch das Sicherheitsrisiko für die Umwelt reduziert wird.

Die erfindungsgemäßen Mischungen enthalten im allgemeinen Triclosan und mindestens ein Triazolfungizid im Gewichtsverhältnis von 1 : 99 bis 99 : 1, bevorzugt von 1 : 10 bis 10 : 1.

Die erfindungsgemäßen Mischungen können weitere wirksame Bestandteile aus der Reihe der fun- gizide und/oder termitizide zur Steigerung der Wirksamkeit und/oder Erzielung besonderer Effekte enthalten.

Bevorzugt enthalten die erfindungsgemäßen Mischungen einen oder mehrere der folgenden fungi- ziden Komponenten: Clorthalonil, Carbendazim, Thiabendazol, Dichloroctylisothiazolinon, n- Octylisothazolinon, Folpet, Dichlofluanid, Tolylfluanid, Bethoxazin, 3-Iod-2-propinyl-butylcarba- mat, Zink- oder Kupfer-Pyrithion, Bifenthrin, Chlorfenapyr, Clothianidin, Cyfluthrin, Cyper- methrin, Deltamethrin, Etofenprox, Imidacloprid, Permethrin, Thiacloprid, Thiamethoxam. Captan, Carbendazim, Fenpropimorph, Bethoxazin, Fluorfolpet, Thiocyanato-methyl- thiobenzothiazol, Dichloroctylisothiazolinon, n-Octylsisothiazolinon, N-(3-aminopropyl)-N- dodecylpropan-l,3-diamin sowie Borsäurverbindungen wie Borsäure, Borsäurester, Borax.

Besonders bevorzugt enthalten die erfindungsgemäßen Mischungen eine oder mehrere der folgen- den fungiziden Komponenten: Clorthalonill, Dichlofluanid, Tolylfluanid, Bethoxazin, 3-Iod-2- propinyl-butylcarbamat, Dichloroctylisothiazolinon, n-Octylsisothiazolinon, Folpet, Zink- und Kupfer-Pyrithion.

Die erfindungsgemäßen Mischungen enthalten im allgemeinen 0.01 - 85 Gewichtsprozent Triclosan, 0.01 - 85 Gewichtsprozent eines oder mehrer Triazolfungizide, gegebenenfalls 0.01 - 80 Gewichtsprozent mindestens eines weiteren mikrobiziden Wirkstoffs aus der Reihe der Fungizide, Insektizide und Termitizide enthalten sind.

Die erfindungsgemäßen Mischungen eignen sich hervorragend zum Schutz von technischen Materialien insbesondere Holz und Holzwerkstoffen, vor Befall, Schädigung und oder Zerstörung durch Mikroorganismen.

Die erfindungsgemäßen Mischungen können nach allgemein bekanntem Verfahren hergestellt werden indem eine synergistisch wirksame Menge der Wirkstoffe Triclosan und eines oder mehrere Triazolfungizide sowie gegebenenfalls weitere Wirkstoffe aus der Reihe der Fungizide, Insektizide und Termitizide sowie gegebenenfalls Hilfs- und Zusatzstoffe in einer geeigneten Apparatur gemischt, gemahlt, granuliert, emulgiert oder dispergiert werden. Ein weiterer Gegenstand dieser Erfindung sind das vor Befall und/oder Zerstörung durch Moderfäulepilze geschützte Holz und Holzwerkstoffe sowie Holzplastikverbundstoffe enthaltend Triclosan oder ein Mittel basierend auf Triclosan.

Unter Holz, Holzwerkstoffen und Holzplastikverbundstoffen, welches durch die erfindungsgemäßen Wirkstoffmischungen bzw. diese enthaltene Mittel geschützt werden kann, ist beispielhaft zu

verstehen: Bauholz, Holzbalken, Eisenbahnschwellen, Brückenteile, Bootsstege, Holzfahrzeuge,

Kisten, Paletten, Container, Telefonmasten, Holzverkleidungen, Holzfenster und -türen, Sperrholz, Mitteldichte Faserplatten (MDF), Spanplatten, Oriented Strand Board (OSB), Waferboard, Lami- nated Veneer Lumber (LVL) oder Holzprodukte, die ganz allgemein beim Hausbau oder in der Bautischlerei Verwendung finden sowie Holzplastik-Verbundstoffe.

Weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Schutz von Holz, Holzwerkstoffen und Holz-Plastik-Verbundwerkstoffen gegen den Befall durch Moderfäulepilze.

Der Wirkstoff Triclosan, gegebenenfalls in Kombination mit einem oder mehreren mikrobiziden Wirkstoffen, kann als solcher, in Form von Formulierungen oder den daraus bereiteten Anwen- dungsformen, wie gebrauchsfertige Lösungen, Suspensionen, Pasten, lösliche Pulver angewendet werden. Die Anwendung geschieht in üblicher Weise indem man das Holz, den Holzwerkstoff oder den Holz-Plastik-Verbundwerkstoff mit dem Wirkstoff Triclosan, gegebenenfalls in Kombination mit einem oder mehreren mikrobiziden Wirkstoffen, oder mit einem daraus hergestellten Mittel in Form einer Formulierung oder Anwendungsform behandelt, z.B. durch Sprüh-, Streich-, Tauch- und großtechnische Imprägnierverfahren, z.B. Vakuum-, Doppel vakuum- oder Druckverfahren sowie durch Zugabe zum Leim oder Masterbatch sowie über den Compounder oder Mischer.

Ein besonders effektiver Holzschutz wird durch großtechnische Imprägnierverfahren, z.B. Vakuum, Doppelvakuum oder Druckverfahren erzielt.

Besonders bevorzugt ist daher ein Verfahren zum Schutz von Holz wobei das Holz mit einer wirksamen Menge Triclosan und mindestens einem Verdünnungs- oder Lösungsmittel, gegebenenfalls weiteren Hilfs- und Zusatzstoffe sowie gegebenenfalls einem oder mehreren mikrobiziden Wirkstoffen, vorzugsweise aus der Reihe der Termitizide und Fungizide, mittels Vakuum, Doppelvakuum, Druck- oder Tauchverfahren imprägniert wird.

Die folgenden Beispiele dienen zur Erläuterung der vorliegenden Erfindung ohne diese jedoch einzuschränken.

Beispiel 1

Zum Nachweis der Wirksamkeit von Triclosan gegen in EN 807 beschriebene Moderfäulepilze wurde die minimalen Hemmkonzentrationen (MHK) ermittelt. -

Ein Agar, der unter Verwendung von Malzextrakt hergestellt wurde, wurde mit Triclosan in Kon- zentrationen von 1 mg/1 bis 500 mg/1 versetzt.. Nach Erstarren des Agars erfolgte eine Kontamination mit Reinkulturen der in Tabelle 1 aufgeführten Moderfäulepilze. Nach 2-wöchiger Inkubation bei 26°C wurde die MHK ermittelt. MHK ist die niedrigste Konzentation an Wirkstoff, bei der keinerlei Bewuchs durch Moderfäulepilze erfolgt., sie ist in Tabelle 1 angegeben.

Tabelle 1 Minimale Hemmkonzentrationen von Triclosan gegen Moderfäulepilze

Beispiel 2

Verschiedene Konzentrationen von Triclosan (A), Tebuconazole (B) und Mischungen (AB) der beiden genannten Wirkstoffe wurden gegen den holzzerstörenden Basidiomyceten Lentinus tigrinus geprüft. Aus einer Kolonie des Holzdestruenten wurden Mycelstücke ausgestochen und auf einem Malzextrakt-peptonhaltigen Nähragar bei 26°C inkubiert. In der Folge wurde das radiale Hyphenwachstum mit und ohne Wirkstoffzusatz verglichen. Als minimale Hemmkonzentration (MHK) wurde die niedrigste Wirkstoffkonzentration in Folge angegeben, welche das radiale Wachstum völlig unterdrückt.

Nach der von KuIl et al. (F.C.Kull, P.C. Eismann, H.D.Sylvestrowicz, R.L.Mayer, Applied Microbiology 9, 538 bis 541,1961) beschriebenen Methode wurde dann der Synergismus ermittelt. Dabei gelten folgende Beziehungen:

QA/ Qa + QB/ Qb = SI

Qa = Konzentration von Substanz A, welche die MHK darstellt

Qb = Konzentration von Substanz B, welche die MHK darstellt

QA = Konzentration von Substanz A in der Konzentration von A/B, die das Mikroben Wachstum unterbindet - — - _ - _ _ - -

QB = Konzentration von Substanz B in der Konzentration von A/B, die das Mikroben Wachstum unterbindet

SI = Synergistischer Index

SI = 1 bedeutet Additivität

SI > 1 bedeutet Antagonismus

SI < 1 bedeutet Synergismus

Tabelle 2: MHK- Werte und Synergistsicher Index von Triclosan und Tebuconazole (Prüfpilz Lentinus tigrinus)

Aus den ermittelten Index-Daten geht hervor, dass die erfindungsgemäße Kombination von Triclosan mit Tebuconazole über weite Bereiche hinweg einen ausgeprägten Synergismus gegen den holzzerstörenden Basidomyceten Lentinus tigrinus aufweist.

Beispiel 3

Verschiedene Konzentrationen von Triclosan (A), Cyproconazole (B) und Mischungen (AB) der beiden genannten Wirkstoffe wurden gegen den holzzerstörenden Basidiomyceten Gloephyllum trabeum geprüft. Aus einer Kolonie des Holzdestruenten wurden Mycelstücke ausgestochen und auf einem Malzextrakt-peptonhaltigen Nähragar bei 26°C inkubiert. In der Folge wurde das radiale Hyphenwachstum mit und ohne Wirkstoffzusatz verglichen. Als minimale Hemmkonzentration (MHK) wurde die niedrigste Wirkstoffkonzentration in Folge angegeben, welche das radiale Wachstum völlig unterdrückt.

Nach der von KuIl et al. (F.C.Kuli, P.C. Eismann, H.D.Sylvestrowicz, R.L.Mayer, Applied Microbiology 9, 538 bis 541,1961) beschriebenen Methode wurde analog zu Beispiel 2 der Synergismus ermittelt.

Tabelle 3: MHK-Werte und Synergistsicher Index von Triclosan und Cyproconazole (Prüfpilz Gloephyllum trabeum)

Aus den ermittelten Index-Daten geht hervor, dass die erfindungsgemäße Kombination von Triclosan mit Cyproconazole über weite Bereiche hinweg einen ausgeprägten Synergismus gegen den holzzerstörenden Basidomyceten Gloeophyllum trabeum aufweist

Beispiel 4

Wie in Beispiel 1 beschrieben wurden verschiedene Konzentrationen von Triclosan (A), Propiconazole (B) und Mischungen (AB) der beiden genannten Wirkstoffe wurden gegen den Moderfäuleverursacher Trichurus spiralis geprüft.

Nach der von KuIl et al. (F.C.Kuli, P.C. Eismann, H.D.Sylvestrowicz, R.L.Mayer, Applied Microbiology 9, 538 bis 541,1961) beschriebenen Methode wurde analog zu Beispiel 2 der Synergismus ermittelt.

Tabelle 3: MHK-Werte und Synergistsicher Index von Triclosan und Propiconazole (Prüfpilz Trichurus spiralis9

Aus den ermittelten Index-Daten geht hervor, dass die erfmdungsgemäße Kombination von Triclosan mit Propiconazole einen ausgeprägten Synergismus gegen den Moderfäulepilz Trichurus spi- ralis aufweist