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Patent Searching and Data


Title:
UTILITY VEHICLE DISK BRAKE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2016/177474
Kind Code:
A1
Abstract:
A utility vehicle disk brake comprises a vehicle-mounted brake mount (110) that partially surrounds a brake disk, and a brake caliper (120) that is arranged on and partially covers the brake mount (110); sliding guides allow the brake caliper (120) to slide relative to the brake mount (110) perpendicularly to a friction surface of the brake disk; a first one of said sliding guides is designed as a fixed bearing, and a second one of said sliding guides is designed as a floating bearing, at least the floating bearing being designed as a slotted guide comprising a guideway (123) that runs in the sliding direction of the brake caliper (120) as well as a first guiding element (114) that is accommodated in the guideway (123).

More Like This:
Inventors:
FISCHL TOBIAS (DE)
Application Number:
EP2016/000747
Publication Date:
November 10, 2016
Filing Date:
May 06, 2016
Export Citation:
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Assignee:
KNORR-BREMSE SYSTEME FÜR NUTZFAHRZEUGE GMBH (DE)
International Classes:
F16D55/2265; F16D55/227
Foreign References:
DE9003990U11991-08-01
EP0229618A21987-07-22
US3442353A1969-05-06
DE202013101406U12013-05-06
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Claims:
Scheibenbremse eines Nutzfahrzeugs, aufweisend

- einen fahrzeugseitig ortsfesten, eine Bremsscheibe (2) teilweise umgreifenden Bremsträger (1 10, 210) sowie

- einen an dem Bremsträger (110, 210) angeordneten und diesen teilweise übergreifenden Bremssattel (120, 220),

- wobei der Bremssattel (120, 220) relativ zum Bremsträger (110, 210) über Gleitführungen senkrecht zu einer Reibfläche (21) der Bremsscheibe (2) verschiebbar ist,

- wobei eine erste der Gleitführungen als Festlager und eine zweite der Gleitführungen als Loslager ausgebildet ist,

dadurch gekennzeichnet, dass

- zumindest das Loslager als Kulissenführung mit einer sich in Verschieberichtung des Bremssattels (120, 220) erstreckenden Gleitbahn (123, 213) und einem in der Gleitbahn (123, 213) aufgenommenen ersten Führungselement (1 14, 214) ausgebildet ist.

Scheibenbremse nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das erste Führungselement (1 14) sich parallel zur Reibfläche (21) der Bremsscheibe (2) erstreckend am Bremsträger (1 10) und die Gleitbahn (123) an einem Teilstück (122) des Bremssattels (120) angeordnet ist.

Scheibenbremse nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das erste Führungselement (224) sich parallel zur Reibfläche (21) der Bremsscheibe (2) erstreckend am Bremssattel (220) und die Gleitbahn (213) an einem Teilstück (212) des Bremsträgers (210) angeordnet ist.

Scheibenbremse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Führungselement (114) sich in Richtung der Längserstreckung des Bremsträgers (110) erstreckt.

Scheibenbremse nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Führungselement (224) sich senkrecht zur Richtung der Längserstreckung des Bremsträgers (110, 210) erstreckt.

6. Scheibenbremse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitbahn (123) Gleitflächen (124) aufweist, die als parallel zueinander ausgerichtete Innenflächen eines Langloches (125) ausgebildet sind.

7. Scheibenbremse nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitbahn (213) Gleitflächen (214) aufweist, die als parallel zueinander ausgerichtete Innenflächen einer in Gleitrichtung des ersten Führungselement (224) auf einer Seite offenen Langnut ausgebildet sind.

8. Scheibenbremse nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass das erste Führungselement (114, 224) als Holm oder Stift mit einer als Gleitfläche dienenden Mantelfläche (115, 226) ausgebildet ist.

9. Scheibenbremse nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass an einer Stirnfläche des ersten Führungselementes (224) ein die Gleitbahn (213) hintergreifendes Kopfstück (225) angeformt oder befestigt ist.

10. Scheibenbremse nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Führungselement (224) sich von einer dem Bremsträger (210) zugewandten Unterseite (222) des Bremssattels (220) erstreckt.

1 1. Scheibenbremse nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass das erste Führungselement (114) sich von einer einer Innenfläche des Bremssattels (120) zugewandten Teilstück (1 13) des Bremsträger (1 10) erstreckt.

Description:
Scheibenbremse eines Nutzfahrzeugs

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Scheibenbremse eines Nutzfahrzeugs gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Bei gattungsgemäßen Scheibenbremsen ist ein eine Bremsscheibe umgreifender Bremssattel in und entgegen einer Zuspannrichtung der Scheibenbremse verschiebbar an einem fahrzeug festen Bremsträger gelagert. Bei einem Brems- Vorgang wird dabei der Bremssattel relativ zur Bremsscheibe verschoben, wobei eine Reaktionskraft am Bremssattelrücken entsteht. Durch diese Reaktionskraft am Bremssattel rücken werden sowohl der zuspannseitige Bremsbelag als auch der auf der Rückseite der Bremsscheibe vorgesehene Bremsbelag gegen die Bremsscheibe gedrückt, die nach Überwindung eines zwischen Brems- scheibe und den Bremsbelägen vorhandenen Lüftspiels durch Reibung ein Bremsmoment erzeugen. Die Verschiebung des Bremssattels erfolgt dabei durch eine Zuspannvorrichtung, welche im Wesentlichen eine Kolbenstange eines pneumatisch oder elektromotorisch oder federbetätigten Bremszylinders (nicht gezeigt) sowie einen bewegbaren Drehhebel aufweist, dessen Kraft bei einem Zuspannvorgang über eine Brücke auf zwei Gewindestempel verteilt, welche den zuspannseitigen Bremsbelag an die Bremsscheibe drücken.

Der Bremssattel ist dabei relativ zum Bremsträger über Gleitführungen senkrecht zur Reibfläche der Bremsscheibe verschiebbar. Dazu sind zwei Gleitfüh- rungen vorgesehen, die jeweils einen am Bremsträger verschraubten Führungsholm umfassen, der sich mit Spiel in eine jeweilige Bohrung im Bremssattel erstreckt, wobei die Führungsholme und die diese aufnehmenden Bohrungen sich in Zuspannrichtung der Scheibenbremse erstrecken. In dieser Bohrung des Bremssattels ist jeweils ein Lager oder Gleitelement angeordnet, das eine reibungsarme Verschiebbarkeit des Bremssattels gegenüber dem Bremsträger ohne hohen Kraftverlust gewährleistet.

Eine der Gleitführungen ist dabei als Festlager mit geringem Gleitspiel ausgebildet, während das andere als Loslager, insbesondere zum Ausgleich von Fer- tigungstoleranzen, Wärmeausdehnung der Bauteil sowie Montagetoleranzen ausgebildet ist.

Allerdings ist die Herstellung einer Scheibenbremse mit einem derart ausgebil- deten Festlager und Loslager zur Lagerung des Bremssattels an dem Bremsträger relativ kostenaufwendig, insbesondere aufgrund der exakt in den Bremssattel einzubringenden Bohrungen zur Aufnahme der Führungsholme.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine kostengünstiger herstellbare Scheibenbremse der gattungsgemäßen Art zu entwickeln, bei gleichzeitiger Beibehaltung des Fest- und Loslager-Lagerkonzeptes.

Diese Aufgabe wird durch eine Scheibenbremse mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Die erfindungsgemäße Scheibenbremse eines Nutzfahrzeugs weist einen fahr- zeugseitig ortsfesten, eine Bremsscheibe teilweise umgreifenden Bremsträger sowie einen an dem Bremsträger angeordneten und diesen teilweise übergreifenden Bremssattel auf. Der Bremssattel ist relativ zum Bremsträger über Gleit- führungen senkrecht zu einer Reibfläche der Bremsscheibe verschiebbar. Dabei ist eine erste der Gleitführungen als Festlager und eine zweite der Gleitführungen als Loslager ausgebildet. Zumindest das Loslager ist erfindungsgemäß als Kulissenführung mit einer sich in Verschieberichtung des Bremssattels erstreckenden Gleitbahn und einem in der Gleitbahn ausgenommenen ersten Führungselement ausgebildet.

Durch die Ausführung des Loslagers als Kulissenführung ist eine wesentliche Vereinfachung des Aufbaus des Loslagers erreicht. Die Funktion des Festlagers und des Loslagers der Bremssattellagerung wird dabei aufgeteilt, wobei die Führung des Bremssattels um die Zuspannbewegung sowie den Verschleißweg vom Festlager übernommen wird. Das Loslager übernimmt nun die Funktion der Rüttelstabilisierung sowie des Niederhaltens des Bremssattels, um ein Aufklappen oder Aufdrehen des Bremssattels um das Festlager zu verhindern. Ein solches vereinfachtes Loslager zeichnet sich insbesondere durch die kosten- günstigere Herstellungsweise aus.

Vorteilhafte Ausführungsvarianten der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsvariante der Erfindung ist das erste Führungselement sich parallel zur Reibfläche erstreckend am Bremsträger und die Gleitbahn an einem Teilstück des Bremssattels angeordnet. In einer zweiten alternativen Ausführungsvariante ist das erste Führungselement sich parallel zur Reibfläche der Bremsscheibe erstreckend am Bremssattel und die Gleitbahn an einem Teilstück des Bremsträgers angeordnet. Beide Ausführungsvarianten ermöglichen die Nutzung einer Kulissenführung anstelle einer aus dem Stand der Technik bekannten Gleitbuchse zur Aufnahme eines Führungsholmes als Führungselement. Auch das Führungselement muss nicht, kann jedoch, als Holm ausgebildet sein. Auch eine Ausführung des ersten Führungselementes als Stift oder dergleichen mit einer als Gleitfläche dienenden Mantelfläche ist denkbar. Das erste Führungselement erstreckt sich besonders bevorzugt in Richtung der Längserstreckung des Bremsträgers. Nach einer alternativen Ausführungsvariante erstreckt sich das erste Führungselement senkrecht zur Richtung der Längserstreckung des Bremsträgers und parallel zur Reibfläche der Bremsscheibe.

Beide Ausführungsvarianten zeichnen sich durch die einfache Montagemöglichkeit eines solchen Führungselementes, beispielsweise an einer dem Bremsträger zugewandten Unterseite des Bremssattels oder an einer einem Belagschacht zur Aufnahme von Bremsbelägen abgewandten Außenseite eines Be- lagträgerhorns des Bremsträgers, bevorzugt durch Einschrauben in eine dazu vorgesehene Bohrung mit Innengewinde, aus.

Die Gleitbahn weist gemäß einer vorteilhaften Ausführungsvariante Gleitflächen auf, die als parallel zu einander ausgerichtete Innenflächen eines Langlochs ausgebildet sind, in dem das erste Führungselement in Verschieberichtung des Bremssattels verschiebbar ist.

Nach einer alternativen Ausführungsvariante weist die Gleitbahn Gleitflächen auf, die als parallel zueinander ausgerichtete Innenflächen einer in Gleitrichtung des ersten Führungselementes auf einer Seite offenen Langnut ausgebildet sind.

Das Einbringen eines solchen Langloches oder das Ausbilden einer Langnut am Bremsträger oder am Bremssattel ist insbesondere bei als Gussteilen aus- gebildeten Bremsträgern oder Bremssätteln in einfacher und kostengünstiger Weise möglich.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsvariante der Erfindung ist an einer Stirn- fläche des ersten Führungselementes ein die Gleitbahn hintergreifendes Kopfstück angeformt oder befestigt. Mit diesem Kopfstück wird ein Aufklappen oder Aufdrehen des Bremssattels und des Festlagers wirksam verhindert.

Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsbeispiel anhand der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen: ein Ausschnitt einer gattungsgemäßen Scheibenbremse eines Nutzfahrzeuges gemäß dem Stand der Technik, eine perspektivische Ansicht eines Bremsträgers und eines diesen übergreifenden Bremssattels einer Ausführungsvariante einer erfindungsgemäßen Scheibenbremse, eine perspektivische Ansicht eines Teilstücks eines Bremsträgers der in Figur 2 gezeigten Ausführungsvariante, eine perspektivische Ansicht eines Bremsträgers und eines diesen übergreifenden Bremssattels gemäß einer alternativen Ausführungsvariante einer erfindungsgemäßen Scheibenbremse, eine perspektivische Ansicht eines Ausschnitts der in Figur 4 gezeigten Bauteile der Scheibenbremse in einer Nichtbremsstellung und Figur 6 eine perspektivische Ansicht des in Figur 5 dargestellten Ausschnitts in einer Bremsstellung des Bremssattels.

In der nachfolgenden Figurenbeschreibung beziehen sich Begriffe wie oben, unten, links, rechts, vorne, hinten usw. ausschließlich auf die in den jeweiligen Figuren gewählte beispielhafte Darstellung und Position des Bremsträgers, des Bremssattels, der Führungselemente, der Gleitbahn und dergleichen. Diese Begriffe sind nicht einschränkend zu verstehen, das heißt, durch verschiedene Arbeitsstellungen oder die spiegelsymmetrische Auslegung oder dergleichen können sich diese Bezüge ändern. In der Figur 1 ist mit dem Bezugszeichen 1 ein Bremsträger einer gattungsgemäßen Scheibenbremse bezeichnet, wie er aus dem Stand der Technik bekannt ist. Dieser Bremsträger 1 ist dabei fahrzeugseitig ortsfest festgelegt, wozu Durchgangsbohrungen 9 für Verbindungsschrauben vorsehen sind, die an einem Fahrzeugachsteil eines Nutzfahrzeugs festschraubbar sind.

Der Bremsträger 1 ist dabei so angeordnet, dass er eine Bremsscheibe 2 teilweise umgreift. Beidseitig der Reibfläche der Bremsscheibe 2 ist der Bremsträ- ger durch Trägerhörner 5, 6 und eine Brücke begrenzte Belagschächte zur Aufnahme eines jeweiligen Bremsbelages 3. Die Bremsbeläge 3 sind dabei vorzugsweise nach dem Einbau durch einen Belaghaftebügel 4 radial zur Drehachse der Bremsscheibe gesichert, wobei dieser Belaghaltebügel 4 üblicherweise an einem den Bremsträger 1 teilweise übergreifenden hier nicht gezeig- ten Bremssattel fixiert ist.

An einer Zuspannseite des Bremsträgers 1 sind desweiteren Führungsholme 7, 8 von Gleitführungen festgelegt. Dabei bildet einer der Führungsholme 7 einen Bestandteil eines Loslagers, während der Führungsholm 8 Bestandteil eines Festlagers ist, mit dem die Führung des Bremssattels um die Zuspannbewe- gung sowie den Verschleißweg erfolgt. Das Loslager dient dabei insbesondere zum Ausgleich von Fertigungs- und Montagetoleranzen in Umlaufrichtung der Bremsscheibe. In den Figuren 2 und 3 ist eine erste Ausführungsvariante eines Teilbereiches einer erfindungsgemäßen Scheibenbremse eines Nutzfahrzeugs perspektivisch dargestellt. Der prinzipielle Aufbau der Scheibenbremse entspricht dabei dem Aufbau der anhand von Figur 1 erläuterten gattungsgemäßen Scheibenbremse. Auch hier ist ein Bremsträger 1 10 fahrzeugseitig ortsfest festgelegt und umgreift eine (nicht dargestellte) Bremsscheibe. Der Bremsträger 110 ist mit einem diesen teilweise übergreifenden Bremssattel 120 verbunden. Auch hier ist der Bremssattel 120 relativ zum Bremsträger 1 10 über Gleitführungen senkrecht zu einer Reibfläche 21 der Bremsscheibe verschiebar. Dabei ist eine der Gleitfüh- rungen als Festlager und eine zweite der Gleitführungen als Loslager ausgebildet.

Im Gegensatz zur gattungsgemäßen Scheibenbremse ist das Loslager als Kulissenführung mit einer sich in Verschieberichtung des Bremssattels 120 erstre- ckenden Gleitbahn 123 und einem in der Gleitbahn 123 aufgenommen ersten Führungselement 1 14 ausgebildet.

In der in den Figuren 2 und 3 gezeigten Ausführungsvariante ist das erste Füh- rungselement 1 14 am Bremsträger 1 10 angeordnet, vorzugsweise angeschraubt. Im Gegensatz zur aus dem Stand der Technik bekannten Bauweise erstreckt sich das erste Führungselement 114 parallel zur Reibfläche 21 der Bremsscheibe 2. ι In der hier gezeigten Ausführungsvariante erstreckt sich das erste Führungselement 1 14 in Richtung X der Längserstreckung des Bremsträgers 110. Das Führungselement ist dabei, wie in Figur 3 gezeigt, vorzugsweise als Holm mit einer als Gleitfläche dienenden Mantelfläche 115 ausgebildet. Denkbar sind auch andere Gestaltungen des Führungselementes 1 14, beispielsweise als Stift oder Schraube.

Das Führungselement 114 erstreckt sich dabei von einem einer Innenfläche des Bremssattels 120 zugewandten Teilstück 113 des Bremsträgers 1 10. Dieses Teilstück 113 des Bremsträgers 1 10 ist hier an einer dem Belagschacht 1 16 abgewandten Außenseite eines reaktionsseitigen Bremsträgerhorns 11 1 angeformt, mit einer senkrecht zur Längserstreckung des Bremsträgers 1 10 geformten Montagefläche, aus der sich das erste Führungselement 1 14 erstreckt.

Die in Figur 2 gezeigte Gleitbahn 123 weist Gleitflächen 124 auf, die als parallel zueinander ausgerichtete Innenflächen eines Langlochs 125 ausgebildet sind. Das Langloch 125 ist dabei in ein Teilstück 122 des Bremssattels 120 eingebracht, wobei die Längserstreckung des Langlochs und der Gleitflächen 124 in Verschieberichtung des Bremssattels 120, das heißt in Zuspannrichtung des Bremssattels 120 ausgerichtet ist beziehungsweise sind.

Denkbar ist prinzipiell auch die Anordnung der Gleitbahn 123 und entsprechend des Teilstücks 1 13 des Bremsträgers 1 10 mit dem daran angeordneten ersten Führungselement 1 14 auf der Zuspannnseite des Bremsträgers 1 10 bzw. des Bremssattels 120.

Anhand der Figuren 4 bis 6 wird im Folgenden eine alternative Ausführungsvariante einer erfindungsgemäßen Scheibenbremse eines Nutzfahrzeugs erläutert. Wie in Figur 4 gezeigt ist, entspricht auch hier der prinzipielle Aufbau der Scheibenbremse der gattungsgemäßen Scheibenbremse, wie sie anhand der Figur 1 beschrieben wurde. Im Gegensatz zu der Ausführungsvariante gemäß Figur 2 und 3 ist bei dieser Ausführungsvariante an dem Bremsträger 210 eine Gleitbahn 213 an einem Teilstück 212 angeordnet.

Das erste Führungselement 224 dieser Ausführungsvariante ist am Bremssattel 220 angeordnet. Das erste Führungselement 224 erstreckt sich dabei parallel zur Reibfläche 21 der (hier nicht dargestellten) Bremsscheibe. Besonders bevorzugt erstreckt sich das erste Führungselement 224, wie in den Figuren 4 bis 6 zu erkennen ist, senkrecht zur Richtung der Längserstreckung der Bremsträgers und parallel zur Reibfläche der Bremsscheibe beziehungsweise senkrecht zur Drehachse der Bremsscheibe von einer Unterseite 222 des Bremssattels 220 nahe einer reaktionsseitigen Außenwand 223 des Bremssattels 220.

Bevorzugt ist das erste Führungselement 224 in eine mit einem Innengewinde versehene Bohrung (nicht gezeigt) an der Unterseite 222 des Bremssattels 220 eingeschraubt. Denkbar sind aber auch andere Befestigungsmöglichkeiten des ersten Führungselements 224 am Bremssattel 220, beispielsweise durch Verschweißen oder Verkleben. Auch eine einstückige Bauweise des ersten Führungselementes 224 mit dem Bremssattel 220 ist denkbar. Das erste Führungselement 224 weist in dieser Ausführungsvariante ein die Gleitbahn 213 hintergreifendes Kopfstück 225 auf, das an einem vorzugsweise als Holm mit einer Mantelfläche 226 ausgebildeten Halsstück an dessen Stirnseite befestigt oder angeformt ist. Wichtig für die Form des Kopfstückes 225 ist dabei, dass die Breite des Kopfstücks 225 größer ist als der Abstand der parallel zueinander ausgerichteten Gleitflächen 214 der an dem Bremsträger 210 angeordneten Gleitbahn 213, um in der Funktionsstellung ein Umklappen des Bremssattels 220 um das (nicht gezeigte) Festlager zu verhindern.

Wie in den Figuren 5 und 6 gezeigt ist, weist die Gleitbahn 213 Gleitflächen 214 auf, die als parallel zueinander ausgerichtete Innenflächen einer in Gleitrichtung des ersten Führungselementes 224, sprich in oder entgegen der Zuspannrich- tung der Scheibenbremse, auf einer Seite offenen Langnut ausgebildet sind. Das Teilstück 212 des Bremsträgers 210, an dem die Langnut angebracht ist, ist dabei vorzugsweise an eine reaktionsseitigen Bremsträgerhorn 21 1 auf einer dem Bremsbelagschacht 217 abgewandten Seite des Bremsträgerhorns 21 1 des Bremsträgers 210 angeordnet.

Denkbar ist prinzipiell auch die Anordnung der Langnut und entsprechend des Teilstücks 212 des Bremsträgers 210 mit dem daran angeordneten ersten Führungselement 224 auf der Zuspannnseite des Bremsträgers.

Das Teilstück 212, an dem die Gleitbahn 213 ausgebildet ist, ist vorzugsweise einstückig an dem Bremsträger 210 angeformt. Denkbar ist auch, das Teilstück 212 als separates Bauteil auszubilden und am Bremsträger 210 zu befestigen, beispielsweise zu verschrauben.

Figur 5 zeigt eine Relativposition des Bremssattels 220 zum Bremsträger 210 in einer Nichtbremsstellung, bei der das erste Führungselement 224 an einem ersten Ende der Gleitbahn 213 positioniert ist, während Figur 6 die Relativposition des Bremssattels 220 zum Bremsträger 210 in einer Bremsstellung zeigt, bei der der Bremssattel 220 zur Anlage der reaktionsseitigen Bremsbeläge in Richtung der Bremsscheibe verschoben wurde und bei der das erste Führungselement 224 nahe einem gegenüberliegenden zweiten Ende der Gleitbahn 213 positioniert ist. Die Längserstreckung der Gleitbahn 123, 213 beider oben beschriebenen Ausführungsvarianten ist derart bemessen, dass eine hinreichende Verschiebung des Bremssattels 120, 220 auch bei verschlissenen Bremsbelägen noch ermöglicht ist.

Bezuqszeichenliste

1 Bremsträger 2 Bremsscheibe

21 Reibfläche

3 Bremsbelag

4 Belaghaltebügel

5 Trägerhorn

6 Trägerhorn

7 Führungsholm

8 Führungsholm

9 Durchgangsbohrung

1 10 Bremsträger

1 1 1 Bremsträgerhorn

1 12 Bremsträgerhorn

1 13 Teilstück

114 Führungselement

1 15 Mantelfläche

1 16 Belagschacht

120 Bremssattel

121 Sattelrücken

122 Teilstück

123 Gleitbahn

124 Gleitflächen

125 Langloch

210 Bremsträger

21 1 Bremsträgerhorn

212 Teilstück

213 Gleitbahn

214 Gleitfläche

217 Bremsbelagschacht

220 Bremssattel

221 Sattelrücken

222 Unterseite

223 Außenwand

224 Führungselement 225 Kopfstück

226 Mantelfäche

X Richtung