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Title:
UV LIGHT-PROTECTIVE AGENT BASED ON MIXED INORGANIC-ORGANIC SYSTEMS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/122481
Kind Code:
A1
Abstract:
The present invention relates to light-protective preparations, particularly in the field of cosmetics, based on mixed inorganic-organic systems. The present invention relates particularly to light-protective preparations containing nanoparticles of at least one metal derivative, at least one light-protective compound chemically bound to said metal derivative nanoparticles, and at least one additional organic UV light-protective agent which is different from the light-protective compound which is bound to the metal derivative nanoparticles.

Inventors:
LEHMANN, Stephan (Kropsburgstrasse 36, Limburgerhof, 67117, DE)
RIGGS, Richard (Holzstrasse 7, Mannheim, 68159, DE)
ANDRE, Valerie (Brunckstrasse 19, Ludwigshafen, 67063, DE)
Application Number:
EP2008/053046
Publication Date:
October 16, 2008
Filing Date:
March 13, 2008
Export Citation:
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Assignee:
BASF SE (67056 Ludwigshafen, DE)
LEHMANN, Stephan (Kropsburgstrasse 36, Limburgerhof, 67117, DE)
RIGGS, Richard (Holzstrasse 7, Mannheim, 68159, DE)
ANDRE, Valerie (Brunckstrasse 19, Ludwigshafen, 67063, DE)
International Classes:
A61K8/49; A61K8/29; A61K8/35; A61Q17/04
Attorney, Agent or Firm:
BASF SE (Carl-Bosch-Str, Ludwigshafen, 67056, DE)
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Claims:

Patentansprüche

1 ) Lichtschutzwirksame Zubereitung enthaltend

- Nanopartikel von wenigstens einem Metallderivat - wenigstens eine an die Nanopartikel von wenigstens einem Metallderivat chemisch gebundene Struktureinheit ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Derivaten von Triazin, Derivaten von Hydroxybenzophenon und Derivaten von 4,4'-Diarylbutadien.

2) Lichtschutzwirksame Zubereitung nach Anspruch 1 , enthaltend wenigstens ein weiteres, von dem an die Nanopartikel gebundenen UV-Lichtschutzmittel verschiedenes organisches UV-Lichtschutzmittel.

3) Lichtschutzwirksame Zubereitung enthaltend - Nanopartikel von wenigstens einem Metallderivat,

- wenigstens ein an die Nanopartikel von wenigstens einem Metallderivat chemisch gebundenes organisches UV-Lichtschutzmittel und

- wenigstens ein weiteres organisches UV-Lichtschutzmittel, das von dem an die Nanopartikel gebundenen UV-Lichtschutzmittel und von Octyl- methoxycinnamat verschieden ist.

4) Lichtschutzwirksame Zubereitung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, wobei das wenigstens eine weitere organische UV-Lichtschutzmittel ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus 2-Ethylhexyl 2-Cyano-3,3-Diphenylacrylat (CAS-Nr. 6197-30-4), Ethylhexylsalicylat (CAS-Nr. 1 18-60-5), Homosalat

(CAS-Nr. 1 18-56-9), Dimethicodiethylbenzalmalonat (CAS-Nr. 207574-74-1 ) und deren Mischungen.

5) Lichtschutzwirksame Zubereitung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, enthaltend weiterhin Dihydroxyaceton.

6) Lichtschutzwirksame Zubereitung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei das Metallderivat ausgewählt ist aus den Derivaten von Titan und/oder Zink.

Description:

UV-Lichtschutzmittel auf Basis von anorganisch-organischen Mischsystemen

Beschreibung

Die vorliegende Erfindung betrifft lichtschutzwirksame Zubereitungen insbesondere im Bereich der Kosmetik auf Basis von anorganisch-organischen Mischsystemen. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung lichtschutzwirksame Zubereitungen enthaltend Nanopartikel von wenigstens einem Metallderivat, wenigstens eine an diese Me- tallderivat-Nanopartikel chemisch gebundene lichtschutzwirksame Verbindung sowie wenigstens ein weiteres organisches UV-Lichtschutzmittel, das verschieden ist von der an die Metallderivat-Nanopartikel gebundenen lichtschutzwirksamen Verbindung.

Metalloxide finden für vielfältige Zwecke Verwendung, so z.B. als Weißpigment, als Katalysator, als Bestandteil antibakterieller Hautschutzsalben und als Aktivator für die Kautschukvulkanisation. In kosmetischen Sonnenschutzmitteln findet man feinteiliges Zinkoxid oder Titandioxid als UV-absorbierende Pigmente.

Mit dem Begriff "Nanopartikel" werden im Rahmen der vorliegenden Anmeldung Partikel mit einem mittleren Durchmesser von 2, bevorzugt von 5 bis 10000 nm bezeich- net, bestimmt mittels elektronenmikroskopischer Methoden.

WO 2007/017587 beschreibt die kosmetische Verwendung eines Kompositmaterials umfassend ein Metallderivat und einen organischen UV-Lichtschutzfilter, wobei der UV-Lichtschutzfilter chemisch an das Metallderivat gebunden ist. Vorzugsweise han- delt es sich bei der chemischen Bindung um eine kovalente Bindung. WO

2007/017586 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung solcher Kompositmaterialien.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, lichtschutzwirksame Zubereitungen bereitzustellen, die ein gegenüber den aus dem Stand der Technik bekannten licht- schutzwirksamen Zubereitungen verbessertes Eigenschaftsprofil aufweisen.

Diese Aufgabe wurde gelöst durch lichtschutzwirksame Zubereitungen enthaltend

Nanopartikel von wenigstens einem Metallderivat

- wenigstens eine an die Nanopartikel von wenigstens einem Metallderivat che- misch gebundene Struktureinheit ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus

Derivaten von Triazin, Derivaten von Hydroxybenzophenon und Derivaten von 4,4'-Diarylbutadien..

Die Aufgabe wurde insbesondere gelöst durch lichtschutzwirksame Zubereitungen enthaltend

- Nanopartikel von wenigstens einem Metallderivat

- wenigstens ein an die Nanopartikel von wenigstens einem Metallderivat chemisch gebundenes Triazinderivat.

Die chemisch gebundenen Triazinderivate sind beispielsweise über wenigstens eine - COO- oder eine -SO2O- Funktion chemisch an die Metallderivat-Nanopartikel gebunden. Die -COO- oder -Sθ2θ-Strukturelemente lassen sich beispielsweise aus der freien Säure oder ihres Salzes erhalten. Dies ist beispielsweise in den Abschnitten [0015] bis [0018] der WO 2007/017586 beschrieben, worauf hiermit in vollem Umfang Bezug genommen wird.

Geeignete Triazine enthalten neben wenigstens einer oder in eine -COO- und/oder - Sθ2θ-Gruppe überführbare Gruppe beispielsweise folgendes Strukturmotiv:

So können beispielsweise die in der Europäischen Offenlegungsschrift EP 570 838 A1 beschriebenen s-Triazinderivate verwendet werden, deren chemische Struktur durch die generische Formel

wiedergegeben wird, wobei

R 13* einen verzweigten oder unverzweigten Ci-Cis-Alkylrest, einen

C5-Ci2-Cycloalkylrest, gegebenenfalls substituiert mit einer oder mehreren Ci-C4-Alkylgruppen, darstellt,

ein Sauerstoffatom oder eine NH-Gruppe darstellt,

R 14* einen verzweigten oder unverzweigten Ci-Cis-Alkylrest, einen

C5-Ci2-Cycloalkylrest, gegebenenfalls substituiert mit einer oder mehreren Ci-C4-Alkylgruppen, oder ein Wasserstoffatom, ein Alkalimetallatom, eine Ammoniumgruppe oder eine Gruppe der Formel

bedeutet, in welcher

A * einen verzweigten oder unverzweigten Ci-Cis-Alkylrest, einen

C5-Ci2-Cycloalkyl- oder Arylrest darstellt, gegebenenfalls substituiert mit einer oder mehreren Ci-C4-Alkylgruppen,

R 16* ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe darstellt,

n * eine Zahl von 1 bis 10 darstellt,

R 15* einen verzweigten oder unverzweigten Ci-Cis-Alkylrest, einen C5-Ci2-Cycloalkylrest, gegebenenfalls substituiert mit einer oder mehreren

Ci-C4-Alkylgruppen, darstellt, wenn X die NH-Gruppe darstellt, und einen verzweigten oder unverzweigten Ci-Cis-Alkylrest, einen C5-Ci2-Cycloalkylrest, gegebenenfalls substituiert mit einer oder mehreren C1-C4- Alkylgruppen, oder ein Wasserstoffatom, ein Alkalimetallatom, eine Ammoniumgruppe oder eine Grup- pe der Formel

bedeutet, in welcher

A * einen verzweigten oder unverzweigten Ci-Cis-Alkylrest, einen

C5-Ci2-Cycloalkyl- oder Arylrest darstellt, gegebenenfalls substituiert mit einer oder mehreren Ci-C4-Alkylgruppen,

R 16* ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe darstellt,

n * eine Zahl von 1 bis 10 darstellt,

wenn X ein Sauerstoffatom darstellt.

Die vorgenannten Triazine werden durch Spaltung wenigstens einer der Ester- und/oder Amidbindungen in eine Form überführt, die dazu imstande ist, eine chemische, bevorzugt kovalente Bindung zum Metallderivat auszubilden. Die Art und Weise, wie die Triazine in die entsprechenden Derivate zu überführen sind, ist dem Fachmann bekannt.

Ein bevorzugtes Triazinderivat im Sinne der vorliegenden Erfindung ist ferner ein unsymmetrisch substituiertes s-Triazin, dessen chemische Struktur durch die Formel

wiedergegeben wird, welches im Folgenden auch als Dioctylbutylamidotriazon (INCI: Diethylhexylbutamidotriazone) bezeichnet wird und unter der Handelsbezeichnung UVASORB ® HEB bei 3V Sigma erhältlich ist. Durch Spaltung wenigstens einer der Ester- und/oder Amidbindungen wird dieses Triazin in eine Form überführt, die dann imstande ist, eine chemische, bevorzugt kovalente Bindung zum Metallderivat- Nanopartikel auszubilden. Bevorzugt ist es, wenigstens eine der Esterbindungen hydrolytisch zu spalten und durch die so entstehende freie Säure bzw. Salz eine Bindung zum Metallderivat zu ermöglichen.

Vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung ist auch ein symmetrisch substituiertes s-Triazin, das 4,4',4"-(1 ,3,5-Triazin-2,4,6-triyltriimino)-tris-benzoesäure-tris(2-e thyl- hexylester), synonym: 2,4,6-Tris-[anilino-(p-carbo-2'-ethyl-1 '-hexyloxy)]-1 ,3,5-triazin (INCI: Ethylhexyl Triazone), welches von der BASF Aktiengesellschaft unter der Wa-

renbezeichnung UVINUL ® T 150 vertrieben wird. Durch Spaltung wenigstens einer der Esterbindungen wird dieses Triazin in eine Form überführt, die dann imstande ist, eine chemische, bevorzugt kovalente Bindung zum Metallderivat auszubilden.

Die dieser Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wurde insbesondere auch gelöst durch kosmetische Zubereitungen enthaltend

Nanopartikel von wenigstens einem Metallderivat

- wenigstens ein an die Nanopartikel von wenigstens einem Metallderivat chemisch gebundenes Hydroxybenzophenon-Derivat.

Ein besonders vorteilhaftes Hydroxybenzophenon im Sinne der vorliegenden Erfindung ist der 2-(4'-(Diethylamino)-2'-hydoxybenzoyl)-benzoesäurehexyleste r (Uvinul ® A Plus) der folgenden Formel: (n-Hexyl)

Für die Anbindung an die Metallderivat-Nanopartikel wird beispielsweise der Hexyl- Ester in die -COOH- oder die Salzform überführt.

Die dieser Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wurde insbesondere auch gelöst durch kosmetische Zubereitungen enthaltend

- Nanopartikel von wenigstens einem Metallderivat

- wenigstens ein an die Nanopartikel von wenigstens einem Metallderivat chemisch gebundenes 4,4'-Diarylbutadien-Derivat.

Die 4,4-Diarylbutadien-Derivate sind in den Tabellen 1 , 2, 3 und 4 der EP-A 916 335 beschrieben, worauf hiermit Bezug genommen wird. Besonders geeignet sind dabei die in den Tabellen 1 ,2 und 3 genannten 4,4-Diarylbutadien-Derivate. Ein besonders geeignetes 4,4'-Diarylbutadien ist 1 ,1-[(2,2 ' -Dimethylpropoxy)carbonyl]-4,4-diphenyl- 1 ,3-butadien.

Besonders bevorzugt ist es, wenn die Zubereitungen neben den Nanopartikeln von wenigstens einem Metallderivat, dem wenigstens einen organischen UV- Lichtschutzmittel, das chemisch an die Metallderivat-Nanopartikel gebunden ist, wenigstens ein weiteres organisches UV-Lichtschutzmittel enthalten, das verschieden ist von der an die Metallderivat-Nanopartikel gebundenen lichtschutzwirksamen Verbindung. Solche weiteren geeigneten UV-Lichtschutzmittel sind in der folgenden Tabelle genannt, ohne darauf beschränkt zu sein:

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist das weitere organische UV- Lichtschutzmittel ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Octocrylen (2-Ethylhexyl 2-Cyano-3,3-Diphenylacrylate, CAS-Nr. 6197-30^), Ethylhexylsalicylat (CAS-Nr. 118-60-5), Dimethicodiethylbenzalmalonat (Polysilicone-15, CAS-Nr. 207574-74-1 ), Homosalate (CAS-Nr. 1 18-56-9) und deren Mischungen.

Octocrylen ist beispielsweise als Uvinul ® N 539 T kommerziell erhältlich. Ethylhexylsalicylat ist beispielsweise als Eusolex ® OS kommerziell erhältlich. Dimethicodiethylbenzalmalonat ist beispielsweise als Parsol ® SLX kommerziell erhältlich. Homosalate ist beispielsweise als Eusolex ® HMS kommerziell erhältlich.

Besonders bevorzugt sind demnach folgende Kombinationen:

Tiθ2-Nanopartikel plus - daran chemisch gebundenes Derivat von Dioctylbutylamidotriazon plus

Octocrylen

Tiθ2-Nanopartikel plus daran chemisch gebundenes Derivat von Dioctylbutylamidotriazon plus - Ethylhexylsalicylat

Tiθ2-Nanopartikel plus daran chemisch gebundenes Derivat von Dioctylbutylamidotriazon plus Dimethicodiethylbenzalmalonat

Tiθ2-Nanopartikel plus daran chemisch gebundenes Derivat von Dioctylbutylamidotriazon plus

Homosalate

- Tiθ2-Nanopartikel plus daran chemisch gebundenes Derivat von 4,4',4"-(1 ,3,5-Triazin-2,4,6- triyltriimino)-tris-benzoesäure-tris(2-ethylhexylester) plus Octocrylen

- Tiθ2-Nanopartikel plus daran chemisch gebundenes Derivat von 4,4',4"-(1 ,3,5-Triazin-2,4,6- triyltriimino)-tris-benzoesäure-tris(2-ethylhexylester) plus Ethylhexylsalicylat

- Tiθ2-Nanopartikel plus daran chemisch gebundenes Derivat von 4,4',4"-(1 ,3,5-Triazin-2,4,6- triyltriimino)-tris-benzoesäure-tris(2-ethylhexylester) plus Dimethicodiethylbenzalmalonat

- Tiθ2-Nanopartikel plus daran chemisch gebundenes Derivat von 4,4',4"-(1 ,3,5-Triazin-2,4,6- triyltriimino)-tris-benzoesäure-tris(2-ethylhexylester) plus

Homosalate

Tiθ2-Nanopartikel daran chemisch gebundenes Derivat von 2-(4'-(Diethylamino)-2'- hydoxybenzoyl)-benzoesäurehexylester plus

Octocrylen

Tiθ2-Nanopartikel daran chemisch gebundenes Derivat von 2-(4'-(Diethylamino)-2'- hydoxybenzoyl)-benzoesäurehexylester plus

Ethylhexylsalicylat

Tiθ2-Nanopartikel daran chemisch gebundenes Derivat von 2-(4'-(Diethylamino)-2'- hydoxybenzoyl)-benzoesäurehexylester plus

Dimethicodiethylbenzalmalonat

Tiθ2-Nanopartikel daran chemisch gebundenes Derivat von 2-(4'-(Diethylamino)-2'- hydoxybenzoyl)-benzoesäurehexylester plus

Homosalate

Tiθ2-Nanopartikel daran chemisch gebundenes 4,4'-Diarylbutadien-Derivat plus - Octocrylen

Tiθ2-Nanopartikel daran chemisch gebundenes 4,4'-Diarylbutadien-Derivat plus Ethylhexylsalicylat

Tiθ2-Nanopartikel daran chemisch gebundenes 4,4'-Diarylbutadien-Derivat plus

Dimethicodiethylbenzalmalonat

- Tiθ2-Nanopartikel daran chemisch gebundenes 4,4'-Diarylbutadien-Derivat plus Homosalate

Erfindungsgemäß wird als Metallderivat zusätzlich zu oder anstelle von TϊO2 auch ZnO verwendet.

Die dieser Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wurde weiterhin gelöst durch kosmetische Zubereitungen enthaltend

Nanopartikel von wenigstens einem Metallderivat, daran chemisch gebundenes organisches UV-Lichtschutzmittel und - wenigstens ein weiteres organisches UV-Lichtschutzmittel, das von dem an die

Nanopartikel gebundenen und von Octylmethoxycinnamat verschieden ist.

WO 2007/017586 und WO 2007/017587 beschreiben, wie ein organisches UV- Lichtschutzmittel chemisch an Nanopartikel von wenigstens einem Metallderivat an- gebunden werden kann. Die Metallderivate an sich sind ebenfalls geeignet, UV- Strahlung zu absorbieren. Weiterhin vermögen die Metallderivate eine chemische Bindung mit organischen UV-Lichtschutzfiltern zu bilden.

Bevorzugte Metallderivate sind Derivate der Metalle Titan, Cer, Zink, Zirkonium, Kupfer und deren Mischungen, besonders bevorzugt Derivate von Titan, Cer, Kupfer und deren Mischungen, am meisten bevorzugt sind Derivate von Titan oder Zink. Insbesondere bevorzugt sind Derivate von Titan.

Bevorzugte Derivate sind die Oxide der jeweiligen Metalle, wie in WO 2007/017587, Abschnitt [0027] beschrieben, worauf hiermit in vollem Umfang Bezug genommen wird. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die vorgenannten lichtschutzaktiven Substanzen chemisch auf die Oberfläche von Titandioxid (Tiü2) gepfropft.

Analog zu Abschnitt [0045] der WO 2007/017587, worauf hiermit in vollem Umfang Bezug genommen wird, können alle oder ein Teil der Nanopartikel mit den licht- schutzaktiven Substanzen chemisch verbunden sein und keine oder ein Teil der Nanopartikel ohne eine solche Bindung zu den lichtschutzaktiven Substanzen vorliegen.

Das lichtschutzwirksame Strukturelement der bekannten UV-Lichtschutzfilter ist bevorzugt durch eine -COO- oder eine -SO2-O- Bindung an die Metallderivat- Nanopartikel gebunden. Die dafür geeigneten Vorstufen sind beispielsweise durch Umsetzung eines Metallalkoxids mit dem wenigstens eine -COOH- oder -SO2-OH- Funktionalität tragenden UV-Lichtschutzfilter zugänglich (modifizierte Metallalkoxide, beispielsweise beschrieben in WO 2007/ 017586, Abschnitte [0059], [0062]). Der die - COOH oder -Sθ2-OH-Funktionalität tragende UV-Lichtschutzfilter wiederum ist ent- weder an sich schon kommerziell erhältlich oder aber beispielsweise durch Hydrolyse des entsprechenden Esters zugänglich.

Die Metallderivat-Nanopartikel, die mit den lichtschutzaktiven Substanzen chemisch verbunden sind, sind dann beispielsweise über eine sogenannte anorganische PoIy- merisation (Sol-Gel-Prozess) der vorstehend beschriebenen geeigneten Vorstufen erhältlich. Dieses Verfahren ist detailliert beschrieben in WO 2007/017586, Abschnitte [0029] bis [0054], worauf hiermit in vollem Umfang Bezug genommen wird. Generell

werden Verfahren zur Herstellung der Nanopartikel ausgehend von Metallalkoxiden beispielsweise von S. Danielle, J. Mat. Chem. 13 (2003), 342-346 beschrieben.

Der Grad der Funktionalisierung, also die Menge an lichtschutzwirksamer Substanz bezogen auf die Menge an Metallderivat kann beispielsweise durch das Verhältnis von Metallalkoxid zu modifiziertem Metallalkoxid (also Metallalkoxid mit daran gebundenem lichtschutzwirksamen Strukturelement), die der Sol-Gel-Polymerisation unterworfen werden, eingestellt werden.

Die folgende Tabelle beschreibt erfindungsgemäße lichtschutzwirksame Zubereitungen, die Kombinationen von an Metallderivat-Nanopartikel gebundenen UV-Filtern und weiteren, nicht an Metallderivat-Nanopartikel gebundenen und von dem an die Metallderivat-Nanopartikel gebundenen UV-Filtern verschiedenen UV-Filtern enthalten.

* der in der Tabelle genannte UV-Lichtschutzfilter wird zunächst durch Hydrolyse wenigstens einer Esterbindung in eine Säure umgewandelt, über die dann die Bindung an die Nanopartikel erfolgen kann.

Anstelle von üO2 oder ZnO sind auch andere Metalloxide geeignet.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist das Metallderivat, insbesondere Titandioxid und/oder Zinkoxid, das wenigstens teilweise lichtschutzwirksame Strukturelemente chemisch gebunden enthält, in einem flüssigen Medium redispergierbar und bildet stabile Dispersionen.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind die modifizierten Nanopartikel in polaren organischen Lösemitteln redispergierbar und bilden

stabile Dispersionen. Dies ist besonders vorteilhaft, da hierdurch eine gleichmäßige Einarbeitung beispielsweise auch in Bereichen außerhalb der Kosmetik wie in Kunststoffen, Lacken oder Folien möglich ist.

Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind die modifizierten Nanopartikel in Wasser redispergierbar und bilden dort stabile Dispersionen. Dies ist besonders vorteilhaft, da sich hierdurch die Möglichkeit eröffnet, die modifizierten Nanopartikel beispielsweise in kosmetischen Rezepturen einzusetzen. Denkbar sind auch Mischungen von Wasser und polaren organischen Lösemit- teln.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung besitzen die modifizierten Nanopartikel einen Durchmesser von 10 bis 200 nm. Dies ist besonders vorteilhaft, da innerhalb dieser Größenverteilung eine gute Redispergierbarkeit ge- währleistet ist.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weisen die modifizierten Nanopartikel einen Durchmesser von 10 bis 100 nm auf. Dieser Größenbereich ist besonders vorteilhaft, da nach Redispergierung von solchen modi- fizierten Nanopartikeln die entstehenden Dispersionen transparent sind und somit beispielsweise bei Zugabe zu kosmetischen Rezepturen die Farbgebung nicht beeinflussen. Darüber hinaus ergibt sich hierdurch auch die Möglichkeit zum Einsatz in transparenten Folien.

Wenn die modifizierten Nanopartikel, insbesondere Titandioxid oder Zinkoxid als UV- Absorber eingesetzt werden sollen, ist es ratsam, Partikel mit einem Durchmesser von mehr als 5 nm einzusetzen, da unterhalb dieser Grenze eine Verschiebung der Absorptionskante in den kurzwelligen Bereich erfolgt (L. Brus, J. Phys., Chem. (1986), 90, 2555 - 2560).

Die Zubereitungen im Sinne der vorliegenden Erfindung können bevorzugt neben einer oder mehrerer ölphasen zusätzlich eine oder mehrere Wasserphasen enthalten und beispielsweise in Form von W/O-, O/W-, Si/W, W/Si, W/O/W- oder O/W/O-Emulsionen vorliegen. Solche Formulierungen können vorzugsweise auch eine Mikroemulsion (z. B. eine PIT-Emulsion), eine Feststoff-Emulsionen (d. h. eine Emulsion, welche durch Feststoffe stabilisiert ist, z. B. eine Pickering-Emulsion), eine sprühbare Emulsion oder eine Hydrodispersion sein. Des Weiteren können die Zubereitungen im Sinne der vorliegenden Erfindung auch nahezu wasserfrei sein (Wassergehalt unter 5 Gewichts-% bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung). Die erfindungsgemäßen Zubereitungen stellen in jeglicher Hinsicht überaus befriedigende Präparate dar, welche nicht auf eine eingeschränkte Rohstoffauswahl begrenzt sind. Dementsprechend eignen sie

sich ganz besonders, um als Grundlage für Zubereitungsformen mit vielfältigen Anwendungszwecken zu dienen. Die erfindungsgemäßen Zubereitungen zeigen sehr gute sensorische und kosmetische Eigenschaften, wie beispielsweise die Verteilbar- keit auf der Haut oder das Einzugsvermögen in die Haut, und zeichnen sich ferner durch eine sehr gute Lichtschutzeffektivität bei gleichzeitig hervorragenden Hautpflegedaten aus.

Die erfindungsgemäßen kosmetischen oder dermatologischen lichtschutzwirksamen Zubereitungen können wie üblich zusammengesetzt sein und dem kosmetischen oder dermatologischen Lichtschutz, ferner zur Behandlung, Pflege und Reinigung der Haut und/oder der Haare und als Schminkprodukt in der dekorativen Kosmetik dienen. Insbesondere können die kosmetischen lichtschutzwirksamen Zubereitungen auch als selbstbräunende Zubereitungen verwendet werden und enthalten dann Substanzen, die die Selbstbräunung fördern, wie insbesondere Dihydroxyaceton (CAS-Nr. 96-26- 4).

Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung dient die lichtschutzwirksame Zubereitung der Pflege oder dem Schutz der Haut insbesondere zum Sonnenschutz bzw. zur Pflege bei Sonnenlichtexposition und liegt in Form einer Emulsion, einer Dis- persion, einer Suspension, einer wässrigen Tensidzubereitung, einer Milch, einer Lotion, einer Creme, eines Balsams, einer Salbe, eines Gels, eines Granulats, eines Puders, eines Stiftpräparates, wie z.B. eines Lippenstifts, eines Schaums, eines Aerosols oder eines Sprays vor. Solche Formulierungen sind gut geeignet für topische Zubereitungen. Dies ist besonders vorteilhaft, weil durch den Einsatz in Sonnenschutz- mittein die UV-absorbierende und die hautberuhigende Wirkung beispielsweise des Zinkoxids gleichzeitig genutzt werden können. Darüber hinaus eignen sich die modifizierten Nanopartikel sehr gut zum Einsatz in Sonnenschutzmitteln, da die Partikel in einer Größe herstellbar sind, die sie für das menschliche Auge transparent erscheinen lassen. Dadurch entsteht bei der Anwendung kein unerwünschter weißer Schleier auf der Haut.

Im Regelfall wird das kosmetische Mittel zur topischen Applikation auf der Haut verwendet. Unter topischen Zubereitungen sind dabei solche Zubereitungen zu verstehen, die dazu geeignet sind, die Wirkstoffe in feiner Verteilung und bevorzugt in einer durch die Haut resorbierbaren Form auf die Haut aufzubringen. Hierfür eignen sich z.B. wässrige und wässrig-alkoholische Lösungen, Sprays, Schäume, Schaumaerosole, Salben, wässrige Gele, Emulsionen vom O/W- oder W/O-Typ, Mikroemulsionen oder kosmetische Stiftpräparate.

Die UV-Schutzleistung von Sonnenschutzmittel bzw. der ihnen zugrunde liegenden UV-Filter wird in der Regel in biologischen Wirksamkeitsprüfungen unter standardisierten Bedingungen bestimmt. Mit „UV-Schutzleistung" ist im Sinne der vorliegenden

Erfindung sowohl die Schutzleistung gegenüber UV-A-Strahlung als auch gegenüber UV-B-Strahlung gemeint. Ein Maß für die UV-Schutzleistung stellen im Sinne der vorliegenden Erfindung beispielsweise der Lichtschutzfaktor (LSF bzw. SPF) oder auch IPD-Werte und dergleichen dar. Der Lichtschutzfaktor (LSF, oft auch SPF (sun protec- tion factor) genannt) gibt die Verlängerung der Sonnenbestrahlung an, die durch Verwendung des Sonnenschutzmittels ermöglicht wird. Er ist der Quotient aus E- rythemschwellenzeit mit Sonnenschutzmittel und Erythemschwellenzeit ohne Sonnenschutzmittel. Zur Prüfung der UV-A-Schutzleistung wird üblicherweise die IPD- Methode verwendet (IPD = immediate pigment darkening). Hierbei wird - ähnlich der Bestimmung des Lichtschutzfaktors- ein Wert ermittelt, der angibt, um wieviel länger die mit dem Lichtschutzmittel geschützte Haut mit UV-A-Strahlung bestrahlt werden kann, bis die gleiche Pigmentierung auftritt wie bei der ungeschützten Haut. Eine andere, europaweit etablierte Prüfungsmethode ist der Australische Standard AS/NZS 2604:1997. Dabei wird die Absorption der Zubereitung im UV-A-Bereich ge- messen. Um den Standard zu erfüllen, muss die Zubereitung mindestens 90 % der UV-A-Strahlung im Bereich von 320 bis 360 nm absorbieren.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält die lichtschutzwirk- same Zubereitung einen kosmetisch akzeptablen Träger. Bevorzugt als Träger ist Wasser, ein Alkohol, ein Fett, öl oder Wachs, ein Gas, eine Wasser-basierte Flüssigkeit, ein Gel, eine Emulsion oder Mikroemulsion, eine Dispersion oder eine Mischung davon. Die genannten Träger zeigen eine gute Hautverträglichkeit. Besonders vorteilhaft für topische Zubereitungen sind wässrige Gele, Emulsionen oder Mikroemulsio- nen. Die kosmetischen und dermatologischen Zubereitungen gemäß der Erfindung können kosmetische Hilfsstoffe enthalten, wie sie üblicherweise in solchen Zubereitungen verwendet werden, z. B. Konservierungsmittel, Konservierungshelfer, Bakterizide, Parfüme, Substanzen zum Verhindern des Schäumens, Farbstoffe, Pigmente, die eine färbende Wirkung haben, Verdickungsmittel, anfeuchtende und/oder feuchthal- tende Substanzen, Füllstoffe, die das Hautgefühl verbessern, Fette, öle, Wachse oder andere übliche Bestandteile einer kosmetischen oder dermatologischen Formulierung wie Alkohole, Polyole, Polymere, Schaumstabilisatoren, Elektrolyte, organische Lösungsmittel oder Silikonderivate.

Vorteilhafte Konservierungsmittel im Sinne der vorliegenden Erfindung sind beispielsweise Formaldehydabspalter (wie z. B. DMDM Hydantoin, welches beispielsweise unter der Handelsbezeichnung Glydant™ (Lonza) erhältlich ist), lodopropylbutylcar- bamate (z. B. die unter den Handelsbezeichnungen Glydant ® -2000, Glycacil ® -L, GIy- cacil ® -S (Lonza) erhältlichen und/oder Dekaben ® LMB (Jan Dekker)), Parabene (d. h. p-Hydroxybenzoesäurealkylester, wie Methyl-, Ethyl-, Propyl- und/oder Butylparaben), Phenoxyethanol, Ethanol, Benzoesäure und dergleichen mehr.

üblicherweise umfasst das Konservierungssystem erfindungsgemäß ferner vorteilhaft auch Konservierungshelfer, wie beispielsweise Ethylhexyloxyglycerin, Glycine Soja etc.

Besonders vorteilhafte Zubereitungen werden ferner erhalten, wenn als Zusatz- oder Wirkstoffe Antioxidantien eingesetzt werden. Erfindungsgemäß enthalten die Zubereitungen vorteilhaft eines oder mehrere Antioxidantien. Als günstige, aber dennoch fakultativ zu verwendende Antioxidantien können alle für kosmetische und/oder dermatologische Anwendungen geeigneten oder gebräuchlichen Antioxidantien verwendet werden. Besonders vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung können wasserlösliche Antioxidantien eingesetzt werden, wie beispielsweise Vitamine, z. B. Ascor- binsäure und deren Derivate.

Bevorzugte Antioxidantien sind ferner Vitamin E und dessen Derivate sowie Vitamin A und dessen Derivate. Die Menge der Antioxidantien (eine oder mehrere Verbindungen) in den Zubereitungen beträgt vorzugsweise 0,001 bis 30 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,05 bis 20 Gew.-%, insbesondere 0,1 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung. Sofern Vitamin E und/oder dessen Derivate das oder die Antioxidantien darstellen, ist es vorteilhaft, deren jeweilige Konzentrationen aus dem Bereich von 0,001 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Formulierung, zu wählen. Sofern Vitamin A bzw. Vitamin-A-Derivate, bzw. Carotine bzw. deren Derivate das oder die Antioxidantien darstellen, ist vorteilhaft, deren jeweilige Konzentrationen aus dem Bereich von 0,001 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Formulierung, zu wählen.

Es ist insbesondere vorteilhaft, wenn die kosmetischen Zubereitungen gemäß der vorliegenden Erfindung kosmetische oder dermatologische Wirkstoffe enthalten, wobei bevorzugte Wirkstoffe Antioxidantien sind, welche die Haut vor oxidativer Bean- spruchung schützen können.

Weitere vorteilhafte Wirkstoffe im Sinne der vorliegenden Erfindung sind natürliche Wirkstoffe und/oder deren Derivate, wie z. B. alpha-Liponsäure, Phytoen, D-Biotin, Coenzym Q10, alpha-Glucosylrutin, Carnitin, Carnosin, natürliche und/oder synthetische Isoflavonoide, Kreatin, Taurin und/oder D-Alanin. Erfindungsgemäße Rezepturen, welche z.B. bekannte Antifaltenwirkstoffe wie FIa- vonglycoside (insbesondere U-Glycosylrutin), Coenzym Q10, Vitamin E und/oder Derivate und dergleichen enthalten, eignen sich insbesondere vorteilhaft zur Prophylaxe und Behandlung kosmetischer oder dermatologischer Hautveränderungen, wie sie z. B. bei der Hautalterung auftreten (wie beispielsweise Trockenheit, Rauhigkeit und Ausbildung von Trockenheitsfältchen, Juckreiz, verminderte Rückfettung (z. B. nach dem Waschen), sichtbare Gefäßerweiterungen (Teleangiektasien, Cuperosis), Schlaffheit und Ausbildung von Falten und Fältchen, lokale Hyper-, Hypo- und Fehl-

pigmentierungen (z. B. Altersflecken), vergrößerte Anfälligkeit gegenüber mechanischem Stress (z. B. Rissigkeit) und dergleichen). Weiterhin vorteilhaft eignen sie sich gegen das Erscheinungsbild der trockenen bzw. rauhen Haut.

Die Wasserphase der erfindungsgemäßen Zubereitungen kann vorteilhaft übliche kosmetische Hilfsstoffe enthalten, wie beispielsweise Alkohole, insbesondere solche niedriger C-Zahl, vorzugsweise Ethanol und/oder Isopropanol, Diole oder Polyole niedriger C-Zahl sowie deren Ether, vorzugsweise Propylenglykol, Glycerin, Ethylen- glykol, Ethylenglykolmonoethyl oder -monobutylether, Propylenglykolmonomethyl, - monoethyl- oder -monobutylether, Diethylenglykolmonomethyl- oder -monoethylether und analoge Produkte, Polymere, Schaumstabilisatoren, Elektrolyte, Dihydoxyaceton sowie insbesondere ein oder mehrere Verdickungsmittel, welches oder welche vorteilhaft gewählt werden können aus der Gruppe Siliciumdioxid, Aluminiumsilikate, Polysaccharide bzw. deren Derivate, z. B. Hyaluronsäure, Xanthangummi, Hydroxypro- pylmethylcellulose, besonders vorteilhaft aus der Gruppe der Polyacrylate, bevorzugt ein Polyacrylat aus der Gruppe der sogenannten Carbopole ® , beispielsweise Carbo- pole der Typen 980, 981 , 1382, 2984, 5984, jeweils einzeln oder in Kombination. Als Verdicker aus der Gruppe der Polyacrylate ist auch Luvigel ® EM geeignet (Capry- lic/Capric Triglyceride / Sodium Acrylates Copolymer). Ferner vorteilhaft sind Copolymere aus Cio-30-Alkylacrylaten und einem oder mehreren Monomeren der Acrylsäure, der Methacrylsäure oder deren Ester. Vorteilhaft sind Verbindungen, die die INCI-Bezeichnung „Acrylates/ Cio-3oAlkyl ' Acrylate Crosspolymer" tragen. Insbesondere vorteilhaft sind die unter den Handelsbezeichnungen Pemulen ® TR1 und Pemulen ® TR2 (Noveon) erhältlichen. Vorteilhaft sind Verbindungen, die die INCI-Bezeichnung Ammoniumacryloyldimethyl- taurate/ Vinylpyrrolidoncopolymere tragen.

Erfindungsgemäß vorteilhaft weisen das oder die Ammoniumacryloyldimethyltaurate / Vinylpyrrolidoncopolymere die Summenformel [CrH-ielNbSCuJn [CβHgNOJm auf. Bevorzugte Spezies im Sinne der vorliegenden Erfindung sind in den Chemical Abs- tracts unter den Registraturnummern (CAS-Nr.) 58374-69-9, 13162-05-5 und 88-12-0 abgelegt und erhältlich unter der Handelsbezeichnung Aristoflex ® AVC (Clariant). Vorteilhaft sind ferner Copolymere/Crosspolymere umfassend Acryloyldimethyl Taurate, wie beispielsweise Simugel ® EG (Seppic). Weitere erfindungsgemäß vorteilhaft zu verwendende Verdickungsmittel sind auch in Wasser lösliche oder dispergierbare anionische Polyurethane. Vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung sind z. B. Polyurethan-1 und/oder Polyurethan-4. Besonders vorteilhafte Polyurethane im Sinne der vorliegenden Erfindung sind die unter der Handelsbezeichnung Avalure ® UR Typen, wie beispielsweise Avalure ® UR 445, Avalure ® UR 450 und dergleichen. Ferner vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung ist auch das unter der Handelsbezeichnung Luviset ® Pur (BASF)erhältliche Polyurethan.

Als Emulgatoren können nichtionogene Tenside, zwitterionische Tenside, ampholyti- sche Tenside oder anionische Emulgatoren verwendet werden. Die Emulgatoren können in der erfindungsgemäßen Zubereitung in Mengen von 0,1 bis 10, vorzugsweise 1 bis 5, Gew.-%, bezogen auf die Zubereitung, enthalten sein.

Als nichtionogenes Tensid kann beispielsweise ein Tensid aus mindestens einer der folgenden Gruppen verwendet werden:

Anlagerungsprodukte von 2 bis 30 Mol Ethylenoxid und/oder 0 bis 5 Mol Propylenoxid an lineare Fettalkohole mit 8 bis 22 C-Atomen, an Fettsäuren mit 12 bis 22 C-Atomen und an Alkylphenole mit 8 bis 15 C-Atomen in der Alkylgruppe;

Ci2/18-Fettsäuremono- und -diester von Anlagerungsprodukten von 1 bis 30 Mol Ethylenoxid an Glycerin;

Glycerinmono- und -diester und Sorbitanmono- und -diester von gesättigten und ungesättigten Fettsäuren mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen und deren Ethylenoxidanlage- rungsprodukte;

Alkylmono- und -oligoglycoside mit 8 bis 22 Kohlenstoffatomen im Alkylrest und deren ethoxylierte Analoga;

Anlagerungsprodukte von 15 bis 60 Mol Ethylenoxid an Ricinusöl und/oder gehärtetes Ricinusöl;

Polyol- und insbesondere Polyglycerinester, wie z.B. Polyglycerinpolyricinoleat, PoIy- glycerinpoly-12-hydroxystearat oder Polyglycerindimerat. Ebenfalls geeignet sind Gemische von Verbindungen aus mehreren dieser Substanzklassen;

Anlagerungsprodukte von 2 bis 15 Mol Ethylenoxid an Ricinusöl und/oder gehärtetes Ricinusöl;

Partialester auf Basis linearer, verzweigter, ungesättigter bzw. gesättigter Cβ/22- Fettsäuren, Ricinolsäure sowie 12-Hydroxystearinsäure und Glycerin, Polyglycerin, Pentaerythrit, Dipentaerythrit, Zuckeralkohole (z. B. Sorbit), Alkylglucoside (z.B. Me- thylglucosid, Butylglucosid, Laurylglucosid) sowie Polyglucoside (z.B. Cellulose);

Mono-, Di- und Trialkylphosphate sowie Mono-, Di- und/oder Tri-PEG-alkylphosphate und deren Salze;

Wollwachsalkohole;

Polysiloxan-Polyalkyl-Polyether-Copolymere bzw. entsprechende Derivate;

Mischester aus Pentaerythrit, Fettsäuren, Citronensäure und Fettalkohol gemäß DE PS 1165574 und/oder Mischester von Fettsäuren mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, Methylglucose und Polyolen, vorzugsweise Glycerin oder Polyglycerin sowie

Polyalkylenglycole;

Betaine.

Weiterhin können als Emulgatoren zwitterionische Tenside verwendet werden. Als zwitterionische Tenside werden solche oberflächenaktiven Verbindungen bezeichnet, die im Molekül mindestens eine quartäre Ammoniumgruppe und mindestens eine Car- boxylat- oder eine Sulfonatgruppe tragen. Besonders geeignete zwitterionische Tensi- de sind die sogenannten Betaine wie die N-Alkyl-N,N-dimethylammoniumglycinate, beispielsweise das Kokosalkyldimethylammoniumglycinat, N-Acylamino-propyl-N,N- dimethylammoniumglycinate, beispielsweise das Kokosacylaminopropyldimethylam- monium-glycinat, und 2-Alkyl-3-carboxylmethyl-3-hydroxyethylimidazoline mit jeweils 8 bis 18 C-Atomen in der Alkyl- oder Acylgruppe sowie das Kokosacylaminoethyl- hydroxyethyl-carboxymethylglycinat. Besonders bevorzugt ist das unter der CTFA Bezeichnung Cocamidopropylbetaine bekannte Fettsäureamid-Derivat.

Ebenfalls geeignete Emulgatoren sind ampholytische Tenside. Unter ampholytischen Tensiden werden solche oberflächenaktiven Verbindungen verstanden, die außer ei- ner Cs.is-Alkyl- oder -Acylgruppe im Molekül mindestens eine freie Aminogruppe und mindestens eine -COOH- oder -SOsH-Gruppe enthalten und zur Ausbildung innerer Salze befähigt sind. Beispiele für geeignete ampholytische Tenside sind N- Alkylglycine, N-Alkylpropionsäuren , N-Alkylaminobuttersäuren , N Alkyliminodipropi- onsäuren, N-Hydroxyethyl-N-alkylamido-propylglycine, N-Alkyltaurine, N Alkylsarcosi- ne, 2-Alkylaminopropionsäuren und Alkylaminoessigsäuren mit jeweils etwa 8 bis 18 C-Atomen in der Alkylgruppe.

Besonders bevorzugte ampholytische Tenside sind das N-Kokosalkylaminopropionat , Kokosacylaminoethylaminopropionat und das Ci2/18-Acylsarcosin. Neben den ampho- lytischen kommen auch quartäre Emulgatoren in Betracht, wobei solche vom Typ der Esterquats, vorzugsweise methyl-quaternierte Difettsäuretriethanolaminester-Salze, besonders bevorzugt sind. Des weiteren können als anionische Emulgatoren Alky- lethersulfate, Monoglyceridsulfate, Fettsäuresulfate, Sulfosuccinate und/oder Ether- carbonsäuren eingesetzt werden.

Als ölkörper kommen Guerbetalkohole auf Basis von Fettalkoholen mit 6 bis 18, vorzugsweise 8 bis 10 Kohlenstoffatomen, Ester von linearen C6-C22-Fettsäuren mit linea-

ren C6-C22-Fettaikohoien, Ester von verzweigten C6-Ci3-Carbonsäuren mit linearen Cβ- C22-Fettalkoholen, Ester von linearen C6-C22-Fettsäuren mit verzweigten Alkoholen, insbesondere 2-Ethylhexanol, Ester von linearen und/oder verzweigten Fettsäuren mit mehrwertigen Alkoholen (wie z.B. Propylenglycol, Dimerdiol oder Trimertriol) und/oder Guerbetalkoholen, Triglyceride auf Basis Cβ-do-Fettsäuren, flüssige Mono-/Di-, Trigly- ceridmischungen auf Basis von Cβ-C-is-Fettsäuren, Ester von C6-C22-Fettalkoholen und/oder Guerbetalkoholen mit aromatischen Carbonsäuren, insbesondere Benzoesäure, Ester von C2-Ci2-Dicarbonsäuren mit linearen oder verzweigten Alkoholen mit 1 bis 22 Kohlenstoffatomen oder Polyolen mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen und 2 bis 6 Hydroxylgruppen, pflanzliche öle, verzweigte primäre Alkohole, substituierte Cyclohe- xane, lineare C6-C22-Fettalkoholcarbonate, Guerbetcarbonate, Ester der Benzoesäure mit linearen und/oder verzweigten C6-C22-Alkoholen (z.B. Finsolv ® TN), Dialkylether, Ringöffnungsprodukte von epoxidierten Fettsäureestern mit Polyolen, Siliconöle und/oder aliphatische bzw. naphthenische Kohlenwasserstoffe in Betracht. Als ölkör- per können ferner auch Siliconverbindungen eingesetzt werden, beispielsweise Di- methylpolysiloxane, Methylphenylpolysiloxane, cyclische Silicone sowie amino-, fett- säure-, alkohol-, polyether-, epoxy-, fluor-, alkyl- und/oder glykosidmodifizierte Siliconverbindungen, die bei Raumtemperatur sowohl flüssig als auch harzförmig vorliegen können. Die ölkörper können in den erfindungsgemäßen Mitteln in Mengen von 1 bis 90, vorzugsweise 5 bis 80, und insbesondere 10 bis 50 Gew.-%, bezogen auf die Zubereitung enthalten sein.

Insbesondere sei an dieser Stelle in vollem Umfang Bezug genommen auf die Offenbarung der WO 03/039507, S.21 , Z.25 bis S. 24, Z.13.

Nach einer besonders bevorzugten Ausführungsform enthält die erfindungsgemäße Zubereitung weitere UV-Lichtschutzfilter in Form löslicher Verbindungen oder anderer Pigmente.

Im Einzelfall kann es gewünscht sein, dem kosmetischen Mittel bzw. dem Sonnen- Schutzmittel außer den bereits vorhandenen lichtschutzwirksamen Verbindungen weitere UV-Filtersubstanzen zuzusetzen. Dies kann z.B. dann erforderlich sein, wenn ein besonderer Schwerpunkt bei der Filterleistung gelegt werden soll. Der erfindungsgemäßen Zubereitung können ein oder mehrere weitere UV-Lichtschutzfilter zugesetzt werden.

Insbesondere sei an dieser Stelle in vollem Umfang Bezug genommen auf die Offenbarung der WO 03/039507, S.25, Z.24 bis S. 29, Z.12, wo weitere geeignete UV- Filtersubstanzen genannt werden.

Die in der folgenden Tabelle gezeigten UV-Lichtschutzfilter sind als weitere UV- Lichtschutzfilter für die erfindungsgemäßen Zubereitungen geeignet.

Als öllösliche UV-B-Filter können z.B. folgende Substanzen verwendet werden:

3-Benzylidencampher und dessen Derivate, z.B. 3-(4-Methylbenzyliden)campher;

4-Aminobenzoesäurederivate, vorzugsweise 4-(Dimethylamino)benzoesäure-2- ethylhexylester, 4-( Dimethylamino)benzoesäure-2-octylester und 4-(Dimethylamino)- benzoesäureamylester;

Ester der Zimtsäure, vorzugsweise 4-Methoxyzimtsäure-2-ethylhexylester, 4 Methoxy- zimtsäurepropylester, 4-Methoxyzimtsäureisoamylester, 4 Methoxyzimtsäureisopenty- lester, 2-Cyano-3-phenyl-zimtsäure-2-ethylhexylester (Octocrylene);

Ester der Salicylsäure, vorzugsweise Salicylsäure-2-ethylhexylester, Salicylsäure-4 isopropylbenzylester, Salicylsäurehomomenthylester;

Derivate des Benzophenons, vorzugsweise 2-Hydroxy-4-methoxybenzophenon, 2- Hydroxy-4-methoxy-4'-methylbenzophenon, 2,2'-Dihydroxy-4-methoxybenzophenon;

Ester der Benzalmalonsäure, vorzugsweise 4-Methoxybenzmalonsäuredi-2- ethylhexylester;

Triazinderivate, wie z.B. 2,4,6-Trianilino-(p-carbo-2'-ethyl-1 ' -hexyloxy)-1 ,3,5-triazin (Octyltriazone) und Dioctyl Butamido Triazon (Uvasorb ® HEB);

Propan-1 ,3-dione, wie z.B. 1 -(4-tert. Butylphenyl)-3-(4'-methoxyphenyl)propan-1 ,3- dion;

2-Phenylbenzimidazol-5-sulfonsäure und deren Alkali-, Erdalkali-, Ammonium-, Alky- lammonium-, Alkanolammonium- und Glucammoniumsalze;

Sulfonsäurederivate von Benzophenonen , vorzugsweise 2-Hydroxy-4-methoxybenzo- phenon-5-sulfonsäure und ihre Salze;

Sulfonsäurederivate des 3-Benzylidencamphers, wie z.B. 4-(2-Oxo-3- bornylidenmethyl)benzolsulfonsäure und 2-Methyl-5-(2-oxo-3-bornyliden)sulfonsäure und deren Salze.

Besonders bevorzugt ist die Verwendung von Estern der Zimtsäure, vorzugsweise 4- Methoxyzimtsäure-2-ethylhexylester, 4-Methoxyzimtsäureisopentylester, 2-Cyano-3- phenyl-zimtsäure-2-ethylhexylester (Octocrylene).

Des weiteren ist die Verwendung von Derivaten des Benzophenons, insbesondere 2- Hydroxy-4-methoxybenzophenon, 2-Hydroxy-4-methoxy-4 ' -methylbenzophenon, 2,2'- Dihydroxy-4-methoxybenzophenon sowie der Einsatz von Propan-1 ,3-dionen, wie z.B. 1 -(4-tert. Butylphenyl)-3-(4-'methoxyphenyl)propan-1 ,3-dion bevorzugt.

Als typische UV-A-Filter kommen in Frage:

Derivate des Benzoylmethans, wie beispielsweise 1-(4'-tert.Butylphenyl)-3-(4'- methoxyphenyl)propan-1 ,3-dion, 4-tert.-Butyl-4'-methoxydibenzoylmethan oder 1- Phenyl-3-(4'-isopropylphenyl)-propan-1 ,3-dion;

Amino-hydroxy-substituierte Derivate von Benzophenonen wie z.B. N,N-Diethylamino- hydroxybenzoyl-n-hexylbenzoat;

2,2'-(1 ,4-Phenylen)-bis-1 H-benzimidazol-4,6- disulfonsäure, Na-SaIz (Neo Helio- pan ® AP, CAS-Nr. 180898-37-7).

Die UV-A und UV-B-Filter können selbstverständlich auch in Mischungen eingesetzt werden.

Als weitere Lichtschutzfiiter können aber auch andere unlösliche Pigmente, z.B. feindisperse Metalloxide bzw. Salze wie beispielsweise Titandioxid, Eisenoxid, Aluminiumoxid, Ceroxid, Zirkoniumoxid, Silicate (Talk), Bariumsulfat und Zinkstearat verwendet werden. Die Partikel sollten dabei einen mittleren Durchmesser von weniger als 200 nm, bevorzugt weniger als 100 nm aufweisen.

Neben den beiden vorgenannten Gruppen primärer Lichtschutzstoffe können auch sekundäre Lichtschutzmittel vom Typ der Antioxidantien eingesetzt werden, die die photochemische Reaktionskette unterbrechen, welche ausgelöst wird, wenn UV- Strahlung in die Haut eindringt. Typische Beispiele hierfür sind Superoxid-Dismutase, Tocopherole (Vitamin E) und Ascorbinsäure (Vitamin C).

Der Gesamtanteil der Lichtschutzmittel in dem erfindungsgemäßen Sonnenschutzmittel liegt üblicherweise bei 1 bis 20, vorzugsweise 5 bis 15 Gew.-%.

Eine bevorzugte erfindungsgemäße Zubereitung als solche kann 1 bis 95 vorzugsweise 5 bis 80, und insbesondere 10 bis 60 Gew.-% Wasser enthalten.

Nach einer besonders bevorzugten Ausführungsform enthält die erfindungsgemäße kosmetische Zubereitung ferner pflegende Substanzen, weitere kosmetische Wirkstof- fe und/oder Hilfs- und Zusatzstoffe.

Als weitere kosmetische Wirkstoffe werden insbesondere Hautfeuchthaltemittel, anti- mikrobielle Stoffe und/oder deodorierende oder schweißhemmende Stoffe eingesetzt. Dies hat den Vorteil, dass sich weitere gewünschte Effekte erzielen lassen, die zur Pflege oder Behandlung der Haut beitragen oder beispielsweise das Wohlempfinden des Anwenders der kosmetischen Zubereitung bei der Verwendung dieser Zubereitung steigern.

So können in der kosmetischen Zubereitung neben dem Träger, den Metallderivat- Nanopartikeln, den mit ihnen verbundenen lichtschutzwirksamen Verbindungen, Wasser und physiologisch geeigneten Lösemitteln unter anderem auch pflegende Be- standteile, wie z.B. öle, Wachse, Fette, rückfettende Substanzen, Verdickungsmittel, Emulgatoren und Duftstoffe enthalten sein. Ein hoher Anteil an pflegenden Substanzen ist insbesondere zur topischen prophylaktischen oder kosmetischen Behandlung der Haut vorteilhaft.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Zubereitung neben den in vielen Fällen ebenfalls Pflegewirkung aufweisenden tierischen und pflanzlichen Fetten und ölen noch weitere Pflegekomponenten enthält. Die Gruppe der pflegenden Wirkstoffe, die zum Einsatz kommen können, umfasst z.B.: Fettalkohole mit 8-22 C-Atomen, insbesondere Fettalkohole von natürlichen Fettsäuren; tierische und pflanzliche Proteinhydrolysa- te, insbesondere Elastin-, Kollagen-, Keratin-, Milcheiweiß-, Sojaprotein-, Seidenprotein-, Haferprotein-, Erbsenprotein-, Mandelprotein- und Weizenproteinhydrolysate; Vitamine und Vitaminvorstufen, insbesondere die der Vitamin-Gruppen A und B; Mono-, Di- und Oligosaccharide; Pflanzenextrakte; Honigextrakte; Ceramide; Phospholipide; Vaseline, Paraffin- und Silikonöle; Fettsäure- und Fettalkoholester, insbesondere die Monoester der Fettsäuren mit Alkoholen mit 3 - 24 C-Atomen. Zu den in der erfindungsgemäßen Zubereitung bevorzugt einzusetzenden Vitaminen, Provitaminen oder Vitaminvorstufen gehören unter anderem:

Vitamine, Provitamine und Vitaminvorstufen aus den Gruppen A, C, E und F, insbe- sondere 3,4-Didehydroretinol, ß-Carotin (Provitamin des Vitamin A), Ascorbinsäure (Vitamin C), sowie die Palmitinsäureester, Glucoside oder Phosphate der Ascorbinsäure, Tocopherole, insbesondere α-Tocopherol sowie seine Ester, z.B. das Acetat, das Nicotinat, das Phosphat und das Succinat; weiterhin Vitamin F, worunter essentielle Fettsäuren, besonders Linolsäure, Linolensäure und Arachidonsäure, verstanden werden;

Vitamin A und seine Derivate und Provitamine zeigen vorteilhafterweise einen besonderen hautglättenden Effekt.

Zu den in der erfindungsgemäßen Zubereitung bevorzugt einzusetzenden Vitaminen, Provitaminen oder Vitaminvorstufen der Vitamin B-Gruppe oder deren Derivaten sowie den Derivaten von 2-Furanon gehören unter anderem:

Vitamin Bi, Trivialname Thiamin, chemische Bezeichnung 3-[(4'-Amino-2'-methyl-5'- pyrimidinyl) methyl]-5-(2-hydroxyethyl)-4-methylthiazoliumchlorid. Bevorzugt wird Thi- aminhydrochlorid in Mengen von 0,05 bis 1 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Mittel, eingesetzt.

Vitamin B2, Trivialname Riboflavin, chemische Bezeichung 7,8-Dimethyl-10-(1-D- ribityl)-benzo[g]pteridin-2,4(3H,10H)-dion. In freier Form kommt Riboflavin z. B. in Molke vor, andere Riboflavin-Derivate lassen sich aus Bakterien und Hefen isolieren. Ein erfindungsgemäß ebenfalls geeignetes Stereoisomeres des Riboflavin ist das aus Fischmehl oder Leber isolierbare Lyxoflavin, das statt des D-Ribityl einen D-Arabityl- Rest trägt. Bevorzugt werden Riboflavin oder seine Derivate in Mengen von 0,05 bis 1 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Mittel, eingesetzt.

Vitamin B3. Unter dieser Bezeichnung werden häufig die Verbindungen Nicotinsäure und Nicotinsäureamid (Niacinamid) geführt. Erfindungsgemäß bevorzugt ist das Nicotinsäureamid, das in den erfindungsgemäßen Mitteln bevorzugt in Mengen von 0,05 bis 1 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Mittel, enthalten ist.

Vitamin B5 (Pantothensäure und Panthenol). Bevorzugt wird Panthenol eingesetzt. Erfindungsgemäß einsetzbare Derivate des Panthenols sind insbesondere die Ester und Ether des Panthenols sowie kationisch derivatisierte Panthenole. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung können zusätzlich zu Pantothensäure oder Panthenol auch Derivate des 2-Furanon eingesetzt werden. Besonders bevor- zugte Derivate sind die auch im Handel erhältlichen Substanzen Dihydro-3 hydroxy- 4,4-dimethyl-2(3H)-furanon mit dem Trivialnamen Pantolacton (Merck), 4 Hydroxy- methyl-γ-butyrolacton (Merck), 3,3-Dimethyl-2-hydroxy-γ-butyrolacton (Aldrich) und 2,5-Dihydro-5-methoxy-2-furanon (Merck), wobei ausdrücklich alle Stereoisomeren eingeschlossen sind.

Vorteilhafterweise verleihen diese Verbindungen der erfindungsgemäßen kosmetischen Zubereitung feuchtigkeitsspendende sowie hautberuhigende Eigenschaften.

Die genannten Verbindungen des Vitamin Bs-Typs sowie die 2- Furanonderivate sind in den erfindungsgemäßen Mitteln bevorzugt in einer Gesamtmenge von 0,05 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Mittel, enthalten. Gesamtmengen von 0,1 bis 5 Gew.-% sind besonders bevorzugt.

Vitamin Bβ, wobei man hierunter keine einheitliche Substanz, sondern die unter den Trivialnamen Pyridoxin, Pyridoxamin und Pyridoxal bekannten Derivate des 5 Hydro- xymethyl-2-methylpyridin-3-ols versteht. Vitamin Bβ ist in den erfindungsgemäßen Mitteln bevorzugt in Mengen von 0,0001 bis 1 ,0 Gew.-%, insbesondere in Mengen von 0,001 bis 0,01 Gew.-%, enthalten.

Vitamin B7 (Biotin), auch als Vitamin H oder "Hautvitamin" bezeichnet. Bei Biotin handelt es sich um (3aS,4S, 6aR)-2-Oxohexahydrothienol [3,4-d]imidazol-4-valeriansäure.

Biotin ist in den erfindungsgemäßen Mitteln bevorzugt in Mengen von 0,0001 bis 1 ,0 Gew.-%, insbesondere in Mengen von 0,001 bis 0,01 Gew.-% enthalten.

Panthenol, Pantolacton, Nicotinsäureamid sowie Biotin sind erfindungsgemäß ganz besonders bevorzugt.

Unter Hilfs- und Zusatzstoffen sind Stoffe zu verstehen, die zur Verbesserung der ästhetischen, anwendungstechnischen und/oder kosmetischen Eigenschaften geeignet sind, wie z.6. Co-Emulgatoren, organische Lösemittel, überfettungsmittel, Stabilisato- ren, Antioxidationsmittel, Wachse oder Fette, Konsistenzgeber, Verdickungsmittel, Bräunungsmittel, Vitamine, kationische Polymere, biogene Wirkstoffe, Konservierungsmittel, Hydrotope, Solubilisatoren, Färb- und Duftstoffe.

Beispielsweise können folgende Hilfs- und Zusatzstoffe verwendet werden: - Allantoin,

- AloeVera,

- Bisabolol,

- Ceramide und Pseudoceramide,

Antioxidationsmittel verbessern vorteilhafterweise die Stabilität der erfindungsgemäßen Zubereitungen. Antioxidantien sind beispielsweise Aminosäuren (z.B. Glycin, Histidin, Tyrosin, Tryptophan) und deren Derivate, Imidazol und Imidazolderivate (z.B. Urocaninsäure), Peptide wie z.B. D,L-Carnosin, D-Carnosin, L-Carnosin und deren Derivate (z. B. Anserin), Carotinoide, Carotine (z. 6. α-Carotin, ß-Carotin, Lycopin) und deren Derivate, Liponsäure und deren Derivate (z. B. Dihydroliponsäure), Au- rothioglucose, Propylthiouracil und weitere Thioverbindungen (z.B. Thioglycerin, Thio- sorbitol, Thioglycolsäure, Thioredoxin, Glutathion, Cystein, Cystin, Cystamin und deren Glycosyl-, N-Acetyl-, Methyl-, Ethyl-, Propyl-, Amyl-, Butyl-, Lauryl-, Palmitoyl-, Oleyl-, γ-Linoleyl-, Cholesteryl- und Glycerylester) sowie deren Salze, Dilauryl- thio- dipropionat, Distearylthiodipropionat, Thiodipropionsäure und deren Derivate (Ester, Ether, Peptide, Lipide, Nukleotide, Nukleoside und Salze) sowie Sulfoximinverbindun- gen (z.B. Buthioninsulfoximine, Homocysteinsulfoximin, Buthioninsulfone, Penta-, He- xa-, Heptathionin- sulfoximin) in sehr geringen verträglichen Dosierungen (z. B. pmol/kg bis pmol/kg), ferner Metallchelatoren (z.B. α-Hydroxyfettsäuren, EDTA, EG- TA, Phytinsäure, Lactoferrin), α-Hydroxysäuren (z. B. Zitronensäure, Milchsäure, äpfelsäure), Huminsäuren, Gallensäure, Gallenextrakte, Gallussäureester (z. B. Propyl-, Octyl- und Dodecylgallat), Flavonoide, Catechine, Bilirubin, Biliverdin und deren Derivate, ungesättigte Fettsäuren und deren Derivate (z.B. γ-Linolensäure, Linolsäure, Arachidonsäure, ölsäure), Folsäure und deren Derivate, Hydrochinon und dessen Derivate (z. B. Arbutin), Ubichinon und Ubichinol sowie deren Derivate, Vitamin C und dessen Derivate (z. B. Ascorbylpalmitat, -stearat, -dipalmitat, acetat, Mg- Ascorbylphosphate, Natrium- und Magnesiumascorbat, Dinatriumascorbylphosphat

und -sulfat, Kaliumascorbyltocopherylphosphat, Chitosanascorbat), Isoascorbinsäure und deren Derivate, Tocopherole und deren Derivate (z.B. Tocopherylacetat, -linoleat, -oleat und -succinat, Tocophereth-5, Tocophereth-10, Tocophereth-12, Tocophereth- 18, Tocophereth-50, Tocophersolan), Vitamin A und Derivate (z. B. Vitamin-A- Palmitat), das Coniferylbenzoat des Benzoeharzes, Rutin, Rutinsäure und deren Derivate, Dinatriumrutinyldisulfat, Zimtsäure und deren Derivate (z. B. Ferulasäure, Ethyl- ferulat, Kaffeesäure), Kojisäure, Chitosanglycolat und -salicylat, Butylhydroxytoluol, Butylhydroxyanisol, Nordihydroguajakharzsäure, Nordihydroguajaretsäure, Trihydro- xybutyrophenon, Harnsäure und deren Derivate, Mannose und deren Derivate, Zink und Zink- Derivate (z. B. ZnO, ZnS04), Selen und Selen-Derivate (z. B. Selenmethio- nin), Stilbene und Stilben-Derivate (z. B. Stilbenoxid, trans-Stilbenoxid).

Erfindungsgemäß können geeignete Derivate (Salze, Ester, Zucker, Nukleotide, Nukleoside, Peptide und Lipide) sowie Mischungen dieser genannten Wirkstoffe oder Pflanzenextrakte (z.B. Teebaumöl, Rosmarinextrakt und Rosmarinsäure), die diese Antioxidantien enthalten, eingesetzt werden. Als lipophile, öllösliche Antioxidantien aus dieser Gruppe sind Tocopherol und dessen Derivate, Gallussäureester, Flavonoide und Carotinoide sowie Butylhydroxytoluol/anisol bevorzugt. Als wasserlösliche Antioxidantien sind Aminosäuren, z. B. Tyrosin und Cystein und deren Derivate sowie Gerbstoffe, insbesondere solche pflanzlichen Ursprungs bevorzugt. Die Gesamtmenge der Antioxidantien in den erfindungsgemäßen kosmetischen Zubereitungen beträgt 0,001 - 20 Gew.-%, vorzugsweise 0,05 - 10 Gew.-%, insbesondere 0,1 - 5 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt 0,1 bis 2 Gew.-%.

Triterpene, insbesondere Triterpensäuren wie Ursolsäure, Rosmarinsäure, Betulinsäu- re, Boswelliasäure und Bryonolsäure,

Monomere Catechine, besonders Catechin und Epicatechin, Leukoanthocyanidine, Catechinpolymere (Catechin-Gerbstoffe) sowie Gallotannine,

Verdickungsmittel, z. B. Gelatine, Pflanzengumme wie Agar-Agar, Guar-Gum, Algina- te, Xanthan-Gum , Gummiarabicum , Karaya-Gummi oder Johannisbrotkernmehl, natürliche und synthetische Tone und Schichtsilikate, z. B. Bentonit, Hectorit, Montmoril- lonit oder Laponite ® , vollsynthetische Hydrokolloide wie z.B. Polyvinylalkohol, und außerdem Ca-, Mg- oder Zn-Seifen von Fettsäuren, Pflanzenglycoside ,

Strukturanten wie Maleinsäure und Milchsäure, Dimethylisosorbid, Alpha-, beta- sowie gamma-Cyclodextrine, insbesondere zur Stabilisierung von Reti- nol,

Lösemittel, Quell- und Penetrationsstoffe wie Ethanol, Isopropanol, Ethylenglykol, Pro- pylenglykol, Propylenglykolmonoethylether, Glycerin und Diethylenglykol, Carbonate,

Hydrogencarbonate, Guanidine, Harnstoffe sowie primäre, sekundäre und tertiäre Phosphate

Parfümöle, Pigmente sowie Farbstoffe zum Anfärben des Mittels, Substanzen zur Einstellung des pH-Wertes, z.B. α- und ß-Hydroxycarbonsäuren, Komplexbildner wie EDTA, NTA, ß-Alanindiessigsäure und Phosphorsäuren, Trübungsmittel wie Latex, Styrol/PVP- und Styrol/Acrylamid-Copolymere, Perlglanzmittel wie Ethylenglykolmono- und -distearat sowie PEG-3-distearat, Treibmittel wie Propan-Butan-Gemische, N2O, Dimethylether, CO2 und Luft.

Die Zugabe von Allantoin, Bisabolol und/oder Aloe Vera auch in Form von Extrakten zu den erfindungsgemäßen kosmetischen Zubereitungen verbessert die weiterhin die hautberuhigenden, feuchtigkeitsspendenden und hautpflegende Eigenschaften der Formulierungen und ist daher besonders bevorzugt.

Als weitere Inhaltsstoffe kann die erfindungsgemäße kosmetische Zubereitung in untergeordneten Mengen weitere, mit den anderen Inhaltsstoffen kompatible Tenside enthalten.

Typische Beispiele für anionische Tenside sind Seifen, Alkylbenzolsulfonate, Alkansul- fonate, Olefinsulfonate, Alkylethersulfonate, Glycerinethersulfonate, α-

Methylestersulfonate, Sulfofettsäuren, Alkylsulfate, Fettalkoholethersulfate, Glycerin- ethersulfate, Hydroxymischethersulfate, Fettsäureamid-(ether)sulfate, Mono- und Di- alkyl-sulfosuccinate, Mono- und Dialkylsulfosuccinamate, Sulfotriglyceride, Amidsei- fen, Ethercarbonsäuren und deren Salze, Fettsäureisethionate, Fettsäuresarcosinate, Fettsäuretauride, N- Acylaminosäuren, wie beispielsweise Acyllactylate, Acyltartrate, Acylglutamate und Acylaspartate, Alkyloligoglucosidsulfate, Proteinfettsäurekondensate (insbesondere pflanzliche Produkte auf Weizenbasis) und Alkyl(ether)phosphate.

Sofern die anionischen Tenside Polyglycoletherketten enthalten, können diese eine konventionelle, vorzugsweise jedoch eine eingeengte Homologenverteilung aufweisen.

Typische Beispiele für nichtionische Tenside sind Fettalkoholpolyglycolether, Fettsäu- repolyglycolester, Fettsäureamidpolyglycolether, Fettaminpolyglycolether, alkoxylierte Triglyceride, Mischether bzw. Mischformale, gegebenenfalls partiell oxidierte

Alk(en)yloligoglykoside bzw. Glucoronsäurederivate, Fettsäure-N-alkyiglucamide, Proteinhydrolysate (insbesondere pflanzliche Produkte auf Weizenbasis), Polyolfettsäu- reester, Zuckerester, Sorbitanester, Polysorbate und Aminoxide. Sofern die nichtionischen Tenside Polyglycoletherketten enthalten, können diese eine konventionelle, vorzugsweise jedoch eine eingeengte Homologenverteilung aufweisen.

Typische Beispiele für kationische Tenside sind quartäre Ammoniumverbindungen und Esterquats, insbesondere quaternierte Fettsäuretrialkanolaminestersalze.

Typische Beispiele für amphotere bzw. zwitterionische Tenside sind Alkylbetaine, Al- kylamidobetaine, Aminopropionate, Aminoglycinate, Imidazoliniumbetaine und Sulfo- betaine.

Der Einsatz der erfindungsgemäßen lichtschutzwirksamen Zubereitungen ist insbesondere ebenfalls möglich in Haarkosmetika wie Shampoos, Conditioner, Spülungen, Haarwässer, Haargel, Haarspray etc.. Insbesondere leave-on Produkte, die nach erfolgter Applikation auf dem Haar bzw. der Kopfhaut verbleiben sind besonders gut geeignet. Die so auf die Kopfhaut und das Haar aufgetragene Zubereitung kann somit auch dort als UV Schutzmittel wirken bzw. auf der Kopfhaut seine hautberuhigende Wirkung entfalten.

Die erfindungsgemäßen Zubereitungen können auch im Bereich der Wasch-, Dusch- und Badepräparate verwendet werden.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen kosmetischen Mit- tels wird das kosmetische Mittel auf die Oberfläche des zu behandelnden bzw. zu schützenden Körpers also topisch aufgetragen. Diese Applikationsform ist besonders vorteilhaft, da sie einfach zu handhaben ist, so dass Fehldosierungen weitestgehend ausgeschlossen sind. Ferner lässt sich ein zusätzlicher pflegender Effekt für die Haut erreichen. Falls nur einzelne Körperteile der Sonnenstrahlung ausgesetzt werden, kann das Sonnenschutzmittel außerdem nur gezielt auf diese Körperteile aufgetragen werden.

Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung der erfindungsgemäß oberflächenmodifizierten Metalloxide zum UV Schutz. Dies ist beson- ders vorteilhaft, da aufgrund der Feinteiligkeit beispielsweise des oberflächenmodifizierten Metalloxids und der guten Verteilung eine besonders hohe UV- Absorption erreicht wird.

Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung der erfin- dungsgemäß oberflächenmodizierten Metalloxide, insbesondere von Zinkoxid als an- timikrobieller Wirkstoff. Die Verwendung dieser Partikel ist für diesen Einsatzzweck besonders vorteilhaft, da aufgrund der Feinteiligkeit der Partikel und der daraus resultierenden großen Oberfläche, die antimikrobielle Wirkung stark verbessert ist und andererseits aufgrund der guten Dispergiereigenschaften des Materials das Zinkoxid in fein verteilter Form vorliegt. Somit kann das Zinkoxid problemlos in verschiedenen Darreichungsformen eingesetzt werden wie beispielsweise Cremes, Hautmilch, Lotionen oder Tonics.

Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein pharmazeutisches Mittel, das ein erfindungsgemäßes oberflächenmodifiziertes Metalloxid enthält. Dieses pharmazeutische Mittel zeichnet sich dadurch aus, dass aufgrund der Feinteiligkeit der Partikel die pharmazeutische Wirksamkeit stark erhöht ist.

Darüber hinaus besitzt das erfindungsgemäße pharmazeutische Mittel den Vorteil, dass aufgrund der bereits oben beschriebenen guten Langzeitstabilität beispielsweise der Zinkoxiddispersionen auf den Zusatz von Stabilisatoren verzichtet werden kann, die eine Entmischung verhindern. Somit wird zusätzlich die Verträglichkeit des pharmazeutischen Mittels erhöht.

Anhand der folgenden Beispiele soll die Erfindung näher erläutert werden.

Beispiele für kosmetische Formulierungen

Die folgenden erfindungsgemäßen Zubereitungen enthalten als Bestandteil modifizierte Metallderivat-Nanopartikel.

In den im Folgenden genannten Beispielen für erfindungsgemäße kosmetische Zubereitungen steht der Begriff „Hybrid" für wenigstens eine Kombination ausgewählt aus:

1 ) -Nanopartikel von wenigstens einem Metallderivat - wenigstens ein an die Nanopartikel von wenigstens einem Metallderivat (TϊO2 oder ZnO) chemisch gebundenes Triazinderivat.

2) - Nanopartikel von wenigstens einem Metallderivat

- wenigstens ein an die Nanopartikel von wenigstens einem Metallderivat (TϊO2 oder ZnO) chemisch gebundenes Hydroxybenzophenon-Derivat.

3) - Nanopartikel von wenigstens einem Metallderivat

- wenigstens ein an die Nanopartikel von wenigstens einem Metallderivat (TϊO2 oder ZnO) chemisch gebundene Verbindung ausgewählt aus der in der WO 2007/017587, Abschnitte [0036] und [0037] genannten lichtschutzwirksa- men Verbindungen.

4) - Nanopartikel von wenigstens einem Metallderivat

- wenigstens ein an die Nanopartikel von wenigstens einem Metallderivat (TϊO2 oder ZnO) chemisch gebundenes 4,4'-Diarylbutadien-Derivat.

Die Mengenangaben im Folgenden sind Gew.-Anteile. Die Art und Weise, wie die Zubereitungen hergestellt werden können sind dem Fachmann bekannt.

Zubereitung 1

Zubereitung 3

Zubereitung 4

Zubereitung 5

Zubereitung 6

Zubereitung 7

Zubereitung 8

Zubereitung 9

Zubereitung 10

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