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Patent Searching and Data


Title:
VALVE FOR CONTROLLING THE INTERNAL PRESSURE IN A CABIN OF AN AIRCRAFT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2012/019796
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a valve (10) for controlling the internal pressure p in a cabin of an aircraft, comprising a first flap (11) and a second flap (12), wherein the flaps (11, 12) control a pressure-changing fluid flow (L) between the surroundings and the cabin through an opening (15) of a limiting element (14) of the cabin. In order to increase the inflow volume of the fluid, according to the invention at least one of the flaps (11, 12) is adjustable in the inflow position in respect of the opening (15) in the direction of the surroundings, such that the flow surface of the flap (11, 12) is increased for the air flow (L). Furthermore according to the invention at least one of the flaps (11, 12) has a closure device (21) which reduces an outflow of the fluid that had previously flowed in during an inflow process. According to the invention, a closure device (21) is furthermore arranged, wherein said closure device closes a region between the first flap (11) and the second flap (12) in the inflow position of the flaps (11, 12).

Inventors:
STEINERT, Martin (Leipziger Strasse 1, Seligenstadt, 63500, DE)
SPRINGER, Axel (Aschaffenburger Str. 96c, Seligenstadt, 63500, DE)
Application Number:
EP2011/058006
Publication Date:
February 16, 2012
Filing Date:
May 17, 2011
Export Citation:
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Assignee:
NORD-MICRO AG & CO. OHG (Victor-Slotosch-Straße 20, Frankfurt, 60388, DE)
STEINERT, Martin (Leipziger Strasse 1, Seligenstadt, 63500, DE)
SPRINGER, Axel (Aschaffenburger Str. 96c, Seligenstadt, 63500, DE)
International Classes:
B64D13/02; F16K39/02
Domestic Patent References:
WO2005023649A12005-03-17
Foreign References:
US6273136B12001-08-14
US20070089746A12007-04-26
US20100096503A12010-04-22
US20100006788A12010-01-14
US20100320318A12010-12-23
DE102008040184A12010-01-14
Attorney, Agent or Firm:
PREISSNER, Nicolaus et al. (Nymphenburger Strasse 20, München, 80335, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1 . Ventil (10) zur Steuerung des Innendrucks p, in einer Kabine eines Luftfahrzeugs, mit einer ersten Klappe (1 1 ) und einer zweiten Klappe (12), wobei die Klappen (1 1 , 12) einen den Druck verändernden Flu- idstrom (L) zwischen der Umgebung und der Kabine durch eine Öffnung (15) des Ventils (10) steuern, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Klappen (1 1 , 12) in der Einströmstellung derart bezüglich der Öffnung (15) in Richtung Umgebung verstellbar ist, dass die Anströmfläche der Klappe (1 1 , 12) für den Luftstrom (L) erhöht ist.

2. Ventil (10) zur Steuerung des Innendrucks p, in einer Kabine eines Luftfahrzeugs, mit einer ersten Klappe (1 1 ) und einer zweiten Klappe (12), wobei die Klappen (1 1 , 12) einen den Druck verändernden Flu- idstrom (L) zwischen der Umgebung und der Kabine durch eine Öffnung (15) des Ventils (10) steuern, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Klappen (1 1 , 12) eine Verschlusseinrichtung (21 ) aufweist, die während eines Einströmvorgangs ein Ausströmen des zuvor eingeströmten Fluids reduziert.

3. Ventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlusseinrichtung (21 ) als ansteuerbare Verschlussklappe ausgebildet ist.

4. Ventil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlussklappe (21 ) schwenkbeweglich an einer der Klappen (11 , 12) angeordnet ist.

5. Ventil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlussklappe (21 ) an der ersten Klappe (1 1 ) angeordnet ist.

6. Ventil nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlussklappe (21 ) mit einem ansteuerbarem Stellglied (23) verbunden ist.

7. Ventil (10) zur Steuerung des Innendrucks p, in einer Kabine eines Luftfahrzeugs, mit einer ersten Klappe (1 1 ) und einer zweiten Klappe (12), wobei die Klappen (1 1 , 12) einen den Druck verändernden Flu- idstrom (L) zwischen der Umgebung und der Kabine durch eine Öffnung (15) des Ventils (10) steuern, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verschlusseinrichtung (21 ) vorgesehen ist, die in der Einströmstellung der Klappen (1 1 , 12) einen Bereich zwischen der ersten Klappe (1 1 ) und der zweiten Klappe (12) verschließt.

8. Ventil nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlusseinrichtung (21 ) als Verschlussklappe (32) ausgebildet ist, die schwenkbeweglich an einem Rahmen (13) des Ventils (10) gelagert ist.

9. Ventil nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlussklappe (32) in der Einströmstellung der Klappen (1 1 , 12) an den in den Flugzeuginnenraum ragenden Oberkanten der Klappen (1 1 , 12) anliegt.

10. Ventil nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlussklappe (32) über einen Gelenkmechanismus (38) mit der zweiten Klappe (12) und dem Rahmen (13) verbunden ist.

11 . Ventil nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Gelenkmechanismus (38) wenigstens eine Stange (39) und Koppelab- schnitte (40, 41 ), die an der zweiten Klappe (12) und/oder dem Rahmen (13) angeordnet sind, umfasst.

12. Ventil nach einem der Ansprüche 10 oder 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlussklappe (32) über den Gelenkmechanismus (38) gegenläufig oder gleichläufig zu den Klappen (1 1 , 12) verstellbar ist.

13. Ventil nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlussklappe (32) an ihren seitlichen Längsrändem gebogene Randbereiche (33) aufweist.

14. Ventil nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einer der Randbereiche (33) in der Einströmstellung der Klappen (1 1 , 12) an dem Rahmen (13) anliegt.

15. Ventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Klappen (1 1 , 12) bezüglich der Öffnung (15) verschiebbar gelagert ist.

16. Ventil nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der Klappen (1 1 , 12) ein Stellglied (24) zugeordnet ist, mit dem die mindestens eine Klappe (1 1 , 12) verschiebbar ist.

17. Ventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Klappe (1 1 ) einen abgewinkelten Bereich (19) aufweist.

18. Ventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Klappen (11 , 12) längenveränderlich ausgebildet ist.

19. Ventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Klappe (1 1 ) einen Spoiler (25) aufweist, der bezüglich der ersten Klappe (1 1 ) mittels eines Stellglieds (26) verstellbar ist.

20. Ventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Klappe (1 1 ) an einer Schwenkeinrichtung (28) angeordnet ist, die schwenkbeweglich in dem Rahmen (13) des Ventils (10) gelagert ist.

2 . Ventil nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die

Schwenkeinrichtung (28) zwei an dem Rahmen (13) schwenkbeweglich gelagerte Tragarme (29) aufweist.

22. Ventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Stelleinrichtung (31 ) vorgesehen ist mit der die Klappen (11 , 12) und/oder die Schwenkeinrichtung (28) in eine Ausström- und eine Einströmstellung verstellbar sind.

23. Ventil nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass über die Stelleinrichtung (31 ) die Klappen (1 1 , 12) und/oder die Schwenkeinrichtung (28) gegenläufig und/oder gleichläufig verstellbar sind.

Description:
Ventil zur Steuerung des Innendrucks in einer Kabine eines Luftfahrzeugs

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Ventil zur Steuerung des Innendrucks in einer Kabine eines Luftfahrzeugs, mit einer ersten Klappe und einer zweiten Klappe, wobei die Klappen einen den Druck verändernden Fluidstrom zwischen der Umgebung und der Kabine durch eine Öffnung eines Begrenzungselements der Kabine steuern.

Derartige Ventile werden zur Steuerung des Drucks innerhalb einer Flugzeugkabine oder einer Druckkammer verwendet. Zur Steuerung des Drucks in einer Flugzeugkabine ist das Ventil in einer Öffnung des Flugzeugrumpfes eingebracht. Je nach Stellung des Ventils kann Luft ein- oder ausströmen. Somit kann mit Hilfe des Ventils der Druck in der Kabine erhöht oder abgebaut werden. Zudem kann die in der Flugzeugkabine befindliche verbrauchte Luft über das Ventil abgelassen werden.

Aus der DE 10 2008 040 184 A1 geht ein Ventil hervor, das zwei verstellbare Klappen aufweist. Je nach Stellung der Klappen strömt entweder Luft aus der Flugzeugkabine heraus oder hinein. Nachteilig hierbei ist jedoch, dass hinter der Klappe Luftverwirbelungen entstehen, die einen Teil der einströmenden Luft wieder aus dem Inneren der Flugzeugkabine saugen.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Ventil der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, dass die Einströmmenge des Fluids in die Kabine erhöht wird. Zur Lösung der Aufgabe wird bei einem Ventil der eingangs genannten Art vorgeschlagen, dass mindestens eine der Klappen in der Einströmstellung derart bezüglich der Öffnung in Richtung Umgebung verstellbar ist, dass die Anströmfläche der Klappe für den Luftstrom erhöht ist.

Ferner wird zur Lösung der Aufgabe bei einem Ventil der eingangs genannten Art vorgeschlagen, dass mindestens eine der Klappen eine Verschlusseinrichtung aufweist, die während eines Einströmvorgangs ein Ausströmen des zuvor eingeströmten Fluids reduziert.

Das erfindungsgemäße Ventil zeichnet sich dadurch aus, dass die Menge der in die Kabine einströmenden Luft erhöht wird. Somit kann beispielsweise bei einem Ausfall der Klimaanlage die Zufuhr von Frischluft in die Flugzeugkabine sichergestellt werden.

Vorteilhafterweise ist die Verschlusseinrichtung als ansteuerbare Verschlussklappe ausgebildet. Hierdurch kann ein Spalt zwischen der ersten Klappe und der zweiten Klappe verringert oder verschlossen werden. Hierdurch wird ein Ausströmen der Luft zwischen dem Spalt der ersten Klappe und der zweiten Klappe unterbunden.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist die Verschlussklappe schwenkbeweglich an einer der Klappen angeordnet. Dadurch kann die Verschlussklappe während des Einströmvorgangs in Richtung der anderen Klappe geschwenkt werden, um so den Spalt zwischen den beiden Klappen zu verringern oder zu verschließen.

Die Verschlussklappe ist vorteilhaft an der ersten Klappe angeordnet. Die Verschlussklappe kann mittels einer Kinematik mit der ersten Klappe ver- bunden werden, um so die Stellung der Verschlussklappe simultan mit der ersten Klappe zu steuern.

Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist die Verschlussklappe mit einem ansteuerbaren Stellglied verbunden. Das ansteuerbare Stellglied ermöglicht eine exakte Positionierung der Verschlussklappe in Relation zu den beiden Klappen. Dadurch ist es möglich, dass die Verschlussklappe beim Einströmen der Luft den Spalt zwischen der ersten und der zweiten Klappe verschließt.

Des Weiteren wird zur Lösung der Aufgabe bei einem Ventil der eingangs genannten Art vorgeschlagen, dass eine Verschlusseinrichtung vorgesehen ist, die in der Einströmstellung der Klappen einen Bereich zwischen der ersten Klappe und der zweiten Klappe verschließt.

Bei einer Ausführungsform ist die Verschlusseinrichtung als Verschlussklappe ausgebildet, die schwenkbeweglich an einem Rahmen des Ventils gelagert ist. Dadurch ist es möglich, einen Spalt zwischen der ersten Klappe und der zweiten Klappe zu verringern oder zu verschließen. Demgemäß wird ein Ausströmen der Luft zwischen den beiden Klappen unterbunden.

Vorteilhaft liegt die Verschlussklappe in der Einströmstellung der Klappen an den in den Flugzeuginnenraum ragenden Oberkanten der Klappen an. Dadurch wird ein sicheres Verschließen des Spaltes zwischen der ersten Klappe und der zweiten Klappe gewährleistet.

Vorteilhafterweise ist die Verschlussklappe über einen Gelenkmechanismus mit der zweiten Klappe und dem Rahmen verbunden. Hierdurch wird bei einem Verschwenken der zweiten Klappe die Verschlussklappe ebenfalls verschwenkt. Dadurch ist eine zusätzliche Stelleinrichtung zum Verschwenken der Verschlussklappe nicht mehr notwendig. Demgemäß entfallen teure, war- tungsintensive und störanfällige Stelleinrichtungen, so dass die Kosten reduziert und die Standzeit und Ausfallsicherheit des Ventils erhöht werden.

Vorteilhafterweise umfasst der Gelenkmechanismus wenigstens eine Stange und Koppelabschnitte, die an der zweiten Klappe und/oder dem Rahmen angeordnet sind.

Weiterhin vorteilhaft ist die Verschiussklappe über den Gelenkmechanismus gegenläufig oder gleichläufig zu den Klappen verstellbar. Bei einem Verschwenken der Klappen in die Einströmstellung verschwenken zunächst die Klappen und die Verschlussklappe in die gleiche Richtung. Ab einem gewissen Verschwenkwinkel der zweiten Klappe verschwenkt die Verschlussklappe auf Grund des Gelenkmechanismus gegenläufig zu den beiden Klappen.

Die Verschlussklappe weist vorteilhafterweise an ihren seitlichen Längsrändern gebogene Randbereiche auf. Dabei weist der Endbereich der Verschlussklappe eine an die erste Klappe angepasste Kontur auf.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung liegt wenigstens einer der Randbereiche in der Einströmstellung der Klappe an dem Rahmen an. Durch diese Maßnahme wird in der Schließstellung der Verschlussklappe eine gute Dichtwirkung erzielt.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist mindestens eine der Klappen bezüglich der Öffnung verschiebbar gelagert. Hierdurch ist es möglich, die erste Klappe weiter in die Grenzschicht der Flugzeugumströmung einzufahren, um so die Anströmfläche der ersten Klappe zu erhöhen, wodurch die Lufteinströmmenge in die Flugzeugkabine erhöht wird.

Mindestens einer der Klappen ist vorteilhaft ein Stellglied zugeordnet, mit dem die mindestens eine Klappe verschiebbar ist. In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weist die erste Klappe einen abgewinkelten Bereich auf. Dadurch weist die erste Klappe eine strömungstechnisch vorteilhafte Formgebung auf, so dass eine größere Luftmenge in die Kabine einströmen kann.

Weiterhin vorteilhaft ist mindestens eine der Klappen längenveränderlich ausgebildet. Die längenveränderliche Klappe kann dazu verwendet werden, um ein Ausströmen der zuvor eingeströmten Luft zu reduzieren oder zu verhindern. Ferner kann mittels der längenveränderlichen Klappe die Anströmfläche vergrößert werden.

Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weist die erste Klappe einen Spoiler auf, der bezüglich der ersten Klappe mittels eines Stellglieds verstellbar ist. Der Spoiler kann in die Grenzschicht der Flugzeugumströmung eingefahren werden, so dass die Anströmfläche der ersten Klappe vergrößert wird. Folglich wird die Menge der in die Kabine einströmenden Luft vergrößert.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist die erste Klappe an einer Schwenkeinrichtung angeordnet, die schwenkbeweglich in dem Rahmen des Ventils gelagert ist.

Vorteilhafterweise weist die Schwenkeinrichtung zwei an dem Rahmen schwenkbeweglich gelagerte Tragarme auf. Hierdurch wird eine kostengünstige Schwenkeinrichtung zur Verfügung gestellt.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist eine Stelleinrichtung vorgesehen, mit der die Klappen und/oder Schwenkeinrichtung in eine Ausström- und eine Einströmstellung verstellbar sind. Durch die Stelleinrichtung kann das erfindungsgemäße Ventil sowohl als Einströmventil auch als Ausströmventil fungieren. In der Ausströmstellung kann die in der Flugzeugkabine be- findliche Luft abgelassen werden. In der Einströmstellung kann Stauluft/Frischluft der Flugzeugkabine zugeführt werden. Folglich übernimmt das erfindungsgemäße Ventil die Funktion von bisher zwei separaten Systemen. Dadurch kann Gewicht eingespart und die Kosten reduziert werden.

Vorteilhaft sind über die Stelleinrichtung die Klappen und/oder Schwenkeinrichtung gegenläufig und/oder gleichläufig verstellbar. Die gegenläufige Verstellbarkeit ermöglicht, dass die erste Klappe und/oder die Schwenkeinrichtung in die Einströmstellung schwenkt, während die zweite Klappe gegenläufig zu der ersten Klappe und/oder der Schwenkeinrichtung schwenkt.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher beschrieben, die in der Zeichnung schematisch dargestellt sind. Hierbei zeigen:

Fig. 1 einen Querschnitt einer ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Ventils;

Fig. 2 einen Querschnitt einer zweiten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Ventils;

Fig. 3 einen Querschnitt einer dritten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Ventils;

Fig. 4 einen Querschnitt einer vierten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Ventils;

Fig. 5 einen Querschnitt einer fünften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Ventils; Fig. 6 einen Querschnitt einer sechsten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Ventils und

Fig. 7 eine perspektivische Ansicht einer Verschlussklappe des erfindungsgemäßen Ventils gemäß der sechsten Ausführungsform.

Fig. 1 zeigt ein Ventil 10 gemäß einer ersten Ausführungsform zur Steuerung eines Innendrucks p, in einer Kabine eines Flugzeugs. Das Ventil 10 weist eine erste Klappe 11 (ground gate) und eine zweite Klappe 12 (control gate) auf. Beide Klappen 11 , 12 sind in einem Rahmen 13 mittels Lagern 16a, 16b beweglich angeordnet. Der Rahmen 13 des Ventils 10 ist in einem Begrenzungselement 14 des Flugzeuges, vorliegend im Flugzeugrumpf, eingesetzt. Durch den Rahmen (13) wird eine Öffnung (15) begrenzt, über die Luft in die Kabine ein- und ausströmen kann.

Beide Klappen 1 1 , 12 sind über eine schematisch dargestellte Stelleinrichtung 31 verbunden. Hierdurch können die Klappen 11 , 12 um die Lager 16a, 16b geschwenkt werden.

Die erste Klappe 1 1 ist exzentrisch gelagert und weist einen ersten Abschnitt 19 und einen zweiten Abschnitt 20 auf. Der erste Abschnitt 19 ist gegenüber dem zweiten Abschnitt 20 abgewinkelt, wodurch ein verbesserter Lufteinlass erzielt wird. Der Querschnitt des ersten Abschnittes 19 verjüngt sich in Richtung des freien Endes.

An einer Rückseite 27 der ersten Klappe 1 1 ist eine Verschlusseinrichtung 21 angeordnet. Die Verschlusseinrichtung 21 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel als Verschlussklappe ausgebildet, die über ein Lager 22 schwenkbar mit der ersten Klappe 1 1 gekoppelt ist. Die Verschlusseinrichtung 21 ist mit einem schematisch dargestellten ersten Stellglied 23 verbunden, mittels dem die Verschlusseinrichtung 21 geschwenkt werden kann. Zum Einströmen der Luft schwenken die Klappen 1 1 , 12 in die in Fig. 1 gezeigte Einströmstellung. Die erste Klappe 1 1 schwenkt dabei in Richtung R-i und die zweite Klappe in Richtung R 2 . Hierdurch wird ein Einströmbereich 17 gebildet. Über den Einströmbereich 17 erfolgt ein Einströmen des Luftstroms L. Da sich hinter der ersten Klappe 1 1 starke Luftverwirbelungen bilden, die den statischen Außendruck absenken, würde ein Teil der eingeströmten Luft wieder durch einen Ausströmbereich 8 herausströmen. Um dies zu verhindern, wird die Verschlusseinrichtung 21 mittels des ersten Stellglieds 23 in Richtung R 3 der zweiten Klappe 12 geschwenkt. Weiterhin wird die zweite Klappe 12 gegenläufig zu der in Fig. 1 gezeigten Bewegungsrichtung R2 der zweiten Klappe 1 1 geschwenkt. Dadurch liegt die Verschlusseinrichtung 21 an der zweiten Klappe 12 an und verschließt den Ausströmbereich 18. Somit wird ein Ausströmen der zuvor eingeströmten Luft verhindert. Die gegenläufige Bewegung der beiden Klappen 1 1 , 12 wird durch das schematisch dargestellte Stellglied 31 ermöglicht.

Zum Ausströmen der Luft aus der Flugzeugkabine in die Umgebung schwenken die Klappen 1 1 , 12 in eine nicht dargestellte Ausströmstellung. Hierbei schwenkt die erste Klappe 1 1 derart in Richtung R-i , dass das freie Ende des ersten Abschnitts 19 in den Ausströmbereich 18 zeigt. Die zweite Klappe 12 schwenkt in Richtung R 2 . Zwischen der ersten Klappe 1 und der zweiten Klappe 12 strömt die Luft über den Ausströmbereich 18 in die Umgebung. Die Verschlusseinrichtung 21 liegt während des Ausström Vorgangs an der Rückseite 27 der ersten Klappe 1 1 an, um so das Ausströmen der Luft nicht zu behindern.

In einer nicht dargestellten Schließstellung des Ventils 10 berühren sich die beiden Klappen 1 1 , 12, wobei das freie Ende des ersten Abschnitts 19 an einem freien Ende der zweiten Klappe 12 anliegt. In der Schließstellung liegt die Verschlusseinrichtung 21 an der Rückseite 27 der ersten Klappe 1 1 an. In Fig. 2 ist eine weitere Ausführungsform des Ventils 10 gezeigt, zu deren Beschreibung die zuvor eingeführten Bezugszeichen für gleiche oder funktionsgleiche Teile verwendet werden. Bei dieser Ausführungsform ist die erste Klappe 11 mit einer Schwenkeinrichtung 28 verbunden. Die Schwenkeinrichtung 28 weist zwei Tragarme 29 auf, die an dem Lager 16b im Rahmen 13 des Ventils 10 schwenkbar gelagert sind. Am freien Ende der Schwenkeinrichtung 28 ist die erste Klappe schwenkbar an dem Lager 6a angeordnet. Die Schwenkeinrichtung 28 und die Klappen 1 1 , 12 sind mit der schematisch dargestellten Stelleinrichtung 31 verbunden. Hierdurch können die Klappen 11 , 12 und die Schwenkeinrichtung 28 um die Lager 16a, 16b geschwenkt werden.

Zum Einströmen der Luft schwenken die Klappen 1 1 , 12 und die Schwenkeinrichtung 28 in die in Fig. 2 gezeigte Stellung. Die erste Klappe 1 1 schwenkt dabei in Richtung R 1 ( die zweite Klappe 12 in Richtung R 2 und die Schwenkeinrichtung 28 in Richtung R 4 . Dadurch wird der Einströmbereich 17 innerhalb der Öffnung 15 gebildet. Über den Einströmbereich 17 erfolgt ein Einströmen des Luftstroms. Die Schwenkeinrichtung 28, die erste Klappe 1 1 und die zweite Klappe 12 werden derart geschwenkt, dass die erste Klappe 1 1 annähernd an der zweiten Klappe 12 anliegt, um so den Ausströmbereich 18 zu verschließen.

Durch die Schwenkeinrichtung 28 kann die erste Klappe 11 weiter in den Luftstrom (L) eingefahren werden, so dass die erste Klappe 11 großflächiger angeströmt wird. Somit wird die Lufteinströmmenge und der Wirkungsgrad erhöht.

Zum Ausströmen der Luft aus der Flugzeugkabine in die Umgebung schwenken die Klappen 1 1 , 12 in eine nicht dargestellte Ausströmstellung. Die Schwenkeinrichtung 28 liegt während des Ausströmvorgangs an dem Rah- men 13 an. Die erste Klappe 1 1 schwenkt zum Ausströmen der Luft derart in Richtung Ri, dass das freie Ende des ersten Abschnitts 19 in den Ausströmbereich 18 zeigt. Die zweite Klappe 12 schwenkt in Richtung R 2 . Zwischen der ersten Klappe 1 1 und der zweiten Klappe 12 strömt die Luft über den Ausström bereich 18 in die Umgebung. Die Schwenkeinrichtung 28 liegt während des Ausströmvorgangs an dem Rahmen 3 an.

In einer nicht dargestellten Schließstellung des Ventils 10 berühren sich die beiden Klappen , 12, wobei das freie Ende des ersten Abschnitts 19 an einem freien Ende der zweiten Klappe 12 anliegt. In der Schließstellung liegt die Schwenkeinrichtung 28 an dem Rahmen 13 an.

In Fig. 3 ist eine weitere Ausführungsform des Ventils 10 gezeigt, zu deren Beschreibung die zuvor eingeführten Bezugszeichen für gleiche oder funktionsgleiche Teile verwendet werden. Bei dieser Ausführungsform ist die erste Klappe 1 1 über ein schematisch dargestelltes Lager 24 verschiebbar gelagert. Mittels eines nicht dargestellten Stellglieds kann die erste Klappe 1 1 in Richtung des Pfeils P-i verschoben werden. Dadurch kann die erste Klappe 1 1 in die Grenzschicht der Fiugzeugumströmung gefahren werden, so dass die Anströmfläche vergrößert und die Menge an einströmender Luft erhöht wird.

In Fig. 4 ist eine weitere Ausführungsform des Ventils 10 gezeigt, zu deren Beschreibung die zuvor eingeführten Bezugszeichen für gleiche oder funktionsgleiche Teile verwendet werden. Bei dieser Ausführungsform ist an dem ersten Abschnitt 19 der ersten Klappe 11 ein ausfahrbarer Spoiler 25 angeordnet ist. Der Spoiler 25 ist über ein schematisch dargestelltes zweites Stellglied 26 in Richtung des Pfeils P 2 verschiebbar. In Fig. 3 ist der Spoiler 25 im ausgefahrenem Zustand gestrichelt dargestellt. Durch Ausfahren des Spoilers 25 in die Grenzschicht der Fiugzeugumströmung wird die Anströmfläche vergrößert. Hierdurch kann eine größere Luftmenge in die Kabine einströmen.

Fig. 5 zeigt eine weitere Ausführungsform des Ventils 10, zu deren Beschreibung die zuvor eingeführten Bezugszeichen für gleiche oder funktionsgleiche Teile verwendet werden. Bei dieser Ausführungsform ist die zweite Klappe

12 längenveränderlich ausgebildet. Die zweite Klappe 12 ist über ein schematisch dargestelltes drittes Stellglied 30 in Richtung des Pfeils P3 verschiebbar. Hierdurch kann der Ausströmbereich 18 reduziert oder vollständig verschlossen werden, um so ein Ausströmen der eingeströmten Luft zu reduzieren oder zu verhindern.

In den Fig. 6 und 7 ist eine weitere Ausführungsform des Ventils dargestellt, zu deren Beschreibung die zuvor eingeführten Bezugszeichen für gleiche oder funktionsgleiche Teile verwendet werden. Das Ventil 10 gemäß dieser Ausführungsform weist als Verschlusseinrichtung 21 eine an dem Rahmen

13 schwenkbeweglich gelagerte Verschlussklappe 32 auf, die in Fig. 6 gezeigt ist.

Wie in Fig. 7 dargestellt ist, weist die Verschlussklappe 32 an ihren Längsrändern gebogene Randbereiche 33 auf, wobei die Randbereiche 33 von einer Stirnseite 34 der Verschlussklappe 32 mit abnehmender Breite nach hinten verlaufen. In der Einströmstellung der Klappen 11 , 12 liegen die Randbereiche 33 der Verschlussklappe 32 an dem Rahmen 13 des Ventils 10 an.

Des Weiteren weist die Verschlussklappe 32 an ihrer Hinterkante 42 Koppelglieder 35 auf. Die Koppelglieder 35 weisen einen ersten Lagerabschnitt 36 und einen zweiten Lagerabschnitt 37 auf. Der erste Lagerabschnitt 36 ist als starre Stange und der zweite Lagerabschnitt 37 mit einer Bohrung ausgebildet. Wie in Fig. 6 gezeigt ist, ist die Verschlussklappe 32 über die Koppelglieder 35 mit einem Gelenkmechanismus 38 verbunden, der die Verschlussklappe 32 mit der zweiten Klappe 12 und dem Rahmen 13 schwenkbar verbindet. Hierzu umfasst der Gelenkmechanismus 38 eine Stange 39, einen ersten Koppelbschnitt 40 und einen zweiten Koppelabschnitt 41 . Der erste Koppelabschnitt 40 ist an der zweiten Klappe 12 angeordnet und mit dem ersten Lagerabschnitt 36 verbunden. Der zweite Koppelabschnitt 41 ist an dem Rahmen 13 angebracht und über die Stange 39 mit dem zweiten Lagerabschnitt 37 verbunden.

Zum Einströmen der Luft schwenken die Klappen 1 1 , 12 in die in Fig. 6 gezeigte Einströmstellung. Hierbei verschwenkt die erste Klappe 1 1 in Richtung R-i . Die zweite Klappe 12 und die Verschlussklappe 32 verschwenken in Richtung R 2 . Ab einem bestimmten Verschwenkwinkel der zweiten Klappe 12 verschwenkt die Verschlussklappe 32 auf Grund des Gelenkmechanismus 38 jedoch in eine entgegen gesetzte Richtung zu R 2 , bis die Verschlussklappe 32 in der in Fig. 6 gezeigten Einströmstellung an den Oberkanten der Klappen 1 1 , 12 anliegt. Somit verschließt die Verschlussklappe 32 einen Bereich zwischen den beiden Klappen 1 1 , 12, wodurch ein Ausströmen der zuvor über den Einströmbereich 17 eingeströmten Luft verhindert wird. Die Bewegung der Klappen 1 1 , 12 und der Verschlussklappe 32 wird durch das schematisch dargestellte Stellglied 31 bewirkt.

Da die Verschlussklappe 32 über den Gelenkmechanismus 38 mit der zweiten Klappe 12 gekoppelt ist, wird kein separates Stellglied zum Verschwenken der Verschlussklappe 32 benötigt.

Es ist auch möglich, die Ausführungsformen gemäß den Fig. 2 und 3 miteinander zu kombinieren. Des Weiteren können die Ausführungsformen gemäß den Fig. 2 und 5 mit einem verschiebbaren Lager 24 und/oder einem ausfahrbaren Spoiler 25 versehen werden. Darüber hinaus kann die Ausfüh- rungsform gemäß Fig. 5 zusätzlich mit einer Verschlusseinrichtung 21 versehen werden. Ferner kann die Ausführungsform gemäß Fig. 6 mit einem verschiebbaren Lager 24 und/oder einem ausfahrbaren Spoiler 25 und/oder einer Schwenkeinrichtung 28 versehen werden.

Bei der Stelleinrichtung 31 handelt es sich um eine schematisch dargestellte Einrichtung. Jegliche Art an geeigneter Stelleinrichtung kann vorliegend verwendet werden, wie beispielsweise eine über einen Motor angetriebene Kinematik.

Bei den Stellgliedern 23, 26, 30 handelt es sich um schematisch dargestellte Teile. Jegliche Art an geeigneten Stellgliedern kann vorliegend verwendet werden.

Ferner kann vorliegend jegliche Art an geeigneter Schwenkeinrichtung 28 verwendet werden, wie beispielsweise einen Rahmen, der an dem Lager 16b im Rahmen 13 des Ventils 10 schwenkbar gelagert ist.

Das erfindungsgemäße Ventil 10 zeichnet sich dadurch aus, dass die Lufteinströmmenge in die Kabine erhöht wird. So kann beispielsweise bei Ausfall der Klimaanlage die Zufuhr von Frischluft zur Kabine sichergestellt werden, da die einströmende Luft in ausreichender Menge zur Verfügung gestellt wird. Des Weiteren kann in der Ausströmstellung der Klappen 1 1 , 12 Luft aus der Flugzeugkabine abgelassen werden. Folglich kann das erfindungsgemäße Ventil 10 als kombiniertes Einström- und Ausströmventil fungieren. Bezugszeichenliste

Ventil 37 zweiter Lagerabschnitt erste Klappe 38 Gelenkmechanismus zweite Klappe 39 Stange

Rahmen 40 erster Koppelabschnitt

Begrenzungseiement 41 zweiter Koppelabschnitt

Öffnung 42 Hinterkante

a Lager

b Lager

Einströmbereich L Luftstrom

Ausströmbereich R-i Bewegungsrichtung ersten Abschnitt R 2 Bewegungsrichtung zweiter Abschnitt R 3 Bewegungsrichtung

Verschlusseinrichtung R 4 Bewegungsrichtung

Lager P-i Verschieberichtung erstes Stellglied P2 Verschieberichtung verschiebbares Lager P 3 Verschieberichtung

Spoiler Pi Innendruck

zweites Stellglied p a Aussendruck

Rückseite

Schwenkeinrichtung

Tragarm

drittes Stellglied

Stelleinrichtung

Verschlussklappe

gebogener Randbereich

Stirnseite

Koppelglieder

erster Lagerabschnitt