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Patent Searching and Data


Title:
VALVE DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/162097
Kind Code:
A1
Abstract:
A valve device having a feed connector (ZA) of a feed side for the supply of a hydraulic consumer which can be connected to the feed connector (ZA) with pressure fluid, an outlet connector (AA) of an outlet side for the discharge of pressure fluid from the consumer which can be connected, wherein, depending on the actuating direction of said consumer, the feed side changes into the outlet side and the outlet side changes into the feed side, a pressure supply connector (P), and a return flow connector (T), is characterized in that a pressure regulating device acts on the respective feed side and a volumetric flow regulating device acts on the respective outlet side.

Inventors:
BRUCK PETER (DE)
SCHULZ FRANK (DE)
STAUCH CHRISTIAN (DE)
LÜBBERT JAN (DE)
Application Number:
EP2019/052965
Publication Date:
August 29, 2019
Filing Date:
February 07, 2019
Export Citation:
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Assignee:
HYDAC FLUIDTECHNIK GMBH (DE)
International Classes:
F15B11/044; F15B11/05; F15B13/04
Domestic Patent References:
WO2006117062A12006-11-09
WO2006130267A12006-12-07
Foreign References:
EP1642035B12008-11-05
EP1642035B12008-11-05
Attorney, Agent or Firm:
BARTELS UND PARTNER, PATENTANWÄLTE (DE)
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Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e

1 . Ventilvorrichtung mit einem

- Zulaufanschluss (ZA) einer Zulaufseite für die Versorgung eines am Zulaufanschluss (ZA) anschließbaren hydraulischen Verbrauchers mit Druckfluid,

- Ablaufanschluss (AA) einer Ablaufseite für das Abführen von Druck fluid aus dem anschließbaren Verbraucher, wobei je nach Ansteuer richtung dieses Verbrauchers die Zulaufseite sich in die Ablaufseite und die Ablaufseite in die Zulaufseite ändert,

- einem Druckversorgungsanschluss (P), und

- einem Rücklaufanschluss (T),

dadurch gekennzeichnet, dass auf die jeweilige

- Zulaufseite eine Druckregelungseinrichtung und

- Ablaufseite eine Volumenstromregelungseinrichtung

einwirkt.

2. Ventilvorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Druckregelungseinrichtung und die Volumenstromregelungseinrichtung jeweils ein Proportionalventil (PV) und ein Druckregelventil (DRV) nebst einer Druckwaage (DW) von ihrer Funktion her aufweisen, die derart miteinander verschaltet und angesteuert sind, dass bei einer Ver sorgung des Zulaufanschlusses (ZA) vonseiten des Druckversorgungsan schlusses (P) in einer Durchströmungsrichtung das eine Druckregelven- til (DRV) als Druckregler arbeitet und das aufseiten des Ablaufanschlus ses (AA) bei Überschreiten eines vorgebbaren Solldrucks am anderen Druckregelventil (DRV) sich die Durchströmungsrichtung umkehrt und das Druckfluid strömt über das andere Proportionalventil (PV) und die zugeordnete Druckwaage (DW), die beide von ihrer Funktion her als Stromregelventil arbeiten, in Richtung des Rücklaufanschlusses (T) ab.

3. Ventilvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das jeweilige Druckregelventil (DRV) ein Proportionalschieberven til, vorzugsweise ein 3/2-Wege-Proportionalschieberventil, ist, das mit tels mindestens eines Proportionalmagneten (18) ansteuerbar die Ein stellung einer Solldruckvorgabe am Druckregelventil (DRV) ermöglicht.

4. Ventilvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das jeweilige Druckregelventil (DRV) und die je weils zugehörige Druckwaage (DW) in einem Kombinationsventil von ihren Funktionen her zusammengefasst sind.

5. Ventilvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kombinationsventil über zwei in einem Ven tilgehäuse unabhängig verfahrbare Steuerschieber verfügt, in Form ei nes Druckregelschiebers (DRS) und in Form eines Druckwaagenschie bers (DWS), die die möglichen fluidführenden Verbindungen zwischen dem Druckversorgungsanschluss (P), dem Rücklaufanschluss (T) und einem Arbeitsanschluss (A) steuern, der in Verbindung mit einem Pro portionalventil (PV) in der einen und der anderen entgegengesetzten Strömungsrichtung den Zulauf- bzw. den Ablaufanschluss (ZA; AA) bil det.

6. Ventilvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kombinationsventil innerhalb des Ventilge häuses folgende Räume aufweist: einen

- Vorsteuerraum (X), in dem ein Steuerdruck (px), der von dem Druck versorgungsanschluss (P) stammt, entsprechend der Wirkung des bestromten Proportionalmagneten auf den Druckregelschieber (DRS) einwirkt,

- Ausgleichsraum (E), - Zwischenraum (Z) in der möglichen fluidführenden Verbindung zwi schen dem Nutzanschluss (A) und dem Rücklaufanschluss (T), in dem ein sich aus dieser Verbindung ergebender Steuerdruck (pz) wirkt,

- Istdruck-Melderaum (Y), in dem ein Steuerdruck (PA) wirkt, der vom jeweiligen Druck am Nutzanschluss (A) stammt, und

- Melderaum (M), in dem ein Steuerdruck (PM) entgegen der Wirkung eines Energiespeichers (14) auf den Druckwaagenschieber (DWS) einwirkt.

7. Ventilvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Druckregelschieber (DRS) ein Vorsteuerkanal (5) für eine Blende (3) oder ein Stromregelventil für eine Vorsteuerung eingebracht ist, die den Druckversorgungsschluss (P) mit einer Melde- fläche (1 ) fluidführend verbindet, die Vorsteuerraum (X) zumindest teilweise begrenzt.

8. Ventilvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Druckregelschieber (DRS) ein Ausgleichskanal (6) eingebracht ist, der den Nutzanschluss (A) mit dem Ausgleichsraum

(E) fluidführend verbindet.

9. Ventilvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Druckregelschieber (DRS) ein Meldekanal (7) eingebracht ist, mit einer optional darin anordenbaren Dämpfungsblen de (8), der den Istdruck (PA) am Nutzanschluss (A) in den Istdruck- Melderaum (Y) weiterleitet, der von dem Druckwaagenschieber (DWS) begrenzt ist, sowie einer Steuerseite (1 1 ) des Druckregelschiebers (DRS), die in dem Istdruck-Melderaum (Y) geführt ist.

10. Ventilvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckwaagenschieber (DWS) sich an einem weiteren Energiespeicher (10) abstützt, der den Istdruck-Melderaum (Y) durchgreifend am Druckregelschieber (DRS) angreift.

Description:
Ventilvorrichtung

Die Erfindung betrifft eine Ventilvorrichtung mit einem Zulaufanschluss einer Zulaufseite für die Versorgung eines am Zulaufanschluss anschließba ren hydraulischen Verbrauchers mit Druckfluid, mit einem Ablaufanschluss einer Ablaufseite für das Abführen von Druckfluid aus dem anschließbaren Verbraucher, wobei je nach Ansteuerrichtung dieses Verbrauchers die Zu laufseite sich in die Ablaufseite und die Ablaufseite in die Zulaufseite än dert, mit einem Druckversorgungsanschluss und mit einem Rücklaufan schluss. Durch EP 1 642 035 B1 ist ein hydraulisches System bekannt mit einem hydraulisch ansteuerbaren Antriebsteil als hydraulischem Verbraucher mit zwei gegenläufigen Antriebsrichtungen, wobei für mindestens eine An triebsrichtung mindestens ein Druckregler, insbesondere in Ventilform, vor gesehen ist, sowie eine Drossel zwischen dem Druckregler und dem An- triebsteil, wobei zur Erkennung des Lastzustandes des Antriebsteils eine Sensorik vorgesehen ist, in Form eines Druckwertaufnehmers, der für jede Antriebsrichtung des Antriebsteils in dem zugeordneten, fluidführenden Strang zwischen der Drossel und dem Antriebsteil geschaltet ist. Dadurch, dass bei der bekannten Lösung der Druckwertaufnehmer die momentane Lastsituation am Antriebsteil erfasst, dass der Druckregler in seiner Grund stellung die Sekundärseite des Systems mit einem Tankverschluss respektive Rücklaufanschluss verbindet, und dass bei Ansteuerung des Druckreglers der Sekundärdruck auf den Druck der proportionalen Vorsteuerung abzüg lich der am Ventilkolben des Druckreglers angreifenden Federkraft geregelt ist, ist in vorteilhafter Weise ein Steuerungs- und Regelungskonzept reali siert, mit dem basierend auf einem Grundsystem sich für hydraulisch an steuerbare Antriebsteile oder Verbraucher, wie hydraulische Arbeitszylinder oder Hydro-Antriebsmotoren, eine Druck-, Wege-, Geschwindigkeits- und Positionsmessung für die bewegbaren Komponenten des jeweiligen gewähl ten Antriebsteils erreichen lässt. Über den jeweiligen Druckregler, insbe sondere in Ventilform, lassen sich dynamische und genaue Ansteuerungs vorgänge je nach hydraulischem Anwendungsfall mit der bekannten Sys temlösung realisieren. Mit dem bekannten hydraulischen System unter Verwendung von Druckreglern und entsprechenden Drosseln kann auf die bisher bekannte übliche Wegeventiltechnik zum Ansteuern der Bewegung eines hydraulischen Verbrauchers verzichtet werden, so dass die Verlust leistung und die Störanfälligkeit reduziert sind bei gleichzeitiger Verkürzung der Reaktionszeit für das hydraulische System.

An solche hydraulischen Systeme, sei es in Form stationärer Anlagen, sei es in Form mobiler Arbeitsmaschinen, werden immer höhere Anforderungen bezüglich Produktivität, Flexibilität und Energieeffizienz gestellt. Bei großen Maschinen, wie sie beispielsweise im„Miningbereich" zur Anwendung kommen, setzen sich verstärkt Mehrkreissysteme durch, also Hydrau likstrukturen mit zugeordneten Pumpen für die verschiedenen Verbraucher. Die Aufteilung der Leistungsanforderungen birgt ein enormes, energetisches Potential. Bei kosten- und bauraumsensitiven Anwendungen sind solche Mehrkreissysteme aus ökonomischer und konstruktiver Sicht jedoch schwierig einzusetzen.

Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, solche bekannten Hydraulikstrukturen zu vereinfachen und durch ein effizienteres Steuerungs- respektive Ventilkonzept zu ersetzen, um die jeweiligen Energieaufnahmen abzusenken, um dergestalt nicht nur Betriebskosten zu sparen, sondern auch einen entlastenden Beitrag zu den zusehends sich verschärfenden gesetzlichen Abgasregularien zu schaffen.

Eine dahingehende Aufgabe löst eine Ventilvorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 in seiner Gesamtheit. Dadurch, dass gemäß dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 auf die jeweilige Zulaufseite eine Druckregelungseinrichtung und auf die jeweilige Ablaufseite eine Vo lumenstromregelungseinrichtung einwirkt, ist eine Art dezentrale Ventil steuerung geschaffen mit sog. getrennten Steuerkanten, die die Möglichkeit einer separaten Ansteuerung von Ventilelementen auf der Zu- und Ablauf seite eines an die Ventilvorrichtung anschließbaren hydraulischen Verbrau chers, wie einem hydraulischen Arbeitszylinder, bieten. Neben einer indi viduellen Betätigung von Zu- und Ablauf sind Schaltungstopologien um setzbar, die beispielsweise Schwimm- oder Eilgangsstellungen beinhalten.

Mit der erfindungsgemäßen Ventilvorrichtung sind die Forderungen im Rahmen von Bewegungsaufgaben für den hydraulischen Verbraucher er füllt, einerseits eine bestimmte Geschwindigkeit einstellen und andererseits sicherstellen zu können, dass die Zulaufseite des Verbrauchers im Falle un terstützender, sog. generatorischer Lasten ausreichend befüllt wird. Hierzu setzt die erfindungsgemäße Ventilvorrichtung eine hydraulisch-mecha nische Regelung für die Größen Volumenstrom und Druck ein.

Dabei ist es vorteilhaft, die Volumenstromregelung jeweils auf die Ab laufseite des Verbrauchers zu legen, weil so motorische und generatorische Lasten mit dem gleichen Stromregler auf eine definierte Geschwindigkeit eingestellt werden können. Demgemäß liegt die Druckregelung dann auf der Zulaufseite, womit Befüllungsdefizite bei Senkbewegungen (generatori sche Last) unter Annahme einer ausreichenden Versorgung durch hydrau lisch-mechanisches Einregeln eines ausreichend hohen Fülldrucks vermie den werden. Dient die erfindungsgemäße Ventilvorrichtung für den Einsatz bei einem hydraulischen Verbraucher, wie einem hydraulischen Arbeitszylinder oder einem in gegenläufigen Richtungen verfahrbaren Hydromotor, wird bei ei nem Wechsel der Bewegungs- oder Betätigungsrichtung die angesprochene Zulaufseite dann zur Ablaufseite und die Ablaufseite zur Zulaufseite für den jeweiligen Verbraucher. Insoweit stellt die erfindungsgemäße Ventilvorrich tung sicher, dass mit nur einer Vorrichtung auch bei wechselnden Betäti gungsrichtungen immer auf der Zulaufseite mit der Druckversorgung die Druckregelungseinrichtung und auf der jeweiligen Ablaufseite eine Volu menstromregelungseinrichtung auf den Fluidstrom steuernd einwirkt.

Die erfindungsgemäße Ventilvorrichtung ist in der Lage, die energetischen, funktionalen und strukturellen Potentiale von getrennten Steuerkanten bei Ventilen zu nutzen und gleichzeitig die sich hieraus ergebende Komplexität auf Komponenten- und Steuerungsebene zu beherrschen. Die erfindungs gemäße Ventilvorrichtung lässt sich energetisch günstig betreiben, was Be triebskosten senken hilft und aufgrund des verbesserten Steuerungskonzepts mit den getrennten Steuerkanten lassen sich im Rahmen der Druckversor gung, regelmäßig bereitgestellt von motorisch antreibbaren Hydropumpen, Antriebsenergien einsparen, was Abgaswerte reduzieren hilft.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Ventilvor richtung ist vorgesehen, dass die Druckregelungseinrichtung und die Volu menstromregelungseinrichtung jeweils ein Proportionalventil nebst einer Druckwaage und einem Druckregelventil von ihrer Funktion her aufweisen, die derart miteinander verschaltet und angesteuert sind, dass bei einer Ver sorgung des Zulaufanschlusses vonseiten des Druckversorgungsanschlusses in einer Durchströmungsrichtung das Druckregelventil arbeitet und das auf seiten des Ablaufanschlusses bei Überschreiten eines vorgebbaren Sol l drucks am anderen Druckregelventil sich diese Durchströmungsrichtung umkehrt. Das Druckfluid strömt über das andere Proportionalventil und die zugeordnete Druckwaage, die beide von ihrer Funktion her als Stromregel ventil arbeiten, in Richtung des Rücklaufanschlusses ab. Dergestalt lässt sich in einer„aufgelösten Bauweise" mit einzelnen, voneinander baulich ge trennten Ventilkomponenten die erfindungsgemäße Ventilvorrichtung real i sieren.

Besonders vorteilhaft ist es jedoch, die vorstehend genannten Ventilkompo nenten, insbesondere das jeweilige Druckregelventil und die jeweils zuge hörige Druckwaage, in einem einzigen Kombinationsventil von ihren Funk tionen her zusammenzufassen.

In bevorzugter Weise ist dabei vorgesehen, dass das Kombinationsventil über zwei in einem Ventilgehäuse unabhängig verfahrbare Steuerschieber verfügt, in Form eines Druckregelschiebers und in Form eines Druckwaa genschiebers, die die möglichen fluidführenden Verbindungen zwischen dem Druckversorgungsanschluss, dem Rücklaufanschluss und einem Ar beitsanschluss steuern, der für den hydraulischen Verbraucher in der einen und der anderen entgegengesetzten Strömungsrichtung jeweils den Zulauf- bzw. den Ablaufanschluss bildet. Dergestalt lässt sich mit nur einem Kom binationsventil mit zwei im Ventilgehäuse unabhängig verfahrbaren Steuer schiebern eine dezentrale Ventilsteuerung realisieren mit getrennten Steu erkanten, was neben einer verbesserten Steuergeometrie auch strukturelle Vorteile bietet, insbesondere was die Reduzierung des Verschlauchungs- und Verrohrungsaufwandes anbelangt gegenüber bekannten Lösungen mit vereinzelten, räumlich voneinander getrennten Einzelventilen.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Ventilvorrich tung sind Gegenstand der weiteren Unteransprüche. Im Folgenden wird die erfindungsgemäße Ventilvorrichtung anhand von Ausführungsbeispielen nach der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen in prinzipieller und nicht maßstäblicher Darstellung die

Fig. 1 in der Art eines hydraulischen Schaltplans eine erste Ausfüh rungsform der erfindungsgemäßen Ventilvorrichtung in„auf gelöster" Bauweise mit einer Vielzahl von einzelnen Ventil komponenten;

Fig. 2 bis 6 eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Ventil vorrichtung, mit der die Funktion der einzelnen Ventilkom ponenten nach der Fig. 1 in einem Kombinationsventil zu sammengefasst sind.

Die in Fig. 1 gezeigte Ventilvorrichtung weist einen Zulaufanschluss ZA einer Zulaufseite für die Versorgung eines am Zulaufanschluss ZA an schließbaren hydraulischen Verbrauchers mit Druckfluid auf. Ferner ist ein Ablaufanschluss AA einer Ablaufseite für das Abführen von Druckfluid aus dem anschließbaren Verbraucher vorgesehen. Des Weiteren weist die Ven tilvorrichtung einen Druckversorgungsanschluss P für die Versorgung der Ventilvorrichtung und des hydraulischen Verbrauchers mit Druckfluid vor- gebbaren Drucks auf und des Weiteren ist ein Rücklaufanschluss T respek tive ein Tankanschluss vorgesehen für die Abfuhr von verdrängtem Fluid aus dem hydraulischen Verbraucher sowie der Ventilvorrichtung. Der hyd raulische Verbraucher ist aus einem hydraulischen Arbeitszylinder AZ ge bildet mit einer Kolbenstangeneinheit KSE, wobei der Arbeitszylinder AZ auf seiner Kolbenseite permanent fluidführend mit dem Zulaufanschluss ZA in Verbindung ist und die Stangenseite mit dem Ablaufanschluss AA gemäß der Darstellung nach der Fig. 1 . Wird die Kolbenseite der Kolbenstangen- einheit KSE über den Zulaufanschluss ZA mit Druckfluid vorgebbaren Drucks versorgt, fährt die Kolbenstangeneinheit KSE, in Blickrichtung auf die Fig. 1 gesehen, nach rechts aus und das im Stangenraum befindliche Fluid wird über den Ablaufanschluss AA aus dem Arbeitszylinder AZ abge führt. Im umgekehrten Falle, also beim Einfahren der Kolbenstangeneinheit KSE, in Blickrichtung auf die Fig. 1 gesehen nach links, wird dann der Ab laufanschluss AA zum Zulaufanschluss ZA und das bei der Einfahrbewe gung der Kolbenstangeneinheit KSE kolbenseitig verdrängte Fluid verlässt über einen Ablaufanschluss AA, der ursprünglich bei der Ausfahrbewegung den Zulaufanschluss ZA gebildet hat, den Arbeitszylinder AZ. Die Kolben stangeneinheit KSE des Arbeitszylinders AZ führt also je nach Versorgungs zustand mit Druckfluid eine hin- und hergehende Bewegung und insoweit eine Bewegung in gegenläufigen axialen Richtungen aus. Anstelle des Ar beitszylinders AZ könnte als hydraulischer Verbraucher auch eine Hydro- Motoreinheit (nicht dargestellt) treten, der ebenfalls, je nach Befüllungszu stand seiner Kammern, in gegenläufigen Richtungen drehen kann.

Wie die Fig. 1 ergibt, sind sowohl auf der Zulaufseite als auch auf der Ab laufseite der Ventilvorrichtung jeweils ein 3/2-Proportionalschieberventil PV mit einer Druckwaage DW vorhanden. Gemäß der Darstellung nach der Fig. 1 ist der Eingang des 3/2-Proportionalschieberventils PV über den Druckversorgungsanschluss P an eine übliche Druckversorgungsquelle, wie eine Hydropumpe, angeschlossen. Der Ausgang des Proportionalventils PV ist in der Art eines Nutzanschlusses ausgebildet und mit A bezeichnet. Das Proportionalventil PV ist, wie dargestellt, elektromagnetisch ansteuerbar und der Ventilschieber ist auf seiner gegenüberliegenden Steuerseite mit dem Steuerdruck aus dem Nutzanschluss A ansteuerbar. Der dahingehende Volumenstrom, vom Nutzanschluss A stammend, wird auf einen Eingang der Druckwaage DW geführt, die in der gezeigten Druckwaagenposition den Druck am Nutzanschluss A zum Tank oder Rücklaufanschluss T führt.

In einer anderen Regelposition der jeweiligen Druckwaage DW nimmt die- se eine den dahingehenden Fluidweg sperrende Stellung ein. Des Weiteren ist eine Steuerseite der jeweiligen Druckwaage DW mit einem Energiespei cher, insbesondere in Form einer Druckfeder, beaufschlagt und weiter steht als Steuerdruck der Rücklaufdruck, vom Nutzanschluss A stammend, an, sofern das jeweilige Proportionalventil PV seine weitere, in der Fig. 1 ge zeigte Schieberstellung einnimmt, bei der die fluidführende Verbindung vom Druckversorgungsanschluss P zum Nutzanschluss A unterbunden ist und ansonsten eine Fluidverbindung rücklaufend vom Nutzanschluss A in Richtung der einen Steuerseite der Druckwaage DW besteht. Auf der ge genüberliegenden Steuerseite der jeweiligen Druckwaage DW liegt der Druck PM an einem Messanschluss M an, der am Zulaufanschluss ZA res pektive am Ablaufanschluss AA des Arbeitszylinders AZ abgegriffen wird.

Des Weiteren ist gemäß dem hydraulischen Schaltplan nach der Fig. 1 in üblicher Weise sowohl der jeweilige Zulaufanschluss ZA als auch der je weilige Ablaufanschluss AA über ein einstellbares Druckbegrenzungsventil DBV in üblicher weise gegen zu hohen Betriebsdruck in Richtung des Rücklaufanschlusses T abgesichert. Für die elektromagnetische Ansteuerung des jeweiligen Druckregelventils DRV dient eine nicht näher bezeichnete und dargestellte Steuereinrichtung, die den von Druckwertaufnehmern DWA ermittelten Messdruck am Zulaufanschluss ZA respektive am Ab laufanschluss AA sinnfällig verarbeitet und Steuersignale an die Druckregel ventile DRV und an die elektromagnetisch betätigbaren Proportionalventile PV zwecks deren Ansteuerung weiterleitet.

Strömt nun Fluid gemäß der Darstellung nach der Fig. 1 von unten nach oben, also vom Druckversorgungsanschluss P zum Verbraucher A, wirkt das auf der Zulaufseite angeordnete 3/2-Proportionalschieberventil als Druckregler. Übersteigt nun der Druck am Arbeitsanschluss A des Druck reglers auf der Ablaufseite den mit Hilfe von dessen Proportionalmagneten DRV eingestellten Solldruck, kehrt sich die Durchströmungsrichtung um und das Druckfluid (Öl) fließt in den Arbeitsanschluss A hinein und von dort aus durch die in Fig. 1 rechts dargestellte Druckwaage DW in den Rücklaufanschluss T. Die rechte Druckwaage DW vergleicht dabei den Druck am Arbeitsanschluss A mit dem am Messanschluss M anstehenden Druck PM. In diesem Rücklauf-Zustand wirkt dann das rechte

3/2-Proportionalschieberventil DRV als Wegeventil, wobei die Steuerkante von Nutzanschluss A zur rechten Druckwaage DW voll geöffnet ist. In Kombination mit dem gezeigten rechten Proportionalventil PV zwischen den Anschlüssen A und M wirkt dann die aufgezeigte Anordnung als Strom regelventil.

Die in Fig. 1 gezeigte Ventilvorrichtung in sog. aufgelöster Bauweise bietet also eine hydraulisch-mechanische Regelung der Größen Volumenstrom und Druck an. Dabei wurde, wie dargelegt, die Volumenstromregelung auf die Ablaufseite des hydraulischen Verbrauchers gelegt, weil derart motori sche und generatorische Lasten mit dem gleichen Stromregler auf eine defi nierte Geschwindigkeit eingestellt werden können. Konsequenterweise liegt dann insoweit die Druckregelung auf der Zulaufseite, womit Befüllungsde fizite bei Senkbewegungen (generatorische Last) unter Annahme einer aus reichenden Versorgung durch hydraulisch-mechanisches Einregeln eines ausreichend hohen Fülldrucks vermieden werden. Kehren sich nun die Verhältnisse um, fährt also gemäß der Darstellung nach der Fig. 1 die Kol benstangeneinheit KSE des Arbeitszylinders AZ nach links ein, wird der bis herige Zulaufanschluss ZA zum Ablaufanschluss AA und der bisherige Ab laufanschluss AA zum Zulaufanschluss ZA. Das in Fig. 1 rechts dargestellte Druckregelventil DRV bildet dann den Druckregler aus und die links darge stellte Kombination von Proportionalventil PV mit der Druckwaage DW den Stromregler.

Einen möglichen Aufbau eines sog. Kombinationsventils, das die Funktion jeweils eines Druckregelventils DRV nebst der zugehörigen Druckwaage DW in einer Ventilkonstruktion zusammenfasst, zeigt eine prinzipielle Aus gestaltung nach der Fig. 2. Für eine verbesserte und vereinfachte Darstel lung sind die wesentlichen Komponenten des Kombinationsventils nur prinzipiell und vereinfacht dargestellt und ferner ist das Kombinationsventil nur mit seiner oberen Hälfte oberhalb seiner Betätigungsachse dargestellt, wobei das rotationssymmetrische Gesamt-Ventilgehäuse des Kombinations ventils der Einfachheit halber nicht dargestellt ist, selbstredend aber die im Folgenden noch näher erläuterte Ventilmimik umfasst und Durchlässe unter Bildung der einzelnen Anschlüsse P, A, T, M entsprechend freilässt.

Das in Fig. 2 gezeigte Ventil verfügt über zwei Schieber in Form eines links dargestellten Druckregelschiebers DRS und eines rechts dargestellten Druckwaagenschiebers DWS. Die dahingehenden beiden Schieber DRS und DWS steuern dabei die fluidführenden Verbindungen zwischen dem Druckversorgungsanschluss P, dem Arbeitsanschluss A und dem Rück laufanschluss T an, der insoweit den Tankanschluss bildet. Der weiter in der Fig. 2 links dargestellte Rücklaufanschluss T oder Tankanschluss einer Vor steuerstufe, gebildet aus einem Vorsteuerkegel 18, der von einem nicht nä her dargestellten Betätigungsmagneten üblicher Bauart für das gezeigte Kombinationsventil ansteuerbar ist, ist mit dem rechts dargestellten Haupt tankanschluss (Rücklaufanschluss T) zusammengelegt, was jedoch nicht zwingend erforderlich ist.

Weiterhin existieren verschiedene Räume in Form eines Vorsteuerraums X, in dem ein Steuerdruck px, der von dem Druckversorgungsanschluss P stammt, ansteht, wobei der genannte Steuerdruck px proportional zur Kraft des bestromten Betätigungsmagneten respektive Proportional magneten von links nach rechts auf den Druckregelschieber DRS einwirkt. Für die Verbin dung zwischen Druckversorgungsanschluss P und Vorsteuerraum X ist ein Vorsteuerkanal 5 vorgesehen, der eine Blende 3 oder ein nicht näher darge stelltes Stromregelventil als Druckteiler der Vorsteuerung aufweist. Insoweit liegt der Vorsteuerdruck px an einer Meldefläche 1 an, die, in Blickrichtung auf die Fig. 2 gesehen, die linke Stirnfläche des Druckregelschiebers DRS bildet und in der in Fig. 2 dargestellten Verschiebestellung des Druckregel schiebers DRS ist der Vorsteuerraum X, der ansonsten von dem Ventilge- häuse begrenzt ist, im Wesentlichen auf Null zurückgefahren, bis auf eine mit 2 bezeichnete Kerbe für die hydraulische Endlage des Druckregelschie bers DRS in seiner in Fig. 3a, 3b gezeigten rechten End- oder Anschlagposi tion. Des Weiteren ist in der Fig. 2 ein Ausgleichsraum E ersichtlich, der gemäß der Darstellung nach der Fig. 2 gleichfalls im Wesentlichen auf das Volu men Null zusammengefahren ist. Dabei wird der Ausgleichsraum E von dem Ventilgehäuse begrenzt sowie von einer Ausgleichsfläche 4 als Teil eines Ringbundes, der gegenüber dem sonstigen Durchmesser des Druck- regelschiebers DRS radial verbreitert ist. Die der Ausgleichsfläche 4 gegen überliegende Ringfläche 4' des Ringbundes, mit im vorliegenden Fall dem selben Durchmesser versehen wie die Ausgleichsfläche 4, ist unmittelbar dem Versorgungsdruck px am Druckversorgungsanschluss P ausgesetzt. Des Weiteren ist der Ausgleichsraum E über den strichliniert dargestellten Aus- gleichskanal 6 im Druckregelschieber DRS permanent fluidführend mit dem Nutzanschluss A verbunden. Demgemäß mündet der Ausgleichskanal 6 an einer weiteren oder rechten Ringfläche 9 des Druckregelschiebers DRS aus, wobei die Ringfläche 9 denselben Durchmesser aufweist wie die Ringfläche 4, die insoweit als Ausgleichsfläche für die Fläche 9 dient, was für die Funk- tion von besonderer Bedeutung ist. Auch die rechte Ringfläche 9 ist Teil eines Ringbundes mit einer weiteren Anschlagfläche 9' mit demselben Durchmesser, die in der gezeigten Stellung den Druckversorgungsanschluss P mit begrenzt. Die Durchmesser der Flächen 4' und 9 können voneinan der verschieden sein, nur die Durchmesser der Flächen 4 und 9 müssen gleich sein. Des Weiteren ist ein Zwischenraum Z in der Verbindung zwischen Nutzan schluss A und Rücklaufanschluss T vorhanden, in dem ein sich aus dieser Verbindung ergebender Steuerdruck pz herrscht. In dem insoweit parallel zum Druckregelschieber DRS verlaufenden Zwischenraum Z münden der Nutzanschluss A und der Haupt-Rücklaufanschluss T radial ein.

Ferner ist ein Istdruck-Melderaum Y vorhanden, der, in Blickrichtung auf die Fig. 2 gesehen, auf der linken Seite von einer Meldefläche 1 1 für den Istdruck pA im Druckregelbetrieb begrenzt ist und ansonsten von einer zy lindrischen Ausnehmung im Druckwaagenschieber DWS, der mit seiner linken Ringfläche 12 einen rechten freien Endbereich des zylindrischen Druckregelschiebers DRS übergreift respektive umfasst. Während die Mel defläche 1 1 das rechte freie stirnseitige Ende des Druckregelschiebers DRS bildet, ist gegenüberliegend eine Kreisfläche 1 6 mit demselben Durchmes ser auf der Innenseite des Druckwaagenschiebers DWS vorhanden. Ein et waiger Steuerdruck pA, der vom Nutzanschluss A stammt, liegt somit druckwirksam an der Meldefläche 1 1 an als auch an der Kreisfläche 16 des Druckwaagenschiebers DWS. Insoweit wird der Melde- oder Steuerdruck PA im Druckwaagenbetrieb an die Flächen 1 1 und 1 6 weitergemeldet. Auf grund der möglichen Verfahrbewegung der beiden Schieber DRS und DWS ändert sich das freie Volumen des Istdruck-Melderaums Y. Um den Steuer druck pA vonseiten des Nutzanschlusses in den Istdruck-Melderaum Y wei terleiten zu können, dient ein strichliniert wiedergegebener Meldekanal 7, der in einen im Durchmesser gegenüber den Ringflächen 9, 9' reduzierten Mittenbund respektive Ringbund ausmündet, der insoweit permanent fluid führend mit dem Nutzanschluss A in Verbindung steht. An seinem anderen Ende mündet der dahingehende Meldekanal 7 für den Ist- oder Steuerdruck PA am Nutzanschluss A in den Istdruck-Melderaum Y aus. Ferner kann in den Meldekanal 7 in optionaler Weise, also im Bedarfsfall, eine Dämp fungsblende 8 geschaltet sein. Der Druckwaagenschieber DWS stützt sich über eine verbreiterte endseiti- ge Flanschfläche an einem Energiespeicher in Form einer Druckfeder 14 für die Druckwaage ab, wobei die dahingehende Druckfeder 14 relativ hart ausgeführt ist. Des Weiteren ist ein Anschlag 15 für die freie Verfahrbewe gung des Druckwaagenschiebers DWS nach links im nicht näher spezifi zierten Ventilgehäuse vorhanden. Insoweit stützt sich auch die Feder 14 mit ihrem der Flanschfläche des Druckwaagenschiebers DWS gegenüberlie genden Ende an Wandteilen eines dahingehenden Ventilgehäuses ab. Fer ner ist gemäß der Darstellung nach der Fig. 2 im Inneren des Druckregel schiebers DRS ein weiterer Energiespeicher in Form einer Druckfeder 10 geführt, die relativ weich das Ansprechverhalten des Druckreglers mitbe stimmt. Die dahingehende Druckfeder 10 stützt sich mit ihrem einen freien Ende an der Kreisfläche 1 6 des Druckwaagenschiebers DWS ab und mit ihrem anderen freien Ende an der Stirnfläche einer Bohrung im Druckregel schieber DRS.

Des Weiteren ist ein Melderaum M im Ventilgehäuse vorhanden, das, in Blickrichtung auf die Fig. 2 gesehen, auf der linken Seite von einer Melde fläche 1 7 begrenzt ist, die das rechte freie stirnseitige Ende des Druckwaa genschiebers DWS im Bereich seiner Flanschverbreiterung bildet. In den dahingehenden Melderaum M mündet ein Messanschluss 20, der im Druckwaagenbetrieb den Messdruck pM führt. Ergänzend sei angemerkt, dass neben der Kerbe 2 für die hydraulische Endlage des Druckregelschie bers DRS für den Druckwaagenschieber DWS eine Entlastungskerbe 1 3 im Bereich des Haupt-Rücklaufanschlusses T am linken freien stirnseitigen En de des Druckwaagenschiebers DWS eingebracht ist, wobei ansonsten das dahingehend freie stirnseitige Ende von der Ringfläche 12 begrenzt ist, die im Druckwaagenbetrieb den Druck pA am Nutzanschluss A an den Druck waagenschieber DWS weiterleitet. Des Weiteren ist im Bereich des mit dem Betätigungsmagneten ansteuerbaren Vorsteuerkegel 18 ein Kegelsitz 1 9 für den dahingehenden Vorsteuerkegel im nicht näher spezifizierten Ventilgehäuse vorhanden. Der Kerngedanke dieses erfindungsgemäßen Ventilkonzepts liegt in der Separierung der Aufgaben Druckregelung und Druckwaagenfunktion, die auf die beiden Schieber DRS und DWS verteilt sind, welche mit voneinander unabhängigen Energiespeichern versehen sind in Form der Druckfedern 10 und 14, wobei die Druckfeder 10 nicht nur auf den Druckwaagenschieber DWS auf dessen Kreisfläche 1 6 einwirkt, sondern auch über eine Anlagemöglichkeit im Bereich der weiteren Ring fläche 9' auf den Druckregelschieber DRS.

Der linke Schieber oder Druckregelschieber DRS realisiert die Druckregel funktion, ausgehend vom Druckversorgungsanschluss P zum Druckan schluss A. Die weiche Feder 10 hält ihn in der Ruhelage am linken An schlag. Wie bereits dargelegt, verfügt der Druckregelschieber DRS über drei Kanäle, wobei der Vorsteuerkanal 5 die Vorsteuerstufe mit Fluid (Öl) aus dem Druckversorgungsanschluss P versorgt. Für die Druckteilerfunktion der Vorsteuerstufe kommt im Kanal 5 wahlweise eine Blende 3 zum Einsatz oder ein in den Druckregelschieber DRS integriertes Miniatur-Stromregel ventil (nicht dargestellt). Vorteilhaft an der letztgenannten Lösung ist der geringere und konstante Vorsteuerstrom. Damit ist der Regeldruck im Vor steuerraum X vom Versorgungsdruck am Anschluss P unabhängig. Dem steht jedoch ein höherer Fertigungsaufwand gegenüber. Der Meldekanal 7 hingegen meldet den Istdruck pA am Arbeitsanschluss A in den inneren Zwischenraum Y zwischen den beiden Schiebern DRS und DWS. Optional kann hier eine Dämpfungsblende 8 eingesetzt sein. Der weiter vorhandene Kanal 6 als Ausgleichskanal bewirkt einen Druckausgleich zwischen dem Zwischenraum Z, der zwischen den Anschlüssen A und T angeordnet ist, und dem Ausgleichsraum E. Mit Hilfe der Kerbe 2 ist eine hydraul ische End lage für den Druckregelschieber DRS realisiert. Der rechte Schieber oder Druckwaagenschieber DWS arbeitet insoweit als Druckwaage, welche den Druck am Nutzanschluss A mit dem Druck am Messanschluss 20 respektive mit dem Druck im Melderaum M vergleicht. Die dabei entstehende Regel- druckdifferenz wird über die Auslegung der harten Feder 14 als dem weite ren Energiespeicher definiert.

Im Folgenden wird die Funktionsweise des erfindungsgemäßen Kombinati onsventils nach der Fig. 2 näher erläutert, wobei in den nachfolgenden Fi guren Bezugszeichen nur insofern gegenüber der Fig. 2 noch angegeben sind, als sie zur Erläuterung der erfindungsgemäßen Lösung im Wesentl i chen benötigt werden.

Die Fig. 3a, 3b und 3c stellen verschiedene Ruhezustände des Kombinati onsventils dar, wobei der unbelastete Ruhezustand gemäß der Darstellung nach der Fig. 3a denselben Ventilzustand zeigt, wie er in der Fig. 2 wieder gegeben ist, und die Fig. 3b gibt einen belasteten Ruhezustand für das Ven til wieder, wohingegen die Fig. 3c das Ventil im belasteten Ruhezustand und vorbestromt zeigt.

Insoweit betreffen also die Fig. 3a, 3b und 3c die möglichen Ruhezustände des erfindungsgemäßen Kombinationsventils, d.h. die Zustände, in denen kein Fluid (Öl) über die Strömungspfade P-A oder A-T fließt. Im unbelaste ten Ruhezustand (Fig. 2 und 3a) sind alle aufgezeigten Anschlüsse drucklos. Die beiden Schieber DRS und DWS befinden sich in den durch die Federn 10 und 14 und die Gehäuseanschläge definierten Endlagen. Dabei ist die fluidführende Verbindung zwischen dem Druckversorgungsanschluss P und dem Nutzanschluss A verschlossen, die Verbindung vom Nutzanschluss A zum Rücklaufanschluss T voll offen.

Der belastete Ruhezustand gemäß der Darstellung nach Fig. 3b ist durch einen Lastdruck am Messanschluss 20 respektive im Melderaum gekenn zeichnet, der auf die Meldefläche 1 7 an der rechten Seite des Druckwagen schiebers DWS auf diesen einwirkt. Der an der Meldefläche 1 7 anstehende Druck verschiebt den Druckwaagenschieber DWS gemäß der Darstellung nach der Fig. 3b in die linke Endlage, welche beispielsweise mit Hilfe des ringförmigen Anschlages 15 definiert wird. Das sitzdichte Halten der Last erfordert eine sitzdichte Konstruktion einer Dichtstelle zwischen dem Mel deraum M zu dem Rücklaufanschluss T (nicht dargestellt). Die fluidführen de Verbindung zwischen dem Nutzanschluss A zum Rücklaufanschluss T ist bis auf die geometrisch klein ausfallende Entlastungskerbe 1 3 geschlossen.

Zur Überbrückung des langen Tothubes des Druckregelschiebers DRS aus der linken Endlage heraus bis zur Öffnung zwischen Druckversorgungsan schluss P und Nutzanschluss A, ist eine Vorbestromung des nicht näher dargestellten Betätigungsmagneten, der den Vorsteuerkegel 18 ansteuert, sinnvoll. Dabei stellt sich im Vorsteuerraum X ein Vorsteuerdruck px ein, welcher auf die Meldefläche 1 einwirkt und den Druckregelschieber DRS so weit nach rechts verschiebt, bis dieser die fluidführende Verbindung vom Nutzanschluss A in den Zwischenraum Z schließt. Dabei wird ange nommen, dass kein Fluid (Öl) aus dem Nutzanschluss A herausfließen kann, weil das am Nutzanschluss A angeschlossene Proportional- oder Rückschlagventil PV (Fig. 1 ) geschlossen ist. Während der angesprochenen Bewegung, in Blickrichtung auf die Fig. 3c gesehen nach rechts, verdrängt der Druckregelschieber DRS mit seiner Stirnfläche 1 1 Fluid- oder Ölvolu men aus dem Istdruck-Melderaum Y, wobei dieses Fluidvolumen über den Meldekanal 7 in den Arbeitsanschluss A abfließen kann, von dort aber auf grund des geschlossenen Anschlussventils PV nicht weiter aus dem System entweichen kann. Daher ist das Fluid (Öl) gezwungen, in den Zwischen raum Z zu fließen und über die Entlastungskerbe 1 3 der Druckwaage in Form des Druckwaagenschiebers DWS in den Tank- oder Rücklaufan schluss T, und zwar so lange, bis der Druckregelschieber DRS die fluidfüh rende Verbindung zwischen dem Nutzanschluss A und dem Zwischenraum Z schließt. Dabei kommt es zum Druckgleichgewicht zwischen den beiden kreisförmigen Stirnflächen 1 und 1 1 , die von ihrem freien Durchmesser her gleich groß ausgebildet sind und die in Bild 3c dargestellte Ruhelage ist erreicht, wobei der Ausgleichsraum E und der Zwischenraum Z über den Ausgleichskanal 6 im Druckregelschieber DRS stets druckausgeglichen sind.

Die Fig. 4a und 4b zeigen nunmehr den eigentlichen Druckregelbetrieb. Dabei strömt Fluid (Öl) vom Druckversorgungsanschluss P zum Nutzan schluss A. Der Druck am Nutzanschluss A entspricht dabei dem im Vor steuerraum X mit Hilfe der Vorsteuerstufe eingestellten Solldruck abzüglich der Druckdifferenz, die der Federkraft entspricht, die die vorgespannte Druckregelfeder 10 auf den Druckregelkolben oder Druckregelschieber DRS ausübt. Die angesprochene Vorsteuerstufe ist dabei durch Bauteile realisiert, die mit den Bezugszeichen 3, 5, 18 und 1 9 wiedergegeben sind. Der Istdruck pA am Nutzanschluss A wird über den dahingehenden Melde kanal 7 im Druckregelschieber DRS auf dessen rechte Stirnfläche 1 1 im inneren Zwischenraum in Form des Istdruck-Melderaums Y gemeldet und mit Hilfe der gleich großen Stirnfläche 1 auf der linken Seite des Druckre gelschiebers DRS mit dem Vorsteuerdruck px im Vorsteuerraum X vergli chen. Die Geometrie des Druckregelschiebers DRS ist dabei so gestaltet, dass der Raum Y und damit die Fläche 1 1 stets über den Meldekanal 7 mit dem Nutzanschluss A verbunden ist. Je nach dem anstehenden Druck am Messanschluss 20 respektive im Melderaum M befindet sich die Druckwaa ge in einer ihrer beiden Endlagen oder möglicherweise dazwischen. Dies beeinflusst nur die auf den Druckregelschieber DRS wirkende Federkraft und verändert insoweit den Regeldruck am Nutzanschluss A nur minimal.

Die nachfolgenden Fig. 5a, 5b geben den Druckregelbetrieb bei Sättigung wieder. Kann der über die Bestromung des Vorsteuermagneten am Vorsteu erkegel 18 vorgegebene Solldruck nicht erreicht werden, weil ein sehr gro ßer Volumenstrom aus dem Nutzanschluss A herausfließt, stellt sich ohne Gegenmaßnahmen, auch bei voller Öffnung des Strömungspfades vom Druckversorgungsanschluss P zum Nutzanschluss A, kein Kräftegleichge- wicht zwischen den Stirnflächen 1 und 1 1 am Druckregelschieber DRS ein. Infolgedessen bewegt sich dieser so weit nach rechts, dass er den angespro chenen fluidführenden Pfad P nach A wieder verschließt, womit der Nutz anschlussdruck pA weiter abfällt und der Schieber den Regelbereich ver lässt. Dies wird mit Hilfe der Dreieckskerbe 2 am Druckregelschieber DRS verhindert. Die Dreieckskerbe 2 öffnet eine Verbindung vom Vorsteuer raum X in den Entlastungsraum E hinein und von dort aus über den Aus gleichskanal 6 und den Zwischenraum Z in den Rücklaufanschluss T. Dabei ist konstruktiv sicherzustellen, dass die Verbindung von Entlastungs- oder Ausgleichsraum E zum Rücklaufanschluss T auch dann erhalten bleibt, wenn sich die Druckwaage am linken Anschlag befindet, was in der Fig. 5b dargestellt ist. In diesem Fall verbleibt die Entlastungskerbe 1 3 als Restöff nung aus dem Zwischenraum Z zum Tank- oder Rücklaufanschluss T. Das über die Kerbe 2 abfließende Fluid (Öl) senkt den Vorsteuerdruck px so weit, dass sich ein vom Nutzanschlussdruck pA bestimmtes Gleichgewicht zwischen dem Nutzanschlussdruck pA und dem Vorsteuerdruck p x einstellt. Der Druckregelschieber DRS verharrt dann im Wirkungsbereich der Kerbe 2. Die Stabilität dieses Zustandes hängt wesentlich von der gewählten Ker bengeometrie ab. Es ist zusätzlich zu gewährleisten, dass die Strömungswi derstände über den Ausgleichskanal 6 und die Entlastungskerbe 1 3 deutlich kleiner sind als der Widerstand über der Kerbe 2. Deren Widerstand darf den des voll offenen Vorsteuer-Kegelsitzes 19 nicht übersteigen.

In der nachfolgenden Fig. 6 ist der Druckwaagenbetrieb dargestellt. Ist der Vorsteuerdruck px im Vorsteuerraum X kleiner als der Arbeitsdruck am Nutzanschluss A bzw. im Raum Y, so verschiebt die an den Flächen 1 und

1 1 des Druckregelschiebers DRS wirkende resultierende Kraft den Druckre gelschieber DRS in die linke Endlage gemäß der Darstellung nach Fig. 6. Damit öffnet sich der Querschnitt von Nutzanschluss A zum Zwischenraum Z vollständig. Der Arbeitsdruck pA wirkt dann direkt auf die linke Ringfläche

12 und über den Meldekanal 7 indirekt auf die linke Kreisfläche 16 des Druckwaagenschiebers DWS als Meldedruck ein. Der Druckwaagenschie ber DWS vergleicht dann den Arbeitsdruck pA mit dem Messdruck pM, wel cher auf die rechte Kreisfläche 1 7 der Druckwaage wirkt. Die Fläche 1 7 entspricht dabei der Summe der Flächen 12 und 16. Der Druckwaagen- Schieber DWS nimmt eine Position ein, in der der Volumenstrom vom Nutzanschluss A zum Tank- oder Rücklaufanschluss T an der Drosselstelle zwischen dem Zwischenraum Z und dem Rücklaufanschluss T derart ge drosselt wird, dass sich am Nutzanschluss A der Messdruck pM abzüglich der mit der Feder 14 definierten Regeldruckdifferenz DrM einstellt.

Mit der erfindungsgemäßen Lösung ist insgesamt eine elektro-hydraulische Steuerung für hydraulische Antriebe geschaffen, die sowohl im motorischen als auch im generatorischen Betrieb in zwei Richtungen arbeiten kann. Da bei wird ein vorgesteuertes Proportionalschieberventil eingesetzt, das die Funktion eines Druckminderers für die Zulaufdrucksteuerung und eine

Druckwaage für die Ablaufstrom rege lung in einem Kombinationsventil mit einander vereint.