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Patent Searching and Data


Title:
VALVE DRIVE OF AN INTERNAL COMBUSTION ENGINE HAVING A SUPPORT ELEMENT THAT CAN BE SWITCHED OFF
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/049324
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a valve drive (1) of an internal combustion engine comprising a support element (2) that can be switched off and that has a pot-shaped housing (5), which is installed in a receptacle (3) of a cylinder head (4) and in which a pressure piston (7) that can be axially moved runs, wherein a cam follower (11) is supported on the head (9) of the pressure piston, wherein the pressure piston (7) is non-positively supported on a hydraulic medium column (12) to produce a full valve stroke, wherein the hydraulic medium column extends in a high-pressure chamber (13) between the bottom face (14) of the pressure piston and a floor (15) of the housing (5), wherein release means (17) interacting with a release opening (16) from the high-pressure chamber (13) are provided for optionally unloading the hydraulic medium column (12) in the cam stroke so that a zero valve stroke is present, wherein the release opening (16) is present as a passage in the bottom face (14) of the pressure piston (7), wherein components of the release means (17) are a valve closing body (18) at the release opening (16), an externally controllable application means (19) for the valve closing body (18), and a pressure accumulator (20) in the pressure piston (7) for the released hydraulic medium, wherein the pressure accumulator (20) extends directly above the bottom face (14) of the pressure piston (7) and is bounded in the head direction by a disk-like pressure pad (21) that is loaded in the pressure accumulator direction by at least one compression spring (22).

Inventors:
ELENDT, Harald (Im Elmen 7, Altendorf, 96146, DE)
RÖRIG, Bodo (Geiwitzenweg 5, Weisendorf, 91085, DE)
HEINEMANN, Robert (Höchstadter Straße 17a, Weisendorf, 91085, DE)
Application Number:
EP2009/063772
Publication Date:
May 06, 2010
Filing Date:
October 21, 2009
Export Citation:
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Assignee:
SCHAEFFLER TECHNOLOGIES GMBH & CO. KG (Industriestraße 1-3, Herzogenaurach, 91074, DE)
ELENDT, Harald (Im Elmen 7, Altendorf, 96146, DE)
RÖRIG, Bodo (Geiwitzenweg 5, Weisendorf, 91085, DE)
HEINEMANN, Robert (Höchstadter Straße 17a, Weisendorf, 91085, DE)
International Classes:
F01L13/00; F01L1/18; F01L1/24
Foreign References:
DE19818146A1
US5862784A
DE102004044774A1
US4402285A
DE4111610A1
DE9318108U1
GB2068495A
US3875910A
US4509467A
DE4000531A1
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Claims:
Patentansprüche

1. Ventiltrieb (1 ) einer Brennkraftmaschine mit einem abschaltbaren Abstützelement (2), welches ein in eine Aufnahme (3) eines Zylinderkopfes (4) eingebautes topfartiges Gehäuse (5) mit einer Bohrung (6) hat, in der ein axial verschiebbarer Druckkolben (7) verläuft, auf dessen einen Rand (8) des Gehäuses (5) überragenden Kopf (9) ein von einem Hubnocken (10) betätigter Schlepphebel (11 ) gelagert ist, wobei der Druckkolben (7) zur Darstellung eines vollen Ventilhubes kraftschlüssig auf einer Hydraulikmittelsäule (12) abgestützt ist, die in einem Hochdruckraum (13) zwischen dessen Unterstirn (14) und einem Boden (15) des Gehäuses (5) verläuft, wobei mit einer Absteueröffnung (16) aus dem Hochdruckraum (13) zusammenwirkende Absteuermittel (17) zum wahlweisen Entlasten der Hydraulikmittelsäule (12) bei Nockenhub vorgese- hen sind, so dass ein O-Ventilhub vorliegt, dadurch gekennzeichnet, dass die Absteueröffnung (16) als Durchtritt in der Unterstirn (14) des Druckkolbens (7) vorliegt, wobei Bestandteile der Absteuermittel (17) ein Ventilschließkörper (18) an der Absteueröffnung (16), ein extern ansteuerbares Beaufschlagungsmittel (19) für den Ventilschließkörper (18) so- wie ein Druckspeicher (20) im Druckkolben (7) für das abgesteuerte

Hydraulikmittel sind, welcher Druckspeicher (20) unmittelbar oberhalb der Unterstirn (14) des Druckkolbens (7) verläuft und von einem scheibenartigen Druckkissen (21 ) in Kopfrichtung begrenzt ist, das von zumindest einer Druckfeder (22) in Druckspeicherrichtung beaufschlagt ist.

2. Verfahren zum Betreiben eines Ventiltriebs mit den Merkmalen des Anspruchs 1 , dadurch gekennzeichnet, dass a) zur Darstellung des 0-Ventilhubes [Abschaltmodus] mit Ablauf einer Nockengrundkreisflanke das Beaufschlagungsmittel (19) den Ventil- schließkörper (18) öffnet, so dass die Absteueröffnung (16) frei ist und das Hydraulikmittel aus dem Hochdruckraum (13), bei gleichzeitigem Absinken des Druckkolbens (7) auf einen Ringanschlag (23) des Gehäuses (5), in den Druckspeicher (20) entlastet wird, wobei b) nach dem Befüllen des Druckspeichers (20) das Beaufschlagungsmit- tel (19) den Ventilschließkörper (18) b-i) offen hält oder b2) optional schließt, wobei

c) mit Nockenspitzenkontakt und ablaufender Nockenflanke, im Fall nach b2) das Beaufschlagungsmittel (19) zusätzlich den Ventilschließkörper (18) erneut öffnet, in beiden Fällen nach b) der Hochdruckraum (13) mit dem Volumen des somit entleerten Druckspeicher (20) rückbe- füllt wird und der Druckkolben (7) ausfahrend den Schlepphebel (11 ) an einer ablaufenden Nockenflanke hält und wobei

d) d-i) zur Beibehaltung des 0-Ventilhubs das Beaufschlagungsmittel (19) den Ventilschließkörper (18) im anschließenden Nockengrundkreis offen hält und wobei d2) zur Wiederherstellung eines vollen Ventilhubs das Beaufschlagungsmittel (19) den Ventilschließkörper (18) am / im anschließenden Nockengrundkreis schließt, so dass die Absteueröffnung (16) verschlossen und die Hydraulikmittelsäule (12) im Hochdruckraum (13) gehalten ist.

3. Ventiltrieb nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Abstützelement (2) hydraulisch wirkend ausgelegt ist, wobei im Boden (15) dessen Hochdruckraums (13) eine Bohrung (24) appliziert ist, an wel- eher hochdruckraumseitig ein Rückschlagventil (25) sitzt, wobei an die

Bohrung (24) eine Zuleitung (25a) aus dem Zylinderkopf (4) dichtend mündet, wobei zwischen dem Boden (15) des Gehäuses (5) und der Unterstirn (14) des Druckkolbens (7) eine Druckfeder (26) eingespannt ist und wobei zwischen der Bohrung (6) des Gehäuses (5) und einem Au- ßenmantel (27) des Druckkolbens (7) ein Leckspalt (28) für das Hydraulikmittel aus dem Hochdruckraum (13) gebildet ist. Ventiltrieb nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilschließkörper (18) als eine an einer Hochdruckraumseite der Absteueröffnung (16) positionierte Kugel vorliegt, die mit einer sich längs durch das Abstützelement (2) erstreckenden sowie dessen Kopf (9) überragenden Aktorstange als Beaufschlagungsmittel (19) verbunden ist, die an ihrem den Kopf (9) überragenden Ende von einem elektromagnetischen Aktor beaufschlagt oder beaufschlagbar ist.

Ventiltrieb nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckkolben (7) aus einer oberen Hälfte mit dem Kopf (9) und einer unteren Hälfte mit der Unterstirn (14) besteht, wobei kopfseitig eine hülsenartiger Körper (29) fest mit dem Beaufschlagungsmittel (19) verbunden ist, welcher Körper (29) an seiner Unterseite in einen radial abstehenden Teller (30) übergeht, wobei Letztgenanntem ein radial einwärts gerichteter Kragen (31 ) eines dünnwandigen Blechzylinders (32) gegenüberliegt, der, über eine Trennfläche zwischen den beiden Hälften des Druckkolbens (7) hinweg, lediglich an einer Innenseite (31 b) der unteren Hälfte des Druckkolbens (7) dichtend befestigt ist und bis unmittelbar vor die Un- terstirn (14) geht, wobei zwischen dem Teller (30) und dem Kragen (31 ) ein Federelement (34) wie wenigstens eine Tellerfeder eingespannt ist, wobei die Druckfeder (22) des Druckspeichers (20) als das Beaufschlagungsmittel (19) umfassende Schraubendruckfeder vorliegt und eine- nends gegen den Kragen (31 ) sowie anderenends gegen einen Ring- kragen (35) agiert, der von einer Unterseite einer dünnwandigen Hülse

(36) radial absteht, die am Außenmantel (37) des Beaufschlagungsmittels (19) dichtend, jedoch axialbeweglich verläuft, wobei eine Unterseite des Ringkragens (35) der Hülse (36) auf dem scheibenartigen Druckkissen (21 ) sitzt, welches Druckkissen (21 ) radial außen in einen Rohran- satz (38) übergeht, der an einem Innenmantel (39) des Blechzylinders

(32) geführt ist.

Description:
Bezeichnung der Erfindung

Ventiltrieb einer Brennkraftmaschine mit einem abschaltbaren Abstützelement

Beschreibung

Gebiet der Erfindung

Die Erfindung betrifft einen Ventiltrieb einer Brennkraftmaschine mit einem abschaltbaren Abstützelement, welches ein in eine Aufnahme eines Zylinderkopfes eingebautes topfartiges Gehäuse mit einer Bohrung hat, in der ein axial verschiebbarer Druckkolben verläuft, auf dessen einen Rand des Gehäuses überragenden Kopf ein von einem Hubnocken betätigter Schlepphebel gelagert ist, wobei der Druckkolben zur Darstellung eines vollen Ventilhubes kraftschlüssig auf einer Hydraulikmittelsäule abgestützt ist, die in einem Hochdruckraum zwischen dessen Unterstirn und einem Boden des Gehäuses verläuft, wobei mit einer Absteueröffnung aus dem Hochdruckraum zusammenwirkende Absteuermittel zum wahlweisen Entlasten der Hydraulikmittelsäule bei Nockenhub vorgesehen sind, so dass ein O-Ventilhub vorliegt.

Hintergrund der Erfindung

Die DE 40 00 531 A1 offenbart einen Ventiltrieb, dessen Abstützelement aus einem topfartigen Gehäuse besteht, das teleskopartig mit einem Innenelement zusammengesteckt ist. Auf einem das Gehäuse überragenden Kopf des Innenelements ist einenends ein Schlepphebel verschwenkbeweglich gelagert. Das Innenelement ist aus dem Gehäuse heraus von einer Druckfeder beaufschlagt und stützt sich über eine Hydraulikmittelsäule gegenüber dem Gehäuse ab. Das Gehäuse hat eine Absteueröffnung für das Hydraulikmittel, welche mit einer an einer Unterseite des Innenelements angebrachten Steuerkante kommuniziert. Zum Zwecke einer Abschaltung bzw. Verstellung des Ventilhubs kann das Gehäuse in der Bohrung im Zylinderkopf verdreht werden, so dass je nach Verdrehposition eine bestimmte Hydraulikmittelmenge über die Absteueröffnung entweichen kann und das Innenelement in diesem Maße zusammensinkt.

Der vorgenannten Lösung sind mehrere Nachteile immanent. Die Verdrehansteuerung des Gehäuses erweist sich als ungenau und beansprucht einen relativ großen Bauraum in Querrichtung im Zylinderkopf, welcher Bauraum in der Regel äußerst beengt ist bzw. nicht zur Verfügung steht. Das Abstützelement erweist sich aufgrund der hohen Hydraulikmittelsäule als relativ unsteif im Normalbetrieb, so dass mit einem unerwünscht hohen Einsinken des Abstützelements zu rechnen ist. Dieses Einsinken muss durch eine entsprechende Nockenkonturgestaltung vorgehalten werden und verstärkt sich zudem bei auftretender Ölverschäumung weiter. Im Falle einer gewünschten Absteuerung der Hydraulikmittelsäule muss das Hydraulikmittel aus dem Element heraus in die Zuleitung im Zylinderkopf verlagert werden. Gerade bei sehr hohen Drehzahlen der Brennkraftmaschine dürfte das zur Verfügung stehende Zeitfenster hierbei nicht ausreichen. Des weiteren wird festgestellt, dass je Abstützelement zwei Hydraulikmittelleitungen im Zylinderkopf vorzusehen sind, was den Bauauf- wand erhöht.

Aufgabe der Erfindung

Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Ventiltrieb der vorgenannten Art zu schaffen, bei dem die aufgezeigten Nachteile beseitigt sind.

Lösung der Aufgabe

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die Absteueröff- nung als Durchtritt in der Unterstirn des Druckkolbens vorliegt, wobei Bestandteile der Absteuermittel ein Ventilschließkörper an der Absteueröffnung, ein extern ansteuerbares Beaufschlagungsmittel für den Ventilschließkörper sowie ein Druckspeicher im Druckkolben für das abgesteuerte Hydraulikmittel sind, welcher Druckspeicher unmittelbar oberhalb der Unterstirn des Druckkolbens verläuft und von einem scheibenartigen Druckkissen in Kopfrichtung begrenzt ist, das von zumindest einer Druckfeder in Druckspeicherrichtung beaufschlagt ist.

Somit liegt ein Ventiltrieb mit einem kompakt bauenden, abschaltbaren Abstützelement vor, bei dem die aufgezeigten Nachteile beseitigt sind. Das aus dem Hochdruckraum abzusteuernde Hydraulikmittel wird im gewünschten Abschaltfall somit einfach "intern" in einen vom Druckkolben umschlossenen Druckspeicher geleitet. Im Gegensatz zum eingangs genannten Stand der Technik ist nur eine Ölzuleitung zum Abstützelement notwendig. Gleichzeitig wird festgestellt, dass sich der Ventiltrieb auch im Normalmodus (Zuschaltbetrieb) als relativ steif erweist. Die Ansteuerung des Schließkörpers (vorzugsweise, jedoch nicht ausschließlich Kugel) über das bevorzugt als Stange o. dgl. ausgebildete Beaufschlagungsmittel erweist sich als relativ einfach und technisch gut beherrschbar. Das Beaufschlagungsmittel kann den Kopf des Druckkolbens durchragen und an seinem Ende von einem elektromagnetischen Akttor beaufschlagt sein, der bspw. seitlich am Zylinderkopf befestigt ist.

Die Kraft der auf das Druckkissen wirkenden Druckfeder (bspw. wenigstens eine das Beaufschlagungsmittel umfassende Schraubendruckfeder) ist so stark bemessen, dass im Abschaltfall bei ablaufender Nockenflanke ein ausreichend schnelles Entleeren des Druckspeichers in Richtung Hochdruckraum erfolgt und somit der Schlepphebel an der ablaufenden Nockenflanke verbleibt. Die interne Anordnung des Druckspeichers garantiert, dass das zuvor im Hochdruckraum akkumulierte Hydraulikmittel ausreichend schnell in den Druckraum abgesteuert wird. Ein Rückschlagventil im Boden des Gehäuses dient lediglich einem Nachsaugen von Leckage. Ggf. kann das Abstützelement komplett hydraulisch autark wirkend ausgebildet sein.

Zwar soll das Abstützelement im Ventiltrieb vorzugsweise als abschaltbar vorliegen. Denkbar und vorgesehen ist es jedoch auch, hierüber eine Hubum- schaltung darzustellen. So kann der Ventilschließkörper auch nach anfängli- chem Nockenhub geöffnet werden, so dass hierüber der verbleibende Nockenhub bis Nockenspitze "abgeschnitten" wird oder der Ventilhub wird unmittelbar zu Beginn abgeschnitten, wobei durch frühes Schließen des Ventilschließkörpers eine Resthub bis Nockenspitze erzeugt wird.

Unteranspruch 2 betrifft ein zweckmäßiges Verfahren zum Betreiben eines Ventiltriebs nach dem Hauptanspruch. Es wird dargestellt, dass im Fall eines gewünschten O-Ventilhubs vor oder unmittelbar mit Nockenanlauf der Ventilschließkörper über das Beaufschlagungsmittel betätigt wird, so dass das im Hochdruckraum zuvor akkumulierte Hydraulikmittel in den Druckraum des Druckkolbens abgesteuert wird, wobei gleichzeitig der Druckkolben auf sein Blockmaß absinkt. Das Gaswechselventil bleibt somit geschlossen. Das Beaufschlagungsmittel kann nach einer zweckmäßigen Variante der Erfindung auch über die Nockenspitze hinaus geöffnet bleiben, so dass das im Druckraum ak- kumulierte Hydraulikmittel über das druckfederbeaufschlagte Druckkissen in den Hochdruckraum zurückfließt, wobei hierdurch der Druckkolben mit aufliegendem Schlepphebel in Nockenrichtung rückverlagert wird.

Denkbar und vorgesehen ist es, den Druckkolben mit aufliegendem Schlepp- hebel im Abschaltfall auch "abgesunken" zu belassen, so dass der entsprechenden Nocken quasi leer durchläuft. Als deutlich zweckmäßiger wird jedoch eine permanente Rückführung des Druckkolbens im Abschaltfall angesehen.

Soll das Gaswechselventil wieder zugeschaltet werden, wird mit Erreichen des Nockengrundkreises der Ventilschließkörper über sein Beaufschlagungsmittel verschlossen, so dass der Druckkolben sich kraftschlüssig auf der im Hochdruckraum akkumulierten Hydraulikmittelsäule abstützt. Das Gaswechselventil vollzieht mit anschließender Nockenanlaufflanke einen regulären Hub und das Abstützelement wirkt hydraulisch in an sich bekannter Art und Weise (hydrauli- scher Spielausgleich). Jedoch ist es auch vorgesehen, einen Ventiltrieb zu schaffen, dessen Abstützelement nicht über eine hydraulische Spielausgleichsfunktion verfügt. Ein weiterer Unteranspruch bezieht sich auf eine zweckmäßige Ausbildung und Anordnung des Ventilschließkörpers. So soll dieser als Kugel ausgebildet sein und an einer Hochdruckraumseite der Absteueröffnung liegen. Gegebenenfalls kann dieser Schließkörper auch druckspeicherseitig positioniert oder als Plat- tenventil o. dgl. ausgebildet sein.

Ein weiterer Unteranspruch bezieht sich auf eine bevorzugte Ausbildung der wesentlichen Bauteile des Druckspeichers im Druckraum. So wird über eine ineinander geschachtelte Hülsenkonstruktion eine hervorragende Abdichtung des Hochdruckraums gewährleistet. Gleichzeitig kann über eine zwischen der Stange als Beaufschlagungsmittel und dem Druckkissen eingespannte Tellerfeder dafür gesorgt werden, dass der Ventilschließkörper bei inaktivem Aktor seine geschlossene Stellung an der Absteueröffnung hält. Es kann auch vorgesehen sein, die geschlossene Stellung des Ventilschließkörpers über den Aktor zu gewährleisten.

Anstelle der ineinander geschachtelten Hülsenkonstruktion ist es auch denkbar, als Druckkissen lediglich eine ausreichende radial abgedichtete Scheibe, einen Kolben oder Ähnliches zu applizieren.

Kurze Beschreibung der Zeichnung

Die Erfindung ist anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:

• Figur 1 eine Seitenansicht auf einen erfindungsgemäßen Ventiltrieb mit zugeschaltetem Abstützelement und

• Figur 2 das Abstützelement aus dem Ventiltrieb nach Figur 1 , jedoch in dessen Abschaltstellung. Ausführliche Beschreibung der Zeichnung

Figur 1 offenbart einen Ventiltrieb 1 einer Brennkraftmaschine. Dieser weist ein abschaltbares Abstützelement 2 auf, welches über sein topfartiges Gehäuse 5 in eine Aufnahme 3 eines Zylinderkopfes 4 eingebaut ist. Das Gehäuse 5 ist teleskopartig mit einem hier zweigeteilten Druckkolben 7 zusammengesteckt, welcher Druckkolben 7 in einer Bohrung 6 des Gehäuses 5 verläuft und auf dessen Kopf 9 ein Schlepphebel 11 mit einem Ende verschwenkbeweglich gelagert ist. Letztgenannter wird von einem Hubnocken 10 in an sich bekannter Art und Weise beaufschlagt.

Zwischen einer Unterstirn 14 (s. a. Figur 2) des Druckkolbens 7 und einem Boden 15 des Gehäuses 5 ist ein Hochdruckraum 13 mit einer Hydraulikmittelsäule 12 angeordnet. Dieser Hochdruckraum 13 kann über eine axial darunter liegende Zuleitung 25a im Zylinderkopf 4 mit Hydraulikmittel versorgt werden, wobei durch den Boden 15 eine Bohrung 24 geht, welche hochdruckraumseitig durch ein Rückschlagventil 25 verschlossen ist. Wie zu erkennen ist, verläuft im Hochdruckraum 13 eine Druckfeder 26, die einenends gegen die Unterstirn 14 des Druckkolbens 7 agiert und welche sich anderenends am Boden 15 des Gehäuses 5 abstützt. Dem Fachmann ist klar, dass hierüber im Zuschaltbetrieb ein "normaler" hydraulischer Ventilspielausgleich dargestellt werden kann.

Der zweigeteilte Druckkolben 7 ist mittig von einem als Stange ausgebildeten Beaufschlagungsmittel 19 als Bestandteil von Absperrmitteln 17 durchragt, welches Beaufschlagungsmittel über den Kopf 9 ragt, in einer segmentartigen Aussparung im Schlepphebel 11 geführt ist und in diesem Endabschnitt beispielsweise von einem elektromagnetischen Aktor zumindest in Öffnungsrichtung verlagert werden kann.

Das Beaufschlagungsmittel 19 hat an seinem anderen Ende einen als Kugel ausgebildeten Ventilschließkörper 18 als weiteren Bestandteil der Absteuermittel 17. Letztgenannter verschließt nach Fig. 1 eine Absteueröffnung 16 im Druckkolben 7 an dessen Unterstirn 14. Wie die Figuren zudem offenbaren, ist das Beaufschlagungsmittel 19 im Bereich des Kopfes 9 fest mit einem hülsenartigen Körper 29 verbunden. Von diesem steht an seiner Unterseite radial ein Teller 30 ab. Dem Teller 30 liegt axial ein Kragen 31 gegenüber, der von einem dünnwandigen Blechzylinder 32 ausgeht. Der Blechzylinder 32 verläuft an einer Innenseite 31 b des Druckkolbens 7 und ist lediglich an dessen unterer Hälfte dichtend befestigt. Zwischen dem vorgenannten Kragen 31 und dem Teller 30 agiert ein Federelement 34, dass hier als Tellerfeder ausgebildet ist.

Innerhalb des Blechzylinders 32 ist eine Druckfeder 22 angeordnet, die sich mit ihrem einen Ende auf einem Ringkragen 35 abstützt, der radial innen in einer dichtend am Beaufschlagungsmittel 19 geführten Hülse 36 fortgeführt ist. Mit ihrem anderen Ende wirkt die Druckfeder 22 gegen eine Unterseite des vorge- nannten Kragens 31 des Blechzylinders 32. Der Ringkragen 35 wiederum ist mit seiner Unterseite auf einem scheibenartigen Druckkissen 21 abgestützt, das radial außen in einen Rohransatz 38 übergeht, der an einem Innenmantel 39 des Blechzylinders 32 geführt ist.

Zwischen einer Unterseite des Druckkissens 21 und der Unterstirn 14 des Druckkolbens 7 ist ein Druckspeicher 20 für das Hydraulikmittel dargestellt, welcher ein weiterer Bestandteil der Absteuermittel 17 ist. Der Druckspeicher 20 ist in der Darstellung nach Figur 2 mit Hydraulikmittel gefüllt. Zu erkennen ist in Fig. 2 zudem, dass der Druckkolben 7 mit seiner Unterstirn 14 auf einem Ringanschlag 23 des Gehäuses 5 ruht und somit dessen Blockstellung eingenommen hat.

Zur Funktion: Figur 1 zeigt den Ventiltrieb 1 mit zugeschaltetem Abstützelement 2. im Hochdruckraum 13 liegt die Hydraulikmittelsäule 12 vor. Der Druck- kolben 7 ist auf der vorgenannten Hydraulikmittelsäule 12 abgestützt. Das vom Schlepphebel 11 beaufschlagte Gaswechselventil vollzieht einen Vollhub. Soll das Gaswechselventil abgeschaltet werden, so wird mit Ablauf einer Nockengrundkreisphase (s. Fig. 2) das Beaufschlagungsmittel 19 über den Aktor axial nach unten betätigt. Somit gibt der Ventilschließkörper 18 die Abströmöffnung 16 frei und das im Hochdruckraum 13 befindliche Hydraulikmittel strömt mit einsinkendem Druckkolben 7 in den darüber liegenden Druckspeicher 20. Die Druckfeder 22 wird mit Verlagerung des Druckkissens 21 komprimiert. Somit vollzieht der Schlepphebel 11 eine Abwärtsbewegung auf der Seite des Abstützelements 2 und das respektive Gaswechselventil bleibt geschlossen, wobei der Druckkolben 7 auf dem Ringanschlag 23 sitzt.

Nachdem der Druckspeicher 20 befüllt ist, hält das aktorbeaufschlagte Beaufschlagungsmittel 19 den Ventilschließkörper 18 offen. Mit ablaufender Nockenflanke „entspannt" sich das im Druckspeicher 20 akkumulierte Hydraulikmittel über die Absteueröffnung 16 zurück in den Hochdruckraum 13. Das federbe- aufschlagte Druckkissen 21 verfährt in Richtung zur Unterstirn 14. Der Schlepphebel 11 wird über den ausfahrenden Druckkolben 7 in permanenter Anlage am Hubnocken 10 gehalten.

Ist ein voller Ventilhub gewünscht, so wird mit beginnendem Nockengrundkreis der Ventilschließkörper 18 über das Beaufschlagungsmittel 19 in dessen Schließstellung verlagert (entweder über Betätigung des Aktors oder über die Kraft des Federelements 34 bei inaktivem Aktor). Somit wird das im Hochdruckraum 13 akkumulierte Hydraulikmittel gehalten und der Druckkolben 7 stützt sich hierdurch kraftschlüssig auf der darin gebildeten Hydraulikmittelsäule 12 ab. Das Abstützelement 2 kommt seiner hydraulischen Spielausgleichsfunktion nach, wobei über einen Leckspalt 28 zwischen Druckkolben 7 und Gehäuse 5 bei Nockenhub jeweils eine minimale Menge an Hydraulikmittel aus dem Hochdruckraum 13 gepresst wird. Das Gaswechselventil verschwenkt um seinen Drehpunkt auf dem Kopf 9 des Abstützelements 2. Liste der Bezugszahlen

1 ) Ventiltrieb 31)Kragen

2) Abstützelement 35 31 b)lnnenseite 3) Aufnahme 32)Blechzylinder

4) Zylinderkopf 33)nicht vergeben

5) Gehäuse 34)Federelement

6) Bohrung 35)Ringkragen

7) Druckkolben 40 36)Hülse 8) Rand 37)Außenmantel

9) Kopf 38)Rohransatz

10)Hubnocken 39)lnnenmantel

11 )Schlepphebel

12)Hydraulikmittelsäule 13)Hochdruckraum

14)Unterstirn

15)Boden

16)Absteueröffnung

17)Absteuermittel 18)Ventilschließkörper

19)Beaufschlagungsmittel

20)Druckspeicher

21 )Druckkissen

22)Druckfeder 23)Ringanschlag

24)Bohrung

25)Rückschlagventil

25a)Zuleitung

26)Druckfeder 27)Außenmantel

28)Leckspalt

29)Körper

30)Teller