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Patent Searching and Data


Title:
VALVE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2007/085261
Kind Code:
A1
Abstract:
Specified is a valve having a valve seat, having a valve element (3) which interacts with the valve seat and is moveable in a valve housing (11) over a predetermined movement path, and having a damping device (22) which acts on the valve element (3) at least on a part of the movement path. It is sought to obtain stable control of a fluid even at a low throughflow rate. It is provided for this purpose that the damping device (22) has at least one element (23, 24) made from an elastomeric material which can be compressed between a first stop (16), which is connected to the valve element, and a second stop (28), which is connected to the valve housing (11).

Inventors:
Molbaek, Jens Jorgen (Nyvej 12, Lavensby, Nordborg, DK-6430, DK)
Application Number:
DK2007/000037
Publication Date:
August 02, 2007
Filing Date:
January 26, 2007
Export Citation:
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Assignee:
Danfoss A/S (D Nordborg, K-6430, DK)
Molbaek, Jens Jorgen (Nyvej 12, Lavensby, Nordborg, DK-6430, DK)
International Classes:
F16K47/02; F16K47/00
Attorney, Agent or Firm:
Danfoss A/S (Patent Department, Nordborg, DK-6430, DK)
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Claims:

Patentansprüche

1. Ventil mit einem Ventilsitz, einem mit dem Ventilsitz zusammenwirkenden Ventileiement, das in einem Ventilgehäuse über eine vor- bestimmte Bewegungsstrecke verlagerbar ist, und einer Dämpfungseinrichtung, die zumindest auf einem Teil der Bewegungsstrecke auf das Ventilelement wirkt, dadurch gekennzeichnet, daß die Dämpfungseinrichtung (22) mindestens ein Element (23, 24) aus elastomerem Material aufweist, das zwischen einem ersten, mit dem Ventilelement verbundenen Anschlag (16) und einem zweiten, mit dem Ventilgehäuse (11) verbundenen Anschlag (28) komprimierbar ist.

2. Ventil nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, daß das Element (23, 24) als Ring ausgebildet ist, der eine Ventilspindel (4) umgibt, an der das Ventilelement (3) angeordnet ist.

3. Ventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Element (23, 24) einen Querschnitt aufweist, dessen Breite sich in eine Richtung parallel zur Bewegungsstrecke des Ventilelements

(3) verändert.

4. Ventil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt kreis- oder ellipsenförmig ausgebildet ist.

5. Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Element (23, 24) zumindest einseitig an einer Fläche (26, 27) anliegt, die quer zur Bewegungsstrecke ein vorbestimmtes Profil aufweist.

6. Ventil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Fläche (26, 27) an einer Scheibe (25) ausgebildet ist, die die Ventilspindel (4) umgibt.

5 7. Ventil nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die

Fläche (26, 27) durch zwei geneigte Teilflächen gebildet ist, die entlang einer Firstlinie zusammenstoßen.

8. Ventil nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die 0 Fläche (26, 27) nach Art eines Konus ausgebildet ist.

9. Ventil nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Konus mit seinem spitzen Ende in den Ring hineinragt.

5 10. Ventil nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheibe (25) zwischen zwei Elementen (23, 24) aus elastomerem Material angeordnet ist.

11. Ventil nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheibe o (25) für jedes Element (23, 24) quer zur Bewegungsstrecke ein vorbestimmtes Profil aufweist.

12. Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Anschlag (28) im Ventilgehäuse (11) verstellbar 5 ist.

13. Ventil nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Anschlag (28) mit einer die Ventilspindel (4) umgebenden Hülse (29) zusammenwirkt, die mit dem Ventilgehäuse (11) über eine o Gewindepaarung (32) verbunden ist.

14. Ventil nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventilspindel (4) einen vieleckigen Querschnitt aufweist, der dem Innenquerschnitt der Hülse (29) entspricht.

15. Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventilelement (3) unter der Wirkung einer Antriebseinrichtung (7) verlagerbar ist, die ein Temperatur-Druck-Verhalten aufweist.

Description:

Ventil

Die Erfindung betrifft ein Ventil mit einem Ventilsitz, einem mit dem Ventilsitz zusammenwirkenden Ventilelement, das in einem Ventilgehäuse über eine vorbestimmte Bewegungsstrecke verlagerbar ist, und einer Dämpfungseinrichtung, die zumindest auf einem Teil der Bewegungsstrecke auf das Ventilelement wirkt.

Ein derartiges Ventil ist beispielsweise aus DE 103 36 916 A1 bekannt. Die Dämpfungseinrichtung ist hier durch eine konisch ausgebildete Feder gebildet, an der ein mit dem Ventilelement verbundener Anschlag zur An- läge kommt, kurz bevor das Ventilelement den Ventilsitz erreicht. In einer größeren Entfernung hat die Feder hingegen keine Wirkung auf die Verlagerung des Ventilelements. Mit der Feder wird kurz vor Erreichen des Ventilsitzes die Kraft erhöht, die man zur Verlagerung des Ventilelements benötigt. Damit kann man bei niedrigen Durchflußraten eine genauere Steuerung erzielen.

Die Erfindung betrifft insbesondere ein Regelventil. Ein bevorzugter Anwendungszweck der Erfindung ist die Verwendung eines derartigen Regelventils auf der Primärseite eines Wärmetauschers, um den primärseiti- gen Strom eines Wärmeträgerfluids in Abhängigkeit von Temperaturen an anderer Stelle, beispielsweise auf der Sekundärseite, zu regeln.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine stabile Steuerung eines Fluids bei niedrigen Durchflußraten zu erzielen.

Diese Aufgabe wird bei einem Ventil der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß die Dämpfungseinrichtung mindestens ein Element aus elastomerem Material aufweist, das zwischen einem ersten, mit dem Ven-

tilelement verbundenen Anschlag und einem zweiten, mit dem Ventilgehäuse verbundenen Anschlag komprimierbar ist.

Man verwendet also als Dämpfungseinrichtung, die man auch als "Gegen- krafterzeugungseinrichtung" oder "Bremseinrichtung" bezeichnen kann, nicht mehr eine herkömmliche Feder, sondern ein elastomeres Element. Die Feder- oder Rückstellwirkung dieses Elements ergibt sich aus dem elastomeren Material, aus dem das Element gebildet ist. Spätestens dann, wenn sich das Ventilelement bis auf einen vorbestimmten Abstand dem Ventilsitz angenähert hat, kommt der erste mit dem Ventilelement verbundene Anschlag zur Anlage an das Element aus elastomerem Material und beginnt bei einer weiteren Bewegung des Ventilelements auf den Ventilsitz zu das elastomere Element zu komprimieren. Je stärker das elastome- re Element komprimiert wird, desto mehr Kraft ist für die Kompression er- forderlich. Die Zunahme der Kraft ist dabei in nicht linearer Weise abhängig von dem Bewegungsweg des Ventilelements. Dadurch läßt sich eine progressive Ventilkennlinie erreichen. Bei kleinen Durchflußmengen, also bei einem kleinen Abstand zwischen Ventilelement und Ventilsitz, steigen die für eine Schließbewegung des Ventilelements erforderlichen Kräfte überproportional an. Damit läßt sich eine relativ stabile Steuerung des Durchflusses erzielen. Man benötigt bei niedrigen Durchflußraten eine größere Temperaturänderung für eine Durchflußänderung.

Hierbei ist bevorzugt, daß das Element als Ring ausgebildet ist, der eine Ventilspindel umgibt, an der das Ventilelement angeordnet ist. Damit wird sozusagen eine Verliersicherung für das Element aus elastomerem Material erzeugt. Die Ventilspindel kann sich zwar in Bewegungsrichtung gegenüber dem Ring bewegen. Der Ring kann aber nicht quer zur Bewegungsrichtung des Ventilelements von der Ventilspindel entfernt werden.

Vorzugsweise weist das Element einen Querschnitt auf, dessen Breite sich in eine Richtung parallel zur Bewegungsstrecke des Ventilelements verändert. Dies führt dazu, daß man bei einer zunehmenden Kompression des Elements aus elastomerem Material im Grunde immer mehr Material komprimieren muß, so daß die für die Komprimierung des elastomeren Materials notwendigen Kräfte überproportional ansteigen.

Dies gilt insbesondere dann, wenn der Querschnitt kreis- oder ellipsenför- mig ausgebildet ist. Bei Verwendung eines kreisförmigen Querschnitts wird der Kreis sozusagen plattgedrückt, wenn das Element komprimiert wird. Es liegt auf der Hand, daß in diesem Fall die Kraftzunahme überproportional zur Bewegungsstrecke des Ventilelements ist.

Vorzugsweise liegt das Element zumindest einseitig an einer Fläche an, die quer zur Bewegungsstrecke ein vorbestimmtes Profil aufweist. Die Fläche weicht also von einer Ebene ab, auf der die Bewegungsrichtung des Ventilelements senkrecht steht. Durch die Profilierung der Fläche wird eine weitere Einflußmöglichkeit geschaffen, wie man die Verformung des Elements aus elastomerem Material gestalten kann, um eine überproporti- onale Kraftzunahme bei der Annäherung des Ventilelements an den Ventilsitz zu erzielen.

Vorzugsweise ist die Fläche an einer Scheibe ausgebildet, die die Ventilspindel umgibt. Damit läßt sich die Ventilspindel frei gegenüber der Fläche in Bewegungsrichtung bewegen. Die Fläche ist aber unverlierbar an der Position gehalten, wo sie mit dem Element aus elastomerem Material zusammenwirken soll.

Vorzugsweise ist die Fläche durch zwei geneigte Teilflächen gebildet, die entlang einer Firstlinie zusammenstoßen. Die Fläche ist also nach Art eines Satteldachs ausgebildet. Das Element aus elastomerem Material wird

dann bei einer Druckbeaufschlagung nicht nur komprimiert, sondern auch seitlich verlagert. Die Teilflächen können den gleichen Neigungswinkel aufweisen.

Alternativ ist die Fläche nach Art eines Konus ausgebildet. Dies führt insbesondere bei Verwendung eines Ringes als Element aus elastomerem Material dazu, daß der Ring nicht nur komprimiert, sondern auch in Radialrichtung verformt wird. Der Ring wird also nicht nur komprimiert, sondern auch in radialer Richtung gedehnt oder gestaucht. Auch die hierfür erfor- derlichen Kräfte müssen bei der Bewegung der Ventilspindel und des Ventilelements mit aufgebracht werden.

Vorzugsweise ragt der Konus mit seinem spitzen Ende in den Ring hinein. Dies ergibt den zusätzlichen Vorteil, daß der Ring gegenüber der Fläche zentriert wird. Die Kräfte, die in der Umgebung der Ventilspindel als Reaktionskräfte durch das Element aus elastomerem Material erzeugt werden, verteilen sich also in Umfangsrichtung relativ gleichmäßig.

In einer bevorzugten Ausgestaltung ist vorgesehen, daß die Scheibe zwi- sehen zwei Elementen aus elastomerem Material angeordnet ist. Damit verdoppelt sich sozusagen die "Federreserve" eines Elements, so daß man einen längeren Abschnitt der Bewegungsstrecke erhält, über den das Ventilelement mit der Dämpfungseinrichtung zusammenwirkt. Allerdings benötigt man nur eine einzelne Scheibe, so daß der für die Vergrößerung des Federwegs notwendige Aufwand nicht verdoppelt wird.

Dies gilt insbesondere dann, wenn die Scheibe für jedes Element quer zur Bewegungsstrecke ein vorbestimmtes Profil aufweist. In diesem Fall wirkt das Profil auf beide Elemente aus elastomerem Material.

Vorzugsweise ist der zweite Anschlag im Ventilgehäuse verstellbar. Mit der Verstellung des Anschlags wird zum einen der Punkt bestimmt, an dem das Ventilelement mit der Dämpfungseinrichtung zusammenzuwirken beginnt. Zum anderen wird die Kraft bestimmt, die notwendig ist, um das Ventilelement zur Anlage an den Ventilsitz zu bringen. Diese Kraft ist um so größer, je weiter der zweite Anschlag vom Ventilsitz weg verlagert wird.

Vorzugsweise wirkt der zweite Anschlag mit einer die Ventilspindel umgebenden Hülse zusammen, die mit dem Ventilgehäuse über eine Gewinde- paarung verbunden ist. In diesem Fall wird die Verstellung des zweiten Anschlags stark vereinfacht. Man muß lediglich die Hülse im Ventilgehäuse verdrehen. Der zweite Anschlag kann fest mit der Hülse verbunden sein. In den meisten Fällen wird es aber ausreichen, wenn der zweite Anschlag in Bewegungsrichtung des Ventilelements auf den Ventilsitz zu von der Hülse unterstützt wird. Dies vereinfacht die Konstruktion.

Bevorzugterweise ist vorgesehen, daß die Ventilspindel einen vieleckigen Querschnitt aufweist, der dem Innenquerschnitt der Hülse entspricht. Mit dem Verdrehen der Ventilspindel läßt sich die Hülse im Ventilgehäuse verdrehen.

Auch ist von Vorteil, wenn das Ventilelement unter der Wirkung einer Antriebseinrichtung verlagerbar ist, die ein Temperatur-Druck-Verhalten aufweist. In diesem Fall wird die Position des Ventilelements durch ein Kraft- gleichgewicht bestimmt, wobei die Dämpfungseinrichtung zumindest auf einem Teil der Bewegungsstrecke des Ventilelements, vorzugsweise im Bereich kurz vor dem Schließen des Ventils, mit Einfluß auf die herrschenden Kräfte nimmt. Ein Temperatur-Druck-Verhalten läßt sich beispielsweise durch ein Thermostatelement mit Gasfüllung realisieren.

Die Erfindung wird im folgenden anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeichnung beschrieben. Hierin zeigen:

Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Regelventils und

Fig. 2 einen vergrößerten Ausschnitt aus dem Regelventil.

Fig. 1 zeigt in einer schematischen Schnittdarstellung ein Regelventil 1 , wie es beispielsweise auf der Primärseite eines nicht näher dargestellten Wärmetauschers eingesetzt werden kann, um einen Strom von Wär- meträgerfluid durch die Primärseite des Wärmetauschers zu regeln.

Das Regelventil 1 weist einen Ventilsitz 2 auf, mit dem ein Ventilelement 3 zusammenwirkt. Die Entfernung des Ventilelements 3 vom Ventilsitz 2 hat einen Einfluß auf die Menge eines Fluids, die durch das Regelventil 1 hindurchströmen kann. Wenn das Ventilelement 3 am Ventilsitz 2 anliegt, dann ist der Durchfluß des Fluids unterbrochen.

Das Ventilelement 3 ist an einer Ventilspindel 4 befestigt. Die Ventilspindel 4 steht über einen Betätigungsstift 5 in Druckverbindung mit einem Stößel 6, der seinerseits von einem Balgenelement 7 beaufschlagt wird. Das Balgenelement 7 steht über eine Kapillarleitung 8 in Verbindung mit einem Temperaturfühler 9. Der Temperaturfühler 9, die Kapillarleitung 8 und das Balgenelement 7 sind mit einer Füllung versehen, deren Druck sich bei einer Temperaturänderung ändert, beispielsweise einer Gasfüllung. Insbesondere vergrößert die Füllung ihren Druck mit steigender Temperatur. Eine Druckvergrößerung bewirkt, daß der Stößel 6 weiter aus dem Balgenelement 7 herausgedrückt wird und das Ventil-element 3 damit näher an den Ventilsitz 2 heranbewegt wird. Typischerweise wird ein derartiges Verhalten durch eine gasförmige Füllung bewirkt. Ein Sollwert für eine mit Hilfe des Balgenelements thermostatisch einstellbare Temperatur kann mit

Hilfe eines Handgriffs 10 verändert werden, der auf ein Ventilgehäuse 11 aufgeschraubt ist. Das Ventilelement 3 nimmt dann eine Stellung ein, bei der die vom Balgenelement 7 ausgeübte Kraft im Gleichgewicht steht mit allen anderen Kräften, die beispielsweise durch Federn hervorgerufen 5 werden, die in die entgegengesetzte Richtung wirken. Der Durchfluß durch das Regelventil 1 ist also eine Funktion der am Temperaturfühler herrschenden Temperatur.

Der Betätigungsstift 5 ist durch eine Stopfbuchse 12 geführt. Ein das BaI- 0 genelement 7 aufnehmender Gehäuseteil 13 ist mit Hilfe einer überwurfmutter 14 am Ventilgehäuse 11 befestigt.

Wie insbesondere aus Fig. 2 zu erkennen ist, wirkt auf die Ventilspindel 4 in öffnungsrichtung eine Hilfsfeder 15, die als Schraubendruckfeder aus- 5 gebildet ist. Hierzu ist an der Ventilspindel 4 ein Anschlagring 16 angeordnet, der mit einem Federring 17 zusammenwirkt, der in eine Nut 18 an der Ventilspindel 4 eingesetzt ist, und an dem die Hilfsfeder 15 anliegt. Im übrigen stützt sich die Hilfsfeder 15 an einem Einsatz 19 ab, der in das Ventilgehäuse 11 eingeschraubt ist und der Einfachheit halber als Bestandteil o des Ventilgehäuses 11 angesehen wird.

Der Stößel 6 ist (Fig. 1) von einer Feder 20 umgeben, die sich an einem Federträger 21 abstützt, der im Gehäuseteil 13 drehfest, aber axial verschiebbar gehalten ist. Der Federträger 21 kann durch Drehen des Hand- 5 griffs 10 verlagert werden. Mit der Verlagerung ändert sich die Kraft der

Feder 10 auf das Balgenelement 7. Durch die Verlagerung des Federträgers 21 läßt sich der obengenannte Sollwert einstellen, wie dies an sich bekannt ist.

o Die Ventilspindel 4, der Betätigungsstift 5 und der Stößel 6 liegen lediglich aneinander an, d.h. sie sind auf Druck zueinander belastbar. Wenn die

Kraft der Feder 20 den im Balgenelement 7 herrschenden Druck übersteigt, dann kann die Ventilspindel 4 unter der Wirkung der Hilfsfeder 15 dem Stößel 6 folgen und das Ventil-element 3 vom Ventilsitz 2 entfernen.

Wie insbesondere aus Fig. 2 zu erkennen ist, ist die Ventilspindel 4 an einem Teil ihrer Länge von einer Dämpfungseinrichtung 22 umgeben. Die Dämpfungseinrichtung 22 kann auch als "Gegenkrafterzeugungseinrichtung" oder "Bremseinrichtung" bezeichnet werden.

Die Dämpfungseinrichtung 22 weist zwei O-Ringe 23, 24 auf, die beide so angeordnet sind, daß sie die Ventilspindel 4 mit einem kleinen radialen Abstand umgeben. Zwischen den beiden O-Ringen 23, 24 ist eine Scheibe 25 angeordnet, die die Ventilspindel 4 ebenfalls mit Abstand umgibt.

Die Scheibe 25 weist ein Profil auf. Sie ist in der Mitte dicker als am Rand. Dies kann auf unterschiedliche Arten realisiert werden. In einem Ausführungsbeispiel sind ihre beiden Stirnseiten 26, 27 nach Art eines flachen Konus ausgebildet, wobei sich die "Spitze" des Konus jeweils in die beiden O-Ringe 23, 24 hinein erstreckt. In einer anderen bevorzugten Ausgestal- tung sind die beiden Stirnseiten 26, 27 jeweils durch zwei ebene Flächen gebildet, die an einer Firstlinie zusammentreffen. Je nach der Richtung, aus der man die Scheibe 25 betrachtet, sieht man also eine aus zwei Dreiecken zusammengesetzte Raute oder ein Rechteck.

Die Dämpfungseinrichtung 22 hat parallel zur Längserstreckung der Ventilspindel 4, also parallel zur Bewegungsrichtung der Ventilspindel 4, eine begrenzte Ausdehnung. Wenn sich die Ventilspindel 4 mit dem Ventilelement (bezogen auf die Darstellung der Fig. 2) weiter nach rechts bewegt, dann hebt der Anschlagring 16 von dem rechten O-Ring 23 ab, ohne daß sich die axiale Länge der Dämpfungseinrichtung 22 weiter vergrößert. Die Dämpfungseinrichtung 22 übt also nur auf einem Teil der Bewegungs-

strecke des Ventilelements 3 eine Kraft auf die Ventilspindel 4 und damit auf das Ventilelement 3 aus.

Auf der dem Anschlagring 16 gegenüberliegenden Seite ist der O-Ring 24 durch eine Anschlagscheibe 28 unterstützt, die an einer Hülse 29 anliegt, die die Ventilspindel 4 umgibt und in das Ventilgehäuse 11 , genauer gesagt den Einsatz 19, eingeschraubt ist. Ein entsprechendes Gewinde 32 ist schematisch dargestellt. Wenn man die Hülse 29 gegenüber dem Ventilgehäuse 11 verdreht, dann ändert sich die Lage der Anschlagscheibe 28 und damit auch die Kraft, die notwendig ist, um das Ventilelement 3 zur Anlage an den Ventilsitz 2 zu bringen. Je weiter die Hülse 29 in das Ventilgehäuse 11 hineingeschraubt worden ist, desto stärker muß die Dämpfungseinrichtung 22 komprimiert werden, um das Ventilelement 3 am Ventilsitz 2 zur Anlage zu bringen.

Die Ventilspindel 4 ist vieleckig, beispielsweise sechseckig. Die Hülse 29 weist einen daran angepaßten Innenquerschnitt auf, so daß die Ventilspindel 4 zwar in der Hülse 29 verschoben, aber nicht gegenüber der Hülse 29 verdreht werden kann. Wenn man die Ventilspindel 4 dreht, dann wird die Hülse 29 mitgedreht und ändert damit ihre axiale Lage im Ventilgehäuse 11. Die Ventilspindel 4 läßt sich beispielsweise verdrehen, wenn man die Stopfbuchse 12 entfernt. Man kann dann das Ventilgehäuse 11 mit Ventilspindel 4 und Dämpfungseinrichtung 22 in einen Teststand einsetzen und beim Verdrehen der Ventilspindel 4 die von der Dämpfungs- einrichtung 22 ausgeübte Reaktionskraft messen, um die richtige Position der Hülse 29 einzustellen.

Bei der Kompression der Dämpfungseinrichtung 22 ist es nicht nur erforderlich, die O-Ringe 23, 24 in Axialrichtung (bezogen auf die Achse der Ventilspindel 4) zusammenzudrücken. Aufgrund der Profilierung der

Scheibe 25 werden die O-Ringe 23, 24 bei ihrer Kompression auch etwas

radial gedehnt. Auch die zum Dehnen der O-Ringe 23, 24 erforderliche Kraft muß also aufgebracht werden, um das Ventilelement 3 an den Ventilsitz 2 annähern zu können.

Der Anschlagring 16 weist eine erste Anschlagfläche 30 auf, an der die Hilfsfeder 15 anliegt, und eine zweite Anschlagfläche 31 , die mit der Dämpfungseinrichtung 22 zusammenwirkt. Die Hilfsfeder 15 umgibt also die Dämpfungseinrichtung 22 und dient dazu, die öffnungsbewegung des Ventilelements 3 zu unterstützen.

In Schließrichtung wirkt im Grunde nur die Kraft auf das Ventilelement 3, die vom Balgenelement 7 aufgebracht wird, also die Kraft, die durch eine temperaturbedingte Druckänderung der Füllung des Balgenelements 7 bewirkt wird.

In öffnungsrichtung wirken mehrere Kräfte. Dabei handelt es sich um die Kraft, die von der Feder 20 aufgebracht wird, die Kraft, die von der Eigenelastizität des Materials des Balgenelements 7 erzeugt wird, und die Kraft, die von dem durch den Ventilsitz 2 hindurch anstehenden Fluid aufge- bracht wird. Im Schließzustand wirkt darüber hinaus die Kraft, die man durch ein geringfügiges Zusammendrücken des Ventilelements 3 aufgebracht hat.

Solange der Anschlagring 16 mit der Dämpfungseinrichtung 22 zusam- menwirkt, wirkt in öffnungsrichtung auch die Rückstellkraft, die von der Dämpfungseinrichtung 22 erzeugt wird. Diese Kraft in öffnungsrichtung entfällt allerdings, wenn der Anschlagring 16 von der Dämpfungseinrichtung 22 abgehoben hat.

Die von der Dämpfungseinrichtung 22 hervorgerufene Rückstell- oder Dämpfungskraft läßt sich auf vielerlei Art verändern. Ein Einflußfaktor ist

die Wahl des elastomeren Materials, aus dem die O-Ringe 23, 24 gebildet sind. Ein anderer Einflußfaktor ist die Steigung des Konus oder der Schrägfläche an den Stirnseiten 26, 27 der Scheibe 25. Auch die Dicke der O-Ringe 23, 24 parallel zur Bewegungsrichtung der Ventilspindel 4 spielt eine Rolle.

Der Querschnitt der O-Ringe 23, 24 muß nicht unbedingt kreisförmig sein, auch wenn dies die einfachste Ausgestaltung ist. Zweckmäßig und vorteilhaft ist es allerdings, wenn die O-Ringe 23, 24 nicht über ihre gesamte radiale Erstreckung die gleiche Dicke haben, was sich sehr einfach durch die Wahl des kreisförmigen Querschnitts realisieren läßt.