ZERR, Viktor (Erpelweg 27, Vellmar, 23246, DE)
FIDI, Peter (Maroltingergasse 19-21/4/4, Wien, A-1160, AT)
PENIAS, Erwin (Reklewskigasse 2-10/14/154, Wien, A-1230, AT)
MIETZNER, Mirko (Wilhelmshöher Allee 114, Kassel, 34119, DE)
ZERR, Viktor (Erpelweg 27, Vellmar, 23246, DE)
FIDI, Peter (Maroltingergasse 19-21/4/4, Wien, A-1160, AT)
PENIAS, Erwin (Reklewskigasse 2-10/14/154, Wien, A-1230, AT)
| PATENTANSPRÜCHE 1. Fahrzeugtür (1) für ein gepanzertes Fahrzeug mit wenigstens einem Minenschutzriegel (5, 6) und wenigstens einem Türschloss (7), welches zum Öffnen der Fahrzeugtür (1) mittels eines Handgriffs (3) entriegelbar ist, wobei zumindest das Öffnen der Fahrzeugtür (1) durch eine Bremsvorrichtung (9) unterstützt wird, dadurch gekennzeichnet, dass mittels eines weiteren Handgriffs (4) neben der Ent- und Verriegelung des Minenschutz- riegels (5, 6) die Aktivierung der Bremsvorrichtung (9) erfolgt. 2. Fahrzeugtür nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der weitere Handgriff (4) drehbar als auch verschwenkbar gelagert ist, derart, dass zum Ent- und Verriegeln des Minenschutzriegels (5, 6) der Handgriff (4) vorzugsweise parallel der Fahrzeugtür (1) bewegt wird, während er zum Schließen der Fahrzeugtür (1) von dieser weggezogen werden kann. 3. Fahrzeugtür nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der weitere Handgriff (4) in einer Führung (15) geführt wird. 4. Fahrzeugtür nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremsvorrichtung (9) ein Dämpfer ist. 5. Fahrzeugtür nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Handgriff (3) mit dem Türschloss (7) und der zweite Handgriff (4) mit dem Minen- riegel (5, 6) und der Bremsvorrichtung (9) mechanisch gekoppelt ist. 6. Fahrzeugtür nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung zur Bremsvorrichtung (9) über ein veränderbares Gestänge (10) realisiert wird, das auf die Bremsvorrichtung (9) einwirken kann. Fahrzeugtür nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der weitere Handgriff (4) durch einen Dämpfer (8) in seinen Endlagen fixiert werden kann. Fahrzeugtür nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der weitere Handgriff (4) derart mit dem Türschloss (7) in Wirkverbindung steht, dass es dieses sperrt bzw. unterstellt oder freigibt. Fahrzeugtür nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass bei ausgefahrenem Minenschutzriegel (5, 6) die Bremsvorrichtung (9) gesperrt ist. |
Fahrzeugtür für gepanzerte Fahrzeuge
Die Erfindung beschäftigt sich mit einer Fahrzeugtür, die neben einem Türriegel und wenigstens einen Minenschutzriegel aufweist. Derartige Türen weisen eine Vorrichtung für ein zu schnelles Öffnen sowie eine Vorrichtung zur Unterstützung beim Öffnen auf und werden in der Praxis in ihrer Doppelfunktion als Bremsvorrichtungen bezeichnet.
Aus der DE 10 2008 039 509 A1 ist eine Fahrzeugtür bekannt, die sich dadurch auszeichnet, dass das Öffnen / Schließen der Tür als auch das Lösen / Verriegeln einer Minenschutzver- riegelung sowie das Betätigen einer Bremsvorrichtung durch einen einzigen Handgriff erfolgt. Damit soll verhindert werden, dass eine Person zwar die Tür als auch die Bremsvorrichtung betätigt, dann aber aus Unachtsamkeit den Handgriff zur Verriegelung des Minenschutzrie- gels nicht betätigt, sodass der volle Schutz gegen Minen oder andere Bedrohungen nicht gegeben ist. Diese Lösung ermöglicht eine sogenannte Einhandbetätigung. Wenngleich eine Einhandoperation häufig erwünscht ist, weist diese Lösung jedoch den Nachteil auf, dass sie störanfällig ist. Insbesondere bei geöffneter Tür und eingelegtem Minenschutz ist ein ungewolltes Schließen und damit verbunden ein ungewolltes Zerstören des Minenschutzes nicht ausgeschlossen.
Hier setzt die Erfindung mit ihrer Aufgabe an, eine Fahrzeugtür der vorgenannten Art so auszuführen, dass eine allseitige Funktion der Tür sowie ein sicheres Betätigen des bzw. der Minenschutzriegel gewährleistet wird.
Gelöst wird die Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruchs 1. Vorteilhafte Ausführungen sind in den Unteransprüchen aufgeführt.
BESTÄTIGUNGSKOPIE Der Erfindung liegt die Idee zugrunde, das Öffnen der Tür durch einen Hebel etc. vorzunehmen und den Minenschutzriegel und damit verbunden die Brems- bzw. Dämpfeinrichtung (-Vorrichtung) durch einen weiteren Hebel bzw. Handgriff freizugeben bzw. zu verschließen. Somit werden der Minenschutz und die Türöffnungs-/schließunterstützung zwar mit einem Hebel bzw. Handgriff betätigt, das Türöffnen selbst jedoch mit einem separaten. Dabei wird sichergestellt, dass die Tür nur geöffnet werden kann, wenn auch die Minenschutzriegel entsichert worden ist/ sind, da erst dann die das Türöffnen unterstützende Vorrichtung freigegeben wird. Des Weiteren ist vorgesehen, dass das Türschloss durch den Minenschutzriegel gesperrt werden kann. Das Verriegeln bzw. Einrasten der Türriegel in das Türschloss kann hingegen auch dann erfolgen, wenn der Minenschutzriegel noch nicht im Türholm bzw. Türrahmen des Fahrzeugs eingerastet ist.
Durch die Trennung der eigentlichen Türöffnung von der Bremsvorrichtung wird die Stellung des Minenschutzriegels selbst besser berücksichtigt, sodass das gesamte Schließ- und Öffnungssystem der Tür nunmehr vorrangig auf den Minenschutzriegel abgestimmt werden kann. Die Tür selbst muss nicht mit einer zweiten Hand gehalten werden, um ein Öffnen der Tür durch die Bremsvorrichtung zu verhindern, wenn der Minenschutzriegel nicht entriegelt worden ist, da die Bremsvorrichtung in diesem Fall blockiert ist. Die Konstruktion lässt somit eine Einhandbedienung - mit nur einer Hand - zu.
Der Handgriff für das Öffnen der Tür ist in einer bevorzugten Ausführung dem eines aus dem zivilen Bereich bekannten, zu sich heranziehenden Hebels ähnlich. Damit verbunden ist, wenn auch nur kleiner Vorteil, dass das Öffnen der Tür für einen Fahrzeugführer oder Beifahrer auf bekannte Gewohnheiten beim Öffnen von Fahrzeugtüren einhergeht. Der Hebel kann selbstverständlich auch als in der Ebene verschwenkbarer Hebel ausgeführt sein. Alternativen sind ebenfalls denkbar.
In einer bevorzugten Ausführung wird der zweite Handgriff für das Entriegeln / Verriegeln des/der Minenschutzriegel in einer Führung zwangsgeführt, sodass dieser keine andere Bewegung erfahren kann. Das Bewegen des Hebels ist hierbei bevorzugt ein Verschwenken parallel zur Fahrzeugtür nach unten bzw. oben aus einer Normalstellung heraus. Der Handgriff kann seinerseits mit Hilfe eines weiteren Dämpfers in seiner unteren Endlage sowie in seiner Normalstellung gehalten werden. Die Führung ist ihrerseits bevorzugt in die Verstärkung gegen seitlichen Blast / Schock eingebunden.
Beim Schließen insbesondere von außen wird sichergestellt, dass dies bei eingelegtem Minenschutzriegel nicht erfolgen kann.
Anhand eines Ausführungsbeispiels mit Zeichnung soll die Erfindung näher erläutert werden. Es zeigt:
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Fahrzeugtür mit eingezogenem Minenschutzriegel,
Fig. 2 eine Griffmulde für den zweiten Handgriff,
Fig. 3 eine Kombination der Fig. 1 und 2,
Fig. 4 eine Draufsicht auf die Fahrzeugtür aus Fig. 1 mit eingelegtem Minenschutz,
Fig. 5 die Fahrzeugtür mit Türverkleidung.
In Fig. 1 ist eine Fahrzeugtür 1 mit einem nicht näher beschriebenen Sicherheitsfenster 2 für ein gepanzertes Fahrzeug (nicht näher dargestellt) aufgezeigt. Die Fahrzeugtür 1 weist einen Handgriff 3 - als Türgriff 3 - für das Öffnen der Tür 1 sowie einen weiteren Handgriff 4 - als Schutzgriff 4 - für das Ent- sowie Verriegeln eines bzw. bevorzugt sogar zweier Minenschutzriegel 5, 6 auf und Zuziehen der Tür 1. Der erste Handgriff 3 ist bevorzugt federbelastet und einem zivilen Handgriff nachgestaltet. Der zweiter Handgriff 4 kann gezogen, geschoben, gedrückt oder in einer anderen Art bewegt oder verschwenkt werden. In der hier vorliegenden Ausführung ist der Handgriff 4 parallel zur Fahrzeugtür 1 beweg- bzw. verschwenkbar. Dabei wird der Handgriff 4 bevorzugt in einer Griffmulde 11 mit Führung 15 geführt (Fig. 2). Mit 16 ist eine Türabdeckung gekennzeichnet, wie man sie aus der zivilen Branche kennt. Der erste Handgriff 3 ist mit einem sogenannten Türöffnersystem bzw. Türschloss 7 mechanisch angekoppelt. Der zweite Handgriff 4 hingegen ist mechanisch mit den beiden Minenriegel 5, 6 verbunden und kann durch einen Dämpfer 8 in seinen beiden Endlagen fixiert werden. Gleichzeitig ist der zweite Handgriff 4 mit einer Bremsvorrichtung 9 - hier einem Dämpfersystem -, die für das Öffnen der Tür 1 mit verantwortlich zeichnet, über ein Gestänge 10 verbunden. Der Handgriff 4 selbst weist eine Feder auf, die den Handgriff 4 in die Normalstellung bzw. Normalposition drückt, was auch als Unterstützung für das Betätigen des Handgriffs 4 dient.
Die Drehachse der Tür 1 ist mit 12 gekennzeichnet. Ein bevorzugt textiles Material 13 bestimmt den Endanschlag der Tür 1 , wobei der Öffnungswinkel für die Tür 1 durch dieses Band 13 etc. eingestellt werden kann, was beispielsweise über einen nicht näher dargestellten Schlitten mit Rastungen erfolgen könnte.
Fig. 3 zeigt die Tür 1 aus Fig. 1 mit einbezogener Mulde 11 aus Fig. 2., Fig. 4 zeigt die geschlossene Tür 1 mit eingelegten Minenschutzriegeln 5, 6 (ohne Mulde 11).
Der Fig. 5 ist die Tür 1 in einer Darstellung von Außen entnehmbar. Die Tür 1 besitzt für das Schließen der Tür 1 von Außen einen„Pilz" 14, dessen Funktion im Weiteren mit beschrieben wird.
Ausgehend der Figuren soll das Zusammenspiel der einzelnen Baugruppen näher beleuchtet werden.
Der Schutzgriff 4 befindet sich (gedrückt durch eine Feder) in der Normalposition bzw. Normalstellung, die Minenschutzriegel 5, 6 sind eingezogen, die Kolbenstange des Dämpfersystems 9 freigegeben. Zum Öffnen der Tür 1 wird der Türgriff 3 zu sich gezogen. Damit verbunden wird der Türöffner im Türschloss 7 gelöst, die Tür 1 freigegeben, die Öffnung der Tür 1 durch die freigesetzte Kolbenstange unterstützt. Der Öffnungswinkel der Tür 1 wird durch das textile Band 13 begrenzt. Zum Schließen der Tür 1 wird der Dämpfer 9 durch Einwirkung des Schutzgriffs 4 und eine Einheit 17 umgeschaltet, sodass der Dämpfer 9 nunmehr zu gezogen werden kann. In einer einfachsten Variante wird dazu der Schutzgriff 4 solange gehalten bzw. (mit der Tür 1) zu sich gezogen, bis die Tür 1 in das Türschloss 7 eingerastet bzw. eingefallen ist. So wird vermieden, dass der Dämpfer 9 erneut umgeschaltet wird und die Tür 1 während des Schließens die Tür 1 wieder öffnen kann. Nach dem Einrasten des Türschlosses 7 wird der Schutzgriff 4 innerhalb der Führung 15 nach unten verstellt bzw. verdreht, sodass die Minen- schutzriegel 5, 6 eingelegt sind.
Sind, wie in Fig. 4 dargestellt, die Minenschutzriegel 5, 6 jedoch noch in ihrer ausgefahrenen Position, ist ein Öffnen der Tür 1 nicht möglich, da der Schutzgriff 4, der für das Lösen der Minenschutzriegel 5, 6 verantwortlich ist, das Türschloss 7 sperrt bzw. unterstellt und diesen daher nicht freigibt. Entsprechend muss der Schutzgriff 4 erst in seine Normalposition geführt werden, sodass mit Betätigen des Türgriffs 3 das Türschloss 7 gelöst werden kann.
Auch das Schließen der Tür 1 bei eingelegtem Minenschutz ist durch die Konstruktion der Tür 1 nicht möglich. Dabei wird nicht darauf abgestellt, dass die aus der Tür 1 herausragenden Minenschutzriegel 5 und 6 ein derartiges Schließen verhindern, sondern dass bei herausragenden Minenschutzriegeln 5, 6 die Betätigung des Dämpfers 9 - von außen als auch von innen - blockiert wird. Wird beispielsweise von außen der Pilz 14 gedrückt um die Tür 1 zu schließen, kann diese nicht bewegt werden, da der Dämpfer 9 blockiert ist und ein Schließen der Tür 1 nicht ermöglicht (und vom Dämpfer 9 nicht unterstützt) wird. Ein Schließen durch eine im Fahrzeug befindliche Person ist gleichfalls nicht möglich, da der Schutzgriff 4 in der Führung 15 ist und der Schutzgriff 4 zum Schließen der Tür 1 nicht zu sich herangezogen werden kann. Zudem ist in dieser Stellung der Dämpfer 9, wie bereits erwähnt, blockiert.
Eine Notöffnung wird dadurch sichergestellt, dass selbst wenn der Minenschutz eingelegt worden ist, der Schutzgriff 4 von außen mit Hilfe eines Maulschlüssels, Steckschlüssels oder dergleichen aus dieser Endlage in die Normalstellung gebracht werden kann.
