| WO/1994/000307 | A SUSPENSION SYSTEM FOR A VEHICLE |
| WO/2008/024339 | METHOD OF MEASURING THE WEIGHT OF BULK LIQUID MATERIAL WITHIN A TRAILER |
| JP2009132222 | VEHICLE |
MAYR, Jürgen (Bad-Kreuznacher-Str. 4, München, 80807, DE)
| Fahrzeug mit einer Einrichtung zum Einstellen einer Offenlage einer nach oben schwenkbaren Heckklappe Patentansprüche 1. Fahrzeug (1 ) mit einer Einrichtung (2, 8) zum Einstellen einer Offenlage einer nach oben schwenkbaren Heckklappe (5), die nach einem Öffnungsbefehl (b) an ein erstes Steuergerät (2) über eine Versteilvorrichtung (8) in eine vorgegebene Offenlage verstellbar ist, und mit einer Einrichtung (3, 6a, 6b) zum Einstellen einer vorgegebenen Fahrzeughöhe (h), die ein zweites Steuergerät (3) zur Ansteuerung eines aktiven Radaufhängungssystems (6a, 6b) umfasst, wobei durch eine Kommunikationsverbindung (v) zwischen dem ersten Steuergerät (2) und dem zweiten Steuergerät (3) und durch eine entsprechende Programmierung zumindest einer der beiden Steuergeräte (2, 3) mit einem Öffnen der Heckklappe (5) auch ein Absenken der Fahrzeughöhe (h) vorgenommen wird. 2. Fahrzeug (1 ) nach Patentanspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass mit einem Öffnen der Heckklappe (5) gleichzeitig ein Absenken der Fahrzeughöhe (h) vorgenommen wird. 3. Fahrzeug (1 ) nach Patentanspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass zuerst das Öffnen der Heckklappe (5) und unmittelbar anschließend ein Absenken der Fahrzeughöhe (h) vorgenommen wird. 4. Fahrzeug (1 ) einem der vorangegangenen Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Absenken der Fahrzeughöhe (h) mit einem Öffnen der Heckklappe (5) verhindert wird, wenn ein Sperrbefehl für diese Funktion in zumindest einem der beiden Steuergeräte (2, 3) vorliegt. 5. Fahrzeug (1 ) nach einem der vorangegangenen Patentansprüche dadurch gekennzeichnet, dass das Absenken der Fahrzeughöhe (h) mit einem Öffnen der Heckklappe (5) verhindert wird, wenn ein Sperrbefehl für diese Funktion in einem der beiden Steuergeräte (2, 3) dadurch vorliegt, dass durch ein bestimmtes Bedienelement (4a) kein Aktivierungssignal (f) für diese Funktion ausgegeben wurde. 6. Fahrzeug (1 ) nach einem der vorangegangenen Patentansprüche dadurch gekennzeichnet, dass bei Betätigung des Bedienelementes (4a) zur Ausgabe des Aktivierungssignals (f) bei noch nicht abgesenktem Fahrzeug (1 ) ausgehend von einer Offenlage der Heckklappe (5) ein weiteres Öffnen der Heckklappe (5) um den Betrag vorgenommen wird, durch den nach gleichzeitigem oder unmittelbar anschließendem Absenken der Fahrzeughöhe (h) die gleiche Unterstandshöhe (U) wie vor der Betätigung des Bedienelementes (4a) erreicht wird. |
Die Erfindung betrifft ein Fahrzeug mit einer Einrichtung zum Einstellen einer Offenlage einer nach oben schwenkbaren Heckklappe.
Eine Einrichtung zum Einstellen einer Offenlage einer nach oben schwenkbaren Heckklappe, die nach dem manuellen oder motorischen Öffnen eines die geschlossene Hecklappe verriegelnden Schlosses motorisch in eine voreingestellte Offenlage verstellbar ist und über eine Betätigungseinrichtung in eine andere Offenlage verstellt werden kann, ist beispielsweise in der DE 10 2008 011 637 A1 beschrieben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Einrichtung zum Einstellen einer Offenlage einer nach oben schwenkbaren Heckklappe eines Kraftfahrzeugs anzugeben, die sowohl eine Kollision mit Gegenständen oder Personen verhindert als auch eine Beladungserleichterung bietet.
Diese Aufgabe ist durch die im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den Unteransprüchen entnehmbar.
Das erfindungsgemäße Fahrzeug weist eine Einrichtung zum Einstellen einer Offenlage einer nach oben schwenkbaren Heckklappe auf, die nach einem Öffnungsbe- fehl an ein erstes Steuergerät über eine Versteilvorrichtung in eine vorgegebene Offenlage verstellbar ist. Weiterhin weist das Fahrzeug eine Einrichtung zum Einstellen einer vorgegebenen Fahrzeughöhe auf, die ein zweites Steuergerät zur An- steuerung eines aktiven Radaufhängungssystems umfasst. Durch eine Kommunikationsverbindung zwischen dem ersten Steuergerät und dem zweiten Steuergerät und durch eine entsprechende Programmierung zumindest eines der beiden Steuergeräte wird beim Öffnen der Heckklappe auch ein Absenken der Fahrzeughöhe vorgenommen. Dies erfolgt entweder in unmittelbarer Folge, wobei zuerst ein Öffnen der Heckklappe und anschließend ein Absenken der Fahrzeughöhe vorgenommen wird, oder in besonders vorteilhafter Weise gleichzeitig.
Vorzugsweise wird das Absenken der Fahrzeughöhe mit einem Öffnen der Heckklappe verhindert, wenn ein Sperrbefehl für diese Funktion in einem der beiden Steuergeräte vorliegt. Hierdurch kann gegebenenfalls elektrische Energie gespart werden.
In einer Weiterbildung der Erfindung wird das Absenken der Fahrzeughöhe mit einem Öffnen der Heckklappe verhindert, wenn ein Sperrbefehl für diese Funktion zumindest in einem der beiden Steuergeräte dadurch vorliegt, dass durch ein bestimmtes Bedienelement kein Aktivierungssignal für diese Funktion ausgegeben wurde. Ein derartiges Bedienelement kann beispielsweise ein Taster auf einer Fernbedienung, ein eigener Schalter im Kofferraum oder ein auswählbarer Menüpunkt in einem Fahrzeugcomputer (wie beispielsweise dem iDrive von BMW) sein.
Vorzugsweise wird bei Betätigung des Bedienelementes zur Ausgabe des Aktivierungssignals bei noch nicht abgesenktem Fahrzeug ausgehend von einer Offenlage der Heckklappe ein weiteres Öffnen der Heckklappe um den Betrag vorgenommen, durch den nach gleichzeitigem oder unmittelbar anschließendem Absenken der Fahrzeughöhe die gleiche Unterstandshöhe wie vor der Betätigung des Bedienelementes erreicht wird.
Der Erfindung liegen folgende Überlegungen zugrunde: Beispielsweise aus der DE 195 25 835 A1 ist eine Einrichtung zum Einstellen einer Fahrzeughöhe in Form eines Radaufhängungsregelsystems für Kraftfahrzeuge durch Vorgabe eines Sollabstands eines Rades vom Fahrzeugaufbau bekannt. Radaufhängungsregelsysteme werden jedoch grundsätzlich eher für fahrdynamische Regeleingriffe verwendet.
Mit einem ohnehin vorhandenen Radaufhängungsregelsystem kann jedoch durch ihren multifunktionalen Einsatz gleichzeitig bei Öffnen der Heckklappe ein Absenken des Fahrzeuges ermöglicht werden. Insbesondere Fahrzeuge mit einer hohen Ladekante können dabei leichter beladen werden.
Die Position der Ladekante insbesondere bei komfortablen Geländefahrzeugen (SUVs) ist speziell beim Beladen mit schweren Gegenständen oft zu hoch, so dass eine Beladung nur unter großer Kraftanstrengung und unter ergonomisch ungünstigen Bedingungen bewerkstelligt werden kann. Ein Absenken des Fahrzeuges, beispielsweise über eine aktive Luftfederung eines Radaufhängungsregelsystems entweder nur im Heckbereich oder vollständig, sorgt hierbei für Abhilfe. Das Absenken des Fahrzeuges führt jedoch dazu, dass die Kopfunterstandshöhe unter der geöffneten Heckklappe ebenfalls reduziert wird. Daher wird vorzugsweise gleichzeitig mit dem Absenken des Fahrzeuges der Öffnungswinkel der Heckklappe erhöht, um beispielsweise die ursprüngliche Kopfunterstandshöhe beizubehalten oder wieder einzustellen.
Die gleichzeitige Verstellung der Heckklappe sowie der Fahrzeughöhe verhindert, dass eine voreilende Erhöhung des Öffnungswinkels ein Kollisionsrisiko nach oben erzeugt und eine nachgelagerte Erhöhung des Öffnungswinkels ein Verletzungsrisiko der beladenden Person erzeugt.
Nach der Beladung des Gepäckraumes kann über eine manuelle Betätigungseinrichtung zumindest das Anheben des Fahrzeuges initialisiert werden und wieder auf das ursprüngliche Höhenniveau gebracht werden. Zusätzlich oder alternativ erfolgt das Anheben der Fahrzeughöhe automatisch bei Fahrtantritt, beispielsweise mit dem Start des Antriebsmotors. Um Beschädigungsrisiken zu vermeiden, beispielsweise durch Kollision mit der Garagendecke, wird vorzugsweise auch die zuvor stärker geöffnete Heckklappe wieder auf den ursprünglichen Wert reduziert. Dies wird idealerweise wieder synchron mit dem Anheben der Fahrzeughöhe durchgeführt. Wird jedoch die Heckklappe manuell geschlossen, bevor das Fahrzeug auf die ursprüngliche Fahrzeughöhe gebracht wird, entfällt die gleichzeitige automatische Verstellung der Heckklappe.
Das vorher beschriebene erfindungsgemäße Verfahren wird vorzugsweise durch mindestens ein entsprechendes Programmmodul in wenigstens einem Steuergerät realisiert, das grundsätzlich für die Einrichtung zum Einstellen der Heckklappe und/oder für die Einrichtung zum Einstellen einer vorgegebenen Fahrzeughöhe mit entsprechenden Aktuatoren und Sensoren in bekannter Weise zuständig sind. Kommen mehrere Steuergeräte zum Einsatz, wirken diese durch entsprechende Kommunikationsmodule zusammen.
In der Zeichnung ist schematisch ein Ausführungsbeispiel für mögliche wesentliche Komponenten zur Durchführung des oben beschriebenen Verfahrens dargestellt.
Sie zeigt ein Kraftfahrzeugs 1 mit einer Heckklappe 5, die in der gestrichelten Darstellung in einer Offenlage mit dem Öffnungswinkel w2 und in der mit durchgezogenen Linien gezeichneten Darstellung in einer Offenlage mit dem Öffnungswinkel w1 dargestellt ist. Das Kraftfahrzeug 1 weist eine hier nicht näher dargestellte gegebenenfalls auch bekannte Einrichtung zum Einstellen einer Offenlage einer nach oben schwenkbaren Heckklappe 5 auf, die nach einem Öffnungsbefehl b an ein erstes Steuergerät 2 über eine Versteilvorrichtung 8 in eine vorgegebene Offenlage verstellbar ist. Weiterhin weist das Kraftfahrzeug 1 eine gegebenenfalls auch bekannte Einrichtung zum Einstellen einer vorgegebenen Fahrzeughöhe h auf, die ein zweites Steuergerät 3 zur Ansteuerung eines aktiven Radaufhängungssystems umfasst, hier beispielsweise mit regelbaren Luftfedern 6a an der Vorderachse und 6b an der Hinterachse.
Durch eine Kommunikationsverbindung v - beispielsweise einen Datenbus - zwischen dem ersten Steuergerät 2 und dem zweiten Steuergerät 3 und eine entsprechende Programmierung zumindest einer der beiden Steuergeräte 2 oder 3 wird gleichzeitig mit dem Öffnen der Heckklappe 5 ein Absenken der Fahrzeughöhe h vorgenommen. Hierzu steuert das Steuergerät 2 die Versteilvorrichtung 8 an. Das Steuergerät 3 steuert die Luftfedern 6b und gegebenenfalls auch 6a an. Es würde erfindungsgemäß auch nur ein Absenken ausschließlich der Hinterachse über die Luftfedern 6b ausreichen, so dass erfindungsgemäß unter einem Absenken des Fahrzeuges auch ein bloßes Absenken des Fahrzeughecks fallen soll.
Das gleichzeitige Öffnen der Heckklappe 5 und Absenken der Fahrzeughöhe h wird verhindert, wenn ein Sperrbefehl für diese Funktion in einem der beiden Steuergeräte 2 oder 3 dadurch vorliegt, dass durch ein bestimmtes Bedienelement, hier beispielsweise der Fernsteuerung 4a, kein Aktivierungssignal f für diese Funktion ausgegeben wurde. Hierzu kann die Fernsteuerung 4a einen eigenen Taster aufweisen.
Ein Befehl b zum Öffnen der Heckklappe 5 allgemein kann ebenfalls durch die Fernsteuerung 4a oder aber auch durch einen durch Schwenken eines Fußes zu aktivierenden Näherungssensor 4b unterhalb der Kofferraumöffnung per Funk an das Steuergerät 2 ausgegeben werden.
Bei Betätigung des Bedienelementes 4a zur Ausgabe des Aktivierungssignals f ausgehend von einer Offenlage der Heckklappe 5 mit einem Öffnungswinkel w1 bei nicht abgesenktem Fahrzeug 1 (durchgezogene Linien) wird ein weiteres Öffnen der Heckklappe 5 um den Betrag bzw. auf einen größeren Öffnungswinkel w2 vorgenommen (gestrichelte Linien), durch den das gleichzeitige Absenken der Fahrzeughöhe zur gleichen Unterstandshöhe U wie vor der Betätigung des Bedienelementes 4a führt.
Die Erfindung kann natürlich auch von den Ausführungsbeispielen abweichend ausgeführt werden.
