BRENDEL, Bernd (Hilariaweg 11, Kempen, 47906, DE)
KALUS, Holger (Bergheimer Str. 162, Duisburg, 47228, DE)
DEVECI, Cueneyt (Pastor-Schmidt Str.28, Nettetal, 41334, DE)
SCHIDAN, Alexander (Bausmühlenstr. 34, Solingen, 42719, DE)
BRENDEL, Bernd (Hilariaweg 11, Kempen, 47906, DE)
KALUS, Holger (Bergheimer Str. 162, Duisburg, 47228, DE)
DEVECI, Cueneyt (Pastor-Schmidt Str.28, Nettetal, 41334, DE)
| Patentansprüche: 1. Fahrzeuginnenausstattungsteil (1 ) mit einem ersten Teil (2) und einem daran befestigten zweiten Teil (3), wobei das erste Teil (2) und das zweite Teil (3) bezüglich wenigstens einer Einflussgröße unterschiedliche Längenausdehnungskoeffizienten aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Teil (2, 3) einen elastischen Befestigungsbereich (4) aufweist. 2. Fahrzeuginnenausstattungsteil (1 ) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsbereich (4) in der Befestigungsebene (5) elastisch deformierbar vorgesehen ist. 3. Fahrzeuginnenausstattungsteil (1 ) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsbereich eine elastische Schicht aufweist. 4. Fahrzeuginnenausstattungsteil (1 ) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Befestigungsbereich (4) fingerartig (11 ) erstreckt. 5. Fahrzeuginnenausstattungsteil (1 ) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke (6) des Befestigungsbereichs zum Rand (7) hin abnimmt. 6. Fahrzeuginnenausstattungsteil (1) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsbereich zumindest abschnittsweise hohl vorgesehen ist. 7. Fahrzeuginnenausstattungsteil (1 ) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Teil (2, 3) mehrere Befestigungsbereiche (4) aufweist, die in unterschiedliche Raumrichtungen weisen. 8. Fahrzeuginnenausstattungsteil (1 ) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsbereich (4) Entlastungsausnehmungen (8) aufweist. 9. Fahrzeuginnenausstattungsteil (1 ) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Teil (3) ein Kunststoffgieß- und/oder Kunststoffspritzteil ist und die Einspritzöffnung (10) Teil des Befestigungsbereichs (4) ist. 10. Fahrzeuginnenausstattungsteil (1 ) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Teil (3) ein Dehnelement (12) und/oder Federmittel ( 2) aufweist. 1 1. Fahrzeuginnenausstattungsteil (1 ) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Teil ein Verkleidungsteil und/oder das zweite Teil ein Befestigungsmittel ist. |
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Fahrzeuginnenausstattungsteil mit einem ersten Teil und einem daran befestigten zweiten Teil, wobei das erste und das zweite Teil bezüglich wenigstens einer Einflussgröße unterschiedliche Längenausdehnungskoeffizienten aufweisen.
Derartige Fahrzeuginnenausstattungsteile, beispielsweise Türinnenverkleidungen, sind aus dem Stand der Technik hinlänglich bekannt und weisen ein erstes Teil insbesondere ein Verkleidungsteil auf, an dem ein zweites Teil, beispielsweise ein Befestigungsmittel, angeordnet ist. Weisen diese beiden Teile nun bezüglich wenigstens einer Einflussgröße, beispielsweise Temperatur und/oder Feuchtigkeit, einen unterschiedlichen
Längenausdehnungskoeffizienten auf und/oder tritt beim Aushärten eines Teils Schrumpfung auf, dann führt dies oftmals zu Rissen und/oder Deformierungen insbesondere des
Verkleidungsteils.
Es war deshalb die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Fahrzeuginnenausstattungsteil zur Verfügung zu stellen, das die Nachteile des Standes der Technik nicht aufweist.
Gelöst wird die Aufgabe mit einem Fahrzeuginnenausstattungsteil mit einem ersten Teil und einem daran befestigten zweiten Teil, wobei das erste Teil und das zweite Teil bezüglich wenigstens einer Einflussgröße unterschiedliche Längenausdehnungskoeffizienten aufweisen und/oder ein Teil beim Aushärten zum Schrumpfen neigt, wobei mindestens ein Teil einen elastischen Befestigungsbereich aufweist.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Fahrzeuginnenausstattungsteil beispielsweise eine Türinnenverkleidung. Dieses Ausstattungsteil weist ein erstes, in der Regel flächiges Teil, vorzugsweise ein Verkleidungsteil auf, das vorzugsweise aus einem Naturstoff und/oder einem Kunststoff gefertigt ist. An diesem ersten Teil ist ein zweites Teil befestigt. Vorzugsweise handelt es sich bei der Befestigung um einen Stoffschluss, der beispielsweise durch Kleben, Siegeln, Hintergießen/Hinterspritzen und/oder Hinterpressen erzielt wird. Vorzugsweise ist das zweite Teil aus einem Kunststoff gefertigt.
Erfindungsgemäß weisen nun das erste und das zweite Teil bezüglich wenigstens einer Einflussgröße unterschiedliche Längenausdehnungskoeffizienten auf. Bei der Einflussgröße handelt es sich beispielsweise um Temperatur und/oder Feuchtigkeit. Alternativ oder zusätzlich schrumpft eines der Teile beim Aushärten.
BESTÄTIGUNGSKOPIE Weiterhin erfindungsgemäß ist der Befestigungsbereich des ersten und/oder des zweiten, vorzugsweise des zweiten, Teils elastisch vorgesehen. Durch diese Elastizität werden Materialversagen und/oder Deformation insbesondere des ersten Teils verhindert, so dass dies insbesondere optisch ansprechend bleibt.
Der Befestigungsbereich gemäß der vorliegenden Erfindung ist der Bereich, insbesondere des zweiten Teils, der stoffschlüssig mit dem anderen, dem ersten Teil verbunden wird.
Vorzugsweise ist der Befestigungsbereich in der Befestigungsebene elastisch deformierbar vorgesehen.
Vorzugsweise weist der Befestigungsbereich eine elastische Schicht aufweist, die vorzugsweise zwischen dem ersten und dem zweiten Teil vorgesehen ist.
Weiterhin bevorzugt erstreckt sich der Befestigungsbereich fingerartig. Dieser mindestens eine Finger kann sich dann vorzugsweise strecken und kürzen sowie in der Befestigungsebene biegen.
Vorzugsweise reduziert sich die Dicke des Befestigungsbereichs zum Rand hin, so dass die Elastizität des Befestigungsbereichs zum Rand des zweiten Teils hin zunimmt.
Weiterhin bevorzugt ist der Befestigungsbereich zumindest abschnittsweise hohl vorgesehen, wodurch sich ebenfalls dessen Elastizität erhöht.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist das Fahrzeuginnenausstattungsteil mehrere Befestigungsbereiche auf, die sich in unterschiedliche Raumrichtungen erstrecken. Dadurch können Kräfte, die aus unterschiedlichen Raumrichtungen wirken, besser aufgenommen werden.
Vorzugsweise weist der Befestigungsbereich des zweiten Teils Entlastungsausnehmungen, beispielsweise in Form von Schlitzen, auf, was zusätzlich die Elastizität des zweiten Bauteils und/oder von dessen Verbindungsbereich erhöht.
Vorzugsweise handelt es sich bei dem zweiten Teil um ein Kunststoffgieß- und/oder ein Kunststoffspritzteil, das besonders bevorzugt direkt auf das erste Teil aufgespritzt wird. Beim Aushärten entsteht vorzugsweise der Stoffschluss zwischen dem ersten und dem zweiten Teil. In der Regel weisen diese Gieß- oder Spritzgießteile eine Einspritzöffnung auf, die ganz besonders bevorzugt Teil des Befestigungsbereichs des zweiten Teils ist.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist das zweite Teil ein Dehn- und/oder Federelement auf, das insbesondere zwischen zwei Befestigungsbereichen und/oder zwei Befestigungsausnehmungen vorgesehen ist.
Vorzugsweise handelt es sich bei dem ersten Teil um ein Verkleidungs- und/oder bei dem zweiten Teil um ein Befestigungsmittel.
Im Folgenden wird die Erfindung anhand der Figuren 1-8 erläutert. Diese Erläuterungen sind lediglich beispielhaft und schränken den allgemeinen Erfindungsgedanken nicht ein.
Figur 1 zeigt das erfindungsgemäße Fahrzeuginnenausstattungsteil.
Figur 2 zeigt eine Ausführungsform eines zweiten Teils.
Figur 3 zeigt eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Fahrzeuginnenausstattungsteils.
Figur 4 zeigt einen Schnitt durch das Fahrzeuginnenausstattungsteil gemäß Figur 3.
Figuren 5-8 zeigen weitere Ausführungsformen des erfindungsgemäßen
Fahrzeuginnenausstattungsteils.
Figur 1 zeigt das erfindungsgemäße Fahrzeuginnenausstattungsteil 1 , hier eine Türinnenverkleidung, die ein erstes flächenartig gestaltetes Verkleidungsteil 2 aufweist. Dieses Verkleidungsteil ist vorzugsweise aus einem Naturstoff beispielsweise einem Fasernaturstoff und/oder einem Kunststoff gefertigt. An diesem ersten Teil 2 insbesondere an dessen Rückseite, d.h. an der dem Fahrgastraum abgewandten Seite ist/sind mindestens ein, hier mehrere zweite Teile 3 befestigt. Vorzugsweise erfolgt diese Befestigung durch einen Stoffschluss zwischen dem ersten und dem zweiten Teil 2, 3, der beispielsweise durch Kleben und/oder Hinterspritzen erzielt wird. Beim Hinterspritzen erfolgt der Stoffschluss zwischen dem ersten und dem zweiten Teil beim Aushärten des zweiten Teils. Dadurch, dass das erste Teil 2 und das zweite Teil 3 aus unterschiedlichen Werkstoffen gefertigt sind, unterscheidet sich ihr Längenausdehnungskoeffizient beispielsweise unter Temperatur und/oder Feuchtigkeitseinfiuss. Alternativ oder zusätzlich schrumpft das zweite Teil 3 beim Aushärten und/oder das erste Teil dehnt sich durch Feuchtigkeit die von dem zweiten in das erste Teil gelangt, aus. Erfindungsgemäß ist nun vorgesehen, dass mindestens eines der beiden Teile einen elastischen Befestigungsbereich aufweist, der sich bei der unterschiedlichen Längenausdehnung elastisch verformt. Die Größe des Befestigungsbereichs errechnet sich aus der Höhe der zu erwartenden Kräfte. Bei dem zweiten Teil handelt es sich insbesondere um ein Befestigungsmittel, mit dem das erste Teil beispielsweise an der Türkarosserie des Fahrzeuges befestigt wird und/oder mit dem ein drittes Element an dem ersten Teil befestigt wird.
Figur 2 zeigt eine erste Ausführungsform eines zweiten Teils. Dieses weist in seinem oberen Teil eine Befestigungsausnehmung 9 auf, mittels derer das erste Teil an der Fahrzeugkarosserie befestigbar ist und/oder mit dem ein weiteres Element an dem ersten Teil befestigbar ist. In dem der Befestigungsausnehmung abgewandten Bereich des zweiten Teils ist der Befestigungsbereich 4 vorgesehen, der in dem vorliegenden Fall fingerartig 11 gestaltet ist. Die Finger 1 1 sind so dimensioniert, dass sie sich, wie durch die Doppelpfeile 13 dargestellt, sowohl verlängern und verkürzen als auch in der Befestigungsebene 5 biegen können. Die Dicke des Befestigungsbereichs 4, hier insbesondere der Finger 1 1 , ist so dimensioniert, dass sie zum Rand des zweiten Teils 3 hin abnimmt. Dadurch erhöht sich die Elastizität des Befestigungsbereichs zum Rand hin. Desweiteren weist der Befestigungsbereich 4 eine Entlastungsausnehmung 8, hier einen Entlastungsschlitz, auf, der für zusätzliche Elastizität des zweiten Teils im Befestigungsbereich sorgt.
Figur 3 zeigt eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Fahrzeuginnenausstattungsteils 1. Auch hier ist der Befestigungsbereich 4 des zweiten Teils 3 fingerartig vorgesehen, die sich, wie wiederrum durch die Doppelpfeile 13 dargestellt sowohl verlängern und verkürzen als auch in der Befestigungsebene 5 biegen können. Es wird auf die Ausführungen gemäß Figur 2 Bezug genommen. In dem vorliegenden Fall, aber auch bei allen anderen hier beispielhaft vorgestellten Teilen 2, handelt es sich um ein Spritzgussteil, das eine Einspritzöffnung 10 aufweist, von der aus das Kunststoffmaterial in die entsprechende Form strömt. Vorzugsweise ist nun vorgesehen, dass diese Einspritzöffnung 10 Teil des Befestigungsbereichs 4 ist.
Figur 4 zeigt einen Schnitt durch das Fahrzeuginnenausstattungsteil gemäß Figur 3. Es ist deutlich zu erkennen, dass das zweite Teil abschnittsweise hohl vorgesehen ist, was zusätzlich die Elastizität des Bauteils erhöht und auch eine Gewichtsersparnis darstellt. In dem vorliegenden Fall sind die Einspritzöffnung 10 der Finger 11 sowie der Randbereich der Befestigungsausnehmung 9 hohl 14 vorgesehen. Der Fachmann versteht, dass es aber auch bevorzugt sein kann, lediglich einen dieser Bereiche hohl vorzusehen.
Figur 5 zeigt eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Fahrzeuginnenausstattungsteils. Es wird auf die Ausführungen zu den vorher gemachten Figuren Bezug genommen.
Figur 6 - zeigt eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Fahrzeuginnenausstattungsteils. In dem vorliegenden Fall weist das zweite Teil Dehn- und/oder Federmittel 12 auf, die sich bei einer Dehnung des ersten Teils elastisch verlängern und/oder verkürzen lassen und dadurch Spannungen in dem ersten Teil vermeiden.
Figur 7 zeigt eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Fahrzeuginnenausstattungsteils. Es wird auf die zu den Figuren 1-6 gemachten Ausführungsformen Bezug genommen.
Figur 8 zeigt eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Fahrzeuginnenausstattungsteils. In dem vorliegenden Fall ist der Befestigungsbereich 4 dreidimensional gestaltet. Im Übrigen gelten die zu den vorherigen Figuren gemachten Ausführungen.
Bezugszeichenliste:
1 Fahrzeuginnenausstattungsteil
2 erstes Teil, Verkleidungsteil
3 zweites Teil, Befestigungsmittel
4 Befestigungsbereich
5 Befestigungsebene
6 Dicke des Befestigungsbereichs
7 Rand des Befestigungsbereichs
8 Entlastungsausnehmung, Schlitz
9 Befestigungsausnehmung
10 Einspritzöffnung
11 Finger
12 Dehnmittel, Federmittel
13 elastische Deformation
14 Hohlraum
