RAUSSEN, Heinrich (Maschweg 40 A, Peine, 31224, DE)
TEICHMANN, Jürgen (Am Silberkamp 25 A, Peine, 31224, DE)
RAUSSEN, Heinrich (Maschweg 40 A, Peine, 31224, DE)
| Patentansprüche Fahrzeuginnenverkleidungsteil, insbesondere Instrumententafel, mit einer Formhaut (6) , einer Zwischenschicht (15) , einem Träger (11) , sowie mindestens einem in der Zwischenschicht (15) angeordneten Verstärkungselement (13), dadurch gekennzeichnet, dass an der Formhaut (6) Mittel zur Fixierung (9) des Verstärkungselements (13) angeordnet sind oder die Formhaut Mittel zur Fixierung (9) des Verstärkungselements (13) um- fasst . Fahrzeuginnenverkleidungsteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Fixierung (9) als mindestens eine Erhöhung und vorzugsweise als mindestens eine rippenförmige Erhöhung ausgebildet sind. Fahrzeuginnenverkleidungsteil nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Fixierung (9) auf einer Sichtseite (7) der Formhaut (6) oder auf einer Rückseite (8) der Formhaut (6) angeordnet sind. Fahrzeuginnenverkleidungsteil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Fixierung (9) einteilig mit der Formhaut (6) ausgebildet sind und vorzugsweise aus dem selben Material wie die restliche Formhaut (6) ausgebildet sein. Fahrzeuginnenverkleidungsteil nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Fixierung (9) zum indirekten Fixieren des Verstärkungselements (13) durch Er- zeugen einer Verformung (14) der Formhaut (6) ausgebildet und angeordnet sind. Fahrzeuginnenverkleidungsteil nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Fixierung (9) zum formschlüssigen Halten des Verstärkungselements ausgebildet sind. Fahrzeuginnenverkleidungsteil nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungselement (13) als ein Verstärkungsdraht ausgebildet ist . Fahrzeuginnenverkleidungsteil nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Öffnung in der bevorzugt ein Luftausströmer angeordnet ist. Fahrzeuginnenverkleidungsteil nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungs- element (13) als die Öffnung umlaufendes Verstärkungselement und vorzugsweise als die Öffnung umlaufender Ring ausgebildet ist wobei vorzugsweise das Mittel zur Fixierung (9) als die Öffnung umlaufendes Mittel zur Fixierung (9) ausgebildet ist. Fahrzeuginnenverkleidungsteil nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenschicht (15) als geschäumte Zwischenschicht ausgebildet ist. Verfahren zum Herstellen eines Fahrzeuginnen- verkleidungsteils mit den Schritten: - Bereitstellen einer Form (1) , welche eine Formoberfläche (2) mit einer zusätzlichen Ver- tiefung (5) aufweist, - Herstellen einer Formhaut (6) durch Sprühen oder Rotationssintern unter Verwendung der Form (1) , derart, dass in die zusätzliche Vertiefung (5) eindringender Kunststoff eine auf die Formhaut aufgebrachte Erhöhung (9) ausbildet, - Einlegen der Formhaut (6) sowie eines Verstärkungselementes (13) in eine Schäumform (10) , wobei durch die Erhöhung (9) eine lokale zusätzliche Verformung (14) der Formhaut hervorgerufen wird, durch welche das Verstärkungselement (13) fixiert wird. - Hinterschäumen der Formhaut (6) derart, dass das Verstärkungselement in eine Schaumschicht (15) eingebettet wird. |
Die Erfindung betrifft ein Fahrzeuginnenverkleidungsteil das beispielsweise als eine Instrumententafel mit einer Formhaut, einer Zwischenschicht, einem Träger und mindestens einem in der Zwischenschicht angeordneten Verstärkungselement ausgebildet sein kann, sowie ein Verfahren zum Herstellen eines solchen Fahrzeuginnenverkleidungsteils .
Nach dem Stand der Technik ist es bekannt, zur
Herstellung eines Fahrzeuginnenverkleidungsteils wie beispielsweise einer Instrumententafel zunächst eine Formhaut durch Aufsprühen auf eine Form oder durch Rotationssintern herzustellen. Anschließend werden Formhaut und ein ebenfalls vorher hergestellter Träger in ein Schäumwerkzeug eingelegt und
hinterschäumt. Um Biegungen der Formhaut, beispiels-
BESTÄTIGUNGSKOPIE weise an einzubringenden Öffnungen für
Luftausströmer, positionsgenau zu definieren, ist es bekannt, an den Stellen der beabsichtigten Biegungen der Formhaut Verstärkungselemente mit im
Schäumwerkzeug anzuordnen.
Hierbei ergibt sich jedoch das Problem, dass die Verstärkungselemente beim Hinterschäumen aufschwimmen können. Hierdurch verändert sich eine Position der Verstärkungselemente und somit der Biegungen der
Formhaut. Schlimmstenfalls können die Verstärkungselemente in einen Bereich gelangen, in dem später eine Öffnung eingebracht werden soll. Dies kann dazu führen, dass Werkzeuge, welche zur Einbringung der Öffnungen verwendet werden, beschädigt werden. Wird die Öffnung beispielsweise ausgestanzt, kann ein in den Bereich der Öffnung verrutschtes Verstärkungselement zu einem Messerbruch bei der verwendeten Stanze führen.
Fahrzeuginnenverkleidungsteile mit in der Zwischenschicht angeordneten Verstärkungselementen sind beispielsweise aus den Druckschriften DE 60 2004 012 790 T2, DE 199 62 551 A 1 und DE 30 16 199 A 1 bekannt.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein ungewolltes Verändern der Position des Verstärkungselements beim Hinterschäumen zuverlässig zu verhindern. Diese Aufgabe wird durch ein Fahrzeuginnenverkleidungsteil mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 11 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen ergeben sich aus den Merkmalen der Unteransprüche .
Dadurch, dass an der Formhaut Mittel zur Fixierung des Verstärkungselements angeordnet sind oder die Formhaut Mittel zur Fixierung des Verstärkungs- elements umfasst, wird ein Verrutschen des Verstärkungselements beim Hinterschäumen zuverlässig verhindert, so dass die Positionen der Biegungen der Formhaut zuverlässig definiert sind.
In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Mittel zur Fixierung als mindestens eine Erhöhung und besonders vorzugsweise als mindestens eine rippenförmi- ge Erhöhung ausgebildet. Derartige Erhöhungen lassen sich einfach auf eine Formhaut aufbringen oder besonders bevorzugt mit der Formhaut als ein Bestandteil derselben herstellen. In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind die Mittel zur Fixierung auf einer Sichtseite der Formhaut angeordnet. Hierdurch können die Mittel zur Fixierung bereits in einer Form zur Herstellung der Formhaut berücksichtigt sein, derart, dass ein Nega- tiv der Mittel zur Fixierung als Vertiefung in die
Formoberfläche eingebracht ist. Ebenso können die Mittel zur Fixierung auf einer Rückseite der Formhaut angeordnet sein. Auch derart angeordnete Mittel zur Fixierung können leicht hergestellt werden, bei- spielsweise dadurch, dass in den Bereichen, in denen die Mittel zur Fixierung erwünscht sind, zusätzlicher Kunststoff beim Herstellen der Formhaut aufgebracht wird. Somit ist eine einteilige Ausbildung der Mittel zur Fixierung mit der Formhaut möglich. Die Mittel zur Fixierung können dabei aus demselben Material wie die restliche Formhaut ausgebildet sein. Das Aufbringen des zusätzlichen Kunststoffs kann beispielsweise derart geschehen, dass zusätzlicher Kunststoff aufgesprüht wird, oder derart, dass die Bereiche, in denen Mittel zur Fixierung vorgesehen sein sollen, beim Rotationssintern verstärkt beheizt werden. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind die Mittel zur Fixierung zum indirekten Fixieren des Verstärkungselements ausgebildet und angeordnet, besonders bevorzugt derart, dass durch die Mittel zur Fixierung eine Verformung der Formhaut ausgelöst wird, durch welche das Verstärkungselement fixiert wird .
In einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungs- form können die Mittel zur Fixierung zum formschlüssigen Halten des Verstärkungselements ausgebildet sein. Ein besonders einfaches Herstellen eines Verstärkungselements ist möglich, wenn dieses als ein Verstärkungsdraht ausgebildet ist.
In einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungs- form weist die Instrumententafel bzw. das Fahrzeug- innenverkleidungsteil mindestens eine Öffnung auf. Bevorzugt kann die Öffnung einen Luftausströmer aufnehmen. Selbstverständlich kann die Öffnung auch zum Aufnehmen anderer Komponenten, beispielsweise eines Radios, Navigationsgerätes, Handschuhkastens, Licht - drehschalters , Bedienelements
einer Scheinwerfer-Höhenverstellung oder dergleichen, ausgebildet sein. Weist die Instrumententafel bzw. das Fahrzeuginnenverkleidungsteil eine Öffnung auf, kann das Verstärkungselement bevorzugt die Öffnung umlaufend ausgebildet sein. Hierdurch kann eine Biegung der Formhaut um die Öffnung herum realisiert werden .
Besonders bevorzugt kann das Verstärkungselement als ein die Öffnung umlaufender (Draht-) Ring ausgebildet sein. Insbesondere wenn das Verstärkungselement als die Öffnung umlaufendes Verstärkungselement ausge- bildet ist, ist es vorteilhaft, wenn die Mittel zur Fixierung ebenfalls die Öffnung umlaufend angeordnet und ausgebildet sind. Die Zwischenschicht kann besonders bevorzugt als geschäumte Zwischenschicht ausgebildet sein. Eine solche ist sehr einfach herzustellen.
Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer Instrumententafel bzw. eines Fahr- zeuginnenverkleidungsteils . Bei einem solchen wird zunächst eine Form bereitgestellt, welche eine Formoberfläche aufweist, in der eine zusätzliche Vertiefung, welche zur Ausbildung der Mittel zur Fixierung dienen kann, angeordnet ist. Anschließend wird die
Formhaut durch Aufsprühen auf die Form oder durch Rotationssintern unter Verwendung der Form hergestellt, derart, dass in die zusätzliche Vertiefung Kunststoff eindringt, welcher später eine auf die Formhaut auf- gebrachte Erhöhung ausbildet.
Die so hergestellte Formhaut wird anschließend zusammen mit einem ebenfalls vorher hergestellten Träger sowie dem Verstärkungselement in ein
Schäumwerkzeug eingelegt, wobei durch die auf die
Formhaut aufgebrachte Erhöhung eine lokale zusätzliche Verformung der Formhaut hervorgerufen wird, durch die das Verstärkungselement fixiert wird. Anschließend wird die Formhaut hinterschäumt, derart, dass das Verstärkungselement in eine Schaumschicht eingebettet wird.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung werden nachfolgend anhand der Figuren erläutert. Es zeigen: Fig. la eine Form zum Herstellen einer Formhaut,
Fig. lb ein Detail der in Fig. la dargestellten
Form,
Fig. lc einen Bereich einer mit der Form aus den
Fign. la und lb hergestellten Formhaut,
Fig. ld eine Anordnung der Formhaut, eines Trä- gers sowie eines Verstärkungselements in einem Schäumwerkzeug,
Fig. le eine Instrumententafel vor dem Einbringen einer Öffnung,
Fig. lf eine Instrumententafel nach dem Einbringen einer Öffnung und nach einem Einbau eines Luftausströmers , Fig. 2 Ausschnitt einer Instrumententafel gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung
Fig. 2a ein Detail der zweiten Ausführungsform einer vorteilhaften Instrumententafel und
Fig. 2b ein weiteres Detail der zweiten Ausführungsform einer vorteilhaften Instru- mententafel.
In Fig. la ist eine Form 1 zum Herstellen einer
Formhaut für eine Instrumententafel oder für ein anderes Fahrzeuginnenverkleidungsteil dargestellt. Die Form 1 weist eine zur Formung einer Sichtseite der
Formhaut ausgebildete Innenseite 2 auf. Die Form weist des Weiteren einen erhöhten Bereich 3 auf, mit dem eine Biegung der Formhaut im Bereich einer später einzubringenden Öffnung realisiert wird. Ein Detail 4 der Form 1 ist in Fig. lb genauer dargestellt. Wie in Fig. lb zu erkennen ist, weist die Form 1 eine zusätzliche Vertiefung 5 auf, die in einer einen Übergang zum erhöhten Bereich 3 bildenden Flanke angeordnet ist.
In Fig. lc ist ein Ausschnitt einer Formhaut 6 gezeigt, wobei der Ausschnitt einem durch den im Detail 4 dargestellten Bereich der Form hergestellten Abschnitt der Formhaut 6 entspricht. Die Formhaut 6 weist eine Sichtseite 7 sowie eine Rückseite 8 auf.
Die Sichtseite 7 ist dabei die mit der Innenseite 2 der Form 1 geformte Seite der Formhaut 6. Die
Formhaut weist eine Erhöhung 9 auf, die im vorliegenden Ausführungsbeispiel rippenformig ausgebildet und auf der Sichtseite 7 der Formhaut 6 angeordnet ist.
In Fig. ld ist die Formhaut 6 auf einer Unterseite 10 eines Schäumwerkzeugs angeordnet . Im Schäumwerkzeug oben befindet sich ein Träger 11, wobei zwischen Trä- ger 11 und Formhaut 6 ein Zwischenraum eingeschlossen ist. Innerhalb des Zwischenraums 12 ist ein Verstärkungselement 13, welches im vorliegenden Aus- führungsbeispiel als Drahtring ausgebildet ist, angeordnet. Die auf der Sichtseite 7 der Formhaut 6 ange- ordnete Erhöhung 9 drückt sich von der Unterseite 10 des Schäumwerkzeugs ab. Hierdurch bildet die Formhaut 6 eine in den Zwischenraum 12 gerichtete Erhöhung 14 aus . Die in den Zwischenraum 12 gerichtete Erhöhung 14 verhindert, dass das Verstärkungselement 13 beim Hinterschäumen nach oben aufschwimmen kann, da es in diese Richtung einen Formschluss herstellt. In Fig. le ist ein Bereich einer Instrumententafel vor dem Einbringen einer Öffnung gezeigt. Der dargestellte Bereich beinhaltet den Abschnitt der Formhaut 6, der durch den erhöhten Bereich 3 der Form 1 geformt wurde. Zwischen Träger 11 und Formhaut 6 ist eine Schaumschicht 15 angeordnet. Anschließend wird der Bereich der Instrumententafel zwischen den beiden Linien 16 ausgestanzt. Wie in Fig. lf zu erkennen, wird in die dadurch gebildete Öffnung ein
Luftausströmer 17 eingesetzt. Es sei darauf hingewiesen, dass in gleicher Weise auch in andere Fahrzeuginnenverkleidungsteile Öffnungen eingearbeitet und Einsätze wie Luftausströmer 17 eingebaut werden kön- nen.
In der Figur 2 ist ein Ausschnitt eines weiteren Aus- führungsbeispiels eines bevorzugten Fahrzeuginnen- verkleidungsteils (beispielsweise einer Instrumenten- tafel) dargestellt, wobei die Figuren 2a und 2b die mit den Nummern 21 bzw. 22 bezeichneten Details zeigen. Auch in diesem Ausführungsbeispiel umfasst die Instrumententafel eine Formhaut 6, einen Träger 11, eine geschäumte Zwischenschicht 15 sowie ein Ver- Stärkungselement 13. Auch hier wird das Verstärkungselement 13 durch als Erhöhungen 9 ausgebildete Fixierungselemente fixiert.
Angrenzend an die Formhaut 6 ist eine Blende 18 eines Luftausströmers zu erkennen. Außerdem ist eine Blende
19 eines Lichtdrehschalters dargestellt. In dem in Figur 2b dargestellten Detail ist außerdem eine weitere Blende 20 zu erkennen. Auch wenn in den dargestellten Ausführungsbeispielen die Mittel zur Fixie- rung 9 als auf die Formhaut 6 aufgebrachte Erhöhungen ausgebildet sind, sind prinzipiell auch andere Aus- bildungen möglich. Beispielsweise könnten auch auf der Rückseite 8 der Formhaut 6 Erhöhungen aufgebracht sein. Ebenso wäre es möglich, dass die Erhöhungen 9 nicht als Bestandteil der Formhaut ausgebildet sind, sondern nachträglich auf diese aufgeklebt werden.
Next Patent: SET RETARDING AND PLASTICIZING ADDITIVE FOR CONCRETE
