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Title:
VEHICLE LOCKING SYSTEM AND METHOD FOR GAINING ACCESS TO A MOTOR VEHICLE USING SUCH A SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2006/117058
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a motor vehicle locking system, comprising at least one ID-transmitter (1) which the user may carry and several communication modules (3,4). The ID-transmitter (1) comprises a transceiver (11) and encoding devices (12). The communication modules (3, 4) are housed in a door component of the motor vehicle (2) and connected to a door lock operating device. Each communication module (3, 4) comprises a transmitter and a receiver for carrying out a bi-directional wireless communication with the transceiver (11) of the ID-transceiver (1), whereby the bi-directional wireless communication includes a sending of at least one activation signal to the ID-transmitter and the receiving of at least one identifying reply signal from the ID-transmitter. Each communication module (3, 4) is also embodied such that the communication modules communicate with each other using the transmitter and receiver thereof with a wireless bi-directional communication, in order that signal transmission lines between the same can be omitted. At least one of the communication modules (3, 4) can carry out a checking of the credentials of the ID-transmitter on the basis of the identifying reply signal and transmit the result of the checking to the other communication modules.

Inventors:
Steegmann, Bernd (Schleifer Weg 6, Heiligenhaus, 42579, DE)
Klein, Helmut (Heidekamp 52, Velbert, 42549, DE)
Application Number:
PCT/EP2006/003269
Publication Date:
November 09, 2006
Filing Date:
April 10, 2006
Export Citation:
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Assignee:
HUF HÜLSBECK & FÜRST GMBH & CO. KG (Steeger Strasse 17, Velbert, 42551, DE)
Steegmann, Bernd (Schleifer Weg 6, Heiligenhaus, 42579, DE)
Klein, Helmut (Heidekamp 52, Velbert, 42549, DE)
International Classes:
B60R25/00; G07C9/00; B60R25/00; G07C9/00
Attorney, Agent or Firm:
Schmidt, Frank-michael (Zenz, Helber Hosbach & Partner Gb, Huyssenallee 58-64 Essen, 45128, DE)
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Claims:
1. PATENTANWÄLTE ZENZ HELBER • HOSBACH & PARTNER HUYSSENALLEE 5864 D45128 ESSEN H 390 WO SAD Patentansprüche Kraftfahrzeugschließsystem mit wenigstens einem von einem Benutzer mitführbaren IDGeber (1) , der einen Sendeempfänger (11) und Codiereinrichtungen (12) aufweist, und mehreren Kommunikationsmodulen (3, 4), die jeweils in einer Türbaugruppe des Kraftfahrzeugs (2) untergebracht und mit einer Türschloßbetätigungseinrichtung verbunden sind, wobei jedes Kommunikationsmodul (3, 4) einen Sender und einen Empfänger zur Ausführung einer bidirektionalen drahtlosen Kommunikation mit dem Sendeempfänger (11) des IDGebers (1) aufweist, wobei die bidirektionale drahtlose Kommunikation ein Senden wenigstens eines AktivierungsSignals an den ID Geber und ein Empfangen wenigstens eines identifizierenden Rückmeldesignals aus dem IDGeber einschließt, wobei jedes Kommunikationsmodul (3, 4) ferner so ausgebildet ist, daß die Kommunikationsmodule unter Nutzung ihres Sen ders und ihres Empfängers untereinander drahtlos bidirektional kommunizieren können, so daß Signalübertragungsleitungen zwischen Kommunikationsmodulen entfallen, und wobei wenigstens eines der Kommunikationsmodule (3, 4) eine Überprüfung der Berechtigung des IDGebers auf der Grundla ge des identifizierenden Rückmeldesignals durchführen und das Ergebnis der Überprüfung an die anderen Kommunikationsmodule übermitteln kann Kraftfahrzeugschließsystem nach Anspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, daß Antennen der in den Türbaugruppen untergebrachten Kommunikationsmodule (3, 4) in den Türgriffen und/oder in einer Rückspiegelbaugruppe untergebracht sind.
2. Kraftfahrzeugschließsystem nach Anspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, daß die Kommunikationsmodule jeweils in den Türgriffen untergebracht sind.
3. Kraftfahrzeugschließsystem nach einem der Ansprüche 1 3 dadurch gekennzeichnet, daß jeweils eine Antenne der in den Türbaugruppen untergebrachten Kommunikationsmodule derart in der Tür montiert ist, daß sie auch in den Innenraum abstrahlen kann.
4. Kraftfahrzeugschließsystem nach einem der Ansprüche 1 4 dadurch gekennzeichnet, daß ein weiteres Kommunikationsmo dul (5) mit einem Sender und einem Empfänger dem Innenraum (6) des Kraftfahrzeugs (2) zugeordnet ist, wobei seine Antennen in den Innenraum des Kraftfahrzeugs abstrahlen bzw. aus diesem empfangen können, wobei das weitere Kommunikationsmodul (5) ebenfalls so ausgebildet ist, daß es mit den in den Türbau gruppen untergebrachten Kommunikationsmodulen (3, 4) drahtlos bidirektional kommunizieren kann.
5. Kraftfahrzeugschließsystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das weitere Kommunikationsmodul (5) mit ei ner Steuereinrichtung gekoppelt ist, die über die Fahrberechtigung entscheidet.
6. Kraftfahrzeugschließsystem nach einem der Ansprüche 1 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Sender und Empfänger der Kommunikationsmodule (3, 4, 5) sowie der Sendeempfänger (11) des IDGebers (1) so ausgebildet sind, daß die drahtlose bidirektionale Kommunikation sowohl zwischen den Kommunikationsmodulen und dem IDGeber als auch zwischen den Kommunikationsmodulen in einem Frequenzbereich zwischen 2 und 100 GHz statt findet.
7. Kraftfahrzeugschließsystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Antennen der Sender und Empfänger als PatchAntennen ausgebildet sind.
8. Kraftfahrzeugschließsystem nach einem der Ansprüche 1 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Kommunikationsmodule so ausgebildet sind, daß die bidirektionale Kommunikation zwischen den Kommunikationsmodulen verschlüsselt wird.
9. Verfahren zum Erlangen des Zugangs zu einem Kraftfahr zeug mittels eines Kraftfahrzeugschließsystems mit wenigstens einem von einem Benutzer mitführbaren IDGeber, der einen Sendeempfänger und Codiereinrichtungen aufweist, und mit mehreren Kommunikationsmodulen, die jeweils in einer Türbaugruppe des Kraftfahrzeugs untergebracht und dort mit einer Türschloßbetä tigungseinrichtung gekoppelt sind, wobei jedes Kommunikations modul eine Sendeeinrichtung und eine Empfangseinrichtung zur drahtlosen Kommunikation aufweist, wobei: a) von der Sendeeinrichtung wenigstens eines Kommunikationsmoduls ein AktivierungsSignal an den IDGeber abgestrahlt wird, wenn sich der IDGeber in einem vorgegebenen räumlichen Bereich befindet, b) das Aktivierungssignal von dem Sendeempfänger des ID Gebers empfangen und daraufhin von dem Sendeempfänger des ID Gebers ein identifizierendes Rückmeldesignal abgestrahlt wird, c) das Rückmeldesignal von der Empfangseinrichtung eines Kommunikationsmoduls empfangen wird, woraufhin von dem empfangenden Kommunikationsmodul cl) eine Überprüfung der Zugangsberechtigung des ID Gebers durchgeführt wird, und c2) im Ergebnis der Überprüfung ein die Berechtigung anzeigendes Signal mit Hilfe der Sendeeinrichtung an die übrigen Kommunikationsmodule übertragen wird, und d) von den Kommunikationsmodulen bei vorliegender Berechtigung die jeweils zugehörigen Türschloßbetätigungseinrichtun gen aktiviert werden.
10. Verfahren zum Erlangen des Zugangs zu einem Kraftfahrzeug mittels eines Kraftfahrzeugschließsystems mit wenigstens einem von einem Benutzer mitführbaren IDGeber, der einen Sen deempfänger und Codiereinrichtungen aufweist, und mit mehreren Kommunikationsmodulen, die jeweils in einer Türbaugruppe des Kraftfahrzeugs untergebracht und mit einer Türschloßbetäti gungseinrichtung gekoppelt sind, wobei jedes Kommunikationsmodul eine Sendeeinrichtung und eine Empfangseinrichtung zur drahtlosen Kommunikation aufweist, wobei: a) von der Sendeeinrichtung wenigstens eines Kommunikati onsmoduls ein Aktivierungssignal an den IDGeber abgestrahlt wird, wenn sich der IDGeber in einem vorgegebenen räumlichen Bereich befindet, b) das Aktivierungssignal von dem Sendeempfänger des ID Gebers empfangen wird und daraufhin von dem Sendeempfänger des IDGebers ein identifizierendes Rückmeldesignal abgestrahlt wird, c) das Rückmeldesignal von der Empfangseinrichtung eines Kommunikationsmoduls empfangen wird und ein dem Rückmeldesignal entsprechendes Signal über die Sendeeinrichtung des Kommu nikationsmoduls abgestrahlt wird, und d) über die Empfangseinrichtung wenigstens eines weiteren Kommunikationsmoduls das dem Rückmeldesignal entsprechende Signal empfangen wird, woraufhin von dem wenigstens einen weiteren Kommunikationsmodul eine Überprüfung der Zugangsberech tigung des IDGebers auf der Basis des dem Rückmeldesignal entsprechenden Signals durchgeführt und bei vorliegender Berechtigung die zugehörige Türschloßbetätigungseinrichtung aktiviert wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß im Schritt a) das Aktivierungssignal abgestrahlt wird, wenn zuvor erfaßt worden ist, daß sich der IDGeber in dem vorgegebenen räumlichen Bereich befindet.
12. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Vorhandensein des IDGebers in dem vorgegebenen räumlichen Bereich durch einen Annäherungssensor, der eine Annäherung des Benutzers erfaßt, erfaßt wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 13, dadurch gekennzeichnet, daß in den Schritten b) und c) nach Empfangen des Aktivierungssignals ein vorgegebener Dialog zwischen dem Sendeempfänger des IDGebers und der Sendeeinrichtung bzw. Empfangseinrichtung eines Kommunikationsmoduls ausgeführt wird, der zunächst das Rücksenden eines ersten Antwortsignals auf das Aktivierungssignal von dem IDGeber an das Kommunika tionsmodul, anschließend das Senden einer Identifikation des Kommunikationsmoduls oder des Fahrzeugs an den IDGeber, nach Empfangen und Verarbeitung dieser Identifikation durch den ID Geber das Rücksenden einer Identifikation des IDGebers und schließlich den Austausch einer auf einer Zufallszahl basie renden verschlüsselten Kommunikation umfaßt.
14. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die auf einer Zufallszahl basierende verschlüsselte Kommunikation eine Übertragung einer Zufallszahl von dem Kommunika tionsmodul an den IDGeber und anschließend die Rückübertragung eines auf der Zufallszahl basierenden verschlüsselten Signals an das Kommunikationsmodul umfaßt .
Description:
PATENTANWÄLTE ZENZ ■ HELBER ■ HOSBACH & PARTNER HUYSSENALLEE 58-64 ■ D-45128 ESSEN

H 390 WO S-AD

Kraftfahrzeugschließsystem und Verfahren zum Erlangen des Zugangs zu einem Kraftfahrzeug mittels eines solchen Systems

Die Erfindung betrifft ein Kraftfahrzeugschließsystem mit wenigstens einem von einem Benutzer mitführbaren ID-Geber ("Schlüssel"), der einen Sendeempfänger und Codiereinrichtungen aufweist, und mit mehreren Kommunikationsmodulen, die jeweils in einer Türbaugruppe des Kraftfahrzeugs untergebracht und mit einer Türschloß-Betätigungseinrichtung verbunden sind. Ferner betrifft die Erfindung Verfahren zum Erlangen des Zugangs zu einem Kraftfahrzeug mittels eines solchen Kraftfahrzeugschließsystems .

Kraftfahrzeugschließsysteme, die einen Zugang zu einem Kraftfahrzeug ohne aktive Betätigung eines ID-Gebers (Schlüs- sels) durch einen Benutzer ermöglichen, sind im Stand der Technik bekannt. Beispielsweise beschreibt DE 199 01 364 Al ein solches Kraftfahrzeugschließsystem. Üblicherweise umfassen derartige Schließsysteme mehrere in einem Kraftfahrzeug untergebrachte Baugruppen, die untereinander durch verschiedene Bussysteme miteinander gekoppelt sind. Das in der genannten Offenlegungsschrift beschriebene System umfaßt beispielsweise sogenannte "Keyless Entry" -Sensoren, die in den Außenrückspiegeln und einer Heckbaugruppe untergebracht sind und eine bidirektionale Kommunikation mit dem ID-Geber ermöglichen. Im In- nenraum des Kraftfahrzeugs der bekannten Anordnung ist ferner ein induktiv arbeitender "Keyless Go" -Sender angeordnet. Die "Keyless Entry" -Sensoren und der "Keyless Go" -Sender sind über einen Sensor-Bus mit einem zentralen Steuergerät, das am Zündschloß angeordnet ist, verbunden. Darüber hinaus sind bei der bekannten Anordnung Türmodule in der Nähe der Türschlösser und ein Heckmodul am Heckschloß angeordnet, die über ein Bussystem ebenfalls mit dem zentralen Steuergerät verbunden sind. Die Montage der bekannten Anordnung verursacht aufgrund des erheblichen Verkabelungsaufwands hohe Kosten. Aufgabe der Erfindung ist es, die Kosten eines derartigen Kraftfahrzeug-

schließsystems bei gleicher oder höherer Flexibilität zu senken.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Kraftfahrzeugschließsystem mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 bzw. durch Verfahren zum Erlangen des Zugangs zu einem Kraftfahrzeug mittels eines Kraftfahrzeugschließsystems gemäß den Ansprüchen 10 oder 11 gelöst.

Das erfindungsgemäße Kraftfahrzeugschließsystem umfaßt wenigstens einen von einem Benutzer mitführbaren ID-Geber (auch Schlüssel genannt) , der einen Sendeempfänger und Codiereinrichtungen aufweist, sowie mehrere Kommunikationsmodule, die jeweils in einer Türbaugruppe des Kraftfahrzeugs untergebracht und mit einer Türschloßbetätigungseinrichtung verbunden sind. Der Sendeempfänger stellt eine beliebige Schaltungsanordnung dar, die ein drahtloses Senden und Empfangen vorgegebener Signale ermöglicht. Die Codiereinrichtungen sind beliebige Schaltungsanordnungen, die das Abstrahlen eines den ID-Geber identifizierenden codierten Signals ermöglichen. Die Kommunikationsmodule können eine kompakte mit der Türschloßbetätigungs- einrichtung verbundene Baueinheit darstellen; alternativ können sie mehrere über Steuer- und Spannungsversorgungsleitungen miteinander verbundene Schaltungsmodule umfassen, die in einer Türbaugruppe des Kraftfahrzeugs untergebracht sind. Jedes Kommunikationsmodul weist einen Sender und Empfänger zur Ausfüh- rung einer bidirektionalen drahtlosen Kommunikation mit dem Sendeempfänger des ID-Gebers auf, wobei die bidirektionale drahtlose Kommunikation ein Senden wenigstens eines Aktivierungssignals an den ID-Geber und ein Empfangen wenigstens eines identifizierenden Rückmeldesignals aus dem ID-Geber ein- schließt. Neben der Übertragung des Aktivierungssignals und des identifizierenden Rückmeldesignals können bei einigen Ausführungsformen zwischen diesen Übertragungen und danach weitere Signalaustausche stattfinden, wobei das Protokoll des Si- gnalaustauschs so gewählt wird, daß eine Energieeinsparung (insbesondere im ID-Geber) und eine hohe Sicherheit gegenüber unerwünschten Eingriffen erreicht wird. Erfindungsgemäß ist jedes Kommunikationsmodul ferner so ausgebildet, daß es unter

Nutzung seines Senders und Empfängers mit jedem anderen Kommunikationsmodul drahtlos bidirektional kommunizieren kann. Somit können Signalübertragungsleitungen zwischen den Kommunikationsmodulen und/oder zu einem zentralen Steuergerät entfal- len. Die Kommunikationsmodule brauchen lediglich noch an die Spannungsversorgungsleitungen angekoppelt zu werden. Erfindungsgemäß ist ferner vorgesehen, daß wenigstens eines der Kommunikationsmodule eine Überprüfung der Berechtigung des ID- Gebers auf der Grundlage des identifizierenden Rückmeldesig- nals durchführen und das Ergebnis der Überprüfung an die anderen Kommunikationsmodule übermitteln kann. Hierbei braucht das die Überprüfung der Berechtigung durchführende Kommunikations- modul nicht mit demjenigen Kommunikationsmodul identisch zu sein, das jeweils den Dialog mit dem Sendeempfänger des ID-Ge- bers durchgeführt hat.

Die Erfindung basiert auf der Grunderkenntnis, daß in den den Türmodulen räumlich zugeordneten "Keyless Entry" -Sensoren bereits sämtliche Elemente für eine bidirektionale Kommunikation zwischen den Türmodulbaugruppen vorhanden sind. Das Zu- sammenfassen der Türschloß-Betätigungseinrichtung mit den Sendern/Empfängern der "Keyless Entry" -Sensoren zu autonomen Baugruppen (Modulen) , die lediglich mit einer Spannungsversorgung zu verbinden sind und die drahtlos untereinander und/oder mit einem im Innenraum untergebrachten weiteren Kommunikationsmo- dul kommunizieren können, stellt ein wesentliches Element der Erfindung dar. Ein weiterer Grundgedanke der Erfindung ist die Verlagerung der Datenverarbeitung zur Zugangsberechtigungs- überprüfung aus einem zentralen Steuergerät in die Kommunikationsmodule der Türbaugruppen. Die Erfindung ermöglicht das Weglassen eines Bussystems, das die verschiedenen Türbaugruppen miteinander und mit einem zentralen Steuergerät, welches beispielsweise am Zündschloß untergebracht ist, koppelt. Dies verringert den Verkabelungsaufwand erheblich und erhöht die Flexibilität der Montage. Das erfindungsgemäße System ermög- licht die Unterbringung der Einrichtungen zur Berechtigungs- überprüfung (Authentisierung) des ID-Gebers in den Türgriffen. Dies wiederum ermöglicht einen schnelleren Ablauf des Dialogs

zwischen dem Erfassen der Annäherung einer Hand des Benutzers an den Griff bis hin zur Freigabe der Schloßentriegelung, da hierfür kein über einen Bus geführter Dialog mit einem zentralen Steuergerät erforderlich wird. Beispielsweise könnte das Kommunikationsmodul des vom Benutzer berührten Griffs auf der Grundlage eines Dialogs mit dem ID-Geber zunächst die Freigabe des zugeordneten Türschlosses bewirken und anschließend erste einen Dialog mit den Kommunikationsmodulen der übrigen Türgriffe beginnen, sofern diese ebenfalls ihre zugehörigen Schlösser betätigen sollen (sogenanntes "Globales Öffnen") .

Die Antennen der in den Türbaugruppen untergebrachten Kommunikationsmodulen sind vorzugsweise in den Türgriffe und/oder einer Rückspiegelbaugruppe untergebracht. Hierbei können die Antennen des Senders und die des Empfängers an verschiedenen Orten oder an demselben Ort untergebracht sein. Alternativ können Sender und Empfänger dieselbe Antenne benutzen. Bei einer bevorzugten Ausführungsform des Kraftfahrzeugschließsystems sind die Kommunikationsmodule der Türbaugruppen jeweils in den Türgriffen (Türaußengriffen) untergebracht. Dies ermög- lieh die Fertigung einer kompakten Türgriff/Türschloß-Baugruppe, in der sämtliche Schließfunktionen einschließlich Au- thentisierung des Benutzers integriert sein können. Eine solche Türgriff/Türschloß-Baugruppe mit Kommunikationsmodul braucht lediglich noch an die Spannungsversorgung angeschlos- sen zu werden.

Bei einer Ausführungsform sind die in den Türbaugruppen untergebrachten Kommunikationsmodule jeweils so ausgebildet, daß eine Antenne der Baugruppe derart in der Tür montiert ist, daß sie auch in den Innenraum des Kraftfahrzeugs abstrahlen kann. Dies ermöglicht nicht nur eine Kommunikation mit dem ID- Geber, wenn sich dieser im Kraftfahrzeuginnenraum befindet; es erleichtert auch die Kommunikation mit im Innenraum befindlichen Kommunikationsmodulen sowie mit dem Kommunikationsmodul der gegenüberliegenden Türbaugruppe. Es ist denkbar, daß eines der Kommunikationsmodule der Türbaugruppen über SignalIeitungen mit einem im Innenraum des Kraftfahrzeugs, vorzugsweise am Start-Zündschloß oder Start-

Stopp-Schalter untergebrachten Steuergerät verbunden ist, wobei dieses Steuergerät für die Entscheidung über die Fahrberechtigung verantwortlich ist. Bei einer bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugschließsystems ist jedoch vorgesehen, daß ein weiteres Kommunikationsmodul mit einem Sender und einem Empfänger dem Innenraum des Kraftfahrzeugs zugeordnet ist, wobei seine Antennen in den Innenraum des Kraftfahrzeugs abstrahlen bzw. aus diesem empfangen können, wobei das weitere Kommunikationsmodul ebenfalls so ausge- bildet ist, daß es mit den in den Türbaugruppen untergebrachten Kommunikationsmodulen drahtlos bidirektional kommunizieren kann. Vorzugsweise ist das weitere Kommunikationsmodul mit einer Steuereinrichtung gekoppelt, die über die Fahrberechtigung entscheidet . Auf diese Weise wird die gesamte Steuerung der "Keyless Entry"/"Keyless Go"-Funktionen durch die in den Türbaugruppen untergebrachten Kommunikationsmodule zusammen mit dem dem Innenraum zugeordneten Kommunikationsmodul realisiert.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemä- ßen Kraftfahrzeugschließsystems sind die Sender und Empfänger der Kommunikationsmodule sowie der Sendeempfänger des ID-Ge- bers so ausgebildet, daß die drahtlose bidirektionale Kommunikation zwischen den Kommunikationsmodulen sowie mit dem ID-Ge- ber in einem Frequenzbereich zwischen 2 und 100 GHz stattfindet. Beispielsweise kann die Kommunikation bei 24 GHz statt- finden. Im Unterschied zu bisherigen Systemen findet auch die Aktivierung des ID-Gebers ("Wecken") in diesem Frequenzbereich statt. Die hohen Frequenzen ermöglichen hohe Bandbreiten und einen entsprechend hohen Datendurchsatz. Dies verringert wiederum die Dauer des Dialogs und führt zu einer Energieeinspa- rung. Andererseits gestattet die höhere Datenrate ausgeklügeltere und somit sicherere Protokolle.

Bei beiden Grundausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Erlangen des Zugangs zu einem Kraftfahrzeug mittels eines Kraftfahrzeugschließsystems mit wenigstens einem von einem Benutzer mitführbaren ID-Geber, der einen Sendeempfänger und Codiereinrichtungen aufweist, und mit mehreren Kommunikationsmodulen, die jeweils in einer Türbaugruppe des

Kraftfahrzeugs untergebracht und dort mit einer Türschloßbetätigungseinrichtung gekoppelt sind, wobei jedes Kommunikations- modul eine Sendeeinrichtung und eine Empfangseinrichtung zur drahtlosen Kommunikation aufweist, werden zunächst folgende Schritte durchgeführt. Von der Sendeeinrichtung wenigstens eines Kommunikationsmoduls wird ein Aktivierungssignal an den ID-Geber abgestrahlt, wenn sich der ID-Geber in einem vorgegebenen räumlichen Bereich (vorzugsweise in einem vorgegebenen Bereich in der Nähe des Kraftfahrzeugs) befindet. Dann wird das Aktivierungssignal von dem Sendeempfänger des ID-Gebers empfangen und daraufhin von dem Sendeempfänger des ID-Gebers ein identifizierendes Rückmeldesignal abgestrahlt. Das Rückmeldesignal wird dann von der Empfangseinrichtung eines Kommunikationsmoduls empfangen. Nachfolgend unterscheiden sich die beiden Grundausführungsformen. Bei der einen Ausführungsform wird zunächst von dem empfangenden Kommunikationsmodul eine Überprüfung der Zugangsberechtigung des ID-Gebers durchgeführt (Authentisierung) . Dann wird im Ergebnis der Überprüfung ein die Berechtigung anzeigendes Signal mit Hilfe der Sendeein- richtung an die übrigen Kommunikationsmodule übertragen, woraufhin von den Kommunikationsmodulen bei vorliegender Berechtigung die jeweils zugehörigen Türschloßbetätigungseinrichtungen aktiviert werden. Bei der alternativen Ausführungsform wird das Rückmeldesignal von der Empfangseinrichtung eines Kommunikationsmoduls empfangen und ein dem Rückmeldesignal entsprechendes Signal (das heißt ein die Informationen des Rückmeldesignals enthaltendes Signal) über die Sendeeinrichtung des Kommunikationsmoduls abgestrahlt. Über seine Empfangseinrichtung empfängt dann wenigstens ein weiteres Kommu- nikationsmodul dieses dem Rückmeldesignal entsprechende Signal, woraufhin von diesem weiteren Kommunikationsmodul eine Überprüfung der Zugangsberechtigung des ID-Gebers auf der Basis des dem Rückmeldesignal entsprechenden Signals durchgeführt wird. Bei vorliegender Berechtigung wird die zugehörige Türschloßbetätigungseinrichtung aktiviert. Unter Aktivieren der Türschloßbetätigungseinrichtung soll hierbei verstanden werden, daß die Türschloßbetätigungseinrichtung entweder auf

eine Betätigung des Türschlosses vorbereitet wird oder das Türschloß bereits betätigt wird, um es zu öffnen.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird das Aktivierungssignal abgestrahlt, nach- dem zuvor erfaßt worden ist, daß sich der ID-Geber in dem vorgegebenen räumlichen Bereich befindet. Dies geschieht vorzugsweise durch einen Annäherungssensor, der eine Annäherung des Benutzers erfaßt und dies als Hinweis auf ein Vorhandensein des ID-Gebers im vorgegebenen räumlichen Bereich deutet. Als Annäherungssensor kann beispielsweise eine kapazitive Sensoreinrichtung angewendet werden, die im Türgriff untergebracht sein kann.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform wird nach Empfangen des Aktivierungssignals ein vorgegebener Dialog zwischen dem Sendeempfänger des ID-Gebers und der Sendeeinrichtung bzw. Empfangseinrichtung eines Kommunikationsmoduls ausgeführt. Dieser Dialog umfaßt zunächst das Rücksenden eines ersten Antwortsignals auf das Aktivierungssignal von dem ID-Geber an das Kommunikationsmodul. Dieser Anfangsdialog des Aktivierungssig- nals und ersten Antwortsignals kann noch vollständig unverschlüsselt und ohne Code-Übertragung erfolgen. Anschließend wird eine Identifikation des Kommunikationsmoduls oder des Fahrzeugs an den ID-Geber gesendet, so daß dieser feststellen kann, ob es sich um das ihm zugeordnete Fahrzeug bzw. Kommuni- kationsmodul handelt. Der ID-Geber verarbeitet die empfangene Identifikation des Kommunikationsmoduls bzw. Fahrzeugs und sendet ggf. eine Identifikation des ID-Gebers zurück. Dieser erste Austausch von Identifikationssignalen dient der Erkennung der richtigen Zuordnung von ID-Geber (Schlüssel) und Fahrzeug. Anschließend findet ein Dialog statt, in dem verschlüsselte und auf einer Zufallszahlenerzeugung basierende Codes übertragen werden, wobei der richtige Austausch der verschlüsselten Codes schließlich zur Authentisierung des ID-Gebers führt . Vorteilhafte und/oder bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.

Im folgenden wird die Erfindung anhand eines in den Zeichnungen veranschaulichten bevorzugten Ausführungsbeispiels näher beschrieben.

Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung der wesentli- chen Komponenten einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugschließsystems .

Eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugschließsystems, deren Hauptkomponenten in Figur 1 dargestellt sind, umfaßt mehrere von einem Benutzer mitführba- re, auch als "Schlüssel" bezeichnete ID-Geber 1 (von denen einer beispielhaft in Figur 1 gezeigt ist) sowie mehrere im Kraftfahrzeug 2 untergebrachte Kommunikationsmodule 3, 4 und 5. Die Kommunikationsmodule 3 und 4 sind jeweils in einer Türbaugruppe (Seitentür bzw. Hecktür) untergebracht und jeweils mit einer Türschloßbetätigungseinrichtung verbunden. Vorzugsweise sind die Kommunikationsmodule 3 in einem Türaußengriff (TAG) untergebracht. Ein weiteres Kommunikationsmodul 5 ist vorzugsweise im Innenraum 6 des Kraftfahrzeugs 2, beispielsweise im Armaturenbereich, untergebracht und mit einem Start- Stopp-Schalter und einer Steuereinrichtung gekoppelt. Während die Kommunikationsmodule 3 und 4 die Sicherung/Entsicherung der Türen steuern (und gegebenenfalls zusätzlich die Verriegelung/Entriegelung der Türen unterstützen) , steuert das weitere Kommunikationsmodul 5 die Fahrberechtigung. Der ID-Geber 1 enthält neben einer Spannungsversorgung und einer Steuerelektronik einen Sendeempfänger 11 und Codiereinrichtungen 12, wobei mehrere der genannten Komponenten auch zu einer baulichen Einheit verschmelzen können.

Jedes der Kommunikationsmodule 3 , 4 und 5 enthält einen Sender und einen Empfänger, um eine bidirektionale drahtlose Kommunikation sowohl mit dem Sendeempfänger des ID-Gebers als auch mit den anderen Kommunikationsmodulen zu ermöglichen. Sender und Empfänger eines Kommunikationsmoduls brauchen nicht vollständig unabhängig voneinander zu arbeiten und können sich Bauelemente teilen, beispielsweise eine gemeinsame Antenne benutzen. Die Kommunikationsmodule 3, 4 und 5 sind weder untereinander noch mit einem zentralen Steuergerät über Signallei-

tungen gekoppelt. Zur Inbetriebnahme der Kommunikationsmodule brauchen diese lediglich mit den Spannungsversorgungsleitungen (VersorgungsSpannung und Masse) gekoppelt zu werden. Die Signalübertragung aus und zu den Kommunikationsmodulen 3, 4 und 5 erfolgt somit ausschließlich drahtlos. Dies ermöglicht eine preiswertere Gesamtanordnung, da die Verlegung der Signal- Bussysteme entfallen kann. Außerdem ermöglicht dies eine flexiblere Montage der Kommunikationsmodule, da bei der Wahl und Gestaltung des Einbauortes lediglich die Zufuhr der Spannungs- Versorgung in Betracht zu ziehen ist. Die Sende- und Empfangsantennen der Kommunikationsmodule 3 , 4 und 5 sind so angeordnet, daß sich jeweils eine gewünschte räumliche Abstrahl- bzw. Empfangscharakteristik ergibt. Die Sende- bzw. Empfangsantennen der Module 3 und 4 sind vorzugsweise in den Türaußengrif- fen untergebracht und können mit einem ID-Geber in einem vorgegebenen räumlichen Bereich außerhalb des Kraftfahrzeugs kommunizieren. Zusätzlich kann die Anordnung der Sende-/Empfangs- antennen der Module 3 und 4 so ausgebildet sein, daß auch eine Kommunikation mit einem im Innenraum 6 angeordneten ID-Geber 1 möglich wird. Die Sende-/Empfangsantenne des Kommunikationsmoduls 5 sind so ausgerichtet, daß sie mit einem in dem Innenraum 6 befindlichen ID-Geber 1 kommunizieren können.

Die Antennen der Kommunikationsmodule 3, 4 und 5 sind beispielsweise als Patch-Antennen ausgebildet. Vorzugsweise sind sie an einer äußeren Oberfläche des Türaußengriffs oder der Tür angeordnet.

Der Sendeempfänger 11 des ID-Gebers 1 sowie die Sender und Empfänger der Kommunikationsmodule 3, 4 und 5 sind vorzugsweise so ausgebildet, daß sie im Frequenzbereich zwischen 2 und 100 GHz arbeiten. Beispielsweise ist eine Frequenz zwischen 2 und 10 GHz, beispielsweise 2,45 GHz denkbar. Vorzugsweise wird jedoch eine Frequenz zwischen 20 und 100 GHz, beispielsweise 24 GHz oder 79 GHz gewählt. Es ist auch denkbar, daß unterschiedliche Sende- und Empfangsfrequenzen für einige oder sämtliche Module gewählt werden.

Die Sendeempfänger der Kommunikationsmodule 3,4 und 5 werden zunächst zur bidirektionalen Kommunikation mit einem (oder

mehreren) ID-Gebern verwendet. Darüber hinaus können die Sendeempfänger von ihren jeweils zugeordneten Steuereinrichtungen auch so betrieben werden, daß sie gleichzeitig eine Lokalisierung eines ID-Gebers vor oder während der Kommunikation aus- führen können. Zusätzlich ist es denkbar, daß die Sendeempfänger mit zugehörigen Steuereinrichtungen als Radar zur Lokalisierung weiterer Gegenstände und zusätzlich zur Bestimmung der Bewegungsrichtung solcher Gegenstände verwendet werden (zum Beispiel als Precrash-Sensoren, als Warnsensor bei der Rück- wärtsfahrt und Parkhilfe) .

Zum Erlangen des Zugangs zu einem Kraftfahrzeug und zum Erlangen der Fahrberechtigung ist ein bestimmter (protokoll- gemäßer) Ablauf der Kommunikation zwischen einem ID-Geber 1 und einem oder mehreren Kommunikationsmodulen 3, 4 und 5 sowie zwischen den Kommunikationsmodulen 3, 4 und 5 vorzusehen, der eine Reihe von Anforderungen zu erfüllen hat. Der Kommunikationsablauf ist so zu gestalten, daß der Energieverbrauch sowohl auf der Seite des ID-Gebers 1 als auch - zumindest bei stehendem Fahrzeug - auf der Seite der Kommunikationsmodule 3 , 4 und 5 minimiert ist. Darüber hinaus muß die Kommunikation eine Reihe von Betriebsbedingungen berücksichtigen, beispielsweise den Ort des Fahrers und des ID-Gebers (Fahrer bzw. ID-Geber innerhalb oder außerhalb des Fahrzeugs, Hand am Türgriff, Türgriff betätigt, Start-Stopp-Schalter betätigt) , den Zustand des Motors (Motor läuft) , den Zustand des Fahrzeugs (ruhend oder in Bewegung) und den Zustand der Türverriegelungen (Tür gesichert/entsichert oder verriegelt/entriegelt, Tür offen/geschlossen) . Schließlich muß das Kommunikationsverfahren eine Vielzahl von Sicherheitsanforderungen erfüllen, damit der Zugang ausschließlich auf berechtigte Personen, die im Besitz des richtigen ID-Gebers sind, beschränkt bleibt, aber für diese wiederum sicher gewährleistet ist . Die Kommunikation muß ein hohes Maß an Sicherheit sowohl gegenüber einer simulierten Kommunikation eines Unberechtigten aufweisen, die auf einer abgefangenen oder mitgelauschten Kommunikation basiert, als auch sicher gegenüber einer sogenannten "Verlängerung" sein, bei der von einem Unberechtigten eine Kommunikationsbrücke

zwischen dem Kraftfahrzeug und dem entfernten, das heißt nicht in der Nähe des Fahrzeugs befindlichen, ID-Geber hergestellt wird, um mit Hilfe des berechtigten ID-Gebers Zugang zu dem entfernt angeordneten Fahrzeug zu erlangen. Im folgenden werden einige bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahren zum Erlangen des Zugangs zu einem Kraftfahrzeug mittels des erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugschließsystems beschrieben.

Zunächst wird von der Sendeeinrichtung wenigstens eines der Kommunikationsmodule 3 oder 4 eine Aktivierungssignal an den ID-Geber abgestrahlt. Um ein ständiges oder ständig wiederholtes Abstrahlen eines Aktivierungssignals zu vermeiden (Energieverbrauchsminderung) , soll dieses Aktivierungssignal nur dann abgestrahlt werden, wenn sich der ID-Geber in einem vorgegebenen räumlichen Bereich befindet, nämlich dann, wenn sich dessen Träger in der Nähe des Kraftfahrzeugs befindet. Um diese Bedingung sicherzustellen, können die Kommunikationsmodule mit einem Annäherungssensor ausgestattet sein. Dies kann beispielsweise ein kapazitiver Sensor sein, der die Annäherung einer Hand eines Bedieners (der den ID-Geber bei sich trägt) an einen Türaußengriff erfaßt. Eine Entsicherung der Türen ist nämlich grundsätzlich erst dann erforderlich, wenn ein den Zugang zum Kraftfahrzeug wünschender Benutzer eine Tür öffnen möchte und zu diesem Zweck eine Hand zum Türgriff führt. Bei einer alternativen Ausführungsform könnte der kapazitive Sensor auch entfallen und die Annäherung eines Benutzers anhand von Reflexionen eines von dem Sender im Türaußengriff abgestrahlten Signals (im GHz-Bereich) bestimmt werden. Bei geeigneter Anordnung der Antennen und geeigneter Gestaltung der gesendeten Signale sowie Auswertung der empfangenen reflektierten Signale wäre es denkbar, daß nicht nur der Ort eines sich annähernden Objekts, sondern auch dessen Bewegungsgeschwindigkeit erfaßt werden. Aus den erfaßten Bewegungsgrößen könnte eine Auswertelogik bestimmen, ob sich ein Bediener, der möglicherweise Zugang zu dem Kraftfahrzeug wünscht, annähert. Bei dieser Gestaltung wäre es in zweckmäßiger Weiterbildung zur Reduktion des Energieverbrauchs sinnvoll, das Sendesignal

lediglich periodisch wiederholt für kurze Zeit (als Burst oder Bündel) abzustrahlen, beispielsweise für jeweils eine Millisekunde (1 ms) nach jeweils 500 ms. Dieses zur Erfassung der Annäherung eines Objekts ausgestrahlte Signal braucht nicht mo- duliert zu sein.

Sobald ein Kommunikationsmodul (oder mehrere der Kommunikationsmodule) über jeweils zugehörige Sensoreinrichtungen erfaßt hat, daß sich ein Objekt annähert, welches ein den Zugang wünschender Benutzer sein könnte, wird als nächstes durch den Aufbau einer geeigneten Kommunikation abgefragt, ob sich neben dem Benutzer auch ein ID-Geber in einer vorgegebenen räumlichen Nähe des Kraftfahrzeugs befindet (beispielsweise in der Kleidung des Benutzers oder einer Tasche. Selbstverständlich wäre es theoretisch denkbar, daß der ID-Geber ständig peri- odisch wiederholt ein Signal abstrahlt, das sein Vorhandensein kennzeichnet. Dies würde jedoch zu einem unzulässig hohen E- nergieverbrauch in dem ID-Geber führen. Deshalb wird ein umgekehrter Weg gegangen. Sobald (beispielsweise mittels des Annäherungssensors) die Annäherung eines Objekts erfaßt worden ist, das möglicherweise Träger eines ID-Gebers sein könnte, wird von der Sendeeinrichtung des Kommunikationsmoduls ein Rufsignal abgestrahlt, welches von dem ID-Geber empfangen werden kann. Bei einer Ausführungsform könnte der ID-Geber ständig empfangsbereit sein, so daß er das Rufsignal sofort erfaßt und daraufhin ein Antwortsignal senden kann. Aus Gründen der Energieeinsparung ist es jedoch vorzuziehen, einen ID-Geber zu verwenden, der nur jeweils für kurze Zeit periodisch in eine Empfangsbereitschaft gebracht wird, beispielsweise für einen sehr kurzen Zeitraum von ca. 10 μs nach jeweils einem längeren Ruheintervall von beispielsweise 100 ms. Damit der ID-Geber innerhalb einer Empfangsbereitschaftsperiode ein vom Kommunikationsmodul abgestrahltes Rufsignal auch erfassen kann, ist die wiederholte Abstrahlung des Rufsignals auf der Seite des Kommunikationsmoduls erforderlich. Das Rufsignal ist peri- odisch in einem Abstand abzustrahlen, der geringer ist als die Empfangsbereitschaftsperiode des ID-Gebers (wobei technologische Toleranzen zu berücksichtigen sind) . Die Gesamtdauer der

periodischen Abstrahlung des Rufsignals muß größer als das Ruheintervall zwischen zwei Empfangsbereitschaftsperioden des ID-Gebers sein. Um bei dem genannten Beispiel einer Empfangsbereitschaft von 10 μs im Abstand von jeweils 100 ms zu blei- ben: Das Rufsignal ist hierbei beispielsweise innerhalb einer Gesamtdauer von 100 ms jeweils nach 5 μs abzustrahlen.

Bei einer alternativen Ausführungsform ist es auch denkbar, daß auf die Erfassung der Annäherung des Benutzers verzichtet wird und lediglich die Annäherung des ID-Gebers erfaßt wird, indem ständig wiederholt ein Rufsignal innerhalb eines begrenzten Bereichs abgestrahlt wird und das Eingehen eines Antwortsignals als Hinweis erfaßt wird, daß sich der ID-Geber in einem vorgegebenen räumlichen Bereich befindet.

Sowohl das Rufsignal als auch das Antwortsignal brauchen nicht moduliert zu sein. Bei einer bevorzugten Ausführungsform jedoch enthält das Rufsignal bereits Daten, die das Kraftfahrzeug bzw. das Schließsystem kennzeichnen. In diesem Fall enthält der ID-Geber eine Auswertelogik, die das Rufsignal auswertet, so daß der ID-Geber nur dann ein Antwortsignal sendet, wenn er zum gekennzeichneten Schließsystem gehört.

Auch das Antwortsignal kann codierte Daten enthalten, welche den ID-Geber kennzeichnen und welche dann von dem Kommunikationsmodul, welches das Antwortsignal empfangen hat, ausgewertet werden können, bevor die zweiseitige Kommunikation fortgesetzt wird.

Nach dem Empfang des Antwortsignals durch ein oder mehrere Kommunikationsmodule beginnt ein Kommunikationsmodul (vorzugsweise dasjenige Kommunikationsmodul, bei dem die Annäherung des Benutzers erfaßt worden ist) einen weiteren Dialog mit dem ID-Geber, in dessen Rahmen zunächst der ID-Geber mit einem Aktivierungssignal veranlaßt wird, in einen Authentisierungsdia- log einzutreten. Im Rahmen des Dialogs senden dann der ID- Geber ein ihn identifizierendes Rückmeldesignal oder auch mehrere den ID-Geber stufenweise identifizierende Rückmeldesigna- Ie. Die Details eines solchen Authentisierungsdialogs sollen an dieser Stelle nicht näher beschrieben werden, da sie für die hier beschriebene Erfindung von untergeordneter Bedeutung

sind. Nachdem jedenfalls das eine oder die mehreren Rückmeldesignale von der Empfangseinrichtung eines Kommunikationsmoduls empfangen worden sind, wird (gegebenenfalls stufenweise) eine Überprüfung der Zugangsberechtigung des ID-Gebers durchge- führt. Während des Dialogs zur Authentisierung kann bei einigen Ausführungsformen auch gleichzeitig ein Ort des ID-Gebers, beispielsweise mit Hilfe von Laufzeitmessungen, ermittelt werden, um die oben genannte Gefahr der Funkverlängerung zu verringern. Nachdem im Ergebnis der Überprüfung die Berechtigung des ID-Gebers festgestellt worden ist, wird von einem Kommunikationsmodul ein die Berechtigung anzeigendes Signal mit Hilfe seiner Sendeeinrichtung an die übrigen Kommunikationsmodule übertragen. Anschließend werden von den Kommunikationsmodulen bei vorliegender Berechtigung die jeweils zugehörigen Türschloßbetätigungseinrichtungen aktiviert. Vorzugsweise wird die Zugangsberechtigung zunächst bei demjenigen Kommunikationsmodul ermittelt, an das sich der Benutzer angenähert hat (an dessen Türgriff sich beispielsweise seine Hand annäherte) . Wenn dieses Kommunikationsmodul die Zugangsberechtigung festgestellt hat, könnte es zunächst die zugehörige Tür freigeben (entsichern) und dann diese Freigabe an die übrigen Kommunikationsmodule übermitteln. Es könnte auch umgekehrt zunächst die Zugangsberechtigung an die anderen Kommunikationsmodule über- mittein und dann oder parallel dazu die zugehörige Tür entsichern. Ob die anderen Kommunikationsmodule an den Außentüren ebenfalls ihre zugehörigen Türschlösser entsichern, hängt von den gewählten Einstellungen des Gesamtsystems ab. Beispielsweise wäre es denkbar, daß bei Zugriff auf das Heckschloß Ie- diglich die Hecktür, nicht aber die übrigen Türen entriegelt werden. Die Zugangsberechtigung wird üblicherweise auch an das weitere Kommunikationsmodul 5 im Innenraum des Kraftfahrzeugs übermittelt, welches mit einer Steuereinrichtung gekoppelt ist, die über die Fahrberechtigung entscheidet. Sobald dann der Benutzer im Innenraum des Fahrzeugs den Start-Schalter betätigt und parallel dazu festgestellt worden ist, daß sich der

ID-Geber ebenfalls im Innenraum des Fahrzeugs befindet, kann das Starten des Motors freigegeben werden.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform findet die Authenti- sierung dezentral statt. Dies bedeutet, daß jeweils dasjenige Kommunikationsmodul die Authentisierung durchführt, an welches sich der Bediener mit dem ID-Geber annähert. Die dezentrale Authentisierung erhöht die Zuverlässigkeit des Systems. Wenn beispielsweise die Authentisierung innerhalb eines Kommunikationsmoduls ausfällt, so kann die Authentisierung noch über ein anderes Kommunikationsmodul vorgenommen werden.