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Title:
VEHICLE, AND METHOD FOR OPERATING A VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2012/076081
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a vehicle and a method for operating a vehicle with an electric motor (4) that can be fed by an inverter. A control is connected to the inverter by means of a control line (11), said inverter having a power output stage (3) and signaling electronics (2) that control the power output stage (3). The stator winding of the electric motor (4) can be supplied with current from power semiconductors of the power output stage (3) of the inverter. The control line (11) is connected to the signaling electronics (2) and/or the power output stage (3) and is designed such that the power supply of the stator winding can be interrupted, in particular by a disconnecting signal transmitted from the control (10) to the inverter.

Inventors:
BUDZEN, Harald (Triftweg 20, Landau, 76829, DE)
Application Number:
EP2011/005287
Publication Date:
June 14, 2012
Filing Date:
October 20, 2011
Export Citation:
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Assignee:
SEW-EURODRIVE GMBH & CO. KG (Ernst-Blickle-Str. 42, Bruchsal, 76646, DE)
BUDZEN, Harald (Triftweg 20, Landau, 76829, DE)
International Classes:
B60L11/14; B60L3/04; B60L11/18; F16H61/28; F16H61/32; B60W10/08
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Claims:
Patentansprüche:

1. Fahrzeug mit einem von einem Wechselrichter speisbaren Elektromotor, wobei eine Steuerung mit dem Wechselrichter, aufweisend eine Leistungsstufe und eine die Leistungsstufe ansteuernde Signalelektronik, mittels einer Steuerleitung verbunden ist, wobei der Statorwicklung des Elektromotor Strom zuführbar ist von Leistungshalbleitern der Leistungsstufe des Wechselrichters, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerleitung mit der Signalelektronik und/oder mit der Leistungsendstufe derart verbunden und ausgeführt ist, dass die Stromversorgung der Statorwicklung unterbrechbar ist, insbesondere durch ein von der Steuerung an den Wechselrichter gesendetes

Freischaltsignal.

2. Fahrzeug nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Steuerung Sensorsignale zugeführt werden, die von Sensoren zur Erfassung von

Zustandsgrößen des Fahrzeugs oder eines Teils des Fahrzeugs der Steuerung zugeleitet werden.

3. Fahrzeug nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Elektromotor die Räder des Fahrzeugs über zumindest ein Getriebe mit wählbarer Übersetzungszahl, insbesondere Schaltgetriebe, antreibt, insbesondere wobei die Motorwelle mit der Eintriebswelle des Getriebes drehfest verbunden ist.

4. Fahrzeug nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

einer der Sensoren die Istdrehzahl der Eintriebswelle des Getriebes erfasst.

5. Fahrzeug nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

einer der Sensoren die gewählte Übersetzungszahl erfasst, insbesondere den

eingeschalteten Gang erfasst.

6. Fahrzeug nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Steuerung mittels einer Steuerleitung mit einem Stellmotor verbunden ist, mit welchem die Übersetzungszahl des Getriebes einstellbar ist, insbesondere mit welchem der Gang des Getriebes einstellbar ist.

7. Verfahren zum Betreiben eines Fahrzeugs, insbesondere nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei das Fahrzeug eine Steuerung aufweist, wobei der Steuerung Werte zugeführt werden, die von Sensoren des Fahrzeugs erfasst werden, und/oder wobei der Steuerung Werte zugeführt werden, die über Eingabemittel eingegeben werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung abhängig von den zugeführten Werten ein Freischaltsignal, insbesondere Abschaltsignal, an den Wechselrichter übermittelt, welcher die Statorwicklung des Elektromotors des Fahrzeugs speist, wobei das Freischaltsignal bewirkt, dass die vom Wechselrichter versorgte Statorwicklung des Elektromotors stromlos wird.

8. Verfahren nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

zum Wechseln des Übersetzungsverhältnisses

- in einem ersten Schritt ein Freischaltsignal von der Steuerung an den Wechselrichter übermittelt wird, in einem nachfolgenden zweiten Schritt die Drehzahl der Eintriebswelle des

Getriebes, insbesondere welche drehfest mit der Motorwelle verbunden ist, und/oder die Drehzahl der Motorwelle auf Unterschreiten eines kritischen Wertes überwacht wird und nach Unterschreiten des kritischen Drehzahlwertes ein derartiges Ansteuersignal an einen Stellmotor übermittelt wird angesteuert wird, dass dieser das vorgegebene Übersetzungsverhältnis des Getriebes einstellt, insbesondere den von der Steuerung vorgegebenen Gang des Getriebes einlegt.

9. Verfahren nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

in einem dritten Schritt das eingelegte Übersetzungsverhältnis des Getriebes erfasst wird und überprüft wird, ob das vorgegebene Übersetzungsverhältnis eingestellt ist, insbesondere der vorgegebene Gang eingelegt ist, und abhängig vom Ergebnis der Überprüfung das

Freischaltsignal abgeschaltet wird, insbesondere also der Wechselrichter dem geregelten Betrieb freigegeben wird, so dass die Statorwicklung bestromt wird.

10. Verfahren nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Freischaltsignal einerseits an die Leistungsstufe des Wechselrichters übermittelt wird und andererseits auch an die Signalelektronik, so dass nach Erhalt des Freischaltsignals von der Signalelektronik das Erzeugen von pulsweitenmodulierten Ansteuersignalen gestoppt wird.

1 1. Verfahren nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

von der Steuerung aus Sensorsignalen bestimmt wird, ob das Fahrzeug in einem gefährlichen Zustand sich befindet, wobei davon abhängig ein Freischaltsignal an den Wechselrichter übermittelt wird.

Description:
Fahrzeug und Verfahren zum Betreiben eines Fahrzeugs

Beschreibung: Die Erfindung betrifft ein Fahrzeug und ein Verfahren zum Betreiben eines Fahrzeugs.

Es ist bekannt, bei einem PKW ein Schaltgetriebe zu betätigen, wobei vor dem Schalten des Gangs des Schaltgetriebes der Fahrer des Fahrzeugs eine Kupplung zwischen Motor und Getriebe betätigt, so dass die Motorwelle von der Getriebeeingangswelle entkoppelt wird.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Fahrzeug weiterzubilden, wobei der Umweltschutz verbessert werden soll, insbesondere die Emissionen verringert werden sollen.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe bei dem Fahrzeug nach den in Anspruch 1 und bei dem Verfahren nach den in Anspruch 7 angegebenen Merkmalen gelöst.

Wichtige Merkmale der Erfindung bei dem Fahrzeug mit einem von einem Wechselrichter speisbaren Elektromotor sind, dass eine Steuerung mit dem Wechselrichter, aufweisend eine Leistungsstufe und eine die Leistungsstufe ansteuernde Signalelektronik, mittels einer Steuerleitung verbunden ist, wobei der Statorwicklung des Elektromotor Strom zuführbar ist von Leistungshalbleitern der Leistungsstufe des Wechselrichters, wobei die Steuerleitung mit der Signalelektronik und/oder mit der Leistungsendstufe derart verbunden und ausgeführt ist, dass die Stromversorgung der Statorwicklung unterbrechbar ist, insbesondere durch ein von der Steuerung an den Wechselrichter gesendetes

Freischaltsignal.

Von Vorteil ist dabei, dass eine Entkopplung der Energie zuführenden Elektronik von den Statorwicklungen des Motors ausführbar ist und somit der Motorwelle und der hiermit verbundenen Getriebeeingangswelle keine weitere Leistung zuführbar ist vom

BESTÄTiGUNGS OPIE Wechselrichter. Somit ist ein elektronisch bewirktes Auskuppeln der motorischen Antriebsleistung mit Ausnahme des noch vorhandenen Trägheitsmoments der Motorwelle. Dieses Freischaltesignal ist auch sicherheitsgerichtet erzeugbar und auch redundant verwendbar zur Erhöhung der Sicherheit. Das Freischaltesignal ist bei Erkennen eines gefährlichen Zustandes von der Steuerung übermittelbar. Alternativ ist es aber auch zum Auskuppeln verwendbar, um eine Schalten des Ganges des Getriebes zu ermöglichen.

Ebenso ist es aber auch einsetzbar, um ein Wechseln des Übersetzungsverhältnisses bei einem Getriebe mit kontinuierlich veränderbarem Übersetzungsverhältnis zu erleichtern oder gar zu ermöglichen.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung werden der Steuerung Sensorsignale zugeführt, die von Sensoren zur Erfassung von Zustandsgrößen des Fahrzeugs oder eines Teils des Fahrzeugs der Steuerung zugeleitet werden. Von Vorteil ist dabei, dass Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung treibt der Elektromotor die Räder des Fahrzeugs über zumindest ein Getriebe mit wählbarer Übersetzungszahl, insbesondere Schaltgetriebe, an, insbesondere wobei die Motorwelle mit der Eintriebswelle des Getriebes drehfest verbunden ist. Von Vorteil ist dabei, dass ein Schalten des Gangs während des Anliegens des

Freischaltesignals ausführbar ist. Außerdem ist das Entkuppeln hierbei in sehr einfacher

Weise ermöglicht, da es rein elektronisch bewirkbar ist, insbesondere ohne zusätzliche Teile.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung erfasst einer der Sensoren die Istdrehzahl der

Eintriebswelle des Getriebes. Von Vorteil ist dabei, dass das Wechseln der

Übersetzungszahl erst nach dem Stillstand oder zumindest im Wesentlichen Stillstand ausführbar ist und somit das Getriebe geschützt wird.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung erfasst einer der Sensoren die gewählte

Übersetzungszahl, insbesondere den eingeschalteten Gang. Von Vorteil ist dabei, dass erst nach einer Rückmeldung der Wechselrichter wieder dem Motor Strom zuführt.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist die Steuerung mittels einer Steuerleitung mit einem Stellmotor verbunden, mit welchem die Übersetzungszahl des Getriebes einstellbar ist, insbesondere mit welchem der Gang des Getriebes einstellbar ist. Von Vorteil ist dabei, dass die Steuerung ein automatisches Wechseln des Gangs und/oder der Übersetzungszahl ausführbar macht. Wichtige Merkmale der Erfindung bei dem Verfahren zum Betreiben eines Fahrzeugs sind, dass das Fahrzeug eine Steuerung aufweist, wobei der Steuerung Werte zugeführt werden, die von Sensoren des Fahrzeugs erfasst werden, und/oder wobei der Steuerung Werte zugeführt werden, die über Eingabemittel eingegeben werden, wobei die Steuerung abhängig von den zugeführten Werten ein Freischaltsignal,

insbesondere Abschaltsignal, an den Wechselrichter übermittelt, welcher die Statorwicklung des Elektromotors des Fahrzeugs speist, wobei das Freischaltsignal bewirkt, dass die vom Wechselrichter versorgte Statorwicklung des Elektromotors stromlos wird. Von Vorteil ist dabei, dass ein sehr schnell wirksames Entkoppeln des Leistungsflusses vom Wechselrichter zum Motor, insbesondere zu dessen Statorwicklung, ermöglicht ist. Somit ist ein sicherer Zustand schnell und in einfacher Weise erreichbar.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung wird zum Wechseln des Übersetzungsverhältnisses - in einem ersten Schritt ein Freischaltsignal von der Steuerung an den Wechselrichter übermittelt, in einem nachfolgenden zweiten Schritt die Drehzahl der Eintriebswelle des

Getriebes, insbesondere welche drehfest mit der Motorwelle verbunden ist, und/oder die Drehzahl der Motorwelle auf Unterschreiten eines kritischen Wertes überwacht und nach Unterschreiten des kritischen Drehzahlwertes ein derartiges Ansteuersignal an einen Stellmotor übermittelt und dieser derart angesteuert, dass dieser das vorgegebene Übersetzungsverhältnis des Getriebes einstellt, insbesondere den von der Steuerung vorgegebenen Gang des Getriebes einlegt.

Von Vorteil ist dabei, dass vor dem Ausführen eines Wechseins des

Übersetzungsverhältnisses ein Entkoppeln sehr schnell und sicher bewirkbar ist. Somit ist ein automatisch bewirktes Wechseln des Übersetzungsverhältnisses mittels eines Stellmotors ermöglicht. Somit ist ein handbetätigtes Schalten entbehrlich. Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung wird in einem dritten Schritt das eingelegte Übersetzungsverhältnis des Getriebes erfasst und überprüft, ob das vorgegebene

Übersetzungsverhältnis eingestellt ist, insbesondere der vorgegebene Gang eingelegt ist, und abhängig vom Ergebnis der Überprüfung das Freischaltsignal abgeschaltet wird, insbesondere also der Wechselrichter dem geregelten Betrieb freigegeben wird, so dass die Statorwicklung bestromt wird. Von Vorteil ist dabei, dass die Sicherheit erhöht ist und der Schutz des Getriebes verbessert ist. Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung wird das Freischaltsignal einerseits an die

Leistungsstufe des Wechselrichters übermittelt und andererseits auch an die

Signalelektronik, so dass nach Erhalt des Freischaltsignals von der Signalelektronik das Erzeugen von pulsweitenmodulierten Ansteuersignalen gestoppt wird. Von Vorteil ist dabei, dass ein redundantes Entkoppeln erreichbar ist und somit die Sicherheit erhöht ist. Dabei ist die Signalelektronik in der Lage, nach Erhalt des Freischaltsignals derartige Ansteuersignale für die Leistungshalbleiter der Endstufe zu erzeugen, dass diese in den gesperrten Zustand übergehen, insbesondere wobei alle Leistungshalbleiterschalter in diesen Zustand

übergehen, durch die Motorstrom hindurchleitbar ist. Das an die Leistungsendstufe ist zum Abschalten der Versorgungsspannung derjenigen Treiberstufen der Leistungsstufe verwendbar, welche die Leistungshalbleiterschalter der Endstufe ansteuern. Alternativ oder zusätzlich ist auch das Eingangssignal derart logisch verknüpfbar mit dem Freischaltsignal, dass ebenfalls ein Sperren der Leistungshalbleiterschalter bewirkbar ist. Auch auf diese Weise ist die Sicherheit noch weiter erhöhbar. Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung wird von der Steuerung aus Sensorsignalen bestimmt, ob das Fahrzeug in einem gefährlichen Zustand sich befindet, wobei davon abhängig von der Steuerung ein Freischaltsignal an den Wechselrichter übermittelt wird. Von Vorteil ist dabei, dass die Sicherheit erhöhbar ist. Weitere Vorteile ergeben sich aus den Unteransprüchen. Die Erfindung ist nicht auf die

Merkmalskombination der Ansprüche beschränkt. Für den Fachmann ergeben sich weitere sinnvolle Kombinationsmöglichkeiten von Ansprüchen und/oder einzelnen

Anspruchsmerkmalen und/oder Merkmalen der Beschreibung und/oder der Figuren, insbesondere aus der Aufgabenstellung und/oder der sich durch Vergleich mit dem Stand der Technik stellenden Aufgabe. Die Erfindung wird nun anhand von schematischen Abbildungen näher erläutert:

In der Figur 1 ist das Antriebssystem eines Fahrzeuges schematisch skizziert.

Als elektrische Leistungsversorgung 1 ist eine elektrische Energiequelle vorgesehen, beispielhaft ein Energiespeicher, wie Batterie oder Akkumulator, oder ein von einem

Verbrennungsmotor angetriebener Elektrogenerator. Aus der elektrischen Leistungsversorgung 1 ist ein Wechselrichter versorgt, der eine

Signalelektronik 2 aufweist, die eine Leistungsendstufe 3 ansteuert. Vorzugsweise erzeugt die Signalelektronik 2 hierzu pulsweitenmodulierte Ansteuersignale, die an die

Leistungshalbleiter der Leistungsendstufe 3 geleitet werden. Diese sind hierbei in

Halbbrücken angeordnet, welche aus einer unipolaren Spannung der elektrischen

Leistungsversorgung 1 versorgt sind.

Über die Leistungshalbleiterschalter werden die Versorgungsleitungen des Motors 4 und somit dessen Statorwicklungen mit elektrischem Strom versorgt. Durch ein über die Signalleitung 11 an die Leistungsendstufe 3 oder die Signalelektronik 2 übertragbares Signal ist ein Sperren der Leistungshalbleiter der Endstufe 3 ermöglicht.

Durch Sperren der Leistungshalbleiter werden somit die Statorwicklungen stromlos. Auf diese Weise ist ein Stoppen von weiterer Energiezufuhr aus dem Wechselrichter an den Elektromotor 4 ermöglicht.

Der Motor 4 treibt über ein Getriebe 5 ein Differential 6 an, von dem wiederum die Räder des Fahrzeugs angetrieben werden. Das Getriebe 5 ist dabei als Schaltgetriebe ausgeführt, wobei das Schalten der Gänge, also das Wechseln der Übersetzungszahl, von einem Stellmotor bewirkt wird.

Der Stellmotor wird von der Steuerung 10, also Motorsteuergerät 10, des Fahrzeugs angesteuert über die Ansteuersignalleitung 7 für den Stellmotor des Getriebes. Das Getriebe weist einen Sensor 8 auf, der die Detektion der Übersetzungszahl des Getriebes ermöglicht. Das vom Sensor 8 erzeugte Sensorsignal wird der Steuerung 10 zugeführt. Außerdem wird mittels eines weiteren Sensors die Istdrehzahl 9 der Eintriebswelle erfasst und ebenfalls der Steuerung 10 zugeführt.

Zum Ausführen eines Schaltvorgangs, also eines Wechseins des Getriebegangs, wird von der Steuerung ein Freischaltsignal an den Wechselrichter über die Signalleitung 11 übermittelt. Dabei entspricht dieses Freischaltsignal einer sicherheitsgerichteten Abschaltung des Wechselrichters, also einem STO-Signal. Zur Erhöhung der Sicherheit ist mit dem Freischalten nicht nur das Sperren der Leistungshalbleiter sondern auch ein Abschaltsignal für die Erzeugung der pulsweitenmodulierten Ansteuersignale bewirkt. Es wird also das Signal 11 nicht nur der Leistungsendstufe sondern auch der Signalelektronik 2, insbesondere deren Mikrocontroller, zugeführt, um ein redundantes Abschalten der Motorspannung zu erzeugen. Auf diese Weise ist eine erhöhte Sicherheit gewährleistet.

Somit ist die Leistungszufuhr an den Motor gestoppt. Nur die noch mit der

Getriebeeintriebswelle verbundene Motorwelle samt Rotor kann ihre rotatorische Energie ans Getriebe weitergeben.

Zwar wird bei Ausführung des Motors als Synchronmotor, insbesondere also bei Ausführung des Rotors mit Dauermagneten, von dem als Remanenzfeld im Statorblechpaket

abklingenden Magnetfeld eine Bremswirkung mit den Dauermagneten erzeugt. Diese Bremswirkung wird allerdings nur kurzzeitig erzeugt, verringert aber die vom Motor an das Getriebe zugeführte rotative Leistung.

Sobald die Istdrehzahl der Getriebeeintriebswelle, welche der Motorwellendrehzahl entspricht, einen kritischen Wert unterschreitet, wird das Wechseln der Übersetzungszahl - angesteuert, indem dem Stellmotor des Getriebes 5 ein entsprechendes Ansteuersignal zugeführt wird.

Sobald der neue Getriebegang eingelegt ist, was durch ein entsprechendes Signal des Sensors 8 für Detektion der Übersetzungszahl des Getriebes gemeldet wird, wird der das Freischaltsignal des Wechselrichters weggenommen und somit der Wechselrichter wieder geregelt betreibbar.

In der Signalelektronik 2 ist auch eine Regeleinheit angeordnet, welche aus den erfassten Motorstrom auf einen vorgegebenen Sollwert hin regelt, indem die Motorspannung mittels Pulsweitenmodulation gestellt wird.

Die Steuerung 10 steuert auch weitere Zustände des Fahrzeugs. Beispielsweise werden ihr weitere Sensorsignale zugeführt und bei Erreichen eines durch ein Verfahren zur

Bestimmung der Stabilität bestimmten kritischen Zustandes das Freischaltsignal ausgegeben.

Bezugszeichenliste

I Elektrische Leistungsversorgung

2 Signalelektronik

3 Leistungsendstufe

4 Elektromotor

5 Getriebe

6 Differential

7 Ansteuersignalleitung für Stellmotor des Getriebes

8 Sensor für Detektion der Übersetzungszahl des Getriebes

9 Istdrehzahl der Eintriebswelle

10 Motorsteuergerät

I I Signalleitung für Übertragung eines Ausschaltsignals, insbesondere STO-Signal