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Title:
VEHICLE ROOF HAVING A ROLLER BLIND ASSEMBLY
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2016/202505
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a vehicle roof, comprising a transparent roof segment (12) and a roller blind assembly (16) for selectively shading or at least partially uncovering the transparent roof segment (12), which roller blind assembly has a roller blind web (18), which can be rolled up into a roller blind coil and has a guide strip (24) at each of the edges of the roller blind web arranged on both sides with respect to a vertical roof longitudinal center plane, each guide strip being guided in an associated roof-fixed guide rail (28A, 28B). The roller blind assembly (16) comprises a roller blind module (30), which has a transverse support (32) for the roller blind coil that extends in the roof transverse direction and a guide leg (34A, 34B) on each of the two sides with respect to the vertical roof longitudinal center plane, each guide leg being connected from below to the associated roof-fixed guide rail (28A, 28B).

Inventors:
PIKE, Matthew (Kraillinger Str. 5, Stockdorf, 82131, DE)
SCHÖNBERGER, Michael (Kraillinger Str. 5, Stockdorf, 82131, DE)
HAUSSMANN, Jochen (Von-der-Tann-Str. 17B, Andechs, 82346, DE)
Application Number:
EP2016/060663
Publication Date:
December 22, 2016
Filing Date:
May 12, 2016
Export Citation:
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Assignee:
WEBASTO SE (Kraillinger Str. 5, Stockdorf, 82131, DE)
International Classes:
B60J7/00
Domestic Patent References:
WO2007057205A12007-05-24
WO2007068217A12007-06-21
Foreign References:
JP2014234018A2014-12-15
US8430148B22013-04-30
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
ADVOTEC. PATENT- UND RECHTSANWÄLTE (Dr. Thomas Grünberg, Widenmayerstr. 4, München, 80538, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Fahrzeugdach, umfassend einen transparenten Dachabschnitt (12) und eine Rolloanordnung (16) zur wahlweisen Abschattung oder zumindest teil weisen Freigabe des transparenten Dachabschnitts (12), die eine Rollobahn (18) aufweist, die zu einem Rollowickel aufwickelbar ist und an ihren bezogen auf eine vertikale Dachlängsmittelebene beidseits angeordneten Rändern jeweils mit einem Führangsband (24) versehen ist, das in einer jeweiligen dachfesten Führungsschiene (28A, 28B) geführt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Rolloanordnung (16) ein Rollomodul (30) umfasst, das einen sich in Dachquerrichtung erstreckenden Querträger (32) für den Rollowickel und bezogen auf die vertikale Dachlängsmittelebene beidseits jeweils einen Führungsschenkel (34A, 34B) aufweist, der von unten an die jeweilige dachfeste Führungsschiene (28A, 28B) angebunden ist.

Fahrzeugdach nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führangsschen- kel (34A, 34B) jeweils eine Führungsbahn (56) für das jeweilige Führungsband (24) der Rollobahn (18) aufweisen, die sich in einem Führungskanal (26) der betreffenden dachfesten Führungsschiene (28A, 28B) fortsetzt.

3. Fahrzeugdach nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollobahn (18) einen Zugspriegel (22) aufweist, der über seitliche Gleiter (66) in den Führungsschienen (28A, 28B) und den Führungsschenkeln (34A, 34B) des Rollomoduls (30) geführt ist.

4. Fahrzeugdach nach Ansprach 3, dadurch gekennzeichnet, dass die seitlichen Gleiter (66) jeweils eine Aufnahme (68) für ein Kopplungselement (62) eines jeweiligen Antriebskabels (60) aufweisen, das von einem Antriebsmotor (58) angetrieben ist. 5. Fahrzeugdach nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (68) nach oben offen ist und das Kopplungselement (62) in Längsrichtung der betreffenden Führungsschiene (28A, 28B) spielfrei aufnimmt.

6. Fahrzeugdach nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmen (68) jeweils Einfuhrschrägen (70) für das jeweilige Kopplungselement (62) haben.

7. Fahrzeugdach nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplungselemente (62) der Antriebskabel (60) verdrehgesichert in den Führungsschienen (28A, 28B) geführt sind und jeweils eine Zunge umfassen, die in Richtung der vertikalen Dachlängsmittelebene weist.

8. Fahrzeugdach nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass sich zwischen den Führungsschenkeln (34A, 34B) eine Versteifungsstrebe (36) erstreckt, die von der Rollobahn (18) übergriffen ist.

9. Fahrzeugdach nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Querträger (32) einen Aufnahmeraum für den Rollowickel bildet und vorzugsweise eine Wickelwelle (20) für die Rollobahn aufnimmt.

10. Fahrzeugdach nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschenkel (34A, 34B) aus Kunststoff gefertigt sind.

11. Fahrzeugdach nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschenkel (34A, 34B) in Dachlängsrichtung jeweils einen gekrümmten Verlaufhaben.

12. Fahrzeugdach nach einem der Ansprüche 1 bis 1 1 dadurch gekennzeichnet, dass das Rollomodul (30) über mindestens eine Aufhängung (38) von unten an einem blickdichten Dachabschnitt gesichert ist, der heckseitig von dem transparenten Dachabschnitt (12) angeordnet ist.

Description:
Fahrzeugdach mit Rolloanordnung

Die Erfindung betrifft ein Fahrzeugdach mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1.

Ein derartiges Fahrzeugdach ist aus der Praxis bekannt und umfasst einen transparenten Dachabschnitt, der beispielsweise von einem Glasdeckelelement einer Schiebedachanordnung gebildet ist und der mittels einer Rolloanordnung wahlweise abgeschattet oder zumindest teilweise freigegeben werden kann. Die Rolloanordnung umfasst eine Rollobahn, die auf eine Wickelwelle, die im Bereich eines heckseitigen Randes des transparenten Dachabschnitts angeordnet ist, zu einem Rollowickel aufwickelbar oder zum Abschatten des transparenten Dachabschnitts von der Wickelwelle abwickelbar ist. Bezogen auf eine vertikale Dachlängsmittelebene ist die Rollobahn beidseits jeweils mit einem Fühmngsband versehen, das in einer an dem betreffenden Rand des transparenten Dachabschnitts angeordneten, dachfesten Führungsschiene geführt ist. Dies gewährleistet, dass die Rollobahn in ihren von der Wickelwelle abgewickelten Bereichen in Fahrzeugquerrichtung straff gehalten ist.

Bei bisher bekannten Fahrzeugdächern der vorstehend beschriebenen Art ist die Rolloanordnung vor der von oben erfolgenden Montage des Daches an einem Fahrzeugrohbau an dem Dach komplett vormontiert. Sie muss damit zusammen mit den sonstigen Dachbestandteilen durch einen oberen Ausschnitt des Fahrzeugrohbaus passen. Da aber der Rollowickel bzw. die Wickelwelle der Rolloanordnung aus Designgründen unterhalb eines blickdichten Dachabschnittes montiert sein sollte, wird durch die Rolloanordnung die Größe des transparenten Durchsichtsbereichs des Fahrzeugdaches begrenzt. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Fahrzeugdach der einleitend genannten Gattung zu schaffen, das eine seitengeführte Rolloanordnung aufweist, die gegenüber dem vorstehend beschriebenen Stand der Technik einen vergrößerten Dachdurchsichtsbereich ohne Beeinträchtigung des Erscheinungsbildes des Fahrzeugdaches zulässt. Diese Aufgabe ist erfmdungsgemäß durch das Fahrzeugdach mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.

Bei dem Fahrzeugdach nach der Erfindung umfasst die Rolloanordnung mithin ein Rollomodul, das über seine beiden Führungsschenkel an die hinteren Enden der dachfesten Führungsschienen angebunden ist, so dass der Querträger, an dem die Rollobahn im aufgewickelten Zustand einen Rollowickel bildet, gegenüber den dachfesten Führungsschienen in Fahrzeugheckrichtung oder in Fahrzeugbugrichtung versetzt ist. Die beidseits angeordneten Führungsschenkel ermöglichen es also, die dachfesten Führungsschienen in einen Bereich des Fahrzeugdaches fortzusetzen, in dem ohnehin keine Durchsichtsoption gewünscht ist. Damit kann sich auch der transparente Dachab- schnitt in Dachlängsrichtung ohne Beschränkung durch den Rollowickel in maximaler Weise erstrecken. Auch ist es möglich, aufgrund der Führungsschenkel des Rollomoduls den Querträger für den Rollowickel oberhalb eines Laderaums des betreffenden Fahrzeugs anzuordnen, so dass durch den Rollowickel die Kopffreiheit für Fahrzeuginsassen nicht beeinträchtigt ist, da oberhalb der betreffenden Fahrzeugsitze in dem Fahrzeugdach kein Bauraum für den Rollowickel vorgehalten werden muss. Das

Fahrzeugdach kann vielmehr in diesen Bereichen eine geringe Bauhöhe aufweisen. Das im Sinne der Erfindung ausgebildete Rollomodul ermöglicht also einen großen Dachdurchsichtsbereich und/oder eine große Kopffreiheit für Fahrzeuginsassen in einem Fahrzeugfond. Um auch eine störungsfreie Seitenführung der Rollobahn im Bereich der Führungsschenkel des Rollomoduls und somit außerhalb der Durchsichtsbereiche des Fahrzeugdaches zu gewährleisten, weisen die Führungsschenkel bei einer bevorzugten Ausführungsform des Fahrzeugdachs nach der Erfindung jeweils eine Führungsbalm für ein Führungsband der Rollobahn auf, die sich in einem Führungskanal der betreffenden dachfesten Führungsschiene fortsetzt. Zur Betätigung der Rolloanordnung weist die Rollobahn zweckmäßigerweise einen Zugspriegel auf, der über seitliche Gleiter in den Führungsschienen und den Führungsschenkeln des Rollomoduls geführt ist.

Grundsätzlich kann die Rolloanordnung nach der Erfindung manuell oder auch moto- risch betätigbar sein. Bei einer speziellen, motorisch angetriebenen Ausführungsform weisen die seitlichen Gleiter des Zugspriegels jeweils eine Aufnahme für ein Kopplungselement eines jeweiligen Antriebskabels auf, das von einem Antriebsmotor angetrieben ist. Zweckmäßigerweise treibt der Antriebsmotor beide Antriebskabel gemeinsam an. Er kann bugseitig von dem transparenten Dachabschnitt oder auch heckseitig von dem Querträger des Rollomoduls angeordnet sein. Denkbar ist es auch, dass der Antriebsmotor an dem Querträger des Rollomoduls befestigt ist und die Antriebskabel über die Führungsschenkel des Rollomoduls zu den Gleitern des

Zugspriegels geführt sind.

Um zu ermöglichen, dass das Rollomodul einschließlich der Rollobahn und einschließ- lieh des Zugspriegels von unten, d.h. über Kopf an den dachfesten Führungsschienen montiert werden kann, sind die Aufnahmen für die Kopplungselemente der Antriebskabel nach oben und in Richtung des betreffenden Kopplungselements offen, wobei die Kopplungselemente aber in Längsrichtung der betreffenden Führungsschiene spielfrei von den Aufnahmen aufgenommen sind. Bodenseitig haben die Aufnahmen jeweils eine Anlagefläche für das betreffende Kopplungselement.

Um die Überkopfmontage des Rollomoduls zu erleichtem, ist es vorteilhaft, wenn die Aufnahmen jeweils Einführschrägen für das jeweilige Kopplungselement haben.

Bei an den dachfesten Führungsschienen vormontierten Antriebskabeln sind die Kopplungselemente vorzugsweise verdrehgesichert in den Führungsschienen gefühlt, so dass sie bei der Montage des Rollomoduls gegenüber den Aufnahmen der Zugspriegelgleiter schon ihre Einbaulage einnehmen. Die Kopplungselemente umfassen insbesondere jeweils eine Zunge, die in Richtung der vertikalen Dachlängsmittelebene weist. Die Zungen der Kopplungselemente stehen also aus Kabelkanälen der Antriebskabel in Richtung der vertikalen Dachlängsmittelebene vor und müssen bei der Montage des Rollomoduls nur mit den Zugspriegelgleitern bzw. deren Aufnahmen in Eingriff gebracht werden.

Um die Verwindungssteifigkeit des Rollomoduls zu erhöhen und damit ebenfalls dessen Montage zu erleichtern, erstreckt sich bei einer vorteilhaften Ausführungsform des Fahrzeugdachs nach der Erfindung zwischen den Führungsschenkeln des Rollomoduls eine Versteifungsstrebe, die von der Rollobahn übergriffen ist. Die Versteifungsstrebe kann auch eine Ablaufkante für die Rollobahn bilden.

Der Querträger des Rollomoduls kann einen Aufnahmeraum für den Rollowickel bilden. Insbesondere nimmt der Aufnahmeraum eine Wickelwelle für die Rollobahn auf, die mittels einer Wickelfeder in Aufwickelrichtung der Rollobahn vorgespannt sein kann. Bei einer alternativen Ausführungsform des Fahrzeugdachs nach der Erfindung können die seitlichen Führungsbänder der Rollobahn auch als Konstantkraftfedern ausgebildet sein, die außerhalb der Führungsschienen und Führungsschenkel des Rollomoduls ein Aufwickeln der Rollobahn zu dem Rollowickel bewirken. Dann kann auf eine Wickelfeder und je nach Anwendungsfall auch auf eine Wickelwelle bzw. ein Wickelrohr verzichtet werden.

Die Führungsschenkel und gegebenenfalls auch der Querträger des Rollomoduls sind bei einer speziellen Ausführungsform aus Kunststoff gefertigt. Zweckmäßigerweise sind die Führungsschenkel dann als Spritzgießteile ausgebildet, die eine komplexe Geometrie haben können. So können die Führungsschenkel in Dachlängsrichtung jeweils einen gekrümmten Verlauf haben, der den bei dem betreffenden Fahrzeugdach zur Verfügung stehenden Bauraumbedingungen Genüge leistet.

Zur Stabilisierung des Gesamtsystems des Fahrzeugdaches ist es zweckmäßig, wenn das Rollomodul über mindestens eine Aufhängung von unten an einem blickdichten Dachabschnitt gesichert ist, der heckseitig von dem transparenten Dachabschnitt angeordnet ist.

Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen des Gegenstandes der Erfindung sind der Beschreibung, der Zeichnung und den Patentansprüchen entnehmbar. Ein Ausführungsbeispiel eines Fahrzeugdachs nach der Erfindung ist in der Zeichnung schematisch vereinfacht dargestellt und wird in der nachfolgenden Beschi-eibung näher erläutert. Es zeigt

Figur 1 eine Draufsicht auf ein Fahrzeugdach mit einer Rolloanordnung; Figur 2 eine perspektivische Unteransicht des Fahrzeugdachs nach Figur 1 ;

Figur 3 eine perspektivische Darstellung eines Rollomoduls der Rolloanordnung in Alleinstellung;

Figur 4 die Rolloanordnung in einem Übergangsbereich zwischen dem Rollomodul und einer dachfesten Führungsschiene; Figur 5 eine Figur 4 entsprechende Ansicht, jedoch in einer Montagestellung eines Zugspriegels;

Figur 6 eine Draufsicht auf einen in Figur 3 gestrichelt umrandeten Bereich VI des Rollomoduls zusammen mit einem Kopplungselement eines Antriebskabels; Figur 7 eine perspektivische Stirnansicht der dachfesten Führungsschiene in dem

Übergangsbereich zusammen mit dem Kopplungselement des Antriebskabels;

Figur 8 eine perspektivische Stirnansicht des in Figur 3 gestrichelt umrandeten

Bereichs VI des Rollomoduls in dem Übergangsbereich; Figur 9 einen Schnitt durch den Übergangsbereich entlang der Linie IX-IX in

Figur 5;

Figur 10 einen Schnitt durch den Übergangsbereich der Linie X-X in Figur 5, jedoch bei ausgezogener Rollobahn; und

Figur 1 1 einen Schnitt durch den Übergangsbereich entlang der Linie XI- XI in

Figur 5. In der Zeichnung ist ein Fahrzeugdach 10 dargestellt, das einem Panoramadach eines Personenkraftwagens zugeordnet ist und einen von einem verstellbaren Deckelelement gebildeten transparenten Dachabschnitt 12 aufweist, der von einem blickdichten Dachkörper 14 umrahmt ist. Zum wahlweisen Abschatten oder zumindest teilweisen Freigeben des transparenten Dachabschnitts 12 ist das Fahrzeugdach 10 an seiner Unterseite mit einer Rolloanordnung 16 versehen. Heckseitig von dem Dachkörper 14 ist ein weiteres blickdichtes Dachelement angeordnet, das oberhalb eines Laderaums des Personenkraftwagens angeordnet ist.

Die Rolloanordnung 16 umfasst eine Rollobahn 18, die zur Freigabe des transparenten Dachabschnitts auf eine sich in Dachquerrichtung erstreckende Wickelwelle 20 aufwickelbar ist oder zur Abschattung des transparenten Dachabschnitts 12 von der Wickelwelle 20 abwickelbar ist. An ihrem der Wickelwelle 20 abgewandten Rand ist die Rollobahn 18 mit einem sich in Dachquerrichtung erstreckenden Zugspriegel 22 versehen, durch dessen Betätigung das Aufwickeln oder Abwickeln der Rollobahn 18 ausgelöst wird.

Die Wickelwelle 20 ist in üblicher Weise ausgebildet und umfasst ein Wickelrohr, das mittels einer Wickelfeder in Aufwickelrichtung der Rollobahn 18 vorgespannt ist.

Damit wickelt sich die Rollobahn 18 bei einer Freigabe bzw. einem Verstellen des Zugspriegels 22 in Richtung der Wickelwelle 20 selbsttätig auf der Wickel welle 20 zu einem Rollowickel auf.

An ihren bezogen auf die vertikale Dachlängsmittelebene beidseits angeordneten, seitlichen Rändern ist die Rollobahn 18 jeweils mit einem Führungsband 24 versehen, das in einem Führungskanal 26 einer Fühmngsschiene 28A bzw. 28B geführt ist, die an der Unterseite des blickdichten Dachkörpers 14 befestigt ist. Die mithin dachfest ausgebildeten Führungsscliienen 28A und 28B erstrecken sich entlang den bezogen auf die vertikale Dachlängsmittelebene seitlich angeordneten Rändern des transparenten Dachabschnitts 12.

Die Rolloanordnung 16 umfasst des Weiteren ein Rollomodul 30, das einen Querträger 32 umfasst, der sich in Fahrzeugquerrichtung erstreckt und einen Aufnahmeraum für die Wickelwelle 20 und den auf der Wickelwelle 20 gebildeten Rollowickel der Rollobahn 18 bildet.

Das Rollomodul 30 umfasst des Weiteren zwei Führungsschenkel 34A und 34B, die an die beiden Stirnseiten des Querträgers 32 angebunden sind und sich in Fahrzeuglängs- richtung bis zu den dachfesten Führungsschienen 28A und 28B erstrecken und mit diesen verbunden sind. Zwischen den beiden Führungsschenkeln 34A und 34B erstreckt sich eine Versteifungsstrebe 36, die an ihren Enden jeweils über eine in üblicher Weise ausgebildete Aufhängung 37 an der Unterseite des Dachkörpers 14 befestigt ist. Der Querträger 32 umfasst eine weitere Aufhängung 38, welche an die Unterseite des blickdichten Dachelements 39 angebunden ist, das heckseitig von dem Dachkörper 14 außerhalb des Kopfbereichs von Fahrzeuginsassen angeordnet ist.

Das Rollomodul 30 ist über die Führungsschenkel 34A und 34B jeweils von unten an die dachfesten Führungsschienen 28A und 28B angebunden. Hierzu weisen die Führungsschenkel 34A und 34B an ihren dem Querträger 32 abgewandten Stirnseiten jeweils zwei Befestigungslaschen 40 und 42 auf, die jeweils von unten an der betreffenden Führungsschiene 28A bzw. 28B anliegen und jeweils über ein Schraubenloch 44 bzw. 46, das von einer entsprechenden Schraube 45 durchgriffen ist, die in eine Mutter 47 eingreift, an der Unterseite der betreffenden Führungsschiene 28A bzw. 28B befestigt ist. Die Befestigungslasche 42 hat zur exakten Positionierung des Rollomoduls 30 gegenüber den Führungsschienen 28A und 28B in Schienenlängsrichtung oberseitig einen Zentrierring 48, der dem Rand des Schraubenlochs 46 folgt und der in eine korrespondierende Ausnehmung 50 der betreffenden Führungsschiene 28A bzw. 28B eingreift. Um die Führungsschenkel 34A und 34B gegenüber den Führungsschienen 28A und 28B in Dachquerrichtung exakt zu positionieren, ist an der Oberseite der Befestigungslasche 42 eine sich in Schienenlängsrichtung erstreckende Rippe 52 angeordnet, die in eine korrespondierende Ausnehmung 54 an der Unterseite der dachfesten Führungsschiene 28A bzw. 28B eingreift. Die Führungsschenkel 34A und 34B sind jeweils als Kunststoffspritzgießteil ausgebildet und haben in Dachlängsrichtung einen im weitesten Sinne S-förmig gekrümmten Verlauf zwischen dem Querträger 32 und den Führungsschienen 28A und 28B.

Wie insbesondere Figur 8 zu entnehmen ist, haben die Fülirungsschenkel 34A und 34B ebenfalls eine Führungsbahn 56, welche mit dem betreffenden Führungskanal 26 der dachfesten Führungsschiene 28A bzw. 28B korrespondiert und in der der betreffende seitliche Randbereich der Rollobahn 18 durch das Führungsband 24 zwischen dem Querträger 32 und der jeweiligen dachfesten Führungsschiene 28A bzw. 28B geführt ist. Durch die Seitenführung der Rollobahn 18 in den Führungsschienen 28A und 28B und den Führungsschenkeln 34A und 34B ist die Rollobahn 18 in ihren von der Wickelwelle 20 abgewickelten Bereichen in Fahrzeugquerrichtung straff gehalten.

Zum Antrieb weist die Rolloanordnung 16 einen Antriebsmotor 58 auf, der bezogen auf die Fahrzeugausrichtung frontseitig von dem transparenten Dachabschnitt 12 an der Unterseite des blickdichten Dachkörpers 14 befestigt ist und der zwei als drucksteife Steigungskabel ausgebildete Antriebskabel 60 antreibt, die jeweils an ihrem Ende mit einem Kopplungselement 62 versehen sind, das nach Art einer Lasche bzw. Zunge ausgebildet ist und aus dem betreffenden Kabelkanal 64 der betreffenden Führungsschiene 28A bzw. 28B in Richtung der vertikalen Dachlängsmittelebene vorsteht. Durch das Kopplungselement 62, dessen Dicke in etwa der Breite eines Austrittsschlitzes des Kabelkanals 64 entspricht, ist das Antriebskabel 60 verdrehgesichert in dem betreffenden Kabelkanal 64 geführt. Das Kopplungselement 62 stützt sich also zumindest mit seiner Oberseite an der Führungsschiene 28A bzw. 28B ab.

Der Zugspriegel 22 hat an seinen beidseits angeordneten Enden jeweils einen Gleiter 66, der in dem betreffenden Führungskanal 26 und der korrespondierenden sich hieran anschließenden Führungsbahn 56 des Führungsschenkels 34A bzw. 34B verschiebbar geführt ist. Die Gleiter 66 haben jeweils eine Aufnahme 68, in der das laschenartige Kopplungselement 62 angeordnet ist, und zwar spielfrei in Verschieberichtung des Zugspriegels 22. Die Aufnahme 68 hat Einführschrägen 70, entlang derer das Kopplungselement 62 bei der Montage des Rollomoduls 30 an den Führungsschienen 28A und 28B in Position gebracht wird. Die Montage des in der Zeichnung dargestellten Fahrzeugdaches 10 erfolgt in nachfolgend beschriebener Weise.

Zunächst wird eine Dacheinheit, die den transparenten Dachabschnitt 12, den blickdichten Dachkörper 14 sowie die Führungsschienen 28A und 28B und den Antriebsmotor 58 und die Antriebskabel 60 umfasst, an einem Fahrzeugrohbau montiert. Die Kopplungselemente 62 der Antriebskabel 60 nehmen dabei jeweils die in Figur 7 dargestellte Position ein, d. h. sie sind außerhalb des jeweiligen Kabelkanals 64 im jeweiligen heckseitigen Endbereich der Fülirungsschienen 28A und 28B angeordnet, so dass sie von unten frei zugänglich sind. Anschließend wird das Rollomodul 30, das den im Wesentlichen U- förmigen Rahmen aus den beiden Führungsschenkeln 34A und 34B und dem Querträger 32, die Versteifungsstrebe 36 und die Rollobahn 18 mit Wickelwelle 20 und Zugspriegel 22 umfasst, von unten über die Aufhängungen 37 und 38 an den blickdichten Dachabschnitten, d.h. an dem Dachkörper 14 und dem Dachelement 39, und über die Befestigungslaschen 40 und 42 an den Führungsschienen 28A und 28B verschraubt. Hierbei fahren die Kopplungselemente 62 in die Aufnahmen 68 der Gleiter 66 des entsprechend positionierten Zugspriegels 22 ein, so dass der Zugspriegel 22 mit den von dem Antriebsmotor 58 angetriebenen Antriebskabeln 60 gekoppelt ist. Das System hat dann die in Figur 5 dargestellte Anordnung. Anschließend wird der Zugspriegel 22 bzw. werden dessen Gleiter 66 über die zwischen den Führungsschenkeln 34A und 34B und den Führungsschienen 28A und 28B ausgebildete Trennebene 72 gefahren, woraufhin der Antriebsmotor 58 initialisiert wird. Dies bedeutet, dass die in Figur 4 dargestellte Stellung des Zugspriegels 22 der Öffnungsstellung der Rolloanordnung 16 zugeordnet ist. Damit wird verhindert, dass im Standardbetrieb der Rolloanordnung 16 die Gleiter 66 aus den aus Metall gefertigten Fülirungsschienen 28 A und 28B in die aus Kunststoff gebildeten Führungsschenkel 34A und 34B fahren, was zu einer nicht gewünschten Geräuschentwicklung führen könnte. Bezugszeichenliste

10 Fahrzeugdach

12 transparenter Dachabschnitt

14 blickdichter Dachkörper

16 Rolloanordnung

18 Rollobahn

20 Wickelwelle

22 Zugspriegel

24 Führungsband

26 Führungskanal

28A, 28B Führungsschiene

30 Rollomodul

32 Querträger

34A, 34B Führungsschenkel

36 Versteifungsstrebe

37 Aufhängung

38 Aufhängung

39 Dachelement

40 Befestigungslasche

42 Befestigungslasche

44 Schraubenloch

45 Schraube

46 Schraubenloch

47 Mutter

48 Zentrierring

50 Ausnehmung

52 Rippe

54 Ausnehmung

56 Führungsbahn

58 Antriebsmotor

60 Antriebskabel

62 Kopplungselement

64 Kabelkanal

66 Gleiter

68 Aufnahme

70 Einführschräge