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Title:
VEHICLE ROOF MODULE HAVING A ROOF ELEMENT AND A ROLLER BLIND APPARATUS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2016/169724
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a vehicle roof module (4) having a transparent roof element (2) and a roller blind apparatus (9) arranged under the roof element (2) and having a roller blind track (12), which is wound on a winding shaft (8) and can be pulled out to cover the underside of the roof element (2), and which is guided by a drain edge (14) when pulled out from the winding shaft (8), wherein, according to the invention, foam material (16) attached on or around the roof element (2) contains a drain edge body (15) having the drain edge (14).

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Inventors:
BOTT, Guido (Kraillinger Str. 5, Stockdorf, 82131, DE)
Application Number:
EP2016/056442
Publication Date:
October 27, 2016
Filing Date:
March 23, 2016
Export Citation:
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Assignee:
WEBASTO SE (Kraillinger Str. 5, Stockdorf, 82131, DE)
International Classes:
B60J7/00; B62D25/06
Foreign References:
DE10039522A12002-02-28
FR2988767A12013-10-04
DE102005056331B32007-05-03
DE102006046105A12008-04-10
DE102007024359B32008-12-04
Attorney, Agent or Firm:
KONNERTH, Dieter H. et al. (Schertlinstr. 18, München, 81379, DE)
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Claims:
Patentansprüche

Fahrzeugdachmodul (4) mit einem transparenten Dachelement (2) und einer unterhalb des Dachelements (2) angeordneten Rolloeinrichtung (9) mit einer auf einer Wickelwelle (8) aufgewickelten und zum unterseitigen Abdecken des Dachelements (2) ausziehbaren Rollobahn (12), die beim Ausziehen von der Wickelwelle (8) über eine Ablaufkante (14) geführt ist, dadurch gekennzeichnet,

dass eine am Dachelement (2) angebrachte An- oder Umschäumung (16) einen die Ablaufkante (14) aufweisenden Ablaufkantenkörper (15) enthält.

Fahrzeugdachmodul nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet, dass der Ablaufkantenkörper (15) vom Dachelement (2) stegartig nach unten vorragt.

Fahrzeugdachmodul nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet, dass die Ablaufkante (14) von dem Ablaufkantenkörper (15) der An- oder Umschäumung (16) gebildet ist.

Fahrzeugdachmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 3,

dadurch gekennzeichnet, dass die Ablaufkante (14) von einer auf dem Ablaufkantenkörper (15) aufgebrachten Schicht oder Folie (17) gebildet oder von dieser abgedeckt ist.

5. Fahrzeugdachmodul nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet, dass die Ablaufkante (14) von einem am Ablaufkantenkörper (15) angeordneten Zusatzteil (18) gebildet ist. Fahrzeugdachmodul nach Anspruch 5,

dadurch gekennzeichnet, dass das Zusatzteil (18) am Ablaufkantenkörper (15) fest oder lösbar angebracht ist, insbesondere angesteckt, angeclipst, angeklebt oder angeschäumt ist.

Fahrzeugdachmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 6,

dadurch gekennzeichnet, dass die Ablaufkante (14) von einer gekrümmten

Fläche gebildet ist.

Fahrzeugdachmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 7,

dadurch gekennzeichnet, dass die Ablaufkante (14) zumindest eine Unterbrechung (21 ) aufweist.

Fahrzeugdachmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 8,

dadurch gekennzeichnet, dass die Ablaufkante (14) zumindest einen nach oben bzw. gegen das Dachelement (2) gewölbten Kantenabschnitt (22) aufweist.

Fahrzeugdachmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 9,

dadurch gekennzeichnet, dass die Wickelwelle (8) mit ihrer Rollobahn (12) und die Ablaufkante (14) in einer solchen gegenseitigen Zuordnung angeordnet sind, dass die Rollobahn (12) beim Abwickeln von der Wickelwelle (8) mit ihrer zum Dachelement (2) weisenden Oberseite über die Ablaufkante (14) gleitet.

Fahrzeugdachmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 10,

dadurch gekennzeichnet, dass die Wickelwelle (8) am Dachmodul (4) und insbesondere an einem Dachmodulrahmen (5) drehbar gelagert ist.

Fahrzeugdachmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 1 1 ,

dadurch gekennzeichnet, dass die Wickelwelle (8) unterseitig von einer himmelartigen Abdeckung (19), die insbesondere am Dachmodulrahmen (5) befestigt ist, abgedeckt ist.

Description:
Fahrzeugdachmodul mit einem Dachelement und einer Rolloeinrichtung

Die Erfindung betrifft ein Fahrzeugdachmodul mit einem transparenten Dachelement und einer unterhalb des Dachelements angeordneten Rolloeinrichtung mit einer auf einer Wickelwelle aufgewickelten und zum unterseitigen Abdecken des Dachelements ausziehbaren Rollobahn, die beim Ausziehen von der Wickelwelle über eine Ablaufkante geführt ist.

Aus der DE 100 39 522 A1 ist ein gattungsgemäßes Fahrzeugdachmodul bekannt geworden, das eine durchsichtige Dachhaut und eine unter der Dachhaut angeordnete Rolloeinrichtung aufweist. Eine rahmenartige Innenschale des Dachmo- duls ist aus einem Schaumkunststoff geformt und an die Dachhaut als Anschäumung unterseitig angeschäumt. Ein hinteres Rahmenteil der Innenschale weist ein unteres Rahmenelement auf, das sich von einem Verbindungssteg mit der Anschäumung flächig nach vorne erstreckt und zur Dachhaut hin einen Hohlraum abgrenzt, in dem eine Wickelwelle der Rolloeinrichtung angeordnet und mittels beidseitiger Lagerböcke am unteren Rahmenelement drehbar gelagert ist. Eine Rollobahn ist auf der Wickelwelle derart aufgewickelt, dass sie von der Unterseite der Wickelwelle abgewickelt wird, wenn die Rollobahn nach vorne unter die Dachhaut ausgezogen wird. Dabei gleitet die Rollobahn mit ihrer dem Fahrzeuginnenraum zugewandten unteren Sichtfläche auf einer eine Ablaufkante bildenden Aufkantung am Vorderrand des unteren Rahmenelements. Problematisch ist hierbei die Montage der Wickelwelle an den Lagerböcken des unteren Rahmenelements, da hierfür nur ein Spalt zwischen der Aufkantung und der Dachhaut zur Verfügung steht, der dementsprechend groß gebildet sein muss. Der Schaum- kunststoff des unteren Rahmenelements ist in gewissem Umfang verformbar, so dass das untere Rahmenelement für die Montage der Wickelwelle herunter gebogen werden kann. Andererseits kann diese Verformbarkeit eine stabile ortsfeste Lagerung der Wickelwelle wie auch eine stabile Positionierung der die Ablaufkante bildenden Aufkantung erschweren. Des Weiteren kann das Gleiten der

Rollobahn auf ihrer unteren Sichtseite an der Aufkantung zu einer Beeinträchtigung der Oberfläche der Rolllobahn führen, z. B. falls Verschmutzung an der Aufkantung auf die Oberfläche der Rollobahn übertragen wird.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein eingangs genanntes Fahrzeug- dachmodul zu schaffen, das hinsichtlich seiner Rolloeinrichtung verbessert ist.

Diese Aufgabe wird bei dem eingangs genannten Fahrzeugdachmodul erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass eine am Dachelement angebrachte An- oder Umschäumung einen die Ablaufkante aufweisenden Ablaufkantenkörper enthält.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

Bei dem erfindungsgemäßen Fahrzeugdachmodul ist die Ablaufkante somit ein Bestandteil des Dachelements und wird mit diesem als Einheit am Dachmodul angebracht. Folglich ist eine spezielle Befestigungseinrichtung oder dergleichen zur Montage der Ablaufkante oder eines die Ablaufkante tragenden Bauteils nicht erforderlich. Das Dachelement ist beispielsweise ein Glasfestelement oder FTM (fixed transparent module) und insbesondere ein Glasdeckel oder ein Kunststoffdeckel aus einem transparenten oder durchsichtigen Kunststoff wie z. B. PC oder PMMA. Das Dachelement weist eine An- oder Umschäumung auf, die zumindest an der Un- terseite des Dachelements in der Nähe des Randes des Dachelements oder Deckels angeschäumt ist und z. B. einen Verstärkungsrahmen oder eine Halterung für eine Dichtung aufweist oder auch den Rand des Dachelements als Randschutz umgreift.

Diese An- oder Umschäumung, die am Dachelement randseitig umlaufend gebildet sein kann, ist im Bereich der Wickelwelle der Rolloeinrichtung mit einer Erweiterung gebildet, die einen Ablaufkantenkörper darstellt, der die Ablaufkante enthält. Die Ablaufkante ist somit formstabil und lagestabil in Bezug zu dem Da- chelement und zu der Wickelwelle angeordnet. Da die Ablaufkante bzw. der Ablaufkantenkörper bei der Herstellung der An- oder Umschäumung erzeugt wird, ist kein zusätzlicher oder nachträglicher Montagevorgang erforderlich. Die Länge des Ablaufkantenkörpers in Querrichtung des Dachmoduls bzw. des Dachelementes stimmt im Wesentlichen mit der Breite der Rollobahn oder der Länge der Wickel- welle überein.

Zweckmäßigerweise ragt der Ablaufkantenkörper vom Dachelement in der Art einer Leiste oder eines Stegs nach unten vor, ist aber nicht auf eine solche Form beschränkt. Insbesondere ragt der stegartige Ablaufkantenkörper unmittelbar von der Unterseite des Dachelements nach unten vor.

Gemäß einer bevorzugten Gestaltung ist vorgesehen, dass die Ablaufkante von dem Ablaufkantenkörper der An- oder Umschäumung selbst gebildet ist. Damit wird schon ohne ein weiteres Zusatzbauteil die Ablaufkante von dem Kunststoff- material bereitgestellt.

Gemäß einer alternativen Gestaltung kann die Ablaufkante von einer auf dem Ablaufkantenkörper aufgebrachten Schicht oder Folie gebildet oder von dieser abgedeckt sein. Der Ablaufkantenkörper gibt grundsätzlich die Form der Ablaufkante vor und die Schicht oder Folie bildet einen Überzug, auf dem die Rollobahn gleiten kann. Die Schicht oder Folie kann spezielle Eigenschaften aufweisen, die das Kunststoffmaterial der Anschäumung gegebenenfalls nicht bietet, insbesondere im Hinblick auf verbesserte Gleiteigenschaften der Rollobahn auf der Ablaufkante du Verschleißfestigkeit der Ablaufkante.

Weiterhin kann in einer bevorzugten Gestaltung die Ablaufkante von einem am Ablaufkantenkörper angeordneten Zusatzteil gebildet sein. Ein solches Zusatzteil kann beispielsweise mit speziellen Materialeigenschaften oder in einer speziellen Gestalt gebildet sein.

Insbesondere ist das Zusatzteil am Ablaufkantenkörper fest oder lösbar ange- bracht und es kann zweckmäßigerweise angesteckt, angeclipst, angeklebt oder angeschäumt sein. So kann z. B. eine aus hartem abriebfestem Material hergestellte Ablaufkante an dem Ablaufkantenkörper aus weicherem Schaummaterial angebracht werden. Die Ablaufkante kann von einer gekrümmten Fläche gebildet sein, so dass die Rollobahn in flächigem Gleitkontakt mit der Ablaufkante ist. Die Ablaufkante kann aber auch als schmale Kante gebildet sein. Die gekrümmte Fläche ist z. B. von einem im Querschnitt z. B. kreisabschnittsförmig oder elliptisch geformten Abschnitt des Ablaufkantenkörpers oder des Zusatzteils, der bzw. das die Ablaufkan- te bildet, geformt.

Wenn es auch bevorzugt ist, dass sich die Ablaufkante durchgehend erstreckt, so kann sie auch zumindest eine Unterbrechung aufweisen. Die Unterbrechung ist z. B. eine Aussparung oder ein Rücksprung in dem Ablaufkantenkörper oder dem Zusatzteil.

Die Ablaufkante kann sich geradlinig erstrecken. Jedoch kann sie auch zumindest einen nach oben bzw. gegen das Dachelement gewölbten Kantenabschnitt aufweisen oder über ihre gesamte Länge einer nach oben gewölbten Kurvenlinie fol- gen. Hierbei kann die Wickelwelle selbst eine nach oben gerichtete Krümmung oder Wölbung aufweisen, wodurch eine Wölbung des ausgezogenen Abschnitts der Rollobahn vorgegeben wird. Eine Rolloeinrichtung mit einer derartigen Wickelwelle ist aus der DE 10 2006 046 105 A1 bekannt. Es ist bevorzugt, dass die Wickelwelle mit ihrer Rollobahn und die Ablaufkante in einer solchen gegenseitigen Zuordnung angeordnet sind, dass die Rollobahn beim Abwickeln von der Wickelwelle mit ihrer zum Dachelement weisenden Ober- seite über die Ablaufkante gleitet. Es ist dann ausgeschlossen, dass die Unterseite der Rollobahn, die dem Fahrzeuginnenraum zugewandt ist und im Sichtbereich der Fahrzeuginsassen liegt, durch die Ablaufkante oder durch Ablagerungen oder Schmutz an der Ablaufkante verschmutzt oder beschädigt werden kann. Wenn die Wickelwelle am Dachmodul und insbesondere an einem Dachmodulrahmen und damit an einem steifen Bauteil drehbar gelagert ist, kann eine solche Lagerung mit der erforderlichen Steifigkeit gebildet werden, so dass Schwingungen der Wickelwelle im Fahrbetrieb vermieden werden können. Die Wickelwelle kann unterseitig von einer himmelartigen Abdeckung, die insbesondere am Dachmodulrahmen befestigt ist, abgedeckt sein. Die Abdeckung übernimmt keine Lagerfunktion für die Wickelwelle, sondern wird als eigenständiges Teil unabhängig von der Wickelwelle montiert. Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen eines erfindungsgemäßen Fahrzeugdachmoduls unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Es zeigt: in einer isometrischen Ansicht ein Fahrzeugdach mit einem fest angebrachten Dachelement eines Dachmoduls, das weitere Dachelemente aufweisen kann;

Fig. 2 in einer Längsschnittansicht gemäß der Linie II - II in Fig. 1 einen rückwärtigen Endabschnitt des Dachmoduls mit dem fest ange- brachten Dachelement oder Deckel sowie einer unter dem Deckel angeordneten Rolloeinrichtung, deren Rollobahn über eine am Deckel angebrachte Ablaufkante geführt ist; Fig. 3 in einer Längsschnittansicht gemäß Fig. 2 das in Fig. 2 dargestellte Fahrzeugdach mit einer zweiten Ausführungsform der Ablaufkante;

Fig. 4 in einer Längsschnittansicht gemäß Fig. 2 das in Fig. 2 dargestellte

Fahrzeugdach mit einer dritten Ausführungsform der Ablaufkante;

Fig. 5 in einer Querschnittansicht gemäß Linie V - V in Fig. 1 in schemati- scher Darstellung einen seitlichen Randbereich des Dachmoduls mit der Ablaufkante und einer Wickelwelle der Rolloeinrichtung und ei- ner die Wickelwelle lagernden Lagereinrichtung; und

Fig. 6 in einer Querschnittansicht gemäß Fig. 5 in schematischer Darstellung den seitlichen Randbereich des Dachmoduls mit einer nach oben gewölbten Ablaufkante.

Ein Fahrzeugdach 1 eines Fahrzeugs wie z. B. eines Personenkraftwagens weist ein Dachelement in Form eines Deckels 2 auf (siehe Fig. 1 ), der aus einem lichtdurchlässigen Material hergestellt ist, insbesondere ein Glasdeckel ist und eine Dachöffnung 3 fest verschließt. Der Deckel 2 ist insbesondere ein Teil eines Dachmoduls 4, das einen Dachmodulrahmen 5 aufweist, über den es an einem die Dachöffnung 3 umgebenden Dachrahmen 6 des Fahrzeugdaches 1 befestigt ist. Das Dachmodul 4 kann vor oder hinter dem fest eingebauten Deckel 2 noch weitere Dachelemente oder Deckel aufweisen. Gemäß der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform ist der Deckel 2 mittels einer umlaufenden Kleberaupe 7 am Dachmodulrahmen 5 befestigt. Der Deckel 2 kann jedoch auch direkt an dem Dachrahmen 6 befestigt sein.

Unterhalb des Deckels 2 ist eine Wickelwelle 8 einer Rolloeinrichtung 9 drehbar gelagert. Die Wickelwelle 8 ist nahe vor einem Schenkel 10 eines hinteren Quer- abschnitts des Dachmodulrahmens 5 angeordnet und mittels einer Lagereinrichtung mit beidseits der Wickelwelle 8 vorgesehenen Lagern 1 1 , die am Dachmodulrahmen 5 angebracht sind (siehe Fig. 5), drehbar gelagert. Eine Rollobahn 12 ist auf der durch Federkraft in Wickelrichtung vorgespannten Wickelwelle 8 auf- gewickelt und von der Wickelwelle 8 gegen die Federvorspannkraft abwickelbar. Die Rollobahn 12 ist von der Wickelwelle 8 auf der dem Deckel 2 zugewandten oberen Seite abwickelbar und mittels eines Zugspriegels 13 unter dem Deckel 2 nach vorne ausziehbar, so dass der lichtdurchlässige Bereich des Deckels 2 teil- weise oder gänzlich abdeckbar und abschattbar ist. Der Zugspriegel 13 ist beidseits an Längsführungsschienen des Dachmoduls 4, die insbesondere am Dachmodulrahmen 5 angeordnet sind, verschiebbar geführt und insbesondere von einer Antriebseinrichtung in bekannter weise verstellbar. Die Rollobahn 12 ist über eine Ablaufkante 14 geführt, die in Auszugsrichtung vor der Wickelwelle 8 und nahe bei dieser angeordnet ist. Die Ablaufkante 14 ist am unteren Ende eines Ablaufkantenkörpers 15 angeordnet oder gebildet. Der Ablaufkantenkörper 15 ragt vom Deckel 2 stegartig oder leistenartig nach unten vor und erstreckt sich in Dachquerrichtung parallel zur Wickelwelle 8 im Wesentlichen über die Länge der Wickelwelle 8. Der Ablaufkantenkörper 15 ist als ein Teil einer An- oder Umschäumung 16 des Deckels 2 z. B. aus PU-Schaum gebildet. Eine solche An- oder Umschäumung 16 des Deckels 2 wird z. B. zum Einschäumen eines den Deckel 2 verstärkenden Rahmenbauteils oder als Dichtungsträger vorgesehen. Der Ablaufkantenkörper 15 ist z. B. als vorderer Teil der sich am Hinter- rand des Deckels 2 in Querrichtung erstreckenden An- oder Umschäumung 16 (die An- oder Umschäumung 16 ist in den Fig. 2 bis 4 nur schematisch und in Längsrichtung des Deckels 2 verkürzt dargestellt) gebildet.

Die Ablaufkante 14 des Ablaufkantenkörpers 15 ist derart von der Wickelwelle 8 und von der Deckelunterseite beabstandet, dass die Rollobahn 12 in vollständig aufgewickelter Anordnung und bei maximalem Abwickelradius wie auch in vollständig abgewickelter Anordnung bei minimalem Abwickelradius mit ihrer Außenoder Oberfläche stets über die Ablaufkante 14 geführt ist. Die vom Fahrzeuginnenraum her sichtbare Unterseite oder Innenfläche der Rollobahn 12 hat somit keinen Kontakt mit der Ablaufkante 14. Die Ablaufkante 14 kann annähernd linienförmig sein oder im Querschnitt kurvenförmig oder abgerundet sein, so dass die Rollobahn 12 an der Ablaufkante 14 auch über eine Fläche geführt sein kann. Fig. 2 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel, bei dem die Ablaufkante 14 von dem unteren Rand des Ablaufkantenkörpers 15 selbst gebildet ist, die Rollobahn 12 demnach unmittelbar auf dem Kunststoff-Schaummaterial der An- oder Um- schäumung 16 bzw. des Ablaufkantenkörpers 15 gleitet. Fig. 3 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel, bei dem auf den unteren Rand des Ablaufkantenkörpers 15 eine Schicht oder Folie 17 oder dergleichen aufgebracht, insbesondere aufgeklebt ist, die die Ablaufkante 14 bildet und über die die

Rollobahn 12 gleitet. Mit der Folie 17 kann eine günstige Materialpaarung für die Gleitführung und Abstützung der Rollobahn 12 bereit gestellt werden.

Fig. 4 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel, bei dem an dem unteren Rand des Ablaufkantenkörpers 15 ein Zusatzteil 18 angebracht ist, z. B. mittels einer Steckverbindung, Clipverbindung oder Klebeverbindung, das die Ablaufkante 14 bildet und über das die Rollobahn 12 gleitet. Mit dem Zusatzteil 18 kann gleichfalls eine günstige Materialpaarung für die Gleitabstützung der Rollobahn 12 bereit gestellt werden. Wenn Zusatzteile 18 in unterschiedlichen Formen und Größen verfügbar sind, kann die Position der Ablaufkante 14 durch Wechsel bzw. entsprechende Auswahl eines jeweiligen Zusatzteils 18 variiert werden. Das Zusatzteil 18 kann z. B. auf einen stegartig gebildeten Rand des Ablaufkantenkörpers 15 aufgesteckt und daran geklemmt oder mit einer Rastung festgelegt werden.

Unterhalb der Wickelwelle 8 ist eine himmelartige Abdeckung 19 oder Verkleidung angebracht, die die Wickelwelle 8 unterseitig abdeckt, aber ohne Kontakt mit der Rollobahn 12 ist. Die Abdeckung 19 ist am Dachmodul 4 bzw. dem Dachmodul- rahmen 5 befestigt, z. B. durch Clipverbindungen 20.

Die Ablaufkante 14 kann sich geradlinig erstrecken (siehe Fig. 5) oder sie kann zumindest einen nach oben gekrümmten oder gewölbten Kantenabschnitt 22 (siehe Fig. 6) aufweisen, insbesondere einen zentralen gewölbten Kantenabschnitt 22, oder sie ist über ihre gesamte Länge gewölbt. Die Ablaufkante 14 kann auch zumindest eine Unterbrechung 21 aufweisen (siehe Fig. 5), die z. B. von einer Ausnehmung am Ablaufkantenkörper 15 gebildet ist.

Die in der Beschreibung und anhand des Ausführungsbeispiels offenbarten einzelnen Merkmale können in beliebigen technisch zweckmäßigen Anordnungen und Gestaltungen mit dem Erfindungsgegenstand in seiner allgemeinen Form kombiniert werden.

Bezugszeichenliste

Fahrzeugdach 12 Rollobahn

Deckel 13 Zugspriegel

Dachöffnung 14 Ablaufkante

Dachmodul 15 Ablaufkantenkörper

Dachmodulrahmen 16 An- oder Umschäumung

Dachrahmen 17 Folie

Kleberaupe 18 Zusatzteil

Wickelwelle 19 Abdeckung

Rolloeinrichtung 20 Clipverbindung

Schenkel 21 Unterbrechung

Lager 22 Kantenabschnitt