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Patent Searching and Data


Title:
VEHICLE ROOF WITH A POLYCARBONATE COVER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/117338
Kind Code:
A1
Abstract:
A vehicle roof is proposed, comprising a roof opening (14) which can be selectively closed or at least partially exposed by means of a cover element (16) which, with respect to a longitudinal centre plane of the vehicle, is guided on both sides in a roof-mounted guide rail (22) via a drive mechanism (20) and which is produced from a material comprising polycarbonate. The drive mechanism (20) is an at least partially integrated component of the cover element (16).

Inventors:
MICHALSKY PETER (DE)
HOELZEL DOMINIK (DE)
LANG ANDREAS (DE)
BOS MARKUS (DE)
WALZ JOCHEN (DE)
POLLAK MARTIN (DE)
DITTRICH WOLFGANG (DE)
Application Number:
EP2011/054523
Publication Date:
September 29, 2011
Filing Date:
March 24, 2011
Export Citation:
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Assignee:
WEBASTO AG (DE)
MICHALSKY PETER (DE)
HOELZEL DOMINIK (DE)
LANG ANDREAS (DE)
BOS MARKUS (DE)
WALZ JOCHEN (DE)
POLLAK MARTIN (DE)
DITTRICH WOLFGANG (DE)
International Classes:
B60J7/02; B60J7/04
Foreign References:
DE102006022929A12007-11-22
DE19800240C11999-02-25
DE19642648A11998-04-23
EP0509862A11992-10-21
DE29814743U11999-12-30
JP2000142119A2000-05-23
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
ADVOTEC. PATENT- UND RECHTSANWÄLTE (DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Fahrzeugdach, umfassend eine Dachöffnung (14), die mittels eines Deckelelements (16) wahlweise geschlossen oder zumindest teilweise freigegeben werden kann, das bezogen auf eine Fahrzeuglängsmittelebene beidseits über eine Antriebsmechanik (20) in einer dachfesten Führungsschiene (22) geführt ist und das aus einem Polycarbo- nat umfassenden Werkstoff gefertigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsme- chanik (20) zumindest teilweise integrierter Bestandteil des Deckelelements (16) ist.

2. Fahrzeugdach nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Deckelanbin- dungsbauteil (30) der Antriebsmechanik (20) als Einlegeteil des Deckelelements (16) ausgebildet ist.

3. Fahrzeugdach nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Deckelanbin- dungsbauteil (30) ein Deckelträger mit einer Steuerbahn (34) für einen in der betreffenden Führungsschiene (22) geführten Antriebsschlitten (36) ist. 4. Fahrzeugdach nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Deckelanbin- dungsbauteil der Antriebsmechanik einstückig mit dem Deckelelement hergestellt ist.

Description:
Fahrzeugdach mit Polycarbonatdeckel

Die Erfindung betrifft ein Fahrzeugdach mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1.

Ein derartiges Fahrzeugdach ist aus der Praxis bekannt und umfasst eine Dachöffnung, die mittels eines Deckelelements wahlweise geschlossen oder zumindest teilweise freigegeben werden kann. Bezogen auf eine Fahrzeuglängsmittelebene ist das Deckelelement beidseits jeweils an einen Deckelträger angebunden, der beispielsweise eine Steuerbahn aufweist, an der zum Verstellen des Deckelelements ein Antriebsschlitten geführt ist, der in einer dachfesten Führungsschiene geführt ist. Eine Betätigung des Antriebsschlittens bewirkt ein Verschwenken des Deckelelements. Die Schwenkbewegung ist durch die Form der Steuerbahn des Trägerelements definiert. Die Anbindung des Trägerelements erfolgt in der Regel über Befestigungslaschen, die über einen angeschäumten Rahmen an das Deckelelement angebunden sind.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Fahrzeugdach der einleitend genannten Gattung zu schaffen, das sich gegenüber dem Stand der Technik durch kurze Fertigungszeiten auszeichnet.

Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß durch das Fahrzeugdach mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.

Der Kern der Erfindung besteht mithin darin, dass zumindest Teile der Antriebsmechanik für das Deckelelement integrierter Bestandteil desselben sind. Dies bedeutet, dass diese Teile der Antriebsmechanik nach Fertigung des Deckelelements nicht mehr separat mit diesem verbunden werden müssen. Vielmehr sind diese nach der Fertigung des Deckelelements bereits fest angebunden. Dadurch wird der Fertigungsprozess des Fahrzeugdachs erheblich beschleunigt.

Bei einer bevorzugten Ausfuhrungsform des Fahrzeugdachs nach der Erfindung umfasst die Antriebsmechanik ein Deckelanbindungsbauteil, das als Einlegeteil des Deckelele- ments ausgebildet ist. Das Deckelanbindungsbauteil wird also beim Spritzgießen des Deckelelements in das Spritzgießwerkzeug eingelegt und ist bei dem gefertigten Deckelelement teilweise von dem Polycarbonatwerkstoff umschlossen. Es liegt damit eine stabile Anbindung des Deckelanbindungsbauteils an das Deckelelement vor. Das Deckelanbindungsbauteil kann insbesondere ein Deckelträger sein, der eine

Steuerbahn für einen in der betreffenden Führungsschiene geführten Antriebsschlitten aufweist. Die Form der Steuerbahn gibt eine Schwenkbewegung des Deckelelements beim Betätigen des Antriebsschlittens vor. Bei einer alternativen Ausführungsform des Fahrzeugdachs nach der Erfindung weist die Antriebsmechanik ein Deckelanbindungsbauteil auf, das einstückig mit dem

Deckelelement hergestellt ist. Das Deckelanbindungsbauteil besteht in diesem Fall also ebenfalls aus einem Polycarbonatwerkstoff oder einem anderen Kunststoffwerkstoff, der mit dem Polycarbonat des Deckelelements durch einen Spritzgießprozess verbunden werden kann. In diesem Falle bildet das Deckelelement mit dem direkt angebundenen Deckelanbindungsbauteil ein Mehrkomponenten-Kunststoffspritzgießbauteil, das in einem entsprechenden Werkzeug gefertigt werden kann.

Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen des Gegenstandes der Erfindung sind der Beschreibung, der Zeichnung und den Patentansprüchen entnehmbar.

Ein Ausführungsbeispiel eines Fahrzeugdachs nach der Erfindung ist in der Zeichnung schematisch vereinfacht dargestellt und wird in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigt:

Fig. 1 eine perspektivische Draufsicht auf ein Fahrzeugdach nach der Erfindung; Fig. 2 einen stark schematisierten Schnitt entlang der Linie II-II in Fig. 1 ; und

Fig. 3 einen stark schematisierten Längsschnitt durch das Fahrzeugdach entlang der Linie III-III in Fig. 1. In der Zeichnung ist ein Personenkraftwagen 10 dargestellt, der ein Fahrzeugdach 12 aufweist, welches mit einer Dachöffnung 14 versehen ist. Die Dachöffnung 14 kann mittels eines transparenten Deckelelements 16, das Bestandteil eines Dachöffnungssystems ist, wahlweise geschlossen oder zumindest teilweise freigegeben werden. Im vorliegenden Fall ist das Deckelelement 16 Bestandteil eines Hubschiebedachs, so dass es beim Öffnen der Dachöffnung unter einen heckseitigen festen Dachabschnitt 18 verfahren wird.

Zum Verstellen des Deckelelements 16 umfasst das Fahrzeugdach 12 an den bezogen auf eine vertikale Fahrzeuglängsmittelebene seitlichen Rändern des Deckelelements 16 jeweils eine Antriebsmechanik 20, die in einer sich in Fahrzeuglängsrichtung erstreckenden, fahrzeugfesten Führungsschiene 22 geführt ist. Die Führungsschiene 22 ist im Bereich eines seitlichen Dachlängsholms 24 gelagert.

Das Deckelelement 16 ist als Zweikomponenten- Spritzgießbauteil aus einem Polycar- bonat umfassenden Werkstoff gefertigt und umfasst einen ersten, transparenten Poly- carbonatabschnitt 26, der flächig und transparent ausgebildet ist. Des Weiteren umfasst das Deckelelement 16 einen rahmenartig an der Unterseite des ersten Polycarbonatab- schnitts 26 angeordneten, zweiten Polycarbonatabschnitt 28, der weitgehend opak ausgebildet ist und umlaufend entlang des Randes des ersten Polycarbonatabschnitts 26 verläuft.

Zur Anbindung des Deckelelements 16 ist ein als Einlegeteil ausgebildeter Deckelträger 30 in den zweiten Polycarbonatabschnitt 28 eingebettet, wobei ein vertikal nach unten abstehender Abschnitt 32 des Deckelträgers 30 an seinem unteren Rand eine Steuerbahn 34 für einen Antriebsschlitten 36 der Antriebsmechanik 20 umfasst. Der Antriebsschlitten 36 ist in Fahrzeuglängsrichtung in der dachfesten Führungsschiene 22 geführt. Der Deckelträger 30, der Bestandteil der Antriebsmechanik 20 ist, bildet also einen integrierten Bestandteil des aus Polycarbonat gefertigten Deckelelements 16. Ein separates Anbinden eines Deckelelementträgers an das Deckelelement über Verschrau- bungen und dergleichen entfällt bei dem im Sinne der Erfindung ausgebildeten Fahr- zeugdach.

Bezugszeichenliste

10 Personenkraftwagen

12 Fahrzeugdach

14 Dachöffnung

16 Deckelelement

18 fester Dachabschnitt

20 Antriebsmechanik

22 Führungsschiene

24 Dachlängsholm

26 erster Polycarbonatabschnitt

28 zweiter Polycarbonatabschnitt

30 Deckelträger

32 Abschnitt

34 Steuerbahn

36 Antriebsschlitten