Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
VEHICLE, SYSTEM, AND METHOD FOR THE OPERATION OF A SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/147507
Kind Code:
A2
Abstract:
Disclosed are a vehicle, a system, and a method for operating a system, wherein driving means are arranged on the underside of the vehicle, and wherein a winding, in particular a coil winding, is arranged on at least one lateral surface.

Inventors:
SCHMIDT, Josef (Erfurter Strasse 8, Graben-Neudorf, 76676, DE)
Application Number:
EP2011/001957
Publication Date:
December 01, 2011
Filing Date:
April 18, 2011
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
SEW-EURODRIVE GMBH & CO. KG (Ernst-Blickle-Str. 42, Bruchsal, 76646, DE)
SCHMIDT, Josef (Erfurter Strasse 8, Graben-Neudorf, 76676, DE)
International Classes:
B60L11/18
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche:

1. Fahrzeug, wobei an der Unterseite Antriebsmittel angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass an mindestens einer Seitenfläche eine Wicklung, insbesondere Spulenwicklung, angeordnet ist.

2. Fahrzeug nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Antriebsmittel zumindest ein Rad oder eine Rolle aufweisen, das beziehungsweise die von einem elektrischen Motor antreibbar ist, der am Fahrzeug angeordnet ist.

3. Fahrzeug nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

der elektrische Motor von einem Umrichter speisbar ist, welcher aus einem Energiespeicher versorgbar ist, insbesondere wobei Energiespeicher und Umrichter am Fahrzeug angeordnet sind.

4. Fahrzeug nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Fahrzeug eine Fördereinheit aufweist, insbesondere an seiner Oberseite, insbesondere wobei die Fördereinheit eine Rollenförderbahn aufweist.

5. Fahrzeug nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Wicklungsachse der Wicklung senkrecht zur Normalenrichtung der Bodenfläche ausgerichtet ist, auf der das Fahrzeug verfahrbar ist.

6. Fahrzeug nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

am Fahrzeug mindestens zwei, drei oder vier Wicklungen angeordnet sind, deren

Wicklungsachsen in einer Ebene liegen.

7. Fahrzeug nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

eine der Wicklungen von einem Wechselrichter mit Wechselstrom beaufschlagbar ist, der aus dem Energiespeicher versorgbar ist,

insbesondere wobei der Wechselrichter ein DC/AC-Wandler ist.

8. Fahrzeug nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Energiespeicher eine Batterie, einen Akkumulator, einen Kondensator, einen

Doppelschicht-Kondensator und/oder einen Ultracap aufweist.

9. Fahrzeug nachrmindestens einem der vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

aus einer der Wicklungen ein AC/DC-Wandler, insbesondere umfassend einen Gleichrichter, speisbar ist, so dass der Energiespeicher aufladbar und/oder der umrichtergespeiste Motor versorgbar ist

10. Fahrzeug nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

im Fahrzeug Schalter angeordnet sind, mittels welcher die Richtung des Energiefluss zwischen Wicklung und Energiespeicher steuerbar ist, insbesondere wobei Wicklung und Energiespeicher über einen rückspeisefähigen

Wechselrichter verbunden sind, insbesondere wobei der rückspeisefähige Wechselrichter zwei Halbbrücken aufweist, die jeweils einen oberen und einen unteren

Leistungshalbleiterschalter aufweisen, wobei jedem Schalter eine Diode parallel zugeschaltet ist, insbesondere wobei die Leistungshalbleiterschalter pulsweitenmoduliert ansteuerbar sind von einer Steuerelektronik des Fahrzeugs.

1 1. Fahrzeug nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Wicklung einen Spulenkern aufweist, insbesondere einen Ferritkern, insbesondere wobei der Spulenkern derart im Fahrzeug angeordnet ist und Schenkel des Kerns derart zur Außenfläche des Fahrzeugs ausgerichtet sind, dass bei entsprechendem Ausrichten eines weiteren Fahrzeugs mit einem solchen Kern eine geschlossene Führung eines von einer Wicklung des Fahrzeugs oder des weiteren Fahrzeugs erzeugten

Magnetfeldes im Kern erreichbar ist, insbesondere ohne Luftspalt oder mit geringfügigem Luftspalt.

12. Fahrzeug nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Fahrzeug ein Positionserfassungssystem aufweist, insbesondere umfassend ein GPS System und/oder ein Bilderkennungssystem zur Erkennung von in der Anlage angeordneten Markierungen, und/oder dass das Fahrzeug einen Datenaustauschverbindung, insbesondere eine berührungslose Datenverbindung, zu einem zentralen Rechner der Anlage und/oder zu mindestens einem weiteren Fahrzeug aufweist, und/oder dass das Fahrzeug an der Unterseite eine Sekundärwicklung aufweist, insbesondere welche induktiv an einen am Boden angeordneten Primärleiter ankoppelbar ist, so dass der Sekundärwicklung eine Kapazität derart in Reihe und/oder parallel zugeschaltet ist, dass die zugehörige Resonanzfrequenz der Frequenz eines in den Primärleiter eingespeisten Wechselstroms im Wesentlichen gleicht.

13. Anlage mit mindestens einem Fahrzeug nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

im Boden ein Primärleiter langgestreckt verlegt ist, so dass das Fahrzeug induktiv aus dem Primärleiter versorgbar ist, insbesondere während der Fahrt.

14. Verfahren zum Betreiben einer Anlage mit Fahrzeugen nach einem der Ansprüche 1 bis 13,

dadurch gekennzeichnet, dass

ein Verband von Fahrzeugen gebildet wird zur Lösung einer gemeinsamen logistischen Aufgabe, wobei Energie aus dem Energiespeicher eines Fahrzeugs des Verbandes übertragen wird an ein weiteres Fahrzeug des Verbandes, wobei der Energiefluss über induktive Kopplungen zwischen den Fahrzeugen des Verbandes geführt wird.

15. Verfahren nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

die Fahrzeuge synchronisiert verfahren werden, insbesondere wobei eines der Fahrzeuge des Verbandes als Master fungiert und die weiteren Fahrzeuges des Verbandes als Slave fungieren, und/oder dass die in den Energiespeichern der Fahrzeuge des Verbands gespeicherte gesamte

Energiemenge für die Ausführung der logistischen Aufgabe durch die Fahrzeuge des Verbands ausreicht, oder dass die von einem Primärleiter an ein Fahrzeug oder an mehrere Fahrzeuge übermittelte elektrische Leistung der für die Ausführung der logistischen Aufgabe durch die Fahrzeuge des Verbands notwendigen Leistung entspricht oder diese übersteigt oder dass die von einem Primärleiter an ein Fahrzeug oder an mehrere Fahrzeuge übermittelte elektrische Leistung der für die Ausführung der logistischen Aufgabe durch die Fahrzeuge des Verbands notwendigen Leistung unter Berücksichtigung der von den Energiespeichern der Fahrzeuge des Verbandes lieferbare Leistung ausreicht.

Description:
Fahrzeug, Anlage und Verfahren zum Betreiben einer Anlage

Beschreibung: Die Erfindung betrifft ein Fahrzeug, eine Anlage und ein Verfahren zum Betreiben einer Anlage.

Es ist bekannt Fahrzeuge mit einem elektrischen Antrieb auszustatten, der Räder des Fahrzeuges derart antreibt, dass das Fahrzeug entlang einer Bodenfläche verfahrbar ist und der elektrische Antrieb aus einem Energiespeicher versorgbar ist.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Flexibilität beim Lösen von logistischen Aufgaben weiterzubilden. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe bei dem Fahrzeug nach den in Anspruch 1 , bei der , Anlage nach den in Anspruch 13 und bei dem Verfahren zum Betreiben einer Anlage nach den in Anspruch 14 angegebenen Merkmalen gelöst.

Wichtige Merkmale der Erfindung bei dem Fahrzeug sind, dass an der Unterseite

Antriebsmittel angeordnet sind, wobei an mindestens einer Seitenfläche eine Wicklung, insbesondere Spulenwicklung, angeordnet ist. Von Vorteil ist dabei, dass eine induktive Versorgung des Fahrzeuges an einer Seitenfläche ermöglicht ist. Somit ist Energie von einem weiteren solchen Fahrzeug aufnehmbar oder an ein weiteres Fahrzeug abgebbar. Alternativ ist auch Energie von einer stationär

angebrachten Wicklung aufnehmbar und somit der Energiespeicher beladbar. Statt dem Beladen des Energiespeichers ist die Energie auch dem Antrieb, also den Antriebsmitteln, des Fahrzeugs zuführbar, ein Energiespeicher des Fahrzeugs aufladbar, einer vom Fahrzeug umfassten Fördereinheit zuführbar oder einem weiteren Fahrzeug über eine weitere

Wicklung zuführbar.

BESTÄTIGUNGSKOPIE Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung weisen die Antriebsmittel zumindest ein Rad oder eine Rolle auf, das beziehungsweise die von einem elektrischen Motor antreibbar ist, der am Fahrzeug angeordnet ist. Von Vorteil ist dabei, dass ein Verfahren über der Bodenfläche ausführbar ist. Die Erfindung umfasst auch schienengeführte Fahrzeuge, also nicht zweidimensional sondern nur eindimensional verfahrbare Fahrzeuge.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist der elektrische Motor von einem Umrichter speisbar, welcher aus einem Energiespeicher versorgbar ist, insbesondere wobei Energiespeicher und Umrichter am Fahrzeug angeordnet sind. Von Vorteil ist dabei, dass ein Verfahren des Fahrzeugs und/oder ein Betreiben einer Fördereinheit mit der Energie ausführbar ist

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung weist das Fahrzeug eine Fördereinheit auf,

insbesondere an seiner Oberseite, insbesondere wobei die Fördereinheit von dem

Energiespeicher versorgbar ist, insbesondere wobei die Fördereinheit eine Rollenförderbahn aufweist. Von Vorteil ist dabei, dass das Fahrzeug auf eine Zielposition in der Anlage verfahrbar ist und während der Bewegung dorthin und/oder an der Zielposition eine Förderaufgabe, also eine logistische Aufgabe, durchführbar ist. Beispielsweise wird ein Objekt von einer Seite des Fahrzeugs auf die gegenüberliegende Seite des Fahrzeugs befördert. Ein anderes Beispiel ist ein Sortieren, bei dem ein Objekt von einer ersten Seite des Fahrzeugs an eine zweite oder dritte Seite des Fahrzeugs befördert wird, wobei die Entscheidung für die Förderung an die zweite oder dritte Seite von einem Rechner getroffen wird, dem die Signale eines Sensors zugeführt werden, mit welchem Eigenschaften und/oder Informationen des Objekts detektiert werden, beispielsweise Informationen, die in einem Barcode, RFI D-Tag oder elektronischem

Typenschild gespeichert sind oder Eigenschaften, wie Gewicht, Materialeigenschaften oder dergleichen.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist die Wicklungsachse der Wicklung senkrecht zur Normalenrichtung der Bodenfläche ausgerichtet, auf der das Fahrzeug verfahrbar ist. Von Vorteil ist dabei, dass somit die Wicklung beispielsweise als Ringwicklung ausführbar ist und ein weiteres Fahrzeug mit einer ebensolchen Wicklung derart heranführbar ist, dass die Wicklungen parallel und mit geringem Abstand zueinander positionierbar sind, so dass eine gute induktive Kopplung zwischen den beiden Wicklungen erreichbar ist. Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung sind am Fahrzeug mindestens zwei, drei oder vier Wicklungen angeordnet, deren Wicklungsachsen in einer Ebene liegen. Von Vorteil ist dabei, dass das Fahrzeug beispielsweise quaderförmig ausführbar ist und somit an jeder Seite in einfacher Weise induktiv ankoppelbar ist an ein baugleiches oder ähnliches Fahrzeug. Somit ist der Aufbau eines Verbandes aus Modulen ermöglicht, wobei jedes Modul als Fahrzeug ausgeführt ist. Das Koppeln der Module ist dadurch ausführbar, dass ein als Master fungierendes Fahrzeug weitere, als Slave fungierende Fahrzeuge führt und diese somit synchronisiert bewegt werden. Innerhalb des Verbandes halten dann die Fahrzeuge den jeweiligen relativen Abstand zu ihren direkt benachbarten Fahrzeugen möglichst konstant, wodurch auch eine konstante induktive Kopplung der seitlich angebrachten Wicklungen erreichbar ist und daher auch eine entsprechend effektiver Energieübertragung.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist eine der Wicklungen von einem Wechselrichter mit Wechselstrom beaufschlagbar, der aus dem Energiespeicher versorgbar ist, insbesondere wobei der Wechselrichter ein DC/AC-Wandler ist. Von Vorteil ist dabei, dass ein Wechselstrom verfügbar ist und somit ein Fahrzeug eine seiner Wicklungen als

Primärwicklung eines Transformators betreiben kann, wobei die zugehörige

Sekundärwicklung am direkt benachbarten Fahrzeug angeordnet ist und der induktiv übertragene Strom einem AC/DC-Wandler zugeführt wird, insbesondere einer

Gleich richteranordnung.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung weist der Energiespeicher eine Batterie, einen

Akkumulator, einen Kondensator, einen Doppelschicht-Kondensator und/oder einen Ultracap auf. Von Vorteil ist dabei, dass große Mengen Energie speicherbar sind und somit längerfristige logistische Aufträge ausführbar sind. Beim Abbremsen des Fahrantriebs und/oder der Fördereinheit des Fahrzeuges wird Energie durch motorisches Bremsen erzeugt und ebenfalls dem Energiespeicher zugeführt. Hierbei eignen sich besonders die Doppelschicht-Kondensatoren und/oder Ultracaps, da ihnen kurzfristig große Ströme zuführbar sind.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist aus einer der Wicklungen ein AC/DC-Wandler, insbesondere umfassend einen Gleichrichter, speisbar, so dass der Energiespeicher aufladbar und/oder der umrichtergespeiste Motor versorgbar ist. Von Vorteil ist dabei, dass nicht nur der Fahrantrieb und die Fördereinheit des Fahrzeuges aus dem AC/DC-Wandler versorgbar sind sondern auch der Energiespeicher aufladbar ist, insbesondere bei entsprechendem Energieüberschuss.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist im Fahrzeug Schalter angeordnet sind, mittels welcher die Richtung des Energiefluss zwischen Wicklung und Energiespeicher steuerbar, insbesondere wobei Wicklung und Energiespeicher über einen rückspeisefähigen

Wechselrichter verbunden sind, insbesondere wobei der rückspeisefähige Wechselrichter zwei Halbbrücken aufweist, die jeweils einen oberen und einen unteren

Leistungshalbleiterschalter aufweisen, wobei jedem Schalter eine Diode parallel zugeschaltet ist, insbesondere wobei die Leistungshalbleiterschalter pulsweitenmoduliert ansteuerbar sind von einer Steuerelektronik des Fahrzeugs. Von Vorteil ist dabei, dass somit eine bidirektionale Energiestromführung ermöglicht ist. Dies bedeutet, dass jede Wicklung entweder als

Primärwicklung oder als Sekundärwicklung eines Transformators betreibbar ist. Bei

Vorhandensein mehrerer seitlicher Wicklungen am Fahrzeug ist es vorteilhaft, weitere Schalter vorzugsehen, die ein Verbinden oder Trennen einer jeweiligen Wicklung mit dem rückspeisefähigen Wechselrichter ermöglicht.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung weist die Wicklung einen Spulenkern auf, insbesondere einen Ferritkern, insbesondere wobei der Spulenkern derart im Fahrzeug angeordnet ist und Schenkel des Kerns derart zur Außenfläche des Fahrzeugs ausgerichtet sind, dass bei entsprechendem Ausrichten eines weiteren Fahrzeugs mit einem solchen Kern eine geschlossene Führung eines von einer Wicklung des Fahrzeugs oder des weiteren Fahrzeugs erzeugten

Magnetfeldes im Kern erreichbar ist, insbesondere ohne Luftspalt oder mit geringfügigem Luftspalt. Von Vorteil ist dabei, dass eine besonders starke induktive Kopplung erreichbar ist. Bei ungenügender Kopplung ist es vorteilhaft, die als Sekundärwicklung fungierende

Wicklung mit einer Kapazität derart in Reihe oder parallel zu verbinden, dass die zugehörige Resonanzfrequenz im Wesentlichen der Frequenz des induzierten Stromes entspricht.

Mittels dieser Resonanz ist eine hoher Wirkungsgrad erreichbar - auch bei schwankenden Luftspalten. Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung weist das Fahrzeug ein Positionserfassungssystem auf, insbesondere umfassend ein GPS System und/oder ein Bilderkennungssystem zur

Erkennung von in der Anlage angeordneten Markierungen. Von Vorteil ist dabei, dass das Fahrzeug möglichst autonom betreibbar ist und somit nur geringe Datenmengen zu übertragen sind.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung weist das Fahrzeug eine Datenaustauschverbindung auf, insbesondere eine berührungslose Datenverbindung, zu einem zentralen Rechner der Anlage und/oder zu mindestens einem weiteren Fahrzeug aufweist. Von Vorteil ist dabei, dass vom zentralen Rechner die Aufträge, also logistische Aufgaben übermittelbar sind. Außerdem sind auch Daten übermittelbar, die zur Positionsbestimmung des Fahrzeuges verwendbar sind, oder Daten, die die Positionen anderer Fahrzeuge betreffen.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung weist das Fahrzeug an der Unterseite eine

Sekundärwicklung auf, insbesondere welche induktiv an einen am Boden angeordneten Primärleiter ankoppelbar ist, so dass der Sekundärwicklung eine Kapazität derart in Reihe und/oder parallel zugeschaltet ist, dass die zugehörige Resonanzfrequenz der. Frequenz eines in den Primärleiter eingespeisten Wechselstroms im Wesentlichen gleicht. Von Vorteil ist dabei, dass an einer speziellen Position, wo der Primärleiter im Boden vorgesehen ist, " oder auch während der Bewegung des Fahrzeuges entlang eines im Boden langgestreckt verlegten Primärleiters das Fahrzeug induktiv versorgbar ist.

Wichtige Merkmale bei der Anlage mit mindestens einem zuvor beschriebenen Fahrzeug sind, dass im Boden ein Primärleiter langgestreckt verlegt ist, so dass das Fahrzeug induktiv aus dem Primärleiter versorgbar ist, insbesondere während der Fahrt. Von Vorteil ist dabei, dass auch bei entleertem Energiespeicher ein Bewegen des Fahrzeugs und ein Betreiben der Fördereinheit ermöglicht ist.

Wichtige Merkmale bei dem Verfahren zum Betreiben einer Anlage mit obengenannten Fahrzeugen sind, dass ein Verband von Fahrzeugen gebildet wird zur Lösung einer gemeinsamen logistischen Aufgabe, wobei Energie aus dem Energiespeicher eines Fahrzeugs des Verbandes übertragen wird an ein weiteres Fahrzeug des Verbandes, wobei der Energiefluss über induktive Kopplungen zwischen den Fahrzeugen des Verbandes geführt wird. Von Vorteil ist dabei, dass die Energiereserven des Verbandes gemeinsam von den Fahrzeugen des Verbandes nutzbar sind. Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung werden die Fahrzeuge synchronisiert verfahren, insbesondere wobei eines der Fahrzeuge des Verbandes als Master fungiert und die weiteren Fahrzeuges des Verbandes als Slave fungieren. Von Vorteil ist dabei, dass der Verband synchronisiert bewegbar ist, also wie eine Einheit, und die Fahrzeuge in Master- Slave-Regelung betreibbar sind.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung reicht die in den Energiespeichern der Fahrzeuge des Verbands gespeicherte gesamte Energiemenge für die Ausführung der logistischen Aufgabe durch die Fahrzeuge des Verbands aus. Von Vorteil ist dabei, dass die für die Aufgabe insgesamt benötigte Energiemenge bestimmt wird und nur dann ausgeführt wird, wenn die in den Energiespeichers des Verbandes gespeicherte Energiemenge ausreicht.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung entspricht die von einem Primärleiter an ein Fahrzeug oder an mehrere Fahrzeuge übermittelte elektrische Leistung der für die Ausführung der logistischen Aufgabe durch die Fahrzeuge des Verbands notwendigen Leistung oder übersteigt diese. Von Vorteil ist dabei, dass die an ein oder mehrere Fahrzeuge induktiv vom Boden her zur Sekundärwicklung des jeweiligen Fahrzeugs zugeführte Leistung innerhalb des Verbandes weiterverteilbar ist und somit auch von nicht induktiv aus dem am Boden vorgesehenen Primäreiter versorgbaren Fahrzeugen nutzbar ist. Somit muss nicht an jeder Stelle in der Anlage im Boden ein Primärleiter vorgesehen werden sondern es genügt, wenn wenigstens ein Fahrzeug des Verbandes an einer Stelle positioniert ist, das induktiv versorgbar ist. Somit profitiert dann der gesamte Verband von dieser zugeführten

elektrischen Leistung. Ergänzend kann - insbesondere auch bei benötigten Spitzenleistung - auf die Energiespeicher des Verbandes zurückgegriffen werden. Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung reicht die von einem Primärleiter an ein Fahrzeug oder an mehrere Fahrzeuge übermittelte elektrische Leistung der für die Ausführung der logistischen Aufgabe durch die Fahrzeuge des Verbands notwendigen Leistung unter Berücksichtigung der von den Energiespeichern der Fahrzeuge des Verbandes lieferbare Leistung aus. Von Vorteil ist dabei, dass länger dauernde Aufgaben ausführbar sind. Weitere Vorteile ergeben sich aus den Unteransprüchen. Die Erfindung ist nicht auf die Merkmalskombination der Ansprüche beschränkt. Für den Fachmann ergeben sich weitere sinnvolle Kombinationsmöglichkeiten von Ansprüchen und/oder einzelnen

Anspruchsmerkmalen und/oder Merkmalen der Beschreibung und/oder der Figuren, insbesondere aus der Aufgabenstellung und/oder der sich durch Vergleich mit dem Stand der Technik stellenden Aufgabe.

Die Erfindung wird nun anhand von Abbildungen näher erläutert:

In der Figur 1 ist ein erfindungsgemäßes Fahrzeug schematisch in Ansicht von oben gezeigt, wobei die auf dem Fahrzeug 1 angeordnete Fördereinrichtung nicht gezeigt ist, mit welcher eine Förderaufgabe lösbar ist.

In der Figur 2 sind in gleicher Ansicht mehrere solche Fahrzeuge 1 aneinander gekoppelt vorgesehen, so dass sie ein Cluster, also einen Verband, bilden. Dieser Verband, also eine Gruppe synchronisiert bewegter Fahrzeuge 1 oder zusammen aufgestellter Fahrzeuge 1 löst eine gemeinsame Förderaufgabe.

In der Figur 3 ist eine Seitenansicht des Verbandes gezeigt, bei dem die Rollen 3 des Antriebs des Fahrzeugs 1 sichtbar sind, mit welchen das Fahrzeug 1 über dem Boden verfahrbar ist und die oben angeordnete Fördereinheit mit Förderrollen 4 zum Transportieren von Objekten, also Lösen einer Förderaufgabe.

Das jeweilige Fahrzeug 1 ist innerhalb einer Anlage bewegbar. An der Unterseite des Fahrzeugs 1 ist eine Sekundärwicklung 5 angeordnet, mit welcher das Fahrzeug 1 induktiv aus einem im Boden verlegten Primärleiter versorgbar ist. Alternativ zum Verlegen des Primärleiters im Boden ist auch eine Ladematte verwendbar, die als flache Matte ausgeführt ist und eine Wicklung eines Primärleiters enthält, also eine Primärwicklung. In jedem Fall wird in den Primärleiter ein Wechselstrom mit einer Mittelfrequenz zwischen 10 und 500 kHz eingeprägt und der Sekundärwicklung 5 eine Kapazität derart in Reihe oder parallel zugeschaltet, dass die zugehörige Resonanzfrequenz im Wesentlichen der

Mittelfrequenz gleicht. Auf diese Weise ist auch bei schwacher Kopplung, wie beispielsweise wegen Luftspalt zwischen Primärleiter und Sekundärwicklung 5, ein hoher Wirkungsgrad erreichbar.

Das Fahrzeug nach Figur 1 weist eine Steuerelektronik auf, die eine berührungslose

Datenverbindung zu einem zentralen Rechner der Anlage aufweist. Die Datenverbindung ist beispielsweise per Funkwellen, Infrarot oder durch Aufmodulation höherfrequenter

Stromanteile auf den Strom im Primärleiter und/oder Sekundärwicklung, ausführbar. Darüber hinaus weist das Fahrzeug 1 ein Positionserfassungssystem auf und ist somit in der Lage seine Position innerhalb der Anlage zu bestimmen. Hierzu ist entweder ein nach Art eines GPS mittels Funkwellen arbeitendes System oder ein Triangulationssystem

verwendbar. Alternativ ist auch ein Positionserfassungs-System mittels Bilderkennung verwendbar, wobei innerhalb der Anlage Markierungen angebracht werden, welche von einer Kamera des Fahrzeuges 1 erkennbar sind und somit der Abstand erfassbar ist.

Mittels der von einem elektrischen Antrieb in Drehbewegung versetzbaren Rollen 3 ist das Fahrzeug verfahrbar, insbesondere in beliebige Richtungen entlang der Bodenoberfläche.

Mittels der Fördereinheit 4 ist ein Objekt transportierbar, wobei die Fördereinheit hierbei Sensoren zum Erkennen des Objektes aufweist, so dass die Förderrollen 4 der Fördereinheit erst bei Eintreffen oder Nahekommen des Objektes einschaltbar sind und somit

Energieeffizient betreibbar sind.

Die Fördereinheit ist dabei derart aufgebaut, dass sie entweder eine lineare Förderung bewirkt oder auch eine abzweigende Förderung bewirkbar ist, also entsprechend einer Weiche ein entlang der Fördereinheit gefördertes Objekt seitlich abgibt.

Die Fahrzeuge 1 sind gemäß Figur 2 in einen Verband einbringbar. Hierzu ist beispielsweise von dem zentralen Rechner der Anlage vorgebbar, welche Fahrzeuge 1 zu dem jeweiligen Verband sich anschließen sollen. Alternativ ist auch ein quasi Herbeirufen von weiteren Fahrzeugen 1 durch ein erstes Fahrzeug 1 ausführbar. Hierzu bekommt zunächst das erste Fahrzeug 1 eine erste Transportaufgabe und nimmt danach über die Datenverbindung den Kontakt auf zu anderen Fahrzeugen 1. Wenn diese keine weitere Aufgabe haben und somit frei sind, schließen sich diese mit dem ersten Fahrzeug 1 zu dem Verband zusammen. Der Verband ist bei einer ersten Aufgabe stationär, also unbeweglich, als Ganzes

zusammengestellt. Hierbei ordnen sich die Fahrzeuge nebeneinander an und können somit eine Förderaufgabe erledigen. Beispielsweise sind hierbei Objekte an einer ersten Position von der Fördereinheit 4 eines ersten Fahrzeuges aufzunehmen und werden dann von diesem weitergefördert auf ein benachbartes Fahrzeug 1. Dieses oder ein weiteres Fahrzeug 1 des Verbandes weist einen Sensor auf, der Eigenschaften des Objektes erkennen kann, beispielsweise Barcode-Informationen oder RFID-Informationen des Objektes. Je nach Art der vom Sensor erkannten Information wird das Objekt gerade oder seitlich weitergefördert. Auf diese Weise ist also eine Sortieraufgabe als Förderaufgabe lösbar.

Jedes Fahrzeug hat zwar einen Energiespeicher, aus dem der Antrieb des Fahrzeugs 1 und/oder die Fördereinheit 4 versorgbar ist.

Durch die gleichartige Ausführung von Fahrzeugen ist ein schneller und einfacher Austausch sowie ein modulares Zusammenstellen ermöglicht. Da der Primärleiter nicht im gesamten Bereich der Anlage im Boden verlegt ist und auch nicht der gesamte Boden mit Ladematten belegt ist, erhalten nicht alle Fahrzeuge 1 Energie. Zur Durchleitung von Energie an die weiteren Fahrzeuge 1 weist jedes Fahrzeug an seinen Seiten Wicklungen 2 auf, mit denen eine jeweilige Wicklung 2 eines anderen Fahrzeugs induktiv koppelbar ist. Über diese induktive Kopplung nach Art eines Transformators ist somit Energie übertragbar von demjenigen Fahrzeug, das genügend große Ressourcen aufweist.

Somit ist Energie vom Primärleiter an das erste Fahrzeug und von dort über die seitliche Wicklung an ein nächstes Fahrzeug weiterübertragbar. Auf diese Weise ist ein gesamter Verband mit Energie versorgbar.

Die jeweilige Wicklung 2 ist vorzugsweise um einen E-förmigen oder U-förmigen Ferritkern herumgewickelt vorgesehen, so dass dieser Kern zusammen mit dem entsprechenden Kern des benachbarten Fahrzeugs das Magnetfeld des Transformators ohne oder nur mit geringfügigem Luftspalt führt. Also sind die Endbereiche der Schenkel des jeweiligen E oder U aufeinander zu orientiert vorgesehen.

Bei einer anderen Aufgabe, schließt sich der Verband zusammen, indem die Fahrzeuge 1 synchronisiert bewegt werden. Somit ist ein an einer ersten Position aufgenommenes Objekt vom gesamten Verband transportierbar, wobei die Gewichtskraft sich aufteilt, auf die verschiedenen Fahrzeuge 1 des Verbandes, wenn das Objekt groß ist. Der gesamte

Verband ist somit bewegbar zu einer zweiten Position, bei der das Objekt abladbar ist, insbesondere mittels der Fördereinheit.

Bei der Durchführung dieser anderen Aufgabe ist es zulässig, dass die Energiespeicher der Fahrzeuge verschieden stark beladen sind. Wenn während der Durchführung keine Energiezuführ aus dem Primärleiter an den Verband ausführbar ist, ist allerdings notwendig, dass die gesamte in den Energiespeichern der Fahrzeuge gespeicherte Energiemenge ausreicht für die Durchführung der Aufgabe. Zum Verteilen der in Energiespeichern mancher Fahrzeuge vorhandenen Energie an andere Fahrzeuge des Verbandes dienen die mittels der induktiven Kopplungen hergestellten transformatorischen Anordnungen zwischen den Fahrzeugen 1. Denn über die hierzu eingesetzten Wicklungen 2, die an den jeweiligen zueinander zugewandten Seitenflächen der nächst benachbarten Fahrzeuge 1 eingesetzt sind, ist Energie von einem jeweiligen Fahrzeug 1 ans nächst benachbarte Fahrzeug 1 übertragbar.

Im Energie abgebenden Fahrzeug ist hierzu ein DC/AC Wandler angeordnet, welcher aus dem Energiespeicher des Fahrzeugs versorgbar ist und dessen Energiestrom auf diejenige Wicklung 2 oder diejenigen Wicklungen 2 gelenkt wird, die als Primärwicklung der transformatorischen Anordnung vorgesehen ist. Die als Sekundärwicklung fungierende Wicklung 2 des Energie empfangenden Fahrzeugs weist einen AC/DC Wandler auf, um den dortigen Energiespeicher zu laden beziehungsweise den Antrieb der Fördereinheit und/oder des Fahrzeugs zu versorgen. Denn es ist auch vorsehbar, dass während der Bewegung des Verbandes das Objekt von den Fördereinheiten des Verbandes weiter gefördert wird und somit Antriebe der Fahrzeuge 1 und Fördereinheiten 4 gleichzeitig betreibbar sind.

Bei einem Fahrzeug, das Energie von einem ersten nächst benachbarten zu einem zweiten nächst benachbarten Fahrzeug durchleiten soll, ist auch ein direktes Durchschalten des an seiner ersten seitlichen Wicklung 2 empfangenen Wechselstromes an seine zweite seitliche Wicklung ausführbar. Somit werden Verluste der Wandler minimiert.

Bezugszeichenliste

1 Fahrzeug, Roboter

2 Wicklung

3 Rollen

4 Förderrollen, Fördereinheit

5 Sekundärwicklung