Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
VEHICLE THAT CAN BE DRIVEN ON A TRACK
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/038793
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a vehicle (1) that can be driven on a track, comprising a vehicle frame (2), which is connected to grate-like side walls (7) that form a working chamber (12) to protect workers located in the working chamber. The side walls can be slid relative to the vehicle frame (2) by drives (8, 19) together with transverse walls (13) in order to create a working chamber (12) that adjoins the vehicle frame (2).

Inventors:
HECHENBERGER, Peter (Hinterfeldweg 4, Kirchdorf, A-6382, AT)
KETTL, Alois (Steinbruck 6, Pram, A-4742, AT)
Application Number:
EP2010/004012
Publication Date:
April 07, 2011
Filing Date:
July 02, 2010
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
ROBEL BAHNBAUMASCHINEN GMBH (Industriestrasse 31, Freilassing, 83395, DE)
HECHENBERGER, Peter (Hinterfeldweg 4, Kirchdorf, A-6382, AT)
KETTL, Alois (Steinbruck 6, Pram, A-4742, AT)
International Classes:
B61D15/00; E01B37/00
Download PDF:
Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e

1. Gleisverfahrbares Fahrzeug (1) mit einem Schienenfahrwerke (3) miteinander verbindenden Fahrzeugrahmen (2), der mit in einer Fahrzeuglängsrichtung (6) verlaufenden, relativ zum Fahrzeugrahmen (2) verschiebbaren, einen Arbeitsraum (12) zum Schutz von in diesem befindlichen Arbeitskräften bildenden Seitenwänden (7) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Seitenwände (7) - zur Schaffung eines an den Fahrzeugrahmen (2) angrenzenden Arbeitsraumes () - durch Verschiebeantriebe (8) relativ zum Fahrzeugrahmen (2) verschiebbar sind, und dass eine in Fahrzeuglängsrichtung (6) vom Fahrzeugrahmen (2) distanzierbare, normal zu den Seitenwänden (7) verlaufende Querwand (13) zur Begrenzung des Arbeitsraumes (12) vorgesehen ist.

2. Fahrzeug nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände (7) durch die Verschiebeantriebe (8) in Fahrzeuglängsrichtung (6) verschiebbar sind.

3. Fahrzeug nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Querwände (13) jeweils mit einer der beiden Seitenwände (7) verbunden sind.

4. Fahrzeug nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände (7) an einer Dachkonstruktion (11) befestigt sind, die durch Quer- Verschiebeantriebe (19) normal zur Fahrzeuglängsrichtung (6) sowie relativ zum Fahrzeugrahmen (2) verschiebbar ausgebildet ist.

5. Fahrzeug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Querwand (13) mit der Dachkonstruktion (11) verbunden und mit dieser in Fahrzeuglängsrichtung (6) verschiebbar ist.

6. Fahrzeug nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände (7) und die Querwände (13) durch Querverschiebeantriebe (19) normal zur Fahrzeuglängsrichtung (6) verschiebbar sind.

7. Fahrzeug nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände (7) an einem ersten Längsende (21) auf dem Fahrzeugrahmen (2) abrollbare Stützrollen (22) aufweisen und an einem zweiten Längsende (23) weitere Stützrollen (24) an den Seitenwänden (7) befestigt sind, die relativ zu diesen bzw. zum Fahrzeugrahmen (2) höhenverstellbar sind.

8. Fahrzeug nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände (7) an einem ersten Längsende (21 ) auf dem Fahrzeugrahmen (2) abrollbare Stützrollen (22) aufweisen und an einem zweiten Längsende (23) mit einem gleisverfahrbaren Zugfahrzeug (28) verbunden sind.

Description:
G LE I S VERFAH RB ARES FAHRZEUG.

[001] Die Erfindung betrifft ein gleisverfahrbares Fahrzeug mit einem Schie- nenfahrwerke miteinander verbindenden Fahrzeugrahmen, der mit in einer Fahrzeuglängsrichtung verlaufenden, relativ zum Fahrzeugrahmen verschiebbaren, einen Arbeitsraum zum Schutz von in diesem befindlichen Arbeitskräften bildenden Seitenwänden verbunden ist.

[002] Ein derartiges Fahrzeug ist durch EP 1 369 330 bekannt und dient dazu, eine Gleisbaustelle zur Optimierung der Sicherheit für die Arbeitskräfte käfigartig einzugrenzen. Damit kann ein lebensgefährliches Verlassen in Richtung zu einem angrenzenden Gleis zuverlässig unterbunden werden.

[003] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt nun in der Schaffung eines

Fahrzeuges der eingangs genannten Art, das eine vielseitigere Abschirmung einer Gleisbaustelle ermöglicht.

[004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einem Fahrzeug der gattungsgemäßen Art dadurch gelöst, dass die beiden Seitenwände - zur Schaffung eines an den Fahrzeugrahmen angrenzenden Arbeitsraumes - durch Verschiebeantriebe relativ zum Fahrzeugrahmen verschiebbar sind, und dass eine in Fahrzeuglängsrichtung vom Fahrzeugrahmen distanzierbare, normal zu den Seitenwänden verlaufende Querwand zur Begrenzung des Arbeitsraumes vorgesehen ist. [005] Mit einer derartigen Ausbildung ist es möglich, den gesicherten Arbeitsraum in einen an den Fahrzeugrahmen angrenzenden Bereich zu verlagern. Damit kann der Fahrzeugrahmen für zusätzliche Aufgaben, wie z. B. als Ladefläche oder als Sozialraum für die Arbeitskräfte, verwendet werden. In vorteilhafter Weise besteht auch die Möglichkeit, bereits im Einsatz stehende Fahrzeuge ohne Beeinträchtigung deren bisheriger Funktion nachzurüsten, um bedarfsweise rasch und ohne zeitaufwendige Umrüstarbeiten einen gesicherten Arbeitsraum zur Verfügung stellen zu können.

[006] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der Zeichnungsbeschreibung.

[007] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher beschrieben. Es zeigen:

[008] Fig. 1 und 2 je eine perspektivische Darstellung eines gleisverfahrbaren

Fahrzeuges mit einen Arbeitsraum bildenden Seiten- und Querwänden, Fig. 3 eine Ansicht in Fahrzeuglängsrichtung, und die Fig. 4 bis 8 eine schematische Seitenansichten weiterer Ausführungsvarianten.

[009] Ein in den Fig. 1 , 2 und 3 ersichtliches Fahrzeug 1 weist einen Fahrzeugrahmen 2 auf, der über Schienenfahrwerke 3 auf einem Gleis 4 verfahrbar ist. An einer mit dem Fahrzeugrahmen 2 verbundenen Tragkonstruktion 5 sind zwei - bezüglich einer normal zu einer Fahrzeuglängsrichtung 6 verlaufenden Richtung 18 - einander gegenüberliegende Seitenwände 7 befestigt. Diese sind mit Hilfe eines Verschiebeantriebes 8 relativ zur Tragkonstruktion 5 bzw. zum Fahrzeugrahmen 2 in Fahrzeuglängsrichtung 6 verschiebbar (s. Fig. 1 , 2). Beide Seitenwände 7 sind an einem oberen Ende 9 durch eine aus einzelnen Stäben 10 gebildete Dachkonstruktion 11 miteinander verbunden.

[010] Zur Begrenzung eines vom Fahrzeugrahmen 2 distanzierten Arbeitsraumes 12 sind zusätzlich zu den beiden Seitenwänden 7 noch normal zur Fahrzeuglängsrichtung 6 verlaufende Querwände 13 vorgesehen. Diese sind wahlweise durch Arretiervorrichtungen 14 mit der Tragkonstruktion 5 oder mit den beiden Seitenwänden 7 verbindbar.

[011] Sowohl die Seitenwände 7 als auch die Querwände 13 weisen in vorteilhafter Weise eine gitter- oder auch fachwerkartige Struktur auf und werden zweckmäßigerweise mit einer nicht näher dargestellten Plane als Witterungsschutz verbunden. Anstelle einer Plane könnten aber auch Lärmschutzplatten od. dgl. verwendet werden.

[012] Befinden sich die Seiten- und Querwände 7, 13 für die Überstellfahrt des

Fahrzeuges 1 zur Gänze oberhalb des Fahrzeugrahmens 2, dann enden die Seiten- und Querwände 7, 13 mit einem unteren Ende 15 im Bereich einer Ladefläche 16 des Fahrzeuges 1.

[013] In dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel wird der zum Schutz von Arbeitskräften sowie zur ungehinderten Bearbeitung des Gleises 4 dienende Arbeitsraum 12 in der Fahrzeuglängsrichtung 6 an den Fahrzeugrahmen 2 anschließend gebildet. Dazu wird die in Verschieberichtung vordere Querwand mittels der Arretiervorrichtungen 14 mit den beiden Seitenwänden 7 verbunden. Nach Aktivierung des Verschiebeantriebes 8 wird der aus beiden Seitenwänden 7, der genannten Querwand 13 und der Dachkonstruktion 11 gebildete„Schutzkäfig" unter Distanzierung vom Fahrzeugrahmen 2 verschoben. Dadurch wird ein an diesen anschließender Arbeitsraum 12 gebildet, von dem ein lebensgefährliches Betreten eines Nachbargleises unmöglich ist. Dieser Arbeitsraum 2 kann unter Aufrechterhaltung einer optimalen Sicherheit von der Ladefläche 16 aus betreten bzw. verlassen werden.

[014] Um die Sicherheit noch zusätzlich zu erhöhen, sind die Seiten- und Querwände 7, 13 über das untere Ende 15 hinaus mit Hilfe einer höhenverstellbaren Wandeinheit 17 bis hinunter zum Gleis 4 verlängerbar.

[015] Um den Arbeitsraum 12 wahlweise auch in der zur Fahrzeuglängsrichtung 6 normalen Richtung 18 vergrößern zu können, sind die Seitenwände 7 unabhängig voneinander durch Querverschiebeantriebe 19 relativ zur Dachkonstruktion 11 bzw. zum Fahrzeugrahmen 2 verschiebbar (s. Fig. 2, 3). In diesem Ausführungsbeispiel sind die Seitenwände 7 an der Dachkonstruktion 11 befestigt, die mit Hilfe des Verschiebeantriebes 8 in Fahrzeuglängsrichtung 6 relativ zum Fahrzeugrahmen 2 verschiebbar ist. Die Querwand 13 ist durch Wandteile 20 vergrößerbar, die gelenkig mit den Seitenwänden 7 verbunden sind.

[016] Alternativ zur dargestellten Ausführung könnten die Seitenwände natürlich auch anstelle einer Querverschiebung durch eine Verschwenkung um das obere Ende 9 zur Bildung des Arbeitsraumes querbewegt werden, um damit den Arbeitsraum 12 zu vergrößern. Innerhalb der Tragkonstruktion 5 können nicht näher dargestellte Sozialräume für die Arbeitskräfte angeordnet werden.

[017] Ein in Fig. 4 bis 6 ersichtliches Fahrzeug 1 ist mit Seitenwänden 7 ausgestattet, die an einem - bezüglich der Fahrzeuglängsrichtung 6 gesehen - ersten Längsende 21 auf dem Fahrzeugrahmen 2 abrollbare Stützrollen 22 aufweisen. An einem zweiten Längsende 23 sind weitere Stützrollen 24 vorgesehen, die an den Seitenwänden 7 befestigt und relativ zu diesen bzw. zum Fahrzeugrahmen 2 höhenverstellbar sind. Die beiden einen Arbeitsraum 12 bildenden Seitenwände 7 sind durch eine nicht näher dargestellte Dachkonstruktion 11 zu einer konstruktiven Einheit miteinander verbunden.

[018] Für eine Benutzung des Arbeitsraumes 12 werden in der in Fig. 4 ersichtlichen Ausgangsposition zuerst die höhenverstellbaren Stützrollen 24 auf das Gleis 4 abgesenkt (s. Fig. 5). Danach wird eine Fahrzeugrahmen 2 und Seitenwände 7 miteinander verbindende Arretiervorrichtung 25 gelöst und der Fahrzeugrahmen 2 mit Hilfe eines nicht näher dargestellten, als Verschiebeantrieb dienenden Zugfahrzeuges in der durch einen Pfeil 26 dargestellten Richtung verfahren. Dabei erfolgt eine Relativverschiebung zwischen Fahrzeugrahmen 2 und den Seitenwänden 7, wobei nunmehr der Arbeitsraum 12 nach Absenkung von Hilfsseitenwänden 30 zur Bearbeitung des darunterliegenden Gleisabschnittes zur Verfügung steht (s. Fig. 6). Es ist natürlich auch möglich, die durch Seitenwände 7 und Dachkonstruktion gebildete Einheit beispielsweise mit Hilfe eines eigenen, die Stützrollen 22 bzw. 24 antreibenden Verschiebeantriebes zu verschieben.

In der durch die Fig. 7 und 8 dargestellten Variante der Erfindung ist das zweite Längsende 23 über eine Aufhängung 27 direkt mit einem Zugfahrzeug 28 verbunden. Zur Benutzung des Arbeitsraumes 12 werden Fahrwerke 29 des Fahrzeugrahmens 2 blockiert und anschließend erfolgt eine Relativverschiebung der Seitenwände 7 mit Hilfe des als Verschiebeantrieb dienenden Zugfahrzeuges 28. In dieser in Fig. 8 ersichtlichen Arbeitsposition erfolgt eine Arretierung zwischen Fahrzeugrahmen 2 und den Seitenwänden 7. Dadurch kann z.B. die gesamte Fahrzeugeinheit langsam in Gleislängsrichtung verfahren werden, wobei im Arbeitsraum 12 befindliche Arbeitskräfte den Arbeitsraum 12 nicht verlassen müssen und bedarfsweise auch ungehindert arbeiten können.