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Title:
VEHICLE WINDOW HAVING A PLURALITY OF INTEGRATED ELECTRO-OPTICAL ELEMENTS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/042623
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a vehicle window (1), comprising a plurality of integrated electro-optical elements (101, 102, 103,... 10N), wherein the electro-optical elements (101, 102, 103,... 10N) have a common supply voltage (20), the integrated electro-optical elements (101, 102, 103,... 10N) can be controlled individually or in groups (30, 301, 302, 303... 30N) such that the electro-optical elements change the optical properties of the window (1) at the location in question, a first logical interface for feeding in the common supply voltage (20) and a second logical interface for feeding in a common control signal are provided in order to control the electro-optical elements (101, 102, 103,... 10N) and to provide the common supply voltage (20), the control signal is converted, after the logical interface, into control signals for the control of the integrated electro-optical elements (101, 102, 103,... 10N) individually or in groups, the physical interface (40) is arranged on one of the outer faces (100, 400) of the window (1), and the physical interface has a total of three or four electrical connection points for the first logical interface and the second logical interface.

Inventors:
REUL, Bernhard (Am Waldhang 18, Herzogenrath, 52134, DE)
LABROT, Michael (Scherbstrasse 78a, Aachen, 52072, DE)
LETOCART, Philippe (Breite Weg 20, 4730 Raeren, 4730, BE)
EFFERTZ, Christian (Maarwinkel 34, Aachen, 52080, DE)
Application Number:
EP2018/067191
Publication Date:
March 07, 2019
Filing Date:
June 27, 2018
Export Citation:
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Assignee:
SAINT-GOBAIN GLASS FRANCE (18 avenue d'Alsace, Courbevoie, Courbevoie, 92400, FR)
International Classes:
G02F1/133; E06B9/24; G02F1/163
Domestic Patent References:
WO2009158510A22009-12-30
WO2016063277A22016-04-28
Foreign References:
US6373618B12002-04-16
US5397888A1995-03-14
US5397888A1995-03-14
Attorney, Agent or Firm:
WEBER, Sophie (Saint-Gobain Sekurit Deutschland GmbH & Co. KG Glasstraße 1, Herzogenrath, 52134, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1 . Fahrzeug-Scheibe (1 ) mit einer Vielzahl von integrierten elektro-optischen Elementen (10i, 102,103,...10N), wobei die elektro-optischen Elemente (10i, 102,103,...10N) über eine gemeinsame Versorgungsspannung (20) verfügen, wobei die integrierten elektro-optischen Elemente (10I,102,103,...10N) einzeln oder in Gruppen angesteuert (30;30I,302,303...30N) werden können, sodass die elektro-optischen Elemente am jeweiligen Ort die optischen Eigenschaften der Scheibe (1 ) verändern, wobei zur Ansteuerung der elektro-optischen Elemente (10I,102,103,...10N) als auch zur Bereitstellung der gemeinsamen Versorgungsspannung (20) eine erste logische

Schnittstelle für die Einspeisung der gemeinsamen Versorgungsspannung (20) und eine zweite logische Schnittstelle für die Einspeisung eines gemeinsamen Steuersignals bereitgestellt ist, wobei das Steuersignal nachfolgend zur logischen Schnittstelle in Steuersignale für die die Ansteuerung der integrierten elektro- optischen Elemente (10I,102,103,...10N) einzeln oder in Gruppen gewandelt wird, wobei die physikalische Schnittstelle (40) auf einer der Außenseiten (100,400) der Scheibe (1 ) angeordnet ist, wobei die physikalische Schnittstelle für die erste logische Schnittstelle und die zweite logische Schnittstelle zusammen 3 oder 4 elektrische Anschlüsse aufweist.

2. Fahrzeug-Scheibe (1 ) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die elektro- optischen Elemente zur Steuerung der optischen Transparenz der Scheibe vorgesehen sind.

3. Fahrzeug-Scheibe (1 ) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die elektro-optischen Elemente ausgewählt sind aus einer Gruppe aufweisend: elektro- chrome Beschichtung, suspended particle device, Flüssigkristall, Polymer dispersed liquid crystal device.

4. Fahrzeug-Scheibe (1 ) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die physikalische Schnittstelle auf einem Rücksprung der Scheibe (1 ) angeordnet ist.

5. Fahrzeug-Scheibe (1 ) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite logische Schnittstelle eine Eindraht- oder Zweidraht- Schnittstelle ist.

6. Fahrzeug-Scheibe (1 ) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite logische Schnittstelle an ein Bus-System anbindbar ist.

7. Fahrzeug-Scheibe (1 ) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Bus- System ein Fahrzeugbussystem.

8. Fahrzeug-Scheibe (1 ) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Bus-System ein CAN-Bus ist.

9. Fahrzeug-Scheibe (1 ) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite logische Schnittstelle weiterhin Sensor und/oder Anzeigeelemente in der Scheibe (1 ) elektrisch anbindet.

10. Fahrzeug-Scheibe (1 ) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die physikalische Schnittstelle am Rand der Scheibe (1 ) angeordnet ist.

1 1 . Fahrzeug-Scheibe (1 ) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste logische Schnittstelle eine Wechselspannung bereitstellt.

12. Fahrzeug-Scheibe (1 ) nach einem der vorherigen Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die erste logische Schnittstelle eine Gleichspannung bereitstellt.

Description:
Fahrzeug-Scheibe mit einer Vielzahl von integrierten elektro-optischen Elementen

Die Erfindung betrifft eine Fahrzeug-Scheibe mit einer Vielzahl von integrierten elektro- optischen Elementen und ein Verfahren zu deren Herstellung.

Es ist bekannt, dass Scheiben mit steuerbaren optischen Elementen ausgestattet werden können.

Für die steuerbaren optischen Elemente stehen unterschiedliche Technologien zur Verfügung. Optisch steuerbare Elemente können dabei unter Einfluss einer angelegten Spannung ihre Eigenschaften in Bezug auf Transmission ändern.

So ist es z.B. möglich von einem transparenten Zustand in einen„Milchglaszustand" oder aber in einen„abgedunkelten" Zustand zu schalten. Je nach verwendeter Technologie kann dabei ein graduelles Umschalten oder aber ein binäres Umschalten ermöglicht werden.

Solche Elemente werden z.B. im Fahrzeugbau aber auch im Bauglasbereich als Sonnen- und / oder Blick- Schutz eingesetzt.

Aus der internationalen Patentanmeldung WO 2016 / 063 277 A2 ist es bekannt PDLC (Polymer dispersed liquid crystals) Displays herzustellen.

Weiterhin ist aus der internationalen Patentanmeldung WO 2016 / 063 277 A2 bekannt Segmente des Displays, die an einer Energieversorgung angeschlossen sind, parallel anzusteuern. D.h. neben der Energieversorgung für jedes der Segmente wird zudem pro Segment mindestens eine Schaltleitung benötigt.

Ein gleichartiges System für Gebäudeglas ist auch aus der US 5,397,888 bekannt. Dort wird mittels jeweiliger Steuerleitungen jeweils ein Segment eines elektrochromen Displays angesteuert. Es hat sich jedoch gezeigt, dass die vorstehende Lösung in vielen Bereichen nachteilig ist, da der Anschluss der einzelnen Segmente viel Platz einnimmt. Der Platzverbrauch führt auch dazu, dass die Anschlüsse wegen hoher mechanischer Beanspruchung häufig beim Zusammenbau beschädigt werden. Weiterhin stellt auch die Vielzahl der notwendigen Steuerleitungen in einigen Bereichen eine problematische Störung der Transmissionseigenschaften dar.

Vor diesem Hintergrund ist es eine Aufgabe der Erfindung eine Scheibe zur Verfügung zu stellen, die einen sicheren Anschluss bei gleichzeitig verbesserten optischen Eigenschaften bietet.

Die Aufgabe wird gelöst durch eine Fahrzeug-Scheibe mit einer Vielzahl von integrierten elektro-optischen Elementen, wobei die elektro-optischen Elemente über eine gemeinsame Versorgungsspannung verfügen, wobei die integrierten elektro-optischen Elemente einzeln oder in Gruppen angesteuert werden können, sodass die elektro-optischen Elemente am jeweiligen Ort die optischen Eigenschaften der Scheibe verändern, wobei zur Ansteuerung der elektro-optischen Elemente als auch zur Bereitstellung der gemeinsamen Versorgungsspannung eine erste logische Schnittstelle für die Einspeisung der gemeinsamen Versorgungsspannung und eine zweite logische Schnittstelle für die Einspeisung eines gemeinsamen Steuersignals bereitgestellt ist, wobei das Steuersignal nachfolgend zur logischen Schnittstelle in Steuersignale für die die Ansteuerung der integrierten elektro-optischen Elemente einzeln oder in Gruppen gewandelt wird, wobei die physikalische Schnittstelle auf einer der Außenseiten der Scheibe angeordnet ist, wobei die physikalische Schnittstelle für die erste logische Schnittstelle und die zweite logische Schnittstelle zusammen 3 oder 4 elektrische Anschlüsse aufweist.

Mittels der vorgestellten Erfindung ist es möglich einzelne Segmente anzusteuern, wobei der Platzbedarf für die Energieversorgung als auch die Ansteuerung klein gehalten werden kann. Zudem erlaubt die Anordnung eine einfache und sichere Verkabelung und gewährleistet somit eine lange Lebensdauer. Weiterhin können mittels einer geringen Anzahl von Leitungen die einzelnen elektro-optische Elemente äußerst effektiv selektiv angesteuert werden. In einer Ausgestaltung der Erfindung sind die elektro-optischen Elemente zur Steuerung der optischen Transparenz der Scheibe vorgesehen.

D.h. die Transparenz kann in geeigneten Stufen an die Umgebung oder nach Wunsch angepasst werden.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die elektro-optischen Elemente ausgewählt aus einer Gruppe aufweisend: elektro-chrome Beschichtung, suspended particle device, Flüssigkristall, Polymer dispersed liquid crystal device.

Somit kann die Erfindung mit unterschiedlichen Arten von elektro-optischen Elementen für unterschiedliche Zwecke verwendet werden.

Gemäß noch einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die physikalische Schnittstelle auf einem Rücksprung der Scheibe angeordnet.

Durch diese Ausgestaltung kann der Raumbedarf minimiert werden.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die zweite logische Schnittstelle ein Eindraht- oder Zweidraht-Schnittstelle.

D.h. mittels einer geringen Anzahl von Leitungen können die einzelnen elektro-optische Elemente äußerst effektiv selektiv angesteuert werden.

In noch einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die zweite logische Schnittstelle an ein Bus-System anbindbar.

D.h. die elektro-optischen Elemente in der erfindungsgemäßen Scheibe können in eine Steuerung integriert werden. Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung bindet die zweite logische Schnittstelle weiterhin Sensor- und/oder Anzeigeelemente in der Scheibe elektrisch an.

Damit kann z.B. eine Steuerung der elektro-optischen Elemente in der erfindungsgemäßen Scheibe als auch andere Einrichtungen ermöglicht werden, wobei die Anzahl von Leitungen minimiert wird.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die physikalische Schnittstelle am Rand der Scheibe angeordnet.

Hiermit kann z.B. der Anschluss auch in einem Rahmenbereich verlegt werden, sodass die Transparenz der Scheibe großflächig erhalten bleibt.

In noch einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung stellt die erste logische Schnittstelle eine Wechselspannung bereit.

Hiermit können auch elektro-optische Elemente bestimmter Technologien, die eine Wechselspannung erfordern, angesteuert werden.

Gemäß noch einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung stellt die erste logische Schnittstelle eine Gleichspannung bereit.

Hiermit können auch elektro-optische Elemente bestimmter Technologien, wie z.B. elektro- chrome Beschichtung, die eine Gleichspannung erfordern, angesteuert werden.

Mittels der vorgestellten Erfindung ist es möglich eine Scheibe bereitzustellen, bei der die einzelnen Segmente angesteuert werden können, wobei der Platzbedarf für die Energieversorgung als auch die Ansteuerung klein gehalten werden kann. Zudem erlaubt die Anordnung eine einfache und sichere Verkabelung und gewährleistet somit eine lange Lebensdauer. Die erfindungsgemäßen Scheiben können sowohl in Fahrzeugen als auch in Gebäuden verwendet werden.

Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden in exemplarischer Weise mit Bezug auf die angehängten Zeichnungen beschrieben, in denen zeigt:

Fig. 1 eine schematische Darstellung von Schichten einer Scheibe im Schnitt,

Fig. 2 eine schematische Darstellung von logischen Elementen gemäß einer Ausführungsform der Erfindung,

Fig. 3 eine weiter schematische Darstellung von logischen Elementen gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung,

Fig. 4 eine schematische Darstellung von Schichten einer Scheibe im Schnitt mit weiteren Aspekten der Erfindung, und

Fig. 5 ein schematisches Ablaufdiagramm eines erfindungsgemäßen Herstellungsverfahrens.

Ausführliche Darstellung der Erfindung in Bezug auf die Zeichnungen

Nachfolgend wird die Erfindung eingehender unter Bezugnahme auf die Figuren dargestellt werden. Dabei ist anzumerken, dass unterschiedliche Aspekte beschrieben werden, die jeweils einzeln oder in Kombination zum Einsatz kommen können. D.h. jeglicher Aspekt kann mit unterschiedlichen Ausführungsformen der Erfindung verwendet werden soweit nicht explizit als reine Alternative dargestellt.

Weiterhin wird nachfolgend der Einfachheit halber in aller Regel immer nur auf eine Entität Bezug genommen werden. Soweit nicht explizit vermerkt, kann die Erfindung aber auch jeweils mehrere der betroffenen Entitäten aufweisen. Insofern ist die Verwendung der Wörter "ein", "eine" und "eines" nur als Hinweis darauf zu verstehen, dass in einer einfachen Ausführungsform zumindest eine Entität verwendet wird.

Soweit nachfolgend Verfahren beschrieben werden, sind die einzelnen Schritte eines Verfahrens in beliebiger Reihenfolge anordbar und/oder kombinierbar, soweit sich durch den Zusammenhang nicht explizit etwas Abweichendes ergibt. Weiterhin sind die Verfahren - soweit nicht ausdrücklich anderweitig gekennzeichnet - untereinander kombinierbar.

Angaben mit Zahlenwerten sind in aller Regel nicht als exakte Werte zu verstehen, sondern beinhalten auch eine Toleranz von +/- 1 % bis zu +/- 10 %.

Bezugnahme auf Standards oder Spezifikationen oder Normen sind als Bezugnahme auf Standards bzw. Spezifikationen bzw. Normen, die zum Zeitpunkt der Anmeldung und/oder - soweit eine Priorität beansprucht wird - auch zum Zeitpunkt der Prioritätsanmeldung gelten / galten zu verstehen. Hiermit ist jedoch kein genereller Ausschluss der Anwendbarkeit auf nachfolgende oder ersetzende Standards oder Spezifikationen oder Normen zu verstehen.

Nachfolgend wird auf logische und physikalische Schnittstellen Bezug genommen werden. Dabei ist zu bemerken, dass eine physikalische Schnittstelle mehr als eine logische Schnittstelle zur Verfügung stellen kann. So kann z.B. auf einer Gleichspannung bzw. einer nieder-frequenten Wechselspannung ein höher-frequentes Signal vorhanden sein. Dieses kombinierte Signal kann über eine physikalische Schnittstelle zur Verfügung gestellt werden. Dieses Signal kann dann aber zwei logischen Schnittstellen entsprechen, wobei eine Schnittstelle für das höher-frequente Signal und die andere Schnittstelle für die Gleichspannung bzw. einer nieder-frequenten Wechselspannung verwendet wird.

Eine erfindungsgemäße Fahrzeug-Scheibe 1 weist eine Vielzahl von integrierten elektro- optischen Elementen 10i , 102, 103...-10N auf. Dabei verfügen die elektro-optischen Elemente 10I , 102, 103,...10N über eine gemeinsame Versorgungsspannung.

Obwohl die Erfindung nachfolgend in Bezug auf Fahrzeug-Scheiben beschreiben werden wird, kann sie auch für Gebäude-Scheiben verwendet werden. Insofern ist die nachfolgende Beschreibung exemplarisch.

Die Versorgungsspannung wird z.B. über eine logische Schnittstelle 20 zur Verfügung gestellt. In den erfindungsgemäßen Ausführungsformen können die integrierten elektro-optischen Elemente 10I , 102, 103,...10N einzeln oder in Gruppen durch eine Steuerung 30; 30I ,302,303...30N angesteuert werden, sodass die elektro-optischen Elemente am jeweiligen Ort die optischen Eigenschaften der Scheibe 1 verändern, wobei zur Ansteuerung der elektro-optischen Elemente 10I , 102, 103,...10N als auch zur Bereitstellung der gemeinsamen Versorgungsspannung eine erste logische Schnittstelle 20 für die Einspeisung der gemeinsamen Versorgungsspannung und eine zweite logische Schnittstelle 21 für die Einspeisung eines gemeinsamen Steuersignals bereitgestellt ist, wobei das Steuersignal nachfolgend zur logischen Schnittstelle in Steuersignale für die die Ansteuerung der integrierten elektro-optischen Elemente 10I , 102, 103,...10N einzeln oder in Gruppen gewandelt wird, wobei die physikalische Schnittstelle 40 auf einer der Außenseiten 100,400 der Scheibe 1 angeordnet ist.

Dabei ist in Figur 2 der Fall dargestellt, dass die integrierten elektro-optischen Elemente 10I , 102, 103,...10N einzeln durch eine Steuerung 30I ,302,303...30N angesteuert werden. Hier werden z.B. die Signale entsprechend einer logischen Aufteilung der Schnittstellen 20 und 21 als eine gemeinsame Spannungsversorgung (untere Verbindungen) an logische Steuereinheiten 30I ,302,303...30N geführt, die ihrerseits über eine Schnittstelle 21 (obere Verbindungen) Steuersignale erhalten und auswerten. Erkennt die jeweilige Steuereinheit 30I ,302,303...30N, dass das ihr zugeordnete elektro-optische Elemente 10I , 102, 103,...10N ZU schalten ist, so wird die Verbindung zur Spannungsversorgung hergestellt. D.h. die Ansteuerung erfolgt in räumlicher Nähe.

In Figur 3 hingegen ist der Fall dargestellt, dass die integrierten elektro-optischen Elemente 10I , 102, 103,...10N durch eine Steuerung 30 in Gruppen angesteuert werden. Hier werden z.B. die Signale entsprechend einer logischen Aufteilung der Schnittstellen 20 und 21 als eine gemeinsame Spannungsversorgung (untere Verbindungen) an eine Steuereinheiten 30 geführt, die ihrerseits über eine Schnittstelle 21 (obere Verbindungen) Steuersignale erhält und auswertet. Erkennt die Steuereinheit 30, dass eine oder mehrere der ihr zugeordneten elektro-optischen Elementen 10I , 102, 103,...10N ZU schalten sind, so wird die Verbindung zur Spannungsversorgung hergestellt. D.h. die Ansteuerung erfolgt zentralisiert in räumlicher Nähe. Natürlich können auch Mischformen vorgesehen sein.

Die Steuerung kann z.B. so vorgenommen werden, dass jedes der elektro-optischen Elemente 10I,102,103,...10N einzeln adressiert wird, jedoch z.B. über eine gemeinsame Steuerung der Spannung auf der logischen Schnittstelle die Transparenz für alle angesteuerten elektro-optischen Elemente 10I,102,103,...10N gemeinsam gesteuert wird. Diese Variante kann besonders einfach in Ausführungsformen gemäß Figur 2 verwendet werden.

Weiterhin kann die Steuerung auch so vorgenommen werden, dass z.B. die elektro- optischen Elemente 10i,102,103...-10N SO verknüpft sind, dass z.B. die Ansteuerung eines elektro-optischen Element 10M (mit 1 <=M<=N) immer auch die elektro-optischen Elemente 10i, 102,103, ...10M beinhaltet. Diese Variante kann besonders einfach in Ausführungsformen gemäß Figur 3 verwendet werden.

Es bleibt anzumerken, dass die unterschiedlichen Varianten jeweils eigene Vorzüge aufweisen. So erlaubt eine Aufteilung in einzelne Teilsteuerung z.B. eine bessere Verteilung von thermischen Quellen. Eine zentrale Steuerung kann hingegen platzsparender sein. Somit können unterschiedliche Ziele stärker betont werden.

Allen Lösungen gemein ist, dass die Steuerung 30; 30I ,302,303...30N bei geeigneter Dimensionierung sowohl auf einer der Außenseiten der Scheibe 1 , wie in Figur 4 gezeigt, als auch in einer Zwischenschicht angeordnet sein kann. Weiterhin können natürlich auch Teile der Steuerung 30; 30I ,302,303...30N auf einer der Außenseiten der Scheibe 1 angeordnet sein, während andere Teile der Steuerung 30; 30I ,302,303...30N in einer Zwischenschicht angeordnet sein können. Gemäß der Erfindung weist die physikalische Schnittstelle 40 von der Fahrzeug-Scheibe (1 ) weg drei oder vier elektrische Anschlüsse auf.

Mittels der vorgestellten Erfindung ist es möglich einzelne Segmente anzusteuern, wobei der Platzbedarf für die Energieversorgung als auch die Ansteuerung klein gehalten werden kann. Zudem erlaubt die Anordnung eine einfache und sichere Verkabelung und gewährleistet somit eine lange Lebensdauer. D.h. mittels einer geringen Anzahl von Leitungen können die einzelnen elektro-optische Elemente 10I,102,103,...10N äußerst effektiv selektiv angesteuert werden.

In einer Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Scheibe 1 sind die elektro-optischen Elemente 10I,102,103,...10N zur Steuerung der optischen Transparenz der Scheibe 1 vorgesehen.

D.h. die optische Transparenz kann in geeigneten Stufen an die Umgebung oder nach Wunsch angepasst werden. Dabei können sowohl zwei Stufen (Transparent/N icht- Transparent) als auch mehrere (Zwischen-) Stufen als auch bei bestimmten elektro- optischen Schichten eine stufenlose Anpassung ermöglicht werden. Dabei kann sowohl eine gemeinsame Ansteuerung der Transparenz für ausgewählte elektro-optischen Elemente als auch eine für jedes Element einstellbare Transparenz vorgesehen sein.

In einer Ausführungsform der Erfindung sind die elektro-optischen Elemente 10I,102,103,...10N ausgewählt aus einer Gruppe aufweisend: elektro-chrome Beschichtung, suspended particle device, Flüssigkristall, Polymer dispersed liquid crystal device.

Somit kann die Erfindung mit unterschiedlichen Arten von elektro-optischen Elementen für unterschiedliche Zwecke verwendet werden. Dabei stellen z.B. elektro-chrome Beschichtung, suspended particle device, Flüssigkristall eine Änderung von einem dunklen in einen transparenten Zustand zur Verfügung während z.B. ein Polymer dispersed liquid crystal device eine Änderung von einem transparenten in einen Milchglas-Zustand zur Verfügung stellen kann.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die physikalische Schnittstelle 40, wie in Figur 4 gezeigt, auf einem Rücksprung der Scheibe 1 auf der Außenseite 400 angeordnet. Der Rücksprung kann dabei von deutlich weniger als 1 mm bis zu 2 mm betragen und ist lediglich durch die Stabilitätserfordernisse der Glasschicht als auch der Scheibe 1 begrenzt.

Durch diese Ausgestaltung kann der Raumbedarf minimiert werden und zusätzliche Stabilität für die physikalische Schnittstelle 40 zur Verfügung gestellt werden. In noch einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die zweite logische Schnittstelle 21 ein Eindraht- oder Zweidraht-Schnittstelle.

Mittels Eindraht- oder Zweidraht-Schnittstellen kann die logische Schnittstelle 21 physikalisch platzsparend ausgestaltet sein. Eine sogenannte Eindraht-Schnittstelle kombiniert dabei sowohl die Versorgungsspannung als auch die Datenleitung und stellt eine Kombination aus erster logischer Schnittstelle 20 und zweiter logischer Schnittstelle 21 auf zumindest zwei physikalischen Leitern zur Verfügung.

In einer Ausgestaltung der Erfindung ist die zweite logische Schnittstelle 21 an ein Bus- System, z.B. über ein Kabel 50, anbindbar. Beispielsweise kann damit eine Verbindung zu einem Fahrzeugbussystem, wie z.B. einem CAN-Bus, oder aber zu einem Elektroinstallationsbussystem, wie z.B. der Europäische Installationsbus (EIB), bereitgestellt werden. D.h. die elektro-optischen Elemente in der erfindungsgemäßen Scheibe können in eine Steuerung integriert werden.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung bindet die zweite logische Schnittstelle 21 weiterhin Sensor und/oder Anzeigeelemente in der Scheibe 1 elektrisch an. Beispielsweise können ein oder mehrere (kapazitive) Sensoren (Näherungsschalter/Touch- Control, Regensensor) oder aber Leuchtdioden zwischen den Glasschichten 150 und 350 angeordnet sein.

Damit kann z.B. eine manuelle Steuerung der elektro-optischen Elemente 10I,102,103,...10N in der erfindungsgemäßen Scheibe 1 als auch andere Einrichtungen (über den BUS) ermöglicht werden, wobei die Anzahl von Leitungen minimiert wird.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die physikalische Schnittstelle 40 am Rand der Scheibe 1 angeordnet.

Hiermit kann z.B. der Anschluss auch in einem Rahmenbereich verlegt werden, sodass die Transparenz der Scheibe großflächig erhalten bleibt. In noch einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung stellt die erste logische Schnittstelle 20 eine Wechselspannung bereit.

Hiermit können auch elektro-optische Elemente bestimmter Technologien, wie z.B. Flüssigkristall, Polymer dispersed liquid crystal device, suspended particle device, die eine Wechselspannung erfordern, angesteuert werden.

Gemäß einer hierzu alternativen Ausgestaltung der Erfindung stellt die erste logische Schnittstelle 20 eine Gleichspannung bereit.

Hiermit können auch elektro-optische Elemente bestimmter Technologien, wie z.B. elektro- chrome Beschichtung, die eine Gleichspannung erfordern, angesteuert werden.

Nachfolgend wird zudem ein Herstellungsverfahren zur Verfügung gestellt. Das Verfahren zur Herstellung einer Scheibe 1 weist dabei einen Schritt des Bereitstellens 1000 einer ersten Glasschicht 150, den Schritt des Breitstellen 1 100 einer Vielzahl von elektro-optischen Elementen 10I , 102, 103,...10N, den Schritt des Bereitstellen 1200 von elektrischen Verbindungen zu der Vielzahl von elektro-optischen Elementen 10i , 102, 103,...10N,den Schritt des Bereitstellens 1300 einer zweiten Glasschicht 350, und den Schritt des Verbindens 1400 der ersten Glasschicht 150 und der zweiten Glasschicht 350 auf, wobei die Vielzahl von elektro-optischen Elemente 10I , 102, 103,...10N als auch die elektrischen Verbindungen zwischen der ersten Glasschicht 150 und der zweiten Glasschicht 350 angeordnet sind.

Mittels der vorgestellten Erfindung ist es möglich eine Scheibe 1 herzustellen, bei der die einzelnen elektro-optischen Elementen 10I , 102, 103,...10N angesteuert werden können, wobei der Platzbedarf für die Energieversorgung als auch die Ansteuerung klein gehalten werden kann. Zudem erlaubt die Anordnung eine einfache und sichere Verkabelung und gewährleistet somit eine lange Lebensdauer. Beispielsweise kann die Scheibe kapazitive Sensoren aufweisen. In einer Ausgestaltung des Verfahrens wird die Vielzahl von elektro-optischen Elementen 10I,102,103,...10N durch Trennen einzelner Elemente gebildet.

D.h. die einzelnen elektro-optischen Elemente 10I,102,103,...10N können sowohl vor dem Aufbringen auf eine Glasschicht 150 / 350 als auch nach dem Aufbringen auf eine Glasschicht gebildet werden und somit an unterschiedliche Verarbeitungsketten angepasst werden. Das Trennen kann dabei durch geeignete Schneidewerkzeuge oder durch Bearbeitung mittels Lasers bewerkstelligt werden. In aller Regel werden die einzelnen elektro-optischen Elemente 10I,102,103,...10N aus einem vorproduzierten Halbzeug, z.B. einer bereits mir Elektroden versehenen Foliensandwich, gebildet. Dabei können die einzelnen elektro-optischen Elemente 10I,102,103,...10N physikalisch bereitgestellt sein, als auch durch Bearbeiten der Elektroden entsprechend logisch gebildet werden. Eine Bereitstellung von elektro-optischen Elemente 10I,102,103,...10N durch Strukturierung einer Elektrode kann dabei zu einer Minimierung des Verdrahtungsaufwandes genutzt werden.

In einer weiteren Ausgestaltung des Verfahrens werden die elektrischen Verbindungen der elektro-optischen Elemente 10I,102,103,...10N durch Kontaktierungen am Rand der einzelnen elektro-optischen Elemente 10I,102,103,...10N gebildet.

D.h. mittels einer randständigen Kontaktierung von Elektroden bleibt die Transparenz der Scheibe großflächig erhalten.

Die erfindungsgemäßen Scheiben 1 können sowohl in Fahrzeugen aller Art, d.h. in Land-, Wasser-, Luft- und Raumfahrtzeugen, als auch in Gebäuden, z.B. als Außenscheiben, Dachflächenfenster, Duschwandverglasung. Etc. verwendet werden.

Insbesondere wird durch die Erfindung ermöglicht, dass die bisher zu verzeichnende Zahl von Komplikationen beim Einbau von Scheiben und der Verkabelung vermindert werden kann, da nunmehr nur noch eine überschaubare Zahl von Anschlüssen, z.B. 2 oder 3 oder 4 Anschlüsse, bevorzug mittels einer Steckverbindung, hergestellt werden muss. Dies erhöhte die Montagefreundlichkeit und erhöhte auch die Kontaktsicherheit. Insbesondere verwendet die Erfindung eine Steuerung 30; 30i... 30N die im Wesentlichen mit 2 Leitungen einer ersten logischen Schnittstelle 20 für die Spannungsversorgung und 2 Leitungen einer zweiten logischen Schnittstelle 21 für die Ansteuerung auskommt. Durch entsprechende Ausgestaltung der logischen Schnittstelle kann damit die physikalische Schnittstelle 40 auf 2, 3 oder 4 Drähte reduziert werden.

Die Steuerung 30; 30i... 30N kann in SMD ausgeführt sein. Vereinfacht kann sie als eingangsseitig als direkt mit physikalischen Schnittstelle 40 angesehen werden, wobei ausgangsseitig jedes der elektro-optischen Elemente 10I,102,103,...10N über zumindest eine Hin-Leitung und je nach Ausführungsform einer gemeinsamen Rück-Leitung oder individueller Rück-Leitungen angebunden ist. Wird nun die Steuerung 30 als eine Abfolge von logischen Steuereinheiten 30i... 30N aufgefasst, so kann vereinfacht angenommen werden, dass die logischen Steuereinheiten 30i... 30N parallel an die Spannungsversorgung (logische Schnittstelle 20) angeschlossen sind, während das Steuersignal über einen internen Bus seriell (logische Schnittstelle 21 ) zur Verfügung gestellt wird. Jeder der logischen Steuereinheiten 30i... 30N kann dann das Steuersignal „auswerten" und das zugehörige elektro-optische Element 10I,102,103,...10N entsprechend ansteuern. Dabei kann die Logik digital (mittels Logikschaltkreisen) gestaltet sein, während z.B. die tatsächliche Schaltung der Spannung an die elektro-optischen Elemente 10I,102,103,...10N je nach Technologie auch über (MOS-) FET- oder BiPolar-Transistor, (Solid-State)-Relais, Triac oder dergleichen bewerkstelligt sein kann.

Dabei sei nochmals angemerkt, dass einzelne Komponenten der Steuerung 30; 30i... 30N innerhalb der Scheibe 1 , z.B. in oder auf einer Verbindungsschicht 210 oder 220 angeordnet sein können. Beispielhafte Verbindungsschichten 210 oder 220 können z.B. Polyvinylbutyral (PVB) aufweisen.

Zudem können einzelne Komponenten der Steuerung 30; 30i... 30N auch in einen Steckverbinder 40 als eine Ausformung der physikalischen Schnittstelle 40 integriert sein.

Die (Teile der) Steuerung 30; 30i... 30N, die auf einer der Außenseiten 100, 400 der Scheibe 1 angeordnet sind können z.B. mittels Klebung / doppelseitigem Klebeband befestig sein. Bezeichnungsliste

(Glas-) Scheibe

elektro-optisches Element

logische Schnittstelle, Spannungsversorgung

logische Schnittstelle, Ansteuerung

30, 30i . ..30N Steuerung

40 physikalische Schnittstelle

50 Anschlussleitung

100 Außenfläche

150 Glasschicht

210 Verbindungsschicht

220 Verbindungsschicht

350 Glasschicht

400 Außenfläche

Verfahrensschritte

1000 Bereitstellen einer ersten Glasschicht

1 100 Breitstellen einer Vielzahl von elektro-optischen Elementen

1200 Bereitstellen von elektrischen Verbindungen

1300 Bereitstellen einer zweiten Glasschicht

1400 Verbinden der ersten Glasschicht und der zweiten Glasschicht