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Patent Searching and Data


Title:
VEHICLE WITH A COOLING SYSTEM AND AN AIR-CONDITIONING SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/012380
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a vehicle with a cooling system (KL) for cooling at least one of the components to be cooled (TK) of the vehicle and an air-conditioning system (KL) for the air-conditioning of the interior of the vehicle, wherein a condenser (1) of the air-conditioning system (KL) is constructed as a heat exchanger in a cooling medium-fluid design, the heat exchanger is arranged in the air-conditioning system (KL), and one inlet side of the heat exchanger can be connected for the cooling thereof to an outlet side of a heat exchanger (14) of the cooling system (KU) in an air-fluid design.

Inventors:
ELSENHEIMER, Frank (Dieckmannsfeld 24, Bochum, 44805, DE)
LEHMANN, Dirk (Uerdinger Str. 581a, Krefeld, 47800, DE)
Application Number:
EP2010/058880
Publication Date:
February 03, 2011
Filing Date:
June 23, 2010
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Wittelsbacherplatz 2, München, 80333, DE)
ELSENHEIMER, Frank (Dieckmannsfeld 24, Bochum, 44805, DE)
LEHMANN, Dirk (Uerdinger Str. 581a, Krefeld, 47800, DE)
International Classes:
B60H1/00; B61D27/00
Attorney, Agent or Firm:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Postfach 22 16 34, München, 80506, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Fahrzeug mit einer Kühlanlage (KL) zur Kühlung

wenigstens einer zu entwärmenden Komponente (TK) des Fahrzeugs und einer Klimaanlage (KL) zur Klimatisierung eines Fahrzeuginnenraums,

dadurch gekennzeichnet, dass

ein Verflüssiger (1) der Klimaanlage (KL) als

Wärmeaustauscher in Kältemittel-Fluid-Ausführung ausgebildet ist, der Wärmeaustauscher in der

Klimaanlage (KL) angeordnet ist und eine Eingangsseite des Wärmeaustauschers zu dessen Entwärmung mit einer Ausgangsseite eines Wärmeaustauschers (14) in Luft- Fluid-Ausführung der Kühlanlage (KU) verbindbar ist.

2. Fahrzeug nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet, dass

eine Ausgangsseite des Wärmeaustauschers mit einer Ausgangsseite eines Heizers (3) der Klimaanlage (KL) verbindbar ist.

3. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet, dass

eine Ausgangsseite des Heizers (3) der Klimaanlage (KL) mit einer Eingangsseite des Wärmeaustauschers (14) der Kühlanlage (KU) verbindbar ist.

4. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Klimaanlage (KL) ein Umschaltventil (10) zwischen den Betriebszuständen „Kühlen" und „Heizen" aufweist, wobei im Kühlbetrieb die Ausgangsseite des

Wärmeaustauschers (14) der Kühlanlage (KU) mit der Eingangsseite des Wärmeaustauschers der Klimaanlage (KL) verbunden ist, während im Heizbetrieb eine

Eingangsseite des Umschaltventils (10) mit der

Ausgangsseite des Heizers (3) der Klimaanlage (KL) verbunden ist.

5. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass

die Kühlanlage (KU) ein Umschaltventil (21) zwischen den Betriebszuständen „Kühlen" und „Heizen" aufweist, wobei im Kühlbetrieb eine Ausgangsseite des Heizers (3) mit der Eingangsseite des Wärmeaustauschers (14) der Kühlanlage verbunden ist, während im Heizbetrieb eine Ausgangsseite des Umschaltventils (21) der Kühlanlage (KU) über eine Rohrleitung (23, 25), in deren Verlauf das Fluid durch Aufnahme von Wärme, die von einer

Komponente des Fahrzeugs abgegeben wird, erwärmt wird, mit der Eingangsseite des Umschaltventils (10) der Klimaanlage (KL) verbunden ist.

6. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 5,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Ausgangsseite des Wärmeaustauschers über ein invertiertes Drosselventil (8) sowohl mit der Eingangs- als auch mit der Ausgangsseite des Heizers (3) der Klimaanlage (KL) verbindbar ist.

7. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 6,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Fahrzeug ein Schienenfahrzeug ist und die

Klimaanlage (KL) oberhalb eines Drehgestells in einem Maschinenraum des Schienenfahrzeugs angeordnet ist und die zu entwärmende Komponente sowie die Kühlanlage (KU) unterflur angeordnet sind.

Description:
Beschreibung

FAHRZEUG MIT EINER KUHLANLAG UND EINER KLIMAANLAGE

Die Erfindung bezieht sich auf ein Fahrzeug mit einer

Kühlanlage zur Kühlung wenigstens einer zu entwärmenden

Komponente des Fahrzeugs und einer Klimaanlage zur

Klimatisierung eines Fahrzeuginnenraums.

Bekanntlich werden Klimaanlagen bei Fahrzeugen zur

Personenbeförderung zur Klimatisierung eines Innenraumes eingesetzt. Dabei sind die Klimaanlagen zu entwärmen. Bekannt sind dabei Entwärmungen von Klimaanlagen über sog.

luftbeaufschlagte Verflüssiger, in denen dem eingesetzten Kältemittel der Klimaanlage durch Ventilatorgetriebene

Beaufschlagung des Verflüssiger-Wärmeaustauschers mit

Umgebungsluft Wärme entzogen wird. Dadurch wird das

Kältemittel verflüssigt. Eine solche Entwärmung einer

Klimaanlage erfordert große Luftvolumenströme und

Verflüssigerflächen. Dies beides bedingt einen entsprechend großen Bauraum in den Klimaanlagen mit entsprechend großen Luftzu- und Abführungseinrichtungen und einer recht hohen elektrischen Leistungsaufnahme der Verflüssiger-Ventilatoren . Zudem erzeugen die Ventilatoren einen erheblichen

Schallpegel, der zu Lärmbelastung in der Umgebung des

Fahrzeugs führt. Im weiteren werden die Komponenten wie der Verflüssiger der sogenannten Kaltdampfklimaanlage

stellvertretend genannt für alle anderen Klimaanlagen, die nach dem Prinzip des Wärmetransports arbeiten. Bei anderen kälteerzeugenden Klimaanlagen wie z.B. einer Kälteanlage mit CO2 (R744) als Kältemittel spricht man beim Verflüssigerwärmeaustauscher von Enthitzer. Der Einfachheit halber wird in der Beschreibung jedoch die klassische Kaltdampfanläge referenziert, die beschriebene Funktion beschränkt sich aber nicht auf diese. Andere zu entwärmenden Komponenten eines Fahrzeugs, wie beispielsweise bei einem Schienenfahrzeug ein Transformator oder ein Umrichter, werden völlig unabhängig von der

vorgesehenen Klimaanlage betrieben. Deren Kühlung arbeitet nach dem gleichen oder einem ähnlichen Prinzip der autarken Wärmeabfuhr an die Umgebung. Anders ausgedrückt heißt dies, dass die Wärme erzeugenden Komponenten wie Klimaanlagen, Stromrichter und Transformatoren (ggf. auch Fahrmotoren) mittels Luft-Wärme-Übertrager und Ventilator einzeln entwärmt werden. Vereinzelt werden Transformatoren und Stromrichter in gemeinsamen Kombi-Kühlanlagen entwärmt. Die zur Kühlung der Wärme abgebenden Komponenten erforderlichen Einrichtungen benötigen ebenfalls erheblichen Bauraum. Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Fahrzeug der eingangs genannten Art derart

weiterzuentwickeln, dass eine kompaktere Bauweise der

Klimaanlage ermöglicht wird. Diese Aufgabe wird bei dem Fahrzeug der eingangs genannten

Art dadurch gelöst, dass ein Verflüssiger der Klimaanlage als Wärmeaustauscher in Kältemittel-Fluid-Ausführung ausgebildet ist, der Wärmeaustauscher in der Klimaanlage angeordnet ist und eine Eingangsseite des Wärmeaustauschers zu dessen

Entwärmung mit einer Ausgangsseite eines Wärmeaustauschers in Luft-Fluid-Ausführung der Kühlanlage verbindbar ist.

Der Einsatz eines Wärmeaustauschers für den Verflüssiger der Klimaanlagen bewirkt einen verminderten Bauraum, der für die Klimaanlage benötigt wird. Durch die Kopplung des

Verflüssigers an die Klimaanlage kann zudem auf den im Stand der Technik erforderlichen Ventilator zur Entwärmung des Verflüssigers verzichtet werden. Als Wärme tragendes Fluid kann beispielsweise ein Wasser/Glykol-Gemisch zum Einsatz kommen, andere Fluide sind möglich.

Bevorzugt ist eine Ausgangsseite des Wärmeaustauschers mit einer Ausgangsseite eines Heizers der Klimaanlage verbindbar, wobei ferner die Ausgangsseite des Heizers der Klimaanlage mit einer Eingangsseite des Wärmeaustauschers der Kühlanlage verbunden werden kann. Auf diese Weise wird ein geeigneter Kreislauf für die Entwärmung des Fluids in dem

Wärmeaustauscher der Kühlanlage und die Wärmeaufnahme durch das Fluid in dem Verflüssiger realisiert.

Bevorzugt lässt sich die Klimaanlage zwischen den

Betriebszuständen „Kühlen" und „Heizen" umschalten. Dazu kann die Klimaanlage ein Umschaltventil aufweisen, wobei im

Kühlbetrieb die Ausgangsseite des Wärmeaustauschers der

Kühlanlage mit der Eingangsseite des Wärmeaustauschers der Klimaanlage verbunden ist, während im Heizbetrieb eine

Ausgangsseite des Umschaltventils der Klimaanlage mit der Eingangsseite des Heizers der Klimaanlage verbunden ist. Wenn beispielsweise auf der Eingangsseite des Umschaltventils kühles Fluid vorliegt, wird dieses zum Kühlen des

Wärmeaustauschers verwendet und gelangt dann zurück zur

Eingangsseite des Wärmeaustauschers der Kühlanlage. Im

Heizfalle ist das Umschaltventil derart eingestellt, dass auf seiner Eingangsseite vorliegendes, Abwärme tragendes Fluid zur Eingangsseite des Heizers verbracht wird und dort zum Aufheizen von Zuluft eingesetzt werden kann. Um an der Eingangsseite des Umschaltventils der Klimaanlage sowohl kühles als auch heißes Fluid bereitstellen zu können, kann die Kühlanlage ebenfalls ein Umschaltventil zwischen den Betriebszuständen „Kühlen" und „Heizen" aufweisen, wobei im Kühlbetrieb eine Ausgangsseite des Heizers mit der

Eingangsseite des Wärmeaustauschers der Kühlanlage verbunden ist, während im Heizbetrieb eine Ausgangsseite des

Umschaltventils der Kühlanlage über eine Rohrleitung, in deren Verlauf das Fluid durch Aufnahme von Wärme, die von einer Komponente des Fahrzeugs abgegeben wird, erwärmt wird, mit der Eingangsseite des Umschaltventils der Klimaanlage verbunden ist. Bevorzugt ist die Ausgangsseite des Wärmeaustauschers über ein invertiertes Drosselventil sowohl mit der Eingangs- als auch mit der Ausgangsseite des Heizers der Klimaanlage verbindbar. Somit können zwei definierte Anteile des von dem Verflüssiger kommenden Fluids gleichzeitig jeweils der

Eingangs- und der Ausgangsseite des Heizers zugeleitet werden. Erwärmtes, von dem Verflüssiger kommendes Fluid kann beispielsweise verwendet werden, um im Bereich des Heizers einströmende Zuluft zum Zweck der Entfeuchtung

nachzuerwärmen . Dies ermöglicht es, dass auf eine im Stand der Technik häufig vorgesehene zusätzliche elektrische

Heizung zur Nacherwärung nach Entfeuchtung der Zuluft

verzichtet werden kann. Diese Vorgehensweise ist besonders vorteilhaft, da bei bekannten Klimaanlagen die Entfeuchtung als problematisch anzusehen ist. Im Kühl-Teillastbetrieb der Klimaanlage (rund 80% des Kühlbetriebes) und im speziellen bei recht niedrigen Außentemperaturen und niedriger innerer Last (Personen, Sonne und andere) und aufgrund der Tatsache, dass die Klimaanlage nur temperaturabhängig regelt, können Probleme mit der relativen Luftfeuchtigkeit im Raum

entstehen. Eine latente Last im Fahrzeug (Feuchte) wird nicht mehr ausreichend abgeführt, da eine Zulufttemperatur für eine ausreichende Entfeuchtung zu hoch ist. Aus diesem Grund wird die oben angesprochene zusätzliche elektrische Heizung zur Entfeuchtung erforderlich.

Das Fahrzeug kann bevorzugt ein Schienenfahrzeug,

insbesondere Doppelstock-Schienenfahrzeug sein, wobei die Klimaanlage oberhalb eines Drehgestells in einem

Maschinenraum des Schienenfahrzeugs angeordnet ist und die zu entwärmende Komponente sowie die Kühlanlage räumlich nah zueinander angeordnet sind. Dies gewährleistet, dass die erforderlichen Rohrleitungen zum Verbinden der Kühlanlage und der Klimaanlage von begrenzter Länge sind, so dass über die sich ergebenden Wegstrecken nur geringe Temperaturdifferenzen für das Fluid auftreten. Bei der Kühlanlage kann es sich bevorzugt um eine sog. Kombi- Kühlanlage handeln, die kaskadierte Wärmeaustauscher für Wärme abgebende Komponenten im Antriebsaggregat des

Schienenfahrzeugs aufweist. Der oben angesprochene, mit der Klimaanlage in Verbindung stehende Wärmeaustauscher der

Kühlanlage ist dann Teil dieser Kaskade.

Mit Hilfe der vorgestellten Kombination aus der Klimaanlage und der Kühlanlage können sich zusammengefasst bei geeigneter Zusammenschaltung vorgesehener Rohrleitungen folgende

Vorteile ergeben:

Der Verflüssiger der Klimaanlage wird ohne Luftbeaufschlagung eines Kältemittel-Luft-Wärmeaustauschers mittels eines

Kältemittel-Fluid-Wärmeaustauschers entwärmt, durch Wärmerückkopplung und damit Nutzung von Abwärme aus der Kühlanlage (Traktion, Stromrichter und/oder Transformator und/oder Dieselmotor und/oder Brennstoffzelle oder ähnlichem Energiewandlungssystem) kann das Fahrzeug beheizt werden, durch Nutzung der Wärmerückkopplung der Kühlanlagen-Abwärme oder auch direkt der Verflüssiger-Abwärme zur Umleitung in einen klimaanlagen-internen Heizer kann bei Niedriglast- Kühlanforderung ein Entfeuchtungsbetrieb durchgeführt werden und durch Nutzung der Abwärme von Teilsystemen als Wärmequelle kann die Kühlanlage als Wärmepumpe eingesetzt werden, was bisher nur in eingeschränkten Temperaturbereichen sinnvoll war .

Außerdem ist es möglich, den Heizer der Klimaanlage

unmittelbar im Wege eines freien Kühlens durch unmittelbar von dem Wärmeaustauscher der Kühlanlage kommendes Fluid zu entwärmen . Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen noch näher erläutert. Es zeigen : Figur 1 eine schematische Blockdiagrammdarstellung einer

Klimaanlage eines Fahrzeugs,

Figur 2 eine schematische Blockdiagrammdarstellung einer

Kombination aus der Klimaanlage von Figur 1, einer Kühlanlage und einer Wärme abgebenden Komponente eines Schienenfahrzeugs, wobei die Fluidführung für einen Kühl- bzw. Wärmepumpenbetrieb ausgelegt ist,

Figur 3 eine schematisch Bockdiagrammdarstellung einer

Kombination aus der Klimaanlage von Fig. 1, einer

Kühlanlage und einer Wärme abgebenden Komponente, wobei die Fluidfüllung für einen kombinierten Kühl- /Entfeuchungsbetrieb ausgelegt ist, Figur 4 eine schematische Blockdiagrammdarstellung einer

Kombination aus der Klimaanlage von Fig. 1, einer Kühlanlage und einer wärmeabgebenden Komponente, wobei die Fluidführung für einen Heizbetrieb ausgelegt ist, und

Figur 5 eine schematische Blockdiagrammdarstellung einer

Kombination aus der Klimaanlage von Fig. 1, einer Kühlanlage und einer Wärme abgebenden Komponente, wobei die Fluidfüllung für eine freie Kühlung eines Heizers der Klimaanlage ausgelegt ist.

In den Figuren ist ein jeweiliger Strömungsverlauf für ein Fluid durch Linien erhöhter Dicke veranschaulicht. Figur 1 zeigt schematisch eine Klimaanlage KL, wie sie beispielsweise in jedem Wagenkasten eines Schienenfahrzeugs vorgesehen sein kann. Wesentliche Komponenten der Klimaanlage sind ein Verflüssiger 1, ein Verdampfer 2 und ein Heizer 3. Der Verflüssiger 1 ist als Wärmeaustauscher ausgeführt und an zwei Kreisläufe angeschlossen. Ein Kältemittelkreislauf 4, bei dem beispielsweise das Kältemittel R 134a zum Einsatz kommt, verbindet den Verflüssiger 1 mit dem Verdampfer 2. Über den Verdampfer 2 wird das Kältemittel durch Aufnahme von Wärme aus zugeführter Zuluft 5 erwärmt, so dass es in die Dampfphase überführt wird. Im Verflüssiger 1 wird das

Kältemittel aus der Dampfphase zurück in die flüssige Phase verbracht. Dazu muss das Kältemittel im geeigneter Weise entwärmt werden.

Zur Entwärmung des Kältemittels wird dem Wärmeaustauscher Kühlmittel, beispielsweise Wasserglykol oder ein anderes geeignetes Fluid, über eine Leitung 6 zugeführt. Erwärmtes Kühlmittel gelangt über eine Leitung 7 von dem

Wärmeaustauscher aus zu einem invertierten Drosselventil 8. Dieses Drosselventil 8 gestattet es, von dem Wärmeaustauscher heran strömendes Fluid in bestimmten Anteilen sowohl der Eingangsseite des Heizers 3 als auch der Ausgangsseite des Heizers 3 zuzuführen. Im vorliegenden Betriebsfall soll allein das erwärmte Kühlmittel wieder entwärmt werden, so dass sämtliches, von dem Verflüssiger 1 kommendes Kühlmittel über das Drosselventil 8 der Ausgangsseite des Heizers 3 zugeleitet wird und sodann einem später beschriebenen

Wärmeaustauscher zur Entwärmung zugeleitet wird. Dies geschieht über eine Zuleitung 9.

Innerhalb der Klimaanlage KL ist auch ein Umschaltventil 10 vorgesehen, mit dessen Hilfe die Klimaanlage KL zwischen einem Betriebszustand „Kühlen" und einem Betriebszustand

„Heizen" umschaltbar ist. In Figur 1 ist der Betriebszustand „Kühlen" dargestellt, so dass das kalte Fluid ausschließlich zum Kühlen des Kühlmittels im Verflüssiger 1 verwendet wird. Andere Betriebsfälle für das Umschaltventil 10 werden später erläutert.

Im Bereich des Heizers 3 ist außerdem ein per Motor 11 angetriebener Ventilator 12 dargestellt. Der Ventilator 12 führt die Zuluft 5 an dem Heizer 3, der als Heizregister ausgeführt sein kann, vorbei, so dass die Temperatur der Zuluft 5 verändert werden kann. Figur 2 zeigt nun in Kombination die Klimaanlage KL, eine Kühlanlage KU und einen Transformator TR als Beispiel für eine Wärme abgebende Komponente im Antriebsstrang eines

Schienenfahrzeugs. Aus Figur 2 wird nun ersichtlich, wie sich die Leitungen 6 und 9 aus Figur 1 fortsetzen. Auf der

Eingangsseite des Umschaltventils 10 in der Klimaanlage KL führt eine Leitung 13 zu einer Ausgangsseite eines in der Kühlanlage KU angeordneten Wärmeaustauschers 14, der in Luft- Fluid-Ausführung vorliegt. Weitere Ventilatoren 15, 16 mit zugehörigen Motoren 17, 18, führen Kühlluft 19 an dem

Wärmeaustauscher 14 vorbei, so dass auf dessen Ausgangsseite entwärmtes Fluid vorliegt.

Die Leitung 9 von Figur 1 setzt sich über eine Pumpe 20 fort bis zu einer Eingangsseite eines Umschaltventils 21 der

Kühlanlage. Das Umschaltventil 21 lässt sich ebenfalls zwischen den Betriebsarten „Kühlen" und „Heizen" umschalten. In Figur 2 dargestellt ist der Betriebsfall „Kühlen", bei dem von der Klimaanlage KL anströmendes Fluid über eine Leitung 22 der Eingangsseite des Wärmeaustauschers 14 zur Entwärmung zugeführt wird. Die Betriebsweise der Klimaanlage KL ist in Figur 2 dieselbe wie anhand von Figur 1 erläutert. Das

Zusammenwirken des Wärmeaustauschers 14 der Kühlanlage KU mit dem Verflüssiger 1 der Klimaanlage KL bewirkt somit eine Entwärmung des Kühlmittels im Bereich des Verflüssigers 1.

Unter Beibehaltung der Strömungsführung für das Fluid von der Ausgangsseite des Wärmeaustauschers 14 über das

Umschaltventil 10, den Verflüssiger 1, das Drosselventil 8 bis zur Eingangsseite des Umschaltventils 21 kann unter

Modifikation des restlichen Strömungsweges die Klimaanlage KL auch als Wärmepumpe eingesetzt werden. In diesem Fall wird das Umschaltventil 21 der Kühlanlage KU auf die Betriebsart „Heizen" umgestellt. Dann ergibt sich von der Ausgangsseite des Umschaltventils 21 aus der in der später ausführlich erläuterten Figur 4 dargestellte Strömungsverlauf für das Fluid. Im Einzelnen wird das Fluid von der Ausgangsseite des Umschaltventils 21 aus über eine Rohrleitung 23 dem

Transformator TR zugeführt, dem im laufenden Betrieb

kontinuierlich Wärme zu entziehen ist. Dies geschieht

beispielsweise über einen Wärmeaustauscher 24, an dem das Fluid erwärmt wird. Das Fluid strömt dann von der

Ausgangsseite des Wärmeaustauschers 24 aus über eine Leitung 25 zu einem Anschlusspunkt 26 für die Leitung 13, die zur

Eingangsseite des Umschaltventils 10 der Klimaanlage führt. Auf den Wärmeaustauscher 24 könnte aber auch verzichtet werden, wenn das Kühlmittel des zu entwärmenden Aggregats (in diesem Beispiel ein Transformator) mit dem der Klimaanlage gemischt werden kann und es durch geeignete Umleitung und

Regelung in den Kreis der Klimaanlagenkühlung einlaufen kann.

In dem Betriebsfall „Wärmepumpe" wird die Wirkungsweise von Verflüssiger 1 und Verdampfer 2 ausgetauscht, so dass der Verflüssiger 1 als Verdampfer wirkt, während der Verdampfer 2 als Verflüssiger arbeitet. Auf diese Weise kann die

einströmende Zuluft 5 durch Ausnutzung der Abwärme z.B. des Transformators TR oder eines anderen zu entwärmenden

Aggregats mit Hilfe des als Verflüssiger wirkenden

Verdampfers 2 im Bedarfsfalle erwärmt werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Vorteil einer hohen Leistungszahl für die Benutzung der Klimaanlage KL als Wärmepumpe

grundsätzlich nur in einem eingeschränkten

Außentemperaturbereich möglich ist. Dieser Bereich kann jedoch durch die Nutzbarmachung einer externen Wärmequelle, wie im vorliegenden Ausführungsbeispiel die Abwärme des

Transformators TR, stark erhöht werden.

Figur 3 zeigt nun die vorstehend erläuterte Kombination in einem Betriebsfall, bei dem sowohl der Wärmeaustauscher des

Verflüssigers 1 gekühlt wird als auch die Zuluft 5 im Bereich des Heizers 3 nach Entfeuchtung nacherwärmt wird. Dabei ist der Strömungsverlauf für das Fluid im Wesentlichen derselbe wie anhand der Figur 2 erläutert ist. Geändert ist der

Strömungsverlauf im Bereich des Drosselventils 8. Die

vorgesehene Verzweigung des Drosselventils 8 gestattet es, einen definierten Anteil des von der Ausgangsseite des

Wärmeaustauschers kommenden Fluids der Eingangsseite des Heizers 3 zuzuleiten. Mit Hilfe der so bereit gestellten Wärme kann einströmende Zuluft 5 nach der Entfeuchtung nacherwärmt werden. Dabei kann der Anteil an Fluid, dass der Eingangsseite des Heizers 3 zugeleitet wird, variabel von dem an der Ausgangsseite des Wärmeaustauschers vorliegenden Fluid abgezweigt werden. Der verbleibende Volumenstrom wird über das Drosselventil 8 unmittelbar zur Ausgangsseite der

Heizeinrichtung 3 geleitet, so dass er über die Leitung 9 in Richtung auf den Wärmeaustauscher 14 zu Entwärmungszwecken weitergeführt werden kann.

Figur 4 zeigt die vorstehend erläuterte Kombination im Falle eines Heizbetriebes. Wie bereits anhand der Erläuterung der Betriebsweise „Wärmepumpe" für die Ausführung nach Figur 2 erläutert, liegt bei Schaltung des Umschaltventils 21 der

Kühlanlage KU keine Verbindung zwischen der Ausgangsseite des Umschaltventils 21 und der Eingangsseite des

Wärmeaustauschers 14 vor. Vielmehr wird das Fluid von dem Umschaltventil 21 über z.B. den Transformator TR zu dem

Anschlusspunkt 26 der Leitung 13 geführt, so dass auf der Eingangsseite des Umschaltventils 8 der Klimaanlage KL mit Wärme beaufschlagtes Fluid vorliegt. Bei der Betriebsart „Heizen" ist nun auch das Umschaltventil 8 der Klimaanlage KL für den Heizbetrieb eingestellt. Dies bedeutet, dass von der Eingangsseite des Umschaltventils 10 einströmendes Fluid unmittelbar der Eingangsseite des Heizers 3 zugeleitet wird, so dass es zur Erwärmung einströmender Zuluft 5 verwendet werden kann. Ein Kühlen des Verflüssigers 1 findet im

Heizbetrieb nicht statt. Der weitere Strömungsverlauf für das Fluid von der Ausgangsseite des Heizers 3 aus, bis zum

Umschaltventil 21 der Kühlanlage KU ist bereits anhand der Figur 2 beschrieben. In Figur 5 ist nun ein weiterer Betriebsfall für die

Kombination aus Klimaanlage KL, Kühlanlage KU und

Transformator TR als Beispiel für eine Wärme abgebende

Komponente eines Schienenfahrzeugs dargestellt. Die

Betriebsweise kann als „freie Kühlung" bezeichnet werden. Bei dieser Betriebsart wird die Klimaanlage KL nicht zu

Klimatisierungszwecken herangezogen. Vielmehr erfolgt eine Abkühlung einströmender Zuluft 5 ausschließlich über den Heizer 3, an dessen Eingangsseite entwärmtes Fluid vorliegt. Dabei ist das Umschaltventil 10 der Klimaanlage KL auf

„Heizen" eingestellt, was aber im vorliegenden Betriebsfall nicht bedeutet, dass an dem Heizer 3 tatsächlich Luft erwärmt wird. Vielmehr wird das von der Ausgangsseite des

Wärmeaustauschers 14 kommende Fluid niedriger Temperatur unmittelbar über das Umschaltventil 10 der Eingangsseite des Heizers 3 zugeführt und im Bereich des Heizers 3 durch

Aufnahme von Wärme aus der Zuluft 5 erwärmt. Das erwärmte Fluid fließt dann von der Ausgangsseite des Heizers 3 aus über das Umschaltventil 21 der Kühlanlage KU zur

Eingangsseite des Wärmeaustauschers 14, wo ihm die

aufgenommene Wärme wieder entzogen wird.