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Title:
VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/061592
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a vehicle with a lamp (L) arranged outside the passenger cabin, and with a vehicle window (SS) through which the light from the lamp (L) enters the vehicle. The lamp (L) is arranged and embodied in such a manner that the light from the lamp (L) is polarized or is made polarized parallel to a plane of incidence of the light.

Inventors:
STAHL, Hans-Ulrich (Fürstenbergstrasse 16, München, 80809, DE)
KRON, Alexander (Trollblumenstrasse 41G, München, 80995, DE)
MAIER, Thoralf (Walkürenstrasse 23, Germering, 82110, DE)
STURM, Dietrich (Spielmannsauerstr. 6, München, 81476, DE)
Application Number:
EP2007/008639
Publication Date:
May 29, 2008
Filing Date:
October 05, 2007
Export Citation:
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Assignee:
BAYERISCHE MOTOREN WERKE AKTIENGESELLSCHAFT (Petuelring 130, München, 80809, DE)
STAHL, Hans-Ulrich (Fürstenbergstrasse 16, München, 80809, DE)
KRON, Alexander (Trollblumenstrasse 41G, München, 80995, DE)
MAIER, Thoralf (Walkürenstrasse 23, Germering, 82110, DE)
STURM, Dietrich (Spielmannsauerstr. 6, München, 81476, DE)
International Classes:
B60Q1/26; B60J3/06; B60Q1/52
Attorney, Agent or Firm:
BAYERISCHE MOTOREN WERKE AKTIENGESELLSCHAFT (Petuelring 130, München, 80809, DE)
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Claims:

Patentansprüche

1. Fahrzeug

- mit einer außerhalb der Fahrgastzelle angeordneten Leuchte (L),

- mit einer Fahrzeugscheibe (SS) 1 durch die Licht der Leuchte (L) in das Fahrzeug dringt,

- wobei die Leuchte (L) derart angeordnet und ausgeführt ist, dass Licht der Leuchte (L) parallel zu einer Einfallsebene des Lichtes polarisiert ist oder wird.

2. Fahrzeug nach Anspruch 1 , wobei die Leuchte (L) eine Polarisationseinrichtung (P) umfasst oder der Leuchte (L) eine Polarisationseinrichtung (P) zugeordnet ist, die derart angeordnet und ausgeführt ist, dass Licht der Leuchte (L) parallel zu einer Einfallsebene des Lichtes polarisiert ist oder wird.

3. Fahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

- mit einem Außenspiegel (AS), wobei die Leuchte (L) und/oder die Polarisationseinrichtung (P) durch den Außenspiegel (AS) getragenen wird.

4. Fahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Einfallsebene definiert ist durch einen Normalenvektor (N) der Fahrzeugscheibe (SS) in einem Einfallspunkt des Lichtes und die Einfallsrichtung des Lichtes.

5. Fahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem eine Soll-Einfallsrichtung (SA) des Lichtes vorgegeben ist, bei dem die Einfallsebene definiert ist durch den Normalenvektor (N) der Fahrzeugscheibe (SS) in dem Schnittpunkt der Soll-Einfallsrichtung (SA) mit der Fahrzeugscheibe (SS) und die Soll-Einfallsrichtung (SA) des Lichtes.

6. Fahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Leuchte (L) derart ausgeführt ist, dass durch die Leuchte (L) Licht bevorzugt parallel zur Soll-Einfallsrichtung (SA) abgestrahlt wird.

7. Fahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Soll-Einfallsrichtung (SA) von der Leuchte (L) in Richtung einer 95%-Augenellipse (E) gerichtet ist.

8. Fahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Leuchte (L) zumindest zeitweise ein Blinklicht abstrahlt.

9. Fahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Leuchte (L) zur Signalisierung eines Objektes oder einer Gefahr im Umfeld des Fahrzeuges eingerichtet ist.

Description:

Fahrzeug

Die Erfindung betrifft ein Fahrzeug, das eine außerhalb der Fahrgastzelle angeordnete Leuchte umfasst.

Die rasante technologische Entwicklung auf dem Gebiet der Fahrerassistenzsysteme führt derzeit zur Entwicklung und Bereitstellung von Spurwechselassistenzsystemen. Dabei werden beispielsweise durch Leuchtmittel, die im Bereich des Außenspiegels angeordnet sind, dem Fahrer Informationen oder Warnungen signalisiert.

Das von einem solchen Leuchtmittel abgestrahlte Licht trifft, ehe es das Auge des Fahrers erreicht, auf eine Fahrzeugscheibe (z. B. die Seitenscheibe des Fahrzeuges). Durch diese Seitenscheibe wird je nach Einfallswinkel ein Teil des Lichtes reflektiert und ein anderer Teil des Lichtes transmittiert. Der reflektierte Anteil wirkt erstens störend für andere Verkehrsteilnehmer und steht zweitens nicht zur Signalisierung für den Fahrer zur Verfügung.

Aus der DE 4330708A1 ist ein optisches Sicherheits-Verkehrssystem mit Lichtpolarisatoren für die Vermeidung von Blendung durch Fahrzeugscheinwerfer-bekannt, wobei Teile der Lichtpolarisatoren vor Lichtquellen geschaltet werden und andere Teile der Lichtpolarisatoren entweder vor, in oder hinter lichtdurchlässige Materialien (z. B. Glas, Spiegel, etc.) aufgetragen werden. Die Intensität des durch die Lichtpolarisatoren durchdringenden Lichts wird durch variable oder feste Kreuzung der Schwingungsebenen der verschiedenen oben genannten Lichtpolarisatoren kontrolliert. Der durch die Lichter der verschiedenen Fahrzeuge und Straßenlampen oder deren Reflexionen verursachte Blendeffekt wird durch diese Kreuzung der oben genannten Lichtpolarisatoren variiert oder voll verhindert.

Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Aufgabe zu Grunde, dem Fahrer eines Fahrzeuges wirksam Informationen durch ein Leuchtmittel außerhalb der Fahrgastzelle zu signalisieren.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Hauptanspruchs gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind den abhängigen Ansprüchen zu entnehmen.

Die Erfindung basiert demnach auch auf dem Gedanken, das Leuchtmittel derart anzuordnen und auszuführen, dass Licht des Leuchtmittels im Wesentlichen parallel zu einer Einfallsebene des Lichtes polarisiert ist oder wird.

Vorzugsweise umfasst das Fahrzeug eine außerhalb der Fahrgastzelle angeordnete Leuchte und eine Fahrzeugscheibe, durch die Licht der Leuchte in das Fahrzeug dringt, wobei die Leuchte derart angeordnet und ausgeführt ist, dass Licht der Leuchte im Wesentlichen parallel zu einer Einfallsebene des Lichtes polarisiert ist oder wird. Besonders bevorzugt umfasst die Leuchte dazu eine Polarisationseinrichtung oder ist der Leuchte eine Polarisationseinrichtung zugeordnet, die derart angeordnet und ausgeführt ist, dass Licht der Leuchte im Wesentlichen parallel zu einer Einfallsebene des Lichtes polarisiert ist oder wird.

Dadurch wird erreicht, dass der durch die Fahrzeugscheibe reflektierte Anteil des Lichtes reduziert, insbesondere minimiert wird, und der durch die Fahrzeugscheibe transmittierte Anteil des Lichtes erhöht, insbesondere maximiert wird. Dies ergibt sich aus den so genannten Fresnelschen Formeln. Dadurch wird erreicht, dass Störungen anderer Verkehrsteilnehmer durch reflektiertes Licht reduziert werden, wohingegen der Fahrer das transmittierte Licht gut wahrnehmen kann.

Die Leuchte oder das Leuchtmittel können eine Lichtquelle, wie eine Leuchtdiode, und/oder einen Reflektor umfassen. Im Rahmen der Erfindung um- fasst der Begriff "Leuchte" auch aktive oder passive Anzeigeleuchten oder Leuchtanzeigen, wie beispielsweise ein LCD oder ein OLED-Display. Die Leuchte kann auch in einen Spiegel integriert sein oder einen Spiegel hinterleuchten. Die Polarisationseinrichtung ist vorzugsweise der Lichtquelle nachgeschaltet, kann aber integraler Bestandteil der Leuchte oder des Leuchtmittels sein. Ebenso kann die Leuchte, das Leuchtmittel oder die Lichtquelle prinzipbedingt schon linear polarisiertes Licht erzeugen und insbesondere ohne eigens dafür vorgesehene Polarisationseinrichtung ausgeführt sein.

Vorzugsweise umfasst ein Fahrzeug einen Außenspiegel, eine durch den Außenspiegel getragene Leuchte und eine Seitenscheibe, durch die Licht der Leuchte in das Fahrzeug dringt. Das Licht der Leuchte ist oder wird im Wesentlichen parallel zur Einfallsebene des Lichtes polarisiert.

Die Einfallsebene ist vorzugsweise definiert durch einen Normalenvektor der Fahrzeugscheibe, insbesondere Seitenscheibe, in einem Einfallspunkt des Lichtes auf der Fahrzeugscheibe, insbesondere Seitenscheibe, und die Einfallsrichtung des Lichtes. Besonders bevorzugt ist eine Soll-Einfallsrichtung (bzw. Soll-Ausbreitungsrichtung) des Lichtes vorgegeben, wobei die Einfallsebene definiert ist durch den Normalenvektor der Fahrzeugscheibe, insbesondere Seitenscheibe, in dem Schnittpunkt der Soll-Einfallsrichtung mit der Fahrzeugscheibe, insbesondere Seitenscheibe, und die Soll-Einfallsrichtung des Lichtes. Wenn zudem die Leuchte derart ausgeführt ist, dass durch die Leuchte Licht bevorzugt, beispielsweise mehr als 30%, 50% oder 70 % des von der Leuchte erzeugten Lichtstromes, im Wesentlichen in Richtung der Soll-Einfallsrichtung abgestrahlt wird, dann kann der durch die Fahrzeugscheibe, insbesondere Seitenscheibe, reflektierte Anteil des von der Leuchte stammenden Lichts besonders wirksam reduziert werden.

Die Soll-Einfallsrichtung ist vorzugsweise von der Leuchte in Richtung der 95%-Augenellipse gerichtet, um dem Fahrer eine gute Wahrnehmung der von der Leuchte ausgehenden Signale zu ermöglichen.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die Leuchte derart eingerichtet, dass sie zumindest zeitweise ein Blinklicht abstrahlt.

Vorzugsweise ist die Leuchte zur Signalisierung eines Objektes oder einer Gefahr im Umfeld des Fahrzeuges eingerichtet.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Beispielen unter Bezugnahme auf die folgende Figur näher erläutert:

Figur 1 zeigt eine vereinfachte schematische Schnittdarstellung eines

Teils eines Fahrzeuges.

In Figur 1 ist eine Seitenscheibe SS eines Fahrzeuges im Schnitt dargestellt. Außerhalb der Seitenscheibe SS ist ein Außenspiegel AS dargestellt, der eine Signalleuchte L trägt. Innerhalb der Seitenscheibe SS ist ein Schnitt durch eine 95%-Augenellipse E dargestellt. Die Augenellipse nach SAE J941 stellt ein Hilfsmittel zur Konstruktion von Sichtlinien unter Berücksichtigung der Verteilung der Augenlagen im Fahrzeug dar. Dabei charakterisiert sie die Verteilung der Augenlagen in einer bestimmten Ebene des Fahrzeugs (zumeist einer parallel zur ZERO-Y- bzw. ZERO-Z-Ebene des Fahrzeugkoordinatensystems. Die Lage der Ellipse ist durch Größe und Neigung Ihrer Hauptachsen sowie die Lage ihres Mittelpunktes bezüglich des Seating Refe- rence Points bestimmt, wobei die x- und z-Koordinate in Abhängigkeit der Rückenlehnenneigung variiert. Mathematisch stellt die Augenellipse die Kontur der gleichen Häufigkeitsdichte in einer zweidimensionalen Normalverteilung dar. Pragmatisch entsteht die Augenellipse in der Art, dass in eine zweidimensionale Verteilung von Augpunktlagen, die durch Versuche ermittelt

wurden, Geraden in beliebiger Richtung eingezeichnet werden. Diese werden dabei so gelegt, dass die gemessenen Augenlagen immer im gleichen Verhältnis, d. h. immer der gleiche Prozentsatz der Augpunkte, hier 95%, auf der einen, die restlichen 5% somit auf der anderen Seite der Geraden liegen. Die Einhüllende all dieser Geraden ist dann eine Ellipse (hier die so genannte 95%-Augenellipse, da 95% aller Augpunktlagen auf der der Ellipse zugewandten Seite der Geraden liegen).

Das Licht der Leuchte L wird bevorzugt parallel zu einer definierten Soll- Einfallsrichtung SA abgestrahlt, die von der Leuchte L in Richtung der 95%- Augenellipse E weist. Ausgehend von dem Punkt der Seitenscheibe SS, an dem die Soll-Einfallsrichtung SA auf die Seitenscheibe SS trifft, ist ein Normalenvektor N eingezeichnet. Der Normalenvektor N definiert zusammen mit der Soll-Einfallsrichtung SA eine oder die Einfallsebene (nicht dargestellt).

Durch eine Polarisationseinrichtung P wird das Licht der Leuchte P derart polarisiert oder gefiltert, dass das Licht im Wesentlichen parallel zu der Einfallsebene polarisiert ist.

Brechungseffekte, beispielsweise an der Seitenscheibe, wurden im Rahmen dieser Beschreibung aus Vereinfachungsgründen vernachlässigt, können aber bei einer Umsetzung der Erfindung in die Praxis einfach berücksichtigt werden.