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Title:
VENDING AND PACKING MACHINE FOR LOOSE FOODS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/050799
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a vending and packing machine for loose foods, in particular for cereal ingredients. The vending and packing machine comprises a plurality of containers for loose foods, means for the controlled discharge of the foods from the containers to a weighing and packing station, and means for cleaning the path between the plurality of containers and the weighing and packing station.

Inventors:
STEPANOW, Natalie (Ulrichstraße 26, Duisburg, 47051, DE)
Application Number:
DE2010/075112
Publication Date:
May 05, 2011
Filing Date:
October 27, 2010
Export Citation:
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Assignee:
STEPANOW, Natalie (Ulrichstraße 26, Duisburg, 47051, DE)
International Classes:
G07F11/04; A47F1/02; B65B37/18; G07F11/62
Attorney, Agent or Firm:
CBDL Patentanwälte (Königstraße 57, Duisburg, 47051, DE)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

1 . Verkaufs- und Verpackungsautomat für lose Lebensmittel, umfassend:

eine Mehrzahl von Behältern für lose Lebensmittel und

- Mittel zum kontrollierten Abgeben der Lebensmittel aus den Behältern zu einer Wiege- und Verpackungsstation,

dadurch gekennzeichnet, daß

Mittel zum Reinigen des Weges zwischen der Mehrzahl von Behältern und der Wiege- und Verpackungsstation vorgesehen sind.

2. Verkaufs- und Verpackungsautomat für lose Lebensmittel nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, daß

die Wiege- und Verpackungsstation zum Sammeln der aus den Behältern abgegebenen Lebensmittel in einem Verpackungsbehälter und Wiegen des

Verpackungsbehälters ausgebildet ist.

3. Verkaufs- und Verpackungsautomat für lose Lebensmittel nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, daß

die Wiege- und Verpackungsstation zum Wiegen der aus den Behältern abgegebenen Lebensmittel und Abgeben der gewogenen Lebensmittel in einen

Verpackungsbehälter ausgebildet sind.

4. Verkaufs- und Verpackungsautomat für lose Lebensmittel nach Anspruch 2 oder 3,

dadurch gekennzeichnet, daß

der Verpackungsbehälter eine Schlauchfolie ist.

5. Verkaufs- und Verpackungsautomat für lose Lebensmittel nach Anspruch 2 oder 3,

dadurch gekennzeichnet, daß

der Verpackungsbehälter eine feste Box ist.

6. Verkaufs- und Verpackungsautomat für lose Lebensmittel nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß

Mittel zum Versiegeln und Etikettieren des Verpackungsbehälters vorgesehen sind.

7. Verkaufs- und Verpackungsautomat für lose Lebensmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 6,

dadurch gekennzeichnet, daß

Mittel zum Durchmischen der abgegebenen Lebensmittel vorgesehen sind.

8. Verkaufs- und Verpackungsautomat für lose Lebensmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 7,

dadurch gekennzeichnet, daß

die Mittel zum kontrollierten Abgeben der Lebensmittel derart gesteuert werden, daß eine Durchmischung der einzelnen Lebensmittel bereits während der Abgabe erfolgt.

9. Verkaufs- und Verpackungsautomat für lose Lebensmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 8,

dadurch gekennzeichnet, daß

die Mittel zum Reinigen des Weges zwischen der Mehrzahl von Behältern und der Wiege- und Verpackungsstation Mittel zum mechanischen Reinigen umfassen.

10. Verkaufs- und Verpackungsautomat für lose Lebensmittel nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß

die Mittel zum mechanischen Reinigen als Bürste oder Abstreifer ausgebildet sind.

1 1 . Verkaufs- und Verpackungsautomat für lose Lebensmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 10,

dadurch gekennzeichnet, daß

der Weg zwischen der Mehrzahl von Behältern und der Wiege- und

Verpackungsstation mit einem Material beschichtet ist, das die Reinigung erleichtert.

12. Verkaufs- und Verpackungsautomat für lose Lebensmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 1 1 ,

dadurch gekennzeichnet, daß

Mittel zum Reinigen der Wiege- und Verpackungsstation vorgesehen sind.

13. Verkaufs- und Verpackungsautomat für lose Lebensmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 12,

dadurch gekennzeichnet, daß

zumindest bestimmte Behälter der Mehrzahl von Behältern klimatisiert sind.

14. Verkaufs- und Verpackungsautomat für lose Lebensmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 13,

dadurch gekennzeichnet, daß

eine Bedieneinheit mit Display vorgesehen ist.

15. Verkaufs- und Verpackungsautomat für lose Lebensmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 14,

dadurch gekennzeichnet, daß

ein Kartenleser für Kundenkarten vorgesehen ist.

16. Verkaufs- und Verpackungsautomat für lose Lebensmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 15,

dadurch gekennzeichnet, daß

eine Bezahleinrichtung vorgesehen ist, an welcher ein Benutzer des Automaten die von ihm am Automaten angeforderten Lebensmittel bezahlen kann, bevor diese vom Automaten ausgegeben werden.

Description:
VERKAUFS- UND VERPACKUNGSAUTOMAT FÜR LOSE LEBENSMITTEL

TECHNISCHES GEBIET DER ERFINDUNG Die Erfindung betrifft einen Verkaufs- und Verpackungsautomaten für lose

Lebensmittel, insbesondere Müslizutaten, mit einer Mehrzahl von Behältern für lose Lebensmittel und Mitteln zum kontrollierten Abgeben der Lebensmittel aus den Behältern zu einer Wiege- und Verpackungsstation.

HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Verkaufsautomaten sind seit langem in unterschiedlichster Form auch für

Lebensmittel bekannt. Dabei sind die Lebensmittel in der Regel aus

gesundheitsrechtlichen Gründen bereits verpackt, werden aber teilweise, wie z.B.

Kaugummikugeln oder gebrannte Nüsse, lose und unverpackt abgegeben. Dabei werden hier unter dem Begriff "lose Lebensmittel" Lebensmittel verstanden, die in der Regel als Schüttgut vorliegen, wie z.B. Bonbons, Lakritz, Nudeln und insbesondere Müslizutaten wie Haferflocken, Reisflocken, Cornflakes, Rosinen,

Schokoladenraspeln, Trockenfrüchte u.dgl.

Die bekannten Automaten eignen sich nicht dazu, lose Lebensmittel, wie

insbesondere die einzelnen Zutaten eines Müslis, in hygienischer Weise

aufzubewahren, z.B. in Supermärkten zu präsentieren und einem Kunden individuelle Zusammenstellungen der einzelnen Zutaten zu einer von ihm gewünschten Mischung zu ermöglichen.

Daneben gibt es Ausgabeautomaten wie z.B. in der DE 10 2005 044 01 1 A1 beschrieben, die es erlauben, ein fertig gemischtes trockenes Müsli mit einer

Flüssigkomponente, z.B. Milch oder Yoghurt, zu mischen, um so eine verzehrfertige

Müslizubereitung bereitzustellen. Dieser Ausgabeautomat eignet sich jedoch lediglich für Hotels u.dgl., wo eine Müslizubereitung zum sofortigen Verzehr bereitgestellt werden soll, nicht jedoch für Supermärkte und dergleichen, da bei einem solchen Automat eine Vielzahl von Problemkreisen zu beachten ist, von denen die

Verpackung des abgegeben Müslis nur eine ist.

Ein besonderes Problem stellt bei einem Verkaufs- und Verpackungsautomat für lose Lebensmittel der hier in Frage stehenden Art - gerade wenn es sich bei den losen

Lebensmitteln um Müslizutaten handelt - der Weg zwischen der Mehrzahl von Behältern und der Wiege- und Verpackungsstation dar, durch den die verschiedenen Lebensmittel geleitet werden. Die Lebensmittel, insbesondere Müslizutaten wie Nüsse, können nämlich Substanzen enthalten, die bei bestimmten Personen allergische Reaktionen auslösen.

Der aus der genannten DE 10 2005 044 01 1 A1 bekannte Abgabeautomat löst dieses Problem nicht. Es wird lediglich beschrieben, daß die Leitungen für die

Flüssigkomponente regelmäßig zu reinigen sind, wie z.B. von Kaffeevollautomaten, insbesondere solchen mit automatischer Milchzufuhr, bekannt.

OFFENBARUNG DER ERFINDUNG Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Verkaufs- und

Verpackungsautomaten für lose Lebensmittel anzugeben, der es erlaubt,

unterschiedliche lose Lebensmittel, insbesondere auch Müslizutaten, auf die viele Personen allergisch reagieren, in individueller Mischung abzugeben und zu verpacken und dabei die Gefahr von Verunreinigungen der Mischung mit Resten von anderen, bei einem vorherigen Verkaufsvorgang abgegebenen Lebensmitteln zu minimieren.

Der Automat soll zudem in einfacher Weise so ausgebildet werden können, daß eine gute Durchmischung der einzelnen Lebensmittel in der fertigen Mischung

gewährleistet ist. Die Aufgabe wird gelöst von einem Verkaufs- und Verpackungsautomaten für lose

Lebensmittel mit den Merkmalen des Anspruchs 1 . Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche. Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden rein beispielhaften und nicht-beschränkenden Beschreibung von

Ausführungsbeispielen in Verbindung mit der Zeichnung.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Fig. 1 zeigt stark schematisiert eine erste Ausführungsform der Erfindung. Fig. 2 zeigt stark schematisiert eine zweite Ausführungsform der

Erfindung.

BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN

In der Fig. 1 ist ein in seiner Gesamtheit mit 10 bezeichneter Verkaufs- und

Verpackungsautomat für lose Lebensmittel gezeigt, der in einem im wesentlichen quaderförmigen Gehäuse 12 eine Mehrzahl von bei diesem Ausführungsbeispiel unterschiedlich großen Behältern 14, 16, 18 umfaßt, von denen aus Gründen der Übersichtlichkeit nur einige mit Bezugszeichen versehen wurden.

Aus den Behältern können mittels an sich bekannter und hier nicht weiter dargestellter Dosiervorrichtungen, die Mittel zum kontrollierten Abgeben der Lebensmittel bilden und auf die nachfolgend noch näher eingegangen wird, lose Lebensmittel in die durch die Pfeile 20, 20' und 22, 22' angedeuteten Wege gefördert werden, über welche sie dann unter Schwerkrafteinfluß zu einer Wiege- und Verpackungsstation 24 gelangen.

Die Mehrzahl von Behältern ist vorzugsweise derart ausgebildet, daß diese aus dem Verkaufs- und Verpackungsautomaten 10 zum Nachfüllen und Reinigen entfernt werden können. Alternativ kann die Mehrzahl von Behältern integral zusammen mit dem Verkaufs- und Verpackungsautomaten 10 ausgebildet sein und durch eine Öffnung, die z.B. nach Art einer Klappe oder Schraubverschluß ausgebildet sein kann, nachgefüllt und gereinigt werden. Auch kann vorgesehen sein, daß zumindest ein Teil der Behälter als Einwegbehälter ausgebildet ist. Die Mehrzahl von Behältern kann vorzugsweise mit Sensoren ausgestattet sein, die den Füllstand erfassen.

Obwohl in der Fig. 1 nur einige Behälter gezeigt wurden, sieht die Erfindung eine Anzahl von Behältern vor, die typischerweise zwischen 20 und 80 liegt. Die Behälter besitzen vorzugsweise unterschiedliche Größen, so daß Lebensmittel, die statistisch oft und/oder in großen Mengen abgegeben werden, in großen Behältern zur Abgabe bereitgestellt werden, wobei dementsprechend Lebensmittel, die eher selten und/oder in kleinen Mengen abgegeben werden, in kleineren Behältern zur Abgabe

bereitgestellt werden. Somit wird vermieden, daß große Mengen von Lebensmitteln, die selten und/oder in kleinen Mengen abgegeben werden, für lange Zeit in den Behältern aufbewahrt werden müssen, so daß jederzeit frische und hygienisch unbedenkliche Lebensmittel abgegeben werden können. Die Mittel zum kontrollierten Abgeben sind vorzugsweise nach der Art einer Förderund Dosierschnecke ausgebildet, um eine genaue Abgabe der Lebensmittel und eine hohe Zuverlässigkeit bei der Abgabe gewährleisten zu können, und wirken mit der Mehrzahl von Behältern zusammen. Alternativ können die Mittel zum kontrollierten Abgeben einfacher ausgestaltet werden, z.B. als Klappenmechanismus,

Kolbenmechanismus oder Dosiersieb, wobei zu vermerken ist, daß solche

Ausführungsformen zwar keine so genaue und zuverlässige Abgabe erlauben wie eine Förder- und Dosierschnecke, jedoch kostengünstiger gestaltet werden können. Vorzugsweise besitzt jeder Behälter ein eigenes Mittel zum kontrollierten Abgeben. Alternativ kann jedoch auch vorgesehen sein, daß benachbarte Behälter sich das Mittel zum kontrollierten Abgeben teilen können.

Je nach Ausführungsform können die Mittel zum kontrollierten Abgeben integral zusammen mit einem oder mehreren Behältern ausgebildet sein, so daß z.B., wenn die Behälter aus dem Verkaufs- und Verpackungsautomaten entfernbar sind, die Mittel zum kontrollierten Abgeben zusammen mit dem jeweiligen Behälter zum

Reinigen oder zur Reparatur entfernt werden können.

Die Mittel zum kontrollierten Abgeben sind mit einer an sich bekannten Steuereinheit 26 verbunden, die zum Steuern der Mittel zum kontrollierten Abgeben vorgesehen ist. Wenn die Mittel zum kontrollierten Abgeben von der Steuereinheit 26 aktiviert werden, werden die Lebensmittel einen dem jeweiligen Behälter benachbarten und durch die Pfeile 20 und 20' angedeuteten Weg gefördert, von wo sie unter Schwerkrafteinfluß über einen der Wege 22 und 22' zu der Wiege- und Verpackungsstation 24 gelangen.

Die Wiege- und Verpackungsstation 24 ist ebenfalls mit der Steuereinheit 26 verbunden. Während der Abgabe der Lebensmittel durch die Mittel zum kontrollierten Abgeben wird die abgegebene Menge von einer Wiegeeinheit der Wiege- und Verpackungsstation 24 kontinuierlich erfaßt und an die Steuereinheit 26 übermittelt, so daß die Mittel zum kontrollierten Abgeben entsprechend gesteuert werden können.

Alternativ kann auch direkt bei der Förderung der Lebensmittel eine zumindest grobe Mengenabschätzung erfolgen, insbesondere, wenn Erfahrungswerte vorliegen (wenn z.B. eine Förderschnecke vorgesehen ist und bekannt ist, welche Menge der jeweiligen losen Lebensmittel bei einer Umdrehung typischerweise gefördert wird).

Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Wiege- und

Verpackungsstation 24 derart ausgebildet, daß die aus den Behältern abgegebenen Lebensmittel direkt in einem Verpackungsbehälter, z.B. einem Kunststoffbeutel, einem Schlauchfolienbeutel oder einer festen Box, gesammelt und abgewogen werden. Eine andere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, daß die Wiege- und Verpackungsstation 24 derart ausgebildet ist, daß die aus den Behältern abgegebenen Lebensmittel zuerst von der Wiegeeinheit der Wiege- und

Verpackungsstation 24, die vorzugsweise als Trichter oder Schale ausgebildet ist, abgewogen werden und anschließend in einen Verpackungsbehälter abgegeben werden.

Nachdem die gewünschte Mischung von Lebensmitteln in den Verpackungsbehälter abgegeben worden ist, wird dieser mit Mitteln zum Versiegeln und Etikettieren desselben versiegelt und etikettiert. Das Etikett enthält vorzugsweise alle wichtigen Daten zu der verpackten Mischung wie z.B. Inhaltsangaben mit Gewichtsprozenten,

Kalorienangaben, Informationen für Allergiker, Zubereitungshinweise,

Lagerungshinweise, Haltbarkeitsangaben, Angaben zu Ort, Datum, Zeit und der Abfüllung, Automatenstandort, Preis und Barcode zur Preiserfassung an der Kasse. Wenn der Verpackungsbehälter als Beutel ausgebildet ist, kann es vorteilhaft sein, den Verpackungsbehälter nicht direkt zu etikettieren, sondern daß das Etikett einem Benutzer des Verkaufs- und Verpackungsautomaten separat bereitzustellen, so daß nach der Entnahme des Verpackungsbehälters aus dem Verkaufs- und

Verpackungsautomaten dieser ggf. vom Benutzer in einen festen Behälter, vorzugsweise eine feste Box aus Karton oder Pappe, eingefügt und anschließend mit dem Etikett versehen werden kann. Alternativ kann der als Beutel ausgebildete Verpackungsbehälter von der Wiege- und Verpackungsstation automatisch in einen festen Behälter verpackt und anschließend etikettiert werden. Bei der Abgabe der Lebensmittel stellt sich oft das Problem, daß diese im

Verpackungsbehälter nicht gleichmäßig durchgemischt sind, wenn die einzelnen Lebensmittel nacheinander zur Wiege- und Verpackungsstation 24 abgegeben werden. Dieses Problem tritt auch dann auf, wenn die Lebensmittel nicht direkt in den Verpackungsbehälter abgegeben, sondern zunächst gesammelt und gewogen werden. Beispielsweise kann es dazu kommen, daß sich, wenn eine Mischung aus Cornflakes und Schokoladenstücken gewählt wird, die Schokoladenstücke oberhalb der Cornflakes anhäufen. Zur Lösung dieses Problems sieht die Erfindung Mittel zum Durchmischen der abgegebenen Lebensmittel vor. Je nach Ausgestaltung des Verkaufs- und Verpackungsautomaten 10 und der Wiege- und Verpackungsstation 24 können diese Mittel z.B. als Rüttler oder als Mischarm ausgebildet werden, insbesondere wenn die Lebensmittel zuerst zu einer Wiegeeinheit der Wiege- und Verpackungsstation 24 gelangen. Alternativ kann der bereits versiegelte

Verpackungsbehälter vor der Entnahme aus dem Automaten geschüttelt oder mehrmals gedreht werden, so daß es zu einer gleichmäßigen Durchmischung der Lebensmittel kommt.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß die Mittel zum kontrollierten Abgeben der Lebensmittel von der Steuereinheit 26 derart gesteuert werden, daß eine Durchmischung der einzelnen Lebensmittel bereits während der Abgabe erfolgt. Das bedeutet, daß die die vom Benutzer des Automaten gewählte Mischung bildenden einzelnen Lebensmittel nicht nacheinander, sondern gleichzeitig und je nach abzugebender Menge unterschiedlich schnell abgegeben werden, so daß die Lebensmittel nicht mehr nachträglich durchmischt werden müssen und separate Mittel zum Durchmischen entfallen können. Der erfindungsgemäße Verkaufs- und Verpackungsautomat 10 umfaßt ferner Mittel zum Reinigen 28 der Wege 20, 20', 22 und 22' zwischen der Mehrzahl von Behältern und der Wiege- und Verpackungsstation 24. Wie bereits erwähnt, ist es von großer Bedeutung, daß die abgegebene Mischung frei von Spuren von Lebensmitteln ist, die als Allergen wirken könnten, in dem Verkaufs- und Verpackungsautomaten aber enthalten sind.

Eine konstruktive Maßnahme besteht darin, die Behälter, die Lebensmittel enthalten, möglichst nahe der Wiege- und Verpackungsstation 24 anzuordnen, um die Wege zwischen den Behältern und der Wiege- und Verpackungsstation 24 zu minimieren.

Da die Gefahr einer Verunreinigung dadurch allein aber nicht ausgeschlossen werden kann, da die Lebensmittel sich teilweise den gleichen Weg zwischen Behälter und Wiege- und Verpackungsstation teilen, weist der erfindungsgemäße Automat Mittel auf, um die jeweils benutzten Wege zwischen zwei Verkaufsvorgängen zu reinigen.

Die Mittel zum Reinigen 28 sind vorzugsweise als Mittel zum mechanischen Reinigen ausgebildet, können aber auch Mittel zur Naßreinigung oder Reinigung durch

Druckluft umfassen. Da für eine Naßreinigung zusätzliche Zu- und Ablaßleitungen für ein Reinigungs- und Spülmittel wie Wasser bereitgestellt werden müssen, scheiden diese Mittel für viele Aufstellungsorte eines erfindungsgemäßen Automaten aus. Eine Reinigung mit Druckluft ist in der Regel auch problematisch, weil es damit zu einer Aufwirbelung der Lebensmittelreste und Verteilung selbiger im Verkaufs- und

Verpackungsautomaten kommen kann.

Die Mittel zum mechanischen Reinigen sind vorzugsweise als Bürste oder als Abstreifer ausgebildet. Die Reinigung erfolgt derart, daß die Mittel zum mechanischen Reinigen den ganzen Weg 20, 20', 22, 22' zwischen der Mehrzahl von Behältern und der Wiege- und Verpackungsstation 24 durchlaufen und diesen von Resten von Lebensmitteln befreien.

Der Antrieb der Mittel zum mechanischen Reinigen erfolgt vorzugsweise mit Hilfe eines Teleskoparms, an dessen beweglichem Ende die Mittel zum mechanischen Reinigen befestigt sind, wobei die Mittel zum mechanischen Reinigen je nach gewünschter Reinigungswirkung die Wege 20, 20', 22, 22' zwischen zwei

Verkaufsvorgängen auch mehrmals reinigen können. Andere Ausführungsvarianten sehen vor, daß die Mittel zum mechanischen Reinigen mit Hilfe eines

motorangetriebenen Drahtes oder einer ebenfalls motorangetriebenen Kette entlang der Wege 20, 20', 22; 22' bewegt werden.

Die Mittel zum mechanischen Reinigen können zusätzlich zur Bewegung entlang der Wege 20, 20', 22, 22' auch zu einer Dreh- oder Oszillationsbewegung angetrieben werden. Alternativ können die Mittel zum mechanischen Reinigen vibrieren. Somit wird eine gründliche Reinigung der Wege 20, 20', 22, 22' zwischen der Mehrzahl von

Behältern und der Wiege- und Verpackungsstation 24 sichergestellt.

Um Auszuschließen, daß Reste von Lebensmitteln an den Mitteln zum Reinigen haften bleiben, insbesondere wenn diese Mittel als Bürste oder Abstreifer ausgebildet sind, können vorteilhaft Mittel zum Säubern der Reinigungsmittel vorgesehen sein, z.B. in Form von Abstreifelementen für die Bürsten.

Vorteilhaft können ferner Auffangbleche vorgesehen werden, die dazu dienen, herabfallende Reste bei der Reinigung der Wege 20, 20', 22, 22' aufzufangen, damit diese nicht den Verkaufs- und Verpackungsautomaten und insbesondere die Wiege- und Verpackungseinheit 24 verschmutzen. Die Auffangbleche können nach Art einer Wanne ausgebildet sein, ähnlich den von Toastern bekannten, und können somit einfach bei einer regelmäßigen manuellen Reinigung des Verkaufs- und

Verpackungsautomaten herausgenommen, gereinigt und wieder eingesetzt werden.

Die Wege 20, 20', 22, 22' zwischen der Mehrzahl von Behältern und der Wiege- und Verpackungsstation 24 sind vorzugsweise mit einem Material beschichtet oder aus einem Material gefertigt, das die Anhaftung von Lebensmitteln verhindert und/oder erschwert und die Reinigung vereinfacht. Eine solche Beschichtung kann z.B. eine Antihaftbeschichtung sein. Als Material für die Wege kommen insbesondere verschiedene Stahlsorten, die für die Lebensmittelindustrie geeignet sind, in Frage wie z.B. die sog. V4A-Stähle (Werkstoffnummer 1 .4401 , 1 .4404, 1 .4571 ). Bevorzugt wird die Wiege- und Verpackungsstation 24 zwischen zwei

Verkaufsvorgängen ebenfalls gereinigt, insbesondere wenn die Wiege- und

Verpackungsstation derart ausgebildet ist, daß die Lebensmittel nicht direkt in den Verpackungsbehälter abgegeben werden. Dies kann dadurch erfolgen, daß die Wiegeeinheit mit vorzugsweise als Bürste oder Abstreifer ausgebildeten Mitteln zum Reinigen gereinigt wird. Alternativ kann die Wiegeeinheit einen schalen- oder trichterförmigen Wiegebehälter umfassen, der aus mehreren Segmenten ausgebildet ist. Die Segmente können dann nach Art eines Fächers zusammengefaltet werden, so daß die Fläche eines jeden Segmentes von der Rückseite des benachbarten

Segmentes, die ggf. mit Bürsten oder Abstreifelementen versehen sein kann, gereinigt wird.

Die Ausgestaltung der Wiege- und Verpackungsstation 24 ist von der Art der seitens des Aufstellers des Automaten gewünschten Verpackung abhängig. Wenn die Lebensmittel nicht direkt in den Verpackungsbehälter abgegeben werden, ist zwar eine Reinigung der Wiegeeinheit der Wiege- und Verpackungsstation 24 notwendig, jedoch können dann in einfacher Weise an sich bekannte Vorrichtungen zum

Verpacken, z.B. eine Schlauchbeutelverpackungsvorrichtung, eingesetzt werden. Werden die Lebensmittel dagegen direkt in einen Verpackungsbehälter abgegeben und dann zusammen mit diesem gewogen, ist - je nach Verpackungsbehälter - unter

Umständen die Verpackung aufwendiger, dafür ist keine Reinigung der Wiege- und Verpackungsstation zwischen zwei Verkaufsvorgängen notwendig.

Vorzugsweise werden manche Behälter des Verkaufs- und Verpackungsautomaten klimatisiert. Eine Kontrolle der Temperatur und der Feuchtigkeit ist nicht nur für die

Haltbarkeit der Lebensmittel, sondern auch bei Produkten wie z.B. Rosinen,

Trockenobst oder Schokolade wichtig, da diese bei zu hoher Temperatur oder Feuchtigkeit zum Verklumpen oder Schmelzen neigen, was nicht nur die kontrollierte Abgabe aus den Behältern erschwert, sondern auch den Verkaufs- und

Verpackungsautomaten verschmutzen und im schlimmsten Fall verstopfen kann.

Der Verkaufs- und Verpackungsautomat umfaßt vorzugsweise auch eine

Bedieneinheit mit Display, die ebenfalls mit der Steuereinheit 26 verbunden ist. Die Bedieneinheit kann mit einem berührungsempfindlichen Bildschirm sowie mit einer Sprachausgabe ausgestattet sein. Ein Benutzer kann mit Hilfe der Bedieneinheit seine eigene personalisierte Mischung zusammenstellen, wobei diese anschließend in dem Verkaufs- und Verpackungsautomaten zusammengestellt und verpackt wird. Außerdem können dem Benutzer besonders gesunde Lebensmittel vorgeschlagen und Ernährungstipps angezeigt werden usw. Auch kann bei der Auswahl eines

Lebensmittels eine Empfehlung folgen, welche weiteren Lebensmittel für eine ausgewogene oder besonders gesunde Mischung empfohlen werden. Aufgrund der Tatsache, daß die Lebensmittel verschiedene Preise pro Gewichtseinheit besitzen, kann vorteilhaft vorgesehen sein, daß der Benutzer nebst einer Gewichtseingabe auch eine obere Preisgrenze auswählen kann oder daß der Preis Schritt für Schritt bei der benutzerseitigen Zusammenstellung vor der tatsächlichen Abgabe der

Lebensmittel angezeigt wird, damit der Benutzer direkt einsehen kann, wie hoch der Preis einer gewählten Mischung wäre und er ggf. bestimmte Lebensmittel wieder aus der Mischungszusammenstellung löschen kann.

Die Bedieneinheit kann auch mit einem Kartenleser für Kundenkarten ausgestattet sein, damit die ausgewählten Mischungen auf einer Karte, z.B. einer Kundenkarte gespeichert und abgelesen werden können. Der Benutzer kann somit seine eigene Lieblingsmischung speichern und diese direkt auswählen, ohne die einzelnen

Lebensmittel und die dazugehörigen Mengen erneut eingeben zu müssen. Auch kann vorgesehen sein, daß die Bedieneinheit mit einem Barcodeleser ausgestattet ist. Es ist hier denkbar, daß der Benutzer bereits zuhause im Internet seine Mischung zusammenstellen kann, wobei ein der Mischung entsprechender Barcode erzeugt wird, der ausgedruckt und von dem Verkaufs- und Verpackungsautomaten gelesen werden kann. Der Benutzer muß in beiden Fällen nur die Mischung bestätigen.

Wenn der Verkaufs- und Verpackungsautomat in einem Geschäft wie z.B. einem Supermarkt aufgestellt ist, wird normalerweise ein Beleg gedruckt, vorzugsweise ein selbstklebendes Etikett, auf welchem die Informationen abgedruckt sind, die für die Bezahlung an der Kasse notwenig sind. Wird der Verkaufs- und Verpackungsautomat an einem Ort aufgestellt, wie z.B. einem Bahnhof, Fitneßcenter, Flughafen oder einer Jugendherberge, wo keine Kasse zur anschließenden Bezahlung vorgesehen ist, kann der Verkaufs- und Verpackungsautomat vorteilhaft mit einer Bezahleinrichtung ausgestattet werden, an welcher der Benutzer die von ihm angeforderten Lebensmittel bezahlen kann, bevor diese ausgegeben werden. Die Bezahlung kann mit Bargeld erfolgen, wobei in diesem Fall ein Bargeldeinwurf für Münzen und/oder ein Einzug für Geldscheine vorgesehen sind. Solche Einrichtungen sind jedoch störanfällig und werden oft von Dieben aufgebrochen. Vorzugsweise ist deshalb vorgesehen, daß die Bezahlung mittels Kreditkarte o.dgl. erfolgt, wobei hier der bereits erwähnte Kartenleser für Kundenkarten vorteilhaft eine Doppelfunktion ausüben und als Bezahleinrichtung eingesetzt werden kann. Die Bezahlung kann auch über Bankeinzug erfolgen, wobei hier der Benutzer mittels der Bezahleinrichtung oder der Bedieneinheit aufgefordert wird, die relevanten Daten zur Bezahlung einzugeben.

In der Fig. 2 ist eine weitere Ausführungsform eines in seiner Gesamtheit mit 100 bezeichneten Verkaufs- und Verpackungsautomaten für lose Lebensmittel gezeigt, der in einem Gehäuse 120 mit einem im wesentlichen runden Querschnitt eine Mehrzahl von bei diesem Ausführungsbeispiel unterschiedlich großen Behältern 140,

160, 180 umfaßt, von denen aus Gründen der Übersichtlichkeit nur einige mit Bezugszeichen versehen wurden.

Der Verkaufs- und Verpackungsautomat 120 besitzt gegenüber dem Verkaufs- und Verpackungsautomaten aus der Fig. 1 den Vorteil, daß nur ein schematisch mit einem Pfeil 200 gezeigter Weg zwischen der Mehrzahl von Behältern und der hier nicht gezeigten Wiege- und Verpackungsstation vorhanden ist, der zudem einen im wesentlichen runden Querschnitt aufweist. Somit ist nur ein Mittel zum Reinigen des Weges 200 notwendig, was den Aufbau des Verkaufs- und Verpackungsautomaten deutlich vereinfacht. Auch kann die Querschnittfläche des Weges 200 größer bemaßt werden als die der Wege 20, 20', 22, 22' des Verkaufs- und Verpackungsautomaten aus der Fig. 1 , was die Möglichkeit einer Berührung der Wände des Weges 200 durch Lebensmittel während der Abgabe derselben deutlich herabsetzt. Auch ist eine Reinigung eines im Querschnitt im wesentlichen runden Weges, insbesondere wenn die Mittel zum Reinigen als Bürste oder Abstreifer ausgebildet sind, deutlich einfacher als die eines Weges mit viereckigem Querschnitt. Nachteilig bei dieser

Ausführungsform ist, daß der im wesentlichen runde Querschnitt für eine optimale Raumnutzung eher ungünstig ist. Diese Ausführungsform kann aber in einem im wesentlichen quaderförmigen Gehäuse angeordnet und die Leerräume zur

Anordnung der Steuereinheit 26, der Bedieneinheit usw. genutzt werden.

Dabei wird im übrigen darauf hingewiesen, daß die Anmeldung ein neues

Geschäftsverfahren impliziert, nämlich das gewerbliche Aufstellen und Betreiben entsprechender Verkaufs- und Verpackungsautomaten zur Abgabe von losen Lebensmitteln insbesondere in Supermärkten, auf Bahnhöfen, Flughäfen u.dgl. Dieses Verfahren wird hiermit ausdrücklich als zur Erfindung gehörig bezeichnet und in denjenigen Ländern, deren nationales Recht dies gestattet, als schutzfähig beansprucht.