| JP2000142729 | GRANULE BAG |
| JP2007022586 | IRREGULAR-SHAPED FRUIT PACKAGING BAG |
| WO/1996/013440 | VEGETABLE DRAINING AND STORAGE BAG |
GRILL, Hannes (Arbeitergasse 12, Weissenbach/Triesting, A-2564, AT)
SCHMALHOLZ, Peter (Strandstrasse 111, Vösendorf, A-2331, AT)
NEUMÜLLER, Norbert (Berggasse 2, Weissenbach/Triesting, A-2564, AT)
GRILL, Hannes (Arbeitergasse 12, Weissenbach/Triesting, A-2564, AT)
SCHMALHOLZ, Peter (Strandstrasse 111, Vösendorf, A-2331, AT)
Patentansprüche:
1. Entlüftbarer Sack, eine flache Bahn (1) eines Sackmaterials umfassend, die durch überlappung ihrer beiden einander gegenüberliegenden Längsrandbereiche zu einem Schlauch geformt ist, dessen eines Ende verschlossen bzw. als Boden ausgebildet ist, wobei das Sackmaterial im Wesentlichen luftundurchlässig ist, jedoch in Teilflächen (Id, Ie; Ii, Ij; Ik, 11, Im, In; lo, Ip, Ir, Is) eines jeden der einander überlappenden Längsrandbereiche Perforationslöcher (Ig, Ih) aufweist, wobei die Perforationslöcher (Ih) in einem Längsrandbereich (Ie) gegenüber den Perforationslöchern (Ig) im anderen, überlappten Längsrandbereich (Id) versetzt sind, und die Längsränder (Ia, Ib) der überlappten Längsrandbereiche der Sackmaterial-Bahn mittels einer Verbindungsnaht (2, 3) an der jeweils benachbarten und überlappenden Lage des Sackmaterials (1) befestigt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Perforationslöcher (Ig) im überlappten Längsrandbereich (Id) eine Ausbildung und/oder Anordnung für kleineren Luftdurchlass als die Perforationslöcher (Ih) im überlappenden Längsrandbereich (I e) aufweisen, indem im überlappenden Längsrandbereich (Ie) Perforationslöcher (Ih) mit größerer Querschnittsfläche als jene (Ig) im überlappten Längsrandbereich (Id) ausgebildet sind und/oder indem im überlappenden Längsrandbereich (Ie) pro Flächeneinheit eine größere Anzahl an Perforationslöchern (Ih) ausgebildet ist als im überlappten Längsrandbereich (Id).
2. Entlüftbarer Sack nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Sackmaterial (1) aus Kunststofffolie, Kunststoffgewebe und Papier ausgewählt ist.
3. Entlüftbarer Sack nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Sackmaterial (1) mit einer luftundurchlässigen Kunststoffschicht überzogen ist.
4. Entlüftbarer Sack nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsnaht (2, 3) aus einer Klebstoffschicht, einer Schweißnaht, einer Extrusionsschicht aus thermoplastischem Kunststoffmaterial und einer Hotmelt- Kleberschicht ausgewählt ist.
5. Entlüftbarer Sack nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die Verbindungsnaht (2) des an der Sackaußenseite liegenden Sackmaterial-Längsrands mit der daran anliegenden Sackmaterial-Lage luftdicht ist.
6. Entlüftbarer Sack nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die überlappung der Längsrandbereiche des Sackmaterials bis zu 50 % des Sackumfangs ausmacht, (siehe Fig. 2B - 2D)
7. Entlüftbarer Sack nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Filtermaterial (4) zwischen den überlappten perforierten Bereichen (Ii, Ij) des Sackmaterials angeordnet ist.
8. Entlüftbarer Sack nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Filtermaterial (4) ein Kunststoff- Vlies ist.
9. Entlüftbarer Sack nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Filtermaterial (4) eine mikroporige Kunststofffolie, vorzugsweise verstreckte Kunststofffolie mit mineralischen Einschlüssen ist.
10. Verfahren zur Herstellung eines luftdurchlässigen Sackes, umfassend: a) das Bereitstellen eines flachen, im Wesentlichen luftundurchlässigen, bahnförmigen Sackmaterials; b) das Perforieren des bahnförmigen Sackmaterials; c) das Abschneiden des bahnförmigen Sackmaterials auf eine vorgegebene Länge; d) das teilweise überlappen des Sackmaterials über seine Länge; e) das Verbinden der Längsränder des Sackmaterials mit der jeweiligen daran anliegenden überlappten Lage des Sackmaterials; f) das Ausbilden eines Sackbodens im Sackmaterial; dadurch gekennzeichnet, dass das Perforieren des bahnförmigen Sackmaterials entlang zweier voneinander beabstandeter Perforationsbereiche des Sackmaterials erfolgt, die vorzugsweise nahe den Längskanten des bahnförmigen Sackmaterials liegen, wobei den beiden Perforationsbereichen unterschiedliches Luftdurchlassvermögen verliehen wird, indem in einem der Perforationsbereiche Perforationslöcher mit größerer Querschnittsfläche und/oder einer größeren Anzahl an Perforationslöchern pro Flächeneinheit ausgebildet werden als im anderen Perforationsbereich; und dass die Perforationsbereiche zumindest teilweise überlappt werden, so dass die Perforationslöcher in den Perforationsbereichen gegeneinander versetzt sind und der Perforationsbereich mit dem kleineren Luftdurchlassvermögen vom Perforationsbereich mit dem größeren Luftdurchlassvermögen überlappt wird. |
Entlüftbarer Sack
Die Erfindung betrifft einen entlüftbaren Sack, eine flache Bahn eines Sackmaterials umfassend, die durch überlappung ihrer beiden einander gegenüberliegenden Längsrandbereiche zu einem Schlauch geformt ist, dessen eines Ende verschlossen bzw. als Boden ausgebildet ist, wobei das Sackmaterial im Wesentlichen luftundurchlässig ist, jedoch in Teilflächen eines jeden der einander überlappenden Längsrandbereiche Perforationslöcher aufweist, wobei die Perforationslöcher in einem Längsrandbereich gegenüber den Perforationslöchern im anderen, überlappten Längsrandbereich versetzt sind, und die Längsränder der überlappten Längsrandbereiche der Sackmaterial-Bahn mittels einer Verbindungsnaht an der jeweils benachbarten und überlappenden Lage des Sackmaterials befestigt sind.
Entlüftbare Säcke finden zur Aufbewahrung von Schüttgütern weit verbreitet Anwendung, beispielsweise als Säcke für Zement und andere pulverige Materialien. Dabei besteht ein bekanntes Verfahren zur Abfüllung von pulverigen Materialien in Säcke darin, das Pulver mittels eines Druckluftstroms in die Säcke zu transportieren und nach dem Einbringen des Pulvers in den Sack diesen zu verschließen. Es versteht sich, dass die so befüllten Säcke neben dem pulverigen Füllgut auch große Mengen an Luft enthalten, die den Säcken eine ballonartige Gestalt verleihen. Diese ballonartige Gestalt verhindert das übereinanderstapeln der befüllten Säcke, da ein solcher Stapel unweigerlich verrutschen würde. Andererseits ist die Stapelbildung für einen wirtschaftlichen Transport der befüllten Säcke unerlässlich. Ein weiteres Problem von mit Schüttgütern befüllten Säcken, in denen unerwünscht Luft mit eingeschlossen ist, besteht darin, dass der Sack bei Druckausübung von außen zum Platzen neigt und das Füllgut somit verloren geht. Aus den vorgenannten Gründen wird verständlich, dass es unabdingbar ist, nach dem Befüllen von Säcken mit pulverigen Gütern die Luft aus den Säcken auszutragen. Dazu wird im einfachsten Fall nach dem Stand der Technik ein luftdurchlässiges Sackmaterial verwendet. Alternativ dazu kann ein an sich luftundurchlässiges Sackmaterial mit Perforationen versehen werden, um eingeschlossene Luft aus dem befüllten Sack abführen zu können. Beide Lösungen weisen jedoch den wesentlichen Nachteil auf, dass mit der durch die Perforationen hinausströmenden Luft auch kleine Partikel des Füllgutes mitgerissen werden, der Sack also für das Füllgut undicht ist. Dies ist natürlich allgemein unerwünscht, besonders aber in jenen Fällen, in denen chemisch aggressives Füllgut oder Füllgut verpackt wird, das mit Wasser chemisch reagiert.
Zur Vermeidung des Leckens von Säcken mit Schüttgut als Inhalt ist es nach dem Stand der Technik auch bekannt, mehrlagige Säcke zu verwenden, die durch Ineinander- Anordnen
mehrerer einlagiger Sackkörper aus luftundurchlässigem Material gebildet werden, wobei jeder Sackkörper auf solche Weise perforiert ist, dass seine Perforationslöcher gegenüber den Perforationslöchern der benachbarten Sackkörper-Lagen versetzt sind. Für die in der innersten Sackkörper-Lage eingeschlossene Luft, die nach außen gedrängt werden soll, entsteht somit ein labyrinthischer Pfad durch die diversen Sackkörper-Lagen hindurch, den zwar die Luft hindurchgehen kann, in dem sich aber mitgeführte Partikel des Füllgutes verfangen. Sobald der Sack evakuiert ist, liegen die einzelnen Sackkörper-Lagen fest aneinander an, und der Sack wird dadurch luftdicht.
Nachteilig an diesen bekannten Säcken ist einerseits der hohe Materialverbrauch in der Herstellung und andererseits der aufwändige Herstellungsvorgang, der nur schlecht automatisiert werden kann. So sind beispielsweise 5-lagige Papiersäcke bekannt, die so hergestellt werden, dass zunächst eine Papierbahn genadelt wird, danach die genadelte Papierbahn zu fünf Sackkörpern unterschiedlicher Größe gefaltet und verklebt wird, danach die fünf Sackkörper ineinander gesteckt und zumindest an ihren offenen Rändern miteinander verklebt werden.
Die vorliegende Erfindung bietet eine Lösung für die erläuterten Probleme, die sowohl bedeutende Materialeinsparungen mit sich bringt als auch eine hervorragende automatische Herstellung in wenigen Bearbeitungsschritten und mit hohem Durchsatz zulässt. Die Erfindung zeichnet sich durch Weiterbildung eines eingangs erwähnten Sackes auf solche Weise aus, dass die Perforationslöcher im überlappten Längsrandbereich eine Ausbildung und/oder Anordnung für kleineren Luftdurchlass als die Perforationslöcher im überlappenden Längsrandbereich aufweisen, indem im überlappenden Längsrandbereich Perforationslöcher mit größerer Querschnittsfläche als jene im überlappten Längsrandbereich ausgebildet sind und/oder indem im überlappenden Längsrandbereich pro Flächeneinheit eine größere Anzahl an Perforationslöchern ausgebildet ist als im überlappten Längsrandbereich.
Der Begriff Längsrandbereich ist dabei als ein Bereich der Sackmaterialbahn zu verstehen, der sich vom jeweiligen Längsrand der Bahn oder nahe davon bis zu einem Drittel der Bahnbreite zur Bahnmitte hin erstrecken kann.
Wie bei den bekannten mehrlagigen Säcken entsteht ein Labyrinthgang für die entweichende Luft, in dem sich mitgeführte Füllgut-Partikel verfangen. Dadurch, dass die Außenlage des
Sackmaterials zumindest gleich viel Luft durchlässt wie die Innenlage ist garantiert, dass sich der allseitig geschlossene Entlüftungsraum nicht ballonartig aufbläst, was zu einem
Aufbrechen der Längsnähte führen könnte. Die Materialersparnis gegenüber den bekannten Säcken ist jedoch beträchtlich, und da nicht mehrere Sackkörper, die zunächst getrennt hergestellt werden, ineinander gefügt werden müssen, reduziert sich die Herstellungszeit auf einen Bruchteil jener der bekannten Säcke. Die Entlüftungsleistung ist gegenüber den bekannten Säcken nicht verschlechtert, da davon ausgegangen werden kann, dass solche Säcke bei ihrer Entlüftung auf einer luftundurchlässigen Fläche (z.B. dem Erdboden oder einer LKW-Ladefläche) aufliegen, die Entlüftung verhindert.
Aus der US 3 302 859 A ist ein Kunststoff- Sack bekannt, der zwei einander überlappende Längsränder aufweist, die durch Längsschweißnähte an der Sackbahn fixiert sind, so dass zwischen den überlappten Längsrändern eine Luftkammer gebildet wird. Beide Längsränder weisen eine Reihe von Perforationslöchern auf, wobei die Perforationslöcher in einem
Längsrand gegenüber den Perforationslöchern im anderen Längsrand versetzt sind, so dass ein labyrinthischer Luftdurchgang gebildet wird. Die Größe oder Größenverhältnisse der Perforationslöcher in beiden Längsrändern sind nicht definiert.
JP 2000 177 750 A offenbart einen Haushaltssack mit einem Entlüftungsbereich, der so gestaltet ist, dass das Eindringen von Ungeziefer und Schmutz in den Sack möglichst verhindert wird. Dazu wird aus einer luftdichten Folie ein Schlauch geformt, der in Längsrichtung eine überlappung der Folienränder aufweist. Am überlappungsabschnitt werden in zwei Reihen in Abständen die übereinanderliegenden Folien durch Verschweißen abschnittsweise miteinander verbunden, wobei die Schweißstellen der beiden Reihen gegeneinander versetzt sind. Die Folien selbst weisen keine Perforationslöcher auf, vielmehr wird nur ein Entlüftungsschlitz zwischen den Folienenden gebildet.
Aus GB 1 512 050 A ist eine Verpackung bekannt, die eine Bahn aus Kunstharz mit zwei gegenüberliegenden Längskanten und perforierte Bereiche nahe der Längskanten umfasst, wobei die Bahn so gefaltet ist, dass sich die perforierten Bereiche überlappen und die gegenüberliegenden Längskanten der gefalteten Bahn an die Bahnabschnitte angeschweißt sind, über bzw. unter denen sie liegen. Zwischen den überlappten Bahnbereichen ist eine Materialschicht (z.B. Papier) angeordnet, die für ein Sterilisationsgas durchlässig, für Mikroben aber undurchlässig ist.
GB 2 025 894 A offenbart einen Sack mit zwei überlappten perforierten Bereichen, zwischen denen sich eine mikroporöse Filterschicht befindet. Angaben über Luftdurchtrittsverhältnisse in den überlappten perforierten Bereichen oder über einen Versatz der Perforationslöcher finden sich nicht in dieser Schrift.
Aus der WO 88 07479 Al ist ein gattungsfremder Verpackungsbehälter mit einem Entgasungsventil bekannt, der aus einem Mehrschichtpackstoff mit flexibler äußerer Schicht geformt ist, wobei die einzelnen Schichten außer im Bereich des Entgasungsventils fest miteinander verbunden sind. Im Bereich des Entgasungsventils liegen die Schichten lose aufeinander und bilden einen längsseitig geschlossenen Kanal. Dieser Kanal steht durch einen Durchbruch in der inneren Schicht mit dem Inneren des Behälters in Verbindung. Die Durchbrüche in der inneren Schicht sollen als Filter gegenüber dem Füllgut im Beutel wirken.
Aus der EP 0 444 261 Bl ist ein flexibles Verpackungsbehältnis in Form eines Sackes oder Beutels aus luftundurchlässiger Kunststofffolie o.dgl. mit einem Luftaustrittsbereich in einer Sackwand bekannt, wobei das Außenwandteil mit Perforationen für einen Luftdurchlass aus dem Füllraum des Sackes versehen und das perforierte Sackmaterial innenseitig von einem perforierten Innenwandteil abgedeckt ist. Die Luftdurchlässigkeit des Innenwandteils ist durch entsprechende Ausbildung und Konfiguration der Perforation höher als jene des Außenwandteils. Innenwandteil und Außenwandteil definieren eine allseits randseitig geschlossene Luftkammer. Aufgrund dieser Ausgestaltung wird während des Füllens des Veφackungsbehältnisses mit luftbeladenem Füllgut die Luftkammer aufgrund der unterschiedlichen Luftdurchlässigkeiten von Innenwand und Außenwand mit Luft aufgeblasen, die in den Füllraum des Behältnisses zurückgepresst wird und damit die Perforationen des Innenwandteils nach innen freibläst. Die Konstruktion dieses Verpackungsbehältnisses steht somit im Gegensatz zum Erfmdungsgegenstand.
Die Form des erfindungsgemäßen Sackes ist nicht näher eingeschränkt, jedoch wird für Schüttgüter vielfach ein sogenannter Kasten-Sack oder ein Kasten- Ventil-Sack bevorzugt.
Als Sackmaterial der Erfindung kommt vorzugsweise Kunststofffolie, Kunststoffgewebe oder Papier zum Einsatz.
Es kann auch für sich genommen luftdurchlässiges Sackmaterial verwendet werden, sofern dieses Sackmaterial erfindungsgemäß mit einer luftundurchlässigen Kunststoffschicht überzogen wurde.
Vorzugsweise besteht die Verbindungsnaht aus einer Klebstoffschicht, einer Schweißnaht, einer Extrusionsschicht aus thermoplastischem Kunststoffmaterial oder einer Hotmelt- Kleberschicht, die alle hervorragend automatisch aufgebracht werden können.
Es müssen nicht beide Verbindungsnähte luftdicht ausgeführt sein. Es genügt vielmehr, wenn nur die Verbindungsnaht des an der Sackaußenseite liegenden Sackmaterial- Längsrands mit der daran anliegenden Sackmaterial-Lage luftdicht ist.
Bevorzugt macht die überlappung der Längsrandbereiche des Sackmaterials bis zu 50 % des Sackumfangs aus, wodurch sich gegenüber den Säcken nach dem Stand der Technik eine Materialeinsparung von zumindest 50 % (gegenüber 2-lagigen Säcken) ergibt.
In manchen Fällen ist es erforderlich sicherzustellen, dass auch kleinste Füllgut-Partikel nicht aus dem Sack gelangen. Dann empfiehlt es sich, ein geeignetes Filtermaterial zwischen den überlappten perforierten Bereichen des Sackmaterials anzuordnen, das diese kleinsten Partikel sicher zurückhält, dabei aber dennoch die Luft entweichen lässt. Als besonders geeignete Filtermaterialien für den erfindungsgemäßen Zweck haben sich Kunststoff-Vliese und mikroporige Kunststofffolien erwiesen, wobei als Kunststofffolien vorzugsweise verstreckte Folien mit mineralischen Einschlüssen zum Einsatz kommen. Letztere Folien bestehen aus thermoplastischen Kunststoff-Polymeren, in denen die mineralischen Einschlüsse eingelagert sind. Beim mono- oder biaxialen Verstrecken der Folie dehnen sich zwar die Polymere, nicht jedoch die mineralischen Einschlüsse und es entstehen beabsichtigter Weise Haarrisse in der Folie, durch die Luft entweichen kann.
Wie bereits oben ausgeführt, lassen sich die erfindungsgemäßen Säcke hervorragend automatisiert herstellen. Ein erfindungsgemäßes Verfahren zur Herstellung eines entlüftbaren Sackes umfasst die folgenden Schritte: a) das Bereitstellen eines flachen, im Wesentlichen luftundurchlässigen, bahnförmigen Sackmaterials; b) das Perforieren des bahnförmigen Sackmaterials entlang zweier voneinander beabstandeter Bereiche des Sackmaterials, so dass die beiden perforierten Bereiche gleiches oder unterschiedliches Luftdurchlassvermögen aufweisen, wobei vorzugsweise die Perforationsbereiche des bahnförmigen Sackmaterials nahe seiner Längskanten liegen; c) das Abschneiden des bahnförmigen Sackmaterials auf eine vorgegebene Länge; d) das zumindest teilweise überlappen der perforierten Bereiche des Sackmaterials über seine Länge, so dass die Löcher in den perforierten Bereichen gegeneinander versetzt sind und die Perforationslöcher im überlappten Längsrandbereich eine Ausbildung und/oder Anordnung für maximal gleich großen, bevorzugt kleineren Luftdurchlass als die Perforationslöcher im überlappenden Längsrandbereich aufweisen;
e) das Verbinden der Längsränder des Sackmaterials mit der jeweiligen daran anliegenden überlappten Lage des Sackmaterials; f) das Ausbilden eines Sackbodens im Sackmaterial.
Fall dies aus Gründen vereinfachter Herstellung erwünscht ist, kann der Schneideschritt vor dem Perforieren der Bahn, oder auch erst nach dem überlappen der perforierten Bereiche, oder sogar erst nach der Herstellung der Verbindungsnähte zwischen den Sackmaterialrändern und der daran anliegenden Materiallage erfolgen.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird ein Filtermaterial zwischen die überlappten perforierten Bereiche des Sackmaterials eingebracht.
Vorzugsweise wird das bereitgestellte Sackmaterial aus Kunststofffolie, Kunststoffgewebe und Papier ausgewählt.
Das Verbinden der Längsränder des Sackmaterials mit der jeweiligen daran anliegenden überlappten Lage des Sackmaterials umfasst bevorzugt Verkleben, Verschweißen, Extrudieren von thermoplastischem Kunststoffmaterial oder Auftragen von Hotmelt-Kleber.
Die Erfindung wird nun anhand nicht einschränkender Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert.
Figuren IA, IB, IC, ID zeigen die Herstellung einer ersten Ausfuhrungsform eines erfindungsgemäßen Sackes in verschiedenen Herstellungsschritten, wobei Fig. IA eine flache Bahn eines Sackmaterials in Draufsicht, Fig. IB die zu einem Schlauch verbundene Sackbahn im Querschnitt, Fig. IC einen Querschnitt durch den fertig gefalteten Sack und Fig. ID den Sack in der Perspektive darstellen.
Figuren 2A, 2B, 2C, 2D zeigen die Herstellung einer zweiten Ausführungsform eines erfmdungsgemäßen Sackes in verschiedenen Herstellungsschritten, wobei Fig. 2 A eine flache Bahn eines Sackmaterials in Draufsicht, Fig. 2B die zu einem Schlauch verbundene Sackbahn im Querschnitt, Fig. 2C einen Querschnitt durch den fertig gefalteten Sack und Fig. 2D den Sack in der Perspektive darstellen.
Fig. 3 zeigt eine Variante von Fig. 2B des der schlauchföraiigen Sackmaterialbahn im Querschnitt.
Figuren 4A, 4B, 4C, 4D zeigen die Herstellung einer weiteren Ausfuhrungsform eines erfindungsgemäßen Sackes in verschiedenen Herstellungsschritten, wobei Fig. 4A eine flache Bahn eines Sackmaterials in Draufsicht, Fig. 4B die zu einem Schlauch verbundene Sackbahn im Querschnitt, Fig. 4C einen Querschnitt durch den fertig gefalteten Sack und Fig. 4D den Sack in der Perspektive darstellen.
Figuren 5A, 5B, 5C, 5D zeigen die Herstellung einer weiteren Ausführungsform eines erfmdungsgemäßen Sackes in verschiedenen Herstellungsschritten, wobei Fig. 5A eine flache Bahn eines Sackmaterials in Draufsicht, Fig. 5B die zu einem Schlauch verbundene Sackbahn im Querschnitt, Fig. 5C einen Querschnitt durch den fertig gefalteten Sack und Fig. 5D den Sack in der Perspektive darstellen.
In Fig. IA ist eine flache Bahn 1 eines Sackmaterials zur Herstellung eines erfmdungsgemäßen Sackes in Draufsicht dargestellt. Beim Sackmaterial handelt es sich um luftdichtes oder durch Behandlung luftdicht gemachtes Material, beispielsweise beschichtetes oder unbeschichtetes Papier, Kunststofffolie, oder beschichtetes Kunststoffgewebe. Die Bahn 1 ist bereits auf passende Länge abgeschnitten und weist gegenüberliegende Längsränder Ia, Ib sowie eine mittlere Längsachse Ic auf. Teilflächen Id, Ie, die sich von den Längsrändern Ib, Ia aus gesehen über eine Breite von jeweils bis zu einem Drittel der Breite der Sackmaterialbahn 1 erstrecken können, sind durch ein Nadelungsverfahren, wie z.B. Durchziehen der Sackmaterialbahn durch den Spalt zwischen zwei Nadelwalzen, mit Perforationen versehen worden, die den Durchtritt von Luft ermöglichen. Ein unterer Bereich If der Sackmaterialbahn 1 wird in einem späteren Sack- Herstellungsschritt zur Faltung eines Bodens 10a des erfindungsgemäßen Sackes (siehe Fig. ID) benötigt. Nun auch auf Fig. IB Bezug nehmend, ist darin im Querschnitt zu sehen, wie die Längsrandbereiche der Sackmaterialbahn 1 solcherart über ihre gesamte Länge (d.h. Richtung der Längsachse Ic) überlappt wurden, dass die perforierten Teilflächen Id, Ie übereinander zu liegen kommen. Aus Fig. IB ist deutlich ersichtlich, dass die Perforationslöcher Ih in der perforierten Teilfläche Ie gegenüber den Perforationslöchern Ig in der perforierten Teilfläche Id versetzt angeordnet sind, wodurch für entweichende Luft labyrinthische Gänge entstehen, durch die zwar die Luft hindurchgehen kann, in denen sich aber mitgeführte Partikel von Füllgut verfangen. Die Perforationslöcher Ih sind geringfügig größer als die Perforationslöcher Ig, so dass der überlappende Bereich Ie des Sackmaterials mehr Luft durchlässt als der überlappte Bereich Id. Der Bereich der Sackmaterialbahn 1, in dem zwei Materiallagen übereinander liegen, weist eine Breite bl auf, die etwa der halben Breite einer Vorderfläche 10c eines Sackes 10 entspricht (vgl. Fig. ID). Der Längsrand Ia der Sackmaterialbahn 1 ist durch eine Verbindungsnaht 2 luftdicht mit der darunter
liegenden Sackmateriallage verbunden. Der Längsrand Ib der Sackmaterialbahn 1 ist durch eine Verbindungsnaht 3 mit der darüber liegenden Sackmateriallage verbunden, wobei diese Verbindungsnaht 3 nicht luftdicht sein muss. Die Verbindungsnähte 2, 3 können bevorzugt Schweißnähte, Extrusionsschichten aus thermoplastischem Kunststoffmaterial oder Hotmelt- Kleberschichten sein. Fig. IC und Fig. ID zeigen im Querschnitt bzw. in der Perspektive einen Kastensack 10, der aus der schlauchförmig verbundenen Sackmaterialbahn 1 von Fig. IB unter Ausbildung eines Bodens 10a (siehe Fig. ID) gefaltet wurde. Man erkennt, dass der überlappungsbereich 10b, durch den hindurch die Entlüftung des Sackes 10 stattfindet, etwa die halbe Breite und die gesamte Länge der Vorderfläche 10c einnimmt.
Die Figuren 2A, 2B, 2C, 2D zeigen die Herstellung eines weiteren erfindungsgemäßen Sackes 20 in verschiedenen Herstellungsschritten, wobei wiederum von einer flachen Bahn 1 eines Sackmaterials ausgegangen wird. Diese Ausführungsform unterscheidet sich von der Ausführungsform der Figuren IA bis ID nur insofern, als die perforierten Teilflächen Ii, Ij wesentlich breiter ausgeführt sind, so dass sich bei der überlappung dieser Flächen eine Breite b2 ergibt, die ca. 45 % des Umfangs des Sackes 20 ausmacht. Somit ergibt sich, dass der überlappungsbereich 20b nicht nur die gesamte Vorderfläche 20c des Sackes 20 einnimmt, sondern auch noch fast die Hälfte der Seitenflächen 2Od. Falls erforderlich kann, wie in Fig. 3 dargestellt, zwischen die überlappten Perforationsbereiche Ii, Ij ein Filtermaterial 4 eingefügt werden, wobei dieses Filtermaterial 4 vorzugsweise ein Kunststoff- Vlies oder eine verstreckte Kunststofffolie mit mineralischen Einschlüssen umfasst, in der durch den Verstreckungsvorgang an der Grenzfläche zwischen Kunststoff und den mineralischen Einschlüssen Haarrisse gebildet wurden. Bezüglich der weiteren Beschreibung der Ausführungsformen der Figuren 2A bis 2D und 3 kann auf die Beschreibung der Figuren IA bis ID verwiesen werden.
Die Figuren 4 A, 4B, 4C, 4D zeigen die Herstellung eines weiteren erfindungsgemäßen Sackes 40 in verschiedenen Herstellungsschritten, wobei wiederum von einer flachen Bahn 1 eines Sackmaterials ausgegangen wird. Diese Ausführungsform unterscheidet sich von der Ausführungsform der Figuren IA bis ID insofern, als vier perforierte Teilflächen Ik, U, Im, In vorgesehen sind, die wesentlich kürzer ausgeführt sind als in der ersten Ausfuhrungsform, wobei die überlappung dieser Flächen wiederum in einer Breite bl erfolgt, die etwa der Hälfte der Breite der Sack-Vorderfläche entspricht. Aus Fig. 4D erkennt man, dass somit zwei überlappungsbereiche 4Of, 40g gebildet wurden, die voneinander in der Mitte der Vorderfläche des Sackes 40 getrennt sind.
Die Figuren 5A, 5B, 5C, 5D zeigen die Herstellung eines weiteren erfindungsgemäßen Sackes 50 in verschiedenen Herstellungsschritten, wobei wiederum von einer flachen Bahn 1 eines Sackmaterials ausgegangen wird. Diese Ausfuhrungsform weist vier parallel zueinander angeordnete perforierte Teilflächen lo, Ip, Ir, Is auf, wobei die auf derselben Seite in Bezug auf die Längsachse Ic liegenden Teilflächen lo, Ip bzw. Ir, Is einen Abstand von b3 zueinander aufweisen, Die Gesamtüberlappung erfolgt in einer Breite b2. Somit ergeben sich beim Sack 50 zwei überlappungsbereiche 50h, 50j, die jeweils über die gesamte Länge der Vorderfläche des Sackes 50 verlaufen, wobei jeder überlappungsbereich 50h, 50j sich über weniger als die halbe Breite der Vorderfläche des Sackes (so dass dazwischen ein Steg 50i aus Sackmaterial gebildet wird) und zusätzlich über fast die Hälfte einer benachbarten Schmalseite 50k, 501 erstreckt.
