Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
VERTICALLY ADJUSTABLE, SPRUNG BICYCLE SEAT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1992/010393
Kind Code:
A1
Abstract:
A vertically adjustable, sprung bicycle seat is designed above all for so-called mountain bikes and touring bicycles. Its particular advantage consists in the functional union of an effective bicycle seat suspension with simultaneous vertical adjustability of the saddle according to the needs of the bicycle rider during the ride. For this purpose, a hydraulic strut is arranged between the usual bicycle seat and the seat tube (1) so that the piston rod (2) of the strut is fixedly secured to a guiding tube (3) clamped to the seat tube (1) and the pressure cylinder (4) of the strut is movably mounted in the guiding tube and clamped at its other end to the saddle block (5). The clearance between between the lower edge of the saddle block and the upper edge of the guiding tube corresponds at least to maximum piston stroke. A valve system (6) in the saddle block at the upper end of the pressure cylinder is linked to an actuating element (7) that projects out of the saddle block (5).

Inventors:
BENN ALEXANDER (DE)
HARRISON JAMES JUSTIN (GB)
Application Number:
PCT/EP1991/002307
Publication Date:
June 25, 1992
Filing Date:
December 04, 1991
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
BENN GUERLEYIK & PARTNER GMBH (DE)
International Classes:
B62J1/06; B62J1/08; B62K19/36; (IPC1-7): B62J1/06; B62J1/08; B62K19/36
Foreign References:
DE2900780A11980-07-24
FR2539093A21984-07-13
US3861740A1975-01-21
CH104004A1924-03-17
Attorney, Agent or Firm:
SCHUSTER & THUL (Stuttgart 1, DE)
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche
1. Hδhenverstellbarer und federnder Fahrradsitz, gekennzeichnet dadurch, daß zwischen einem üblichen Fahrradsitz und dem Sitzrohr (1) ein hydraulisches Federbein derart angeordnet ist, daß die Kolbenstange (2) des Federbeines mit einem mit dem Sitzrohr (1) verspannten Führungsrohr (3) fest verbunden ist und der Druckzylinder (4) des Federbeines in diesem Führungsrohr verschiebbar gelagert und an seinem anderen Ende mit dem Sattelkloben (5) verspannt ist, wobei der lichte Abstand zwischen unterer Sattelklobenberandung und oberer Berandung des Führungsrohres mindestens dem maximalen Kolbenhub entsprechend festgelegt ist und ein am oberen Ende des Druckzylinders im Sattelkloben angeordnetes Ventilsystem (6) mit einem Betätigungselement (7) , das aus dem Sattelkloben (5) herausgeführt ist, in Verbindung steht.
2. Höhenverstellbarer und federnder Fahrradsitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbenstange (2) gegen den Druckzylinder (4) gegen Verdrehung (beispielsweise durch eine Führungsnute) gesichert ist.
3. Hδhenverstellbarer und federnder Fahrradsitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck¬ zylinder (4) gegen das Führungsrohr (3) gegen Verdrehung (beispielsweise durch eine Führungsnut) gesichert ist.
4. Höhenverstellbarer und federnder Fahrradsitz, dadurch gekennzeichnet, daß am kolbenstangen seitigen Ende der Druckzylinder mit einem zusätz¬ lichen Führungsteil (8) , beispielsweise aus Kunst¬ stoff bestehend, versehen ist.
5. Hδhenverstellbarer und federnder Fahrradsitz nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß dem zusätzlichen Führungsteil (8) ein solches Profil gegeben ist, daß es eine gesicherte Führung in Richtung der Führungsrohrachse als einzigem Freiheitsgrad gewährleistet. 10 .
6. Hδhenverstellbarer und federnder Fahrradsitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das aus dem Sattelkloben herausgeführte Betätigungselement (7) für das Ventilsystem durch einen Hebel, dessen Drehpunkt (9) innerhalb des Sattelklobens angeordnet ist, gebildet ist.
7. Höhenverstellbarer und federnder Fahrradsitz nach Anspruch 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß der das Betätigungselement bildende Hebel durch einen im wesentlichen zumindest der hinteren Sattel sitzberandung entsprechend ausgebildeten Draht¬ bügel gebildet bzw. mit einem solchen verbunden ist.
8. Höhenverstellbarer und federnder Fahrradsitz nach Anspruch 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß der das Betätigungselement bildende Hebel mit einem unterhalb des hinteren Sattelendes angeordneten Griff verbunden ist.
9. Hδhenverstellbarer und federnder Fahrradsitz nach Anspruch 1 und/oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungselement (7) mit einem Seilzug verbunden ist, bzw. selbst durch einen Seilzug gebildet ist, der eine Druckwirkung auf das Ventilsystem (6) auszuführen gestattet.
10. Höhenverstellbarer und federnder Fahrradsitz nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß dem Seil¬ zug eine hydraulische Verstärkung zugeordnet ist.
11. Hδhenverstellbarer und federnder Fahrradsitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungsrohr druckkolbenaustrittsseitig mit einer Kunststofführungsbuchse (10)' versehen ist.
Description:
Höhenverstellbarer und federnder Fahrradsitz

Die Erfindung betrifft einen höhenverstellbaren und federnden Fahrradsitz, der vornehmlich für Bergfahr¬ räder, sogenannte Mountain-Bi es und Tourenräder, ge¬ dacht ist.

Fahrradsitze in ihrer Höhe verstellbar auszuführen, ist seit langem bekannt. Dabei ist am Sitzrohr ein Spannverschluß, der in der Regel als Schnellspannver¬ schluß ausgeführt ist, vorgesehen, der eine höhenver¬ stellbare Verklemmung eines am Sattelkloben befestigten Führungsrohres ermöglicht. Eine derartige Sitzhöhenver¬ stellung ist jedoch nicht während der Fahrt möglich und erfolgt somit nur bei Stillstand des Rades, um die

Sattelhöhe der Größe des Fahrradfahrers anzupassen.

SatteIfederungen als solche sind ebenfalls in Form von unter dem Sattel, zwischen Sattel und Sattelkloben, angeordnete Spiral- oder Blattfedern oder ähnliches bekannt. Diese sind jedoch in ihrer Federwirkung, be¬ dingt durch relativ kurze Federhubwege, beschränkt. Eine elegantere Form der Stoßdämpfung des gesamten Fahrrades besteht in der Übernahme der vom Motorradbau her bekannten Gabelbrücken, welche mit je zwei Federbeinen versehen sind. Diese Konstruktion bewirkt eine effektive Stoßdämpfung, ist aber andererseits mit einem beträchtlichen Material- und damit Kosten- als auch Fertigungsaufwand verbunden. Darüberhinaus wird auch durch diese Lösung die Aufgabe, während der Fahrt eine Sitzhδhenverstellung bei gleichzeitiger Erhaltung einer verstärkten Federwirkung, nicht gelöst. Ebenfalls kann es sich als nachteilig erweisen, wenn z.B. infolge falscher Justierung oder durch Leckverluste in diesen beidseitig der Gabel zugeordneten hydraulischen Federbeinen, diese eine unterschiedliche Federhärte aufweisen.

Der erfindungsgemäße hδhenverstellbare und federnde Fahrradsitz wird durch die Merkmale des Hauptanspruches umfaßt. Der Hauptvorteil der Erfindung besteht in der funktionellen Vereinigung einer effektiven Fahrrad¬ sitzfederung bei gleichzeitiger Möglichkeit einer

Sattelhöhenverstellung, je nach Bedarf des Fahrers während der Fahrt, was als besonderer Vorteil z.B. bei Bergab- und Auffahrten mit Mountain-Bikes zum Tragen kommt. Dabei ist die erfindungsgemäße Lösung derart ausgestaltet, daß zwischen einem üblichen Fahrradsitz (Sattel) und dem Sitzrohr ein hydraulisches Federbein derart angeordnet ist, daß die Kolbenstange des Fahrradbeines mit einem mit dem Sitzrohr verspannbaren Führungsrohr fest verbunden ist und der Druckzylinder des Federbeines in diesem Führungsrohr verschiebbar gelagert und an seinem anderen Ende mit dem Sattelkloben verspannt ist, wobei der lichte Abstand zwischen unterer Sattelklobenberandung und oberer Berandung des Führungsrohres mindestens dem maximalen Kolbenhub entsprechend festgelegt ist und ein am oberen Ende des Druckzylinders im Sattelkloben angeordnetes Ventilsystem mit einem Betätigungselement, das aus dem Sattelkloben herausgeführt ist, in Verbindung steht.

Beiliegende Figur zeigt dabei eine mögliche Ausge¬ staltung der erfindungsgemäßen Lösung.

Zur näheren Illustration der Erfindung und ihrer vor¬ teilhaften Wirkungen soll folgendes Ausführungsbeispiel dienen. Bei der Erfindung ist dem am Fahrrad üblicherweise vorhandenen Sitzrohr 1 ein Führungs-

röhr 3, das vorteilhafterweise mit einer Kunststoff¬ führungsbuchse 10 versehen ist, eingebracht. Im Führungsrohr 3 ist an dessen sattelabseitigem Ende das erfindungsgemäß eingebrachte Federbein mit seiner Kolbenstange 2 beispielsweise mit einem Stahlstift 11 befestigt. Der Druckzylinder 4 des Federbeines ist im Führungsrohr 3 so gelagert, daß der zwischen der oberen Berandung desselben und der unteren Berandung des Sattelklobens 5 verbleibende Abstand eine lichte Weite aufweist, die mindestens dem maximalen Kolbenhub entspricht. Für das Federbein selbst sind dabei an sich übliche Gaskolben oder ähnliche hydraulische Kolben, die intern mit einer Feder zum Auseinanderdrücken von Kolbenstange 2 und Druckzylinder 4 bei Ventilöffnung ausgestattet sind, einsetzbar. Zur Sicherung des Sattels gegen seitliche Verdrehung ist dabei die Kolbenstange 2 gegen den Druckzylinder 4 oder der Druckzylinder 4 gegen das Führungsrohr 3 z.B. über nicht näher dargestellte Führungsnuten gesichert. Andererseits kann diese Aufgabe aber auch dem am Druckzylinder 4 angebrachten Führungsteil 8 zugeordnet sein, indem diesem ein äußeres Profil gegeben ist, das nur einen Freiheitsgrad der Sattelbewegung in Richtung der Führungsrohrachse zuläßt. Der Sattelkloben 5 seinerseits ist fest mit dem oberen Ende des Druckzylinders 4 verbunden, wobei ein Betätigungselement 7, das im Falle seiner Ausgestaltung als Hebel über einen Drehpunkt 9 gelagert, in den Sattelkloben 5 zur Betätigung des Ventilsystems 6 eingreift. Andererseits liegt es ebenfalls im Rahmen

der Erfindung, das Betätigungssystem durch andere Baugruppen auszubilden, die eine Druckwirkung auf das Ventilsystem 6 auszuführen gestatten. Dabei kann beispielsweise ein Hebel über einen Seilzug ansteuerbar sein oder eine hydraulische Druckbeaufschlagung des Ventilsystems 6 vorgenommen werden. Insgesamt läßt sich das Führungsrohr 3 auf übliche Weise zusätzlich über einen Schnellspannverschluß 12 den Proportionen des Fahrers entsprechend verschiebbar einstellen.

Den eigenlichen Vorteil der Erfindung erfährt der Be¬ nutzer des Rades während der Fahrt. So ist es ihm mög¬ lich, durch Betätigung des Hebels 7, während der Fahrt und gleichzeitiges Heben bzw. Senken seines Körper¬ gewichtes vom bzw. auf den Sattel das Federbein zu veranlassen, die neue gewünschte Lage einzunehmen. Nach dem Loslassen des BetätigungsSystems verfügt der Fahrer nunmehr weiterhin über die Federeigenschaften des Federbeines in seiner neuen Ausgangslage. Diese leichte Verstellmöglichkeit ist besonders in Geländen mit starken Gefälleunterschieden von erheblichem Vorteil für den Fahrer, da er so die jeweils für ihn ange¬ nehmste, dem Gefälle angepaßte Sitzhaltung einnehmen kann, was zugleich zu einer erheblichen Erhöhung der Sicherheit des Fahrers, durch die jeweils optimalste Schwerpunktwahl führt.

Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Betätigungselementes 7, die zugleich die kostengünstigste und unkomplizierteste Lösung ist, z.B.

als Drahtbügel oder als mit einem Hebel verbundenen Drahtbügel, der zumindest den hinteren Sattelberandungsgeometrien angepaßt ausgeführt ist, ist dem Fahrer zugleich eine problemlose Betätigung dieser Vorrichtung ermöglicht.

Alle in der Beschreibung, den nachfolgenden Ansprüchen und der Zeichnung dargestellten Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination miteinander erfindungswesentlich sein.

Bezugszahlenliste

1 Sitzrohr

2 Kolbenstange

3 Führungsrohr

4 Druckzylinder

5 Sattelkloben

6 Ventilsystem

7 Betätigungselement (Hebel)

8 Führungsteil

9 Drehpunkt

10 Kunststofführungsbuchse

11 Stahlstift

12 Schnellspannverschluß