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Patent Searching and Data


Title:
VIBRATION ABSORBER DEVICE AND TORQUE TRANSMISSION DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/179547
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a vibration absorber device for a torque transmission device for a drive train of a vehicle, in particular of a motor vehicle, having an absorber flange, an absorber ring and a plurality of absorber masses, by means of which the absorber ring is mechanically coupled to the absorber flange and as a result of which a rotary movement is transmissible from the absorber flange to the absorber ring, wherein two absorber masses that are arranged directly next to one another in the circumferential direction of the vibration absorber device are mechanically coupled by means of a spring. The invention also relates to a torque transmission device, a transmission, a coupling or a damper for a drive train of a vehicle, in particular of a motor vehicle, wherein the torque transmission device, the transmission, the coupling or the damper has a vibration absorber device according to the invention.

Inventors:
DINGER, Christian (Michael-Erhard-Straße 11, Achern, 77855, DE)
Application Number:
DE2018/101024
Publication Date:
September 26, 2019
Filing Date:
December 17, 2018
Export Citation:
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Assignee:
SCHAEFFLER TECHNOLOGIES AG & CO. KG (Industriestraße 1-3, Herzogenaurach, 91074, DE)
International Classes:
F16F15/12; F16F15/14
Foreign References:
DE102014210685A12014-12-24
GB2156477A1985-10-09
Other References:
None
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Claims:
Patentansprüche

1. Tilgereinrichtung (10) für eine Drehmomentübertragungseinrichtung (1 ) für einen Antriebsstrang eines Fahrzeugs, insbesondere eines Kraftfahrzeugs, mit

einem Tilgerflansch (12), einem Tilgerring (16) und einer Mehrzahl von Tilgermas- sen (14), mittels welchen der Tilgerring (12) mit dem Tilgerflansch (12) mechanisch gekoppelt ist und wodurch eine Rotationsbewegung (Um) vom Tilgerflansch (12) auf den Tilgerring (16) übertragbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass

zwei in Umfangsrichtung (Um) der Tilgereinrichtung (10) direkt zueinander be- nachbart angeordnete Tilgermassen (14) mittels einer Feder (100) mechanisch ge- koppelt sind.

2. Tilgereinrichtung (10) gemäß vorhergehendem Anspruch, dadurch gekennzeich- net, dass die Tilgereinrichtung (10) derart ausgebildet ist, dass paarweise, immer nur zwei in Umfangsrichtung (Um) direkt zueinander benachbart angeordnete Tilgermas- sen (14) mittels einer Feder (100) mechanisch gekoppelt sind, und/oder

die Feder (100) derart dimensioniert und die Tilgereinrichtung (10) derart ausge- bildet ist, dass die zwei betreffenden, direkt zueinander benachbart angeordneten Til- germassen (14) in einer Ruhelage der Tilgereinrichtung (10), mittels der Feder (100) mechanisch vorgespannt in der Tilgereinrichtung (10) eingerichtet sind.

3. Tilgereinrichtung (10) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Feder (100) derart dimensioniert und derart in der Tilgerein- richtung (10) eingerichtet sowie die Tilgereinrichtung (10) derart ausgebildet ist, dass die Feder (100) die Tilgermassen (14) radial (Ra) nach außen drückt und/oder ein Fierunterfallen der Tilgermassen (14) bei vergleichsweise geringen Drehzahlen ver- mieden ist.

4. Tilgereinrichtung (10) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge- kennzeichnet, dass: • die Feder (100) in ihrem Mittenbereich (104) an/in der Tilgereinrichtung (10) auf- gehängt oder gelagert ist,

• der Tilgerflansch (12) eine Aufhängung (124) oder ein Lager (124) aufweist, mit- tels welcher oder welchem die Feder (100) am/im Tilgerflansch (12) aufgehängt oder gelagert ist, und/oder

• an/auf/in einer/der Aufhängung (124) oder an/auf/in einem/dem Lager (124) die Feder (100) mechanisch vorgespannt in der Tilgereinrichtung (10) eingerichtet ist.

5. Tilgereinrichtung (10) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Aufhängung (124) oder das Lager (124) des Tilgerflanschs (12) als ein Radialfortsatz des Tilgerflanschs (12) ausgebildet ist, wobei die Feder (100) mit ihrem Mittenbereich (104) bevorzugt an einer radialen (Ra) Außenseite des Radialfortsatzes ansitzt, und/oder

in Umfangsrichtung (Um) von einem ungebundenen Endabschnitt einer Tilgerma- sse (14) kommend, die Feder (100) räumlich vor einer mechanischen und/oder gelen- kigen Koppelung der betreffenden Tilgermasse (14) mit dem Tilgerflansch (12), mit der Feder (100) mechanisch und/oder gelenkig gekoppelt ist.

6. Tilgereinrichtung (10) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge- kennzeichnet, dass an wenigstens einem Längsendabschnitt (102) der Feder (100) eine Lagerfläche für eine/die gelenkige Koppelung mit einer Tilgermasse (14) vorge- sehen ist, und/oder

die Feder (100) bevorzugt als eine einlagige Biegefeder (100) ausgebildet ist, wo bei ein jeweiliger Längsendabschnitt (102) der Feder (100) gelenkig mit der dort be- findlichen betreffenden Tilgermasse (14) gekoppelt ist.

7. Tilgereinrichtung (10) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge- kennzeichnet, dass:

• eine/die mechanische Koppelung der Feder (100) mit einer Tilgermassen (14) mit- tels eines/des Gelenks (140), insbesondere eines Drehgelenks (140), erfolgt,

• eine Drehachse (Ax) des Drehgelenks (140) in Axialrichtung (Ax) der Tilgereinrich- tung (10) verläuft, • die Lagerfläche des Gelenks (140) in dieselbe Richtung (Um/-Um) wie die Feder (100) oder Biegefeder (100) gekrümmt ist,

• die Lagerfläche des Gelenks (140) und die Feder (100) oder Biegefeder (100) in einander entgegengesetzte Richtungen (Um, -Um) gekrümmt sind, und/oder · die Feder (100) derart ausgelegt ist, dass sie in der Ruhelage der Tilgereinrich- tung (10) wenigstens die Gewichtskraft der beiden an ihr angekoppelten Tilger- massen (14) abstützt.

8. Tilgereinrichtung (10) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Tilgermassen (14) in Radialrichtung (Ra) der Tilgereinrichtung

(10) schwenkbar am Tilgerflansch (12) gelagert sind, und/oder

die Tilgereinrichtung (10) derart ausgebildet ist, dass der Tilgerring (12) bei einer Bewegung der Tilgermassen (14) in Radialrichtung (Ra), eine Relativdrehbewegung (Um) gegenüber dem Tilgerflansch (12) durchführt.

9. Tilgereinrichtung (10) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Tilgermassen (14) als Tilgerschwingen (12) ausgebildet sind, wobei jeweils eine einzelne Tilgerschwinge (12) lediglich mit einem einzigen Um- fangsendabschnitt mit dem Tilgerflansch (12) mechanisch gekoppelt ist, und/oder die- se Tilgerschwinge (12) abseits dieses Umfangsendabschnitts mit dem Tilgerring (16) mechanisch gekoppelt ist.

10. Drehmomentübertragungseinrichtung (1 ), Getriebe (1 ), Kupplung (1 ) oder Dämp- fer (1 ) für einen Antriebsstrang eines Fahrzeugs, insbesondere eines Kraftfahrzeugs, dadurch gekennzeichnet, dass

die Drehmomentübertragungseinrichtung (1 ), das Getriebe (1 ), die Kupplung (1 ) oder der Dämpfer (1 ) eine Tilgereinrichtung (10) nach einem der vorhergehenden An- sprüche aufweist.

Description:
Tilqereinrichtunq sowie Drehmomentübertraqunqseinrichtunq

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Tilgereinrichtung für eine Drehmomentübertra- gungseinrichtung für einen Antriebsstrang eines Fahrzeugs, insbesondere eines Kraft- fahrzeugs. Ferner betrifft die Erfindung eine Drehmomentübertragungseinrichtung, ein Getriebe, eine Kupplung oder einen Dämpfer für einen Antriebsstrang eines Fahr- zeugs, insbesondere eines Kraftfahrzeugs.

An einer Welle einer periodisch arbeitenden Maschine, z. B. an einer Kurbelwelle ei- nes Verbrennungsmotors eines Kraftahrzeugs, treten bei einer Rotationsbewegung der Kurbelwelle Drehschwingungen auf, wobei sich deren Frequenzen mit einer Dreh- zahl der Kurbelwelle ändern. Durch Verbrennungsvorgänge im Verbrennungsmotor werden insbesondere in einem Zugbetrieb Drehschwingungen im Antriebsstrang des Kraftfahrzeugs angeregt. Zur Verringerung dieser Drehschwingungen kann eine Til- gereinrichtung wie z. B. eine Fliehkraftpendeleinrichtung oder eine Ringtilgereinrich- tung vorgesehen sein, welche die Drehschwingungen über einen größeren Drehzahl- bereich des Verbrennungsmotors, idealerweise über dessen gesamten Drehzahlbe- reich hinweg, hauptsächlich oder im Wesentlichen tilgen kann.

Einer Fliehkraftpendeleinrichtung liegt das physikalische Prinzip zugrunde, dass deren Tilgermassen fliehkraftbedingt bestrebt sind, eine Rotationsachse, z. B. die der Kur- belwelle (siehe oben), bei Einleitung einer Rotationsbewegung um die Rotationsachse in einem größtmöglichen Abstand zu umkreisen. Bei einer Ringtilgereinrichtung erfolgt eine Tilgungswirkung von einem umfänglich beweglichen Tilgerring, welcher von radi- al beweglichen Tilgermassen (Schwingen) bevorzugt über Rollen in einer Kurvenbahn antreibbar ist. Ein Vorteil einer Ringtilgereinrichtung ist eine Bauraumausnutzung, welche es erlaubt den Tilgerring als Massering in radial begrenzte Bauräume zu integ- rieren.

Aufgrund eines Kostendrucks und eines angeforderten erhöhten Leistungsverhaltens bei permanent kleiner werdenden Bauräumen in den Antriebssträngen von Kraftfahr- zeugen treten zunehmend Angelegenheiten in einen Fokus der Entwickler, welche bis dato nur geringfügige bzw. einfach zu behebende Probleme verursachten. Es ist da- her eine Aufgabe der Erfindung, eine vergleichsweise kleine aber dennoch ver- gleichsweise leistungsfähige Tilgereinrichtung anzugeben. Hierbei soll wenig Bauraum in Anspruch genommen werden, wobei die Tilgereinrichtung kostengünstig in ihrer Herstellung, ihrer Montage, ihrer Wartung und/oder in ihrem Betrieb sein soll. Des Weiteren ist es eine Aufgabe der Erfindung, eine entsprechende Drehmomentübertra- gungseinrichtung anzugeben.

Die Aufgabe der Erfindung ist mittels einer Tilgereinrichtung für eine Drehmomen- tübertragungseinrichtung für einen Antriebsstrang eines Fahrzeugs, insbesondere ei- nes Kraftfahrzeugs; und mittels einer Drehmomentübertragungseinrichtung, eines Ge- triebes, einer Kupplung oder eines Dämpfers für einen Antriebsstrang eines Fahr- zeugs, insbesondere eines Kraftfahrzeugs; gemäß den unabhängigen Ansprüchen ge- löst. - Vorteilhafte Weiterbildungen, zusätzliche Merkmale und/oder Vorteile der Erfin- dung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen und/oder der folgenden Be- schreibung.

Die erfindungsgemäße Tilgereinrichtung umfasst einen Tilgerflansch, einen Tilgerring und eine Mehrzahl von Tilgermassen, mittels welchen der Tilgerring mit dem Tilger- flansch mechanisch gekoppelt ist und wodurch eine Rotationsbewegung vom Tilger- flansch auf den Tilgerring und vice versa übertragbar ist, wobei zwei in Umfangsrich- tung der Tilgereinrichtung direkt zueinander benachbart angeordnete Tilgermassen mittels einer Feder mechanisch gekoppelt sind. D. h. die Tilgereinrichtung ist aufgrund des teilweise oder vollständig umlaufenden Tilgerrings auch als eine Ringtilgereinrich- tung bezeichenbar. Mittels der Feder kann ein .Herunterfallen’ der Tilgermassen bei geringen Drehzahlen vermieden und/oder eine Fliehkraft der Tilgermassen durch eine Federkraft aus der Feder verstärkt werden.

Bevorzugt sind paarweise, immer nur zwei in Umfangsrichtung direkt zueinander be- nachbart angeordnete Tilgermassen mittels einer Feder mechanisch gekoppelt. D. h. neben zwei über eine Feder mechanisch gekoppelte Tilgermassen, also ein Paar von Tilgermassen, kann sich in Umfangsrichtung rechts/negativ/Uhrzeigersinn und links/positiv/Gegenuhrzeigersinn jeweils eine Tilgermasse befinden, die nicht mit dem Paar von Tilgermassen mechanisch über eine Feder gekoppelt sind. - Die Feder kann derart dimensioniert und die Tilgereinrichtung derart ausgebildet sein, dass die zwei betreffenden, direkt zueinander benachbart angeordneten Tilgermassen in einer Ru- helage der Tilgereinrichtung, mittels der Feder mechanisch vorgespannt in der Tilger- einrichtung eingerichtet sind. Flierdurch lässt sich, neben obigen Vorteilen, zusätzlich eine Spielüberbrückung innerhalb der Tilgereinrichtung realisieren, was sich ferner positiv auf einen Verschleiß innerhalb der Tilgereinrichtung auswirken kann.

Die Feder kann derart dimensioniert und derart in der Tilgereinrichtung eingerichtet sowie die Tilgereinrichtung derart ausgebildet sein, dass die Feder die Tilgermassen radial nach außen drückt und/oder ein Herunterfallen der Tilgermassen bei vergleichs- weise geringen Drehzahlen vermieden ist. Vergleichsweise geringe Drehzahlen sind z. B. 0%-5% bis über 10%-20% einer Maximaldrehzahl. Ferner kann die Feder in ih- rem Mittenbereich an/in der Tilgereinrichtung aufgehängt oder gelagert sein. Des Wei- teren kann der Tilgerflansch eine Aufhängung oder ein Lager aufweisen, mittels wel- cher oder welchem die Feder am/im Tilgerflansch aufgehängt oder gelagert ist. Dar- über hinaus kann an/auf/in einer/der Aufhängung oder an/auf/in einem/dem Lager die Feder mechanisch vorgespannt in der Tilgereinrichtung eingerichtet sein.

In einer Ausführungsform ist innerhalb der Tilgereinrichtung die Feder an/auf/in ei- ner/der Aufhängung oder an/auf/in einem/dem Lager des Tilgerflanschs aufgehängt oder gelagert, wobei in Umfangsrichtung an/auf/in beiden Längsendabschnitten der Feder jeweils eine Tilgermasse an die Feder mechanisch, insbesondere gelenkig, an- gekoppelt ist. Die Aufhängung oder das Lager des Tilgerflanschs kann als ein Radial- fortsatz des Tilgerflanschs ausgebildet sein, wobei die Feder mit ihrem Mittenbereich bevorzugt an einer radialen Außenseite des Radialfortsatzes ansitzt. Ferner kann in Umfangsrichtung von einem ungebundenen, also freien, Endabschnitt einer Tilgerma- sse kommend, die Feder räumlich vor einer mechanischen und/oder gelenkigen Kop- pelung der betreffenden Tilgermasse mit dem Tilgerflansch, mit der Feder mechanisch und/oder gelenkig gekoppelt sein. In einer Ausführungsform kann an wenigstens einem Längsendabschnitt der Feder ei- ne Lagerfläche für eine/die gelenkige Koppelung mit einer Tilgermasse vorgesehen sein. Hierbei kann die Lagerfläche einstückig oder stofflich einstückig mit der Feder verbunden oder integral mit der Feder ausgebildet sein. Ferner kann die Feder bevor- zugt als eine einlagige Biegefeder ausgebildet sein, wobei ein jeweiliger Längsendab- schnitt der Feder gelenkig mit der dort befindlichen betreffenden Tilgermasse gekop- pelt ist. Hierbei kann die Biegefeder als eine bevorzugt einlagige Blattfeder, eine be- vorzugt einlagige Elliptikfeder, insbesondere Halbelliptikfeder, ausgebildet sein. Hier- bei muss eine Mittellängslage (Umfangsrichtung) der Biegefeder nicht unbedingt ei- nem Ellipsenabschnitt gleichen, ein Parabelabschnitt oder ähnliches ist natürlich an- wendbar.

In einer Ausführungsform kann eine/die mechanische Koppelung der Feder mit einer Tilgermassen mittels eines/des Gelenks, insbesondere eines Drehgelenks, erfolgen. Hierbei kann eine Drehachse des Drehgelenks in Axialrichtung der Tilgereinrichtung verlaufen. Ferner kann die Lagerfläche des Gelenks in dieselbe Richtung wie die Fe- der oder Biegefeder gekrümmt sein. Des Weiteren kann die Lagerfläche des Gelenks und die Feder oder Biegefeder in entgegengesetzte Richtungen gekrümmt sein. Dar- über hinaus kann die Feder derart ausgelegt sein, dass sie in der Ruhelage der Til- gereinrichtung wenigstens die Gewichtskraft der beiden an ihr angekoppelten Tilger- massen abstützt.

In einer Ausführungsform können die Tilgermassen in Radialrichtung der Tilgereinrich- tung schwenkbar am Tilgerflansch gelagert sein, und/oder die Tilgereinrichtung derart ausgebildet sein, dass der Tilgerring bei einer Bewegung der Tilgermassen in Radial- richtung, eine Relativdrehbewegung gegenüber dem Tilgerflansch durchführt. Der Til- gerring ist gegenüber den radial schwenkbaren Tilgermassen bevorzugt mittels Rollen in Kurvenbahnen gelagert. Die Kurvenbahnen sind dabei innerhalb einer betreffenden Tilgermasse und einem zugehörigen Bereich im Tilgerring bevorzugt gegensinnig ge- krümmt eingerichtet. ln einer Ausführungsform können die Tilgermassen als Tilgerschwingen ausgebildet sein, wobei jeweils eine einzelne Tilgerschwinge lediglich mit einem einzigen Um- fangsendabschnitt mit dem Tilgerflansch mechanisch gekoppelt ist, und/oder diese Tilgerschwinge abseits dieses Umfangsendabschnitts mit dem Tilgerring mechanisch gekoppelt ist. Letzteres kann (vgl. oben), wie bei herkömmlichen Fliehkraftpendelein- richtungen, mit wenigstens einer Rolle und entsprechenden, bevorzugt gegensinnig gekrümmten, Rollenausbrüchen in der betreffenden Tilgerschwinge und dem Tilger- ring erfolgen. - Die Tilgermassen bzw. Tilgerschwingen können als monofilare Tilger- massen bzw. Tilgerschwingen oder als bifilare Tilgermassen bzw. Tilgerschwingen ausgebildet sein.

Bei der Erfindung kann ein Merkmal (Abschnitt, Element, Bauteil, Einheit, Komponen- te, Funktion, Größe etc.) positiv, d. h. vorhanden, oder negativ, d. h. abwesend, aus- gestaltet sein, wobei ein negatives Merkmal als Merkmal nicht explizit erläutert ist, wenn nicht gemäß der Erfindung Wert daraufgelegt ist, dass es abwesend ist, also die Erfindung darin besteht, dieses Merkmal wegzulassen. Ein Merkmal dieser Spezifika- tion (Beschreibung, Bezugszeichenliste, Patentansprüche, Zeichnung) kann nicht nur in einer angegebenen Art und/oder Weise, sondern auch in einer anderen Art und/oder Weise angewendet sein (Isolierung, Zusammenfassung, Ersetzung, Hinzu- fügung, Alleinstellung, Weglassung etc.). Insbesondere ist es möglich, anhand eines Bezugszeichens und einem diesem zugeordneten Merkmal, bzw. vice versa, in der Beschreibung, der Bezugszeichenliste, den Patentansprüchen und/oder der Zeich- nung, ein Merkmal in den Patentansprüchen und/oder der Beschreibung zu ersetzen, hinzuzufügen oder wegzulassen. Darüber hinaus kann dadurch ein Merkmal in einem Patentanspruch ausgelegt und/oder näher spezifiziert werden.

Die Merkmale dieser Spezifikation sind (angesichts des (meist unbekannten) Stands der Technik) auch als optionale Merkmale interpretierbar; d. h. ein jedes Merkmal kann als ein fakultatives, arbiträres oder bevorzugtes, also als ein nicht verbindliches, Merkmal aufgefasst werden. So ist eine Herauslösung eines Merkmals, ggf. inkl. sei- ner Peripherie, aus einem Ausführungsbeispiel möglich, wobei dieses Merkmal dann auf einen verallgemeinerten Erfindungsgedanken übertragbar ist. Das Fehlen eines Merkmals (negatives Merkmal) in einem Ausführungsbeispiel zeigt, dass das Merkmal in Bezug auf die Erfindung optional ist. Ferner ist bei einem Artbegriff für ein Merkmal auch ein Gattungsbegriff für das Merkmal mitlesbar (ggf. weitere hierarchische Gliede- rung in Untergattung, Sektion etc.), wodurch, z. B. unter Beachtung von Gleichwirkung und/oder Gleichwertigkeit, eine Verallgemeinerung eines oder dieses Merkmals mög- lich ist.

Abschnitte, Elemente, Bauteile, Einheiten, Schemata und/oder Komponenten, welche eine identische, univoke oder analoge Ausbildung und/oder Funktion besitzen, sind in der Figurenbeschreibung (s. u.), der Bezugszeichenliste, den Patentansprüchen und in den Figuren (Fig.) der Zeichnung mit denselben Bezugszeichen gekennzeichnet. Eine mögliche, in der Erfindungsbeschreibung (s. o.) nicht erläuterte, in der Zeichnung nicht dargestellte und/oder nicht abschließende Alternative, eine statische und/oder kinematische Umkehrung, eine Kombination etc. zu den Ausführungsbeispielen der Erfindung bzw. einer Komponente, einem Schema, einer Einheit, einem Bauteil, ei- nem Element oder einem Abschnitt davon, kann ferner der Bezugszeichenliste und/oder der Figurenbeschreibung entnommen werden.

Die Erfindung ist im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen (Fig. 3 bis 7) einer Ausführungsform (Fig. 1 und 2) einer Variante einer als Ringtilgereinrichtung 10 aus- gebildeten Tilgereinrichtung 10 für ein Fahrzeug, insbesondere einen Antriebsstrang eines Kraftfahrzeugs mit Verbrennungsmotor, näher erläutert. Die Erfindung ist jedoch nicht auf eine solche Variante, solche Ausführungsformen und/oder die nachfolgend erläuterten Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern ist von grundlegenderer Natur, sodass die Erfindung auf andere Tilgereinrichtungen oder Ringtilgereinrichtungen im Sinne der Erfindung angewendet werden kann.

In der Zeichnung sind nur diejenigen räumlichen Abschnitte des Gegenstands der Er- findung dargestellt, welche für ein Verständnis der Erfindung notwendig sind. Obwohl die Erfindung detaillierter durch bevorzugte Ausführungsbeispiele näher beschrieben und illustriert ist, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Ausführungsbeispiele eingeschränkt. Andere Variationen können hieraus und/oder aus Obigem (Erfin- dungsbeschreibung) abgeleitet werden, ohne den Schutzumfang der Erfindung zu ver- lassen.

Die Erläuterung der Erfindung anhand der Fig. der Zeichnung bezieht sich im Folgen- den auf eine Axialrichtung Ax, eine Rotationsachse Ax, eine Radialrichtung Ra und ei- ne Umfangsrichtung Um einer erfindungsgemäßen Drehmomentübertragungseinrich- tung 1 und der erfindungsgemäßen Tilgereinrichtung 10. Diese Lageangaben können sich z. B. auch auf eine Kurbelwelle eines Verbrennungsmotors, einen Antriebsstrang eines Kraftfahrzeugs etc. bezogen werden. Die Erfindung ist dabei auf alle Antriebs- Stränge von beliebigen Fahrzeugen, insbesondere auf Dämpfer in Wandlern, Getrie- ben, Kupplungen etc. anwendbar. Weitere Anwendungen der Erfindung sind in der Bezugszeichenliste angegeben.

Die Fig. 1 und 2 zeigen jeweils unten weggebrochen eine Stirnseite einer Tilgerein- richtung 10 mit einem Tilgerflansch 12, einer Mehrzahl von Tilgermassen 14 und ei- nem Tilgerring 16, wobei in der Fig. 2 der Tilgerflansch 12 nicht dargestellt ist. Hierbei kann der Tilgerflansch 12 teilweise oder vollständig in Umfangsrichtung Um umlau- fend in der Tilgereinrichtung 10 eingerichtet sein. Eine Tilgermasse 14 kann z. B. als eine monofilare oder eine bifilare Tilgermasse 14 ausgebildet sein, wobei die betref- fende Tilgermasse 14 auch als Tilgerschwinge 14 oder Trägheitsmasse 14 bezei- chenbar ist. Eine Tilgermasse 14 (monofilare) bzw. eine Tilgermassenhälfte (bifilar) einer Tilgermasse 14 ist bevorzugt stofflich einstückig oder integral ausgebildet. Fer- ner ist der Tilgerring 16 auch als Trägheitsmasse 16 bezeichenbar.

Der Tilgerflansch 12 der Tilgereinrichtung 10 weist innen eine ringförmige Basis auf, von welchem sich ein Radialfortsatz radial Ra wegerstreckt. Eine radiale Ra Außen- seite Radialfortsatzes bildet eine Aufhängung 124 oder ein Lager 124 für eine erfin- dungsgemäße Feder 100. - Radial Ra über bzw. außerhalb der ringförmigen Basis des Tilgerflanschs 12 weist die Tilgereinrichtung 10 den sich teilweise oder vollständig in Umfangrichtung erstreckenden Tilgerring 16 auf. Hierbei ist der Tilgerring 16 in Axi- alrichtung Ax versetzt zum Radialfortsatz des Tilgerflanschs 12 eingerichtet. Hierbei überdecken sich der Radialfortsatz und der Tilgerring 16 Axialrichtung Ax. An den beiden Umfangsseiten Um (rechts/negativ/Uhrzeigersinn und links/positiv/Ge- genuhrzeigersinn) des Radialfortsatzes ist jeweils eine Tilgerschwinge 14 in Radial- richtung Ra schwenkbar vorgesehen, was bevorzugt mittels eines Drehgelenks erfolgt (z. B. Bohrungen in Radialfortsatz und Tilgerschwinge 14 plus Bolzen). D. h. die bei- den Tilgerschwingen 14 stehen in Umfangsrichtung Um rechts und links vom Radial- fortsatz ab, wobei die Tilgerschwingen 14 eine Rotationsbewegung in Umfangsrich- tung Um aufgrund einer Rotationsbewegung des Tilgerflanschs 12 (Radialfortsatz) und eine Schwenkbewegung in Radialrichtung Ra aufgrund einer Fliehkraft und der Drehgelenke durchführen können.

Die Tilgerschwingen 14 sind mit dem Tilgerring 16 mechanisch gekoppelt. Dies erfolgt bevorzugt über Kurvenbahnen im Tilgerring 16, jeweils wenigstens einer Kurvenbahn in einer betreffenden Tilgerschwinge 14 und einer entsprechenden Anzahl von Rollen. Die Kurvenbahnen sind dabei innerhalb einer betreffenden Tilgerschwinge 14 (vgl. die Fig. 1 und 2) und einem zugehörigen Bereich im Tilgerring 16 (nicht dargestellt) be- vorzugt gegensinnig gekrümmt eingerichtet. Dies ist z. B. von Fliehkraftpendeleinrich- tungen bekannt.

Flierdurch erhält man eine drehzahladaptive Tilgereinrichtung 10, wobei die Tilgungs- Wirkung der Tilgerring 16 übernimmt, welcher von den radial beweglichen Tilger- schwingen 14 antreibbar ist (Tilgerflansch 12 (Radialfortsatz) => gelenkige Verbin- dung von Radialfortsatz und Tilgerschwingen 14 => Tilgerschwingen 14 mit Kurven- bahnen => Rollen => Kurvenbahnen von Tilgerring 16). Bei einer Tilgung läuft der Til- gerring 16 dem Tilgerflansch 12 vor oder nach, wobei eine Kraft in Umfangsrichtung Um vom Tilgerring 16 in den Tilgerflansch 12 bzw. vom Tilgerflansch 12 in den Tilger- ring 16 übertragbar ist.

Bevorzugt sind eine Mehrzahl, insbesondere zwei, drei, vier oder mehr, solcher Drehmomentübertragungsvorrichtungen (Radialfortsatz, zwei Tilgerschwingen 14 plus Bereich im Tilgerring 16 (ohne Kleinteile/-einrichtungen/-vorrichtungen)) in der Tilger- einrichtung 10 eingerichtet (nicht dargestellt). - Gemäß der Erfindung sind die zu ei- nem einzelnen Radialfortsatz gehörenden, zwei in Umfangsrichtung Um hintereinan- der angeordneten Tilgerschwingen 14 mittels der erfindungsgemäßen Feder 100 me chanisch gekoppelt. Hierbei kann die Feder 100 z. B. als eine Biegefeder 100, eine Blattfeder 100, eine (Halb-)Elliptikfeder 100, eine Federspange 100 etc. ausgebildet sein.

Hierbei ist die Feder 100 zwischen den zwei in Umfangsrichtung Um direkt zueinander benachbart liegenden Tilgerschwingen 14 vorgesehen und mit ihrem jeweiligen Längsendabschnitt 102 mit dem betreffenden gebundenen (mechanische und/oder gelenkige Koppelung der betreffenden Tilgerschwinge 14 mit dem Tilgerflansch 12 / Radialfortsatz) Längsendabschnitt der beiden Tilgerschwingen 14 mechanisch und/oder gelenkig gekoppelt. Die betreffenden gebundenen Längsendabschnitte der beiden Tilgerschwingen 14 sind dabei in Umfangsrichtung Um einander zugewandt.

Die mechanische und/oder gelenkige Koppelung der Feder 100 mit der betreffenden Tilgerschwinge 14 erfolgt bevorzugt mittels eines Gelenks 140, insbesondere eines Drehgelenks 140, dessen Drehachse Ax bevorzugt in Axialrichtung Ax verläuft. Solch ein Drehgelenk 140 besteht z. B. in einer Bohrung in der betreffenden Tilgerschwinge 14 (gebundener Längsendabschnitt) einem Durchgang (Fig. 3 und 4) oder einer La- gerfläche (Fig. 5) im jeweiligen Längsendabschnitt 102 der Feder 100, und einem Stift 200 oder einem (Verbindungs-)Bolzen 200, der durch die Bohrung und den Durch- gang hindurchgesteckt ist bzw. durch die Bohrung hindurchgesteckt ist und an der La- gerfläche ansitzt. - In einem Mittenbereich 104 der Feder 100 ist die Feder 100 an/auf/in der Tilgereinrichtung 10 aufgehängt oder gelagert.

Ein solches Aufhängen oder Lagern der Feder 100 erfolgt bevorzugt mit der radialen Ra Außenseite des Radialfortsatzes (Aufhängung 124 oder Lager 124). Vorliegend ist dies derart gelöst, dass der Mittenbereich 104 an dem Radialfortsatz radial Ra außen ansitzt. Durch die Abstützung am Radialfortsatz werden die beiden Tilgerschwingen 14 radial Ra nach außen drückt und so ein Herunterfallen der Tilgerschwingen 14 bei vergleichsweise geringen Drehzahlen vermieden. Hierbei sollte die Feder 100 wenigs- tens eine Gewichtskraft der beiden Tilgerschwingen 14 abstützen. Eine Realisierung einer mechanischen und/oder gelenkigen Verbindung zwischen der Feder 100 und den beiden Tilgerschwingen 14 kann auf vielfältige Weisen erfolgen, wovon die Fig. 3 bis 7 eine Auswahl dargestellt. Bevorzugt ist dabei, dass ein betref- fender Längsendabschnitt der Feder 100 in (Fig. 3) oder gegen (Fig. 4 bis 6) eine Krümmungsrichtung der Feder 100 um mehr als 180°-270° umgebogen ist (Durch- gang in der Feder 100), wobei der Stift 200 oder der (Verbindungs-)Bolzen 200 durch diesen Durchgang hindurchgesteckt werden kann. Ferner kann eine Lagerschale (Fig. 3) Anwendung finden auf/in welcher der Stift 200 oder der (Verbindungs-)Bolzen 200 in der Tilgereinrichtung 10 bevorzugt vorgespannt ansitzt. Des Weiteren ist es möglich, die beiden Tilgerschwingen 14 in Einhängeaus- brüche 101 (Fig. 6, nicht dargestellt, lediglich Position verdeutlicht) der Feder 100 ein- zuhängen. Darüber hinaus ist es möglich, die Feder 100 mit daran vorgesehenen Ein- hängelaschen 103 (Fig. 7) in Ausbrüche (nicht dargestellt) an den beiden Tilger- schwingen 14 einzuhängen.

Bezuqszeichenliste Drehmomentübertragungseinrichtung für ein Fahrzeug, insbesondere einen An- triebsstrang eines Kraftfahrzeugs (Personenkraftwagen, Personentransportwa- gen, ATV (All Terrain Vehicle, Geländefahrzeug), Zweirad, Trike, Quad, Nutz- fahrzeug, (Schwerst-)Lastkraftwagen, Baufahrzeug, Baumaschine, Sonderfahr- zeug etc., mit Verbrennungsmotor, z. B. Benzin-/Diesel- und/oder Elektromotor) - z. B.: (hydrodynamischer) (Drehmoment-)Wandler, (Stufenlos-/Automatik-/ Schalt-)Getriebe, (Mehrfach-/Doppel-/Einfach-)Kupplungsgetriebe, (axiale/radi- ale) (nass/trocken laufende) (Mehrfach-/Doppel-/E infach- / Reib-/Lamellen-/ Mehr-/Zwei-/E inscheiben-) (Wandler-/Anfahr-/Lastschalt-/Teil-)Kupplung, und/ oder Zweimassenwandler/-schwungrad, mit (mehr-/zwei-/einstufigem) (mehr-/ zwei-/einreihigem) (Mehrfach-/Doppel-/Einfach-)Dämpfer(-einrichtung), z. B. Torsionsschwingungsdämpfer, und/oder ggf. mit (Einfach-/Doppel-/Mehrfach-) Tilger(-einrichtung); oder Baugruppe und/oder Kombination davon Tilgereinrichtung, Ringtilgereinrichtung, Einrichtung zur drehzahladaptiven Schwingungstilgung, monofilar/bifilar

Tilgerflansch, teilweise oder vollständig in Umfangsrichtung Um umlaufend Tilgermasse, Tilgerschwinge, Trägheitsmasse, monofilar/bifilar

Tilgerring, Trägheitsmasse Feder, Biegefeder, Blattfeder, (Halb-)Elliptikfeder, Federspange

Längsendabschnitt der Feder 100

Einhängelasche der Feder 100

Mittenbereich der Feder 100

Aufhängung, Lager für Feder 100

Gelenk, Drehgelenk zwischen Tilgermasse 14 und Feder 100

Stift, (Verbindungs-)Bolzen Ax Axialrichtung, Längsrichtung, Rotationsachse der Kurbelwelle, des Antriebs- strangs, der Drehmomentübertragungseinrichtung 1 , der Tilgereinrichtung 10 etc., axial, Axialebene

Ra Radialrichtung der Kurbelwelle, des Antriebsstrangs, der Drehmomentübertra- gungseinrichtung 1 , der Tilgereinrichtung 10 etc., radial, Radialebene

Um Umfangsrichtung, Umfang der Kurbelwelle, des Antriebsstrangs, der Drehmo- mentübertragungseinrichtung 1 , der Tilgereinrichtung 10 etc., (Relativ-) Dreh- bewegungen bzw. Rotationsbewegungen finden im Umfangsrichtung Um statt, tangential, Tangentialebene