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Title:
VIDEO ALARM SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/045106
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates essentially to an alarm system in which the relevant security staff are supplied with the most up-to-date, reliable and comprehensive overview of the situation. For this purpose, in the event of an attack, the camera images and audio signals recorded are immediately transmitted via a wire-free communications interface to a central security facility and thus help in the detection of the perpetrator. A subsequent destruction of the video alarm system is useless, since the images therefrom are already present in the central facility, and shutting down the system by means of disrupting the power supply is likewise not possible by virtue of battery buffering. As a result of the wire-free data transmission, this system can on the one hand be employed with mobile objects, such as the transport of cash, and on the other hand, in the case of stationary objects, the wire-free transmission is more secure than transmission via cables, which can be cut by the attacker before the attack.

Inventors:
KOLB, Dieter (Waldhornstr. 65, Germering, 82110, DE)
Application Number:
EP2010/061956
Publication Date:
April 21, 2011
Filing Date:
August 17, 2010
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Wittelsbacherplatz 2, München, 80333, DE)
KOLB, Dieter (Waldhornstr. 65, Germering, 82110, DE)
International Classes:
G08B13/196; B60R25/10; H04N7/18
Attorney, Agent or Firm:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Postfach 22 16 34, München, 80506, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Video-Alarmierungssystem (10) mit einer Recheneinheit (11), mindestens einem Sensor (12), mindestens einer Kamera (14), mindestens einem Mikrofon (14) und einer drahtlosen Kommunikationseinrichtung (15), die derart aufgebaut ist, dass über eine stationäre Empfangsstation (3) mit einer Si¬ cherheitszentrale (20) Daten austauschbar sind,

bei dem die Recheneinheit (11) anhand der Sensordaten er- kennt, dass ein Angriff auf den Transporter stattfindet und daraufhin automatisch über die Kommunikationseinrichtung ein Notruf mit einer eindeutigen Identifikation an die Sicherheitszentrale (20) gestartet und gesendet wird, wobei in die¬ sem Notruf von der mindestens einen Kamera und des mindestens einen Mikrofons solange erfasste Bild- und Audiodaten des An¬ griffs kontinuierlich an die Sicherheitszentrale geschickt werden bis der Notruf wieder aufgehoben wird.

2. Video-Alarmierungssystem nach Anspruch 1,

mit einem Satellitennavigationssystem (13) Ermittlung der aktuellen Position, bei dem innerhalb des Notrufs zusätzlich auch Positionsdaten zum Zeitpunkt des Angriffs oder kontinu¬ ierlich aktuelle Positionsdaten gesendet werden. 3. Video-Alarmierungssystem nach Anspruch 1 oder 2,

bei dem mindestens ein Sensor (12) an mindestens einer Tür und/oder mindestens einem Fenster eines zu überwachenden Objektes angebracht ist und ein Notruf gestartet wird, sobald durch diesen mindestens einen Sensor ein unberechtigtes Öff- nen dieser mindestens einen Tür und/oder des mindestens einen Fensters festgestellt wird, wobei die mindestens eine Kamera und das mindestens eine Mikrofon so angebracht sind, dass sie in Richtung dieser mindestens einen Tür und/oder dieses mindestens einen Fensters zeigen.

4. Video-Alarmierungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einem mechanisch stabilen Schutzgehäuse und mit einer Pufferbatterie innerhalb des Schutzgehäuses zur kurz- zeitigen Aufrechterhaltung einer internen Versorgungsspannung im Falle eines Ausfalls oder eines Kurzschlusses einer exter¬ nen Versorgungsspannung. 5. Video-Alarmierungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Bild- und Audiodaten vor ihrer Übertra¬ gung Sicherheitszentrale (20) komprimiert werden.

Description:
Beschreibung

Video-AlarmierungsSystem Die Erfindung betrifft ein Alarmsystem, bei dem in Notsituationen, zum Beispiel bei einem Überfall, ein entsprechender Alarm in einer Zentrale aufläuft.

Stationäre Objekte, wie zum Beispiel Gebäude, Geldausgabeau- tomaten o.a., werden heute häufig mit Kameras überwacht. Die ¬ se Kameras zeichnen ihre Bilder vor Ort auf oder übertragen sie an eine Zentrale, wo sie vom Überwachungspersonal beur ¬ teilt werden. Bei in die Zentrale übertragenen Bildern ist eine Zerstörung der Aufnahmen nicht wahrscheinlich. Jedoch versagt das System, wenn der Täter vor seinem Angriff die Datenkabel durchtrennt oder die Stromzuführung zur Kamera un ¬ terbricht .

Die der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe besteht nun dar- in, ein Alarmierungssystem anzugeben, das sowohl zur Überwachung von mobilen als auch stationären Objekten geeignet ist, Angriffe auf das jeweilige Objekt sofort erkennt und Informa ¬ tionen über die Situation, insbesondere den Angreifer, sicher an eine Zentrale weiterleitet.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 erfindungsgemäß gelöst. Die weiteren Ansprüche betreffen be ¬ vorzugte Ausgestaltungen der Erfindung. Die Erfindung betrifft im Wesentlichen ein Alarmierungssys ¬ tem, bei dem den betroffenen Sicherheitskräften ein möglichst aktueller, sicherer und umfassender Überblick über die Situation geliefert wird. Hierzu werden bei einem Überfall die aufgenommenen Kamerabilder und Audiosignale sofort über eine drahtlose Kommunikationsschnittstelle an eine Sicherheits ¬ zentrale übertragen und helfen so bei der Erkennung des Täters. Eine nachträgliche Zerstörung des Video- Alarmierungssystem ist nutzlos, da seine Bilder bereits in der Zentrale vorliegen, und ein Außerbetriebnehmen des Systems durch Stören der Stromversorgung ist dank einer Batte- riepufferung ebenfalls nicht möglich. Durch die drahtlose Da ¬ tenübertragung ist das System zum Einen in mobilen Objekten wie einem Geldtransport einsetzbar, zum Anderen ist bei sta ¬ tionären Objekten die drahtlose Übertragung sicherer als die Übertragung über Kabel, die vom Angreifer vor den Überfall durchtrennt werden können. Nachfolgend wird die Erfindung anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.

Dabei zeigt Figur 1 eine Übersichtsdarstellung eines erfindungsgemäßen

Alarmierungssystems eines zu sichernden mobilen Ob ¬ jekts im Zusammenspiel mit einer Sicherheitszentra ¬ le und

Figur 2 eine Prinzipdarstellung zur Erläuterung des Aufbau- es des erfindungsgemäßen Alarmierungssystems.

Die erfindungsgemäße Überwachung bei einem mobilen Objekt ist im Folgenden beispielhaft anhand der Sicherung eines Geld ¬ transporters gezeigt.

Figur 1 zeigt ein zu sicherndes mobiles Objekt 1, also zum Beispiel ein Geldtransporter, einen Satellit für Satellitennavigation 4, eine stationäre Empfangsstation 3 und eine Sicherheitszentrale 20, wobei das zu sichernde mobile Objekt 1 mit einem Video-Alarmierungssystem 10 ausgestattet ist.

Das Video-Alarmierungssystem 10 ist dabei derart aufgebaut, dass Navigationsdaten von dem Satellit für Satellitennaviga ¬ tion 4 empfangbar und Daten an die stationäre Empfangsstation 3 für drahtlose Kommunikationseinrichtung, zum Beispiel GSM, UMTS, sendbar und von dieser empfangbar sind.

Die Sicherheitszentrale 20 weist typischer Weise eine Ein- richtung 21 mit einem Monitor und Lautsprecher sowie ein Aufzeichnungsgerät (Recorder) 22 auf und ist dabei derart aus ¬ gestattet, dass weitere Daten an die Empfangsstation 3 send ¬ bar und von dieser empfangbar sind.

Figur 2 zeigt ein erfindungsgemäßes Video-Alarmierungssystem 10, das - bei der Sicherung von mobilen Objekten - eine Recheneinheit 11, Sensoren 12, ein Satellitennavigationssystem 13, zum Beispiel GPS, eine oder mehrere Kameras 14 und Mikro- fone sowie eine drahtlose Kommunikationseinrichtung 15, zum Beispiel Mobilfunk (GSM) oder Datenfunk, aufweist, wobei Satellitennavigationssystem 13 mit dem Satellit für Satellitennavigation 4 und die Kommunikationseinrichtung 15 mit der stationären Empfangsstation 3 in Verbindung tritt.

Die Sensoren 12 sind beim Geldtransporter beispielsweise an den Türen und Fenstern angebracht, um ein unberechtigtes Öff ¬ nen zu erkennen. Mit dem Satellitennavigationssystem 13 ist die aktuelle Fahrzeugposition jederzeit ermittelbar, insbe- sondere wenn ein Angriff stattfindet. Mit den Kameras 14 und Mikrofonen sind die Angreifer in Bild und Ton erfassbar. Beispielsweise befindet sich eine Kamera mit Mikrofon im Lade ¬ raum, die den Angreifer aufnimmt, sobald er unberechtigterweise die Tür des Laderaums öffnet. Über die Kommunikations- einrichtung 15 sind die Informationen drahtlos an eine Empfangsstation übertragbar.

Die Recheneinheit 11 erkennt anhand der Sensordaten, dass ein Angriff auf den Transporter stattfindet. In diesem Fall sen- det sie automatisch über die Kommunikationsschnittstelle ei ¬ nen Notruf an die Sicherheitszentrale 20. In diesem Notruf wird die über das Satellitennavigationssystem ermittelte Position mitgeteilt. Außerdem werden die von den Kameras und Mikrofonen erfassten Bild- und Audiodaten im Alarmfall konti- nuierlich über die Funkschnittstelle geschickt.

Optional werden die Bild- und Audiodaten entsprechend kompri ¬ miert, um möglichst viel Informationen über die Kommunikati- onsschnittstelle übertragen zu können.

Sämtliche an diesem Sicherheitssystem beteiligten elektronischen Geräte sind an das bordeigene Stromnetz des Geldtrans- porters angeschlossen. Optional sind sie zusätzlich batterie ¬ gepuffert, so dass sie auch bei einer absichtlichen Zerstö ¬ rung des bordeigenen Stromnetzes noch einige Minuten weiter funktionieren können. Die Pufferbatterie befindet sich dabei vorzugsweise zusammen mit dem Video-Alarmierungssystem in ei- nem mechanisch stabilen Gehäuse, das schwer erreichbar bzw. schwer von seinem Befestigungsort entfernbar ist.

Auf den Monitoren 21 in der Sicherheitszentrale 20 erscheint ein ausgesandter Notruf mit entsprechender Ortsangabe. Die live übertragenen Bild- und Audiodaten liefern den Sicherheitskräften in der Zentrale ein adäquates Bild des Gesche ¬ hens am Ort des Überfalls. Vorzugsweise werden die Daten in der Zentrale mit einem Recorder 22 für eine spätere Auswertung aufgezeichnet.

Bei einem stationären Objekt, zum Beispiel dem Einbruch in ein Gebäude oder dem Angriff auf einen Geldautomaten, kommt die gleiche Vorrichtung, lediglich ohne das Satellitennaviga ¬ tionssystem 13 zum Tragen. In der Sicherheitszentrale ist durch die eindeutige Identifikation der Kommunikationseinrichtung 15 erkennbar, von welchem System und damit aus welchem Gebäude der Notruf kommt.

Sicherheitskräfte in der Sicherheitszentrale werden bei einem Überfall automatisch alarmiert. Dabei erhalten sie die genau ¬ en Ortsangaben des Überfallenen Objekts.

Durch die kontinuierliche Übertragung von Bild- und Audioda ¬ ten im Falle eines Überfalls haben die Sicherheitskräfte in der Zentrale einen guten Überblick über das Geschehen am Tatort und können so ihre Reaktionen optimal planen.