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Patent Searching and Data


Title:
VINEYARD STAKE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/009569
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a stake (1) with at least one hook (6) for retaining a wire (8) for wine- and fruit-growing purposes, the stake having a basic body (2) with at least one limb (4) which is made of sheet metal (32) and on which the hook (6) is produced by means of a tongue-like portion (12), extending from a tongue base (10) to a free end, being punched and bent out of the sheet metal (32), wherein the outer edge (35) of the tongue-like portion (12), in the region of an accommodating portion (18) for the wire (8), is provided with a chamfer (24a, 24b), and also relates to a method for producing such a stake. The stake is characterised in that the chamfer (24a, 24b) is obtained by the introduction of a first and a second groove (38a, 38b), corresponding in shape to the contour of the tongue-like portion (12) and being in particular V-shaped in cross section, into the basic body (2) and the tongue-like portion (12) is then pressed out of the basic body (2).

Inventors:
REISACHER, Raimund (Römerweg 21a, Limburgerhof, 67117, DE)
Application Number:
EP2010/004336
Publication Date:
January 27, 2011
Filing Date:
July 16, 2010
Export Citation:
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Assignee:
DR. REISACHER WINZERBEDARF GMBH (Mörikestrasse 70, Neuhausen auf den Fildern, 73765, DE)
REISACHER, Raimund (Römerweg 21a, Limburgerhof, 67117, DE)
International Classes:
A01G17/14; E04H17/10
Attorney, Agent or Firm:
REBLE & KLOSE (Konrad-Zuse-Ring 32, Mannheim, 68163, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Pfahl (1 ) mit wenigstens einem Haken (6) zum Halten eines Drahtes (8) im Wein- und Obstbau, der einen Grundkörper (2) mit wenigstens einem Schenkel (4) aus

Metallblech (32) aufweist, an dem der Haken (6) durch Ausstanzen und Biegen eines sich von einem Zungengrund (10) zu einem freien Ende hin erstreckenden

zungenförmigen Abschnitts (12) aus dem Metallblech (32) erzeugt wird, wobei der zungenförmige Abschnitt (12) im Bereich eines Aufhahmeabschnitts (18) für den Draht (8) mit einer Anphasung (24a, 24b) versehen ist,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Anphasung (24a, 24b) durch Einbringen einer ersten und zweiten, der Kontur des zungenförmigen Abschnitts (12) von der Form her entsprechenden Nut (38a, 38b) mit einer insbesondere V-förmigen Querschnittsform in den Grundkörper (2) und Herausdrücken des zungenförmigen Abschnitts (12) aus dem Grundkörper (2) erhalten wird.

2. Pfahl nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Aufhahmeabschnitt(18) einen im Wesentlichen C-förmigen Querschnitt besitzt und ausgehend vom Zungengrund (10) von der entstehenden Stanzöffhung (14) weg um mehr als 90 °, bevorzugt um mehr als 180 ° in Rückwärtsrichtung (16) gebogen ist, derart, dass der Aufhahmeabschnitt (18) sich im Wesentlichen außerhalb der

Stanzöfmung (14) über dem Schenkel (4) des Grundkörpers (2) erstreckt. 3. Pfahl nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Anphasung (24a, 24b) sich von einer ersten, dem Draht (8) zugewandten Seite (26a) des Aumahmeabschnitts (18) aus in einem Winkel (αl) von insbesondere 45 ° in Richtung zu einer zweiten, dem Draht abgewandten Seite des Aufhahemabschnitts (18) erstreckt.

4. Pfahl nach Anspruch 3,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Aufhahmeabschnitt (18) mit einer weiteren Anphasung (4b) versehen ist, die sich von der zweiten Seite (26b) des Aufhahmeabschnitts (18) aus in einem Winkel (α2) von insbesondere 45° in Richtung zur ersten Seite (26a) des Aufhahmeabschnitts

(18) hin erstreckt.

5. Pfahl nach Anspruch 4,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Flächen der Anphasungen (24a, 24b) durch einen Materialsteg (40) voneinander getrennt sind.

6. Pfahl nach einem der vorhergehenden Ansprüche ,

dadurch gekennzeichnet,

dass die zungenförmige Ausnehmung (14) durch Ausstanzen eines U-förmigen

Abschnitts aus dem Grundkörper (2) erzeugt wird, der eine Breite besitzt, die insbesondere der Dicke des Metallblechs (32) entspricht.

7. Verfahren zur Herstellung eines Pfahls (1) mit wenigstens einem Haken zum Halten eines Drahtes (8) im Wein- und Obstbau, der einen Grundkörper (2) mit wenigstens einem Schenkel (4) aus Metallblech (32) aufweist, an dem der Haken (6) durch Ausstanzen und Biegen eines sich von einem Zungengrund (10) aus zu einem freien Ende hin erstreckenden zungenförmigen Abschnitts (12) aus dem Metallblech erzeugt wird, und der zungenförmige Abschnitt (12) mit einer Anphasung (24a, 24b) versehen ist, nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrensschritte:

Einbringen einer der Form des zungenförmigen Abschnitts (12) entsprechenden ersten Nut (38a) mit einer insbesondere V-förmigen Querschnittsform in die erste Seite (26a) des Metallblechs (32),

Einbringen einer der Form des zungenförmigen Abschnitts (12) entsprechenden zweiten Nut (38b) mit einer insbesondere V-förmigen Querschnittsform in die der ersten Seite (26a) des Metallblechs (32) gegenüberliegende zweite Seite (26b) des Metallblechs (32), derart, dass die erste und zweite Nut (38a, 38b) im Wesentlichen deckungsgleich übereinanderliegend im Metallblech (32) angeordnet sind,

Beaufschlagen des zungenförmigen Abschnitts (12) mit einer solchen Kraft (42), dass dieser aus dem Metallblech (32) herausgedrückt wird, und

Umformen des zungenförmigen Abschnitts (12) zu einem Aumahmeabschnitt (18) für den Draht (8).

8. Verfahren nach Anspruch 7,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Formen des zungenförmigen Abschnitts (12) durch mehrere nacheinander in

Richtung senkrecht zur Außenfläche des Grundkörpers (2) und/oder in Richtung parallel hierzu auf den zungenförmigen Abschnitt (12) einwirkende Prägewerkzeuge (44, 46) erfolgt.

Description:
WEINBERGPFAHL

Die Erfindung betrifft einen Weinbergpfahl gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.

Für Drahtrahmen im Wein- und Obstbau werden bekanntermaßen offene oder geschlossene Metallprofile verwendet, die an den Schenkeln außenliegende Haken aufweisen, welche durch Ausstanzen und Formbiegen von zungenförmigen Abschnitten aus dem

Grundmaterial gebildet werden.

Derartige Metallprofile - die nachfolgend auch als Weinbergpfähle bezeichnet werden - sind beispielsweise aus der DE 44 36 936 C2 bekannt. Bei dem in der zuvor genannten Schrift beschriebenen Metallprofil ergibt sich das

Problem, dass die zungenförmigen Abschnitte technisch bedingt mit Stanzgraten behaftet sind, die dazu führen, dass die Drähte in den durch Biegen der zungenförmigen Abschnitte erzeugten Aufiiahmeabschnitten nicht uneingeschränkt gleiten können; bzw. die häufig mit einer Schutzummantelung versehenen Oberflächen der Drähte durch die Stanzgrate beschädigt werden, so dass die Drähte frühzeitig oxidieren.

Die DE 10 2004 007 470 Al beschreibt einen Weinbergpfahl der eingangs genannten Art, bei dem die zungenförmigen Abschnitte nach dem Ausstanzen von der Stanzöffnung weg in Rückwärtsrichtung zu einem C-formigen Aufhahmeabschnitt umgebogen und im

Anschluss daran durch Abdrücken mit einer Anphasung versehen werden, um ein nach Möglichkeit freies Gleiten der Drähte in den C-förmigen Aufhahmeabschnitten zu ermöglichen. Obgleich die beschriebenen Pfahle ein freies Gleiten der Drähte ermöglichen, ist deren Fertigung sehr aufwändig und zeitintensiv, da das nachträgliche Einbringen der Anphasungen mit einem zusätzlichen Arbeitsschritt verbunden ist, der die Werkzeugkosten erhöht und die gesamte Fertigungszeit um mehr als 30 % verlängert. Zudem gibt die Schrift keinen Hinweis darauf, auch die Außenseiten der C-förmigen Aufhahmeabschnitte für die Drähte mit einer Anphasung zu versehen, um die Stanzgrate ebenfalls in diesen Bereichen zu beseitigen. Diese Stanzgrate auf der Außenseite der C-förmigen Abschnitte können bei der manuellen Traubenernte beim Erntepersonal leicht zu unangenehmen

Schnittverletzungen fuhren und erhöhen den Verschleiß der an Vollerntemaschinen zur automatischen Traubenernte üblicherweise eingesetzten Schlagstäben beträchtlich.

Demgemäß ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Pfahl der eingangs genannten Art sowie ein Verfahren zur Herstellung eines solchen zu schaffen, bei dem fertigungsbedingte Stanzgrate an den Aufnahmeabschnitten auf kostengünstige Art und Weise vermieden werden.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale von Anspruch 1 und 7 gelöst.

Weitere Merkmale sind in den Unteransprüchen beschrieben. Gemäß der Erfindung besitzt ein Pfahl zum Halten eines Drahtes im Wein- und Obstbau einen Grundkörper mit wenigstens einem Schenkel aus Metallblech, z.B. Stahlblech, an dem ein Haken durch Ausstanzen und Biegen eines sich von einem Zungengrund zu einem freien Ende hin erstreckenden zungenförmigen Abschnitts aus dem Metallblech erzeugt wird. Die beim Stanzvorgang entstehende Stanzkante des zungenförmigen Abschnitts ist im Bereich eines insbesondere C-förmigen Aufnahmeabschnitts für den Draht mit einer Anphasung versehen, die erfindungsgemäß dadurch erzeugt wird, dass eine erste und zweite, der Kontur des zungenförmigen Abschnitts von der Form her entsprechenden Nut von beiden Seiten des Grundkörpers aus in den Grundkörper eingebracht, insbesondere eingeprägt wird. Nach dem Einbringen der beiden Nuten, die im Metallblech

übereinanderliegend angeordnet sind und jeweils insbesondere eine im Wesentlichen V- förmige Querschnittsform besitzen, wird der zungenförmige Abschnitt aus dem

Grundkörper herausgedrückt. Dabei wird der zwischen dem Nutengrund der ersten Nut und dem Nutengrund der zweiten Nut verbleibende Materialsteg, der bei einem Metallblech mit einer Stärke von 1,5mm lediglich eine Stärke von z.B. 0,1 bis 0,5 mm besitzt, aufgrund seiner sehr geringen Festigkeit mit geringem Kraftaufwand durchbrochen, wenn der zungenförmige Abschnitt zur Formung des Aufnahmeabschnitts aus dem Grundkörper herausgedrückt wird. Der erfindungsgemäße Weinbergpfahl besitzt den Vorteil, dass sich die Anphasungen am zungenfδrmigen Abschnitt ohne einen zusätzlichen zeitintensiven Arbeitsschritt und auch ohne den Einsatz von hochpräzisen Stanzwerkzeugen, wie sie insbesondere zum

Feinstanzen von Blechen eingesetzt werden, in den zungenförmigen Abschnitt einbringen lassen. Hierbei stellt es einen besonderen Vorteil dar, dass durch Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens sozusagen zwei Anphasungen an beiden Seiten des zungenförmigen Abschnitts automatisch gleichzeitig erzeugt werden, ohne das es hierzu eines weiteren Arbeitsschritts bedarf.

Bei der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besitzt der Aufnahmeabschnitt einen im Wesentlichen C-förmigen Querschnitt, der - ausgehend vom Zungengrund - von der entstehenden Stanzöffnung um mehr als 90 °, bevorzugt um mehr als 180 ° in

Rückwärtsrichtung weg gebogen ist, derart, dass der Aufnahmeabschnitt nahezu vollständig außerhalb der Stanzöffnung verläuft. Hierdurch ergibt sich der Vorteil, dass der Aufnahmeabschnitt eine vergleichsweise große Steifigkeit aufweist, so dass dieser durch die Schlagstäbe von Vollerntemaschinen nahezu nicht deformiert wird. Ebenso besteht bei dieser Ausführungsform der Erfindung ebenfalls nicht die Gefahr, dass der zungenförmige Abschnitt durch die Schlageinwirkung der Schlagstäbe von Vollerntemaschinen in die Stanzöffnung zurück gedrückt wird.

Die Anphasung erstreckt sich bevorzugt von einer ersten, dem Draht zugewandten Seite des Aufnahmeabschnitts aus in einem ersten Winkel von insbesondere 45 ° in Richtung einer zweiten Seite des zungenförmigen Abschnitts, die dem Draht abgewandt ist. Hierbei wird der Winkel der Anphasung, d.h. der Fläche, die geneigt zur Innenfläche des zungenförmigen Abschnitts entlang der Kante desselben verläuft, durch den Winkel definiert, den die zugehörigen Schenkel der V-förmigen Nut mit der Innenfläche des zungenförmigen Abschnitts einschließen. Bei der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die umlaufende Kante des zungenförmigen Abschnitts mit einer weiteren Anphasung versehen, die sich von der zweiten Seite des Aufnahmeabschnitts aus in einem zweiten Winkel von bevorzugt ebenfalls 45° in Richtung zur ersten Seite des zungenförmigen Abschnitts hin erstreckt, d.h. im Falle des rückgebogenen Hakens in Richtung zur Innenfläche des

Aufhahmeabschnitts hin. Obgleich der erste und der zweite Winkel auch unterschiedliche Größen aufweisen können, wobei die Summe der Winkel im Wesentlichen immer 90° beträgt, ergibt sich durch einen ersten und zweiten Winkel im Bereich von jeweils 45° der Vorteil, dass der Materialsteg im Wesentlichen im Bereich der Mittelebene des

zungenförmigen Abschnitts verläuft, wodurch die Tiefe einer jeden der beiden V-förmigen Nuten, und damit die zum Einbringen der Nuten erforderliche Materialdeformation, minimal ist. Die erfindungsgemäße Anordnung des umlaufenden Materialsteges im Bereich der Mittelebene des zungenförmigen Abschnitts ergibt darüber hinaus den weiteren Vorteil, dass der Steg sowohl von der Innenfläche, als auch von der Außenfläche des

Aufnahmeabschnitts im Wesentlichen den selben Abstand besitzt. Hierdurch wird gewährleistet dass der Draht zum einen frei auf der Fläche der Anphasung entlang gleiten kann, ohne den Steg zu kontaktieren, und zum anderen der Materialsteg ebenfalls außerhalb der Aufschlagebene der Schlagstäbe von Vollerntemaschinen angeordnet ist, die in diesem Falle durch die Tangente zwischen der außenliegenden Fläche des

Aufhahmeabschnitts und der vertikal verlaufenden Kante des Grundkörpers des

Weinbergpfahls definiert wird. Durch das Vorsehen eines erfindungsgemäßen Materialstegs, der die beiden Flächen der Anphasungen trennt, ergibt sich der weitere Vorteil, dass beim Herausdrücken des zungenförmigen Abschnitt eine wohl definierte Abrisskante erzeugt wird, welche es erlaubt, den zungenförmigen Abschnitt ausgehend von seinem freien Ende sukzessive aus dem Grundkörper heraus zu drücken, wodurch sich aufgrund der entstehenden

Scherwirkung zwischen den Flächen der ersten und zweiten Anphasung die Kraft, die zum Herausdrücken des Abschnitts benötigt wird, noch einmal in vorteilhafter Weise reduziert.

Nach einem weiteren der Erfindung zugrunde liegenden Gedanken kann die zungenförmige Ausnehmung durch Ausstanzen eines U-förmigen Abschnitts aus dem Grundkörper erzeugt werden. Der dabei entstehende U-förmige Stanzausfall, der bevorzugt eine Breite besitzt, die insbesondere der Dicke des Metallblechs entspricht, kann hierbei durch das

gleichzeitige Einbringen zweier z.B. um 1,5 mm oder 2 mm voneinander beabstandeter Nuten auf der Oberseite und Unterseite, d.h. von insgesamt vier bevorzug im Wesentlichen V- formigen Nuten, die sich paarweise einander gegenüberliegen, in das Metallblech erhalten werden. Durch das Einbringen eines U-formigen freigeschnittenen Abschnitts - oder anders ausgedrückt einer U-förmigen Ausnehmung um den zungenförmigen Abschnitt herum - ergibt sich der Vorteil, dass um den zungenformigen Abschnitt herum mehr Platz für den Einsatz von Prägewerkzeugen geschaffen wird, mit welchen der zungenförmige Abschnitt im Anschluss an den vorhergehend beschriebenen erfindungsgemäßen

Stanzvorgang in seine gewünschte Form gebracht wird. Insbesondere können z.B. durch einen zusätzlichen Prägevorgang während des Umformens des zungenformigen Abschnitts gewünschten Falls auch noch die verbleibenden Materialstege von den Haken entfernt werden, sofern diese beim Einsatz des erfindungsgemäßen Pfahls als störend erachtet werden sollten.

Nach einem weiteren der Erfindung zugrunde liegenden Gedanken umfasst ein Verfahren zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Pfahls das Einbringen einer der Form des zungenformigen Abschnitts entsprechenden ersten Nut mit einer insbesondere V-förmigen Querschnittsform in die erste Seite des Metallblechs, das Einbringen einer der Form des zungenförmigen Abschnitts entsprechenden zweiten Nut mit einer insbesondere ebenfalls V-förmigen Querschnittsform in die der ersten Seite des Metallblechs gegenüberliegende zweite Seite des Metallblechs, derart, dass die erste und zweite Nut im Wesentlichen deckungsgleich übereinanderliegend im Metallblech angeordnet sind. Im Anschluss daran wird der so erzeugte zungenförmige Abschnitt z.B. durch ein weiteres Verfahren oder Bewegen des Prägewerkzeugs, welches eine der beiden Nuten erzeugt, mit einer zusätzlichen Kraft beaufschlagt, die den zungenförmigen Abschnitt aus dem Metallblech herausgedrückt. Der aus dem Metallblech herausgedrückte zungenförmige Abschnitt wird schließlich in einem oder mehreren sich anschließenden Umformschritten bevorzugt kalt umgeformt, um am zungenförmigen Abschnitt einen insbesondere C-förmigen

Aufhahmeabschnitt für den Draht zu bilden. Das Umformen erfolgt hierbei in vorteilhafter Weise durch den Einsatz von einem oder bevorzugt mehreren nacheinander auf den zungenförmigen Abschnitt einwirkenden Prägewerkzeugen, die diesen während des Profilierens des Metallblechs zum eigentlichen Pfahl in Richtung senkrecht zur Außenfläche des Schenkels sowie in Richtung parallel zu dieser deformieren.

Die Erfindung wird nachfolgend mit Bezug auf die Zeichnungen anhand von bevorzugten Ausführungsformen beschrieben. hi den Zeichnungen zeigen:

Fig. 1 eine schematische räumliche Darstellung eines erfindungsgemäßen

Weinbergpfahls,

Fig. 2 eine schematische räumliche Seitenansicht einer bevorzugten

Ausführungsform eines zurück gebogenen Hakens mit einer S-förmigen Querschnittsform,

Fig. 3 a eine Querschnittsansicht durch das für die Herstellung des

erfindungsgemäßen Weinbergpfahls eingesetzte Metallblech mit einem ebenfalls schematisch angedeuteten Prägewerkzeug auf der Ober- und Unterseite vor dem Einbringen der V-förmigen Nuten,

Fig. 3b die Querschnittsansicht von Fig. 3 a nach dem Eindrücken der beiden

Prägewerkzeuge in das Metallblech,

Fig. 3c die Querschnittsdarstellung von Fig. 3b nach dem Auseinanderfahren der beiden Prägewerkzeuge,

Fig. 3d eine schematische Querschnittsansicht durch den zungenförmigen Abschnitt nach dem Herausdrücken desselben aus dem Metallblech, Fig. 4 eine schematische Aufsicht auf den im Metallblech durch Einprägen der ersten und zweiten V-förmigen Nut definierten zungenförmigen Abschnitt vor dem Herausdrücken desselben, Fig. 5 eine vergrößerte Querschnittsansicht des Metallblechs im Bereich der eingebrachten Nuten, Fig. 6a eine schematische Querschnittsansicht der Prägewerkzeuge zum

Herausdrücken und Verformen des nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erzeugten zungenförmigen Abschnitts mit den daran gebildeten Anphasungen, und Fig. 6b den in einem weiteren Verfahrensschritt in Rückwärtsrichtung umgebogenen zungenförmigen Abschnitt von Fig. 6a zusammen mit den hierzu

eingesetzten Prägewerkzeugen.

Wie in Fig. 1 gezeigt ist, umfasst ein erfindungsgemäßer Weinbergpfahl 1 einen aus Metallblech 32, insbesondere aus Stahlblech geformten Grundkörper 2, der einen im Wesentlichen U-fÖrmigen Querschnitt mit Schenkeln 4 aufweist, an denen

erfindungsgemäße Haken 6 zur Aufnahme von Drähten 8 geformt sind.

Die Haken 6 werden hierbei gemäß der Darstellung von Fig. 2 durch Stanzen und Biegen eines sich von einem Zungengrund 10 aus zu einem freien Ende hin erstreckenden zungenförmigen Abschnitts 12 aus dem Metallblech 32 erzeugt, worauf nachfolgend in Verbindung mit den Figuren 3a bis 3d noch näher im Detail eingegangen wird. Gemäß der Darstellung von Fig. 2 weist der zungenförmige Abschnitt 12 einen von der entstehenden Stanzöffnung 14 in die durch den Pfeil 16 verdeutlichte Rückwärtsrichtung gebogenen Aufnahmeabschnitt 18 auf, der bei der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform C-förmig ausgestaltet ist.

An den C-förmigen Aufnahmeabschnitt 18 schließt sich weiterhin ein bevorzugt gradliniger, in Richtung auf die Außenfläche des Schenkels 4 zulaufender

Führungsabschnitt 20 an, an dessen Ende ein sich von der Außenfläche des Schenkels 4 wegerstreckender Endabschnitt 22 geformt sein kann, der das Einlegen des Drahtes durch die Einlegeöffhung 21 hindurch erleichtert. Um nach dem Einhängen eines Drahtes 8 in den Aufhahmeabschnitt 18 ein freies Gleiten desselben zu ermöglichen, wird der zungenförmige Abschnitt 12 im Bereich seiner Stanzkante mit einer Anphasung 24a, 24b versehen, die beim Ausstanzen des

zungenförmigen Abschnitts in der in den Figuren 3 a bis 3d gezeigten Weise erhalten wird.

Hierzu wird gemäß der Darstellung 3 a ein erstes und ein zweites Prägewerkzeug 30a, 30b von der Unterseite 26a und der Oberseite 26b aus an das bevorzugt ebenflächige

Metallblech 32 angestellt. Das erste und bevorzugt auch zweite Prägewerkzeug 30a, 30b besitzt hierbei einen umlaufenden, im Querschnitt dreiecksförmigen Vorsprung 34a, 34b, der sich gemäß der Darstellung von Fig. 4 U-förmig entlang des zungenförmigen

Abschnitts 12 erstreckt und der eine Höhe h a und h b aufweist, die bevorzugt im

Wesentlichen der Hälfte der Materialdicke des Metallsblechs 32 entspricht. Der Vorsprung 34a und der Vorsprung 34b des ersten bzw. zweiten Prägewerkzeugs 30a, 30b verlaufen hierbei bevorzugt unmittelbar gegenüberliegend zueinander entlang der Außenkante des zungenförmigen Abschnitts 12, wie dies in Fig. 4 in der Aufsicht angedeutet ist. Wie in Fig. 3b gezeigt ist, werden die beiden Prägewerkzeuge in bekannter Weise durch Beaufschlagen derselben mit einer durch die Pfeile 36 angedeuteten Druckkraft

gegeneinander in das Metallblech 32 gepresst, wodurch sich im Bereich der Vorsprünge 34a, 34b das Material des Metallblechs 32 kalt verformt, so dass nach dem in Fig. 3 c gezeigten Zurückfahren des ersten und zweiten Prägewerkzeugs 30a, 30b auf der

Unterseite 26a und auf der Oberseite 26b des Metallblechs 32 eine umlaufende erste und zweite Nut 38a, 38b entsteht, die bevorzugt im Bereich der Mittelebene des Metallblechs 32 durch einen Materialsteg 40 voneinander getrennt sind.

Obgleich die erste und die zweite Nut 38a, 38b bevorzugt von beiden Seiten aus in das Metallblech 32 eingeprägt werden und dabei im Wesentlichen dieselbe identische V-Form besitzen, ist es ebenfalls möglich, die V-Form der Nuten gegebenenfalls auf der Unterseite 26a und der Oberseite 26b des Metallblechs 32 unterschiedlich zu wählen. Wie in der Darstellung von Fig. 5 weiterhin gezeigt ist, erstreckt sich die erste Anphasung 24a, die beim abschließend gebogenen Haken 6 im Bereich der Innenseite des

Aurhahmeabschnitts 18 angeordnet ist, von der dem Draht zugewandten Innenfläche 26a des Aurhahmeabschnitts - die nachfolgend auch als erste Seite bezeichnet wird - aus in einem ersten Winkel αl von insbesondere 45 ° in Richtung der gegenüberliegenden Außenfläche 28b des zungenformigen Abschnitts 12, die nachfolgend auch als zweite, dem Draht 8 abgewandte Seite bezeichnet wird. Hierbei wird der Winkel der Anphasung, d.h. der Fläche, die geneigt zur Innenfläche 26a des zungenformigen Abschnitts 12 entlang der Außenkante 35 desselben verläuft, durch den Winkel definiert, den die zugehörigen Schenkel der V-förmigen Nut mit der Innenfläche des zungenformigen Abschnitts einschließen. m gleicher Weise ist bei der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung die umlaufende Außenkante 35 des zungenformigen Abschnitts 12 mit der zweiten Anphasung 24b versehen, die sich von der Außenfläche 26b des Aufnahmeabschnitts 18 aus - die nachfolgend auch als zweite Seite bezeichnet wird - in einem zweiten Winkel α2 von bevorzugt ebenfalls 45° in Richtung zur zweiten Seite des zungenformigen Abschnitts 12 hin erstreckt, die im Falle des in den Darstellungen gezeigten rückgebogenen Hakens 6 die Innenfläche 26a des Aufnahmeabschnitts 18 bildet. Obgleich in den Zeichnungen zwischen der Fläche der Anphasungen 24a und 24b wohl definierte Winkel αl und

α2 eingezeichnet sind, kann durch eine entsprechende Formgebung der jeweiligen prägenden Flächen des ersten und/oder zweiten Prägewerkzeugs 30a, 30b der

Übergangsbereich zwischen den Flächen 26a, 26b und der zugehörigen Ausnehmung 24a, 24b gewünschten Falls auch einen nicht näher dargestellten Radius von z.B. 0,1 bis 0,5 mm oder auch mehr, aufweisen.

Zur Herstellung des erfindungsgemäßen Pfahls 1 werden in das bevorzugt ebene

Metallblech 32 wie zuvor in Verbindung mit den Figuren 3 a bis 3 c beschrieben, eine erste und zweite Nut 38a und 38b mit der in Fig. 5 im Detail gezeigten V-förmigen

Querschnittsform im Wesentlichen deckungsgleich und übereinanderliegend in die erste und zweite Seite 26a des Metallblechs 32 eingeprägt. Der im Bereich des jeweiligen Nutengrundes verbleibende Materialsteg 40, der bei einem Metallblech 32 mit einer üblichen Stärke von 1 ,5 mm. z.B lediglich eine Stärke im Bereich von 0,2 mm und eine Breite von z.B. 0,5 mm besitzt, wird anschließend durch erneutes Anwenden einer durch den Pfeil 42 angedeuteten Druckkraft auf den zungenförmige Abschnitt 12 aufgebrochen, wenn der zungenförmige Abschnitt 12 aus dem Metallblech 32 herausgedrückt wird, wie dies in Fig. 3d angedeutet ist. Das Herausdrücken des zungenförmigen Abschnitts 12 aus dem Metallblech 32 kann dabei durch ein z.B. in Fig. 6a gezeigtes weiteres Prägewerkzeug 44 erfolgen, welches gleichzeitig mit dem Herausdrücken des zungenförmigen Abschnitts 12 aus der Stanzöffnung 14 auch einen ersten Teil des Aufhahmeabschnitts 18 sowie auch den Endabschnitt 22 formt.

Der aus dem Metallblech 32 herausgedrückte zungenförmige Abschnitt 12 wird schließlich in einem weiteren, in Fig. 6b gezeigten Umformschritt unter Einsatz eines oder mehrerer weiterer geeigneter Prägewerkzeuge 46 bevorzugt kalt umgeformt, um am zungenförmigen Abschnitt einen insbesondere C-förmigen Aumahmeabschnitt 18 für den Draht 8 zu bilden.

Liste der Bezugszeichen

Weinbergpfahl

Grundkörper

Schenkel

Haken

Draht

Zungengrund

zungenformiger Abschnitt

Stanzöffhung

Pfeil

Aufnahmeabschnitt

Führungsabschnitt

Einlegeöffnung

Endabschnitt

a Anphasung im Bereich der Innenseite des Aufnahmeabschnittsb Anphasung im Bereich der Außenseite des Aufnahmeabschnittsa Unterseite des Metallblechs / Innenfläche des Aufnahmeabschnittsb Oberseite des Metallblechs / Außenfläche des Aufnahmeabschnittsa erstes Prägewerkzeug

b zweites Prägewerkzeug

Metallblech

a erster U-förmig umlaufender Vorsprung

b zweiter U-förmig umlaufender Vorsprung

Außenkante des zungenförmigen Abschnitts

Pfeil

a erste umlaufende Nut

b zweite umlaufende Nut

Materialsteg

Pfeil

Prägewerkzeug

Prägewerkzeug αl Winkel α2 Winkel

ha Höhe des ersten Vorsprungs hb Höhe des zweiten Vorsprungs