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Patent Searching and Data


Title:
WALKING DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2009/121388
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a walking device comprising a shoe sole (10) having a middle sole (16). A soft heel part (20) is disposed in a cavity in the middle sole (16) and the outer sole (22) has a convex shape rounded in the walking direction. The reinforcing element (12) forming an insole is disposed on the upper surface (44) of the middle sole (16) and attached thereto. When producing the walking device, the shaft (14) is connected to the reinforcing element (12) forming a unit, which is then assembled to the middle sole (16), for example by gluing.

Inventors:
BARTHOLET, Markus (Böhleli 4, Appenzell, CH-9050, CH)
FRANCO, Claudio (Collesel Val Dell'Acqua 18, Montebelluna, IT-31044, IT)
Application Number:
EP2008/011053
Publication Date:
October 08, 2009
Filing Date:
December 22, 2008
Export Citation:
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Assignee:
MASAI MARKETING & TRADING AG (Badstrasse 14, Romanshorn, CH-8590, CH)
BARTHOLET, Markus (Böhleli 4, Appenzell, CH-9050, CH)
FRANCO, Claudio (Collesel Val Dell'Acqua 18, Montebelluna, IT-31044, IT)
International Classes:
A43B7/24; A43B13/12; A43B13/14; A43B13/18; A43B21/26
Attorney, Agent or Firm:
SCHAAD BALASS MENZL & PARTNER AG (Dufourstrasse 101, Postfach, Zürich, CH-8034, CH)
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Claims:
Patentansprüche

1. Gehgerät mit einem Schuhboden (10), welcher eine sich über einen Fersenbereich (30), einen Mittelfussbereich (32) und einen Ballen- und Zehenbereich (34) erstreckende Mittelsohle (16), einen in einer Ausnehmung (18) der Mittelsohle (16) angeordneten Fersenweichteil (20) und eine Laufsohle (22), welche von der Mittelsohle (16) und dem Fersenweichteil (20) - im unbelasteten Zustand - in einer konvex in Laufrichtung (L) abgerundeten Form gehalten ist, aufweist, einem am Schuhboden (10) angeordneten Schaft (14) und einem Verstärkungselement (12) , welches eine derartige Stabilität aufweist, dass die Mittelsohle (16) in ihrem oberhalb des Fersenweichteils (20) sich befindenden Abschnitt (47) - bezüglich Belastungen während des Stehens und Gehens - wenigstens annähernd biegungsfrei ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungselement (12), eine Brandsohle bildend, an einer der Laufsohle (22) abgewändten oberseitigen Oberfläche (44) der Mittelsohle (16) angeordnet und an dieser befestigt ist.

2. Gehgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaft (14) am Verstärkungselement (12) , vorzugsweise Zwicken, befestigt ist.

3. Gehgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaft (14) direkt am Verstärkungselement

(12), vorzugsweise Zwicken, und an der Mittelsohle (16) befestigt ist.

4. Gehgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungselement (12) die

oberseitige Oberfläche (44) der Mittelsohle (16) wenigstens annähernd vollständig überdeckt.

5. Gehgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungselement (12), vorzugsweise auf seiner der Mittelsohle (16) zugewandten Unterseite (61), wenigstens eine

Verstärkungsrippe (54) im Mittelfussbereich (32) aufweist .

6. Gehgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkungsrippe (54) in den Fersenbereich

(30) hinein ragt.

7. Gehgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungselement (12) im Fersenbereich (30) und Mittelfussbereich (32) bezüglich den Belastungen beim Stehen und Gehen - wenigstens annähernd biegesteif ist.

8. Gehgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungselement (12) wenigstens in einem Abschnitt des Ballen- und Zehenbereichs (34) biegbar ausgebildet ist.

9. Gehgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungselement (12) aus wenigstens einer harten und einer weichen Kunststoffkomponente (58, 60), vorzugsweise mittels eines Zwei- oder Mehrkomponentenspritzgiess- verfahrens, hergestellt ist.

10. Gehgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Krümmung der Laufsohle (22) im Fersenbereich (30) einen Radius von

etwa 150mm bis 200mm, im Mittelfussbereich (32) einen Radius von etwa 250mm bis 350mm sowie Ballen- und Zehenbereich (34) einen Radius von etwa 350mm bis 480mm aufweist.

11. Gehgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Fersenweichteil (20) in einem hinteren Abschnitt - an seiner der Laufsohle (22) zugewandten Unterseite (20) breiter ausgebildet ist, als an seiner der Mittelsohle (16) zugewandten Oberseite (38) und vorzugsweise konvex geformte Seitenwände (43) zwischen der Ober- und Unterseite aufweist.

12. Gehgerät nach Einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Fersenweichteil (20) auf der Innenseite (42) des Gehgeräts eine grossere Dicke aufweist als an der Aussenseite (40) aufweist.

13. Gehgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungselement

(12) und somit die Brandsohle im Fersenbereich ein Biegemoment von etwa 4500 bis δOOONmm, vorzugsweise von etwa 5100 bis 5600 Nmm, aufweist.

14. Gehgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (18), in eine Richtung quer zur Laufrichtung (L) , durchgehend ausgebildet ist und vorzugsweise das Fersenweichteil (20) die Ausnehmung (18) vollständig ausfüllt.

Description:

Gehgerät

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Gehgerät gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Gehgeräte dieser Art sind unter dem Namen Masai Barefoot Technology, kurz MBT genannt, und auch unter dem Label Swiss Masai bekannt. Kennzeichnend für die MBT-Gehgeräte ist eine konvex in Laufrichtung abgerundete Solenform mit einem in eine Ausnehmung einer Mittelsohle eingefügten Fersenweichteil, dem sogenannten „Masai-Sensor" . Die Mittelsohle weist ein in sie integriertes Verstärkungselement - "Shank" genannt - auf, welches die Mittelsohle derart verstärkt, dass sie auch in ihrem oberhalb des Fersenweichteils befindenden Abschnitt im wesentlichen biegesteif ist. Bedingt durch die dadurch absichtlich weich und destabilisierend gemachte Schuhbodenkonstruktion des MBT-Gehgeräts, verliert der Fuss den für die physiologische Fortbewegung kennzeichnenden Halt und Stütze. Dies wirkt sich auf grossere Teile der Halte- und Stützmuskulatur aus, weil der Körper jetzt aktiv im Gleichgewicht gehalten werden muss. Aufgrund dieser ständig erforderlichen minimalen Ausgleichsbewegungen und Anspannungen der Fussmuskulatur auf der Suche nach einem sicheren Stand, wird durch das Tragen von MBT-Schuhen eine Art permanentes sensomotorisches Training absolviert und werden zusätzliche Teile der Skelettmuskulatur beansprucht. Insbesondere werden vernachlässigte Muskeln trainiert, die Haltung und das Gangbild verbessert sowie der Körper gestrafft und geformt. Weiter kann das Tragen von MBT- Schuhen bei Rücken-, Hüft-, Bein- oder Fussbeschwerden,

bei Gelenk-, Muskel-, Bänder- oder Sehnenverletzungen helfen sowie Hüft- und Kniegelenke entlasten. Die bekannten Schuhböden der MBT-Schuhe weisen eine erhebliche Dicke auf.

Ein Schuhwerk ähnlicher Art ist auch aus WO 2006/065047 Al bekannt .

Weiter offenbart die WO 99/05928 einen insbesondere zum Skateboarden geeigneten Schuh, dessen Schaft mit einer gewobenen oder aus Vlies gefertigten Brandsohle mittels Stroblen verbunden ist. Die vorzugsweise aus einem stabilen Vlies hergestellte Brandsohle weist Vorderfussschlitze und sternförmige Ferseneinschnitte auf, um die Durchbiegungseigenschaften der Brandsohne zu verbessern. In einer Fersenaussparung der Mittelsohle ist eine Schockabsorptionskassette angeordnet.

Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein gattungsgemässes Gehgerät mit einem Schuhboden geringerer Dicke zu schaffen, welches weiterhin die bekannten Eigenschaften des gattungsgemässen Gehgeräts aufweist.

Diese Aufgabe wird mit einem Gehgerät gelöst, welches die Merkmale des Patentanspruchs 1 aufweist.

Erfindungsgemäss ist das Verstärkungselement nicht mehr in die Mittelsohle integriert sondern als separates Bauteil hergestellt und dann an der Mittelsohle, beispielsweise durch Verkleben, befestigt. Beim erfindungsgemässen Gehgerät bildet somit das Verstärkungselement eine Brandsohle.

Bei den bekannten gattungsgemässen Gehgeräten weist das Verstärkungselement im Fersenbereich und Mittelfussbereich

eine Dicke von ca. 6 mm auf und ist das Verstärkungselement oben als auch unten vom Material der Mittelsohle überdeckt. Die oben liegende überdeckung der Mittelsohle, auf welcher gegebenenfalls eine dünne Decksohle angeordnet sein kann, bildet das Fussbett. Im Gegensatz dazu weist das erfindungsgemässe Gehgerät oberhalb des Verstärkungselements keine überdeckung durch Material der Mittelsohle auf und bildet vorzugsweise das Verstärkungselement, auf welchem gegebenenfalls eine dünne Decksohle angeordnet sein kann, das Fussbett. überdies lässt sich das Verstärkungselement, insbesondere bereichsweise, dünner ausbilden. Dies führt insgesamt zu einem Gehgerät mit einem Schuhboden geringerer Höhe.

In bevorzugter Weise ist der Schaft des Gehgeräts am Verstärkungselement befestigt. Dies ermöglicht die Herstellung des Schafts zusammen mit dem Verstärkungselement als Baueinheit, welche dann mit dem Schuhboden verbunden wird.

Bei diesem Verbinden ist es möglich, nur das Verstärkungselement direkt an der Mittelsohle zu befestigen, vorteilhafterweise wird jedoch dabei auch der Schaft direkt an der Mittelsohle befestigt.

Eine besonders einfache Herstellung des erfindungsgemässen Gehgeräts wird dadurch erzielt, dass das Verstärkungselement die oberseitige Oberfläche der Mittelsohle wenigstens annähernd vollständig überdeckt.

Durch die Ausbildung von wenigstens einer Verstärkungsrippe am Verstärkungselement kann dieses in den übrigen Bereichen sehr dünnwandig ausgebildet werden, ohne dabei die Eigenstabilität und die Biegesteifigkeit zu verlieren.

- A -

Weitere bevorzugte Ausbildungsformen des erfindungsgemässen Gehgeräts sind in den weiteren abhängigen Patentansprüchen definiert.

Die Erfindung wird anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen rein schematisch:

Fig. 1 in Ansicht in Richtung des Pfeiles I der Fig. 2 die Innenseite eines Schuhbodens eines erfindungsgemässen Gehgeräts;

Fig. 2 in Draufsicht den Schuhboden der Fig. 1;

Fig. 3 in Ansicht in Richtung des Pfeiles III der Fig. 2 die Aussenseite des Schuhbodens der Fig. 1 und 2;

Fig. 4 in gegen die Ferse gesehener Seitenansicht den Schuhboden der Fig. 1 bis 3;

Fig. 5 in perspektivischer Darstellung den Schuhboden der Fig. 1 bis 4;

Fig. 6 in einem in Laufrichtung verlaufenden Längsschnitt den Schuhboden der Fig. 1 bis 5;

Fig. 7 in einem Querschnitt entlang der Linie VII - VII der Fig. 6 den Schuhboden;

Fig. 8 im Querschnitt entlang der Linie VIII - VIII der Fig. 6 den Schuhboden;

Fig. 9 im Querschnitt entlang der Linie IX - IX der Fig. 6 den Schuhboden;

Fig. 10 in Untersicht ein Verstärkungselement für ein erfindungsgemässes Gehgerät;

Fig. 11 in Ansicht das Verstärkungselement der Fig. 10;

Fig. 12 im Querschnitt entlang der Linie XII - XII der Fig. 11 das Verstärkungselement;

Fig. 13 in perspektivischer Darstellung und im Schnitt einen Teil eines erfindungsgemässen Gehgeräts mit einem Schuhboden gemäss den Fig. 1 bis 9 und einem Verstärkungselement gemäss den Fig. 10 bis 12.

Die in der Zeichnung dargestellte Ausführungsform eines erfindungsgemässen Gehgeräts weist einen in den Fig. 1 bis 9 dargestellten Schuhboden 10, ein Verstärkungselement 12 gemäss den Fig. 10 bis 12 und einen allgemein bekannten Schaft 14 auf, wie er in Fig. 13 angedeutet ist. Das Verstärkungselement 14 bildet eine Brandsohle, an welcher in bekannter Art und Weise - mittels Zwicken - der Schaft 14 angebracht ist. Dieser, zusammen mit dem Verstärkungselement 12, sind am Schuhboden 10, beispielsweise durch Verkleben, befestigt.

Der Schuhboden 10 weist eine Mittelsohle 16, ein in einer Ausnehmung 18 der Mittelsohle 16 angeordnetes Fersenweichteil 20 und eine Laufsohle 22 auf. Die Laufsohle 22 weist - im unbelasteten Zustand - vom hinteren Schuhbodenende 24 bis zum in Laufrichtung L vorderen Schuhbodenende 26 eine konvex in Laufrichtung L kontinuierlich abgerundete Form auf. Sie ist von der Mittelsohle 16 und dem Fersenweichteil 20 in dieser Form gehalten. Diese Form ist für Schuhböden 10 von MBT-Schuhen (MBT ist eine eingetragene Marke der Masai Marketing und

Trading AG, Romanshorn) typisch und beispielsweise auch in WO 01/15560 offenbart.

Die Laufsohle 22 ist vorzugsweise aus einem abriebfesten gummielastischen Material hergestellt. Ihr E-Modul liegt im Fersenbereich beispielsweise zwischen etwa 3,4 und 4,1 N/mm 2 , vorzugsweise bei etwa 3,75 N/mm 2 , und im Ballenbereich beispielsweise zwischen etwa 3,8 und 4,5 N/mm 2 , vorzugsweise zwischen etwa 4,0 und 4,3 N/mm 2 ; gemessen mit einem Stempel von 20mm Durchmesser und einer Belastung von 500N. Die Laufsohle kann jedoch über ihre gesamte Länge auch in etwa denselben E-Modul aufweisen. Ihre Härte liegt beispielsweise bei etwa 50 bis 75, vorzugsweise bei etwa 60 bis 70 Shore A.

Die konvexe Form der Laufsohle 22 weist in einem, in Schuhlängsrichtung L gesehen, hinten liegenden Fersenbereich 30 einen Krümmungsradius von etwa 160mm auf. In einem, in Laufrichtung L, an den Fersenbereich 30 anschliessenden Mittelfussbereich 32 ist die Krümmung der Laufsohle 22 geringer und weist einen Krümmungsradius von etwa 280mm auf. In einem, in Laufrichtung L, vorne angeordneten, an den Mittelfussbereich 32 anschliessenden Ballen- und Zehenbereich 34 ist der Krümmungsradius, bis wenigstens annähernd zum vorderen Schuhbodenende 26 hin, etwas grösser als im Mittelfussbereich 32 und beträgt etwa 390mm. Die oben angegebenen Daten und weiter unten angegebenen Dicken betreffen ein Gehgerät der Grosse EUR 37. Sie können sich entsprechend der Grosse des Gehgeräts ändern, wobei vorzugsweise das Verhältnis der genannten Krümmungsradien von ca. 1:1,75:2,44 etwa erhalten bleibt. In bevorzugter Weise weist die Krümmung der Laufsohle im Fersenbereich einen Radius von etwa 150mm bis 200mm, im Mittelfussbereich von etwa 250mm bis 350mm und im Ballen-

Zehenbereich von etwa 350mm bis 480mm auf. Der Fersenbereich 30, Mittelfussbereich 32 sowie Ballen- und Zehenbereich 34 erstrecken sich etwa je über einen Drittel der Länge des Schuhbodens 10. Die Mittelsohle 16 erstreckt sich ununterbrochen über diese Bereiche.

Das Fersenweichteil 20 weist in Ansicht, wie dies insbesondere aus den Fig. 1, 3, 5 und 6 hervorgeht, einen im Wesentlichen konvex-konvex-linsenförmigen Querschnitt auf, welcher in Richtung quer zur Laufrichtung L von der Innenseite 42 zur Aussenseite 40 des Schuhbodens 10 mit wenigstens annähernd gleich bleibendem Querschnitt verläuft. Es ist vorzugsweise aus einem offenporigen Polyurethan-Elastomer-Schaum hergestellt und bezüglich den übrigen Teilen des Schuhbodens 10 weich ausgebildet. Seine Dichte liegt beispielsweise zwischen etwa 0,24 und etwa 0,3, vorzugsweise bei etwa 0.27 mg/mm 3 . Der E-Modul liegt beispielsweise zwischen etwa 0,4 und 0,5, vorzugsweise bei etwa 0,46 N/mm 2 , gemessen mit einem Druckstempel mit 20mm Durchmesser und einer Belastung von 100N. die Härte des Fersenweichteils 20 liegt vorzugsweise bei etwa 20 (Shore A) . Das Fersenweichteil 20 kann auch weicher oder härter ausgebildet sein, seine Shore A Härte liegt beispielsweise zwischen 15 und 25.

Wie dies den Fig. 4 und 7 entnehmbar ist, ist das Fersenweichteil 20 an seiner an die Laufsohle 22 anschliessenden Unterseite 36 - quer zur Laufrichtung L - breiter ausgebildet, als an seiner der Mittelsohle 16 zugewandten Oberseite 38. Sowohl auf der Aussenseite 40 als auch Innenseite 42 des Schuhbodens 10 sind die Seitenwände 43 des Fersenweichteils 20 konvex geformt.

Diese Ausführungsform des Fersenweichteils 20 vermittelt eine etwas bessere Querstabilität als bei einer

Ausführungsform mit gleich breiter Unterseite 36 und Oberseite 38 des Fersenweichteils 20, insbesondere wenn die Laufsohle 22 im Mittelfussbereich 42 tailliert ausgebildet ist.

Weiter ist in bevorzugter Weise, wie dies insbesondere der Fig. 7 entnehmbar ist, die Dicke des Fersenweichteils 20 auf der Aussenseite 40 kleiner als auf der Innenseite 42, sodass im Fersenbereich 30 die Laufsohle 22 eine entsprechend diagonale Verwindung aufweist.

Das Fersenweichteil 20 füllt die Ausnehmung 18 zwischen der Mittelsohle 16 und der Laufsohle 22 vollständig aus und erstreckt sich von annähernd dem hinteren Schuhbodenende 24, in Laufrichtung L, über den Fersenbereich 30 bis annähernd zur Mitte des Schuhbodens 10. In seinem Mittelbereich weist das Fersenweichteil 10 eine Dicke von etwa 20mm auf.

Die Mittelsohle 16 ist als vorzugsweise homogener Körper ohne Verstärkungselement 12 ausgebildet und beispielsweise aus einem Polyurethan-Elastomer-Schaum oder einem Ethylenvinylacetat (EVA) hergestellt. Ihre oberseitige Oberfläche 44 hat die Form ähnlich eines Fussbetts, ist jedoch mit einer, in Laufrichtung L sich erstreckenden Vertiefung 46 versehen. Diese weist die grösste Tiefe im Mittelfussbereich 32 auf und erstreckt sich, mit geringer werdenden, auslaufender Tiefe, um etwa 2/3 in den Fersenbereich 30 hinein und verläuft mit rascher abnehmender Tiefe in den hinteren Endbereich des Ballen- und Zehenbereichs 34 hinein.

Die geringste Dicke der Mittelsohle 16, gemessen zwischen dem Fersenweichteil 20 und der oberseitigen Oberfläche 44 ist sehr gering und beträgt beispielsweise ca. 1 mm. Die

Mittelsohle 16 selber ist somit in ihrem oberhalb der Ausnehmung 18 liegenden Abschnitt 47, mit sehr geringer Eigenstabilität, sehr biegsam ausgebildet.

Beim in Laufrichtung L vorne liegenden Ende der Ausnehmung 18 bildet die Mittelsohle 16 ein quer, vorzugsweise wenigstens annähernd rechtwinklig zur Laufrichtung L verlaufende Kippkante 48. In diesem Bereich weist die

Mittelsohle 16 die grösste Dicke von etwa 29mm auf und ist dort wesentlich biegesteifer als im Mittelbereich der Ausnehmung 18; vergleiche dazu Fig. 7 und 8, welche auch den Querschnitt der Vertiefung 46 zeigen.

Die Mittelsohle 16 ist härter ausgebildet als das Fersenweichteil 20, welches beim Auftreten und Stehen somit stark verformt wird und Schläge aufnimmt und dämpft. Beim Abrollen ergibt sich dann das für diese Art Gehgeräte bekannte Abkippen über die Kippkante 48. Die Härte der Mittelsohle 16 beträgt vorzugsweise etwa 38 - 44 (Shore A) , sie kann auch etwas weicher oder auch härter ausgebildet sein. Sie weist vorzugsweise etwa das Doppelte der Shore A Härte des Fersenweichteils 20 auf. Der E-Modul der Mittelsohle 16 liegt beispielsweise zwischen etwa 0,7 und etwa 1,2 N/mm 2 , vorzugsweise zwischen etwa 0,85 und 1,05 N/mm2, gemessen mit einem Stempel von 20mm Durchmesser und einer Belastung von 100N.

Das Verhältnis des E-Moduls des Fersenweichteils 20 zu jenem der Mittelsohle 16 liegt bei 1:1,4 bis 1:3, vorzugsweise bei 1:1,75 bis 1:2,4. Das E-Modul der Mittelsohle 16 ist somit etwa doppelt so gross wie jenes des Fersenweichteils 20.

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass die Mittelsohle 16 einen umlaufenden, gegen oben gerichteten

Kragen 50, aufweist, welcher der Verbindung mit dem Schaft 14 dient.

Wie dies insbesondere aus den Fig. 7 bis 9 hervorgeht, ist die Breite des mit dem Boden 52 zusammenwirkenden Bereichs der Laufsohle 22 und somit auch des daran anschliessenden, untenliegenden Teils der Mittelsohle 16 im in Laufrichtung

L vorne liegenden Endbereich der Ausnehmung 18 und etwa in der Mitte des Schuhbodens 10 wesentlich geringer als in etwa der Mitte des Fersenbereichs (Fig. 7) und des Ballen- und Zehenbereichs 34 (Fig. 9). Der Schuhboden 10 ist tailliert ausgebildet.

Das in den Fig. 10 bis 12 gezeigte Verstärkungselement 12 ist beispielsweise aus einer Mischung von thermoplastischem Polyurethan-Elastomer (TPU) und Glasfasern hergestellt und im Mittelfussbereich 32 sowie in dem Fersenbereich 30 hinein derart biegesteif ausgebildet, dass es sich unter Belastung beim Stehen und Gehen nicht oder nur gering verbiegen kann. Dazu weist es im Mittelfussbereich 32 und Fersenbereich 30 eine gegengleich der Vertiefung 46 der Mittelsohle 16 geformte, in Richtung gegen unten vorstehende Verstärkungsrippe 54 auf; dies ist auch der Fig. 8 entnehmbar, in welcher das Verstärkungselement 12 mit einer gestrichelten Linie angedeutet ist.

Der E-Modul des Verstärkungselements 12 liegt im Vorfussbereich beispielsweise bei etwa 8,0 bis etwa 13,0 und im Fersenbereich bei etwa 12 bis 13,5 N/mm2, gemessen mit einem Stempel von 20mm Durchmesser und einer Belastung mit 1000N. Der E-Modul kann jedoch auch wenigstens annährend konstant sein über das gesamte Verstärkungselement 12.

Die Biegemomente des Verstärkungselements 12 liegen im Zehenbereich bei etwa 70 bis 80 Nmm, vorzugsweise bei etwa 75 Nmm, im Ballenbereich bei etwa 150 bis 250 Nmm, vorzugsweise bei etwa 200 bis 210 Nmm, und im Gelenkbereich (Fersenbereich) bei etwa 4500 bis etwa 6000 Nmm oder mehr, vorzugsweise bei etwa 5100 bis 5600 Nmm oder mehr.

Das Verstärkungselement 12 kann beispielsweise eine Härte Shore A zwischen 80 und 120, vorzugsweise von etwa 90 bis 100 aufweisen.

Im Ballen- und Zehenbereich 34, insbesondere etwa in der in Laufrichtung L vorderen Hälfte dieses Bereichs, ist das Verstärkungselement 12 vorzugsweise biegbarer ausgebildet. Es weist hier keine Verstärkungsrippe 54 auf und kann, beispielsweise durch die Verwendung einer weicheren, elastischeren Materialkomponente, biegsamer ausgebildet sein. Zur Herstellung eines derartigen Verstärkungselements 12 bietet sich das Zwei- oder Mehrkomponentenspritzgiess-verfahren an. Wie dies in der Fig. 10 mit der Linie 56 angedeutet ist, wird der Teil des Verstärkungselements 12 mit der Verstärkungsrippe 54 aus einer Hartkomponente 58 gespritzt und anschliessend wird eine Weichkomponente 60 angespritzt; es ist auch denkbar, diese Reihenfolge umzukehren. Bei der Hartkomponente 58 und Weichkomponente 60 handelt es sich um affine Kunststoffe, welche sich im Spritzgiessen miteinander äusserst stabil verbinden. Als Hartkomponente 58 und Weichkomponente 60 eignen sich insbesondere eine Mischung von thermoplastischem Polyurethan-Elastomer (TPU) und Glasfasern beziehungsweise thermoplastisches Polyurethan- Elastomer (TPU) . Vorzugsweise wird als Hartkomponente ein mit Glasfaser verstärkter TPU (hart) und als

Weichkomponente ein TPU (weich) verwendet.

Das Verstärkungselement 12 erstreckt sich über die gesamte oberseitige Oberfläche 44 der Mittelsohle 16 bis zum umlaufenden Kragen 50 hin, wobei zwischen diesem und dem Verstärkungselement 12 nur ein schmaler, umlaufender Spalt für das Material des Schafts 14 frei bleibt, vergleiche Fig. 13. In bevorzugter Weise weist das Verstärkungselement 12 auf seiner Unterseite 61 eine entlang seines Randes verlaufende Randausnehmung 62 auf. Diese dient der Aufnahme und Befestigung des Materials des Oberschafts 64 und Futterschafts 66.

In bekannter Art und Weise wird der Schaft 14 hergestellt und dann dessen Schaftrand 68 - auch Zwickeinschlag genannt - durch Verkleben in der Randausnehmung 62 mit dem Verstärkungselement 12 fest verbunden. Anschliessend wird die Baueinheit Schaft 14 und Verstärkungselement 12 zwischen dem Kragen 50 an die oberseitige Oberfläche 44 der Mittelsohle 16 angelegt und mit dieser vollflächig, inklusive dem Kragen 50, verklebt.

Das Verstärkungselement 14 bildet vorzugsweise das Fussbett; allenfalls kann auf ihm noch eine Einlegesohle, beispielsweise Decksohle lose aufliegen oder befestigt sein. Sie kann beispielsweise einen biegsamen Schaumstoffbelag von etwa 5mm Dicke aufweisen, dessen E- Modul beispielsweise bei 0,3 bis 0,7, vorzugsweise bei etwa 0,4 bis etwa 0,6 N/mm 2 liegt, gemessen mit einem Druckstempel von 20mm Durchmesser und einer Belastung von 100N. Vorzugsweise ist die Einlegesohle an die Fussform angepasst ausgeformt. Das Verstärkungselement 12 vermittelt dem Gehgerät, insbesondere im Mittelfussbereich 32 und Fersenbereich 30, die Stabilität, damit das

Gehgerät an sich die in Folge des Fersenweichteils 20 absichtlich weichen und destabilisierenden Eigenschaften aufweist .

Gehversuche mit einem erfindungsgemässen Gehgerät mit einer Belastung von 70kg haben ergeben, dass sich der Schuhboden 10 im Fersenbereich um 6 bis 7mm und im Ballenbereich praktisch nicht verformt. Das Fersenweichteil 20 wird um dies Mass zusammengedrückt und trägt praktisch den gesamten Anteil an dieser Verformung.

Das Fersenweichteil 20 kann aus demselben Material, wie die Mittelsohle 16 oder einem Material mit ähnlichen Eigenschaften, ausgeführt sein, wobei die weichelastischen Eigenschaften durch Hohlräume, beziehungsweise Ausnehmungen, erzielbar sind. Das Fersenweichteil 20 ist bei Belastung durch Stehen und Gehen stark deformierbar; Schläge werden dadurch gedämpft und sowohl beim Gehen als auch beim Stehen wird insbesondere die Skelettmuskulatur infolge der Instabilität des Fersenbereichs 30 beansprucht und trainiert.

Das Verstärkungselement 12 kann anstelle von einer einzigen Verstärkungsrippe 54 mehrere Verstärkungsrippen aufweisen, welche wenigstens annähernd parallel in Laufrichtung L verlaufen; es ist auch denkbar, dass mehrere sich kreuzende Rippen vorgesehen werden.

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass es denkbar ist, den Schaft 14 nur mit dem Verstärkungselement 12 zu verbinden und nur dieses direkt am Schuhboden 10 zu befestigen.