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Patent Searching and Data


Title:
WALL LINING OR FLOOR COVERING
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2003/059613
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a wall lining or floor covering consisting of a web-type material. Known such linings or coverings are relatively rigid and thick and cannot be manufactured in a cylindrical manner, or consist of a wallpaper-type material which does not ensure protection against humidity and mechanical separation. The aim of the invention is to improve one such wall lining or floor covering in such a way that protection against humidity and mechanical separation is provided between the base surface and the surface lining. To this end, two layers of a polyester nonwoven are used, the surfaces of the two layers adhering to each other by means of a water-impermeable adhesive layer.

Inventors:
Vöst, Günther (Lechallee 26 H Bobingen, 86399, DE)
Application Number:
PCT/EP2002/014765
Publication Date:
July 24, 2003
Filing Date:
December 27, 2002
Export Citation:
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Assignee:
VÖWA WERTSTOFFTECHNIK GMBH (Haunstetter Strasse 4 Bobingen, 86399, DE)
Vöst, Günther (Lechallee 26 H Bobingen, 86399, DE)
International Classes:
B32B5/26; B32B7/12; B32B27/12; D04H13/00; D06M17/04; D06M17/06; D06M17/10; D06N7/00; E04F13/00; E04F15/10; E04F15/18; (IPC1-7): B32B5/26; B32B27/12; B32B7/12; E04F15/10; D04H13/00; D06N7/00; A47G27/04
Attorney, Agent or Firm:
Rapp, Bertram (Charrier Rapp & Liebau Postfach 31 02 60 Augsburg, 86063, DE)
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Claims:
Ansprüche
1. Wandoder Bodenbelag aus einem bahnartigen Material, gekennzeichnet durch zwei Lagen eines Polyesterfaservlieses, welche mittels einer wasserundurchlässigen Kleberschicht flächig miteinander verklebt sind.
2. Belag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kleberschicht eine thermoplastische Polyethylenschicht ist.
3. Belag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kleberschicht aus Polyurethan besteht.
4. Belag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kleberschicht aus einem Sprühkleber besteht.
5. Belag nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jede Lage des Polyesterfaservlieses eine Dicke zwischen 0,5 mm und 2 mm aufweist.
6. Belag nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den beiden Lagen des Polyesterfaservlieses ein Gittergeflecht eingeklebt ist.
7. Belag nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Gittergeflecht im wesentlichen aus Glasfasern besteht.
8. Belag nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Gittergeflecht ein quadratisches Gitter bildet und eine Maschenweite zwischen 2 mm und 10 mm aufweist. Verwendung eines Belags nach einem der voranstehenden Ansprüche als Wandtapete, die optional noch mit einem Anstrich versehen werden kann. Verwendung eines Belags nach einem der Ansprüche 1 bis 8 als Zwischenlage zwischen Wand bzw. Boden und Wandbzw. Bodenbelag. Verfahren zum Aufbringen eines Oberflächenbelags auf einen Untergrund, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst ein Belag nach einem der Ansprüche 1 bis 8 mittels einer Kleberschicht auf den Untergrund aufgebracht wird und anschließend der Oberflächenbelag mittels einer weiteren Kleberschicht auf den Belag aufgebracht wird.
Description:
Wand-oder Bodenbelag Die Erfindung betrifft einen Wand-oder Bodenbelag nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie eine Verwendung dieses Belags und ein Verfahren zum Aufbringen eines Oberflächenbelags auf einen Untergrund.

Als Wand-oder Bodenbeläge sind eine Vielzahl von Anordnungen, beispielsweise zur Trittschalldämmung bekannt, u. a. aus dem deutschen Gebrauchsmuster 298 17 735, in welchem auch weiterer Stand der Technik genannt ist. Diese Vorrichtungen zur Trittschall- und Schalldämmung sind als relativ steife und dicke Platten ausgebildet, welche beispielsweise Polyäterschaum, Gummigranulat und Kork in erheblichen Anteilen beinhalten.

Die Konfektionierung dieser Vorrichtungen ist daher plattenförmig und nicht rollenfönnig und eine gewisse Dicke kann strukturbedingt nicht unterschritten werden, ohne daß diese Platten brächen.

Ferner sind aus dem Stand der Technik Glasfasertapeten bekannt, die im wesentlichen aus einem Glasfasergewebe bestehen und einem gänzlich anderen Zweck, nämlich der Verschönerung der Oberfläche einer Wand dienen. Diese Glasfasertapeten müssen zusätzlich gestrichen werden, um wasserabweisend bzw. wasserundurchlässig zu sein.

Schließlich ist aus dem Stand der Technik ein Glasseidengewebe bekannt, welches der Armierung von Lastverteilungsschichten dient und beispielsweise in einen Mörtel eingebracht werden kann. Dieses Glasseidengewebe ist jedoch nicht wasserundurchlässig, da es sich um ein Gittergewebe handelt. Darüber hinaus wird bei der Verarbeitung der Mörtel durch die Öffnungen des Gitters gedrückt, wodurch eine innige Verbindung zwischen Untergrund, Mörtel und darauf angeordnetem Belag (z. B. Fliesen) besteht, also gerade keine mechanische Entkopplung von Untergrund und Belag.

Es besteht daher die Aufgabe, einen Wand-oder Bodenbelag so weiterzubilden, daß sowohl eine Feuchtigkeitsentkopplung als auch eine mechanische Entkopplung zwischen Untergrund und Oberbelag gegeben ist. Gelöst wird diese Aufgabe mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1.

Vorteilhafte Ausgestaltungen und Verwendungen sind den Unteransprüchen entnehmbar.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden näher erläutert.

Allen Ausführungsformen der Erfindung ist gemeinsam, daß ein Polyesterfaservlies zum Einsatz kommt. Bei einem Polyesterfaservlies handelt es sich um ein im Pressverfahren hergestelltes Vlies, beispielsweise aus textilen Abfällen aus Polyester. Die Dicke des Polyesterfaservlieses beträt bei den im folgenden besprochenen Ausführungsformen 0,5-2,0 mm In einer ersten Ausführungsform werden einfach zwei Lagen eines derartigen Polyesterfaservlieses mittels einer wasserundurchlässigen Kleberschicht flächig miteinander verklebt. Während das Polyesterfaservlies als solches wasser-und dampfdurchlässig ist, ist die Sandwich-Struktur aus zwei Polyesterfaservliesen und der dazwischen liegenden Kleberschicht aufgrund der wasserundurchlässigen Kleberschicht insgesamt wasserundurchlässig. Vorzugsweise besteht die Kleberschicht aus einer thermoplastischen Polyethylenschicht. Die Herstellung erfolgt durch Verpressen der aufeinander gelegten Polyesterfaservliese mit einer dazwischen liegenden Polyethylenfolie unter erhöhter Temperatur, wodurch die Polyethylenfolie schmilzt und sich innig und flächig mit den Polyersterfaservliesen verbindet.

Der so hergestellte Wand-bzw. Bodenbelag weist eine Dicke zwischen 1 mm und 3 mm auf und läßt sich ohne weiteres Aufrollen.

In einer alternativen Ausführungsform kann anstelle des Polyethylenklebers auch ein Polyuretankleber oder ein Sprühkleber verwendet werden.

In einer weiteren, alternativen Ausführungsform ist zwischen den beiden Lagen des Polyesterfaservlieses ein an sich bekanntes und in der Beschreibungseinleitung näher bezeichnetes Gittergeflecht eingeklebt. Dieses Gittergeflecht besteht ganz oder im wesentlichen aus Glasfaser und weist eine Maschenweite zwischen 2 und 10 mm, vorzugsweise 4-6 mm auf. Die Einfügung dieses Gittergeflechts in der oben beschriebenen Weise, wobei zusätzlich zu der Polyethylenfolie das Gittergeflecht aufgelegt und dann unter erhöhter Temperatur verpresst wird. Zusätzlich kann eine weitere Polyethylenfolie verwendet werden, die zwischen das erste Polyesterfaservlies und das Gittergeflecht eingelegt wird während eine zweite Polyethylenfolie zwischen das Gittergeflecht und das zweite Polyesterfaservlies eingelegt wird. Im Ergebnis ist das Gittergeflecht in beiden Fällen fest mit den beiden Lagen des Polyesterfaservlieses verklebt.

Der beschriebene Wand-bzw. Bodenbelag läßt sich sowohl als einfache Tapete verwenden, welche sich dadurch auszeichnet, daß sie wasser-und dampfundurchlässig ist sowie leicht bestrichen werden kann. In der Variante mit dem Gittergeflecht stabilisiert diese Tapete außerdem einen Untergrund, wenn dieser zur Rißbildung neigt.

Der beschriebene Belag kann jedoch auch vorzugsweise als Untergrund für auf eine Oberfläche aufzubringenden Oberflächenbelag verwendet werden. Hierbei kann diese Oberfläche sowohl der Putz einer Wand als auch der Estrich eines Bodens oder ein anderes Baumaterial sein. Der beschriebene Wand-oder Bodenbelag wird auf diesen Untergrund mit Hilfe eines an sich bekannten Klebstoffes, vorzugsweise eine Fliesenklebers aufgeklebt. Nach Trocknung des Fliesenklebers wird der gewünschte Oberflächenbelag (beispielsweise ein Belag auf Fliesen, Naturstein, Parkett, Linoleum, Teppich etc. ) ebenfalls in an sich bekannter Weise beispielsweise mit einem Fliesenkleber auf den Wand-oder Bodenbelag aufgeklebt.

Der auf diese Weise zwischen Untergrund und Oberflächenbelag angeordnete, erfindungsgemäße Wand-bzw. Bodenbelag garantiert eine mechanische Entkopplung von Untergrund zu Bodenbelag, da der Fliesenkleber bzw. Mörtel nicht durch den Belag hindurchgeht, sondern zwei, durch den Belag voneinander getrennte Lagen des Klebers gebildet werden, und zwar aufgrund der Wasserdichtigkeit des Belages. Ferner vermeidet dieser Oberflächenbelag insbesondere in der Variante mit dem eingebauten Gittergeflecht die Rißbildung, da er den Untergrund stabilisiert indem er Scherkräfte aufnehmen kann.