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Patent Searching and Data


Title:
WALL MODULE, WALL MOUNTING, WALL SYSTEM AND INTERIOR ROOM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/107581
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a wall module (100) for forming an interior room wall, comprising a wall body (110) having a front face (120) facing the interior room and a rear face (130) facing away from the interior room, and a mounting means (140) which is disposed on the rear face (130) of the wall body (110) and designed to be mounted on the wall module (100) in a receiving means (540) of a wall mounting (500). In the mounted state of the mounting means (140) in the receiving means (540), the wall module (100) is connected to the wall mounting (500) so that it can be removed without destruction and the mounting means (140) is designed such that, in the mounted state of the mounting means (140) in the receiving means (540), a weight force of the wall module (100) is directed in the direction of the wall mounting (500) and in the direction of a vertical. The invention further relates to a wall mounting (500), to a wall system, an interior room, in particular a bathroom, and to an assembly method for forming an interior room.

Inventors:
FIEDLER, Oliver (Straße der Einheit 16, Ribnitz-Damgarten, 18311, DE)
Application Number:
EP2011/053273
Publication Date:
September 09, 2011
Filing Date:
March 04, 2011
Export Citation:
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Assignee:
FIEDLER PLANUNGSBÜRO GMBH BODENBELÄGE & DESIGN (Straße der Einheit 16, Ribnitz-Damgarten, 18311, DE)
FIEDLER, Oliver (Straße der Einheit 16, Ribnitz-Damgarten, 18311, DE)
International Classes:
E04F13/08
Attorney, Agent or Firm:
EISENFÜHR SPEISER & PARTNER (Anna-Louisa-Karsch-Straße 2, Berlin, 10178, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Wandmodul (100) zum Ausbilden einer Innenraumwand, aufweisend einen Wandkörper (1 10) mit einer dem Innenraum zugewandten Vorderseite (120) und einer dem Innenraum abgewandten Rückseite (130), wobei - an der Rückseite (130) des Wandkörpers (1 10) ein Einhängemittel (140) angeordnet ist, das zum Einhängen des Wandmoduls (100) in ein Aufnahmemittel (540) einer Wandaufhängung (500) ausgestaltet ist und

- das Wandmodul (100) im eingehängten Zustand des Einhängemittels (140) im Aufnahmemittel (540) zerstörungsfrei demontierbar mit der Wandaufhängung (500) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass

- das Einhängemittel (140) derart ausgestaltet ist, dass es (140) eine Gewichtskraft (310) des Wandmoduls (100) im eingehängten Zustand des Einhängemittels (140) im Aufnahmemittel (540) in Richtung der Wandaufhängung (500) und in Richtung einer Vertikalen lenkt und

- der Wandkörper (1 10) eine Höhe aufweist, die mit einer Höhe des Innenraums abzüglich eines Spaltmaßes (160) zumindest im Wesentlichen identisch ist.

2. Wandmodul (100) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass

- das Einhängemittel (140) zum Einhängen in das Aufnahmemittel (540) eine Einhängefläche (150) aufweist, die im eingehängten Zustand des Einhängemittels (140) im Aufnahmemittel (540) auf einer Aufnahmefläche (550) des Aufnahmemittels (530) liegt und zur Wandaufhängung (500) hin abschüssig geneigt ist.

3. Wandmodul (100) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass

- das Spaltmaß (160) mit einer von der geneigten Einhängefläche (150) durch- schrittenen vertikalen Distanz (170) zumindest im Wesentlichen identisch ist.

4. Wandmodul (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

- das Einhängemittel (140) ein Justagemittel zum Ausrichten des eingehängten Wandmoduls (100) aufweist. 5. Wandmodul (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

- die Breite des Wandkörpers (1 10) mit einer Trockenbaurasterbreite gemäß einer Norm, insbesondere der DIN-Norm 18340, identisch ist oder ein Vielfaches davon beträgt. 6. Wandmodul (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

- der Wandkörper (1 10) aus einem Vollmaterial besteht.

7. Wandmodul (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass - der Wandkörper (1 10) wenigstens eine erste Ausnehmung für einen Installations- anschluss aufweist.

8. Wandmodul (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

- am Wandkörper (1 10) wenigstens eine zweite Ausnehmung zum Befestigen einer Sanitärausstattungsvorrichtung an der hinter dem Wandmodul (100) befindlichen Wandaufhängung (500) angeordnet ist.

9. Wandaufhängung (500) zum Aufnehmen eines Wandmoduls, dadurch gekennzeichnet, dass

- die Wandaufhängung (500) ein Aufnahmemittel (540) umfasst, das zum Aufneh- men eines Wandmoduls (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 7 ausgestaltet ist.

10. Wandaufhängung (500) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass

- das Wandmodul (100) im eingehängten Zustand des Einhängemittels (140) des Wandmoduls (100) im Aufnahmemittel (540) der Wandaufhängung (500) zerstörungsfrei demontierbar mit der Wandaufhängung (500) verbunden ist. 1 1. Wandaufhängung (500) nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass

- das Aufnahmemittel (540) kongruent zum Einhängemittel (140) ausgestaltet ist.

12. Wandaufhängung (500) nach einem der Ansprüche 9 bis 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass

- die Wandaufhängung (500) eine Anzahl senkrecht zum Innenraumboden und gemäß einer Norm, insbesondere gemäß der Trocken bau rasternorm DIN 18234, angeordneter Stützen umfasst.

13. Wandaufhängung (500) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass

- das Aufnahmemittel (540) durch wenigstens eine mindestens eine Teilanzahl der Stützen überbrückende Keilleiste gebildet ist. 14. Wandsystem (100, 500), insbesondere zur Bildung eines Innenraumes, vorzugsweise Sanitärraumes, dadurch gekennzeichnet, dass

- das Wandsystem (100, 500) wenigstens ein Wandmodul (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 und wenigstens eine Wandaufhängung (500) nach einem der Ansprüche 9 bis 13 umfasst. 15. Montageverfahren zum Ausbilden einer Innenraumwand, aufweisend die folgenden Schritte:

- Bereitstellen eines Wandmoduls mit einem Wandkörper mit einer dem Innenraum zugewandten Vorderseite und einer dem Innenraum abgewandten Rückseite sowie ein an der Rückseite des Wandkörpers angeordnetes Einhängemittel, das zum Einhängen des Wandmoduls in ein Aufnahmemittel einer Wandaufhängung ausgestaltet ist, wobei der Wandkörper eine Höhe aufweist, die mit einer Höhe des Innenraums abzüglich eines Spaltmaßes zumindest im Wesentlichen identisch ist,

- Bereitstellen einer Wandaufhängung mit einem Aufnahmemittel zum Aufnehmen des bereitgestellten Wandmoduls und

- Einhängen des Wandmoduls in die Wandaufhängung, wobei das Wandmodul im eingehängten Zustand des Einhängemittels in den Aufnahmemitteln zerstörungsfrei demontierbar mit der Wandaufhängung verbunden ist und das Einhängemittel des Wandmoduls derart ausgestaltet ist, dass es eine Gewichtskraft des Wandmoduls im eingehängten Zustand des Einhängemittels im Aufnahmemittel in Richtung der Wandaufhängung und in Richtung der Vertikalen lenkt.

Description:
Wandmodul, Wandaufhängung, Wandsystem und Innenraum

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Wandmodul nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 zum Ausbilden einer Innenraumwand, eine Wandaufhängung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 9 zum Aufnehmen eines Wandmoduls sowie ein Wandsystem mit einem Wandmodul und einer Wandaufhängung. Außerdem betrifft die vorliegende Erfindung einen Innenraum, insbesondere einen Sanitärraum, mit einem Wandsystem sowie ein Montageverfahren zum Ausbilden einer Innenraumwand.

Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung ein Sanitärwandmodul zum Ausbilden einer Innenwand eines Sanitärraumes.

Üblicherweise werden Sanitärräume in öffentlich, gewerblich oder privat genutzten Ge- bäuden, wie die meisten anderen Räume auch, zunächst in Trockenbauweise konstruiert. Zum Ausbilden der Innenräume wird der Trockenbau dann von innen mit Wandverkleidungen versehen, im Falle von Sanitärräumen beispielsweise mit Gipsplatten und abschließend mit Fliesen oder anderen feuchtigkeitsabweisenden Belägen. Dabei werden nur an wenigen Stellen Zugänge für zwischen Roh- oder Massivbauwand und Wandver- kleidung liegende Wasser-, Abwasser-, Strom- oder sonstige Installationsleitungen/ -anschlüsse vorgesehen. Problematisch bei dieser Herangehensweise ist, dass bekannte Wandverkleidungen, beispielsweise solche aus Gipsplatten und Verfliesungen, unmittelbar an die Roh- oder Massivbauwand anschließend fest mit dieser verbunden werden. Das Auskleiden des Innenraums sowie insbesondere ein Renovieren oder Sanieren des Innenraums gestaltet sich daher zeitaufwendig. Insbesondere bei Sanitärräumen sind derartige, fest mit der Roh- oder Massivbauwand verbundene Wandverkleidungen problematisch, da sie hier nicht nur ein hohes Maß an Zeit für eine Installation/Montage bzw. für eine Demontage verlangen, sondern auch einem schnellen und zielgerichteten Warten oder Reparieren hinter der Wandverkleidung angeordneter Installationsleitungen und/oder Installationsan- Schlüsse entgegenstehen. Schließlich muss ein Stück der fest verbundenen Wandverkleidung in der Regel in zerstörender Weise abgetragen werden, um zum betroffenen Installationsanschluss bzw. zur betroffenen Installationsleitung zu gelangen.

Zur Beschleunigung des Auskleidens von Sanitärräumen werden daher zunehmend vorgefertigte Module eingesetzt. Beispielsweise ist aus der Offenlegungsschrift DE 10 2008 018 735 A1 ein vorwandarti- ges Sanitärwandmodul bekannt, welches ein an einer Wand fest zu montierendes Gestell umfasst sowie einen im Gestell angebrachten Schaumkörper und eine Funktionseinheit, wie beispielsweise ein WC, die in einem Hohlraum des Schaumkörpers aufgenommen ist. Ferner weist das bekannte vorwandartige Sanitärwandmodul eine einer klaren Optik dienende Blende auf. Dieses bekannte vorwandartige Sanitärwandmodul wird demnach über das Gestell fest mit der Trockenbauwand verbunden.

Aus dem deutschen Gebrauchsmuster DE 295 20 533 U1 ist ein Installationssystem zur Vorwandmontage im Sanitärbereich bekannt. Dieses Installationssystem beinhaltet unter anderem einen Montagerahmen und ein Verkleidungselement in Form einer Dekorplatte. In den Montagerahmen können Sanitärmöbel eingebaut werden. Die Dekorplatte kann mittels Haken, die sich an Hakenplatten einer Innenfläche der Dekorplatte befinden, in Keile einer Keilplatte des Montagerahmens eingehängt werden.

Aus der Offenlegungsschrift DE 32 22 018 A1 ist ein Stellwandbausystem im Modulraster für Sanitärausstellungen bekannt. Eine Stellwand dieses Systems kann mit einer Dekor- tafel, Armaturbänken und/oder Spanplatten versehen werden. Diese Komponenten umfassen für ihre jeweilige Befestigung an der Stellwand eine Keilleiste. Beispielsweise wird eine Dekortafel über eine Keilleiste in eine Abwinkelung aus Aluminiumblech an einem Wandelement zwecks Befestigung fest angeordnet.

Es ist eine der vorliegenden Erfindung zugrundeliegende Aufgabe, ein Wandmodul zum Ausbilden einer Innenraumwand, insbesondere einer Wand eines Sanitärraums, vorzu- schlagen, das ein schnelles sowie flexibles Auskleiden und Sanieren des Innenraums erlaubt. Weiterhin ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Wandaufhängung zum Aufnehmen eines Wandmoduls vorzuschlagen, die ebenfalls ein schnelles sowie flexibles Auskleiden und Sanieren des Innenraums erlaubt. Außerdem ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Montageverfahren zum Ausbilden einer Innenraumwand vorzu- schlagen, nach dem ein Innenraum schnell und flexibel ausgekleidet werden kann.

Hinsichtlich des Wandmoduls wird die oben genannte Aufgabe gelöst durch ein Wandmodul zum Ausbilden einer Innenraumwand, welches die im Anspruch 1 angegebenen kennzeichnenden Merkmale aufweist. Demnach weist das Wandmodul einen Wandkörper und ein an der Rückseite des Wandkörpers angeordnetes Einhängemittel auf, das zum Einhängen des Wandmoduls in ein Aufnahmemittel einer Wandaufhängung ausgestaltet ist. Das erfindungsgemäße Wandmodul ist im eingehängten Zustand des Einhängemittels im Aufnahmemittel zerstörungsfrei demontierbar mit der Wandaufhängung verbunden. Das Einhängemittel ist derart ausgestaltet, dass es eine Gewichtskraft des Wandmoduls im eingehängten Zustand des Einhängemittels im Aufnahmemittel in Rich- tung der Wandaufhängung und in Richtung der Vertikalen lenkt. Erfindungsgemäß weist der Wandkörper eine Höhe auf, die mit der Höhe des Innenraumes abzüglich eines Spaltmaßes im Wesentlichen identisch ist.

Es versteht sich, dass mit Vertikale eine gedachte Gerade parallel zu einer Wand des Innenraums gemeint ist und mit Horizontale eine gedachte Gerade parallel zum Innen- raumboden. Das Einhängemittel ist demnach derart ausgestaltet, dass es die Gewichtskraft des Wandmoduls im eingehängten Zustand des Einhängemittels im Aufnahmemittel in Richtung der Wandaufhängung und in Richtung des Innenraumbodens, also einer Vertikalen, lenkt.

Die Erfindung geht von der Überlegung aus, dass die Montage bekannter Trockenbau- raumwandverkleidungen (im Folgenden auch kurz als Wandverkleidungen bezeichnet) zum einen zeitaufwändig ist und zum anderen einen Zugriff auf hinter der Wandverkleidung befindliche Installationsanschlüsse und Installationsleitungen nur bedingt erlauben, da die bekannten Wandverkleidungen in der Regel fest mit der Trockenbauwand verbunden sind. Dies ist beispielsweise dann problematisch, wenn in den Installationsleitungen Leckagen oder andere Defekte auftreten, die nur ungenau lokalisierbar sind. Denn dann ist in der Regel eine großflächige Zerstörung der Wandverkleidung notwendig, um an die betreffende Installationsleitung zu gelangen.

Ferner gestaltet sich bei bekannten Wandverkleidungen eine Komplettsanierung des Innenraums sehr zeit- und kostenintensiv, da die Wandverkleidungen zunächst mühselig von der Trockenbauwand abgetragen werden muss, was zudem nicht unerheblichen Lärm und Schmutz verursacht. Außerdem werden zum Befestigen der bekannten Wand- Verkleidungen an der Trockenbauwand häufig verschiedene Verbund- und/oder Klebematerialien eingesetzt, deren Beschaffenheit einem späteren Sanierer des betreffenden Raumes womöglich unbekannt ist, so dass für den Sanierer schwer abzuschätzen bleibt, wie viel Aufwand und Zeit er in die Sanierung des Innenraums investieren muss.

Andererseits hat die Erfindung erkannt, dass die vorbekannte Dekortafel oder die vorbe- kannte Dekorplatte keine tatsächliche Innenraumwand bilden, sondern lediglich eine bereits bestehende, fest installierte Innenraumwand verkleiden und somit im Ergebnis nicht zum Ausbilden einer Innenraumwand verwendet werden können.

Das erfindungsgemäße Wandmodul erlaubt ein besonders schnelles Ausbilden einer Innenraumwand, da das Wandmodul nicht fest mit der Roh- oder Massivbauwand ver- bunden wird, sondern zerstörungsfrei demontierbar in die Wandaufhängung, welche gewöhnlicher Weise als ein der Roh- oder Massivbauwand vorgelagertes Stützgerüst realisiert ist, eingehängt wird. Demnach erlaubt das erfindungsgemäße Wandmodul auch eine besonders schnelle und einfache Sanierung einer Innenraumbewandung.

Nicht nur das Auskleiden des Innenraums mit dem erfindungsgemäßen Wandmodul kann zeitschnell erfolgen, sondern auch ein komplettes oder teilweises Demontieren der erfindungsgemäß ausgebildeten Innenraumwand, da das/die Wandmodul/Wandmodule im eingehängten Zustand des Einhängemittels im Aufnahmemittel einfach ausgehängt werden kann/können. Für das Greifen des erfindungsgemäßen Wandmoduls eignen sich beispielsweise bekannte Saugnäpfe. Ebenfalls kann das erfindungsgemäße Wandmodul im Falle notwendiger Wartungsarbeiten an hinter dem Wandmodul befindlichen Installationsanschlüssen, wie Wasser-, Ab- wasser-, Strom-, Telefon-, Daten-, oder Kabelanschlüsse, schnell und einfach von der Wandaufhängung abgehängt werden, ohne dass das betreffende Wandmodul oder benachbarte Wandmodule dabei zerstört werden müssen. Im Vergleich zu bekannten Innenraumwandverkleidungen, wie beispielsweise über Gipsplatten mit dem Trockenbau fest verbundene Verlesungen in Feuchträumen, ergibt sich bei einer Montage, einer Sanierung oder bei Wartungsarbeiten ein erheblicher Zeitvorteil.

Das erfindungsgemäße Wandmodul ist als solches, insbesondere als fertiges Wandmodul, schnell montierbar und demontierbar. Zum Ausbilden der Innenraumwand sind vor Ort, abgesehen von einer etwaigen Verfugung von nebeneinander eingehängten erfin- dungsgemäßen Wandmodulen, keine weiteren aufwendigen Bearbeitungsschritte, wie beispielsweise eine Verfliesung bzw. ein Abbruch, notwendig.

Die Erfindung hat erkannt, dass obwohl das Wandmodul in der Regel nur in die Wandaufhängung eingehängt wird, die besondere Ausgestaltung des Einhängemittels sicherstellt, dass das Wandmodul fest an der Wandaufhängung haftet. Insofern ist das erfin- dungsgemäße Wandmodul selbstjustierend, da grundsätzlich keine weiteren Befestigungsmittel zum lösbaren Verbinden des Wandmoduls mit der Wandaufhängung vorgesehen werden müssen.

Insbesondere eignet sich das erfindungsgemäße Wandmodul zum Ausbilden einer Innenwand eines Sanitärraums. Das Wandmodul ist, da es in etwa eine Höhe gleich der Raumhöhe aufweist, als Gesamtwandmodul ausgebildet. Das Gesamtwandmodul kann beispielsweise mit Saugnäpfen gegriffen werden und in das Aufnahmemittel der Wandaufhängung eingehängt werden. Vorzugsweise wird dabei ein Spalt zumindest zwischen der Trockenbaudecke und einer oberen Kante des Wandkörpers belassen wird, insbesondere dann, wenn das Einhängemittel mit einer weiter unten genannten geneigten Einhängefläche ausgestaltet ist. Der belassene Spalt zwischen der oberen Kante des Wandkörpers und der Trockenbaudecke kann durch eine Decken- oder Zierleiste abgedeckt werden oder aber durch eine abgesenkte Deckenverkleidung verblendet werden.

Beträgt die Höhe des Innenraums, auch als Raumhöhe bezeichnet, beispielsweise 2,50 m, so beträgt die Höhe des Wandkörpers in einer Ausführungsform in etwa 2,40 m. Das Spaltmaß ist bevorzugt abhängig von den geometrischen Ausgestaltungen des Einhängemittels und des Aufnahmemittels gewählt. Üblicherweise beträgt es in etwa 2 bis 30 cm, beispielsweise 10 cm.

Bevorzugt ist die Höhe des Wandkörpers an die geometrische Ausgestaltung des Einhängemittels angepasst, beispielsweise derart, dass das Spaltmaß mit einer von der geneigten Einhängefläche durchschrittenen vertikalen Distanz, also mit der in eine Vertikale projizierten Höhe der geneigten Fläche, zumindest im Wesentlichen identisch ist.

Mit einer solchen Dimensionierung ist sichergestellt, dass der nach dem Einhängen des Wandmoduls in die Wandaufhängung verbleibende Spalt zwischen Wandkörper und Innenraumdecke nicht größer ist, als es die Installation des Wandmoduls erfordert. Das Konzept der Erfindung ist jedoch nicht auf ein Einhängemittel in Gestalt einer Keilleiste beschränkt. Ebenso möglich ist beispielsweise auch eine Profilschiene oder eine Winkelschiene, die in das Aufnahmemittel eingreift und so ein Hängen ermöglicht. Auch eine Haken/Öse Kombination ist denkbar. Bevorzugt sind die geometrische Ausgestaltung des Einhängemittels und der Betrag des Spaltmaßes aufeinander abgestimmt, so dass nach dem Einhängen des Wandmoduls ein möglichst geringer Spalt zwischen Raumdecke und Wandmodul verbleibt.

Nachfolgend werden Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Wandmoduls beschrieben. Die zusätzlichen Merkmale der Ausführungsformen können zur Bildung weiterer Ausführungsbeispiele miteinander kombiniert werden, sofern diese nicht ausdrücklich als alternativ zueinander beschrieben sind.

In einer bevorzugten Ausführungsform kann das Einhängemittel durch wenigstens ein Vollprofil realisiert sein. Ein Vollprofil bietet den Vorteil einer hohen Stabilität sowie eines hohen Maßes an Gestaltungsfreiheit bei der Festlegung der Form des Einhängemittels.

Bevorzugt weist das Einhängemittel zum Einhängen in das Aufnahmemittel eine Einhän- gefläche auf, die im eingehängten Zustand des Einhängemittels im Aufnahmemittel auf einer Aufnahmefläche des Aufnahmemittels liegt. Die Einhängefläche verläuft schräg zu einer Horizontalen und ist dabei zur Wandaufhängung hin abschüssig geneigt.

Diese Weiterbildung hat den Vorteil, dass das Einhängemittel zweckmäßig die Gewichtskraft des Wandmoduls in Richtung der Wandaufhängung und in Richtung der Vertikalen lenkt. Durch die geneigte Einhängefläche wird nämlich die Gewichtskraft des Wandmoduls in eine Normal- und in eine Tangentialkomponente aufgeteilt, wobei die Tangential- komponente eine horizontale Kraftkomponente hat, die in Richtung der Wandaufhängung wirkt. Beispielsweise hat das Einhängemittel eine trapezförmige Querschnittsfläche senkrecht zu einer horizontal verlaufenden Längsrichtung des Einhängemittels.

Ein derartiges Einhängemittel lässt sich beispielsweise vorteilhaft durch wenigstens eine im Wesentlichen horizontal verlaufende Keilleiste oder durch einen Keilblock realisieren. In Abhängigkeit von einer Ausgestaltung des Aufnahmemittels der Wandaufhängung kann wahlweise eine Keilleiste oder ein Keilblock vorteilhafter sein. Ein Keilblock erweist sich als materialsparend. Eine Keilleiste bietet mehr Stabilität.

Ist das Aufnahmemittel der Wandaufhängung beispielsweise ebenfalls als Keilleiste realisiert, lässt sich das Wandmodul demnach einfach in die Wandaufhängung einhängen und entlang der als Keilleisten realisierten Aufnahmemittel verschieben und positionieren. In diesem Fall ist das Einhängemittel des Wandmoduls bevorzugt als wenigstens ein, bevorzugt mehrere, Keilblock Keilblöcke gebildet.

Anstelle eines Vollprofiles kann Einhängemittel des Wandmoduls auch durch ein Hohlprofil realisiert sein. Dies hätte den Vorteil einer Gewichts- und gegebenenfalls Kostenersparnis. In einer besonders bevorzugten Weiterbildung ist das Einhängemittel kongruent zum Aufnahmemittel der Wandaufhängung ausgestaltet.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Wandmoduls weist das Einhängemittel ein Justagemittel zum Ausrichten des eingehängten Wandmoduls auf. Dies ist zweckmäßig, da so eventuell leicht variierende geometrische Maße des Einhängemittels und Aufnahmemittels oder sonstige konstruktive Ungenauigkeiten ausgeglichen werden können.

Bevorzugt ist die Breite des Wandkörpers identisch mit einer Trocken bau rasterbreite gemäß einer Norm, insbesondere der DIN-Norm 18340, oder beträgt ein Vielfaches davon. Beispielsweise beträgt die Breite des Wandmoduls demnach in etwa 62,5 cm oder ein Vielfaches davon, wie beispielsweise in etwa 20,8 cm, 31 ,2 cm, 125 cm, 187,5 cm. Eine solche Dimensionierung ist zweckmäßig, da viele Einrichtungsgegenstände, die an der Wand aufgehängt werden sollen, insbesondere Sanitärausstattungsvorrichtungen, wie ein WC oder ein Hand- oder Fußwaschbecken, entsprechend dem Trocken bau ras- termaß dimensioniert sind.

Die Stärke (oder auch Dicke) des Wandkörpers beträgt gewöhnlich einige Millimeter, wie beispielsweise 15 bis 20 mm. Es sind aber auch dünnere oder dickere Wandkörper denkbar, beispielsweise Wandkörper mit einer Dicke von 5 mm und weniger oder 100 mm und mehr. In einer Ausführungsform des Wandmoduls besteht der Wandkörper aus einem Vollmaterial, wie beispielsweise Holz, Stein, Kunststoff oder Glas. In einer weiteren Ausführungsform ist das Wandmodul ein vorgefliestes Wandmodul.

Vorteilhaft weist der Wandkörper des Wandmoduls wenigstens eine erste Ausnehmung für einen Installationsanschluss auf. Diese Weiterbildung ist insbesondere dann vorteil- haft, wenn das Wandmodul für ein Auskleiden eines Sanitärraumes verwendet werden soll. Die Installationsanschlüsse, also beispielsweise Anschlüsse für Wasser, Abwasser, Strom, Telefon, Daten etc., befinden sich gewöhnlich zwischen der Roh- oder Massivbauwand und der Wandaufhängung und ragen durch die Wandaufhängung hinaus in Richtung des Wandmoduls. Ferner ist am Wandkörper des Wandmoduls bevorzugt wenigstens eine zweite Ausnehmung zum Befestigen einer Sanitärausstattungsvorrichtung an der hinter dem Wandmodul befindlichen Wandaufhängung angeordnet. Die Sanitärausstattungsvorrichtung, beispielsweise ein WC oder ein Waschbecken, wird damit nicht unmittelbar am Wandmodul selbst befestigt, sondern an der Wandaufhängung, in die auch das Wandmodul selbst eingehängt ist.

Hinsichtlich der Wandaufhängung wird die eingangs genannte Aufgabe gelöst durch eine Wandaufhängung, die das im Anspruch 9 angegebene kennzeichnende Merkmal aufweist. Die erfindungsgemäße Wandaufhängung umfasst ein Aufnahmemittel, das zum Aufnehmen eines Wandmoduls nach einem der Ansprüche 1 bis 8 ausgestaltet ist. Die Wandaufhängung mit dem Aufnahmemittel ist bevorzugt nicht die Roh- oder Massivbauwand selbst, sondern eine der Roh- oder Massivbauwand vorgelagerte separate Wandaufhängung, beispielsweise in Gestalt eines Stützgerüsts. Zwischen der Wandaufhängung und der Roh- oder Massivbauwand befinden sich in der Regel Installationsan- Schlüsse, wie beispielsweise Strom, Wasser-, und Abwasseranschlüsse oder dergleichen weitere.

Das Aufnahmemittel der Wandaufhängung ist bevorzugt derart ausgestaltet, dass das Wandmodul im eingehängten Zustand des Einhängemittels des Wandmoduls im Aufnahmemittel der Wandaufhängung zerstörungsfrei demontierbar mit der Wandaufhän- gung verbunden ist.

Ferner ist das Aufnahmemittel der Wandaufhängung bevorzugt derart ausgestaltet, dass es eine Gewichtskraft des Wandmoduls im eingehängten Zustand des Einhängemittels des Wandmoduls im Aufnahmemittel in Richtung der Wandaufhängung und in Richtung der Vertikalen lenkt. Eine schnell lösbare Verbindung von Wandmodul und Wandaufhängung und die Umlen- kung der Gewichtskraft lässt sich insbesondere dann vorteilhaft erzielen, wenn das Aufnahmemittel kongruent zum Einhängemittel ausgestaltet ist.

Zum lösbaren Verbinden des Wandmoduls mit der Wandaufhängung sind keine weiteren Befestigungsmittel mehr erforderlich. Das Aufnahmemittel der Wandaufhängung ist bevorzugt durch wenigstens ein Vollprofil realisiert. Das Vollprofil bietet den Vorteil einer hohen Stabilität sowie eine hohe Gestaltungsfreiheit bei der Festlegung der geometrischen Form des Aufnahmemittels.

Zur oben beschriebenen Umlenkung der Gewichtskraft weist das Aufnahmemittel zweckmäßigerweise eine Aufnahmefläche auf, auf der die Einhängefläche des Einhän- gemittels im eingehängten Zustand des Einhängemittels im Aufnahmemittel liegt und die zum Wandmodul hin aufsteigend geneigt ist.

Anstelle eines Vollprofils kann das Aufnahmemittel ebenso wie das Einhängemittel auch durch ein gewichts- und eventuell kosteneinsparendes Hohlprofil realisiert werden. In einer anderen Ausführungsform ist das Aufnahmemittel durch eine Einkerbung mit einer entsprechenden Aufnahmefläche in der Wandaufhängung oder direkt in der Trockenbauwand realisiert.

In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die Wandaufhängung eine Anzahl senk- recht zum Innenraumboden und gemäß einer Norm, insbesondere gemäß der Trockenbaurasternorm DIN 18234, angeordnete Stützen. Beispielsweise sind die Stützen in einem Abstand von 62,5 cm zueinander angeordnet.

Ein erfindungsgemäßes Wandmodul kann entweder zwischen den Stützen eingehängt werden oder derart, dass das Wandmodul eine oder mehrere Stützen seitlich überragt. In einer bevorzugten Weiterbildung der Wandaufhängung ist das Aufnahmemittel durch wenigstens eine mindestens eine Teilanzahl der Stützen überbrückende Keilleiste gebildet. Die Wandaufhängung mit den Stützen und der/den Keilleiste/Keilleisten bildet demnach eine Art Stützgerüst, in das mehrere Wandmodule mosaikartig oder nebeneinander eingehängt werden können. Die vorliegende Erfindung führt auf ein Wandsystem umfassend wenigstens ein erfindungsgemäßes Wandmodul und wenigstens eine erfindungsgemäße Wandaufhängung. Ein Innenraum mit einem derartigen Wandsystem oder ein Sanitärraum mit einem erfindungsgemäßen Wandsystem bilden weitere Aspekte der vorliegenden Erfindung. Der Sanitärraum umfasst vorteilhaft eine oder mehrere Sanitärausstattungsvorrichtungen, wie ein WC, eine Dusche, ein Hand- oder Fußwaschbecken, eine Waschmaschine, und kann beispielsweise also ein Waschraum oder ein Badezimmer sein.

Hinsichtlich des Verfahrens wird die eingangs genannte Aufgabe durch ein Montageverfahren des Anspruchs 15 zum Ausbilden einer Innenraumwand gelöst. Das Montageverfahren umfasst die folgenden Schritte: - Bereitstellen eines Wandmoduls aufweisend einen Wandkörper mit einer dem Innenraum zugewandten Vorderseite und einer dem Innenraum abgewandten Rückseite sowie ein an der Rückseite des Wandkörpers angeordnetes Einhängemittel, das zum Einhängen des Wandmoduls in ein Aufnahmemittel einer Wandaufhängung ausgestaltet ist, wobei der Wandkörper eine Höhe aufweist, die mit einer Höhe des Innenraums ab- züglich eines Spaltmaßes zumindest im Wesentlichen identisch ist, Bereitstellen einer Wandaufhängung mit einem Aufnahmemittel zum Aufnehmen des bereitgestellten Wandmoduls und

Einhängen des Wandmoduls in die Wandaufhängung, wobei das Wandmodul im eingehängten Zustand des Einhängemittels in den Aufnahmemitteln zerstörungsfrei demontierbar mit der Wandaufhängung verbunden ist und das Einhängemittel des Wandmoduls derart ausgestaltet ist, dass es eine Gewichtskraft des Wandmoduls im eingehängten Zustand des Einhängemittels im Aufnahmemittel in Richtung der Wandaufhängung und in Richtung der Vertikalen lenkt.

Das erfindungsgemäße Montageverfahren teilt die Vorteile des erfindungsgemäßen Wandmoduls und der erfindungsgemäßen Wandaufhängung.

Nachfolgend werden weitere Vorteile für ein Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnung gemäß der Fig. 1 und Fig. 2 erläutert.

Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung eine beispielhafte Anordnung einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Wandsystems mit einem Wandmodul 100 und einer Wandaufhängung 500. Das Wandsystem dient dem Auskleiden eines Innenraumes, insbesondere eines Sanitärraumes.

Die mit den Bezugszeichen 210, 220 und 230 referenzierten Linien deuten einen Teilum- riss eines Trocken bau rau ms mit einer Roh- oder Massivbaudecke 220, einer Roh- oder Massivbauwand 230 sowie einem Roh- oder Massivbauboden 210 an. Dieser Trocken- bauraum wird im Folgenden auch als Innenraum bezeichnet.

Die Wandaufhängung 500 ist zwischen dem Roh- oder Massivbauboden 210 und einer Roh- oder Massivbaudecke 220, beispielsweise über Einspannelemente 560, im Wesentlichen senkrecht angeordnet und beispielsweise durch eine Anzahl parallel zueinander stehenden Stützen gebildet. Die die Wandaufhängung 500 bildenden Stützen sind vor- zugsweise im Trockenbaurastermaß angeordnet, befinden sich also beispielsweise gemäß DIN-Norm 18340 in einem Abstand von 62,5 cm zueinander. Die Stützen sind beispielsweise vorgefertigte Kastenprofile. Im Raum zwischen der Roh- oder Massivbauwand 230 und der Wandaufhängung 500 sind in Fig. 1 nicht näher dargestellte Installationsanschlüsse, wie beispielsweise Wasser-, Abwasser- und Stromanschlüsse, vorgese- hen. Die Wandaufhängung 500 umfasst ein Aufnahmemittel 540, das zum Aufnehmen des Wandmoduls 100 ausgestaltet sind. Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform der Wandaufhängung 500 ist Aufnahmemittel 540 durch drei horizontal angeordnete Keilleisten realisiert und mit Hilfe von ersten Befestigungselementen 545 mit der Wandaufhän- gung 500 verbunden. Die Keilleisten sind entweder als Voll- oder als Hohlprofil ausgestaltet und weisen eine zu ihrer Längsrichtung senkrechte, trapezförmige Querschnittsfläche auf. Ferner überbrücken die Keilleisten wenigstens einen Teil der Stützen.

Die Keilleisten haben zur Aufnahme des Wandmoduls 100 eine zum Wandmodul 100 hin aufsteigend geneigte Aufnahmefläche 550. Das Wandmodul 100 weist einen Wandkörper 1 10 mit einer dem Innenraum zugewandten Vorderseite 120 und einer dem Innenraum abgewandten Rückseite 130 auf. An der Rückseite 130 des Wandkörpers 1 10 ist Einhängemittel 140 angeordnet, welches zum Einhängen des Wandmoduls 100 in das Aufnahmemittel 540 der Wandaufhängung 500 ausgestaltet ist. Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform ist das Einhängemittel 140 durch drei Keilleisten oder Keilblöcke mit trapezförmiger Querschnittsfläche ausgebildet und über zweite Befestigungsmittel 145 mit dem Wandmodul 100 verbunden. Alternativ können auch Keilblöcke, also nicht durchgehende Leisten, als Einhängemittel 140 vorgesehen werden. Die drei Keilleisten sind wahlweise als Voll- oder Hohlprofil ausgestaltet und haben jeweils eine zur Wandaufhängung 500 hin abschüssig geneigte Einhängeflächen 150.

Das Einhängemittel 140 und das Aufnahmemittel 540 sind demnach derart ausgestaltet, dass das Wandmodul 100 zum einen im eingehängten Zustand der Einhängemittel 140 in den Aufnahmemitteln 540 zerstörungsfrei demontierbar mit der Wandaufhängung 500 verbunden ist und zum anderen derart, dass das Einhänge- und Aufnahmemittel 140 und 540 eine Gewichtskraft des Wandmoduls 100 in Richtung der Wandaufhängung 500 und in Richtung der Vertikalen lenken.

Dies wird nachstehend mit Bezug auf Fig. 2 erläutert. Fig. 2 zeigt in schematischer Darstellung einen Teil des Einhängemittels 140 und einen Teil des Aufnahmemittels 540 im eingehängten Zustand. Einhänge- und Aufnahmemittel sind derart ausgestaltet, dass eine Gewichtskraft 310 des (in Fig. 2 nicht dargestellten) Wandmoduls 100 in eine Tan- gentialkomponente 330 und in eine Normalkomponente 320 aufgeteilt wird. Die Normalkomponente 320 wirkt in zur Aufnahmefläche 550 und Einhängefläche 150 senkrechter Richtung. Die Tangentialkomponente 330 hat eine in Fig. 2 nicht näher angedeutete horizontale und vertikale Kraftkomponente, also eine Kraftkomponente, die in Richtung des Rohoder Massivbaubodens 210 wirkt und eine Kraftkomponente, die in Richtung der Wandaufhängung 500 wirkt.

Demnach sind keine weiteren Befestigungselemente zum Fixieren des Wandmoduls 100 an der Wandaufhängung 500 notwendig.

Das in Fig. 1 schematisch dargestellte Wandmodul 100 ist ein Gesamtwandmodul, dessen Höhe im Wesentlichen der Raumhöhe, also der Distanz zwischen Roh- oder Massivbaudecke 220 und Roh- oder Massivbauboden 210 entspricht. Zum Einhängen des Wandmoduls 100 wird das Wandmodul beispielsweise mit Saugnäpfen gegriffen und der obere Teil des Wandmoduls 100 in Richtung der Wandaufhängung 500 geneigt und sodann bei Belassen eines Spaltes 160 zwischen Wandkörper 1 10 und Roh- oder Massivbauboden 210 und/oder zwischen Wandkörper 1 10 und Roh- oder Massivbaudecke 220 eingehängt.

Der Spalt 160 zwischen dem Wandmodul 100 und dem Roh- oder Massivbauboden 210 kann beispielsweise durch eine geeignete Fuß- oder Sockelleiste abgedeckt werden. Ebenso kann der Spalt zwischen dem Wandmodul 100 und der Roh- oder Massivbaudecke 220 durch eine Decken- oder Zierleiste abgedeckt werden. Andererseits könnte auch eine in Fig. 1 nicht näher dargestellte Deckenverkleidung unterhalb der Roh- oder Massivbaudecke 220 so weit abgesenkt werden, dass der Spalt 160 zwischen dem Wandkörper 1 10 und der Roh- oder Massivbaudecke 220 vom Innenraum aus nicht sichtbar ist.

Das Wandmodul 100 kann in anderen Ausführungsformen auch als Teilwandmodul dimensioniert sein, also mit einer Höhe, die wesentlich kleiner ist als die Innenraumhöhe. Bevorzugt ist die Breite des Wandkörpers 1 10 mit einer Trocken bau rasterbreite gemäß der DIN-Norm 18340 identisch oder beträgt ein Vielfaches davon. Die Breite des Wand- körpers 1 10 beträgt also beispielsweise 62,5 cm oder ein Vielfaches davon, wobei ein Vielfaches auch ein Bruchteil sein kann.

Das in Fig. 1 schematisch dargestellte Wandsystem erlaubt demnach einen schnellen, flexiblen und vor allem weitgehend zerstörungsfreien Auf- und Abbau einer Innenraum- Wandverkleidung. Eine Anzahl Wandmodule 100 kann einfach entlang des mittels Keilleisten realisierten Aufnahmemittels 540 verschoben und positioniert werden.

Aneinander anschließende Wandmodule 100 werden beispielsweise verklebt oder anderweitig miteinander verbunden, beispielsweise mit einem sogenannten Sigaflex-Dicht- stoff. Das Wandmodul 100 kann beispielsweise ein Wandmodul aus einem Vollmaterial, wie Holz, Stein, Kunststoff oder Glas sein. Das Wandmodul 100 kann auch ein vorgefliestes Wandmodul 100 sein.

Das Wandmodul 100 hat bevorzugt in Fig. 1 nicht näher dargestellte erste Ausnehmung für einen Installationsanschluss. In Fig. 1 ebenfalls nicht näher dargestellte Installations- anschlüsse befinden sich in der Regel zwischen der Roh- oder Massivbauwand 230 und der Wandaufhängung 500. Außerdem weist das Wandmodul 100 bevorzugt am Wandkörper 1 10 eine ebenfalls in Fig. 1 nicht näher dargestellte zweite Ausnehmung zum Befestigen einer Sanitärausstattungsvorrichtung, wie ein WC, ein Waschbecken, ein Fußbad oder dergleichen, an die hinter dem Wandmodul 100 befindliche Wandaufhän- gung 500. Demnach werden die Sanitärausstattungsvorrichtungen in der Regel nicht am Wandmodul 100 selbst angebracht, sondern an der Wandaufhängung 500. Das Wandmodul 100 weist lediglich die dafür notwendige zweite Ausnehmung auf.

Bezugszeichenliste

100 Wandaufhängung

1 10 Wandkörper

120 Vorderseite

130 Rückseite

140 Einhängemittel

145 Erste Befestigungselemente

150 Einhängefläche

160 Spaltmaß

170 Von der Einhängefläche durchschrittene vertikale Distanz

210 Roh- oder Massivbauboden

220 Roh- oder Massivbaudecke

230 Roh- oder Massivbauwand

310 Gewichtskraft des Wandkörpers

320 Normalkomponente der Gewichtskraft

330 Tangentialkomponente der Gewichtskraft

500 Wandaufhängung

540 Aufnahmemittel

545 Zweite Befestigungsmittel

550 Aufnahmefläche

560 Einspannelemente